31
Aug, 2011

9/11: “Die Wahrheit aussprechen”

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Heute abend findet als Hörspiel im Radio statt, was eigentlich schon längst in Wirklichkeit vor einem High Court hätte stattfinden müssen: die Beweisaufnahme bei einer Gerichtsverhandlung in Sachen 9/11:

“Mit Hilfe von Experten werden die präsentierten Beweise bewertet. Anhand von grundlegenden Fragestellungen soll unter anderem überprüft werden, inwiefern die Täterschaft bin Ladens, Khalid Sheikh Mohammeds und der 19 Hijacker zweifelsfrei bewiesen ist. Besteht zehn Jahre nach den Anschlägen wirklich noch Aufklärungsbedarf? Wo gibt es tatsächlich Ungereimtheiten, und was sind längst widerlegte Verschwörungstheorien?”

Nun reichen die 55 Minuten eines Hörspiel-Features natürlich bei weitem nicht aus, um einen derart großen und komplexen Fall zu behandeln, doch was der Autor (und Mitarbeiter an unserem neuen Buch) Andreas von Westphalen hier kondensiert und dramatisiert hat, ist nicht nur überaus spannend und hört sich weg wie nix, es richtet auch den Scheinwerfer auf die entscheidenden Knack-und Bruchstellen des ofiiziellen Evangeliums von Osama und den 19 Tepppichmessern und macht jedem Hörer unwiderruflich klar, dass es zum 10. Jahrestag des Verbrechens nur eine einzige Forderung geben kann: Re-Investigate 9/11 !!!

“Die Wahrheit aussprechen” heute um 23 Uhr im WDR-Webradio 1live Plan B.

Eine “extended version” (75 Minuten) steht für eine begrenzte Zeit zum Download zur Verfügung (mp3, 88,5 MB) : hier

29
Aug, 2011

Der kalte Krieg war’s !

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Während im italienischen TV-Mainstream (RAI 2) der Ruf nach einer Neu-Untersuchung der 9/11-Verbrechen und die Argumente dafür überraschend objektiv gewürdigt wurde, verspricht der Beitrag zu “Conspiracy Theories”, der von BBC 2 heute abend gezeigt wird, einmal mehr das übliche Debunking und Bashing.  Das zumindest lassen die “Antworten” erwarten, die auf der Website zur Sendung gegeben werden – etwa zu der Frage, warum die üblichen Standards  der Luftabwehr an diesem Morgen gleich vier mal ignoriert wurden: “The military’s equipment was also outdated and designed to look out over the ocean to deal with a Cold War threat.” Alles klar ? Die Feuerwehr konnte den Brand in der Innenstadt nicht bekämpfen, weil sie wegen ihrer alten Ausrüstung nur außerhalb der Ortschaft löschen kann!

An weiterer solcher Klopse werden wir uns in den nächsten zwei Wochen gewöhnen müssen -  so was muß halt geschluckt werden, wenn man weiter an das Märchen der Alleintäterschaft von Osama und den 19 Teppichmessern glauben will. Mit Jungfrauengeburt, Himmelfahrt etc., die den Gläubigen als Realität eingebläut wurden, hat das über Jahrtausende funktioniert – und wer nicht an den Teufel glaubt ist selbst von ihm besessen. Und wird vielleicht nicht mehr verbrannt, aber verbannt, zensiert, vermaulkorbt und  geschwärzt. Wie die Whistleblower und Zeugen, die wir in unserem Buch anführen, und wie jetzt ein hoher FBI-Beamter, Ali Soufan, der als Assistent des von der Bush-Regierung kaltgestellten Bin-Laden-Jägers John O’Neill ein Buch veröffentlichen will – doch die CIA hat ihm zahlreiche Stellen geschwärzt, obwohl sie gar keine Geheimnisse sondern längst bekannte Fakten enthalten. Wo aber die Nennung öffentlich bekannter Fakten verboten wird, ist eindeutig ein Glaubenskrieg im Gange – und kein Meinungsaustausch über die Wirklichkeit. Da ist es dann schon fast gar kein kein Wunder, dass ein Regenbogenblatt wie “Welt der Wunder” mit seinen Fragen der Wirklichkeit näher kommt als die sog. Leitmedien, die uns ein Höhlenmärchen als Realität verkaufen wollen.

