Das sogenannte Übernatürliche

Was das sogennannte Übernatürliche betrifft halte ich es nicht erst seit meinem gleichnamigen Buch mit der These, dass es  eigentlich nichts “Übernatürliches” gibt, sondern wir Menschen schlicht  “unternatürlich” sind. Unser Gehirn ist als Wahrnehmungs,-und Projektionsapparat nicht in der Lage, den Gesamtzusammenhang der Natur und des Kosmos zu checken. Wir wurden  auf dem Raumschiff Erde ausgesetzt und mit Gehirnen ausgestattet – ob von “Aliens” oder der “Evolution” spielt keine Rolle –  doch eine Betriebsanleitung wurde nicht mitgeliefert, weder für das Raumschiff noch für die Gehirne. Deshalb  sind wir als domestizierte Primaten munter dabei, den Planeten in Schutt und Asche zu legen und uns  gegenseitig abzuschlachten. Ein Gegengewicht zu dieser Tendenz trat mit den ersten Schamanen auf, die als Ärzte/Heiler/Ritualkundige den Wahrnehmungs,-und Projektionsapparat gezielt verändern konnten  und das Bewußtsein in Kontakt mit neuen Realitätsebenen brachten.  Informationen, Eindrücke, Visionen, die  mit der  rudimentären neuro-semantischen Software der Primatenhirne –  das Gitter der Sprache, in das sie gefaßt werden müssen –  nur schwer darstellbar/vorstellbar sind. Und doch sagen die Schamanen etwa in Südamerika seit tausenden von Jahren, dass sie ihr ganzes Wissen über die Pflanzen und Heilmittel auf diesen Bewußtseinsreisen erworben haben – von den Pflanzen selbst!

Was sich anhört wie esoterisches Hippie-Garn wollte der Journalist und Sachbuchautor Graham Hancock genauer wissen und fuhr ins Amazonsgebiet, um Ayahuasca zu trinken. Bis dahin war er als eine Art Indiana Jones des Journalismus auf  Pyramiden und alternative Archäologie abonniert, doch diese Recherche und die Bewußtseinsreise, die ihm der “Wein der Seele” gewährte, war profunder und rätselhafter als alle Altertümer, die er bis dahin entdeckt hatte.  Sein Buch über das Übernatürliche –   Supernatural: Meetings with the Ancient Teachers of Mankind – habe ich schon vor einiger Zeit mit großer Begeisterung gelesen. Jetzt wo ich im Zusammenhang mit einer Konferenz zum Thema dieses Video gefunden habe, sei das Buch noch einmal allen Interessierten empfohlen.

15 Comments

  1. 1.) Welcher Art ist “die Welt”
    Wenn man die Herkunft und die Gesetzmäßigkeit der Welt klären will, ist es zunächst wichtig, sehr genau zu erfassen, was dieses “die Welt” ist bzw. was für eine Qualität sie hat.

    a) Wenn man z. B. einen Kugelschreiber oder eine Kerze vor sich sieht: Was ist das denn? Die gewöhnlichen Menschen behaupten, das sei “Materie”: Der Kugelschreiber z. B. aus Plastik, die Kerze aus Wachs.
    Aber bei genauem Erkennen ist dem nicht so. Denn das was wir in der Schule lernten, daß vor unserm Auge ein materielles Objekt sei, von dem unser Auge nun ein Abbild mache, ist nämlich Unfug.
    Von meiner Biologielehrerin wurde damals ein Auge im Schnitt an die Tafel gezeichnet . Dann zeichnete sie vor das Auge eine Kerze mit Flamme und malte nun Strichellinien von dem oberen und dem unteren Teil der Kerze zum Auge. So, behauptete sie, funktioniere unser “Sehen”.

    Das war jedoch Unsinn. Denn die Netzhaut stellt kein Bild her. Vielmehr geben die dortigen lichtempfindlichen Zellen jeweils nur “An-” oder “Aus-” Signale in den Sehnerv an der Rückseite des Auges. Diese Signale werden mit dem Sehnerv in den hinteren Teil des Gehirns (“Sehgehirn”) geführt und dort wird das Bild gemacht.
    Mit anderen Worten, wenn man ein Kerze vor sich sieht, ist diese nicht “außen”, vor dem eigenen Augen, sondern das i s t s c h o n das Endprodukt des Sehsinnes. Gerade diese “Kerze” befindet sich also “innen” bzw. im Kopf. Und die Augen blicken sozusagen ‘in den Kopf’. Und diese Kerze, die man sieht, ist natürlich n i c h t aus Wachs. Mit soviel Wachs im Kopf wäre man tot!