28
Aug, 2011

“Al Qaida” kommandiert Tripolis.

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Dass “Al Qaida” nicht Erzfeind und Nemesis des westlichen Abendlands ist, sondern  als Werkzeug  des US-Imperiums fungiert – und der  “Islamismus”  zwar in der Kirche der Angst als Großgefahr aufgeblasen wird, in Wirklichkeit aber als Koalitionär der NATO und Käufer von Leopard-Panzern akzeptiert ist,  diese simplen Tatsachen werden bei der aktuellen “humanitären” Eroberung Libyens einmal mehr ebenso  deutlich wie von den Leitmedien gern unterschlagen. Dabei wäre es doch zumindest eine Kurzmeldung in der “Tagesschau” wert, dass die Schlacht um Tripoli nicht nur medial unter falscher Flagge, sondern real  unter Leitung des Al Qaida-Führers, Bin Laden-Freunds und Hardcore-Salafisten Abdelhakim Belhadji geführt wird. Read more

27
Aug, 2011

Hörenswert: Das fünfte Flugzeug

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Dass der Roman “Das fünfte Flugzeug” in einer großartigen Hörspielfassung im WDR läuft, wollte ich heute an dieser Stelle würdigen und vermelden – doch das hat mein John S. Cooper Ko-Pilot Sven Böttcher in seinem Blog jetzt schon getan und dankenswerter gleich noch auf ein paar andere lesens,- und hörenswerte Veröffentlichungen zum Thema Text,-und Terrorverarbeitung hingewiesen, sodass ich hier nur noch dankbar copy & pasten muß:

“Kurz vor dem finsteren Jahrestag des „Jahrhundertverbrechens“ ein paar Ergänzungen zum Stand von Terror und Verarbeitung: John S. Coopers Roman Das fünfte Flugzeug wird vom WDR am 1. 9. Und 8. 9. Jeweils um 23 Uhr als zweiteiliges Hörspiel aufgeführt, bearbeitet und inszeniert hat das Ganze der wunderbare Andreas Westphalen – der Roman bleibt natürlich lesenswert, ist aber nun auch überaus hörenswert. Und die darin entworfene waghalsige „Verschwörungstheorie“ ist zwar garantiert angreifbar, aber ebenfalls garantiert nicht halb so absurd wie die offizielle. Read more

25
Aug, 2011

Wag the Dog in Libyen

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Dass die Menschenrechts-Bellizisten der NATO in Libyen einmal mehr das Völkerrecht brechen, hatten wir hier schon mal leise beklagt. Aber was sind schon rechtstaatliche Prinzipien,  wenn “böööööhhhhse” Diktatoren oder Terroristen beseitigt werden müssen ? Und was sind journalistische Prinzipen der wahrheitsgetreuen Berichterstattung wenn es um Propaganda geht ? Hier ein schönes Beispiel  der BBC, einem der einstigen Herolde “seriöser” Nachrichten – gezeigt wird der angebliche Jubel der libyschen Massen über die “Befreiung” am “Green Square” Platz. Doch die Bilder “Live aus Tripoli” – stammen aus Indien:

Update: Die BBC hat sich auf Anfrage mittlerweile entschuldigt, die Redaktion sei “confused” gewesen und hätte versehentlich einen falschen Clip eingespielt, was aber umgehend bemerkt worden sei. Der Clip lief dennoch bis zum Ende und auch danach war von den beiden aufgekratzten Moderatoren keine Richtigstellung zu hören…

21
Aug, 2011

Gelduntergang im globalen Dorf

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Angesichts des “Finanzkrise” genannten Raubzugs der Banken,- und Finanzelite, der ganze Nationen in Elend und Chaos treibt,  erkennen langsam auch die Köpfe des konservativen Leitmediums FAZ – zum Beispiel  hier, hier und hier -  dass es so nicht weitergehen kann, weil die (von der Linken stets angeprangerte)  neoliberale Umverteilung von unten nach oben auf nichts anderes als ein klassisches Feudalsystem zusteuert. Stellt sich doch  “in der Schuldenkrise die Frage, ob und mit welchen Mitteln die Wohlhabenden versuchen werden, ihre Position auch um den Preis einer massiven sozialen und politischen Krise zu verteidigen. Wir können nicht ausschließen, dass sie die Schrift an der Wand auch weiterhin nicht verstehen wollen.”

Wenn derlei Aufrufe zum Klassenkampf  nicht in der taz sondern in der FAZ stehen scheinen sich die Zeiten zu ändern – und dass die “poor boys” in London zufällig die Häuser mit den Büros von “progressiven”  Musiklabels (Rough Trade) abfackeln  könnte darauf hindeuten, dass es für die “Street Fighting Man” demnächst schlicht nicht mehr reicht für  Rock’Roll Bands zu singen… und sie wie in sleepy London town überall massiv aktiv werden. Solange, bis die Politik die Schrift an der Wand verstanden hat – und die Spielregel ändert, die für das grundlegende und unausweichliche Ungleichgewicht verantwortlich ist: das Geldsystem. Read more

19
Aug, 2011

Wahlkampfhumor

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In Berlin wird demnächst gewählt und jeder zweite Laternenmast ist jetzt mit Wahlpropaganda “verziert”, das Meiste aus der bekannten Abteilung “Öde Visagen & Hohle Sprüche”  – für  gute Werbeagenturen reicht die Wahlkampfkostenerstattung nicht und wenn ein Kreativer mal einen pfiffigen Einfall hat, wird der von den Gremien und Kommissionen, die darüber befinden, garantiert eliminiert. Für einen Skandal sorgte heuer aber nun die NPD, die ihren Kandidaten mit der Parole “Gas geben!” plakatierte, u.a. in der Nähe des Holocaust-Denkmals – was neben Protesten “quer durch alle Parteien” auch dazu führte, dass der rbb die Ausstrahlung eines entsprechenden Werbespots verweigert.

Darauf hat jetzt die Partei “DIE PARTEI” reagiert und eine Variante des NPD-Plakats auf den Wahlmarkt gebracht: “Wir finden, dass geschmacklose Wahlplakate nur von der Partei, dem politischen Arm der Titanic, gemacht werden dürfen. Und nicht von irgendwelchen dahergelaufenen Rechtsradikalen”, sagte der frühere Titanic-Chefredakteur und PARTEI-Vorsitzende Martin Sonneborn zu der nunmehr mit einem Autowrack und dem Bild von Jörg Haider verzierten NPD-Parole. Read more

15
Aug, 2011

“Focus”-Schmiere

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( mit 2 Updates) In Folge 37 der Telepolis-Serie “The WTC Conspiracy” hatte ich am 2. März 2002 geschrieben:

“Nachdem das linksliberale politische Magazin The New Statesman Anfang Februar unter der Schlagzeile “The Kosher Conspiracy” eine Titelgeschichte über die unkritische Unterstützung der Politik Sharons durch die britische Regierung veröffentlicht hatte, hagelte ein Sturm von Antisemitismus-Vorwürfen auf das Blatt. Dass einer der Autoren, der renommierte australische Journalist John Pilger, für seine investigativen Reportagen über Menschenrechtsverletzungen wie den Genozid in Ost-Timor mehrfach ausgezeichnet wurde, rettete ihn nicht vor der Holocaust-Keule. Die trifft derzeit jeden Nicht-Juden, der Israel und seine Unterstützer öffentlich kritisiert – die 20.000 jüdischen Demonstranten dagegen, die kürzlich in New York gegen Sharons Terrorpolitik protestierten, tauchten in den Mainstream-Nachrichten kaum auf… “Cui bono?” – bezieht man knapp ein halbes Jahr nach den Anschlägen diese Frage auf die Länder und Regierungen, denen sie genützt haben, bleiben nur zwei: USA und George Bush sowie Israel und Ariel Sharon. Nun wäre es wahrlich ein zu kurzer Schluss , diesen beiden schon deswegen eine Mittäterschaft zu unterstellen, weil sie die Hauptprofiteure sind. Bei der Frage nach einem Motiv für die Tat jedoch, die für jeden Kriminalisten bei der Erstellung von Täterprofilen zentral ist, müssten Bush und Sharon auf der Liste der Verdächtigen mittlerweile ziemlich oben stehen.”