    Wie leben also sozusagen in einem “Softwareprogramm”, welches nur Sinnesprodukte hetvorbringt. Deswegen könne wir auch so plastisch träumen, daß wir zumeist gar nicht merken, daß es sich “nur” um einen Traum handelt. Denn ganz genau der selbe ausschließlich ‘innere’ Produktionsmechanismus wirkt dort (lediglich die Logik der Abläufe im TRaum läßt zu wünschen übrig; und körperlich Schmerzen habe ich im Traum auch noch nie bemerkt – seelische schon).

    2.) “Unser Gehirn ist als Wahrnehmungs- und Projektionsapparat nicht in der Lage, den Gesamtzusammenhang der Natur und des Kosmos zu checken”

    Doch, Doch! Warum soll man dazu nicht in der Lage sein, “den Gesamtzusammenhang der Natur und des Kosmos zu checken”?
    Genau dies könnte man ja gerade träumen, daß man einem Gesprächspartner gerade das vorstehende sagt. Der nickt dann vielleicht noch zustimmend – und dann wacht man auf … und kann selbstverständlich “den Gesamtzusammenhang” des Traumes “checken”! Man bemerkt dann, daß man mit allem im Traum zusammenhing bzw. daß man nur Szenen projeziert hat und daß alle andern Dinge oder Personen nicht weniger “ich” waren als das vermeintliche “ich”, das man im Traum war.

    Aus dem Wachztustand muß ebenfalls noch einmal aufgewacht werden. “Buddha” heißt deshalb übersetzt auch “Der Erwachte”. Um aufzuwachen reicht es aber nicht, sich zu kneifen, sondern man muß dieser Sinnesproduktion Herr werden.

    So eine ‘Software-Welt’ oder ‘Sechssinnes-3D-Welt” bietet natürlich Himmel und Hölle und jede Menge “Übernatürliches” – gerade weil die Welt nicht aus Materie besteht, sondern aus Bewußtsein.

    Näheres bei ” http://www.palikanon.com/index.html

     
  2. Das Problem beim “Checken” des Gesamtzusammenhangs ist unsere Konstruktion von Zeit – in der materiellen Welt gibt es den linearen Zeitpfeil. Aber auch der existiert nicht wirklich sondern wird von unserem Bewußtsein projiziert/konstruiert. Das können wir uns nicht vorstellen, denn unsere ganze Logik beruht auf dieser linearen, irreversiblen Zeit-Konstruktion. Tatsächlich aber, so haben helle Köpfe wie Buddha erkannt, ist die materielle Welt und auch die Zeit etwas, das in jeder Nano-Sekunde neu erschaffen wird. Insofern stimmte ich zu, dass unser Normal-Bewußtsein “unternatürlich” ist, so wie unser Auge von 21 Bildern pro Sekunde getäuscht wird und einen bewegten “Film” statt Einzelbildern wahrnimmt, so wird das Bewußtsein von 21 Millionen “Blldern” pro Sekunde getäuscht und hält das Ganze für ein materielles Kontinuum. Tatsächlich aber wird mit jedem “Einzelbild” die gesamte Welt neu geschaffen, die “Schöpfung” fand nicht irgendwann in ferner Vergangenheit statt, als irgendein alter Mann mit dem Finger schnippte – stattdessen steckt “Gott” in jedem einzelnen Bewußtsein und erschafft die gesamte Welt jeden Augenblick neu. Es braucht aber schon außergewöhnliche Bewußtseinszustände, sei es durch Meditation und/oder durch heilige Pflanzen, um hinter diesen Vorhang zu schauen.

     
  3. …stimmt!

    Laotse oder derjenige, der heut als Laotse” zitiert wird (nach heutiger herrschender Ansicht war Laotse k e i n e real existierende konkrete Person) sagte einmal: “Verlasse Dein Zimmre nicht … und Du wirst die Welt kennen lernen!”)

     
  4. Und wenn man nun “Gott” erkannt hat, muss man dann nicht sofort fragen, warum er exisitiert? Wer ihn erschaffen hat? Für mich kann Religion nichts erklären. Das “Übernatürliche” ist so lange übernatürlich, bis wir es z.B. durch noch feinere Messmethoden erklären können. Ab dann ist es natürlich. Wie dabei gemessen wird, ob technisch-modern mit Geräten oder bewusstseinserweiternd durch Drogen, ob durch Meditation oder Berechnung, das spielt letztlich keine Rolle. Aber vor allem bringt uns auch das der Lösung des großen Rätsels, warum es uns gibt, keinen Schritt näher. Die große Sinnfrage wird weder durch irgendeinen Gott noch durch die Naturwissenschaften noch durch Drogen beantwortet.