Daraus macht das Burda-Magazin “Focus” in seiner heutigen Print-Ausgabe Folgendes:

“Die Fragen, die Verschwörungstheoretiker stellen, sind ganz und gar nicht so “offen”, wie sie gern behaupten ihre Antworten steht von Anfang an fest. Bröckers fragte schon 2002 in einem Artikel mit der bezeichnenden Überschrift “Die Kosher Conspiracy”, wem denn die Anschläge genutzt haben könnten, und antwortete gleich selbst: “Es bleiben nur zwei: USA und George Bush sowie Israel und Ariel Scharon.” Der Autor ist davon derart überzeugt, dass er sogar vor dem Berliner Landgericht, vor dem 2003 eine Klage gegen den NDR verhandelt wurde, der ihm Nähe zum Antisemtismus unterstellt hatte, erklärte: “Scharon müßte auf der Liste der Verdächtigen ganz oben stehen.”

Das ist ein sehr schönes Beispiel, wie Schmierenjournalisten mit manipulierten Zitaten und Falschbehauptungen ihre Thesen konstruieren: dass die “bezeichnende Überschrift” nicht von mir stammt, sondern aus einer respektierten Zeitschrift zitiert ist, wird unterschlagen. Ebenso unterschlagen wird, dass dem Satz: “USA und George Bush sowie Israel und Ariel Scharon” eine umgehende Relativierung folgt: “Nun wäre es wahrlich ein zu kurzer Schluss , diesen beiden schon deswegen eine Mittäterschaft zu unterstellen…”. Stattdessen wird dann behauptet, ich sei “derart überzeugt” von der verfälscht wiedergegebenen Behauptung, dass ich vor dem Berliner Landgericht erklärt hätte: “Scharon müßte auf der Liste der Verdächtigen ganz oben stehen.” Eine solche Erklärung hat es vor Gericht – im Rahmen meiner erfolgreichen Klage gegen eine “Panorama”-Sendung des NDR, die mit ähnlich illegalen Methoden wie jetzt “Focus” einen Antisemitismusvorwurf konstruiert hatte – nie gegeben. Der “Focus”-Schmierant hat sie sich vermutlich aus dem letzten Satz des oben zitierten Artikel-Abschnitts gebastelt, – und den dort ebenfalls erwähnten Bush dann noch unterschlagen, um seine Diffamierung ein bißchen zuzuspitzen. Soll man derart lügende Dreckschleudern einfach gewähren lassen ? Nein! – ich habe den Fall deshalb heute morgen meinen Anwälten übergeben…

UPDATE: Das 9/11-archiv hat die Beiträge zum 9/11-Titelthema von “Focus” analysiert und kommt zu dem betrüblichen (aber wenig überraschenden) Schluß: “Insgesamt der größte Käse, den man im Deutschen Blätterwald seit dem Spiegel-Dossiers zu Verschwörungstheorien in 2003 und 2006 lesen konnte.”