    Was die Menschen unterscheidet, ist, wie sehr sie den Sinn in ihrem Leben benötigen. Die einen sind mit sich und der Welt im Reinen, nehmen ihr Leben als Tatsache hin und versuchen, so viele glückliche Tage wie möglich zu genießen. Die anderen sind neugierig und versuchen, der Sache Schritt für Schritt auf die Spur zu kommen, wohl wissend, dass sie neimals eine endgültige Antwort finden werden. Der Weg ist das Ziel. Wieder andere suchen nach (zu) einfachen Antworten und flüchten sich in die Religion. In der Gewissheit, dass sie zu vielen gehören, die auf die selbe Weise befriedigt werden, beten sie etwas an, von dem sie hoffen, dass es existiert und lassen sich von diesem Gott oder was auch immer die Frage nach dem Sinn abnehmen. Und wieder andere experimentieren an sich selbst, werfen sich Stoffe ein, die die Elektro-Chemie in ihrem Hirn durcheinander bringen und dadurch neue Bilder im Kopf erzeugen. Das empfinden sie dann als Befriedigung und manche wähnen sich im besitz neuer Erkenntnisse. Ob sie die wirklich haben, lasse ich bewusst dahingestellt – ich weiß es ja auch nicht, vielleicht ja, vielleicht lassen sie sich aber ebenso täuschen wie andere von der Religion. Jeder muss halt seinen persönlichen Weg finden.

     
  5. @Rheinbogen am 16.11.2010 um 16:24 Uhr

    “Und wenn man nun “Gott” erkannt hat, muss man dann nicht sofort fragen, warum er exisitiert? Wer ihn erschaffen hat? Für mich kann Religion nichts erklären.”

    Antwort: Was hat Religion mit “Gott” zu tun? Ja, es gibt natürlich gottgläubige Religonen. Auch der real existierende Buddhismus ist zu sowas verkommen.
    Aber das alte Buddhismus – und in gewisser Hinsicht auch der alte Hinduismus – sind rein wissenschaftlich!

    “Jeder muss halt seinen persönlichen Weg finden”.
    Antwort: Nein! Wissenschaft zeichnet sich gerade dadurch aus, daß sie überindividuell gültig ist. Z. B. zur Erdanziehungkraft kann man auch nicht “halt seinen persönlichen Weg finden”.

     
  6. Jeder auftauchende Gott ist lediglich ein Produkt des eigenen Sechssinnes und somit nachrangig. Denmach kann er keinesfalls “Schöpfer” des Sechssinnes sein, vielmehr ist es genau umgekehrt.

     
  7. @Tom am 16.11.2010 um 10:34 Uhr
    Deine tiefsinnigen Ausführungen über “Zeit” habe ich noch gar nicht richtig gewürdigt. Das ist ja phänomenal, was Du da von Dir gibst! Genau so ist es.

    Deswegen war im alten Buddhismus das Wort “Vergänglichkeit” maßgeblich. “Vergänglichkeit” i s t zwar keine Zeit, aber wird von uns im Zeitkontext verstanden. Als man das (anders als Du) – nicht mehr verstand, führte man dogmatisch den Begriff “Leerheit” ein.

    Wenn man eben in der Küche war und ist nun im Schlafzimmer. Ist die Küche dann noch da?

    Die Kausalität der Küche ist natürlich noch vorhanden. D. h. wenn ich wieder die Schlafzimmertür öffne, den dann erscheinenden Flur beschreite, wird “die” Küche mit Sicherheit “wieder” erscheinen.

    Aber was rede ich … das hast Du wirklich toll erkannt!

     
  8. @rockon am 16.11.2010 um 23:46 Uhr

    Das gehört nicht hierher! Denn das ist auch nicht “übernatürlich”. Und da sind beide Stellungnahmen zugleich richtig, nämlich: “Gott sei Dank!” und “leider nicht!”.

    Wenn weiteres interessiert: Ich habe unter dem Stichwort “Die drei Mafien” (es gibt nämlich nicht nur die Banken-Mafia, sondern es gibt zwei Mafien mehr!) auf “feynsinn” etwas unter dem username “Necsolicedit” veröffentlicht. Von den drei Teilen wurde aber der letzte zensiert. Ich verlasse “feynsinn” deswegen.
    Auf feynsinn: http://feynsinn.org/?p=5706#comments

    Ich werde den dritten Teil gleich hier einstellen. Wenn Mathias Bröckers den aber löscht, so hat er von vornherein meine volle Zustimmung: Denn das gehört nicht zum Thema hier!

    Denn “Die drei Mafien” ist der ALLTÄGLICHE WAHNSINN. Und der ist nicht “übernatürlich”! Gott die Dank – bzw.: leider nicht!

     
    1. Ich hab nichts gegen den Kommentar, auch wenn er ein bißchen lang ist, aber er gehört wirklich nicht hierher. Du wirst aber hier bestimmt noch Gelegenheit finden, ihn an passender Stelle zu posten.