UPDATE 2: Die Abmahnung wegen der falschen Tatsachenbehauptung wurde von “Focus” zurückgewiesen: “Das Zitat der Gerichtsverhandlung ist authentisch. Es basiert auf persönlicher Wahrnehmung,” heißt es in dem Schreiben der “Focus”-Anwälte. Die Aussage sei aus meinen Ausführungen vor Gericht “korrekt zitiert”. Solche Ausführungen gab es aber gar nicht, denn ich hatte in der gesamten Verhandlung kaum etwas gesagt. Und schon gar keine Erklärungen zu “Israel” und “Scharon” abgegeben, um die es bei diesem Fall auch überhaupt nicht ging. Ich hatte 2003 gegen NDR/Panorama geklagt, weil sie mit vier falschen Behauptungen versucht hatten, mein Buch zu diskreditieren und eine Verbindung mit dem Neo-Nazi Horst Mahler herzustellen. Bei zwei dieser Behauptungen wurde dem NDR die Weiterverbreitung untersagt, die beiden anderen sah das Gericht gerade noch von der Meinungsfreiheit gedeckt, weil dort nicht konkret mein Name genannt wurde, sondern von “Verschwörungstheoretiker” die Rede war.

14
Aug, 2011

Death Of The West

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Dass der “Tod des Westens” durch die “islamischen Horden” drohe, die quasi schon kurz davor stehen, alle unsere Frauen in Burkas zu stecken und das BGB durch die Scharia zu ersetzen – diese paranoide Verschwörungstheorie, die viele der sogenannten “Islamkritiker” eifernd vertreten, zeigte ihre perversen  Auswüchse in den Terroranschlägen von Oslo und Utoya. Weil der Täter allerdings nicht Achmed, Mustafa oder Mohammed heißt, sondern Anders, ist von “Terrorgefahr” in den Medien gar keine große Rede, nach zwei Wochen sind die 77 Toten und das verwüstete Regierungsviertel kaum noch ein Thema. Bei einem “islamistischen” Hintergrund wäre das mit Sicherheit anders, weil aber die Ideologie des Täters – sein Haß auf Linke, Ökos und “Gutmenschen” und sein Kampf gegen den “Weltfeind” Islam – exakt mit der Agenda des militärisch-industriellen Komplexes zusammenfällt, der diesen neuen “Weltfeind” seit Anfang der 90er Jahre  propagandistisch aufgebaut hat,  weil also dieser Anders Breivik eigentlich ganz auf Linie liegt (und “nur” ein bißchen übertrieben hat mit seiner Militanz), ist seine Tat kein politischer “Terrorismus”, sondern wird als pathologischer “Wahnsinn” abgebucht. Read more

12
Aug, 2011

Die schützende Hand

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Dass die NPD in Deutschland nicht verboten werden konnte, weil ihr Vorstand mehrheitlich von Vertretern des Verfassungsschutzes besetzt war, ist wahrscheinlich noch in guter Erinnerung. Die gestern schon geposteten Äußerungen von Richard Clarke über das Handling der späteren “Hijacker”, die jetzt in der US-Presse Wellen schlagen – hier, hier und hier - deuten an, dass es sich bei 9/11 um einen ähnlichen  Fall handeln könnte: die Vorbereitungen für 9/11 konnten vom FBI nicht gestoppt werden, weil “Al Qaida” weitgehend mit inoffiziellen Mitarbeitern der CIA besetzt war.   Gestern habe ich dazu schon einen Abschnitt unseres neuen Buchs zitiert, heute aus aktuellem Anlaß eine Fortsetzung, aus dem Kapitel “Die schützende Hand” :

Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Aussagen der Beamten der FBI-Einheit I-49, die für Al-Midhar und Nawaf Al-Hazmi in San Diego zuständig gewesen wären, hätten die Geheimdienste sie über den terroristischen Hintergrund der beiden Araber informiert. Dass sie von den militanten Islamisten vor ihrer Haustür nichts erfuhren, so glaubt »mindestens die Hälfte der Jungs im Büro«, hatte damit zu tun, »dass die CIA Al-Midhar und Al-Hazmi schützte, weil sie hoffte, die beiden zu rekrutieren«.

Oder, möchten wir hier im Konjunktiv hinzufügen, möglicherweise schon rekrutiert hatte. So wie einst Lee Harvey Oswald, den man zuerst bei paramilitärischen Anti-Castro-Truppen trainierte und danach Pro-Kuba-Flugblätter verteilen und als Kommunisten posieren ließ, um ihn schließlich als vorgeschobenen Kennedy- Mörder zu verwenden. Dass eine magische Kugel des »verrückten Einzeltäters« Oswald den Kopf JFKs durchschlug und den vor ihm sitzenden Texas-Gouverneur John Connally schwer verletzte, steht bis heute als offizielle Version im Geschichtsbuch – dort, wohin es auch schon das offizielle Märchen von den 19 fanatischen Islamisten mit ihren Teppichmessern geschafft hat. Professor Peter Dale Scott hat auf die Koinzidenz aufmerksam gemacht, dass die CIA 1963 Informationen über Oswald vor dem FBI zurückhielt, was ihm erst ermöglichte, seine Rolle zu spielen – so wie Al-Midhar und Nawaf Al-Hazmi 2001 nur zu »Hijackern« werden konnten, weil dem FBI das Wissen über ihre terroristischen Verbindungen von der CIA 20 Monate lang vorenthalten worden war. Und dass die CIA-Verantwortlichen in beiden Fällen vor den Kongressermittlern behaupteten, die Informationen sehr wohl weitergegeben zu haben. Der Commission Report weiß jedoch davon nichts und wartet mit dem Schluss auf, dass »dies nicht der Fall war«. Gleichwohl sorgte Kommissions-Chef Zelikow dafür, dass sämtliche Details über die »Saudi-Connection« Al-Midhars und Al-Hazmis aus dem Abschlussbericht entfernt wurden.Die somit verbriefte – und unter der »Pleiten, Pech&Pannen«- Decke versteckte – Tatsache, dass die CIA ihr Wissen über in die USA einreisende Terroristen vor dem FBI geheim hielt, legt einen starken Verdacht nahe: Der Geheimdienst hatte die Herren selbst unter Kontrolle und wollte sich von der Bundespolizei nicht ins Handwerk pfuschen lassen. Auch wenn die von Peter Dale Scott aufgezeigte historische Parallele nicht als Beweis gelten kann, sprechen sehr viele Indizien dafür, dass die »fanatischen Hijacker« ebenso an der Leine der CIA geführt wurden wie einst der »verrückte Einzeltäter« Lee Harvey Oswald.

Aber welche Einheit war dafür zuständig, welche Personen führten die Aufsicht, wer war zuständig für die Beobachtung und das Handling der späteren »Hijacker«? War es die CIA selbst, waren es befreundete Dienste oder eine externe Organisation, war es eine »CIA innerhalb der CIA«?
Mit diesen Fragen nähern wir uns dem dunklen Territorium des 9/11-Falls, was 2002 auch die Teilnehmer der 9/11-Kongressuntersuchung zu spüren bekamen, in deren Bericht 28 Seiten über die Verbindung von saudischen Agenten und den »Hijackern« geschwärzt werden mussten. Nachdem über einen Newsweek-Artikel im Dezember 2002 darüber etwas bekannt wurde, sahen sich die teilnehmenden Abgeordneten und Senatoren plötzlich einer Strafverfolgung wegen Geheimnisverrats ausgesetzt: FBI-Agenten durchsuchten ihre Büros und verhörten ihre Mitarbeiter. Für die einige Monate später startende 9/11-Commission war das ein deutliches Signal, dieses Territorium zu meiden, was dann dank Philip Zelikow auch geschah.