       
  9. @ Jörg:
    “Antwort: Was hat Religion mit “Gott” zu tun?”

    Die Frage war natürlich nur an solche Leute gestellt, die an die Existenz irgendeines Gottes glauben. Für die ist das dann auch Religion. Mir ist das eh egal. Ich muss die Frage nach dem Sinn von Gott, nach dessen Natur oder Erschaffer nicht stellen, weil es für mich keinen Gott gibt.

    “Aber das alte Buddhismus – und in gewisser Hinsicht auch der alte Hinduismus – sind rein wissenschaftlich!”

    Je nach Auslegung und Dehnung des Begriffs kann alles wissenschaftlich sein.

    “Antwort: Nein! Wissenschaft zeichnet sich gerade dadurch aus, daß sie überindividuell gültig ist. Z. B. zur Erdanziehungkraft kann man auch nicht “halt seinen persönlichen Weg finden”.”

    Das war aber nicht mein Punkt. Und die Gravitation war nicht das Thema.

     
  10. @Admin:

    was ist das denn für eine Art! in diesen Kommentaren ist es verboten, Texte zu schreiben, die in irgendeiner Art Sinn machen. Dein Kommentar ist das wahrscheinlich Sinnvollste, was ich je in dem gesamten Blog+Kommentare gelesen habe. Und wenn mich das nicht täuscht, gehört genau das hier nicht hin! Reiß dich also zusammen und schreibe – so wie die anderen – dein gefährliches, Wunsch-Halbwissen hin oder schweige!

    immerhin denken unsere Brains oben, dass es Einbildung ist, dass sich Eis immer im heißen Kaffe auflöst. Das ist gar nicht der Fall. Es kann nämlich auch vorkommen, dass sich in einem heißen Kaffe alle kalten Moleküle nachträglich zu einem Eiswürfel formen! Also ein Eiswürfel im heißen Kaffe entsteht und der Rest des Kaffes dadurch heißer wird, weil ihm die kalten Molekühle fehlen. Beobachte ich ständig. Wenn ich meinen Kaffe zu lange stehen lasse, entstehen oben Eiswürfel und unten wird er immer heißer, bis er die Tasse schmilzt. ganz Klar! in welcher Welt lebt ihr denn? Vergangenheit und Zukunft. Zeitpfeil. Alles Einbildung!

    meine Empfehlung, damit ihr nicht dumm stirbt:
    http://www.amazon.de/Buddhismus-Quantenphysik-Die-Wirklichkeitsbegriffe-Nagarjunas/dp/3893856013/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1290001211&sr=8-1-spell

    PS: der Buddismus ist eine Wissenschaft. Ist also nicht euer Ding. Physik auch. An eurer Stelle würde ich bei/im NeonKlo bleiben. Da ist es sicherer.

     
  11. @admin am 17.11.2010 um 14:15 Uhr

    …ist absolut o. k. . Sehe ich auch so: Gehört hier einfach nicht her!

     
  12. Wenn ich die Küche verlasse und wieder im Schlafzimmer bin. Ist m. E. die Küche auch nicht mehr existent. Wie bei einem Computerspiel mit verschiedenen ‘Räumen’. Wechsele ich den Raum, ist der alte Raum ‘weg’. Auch im Traum ist es so.

    Andererseits wird meine Küche sofort wieder produziert, wenn ich das Schlafzimmer verlasse. D. h. irgendwo müssen die Informationen für die ‘Wieder’-Herstellung der Küche abgespeichert sein. Diese Information sind definitiv – und unterliegen auch nicht meinem Zugriff (z. B. meinem Wünschen).

    Aber wo bzw. wie wird abgespeichert?

    Derzeit könnte man lediglich vermuten, daß die Abspeicherung in den Sinnesprodukten erfolgt. Z. B. im optischen Sinn: Dann könnten die Daten für die Wiederherstellung meiner Küche z. B. in der optischen Szene gespeichert sein, die ich im Schlafzimmer wahrnehme. Oder aber die Speicherung erfolgt im Denksinn. Oder aber: In allen verfügbaren Sinnen zugleich (was ist, wenn man blind und taub ist?).
    Denn die Sinne operieren ja synchron: Z. B. die “Tonspur” läuft ja nie vor oder nach – wie bei schlecht synchronisierten Filmen.

     
  13. @ arab: Du erheiterst mich hier immer aufs Neue:

    “Wenn ich meinen Kaffe zu lange stehen lasse, entstehen oben Eiswürfel und unten wird er immer heißer, bis er die Tasse schmilzt. ”

    Köstlich! Dein Kaffee schmilzt die Tasse – kannst du das mal filmen? Ist wohl auch die Art “Wissenschaft”, von der du schwafelst 😉

     

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