11
Aug, 2011

Styleguide 9/11

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Damit im Medienbordell nichts schiefgeht, wenn zum 10. Jahrestag der 9/11-Anschläge das Märchen von Osama und den 19 Teppichmessern auf allen Kanälen repetiert wird, hat die Nachrichtenagentur AP vorab einen Styleguide veröffentlicht – auf dass den Pre$$titutes und ihren Praktikanten keine unbedarften Schnitzer unterlaufen, wenn sie die offizielle Legende jubiläumsgerecht als historische Wahrheit verkaufen. Etwa die von der 9/11-Commission zurechtgezurrte Timeline, oder die Wahrheit über Osama Bin Laden: “He founded al-Qaida and was killed by U.S. forces in Pakistan in May 2011. Pronounced oh-SAH’-muh bin LAH’-din” . Mehr muß man einfach nicht wissen über den sinistren Alleintäter. Wichtig ist laut AP auch, nichts dazu zu erfinden: “Do not make up names, however. There is no Boston Airport, for example. The Boston airport (lowercase airport) would be acceptable if for some reason the proper name, Logan International Airport, were not used.” Das werte Publikum kann zum Jahrestag also sicher sein, nur mit absolut korrekter Groß,- und Kleinschreibungen bedient zu werden. In dieser Beziehung ist auf die vierte Säule der Demokratie, die freien und unbestechlichen Medien, 100-prozentig Verlass – dass jemand durch einen nicht vorhandenen “Boston Airport” verwirrt wird ist nicht zu befürchten. Da kann man die (laut FBI) in Sachen 9/11 nicht vorhandene “hard evidence” gegen Osama Bin Laden oder den am Logan International Airport entdeckten magischen Koffer Mohamed Attas mit den zauberhaften Beweisstücken  doch glatt vernachlässigen. Was mit ziemlicher Sicherheit auch flächendeckend geschehen wird, ganz im Sinne des Styleguides der Puffmutter AP: Wenn wir der Öffentlichkeit schon ein X für ein U vormachen, dann aber wenigstens korrekt geschrieben!

Unterdessen wurde von unserem Buch “11.9. – zehn Jahre danach” drei Wochen nach Erscheinen mittlerweile schon die dritte Auflage ausgeliefert, bei Amazon ist es jetzt auch in der Kindle-Edition verfügbar und die hervorragenden Kundenrezensionen dort werden ebenso wie die gesamte Nachfrage wohl nicht abreissen, solange die Mainstreammedien sich von ihrer Rolle als Stenograf und Erfüllungsgehilfe von Brainwashington D.C. nicht verabschieden – und das Verbrechen des Jahrhunderts nicht mehr als Thema einer Märchenstunde behandeln, sondern  zum Gegengstand der Recherche machen.

UPDATE: Zum Beispiel die jüngsten Aussagen des einstigen US-Anti-Terror Zars Richard Clarke über das Handling der späteren “Hijacker” Al Midhar und Al Hazmi, deren Terrorumfeld der CIA  seit Jahren bekannt war, – sie gingen in einem observierten Al-Qaida-Hub im Jemen ein und aus – die aber dennoch freizügig ein-und ausreisen konnten und sich so sicher fühlten, dass sie sich sogar im öffentlichen Telefonbuch von San Diego registrieren liessen. Clarkes Behauptung, dass die CIA ihre Informationen über die beiden Herren bewußt zurückhielt, wurde von der CIA natürlich sofort zurückgewiesen – Clarke ist unterdessen längst nicht nicht der einzige informierte Zeuge. In unserem neuen Buch heißt es dazu:   “Der Autor Lawrence Wright sprach mit einigen der Beamten der FBI-Einheit I-49, die für Al-Midhar und Al-Hazmi zuständig gewesen wäre, hätte sie denn von seiner Rolle erfahren. Dass sie davon nicht erfuhren, so glaubt »mindestens die Hälfte der Jungs im Büro«, hatte damit zu tun, »dass die CIA Al-Midhar und Al-Hazmi schützte, weil sie hoffte, die beiden zu rekrutieren«. Oder, können wir hinzufügen, dass die CIA sie im Joint Venture mit den saudischen Kollegen schon rekrutiert hatte als V-Männer (oder Agents Provocateurs?) in der »Logistikzentrale« von Al-Qaida…”

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