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Feb, 2012

Eine neue Geldordnung

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Ende der 80er Jahre schrieb ich als “Mc CashFlow” eine Börsenkolumne für die taz und besuchte häufiger Pressekonferenzen zu  Finanz,- und Wirtschaftsthemen. Einmal referierten dabei zwei der sogenannten “Wirtschaftsweisen” – die Namen haben ich, wohl zu Recht, lange vergessen – über Inflation, Konjunktur und Staatsverschuldung. Als die Fragerunde eröffnet war und die Kollegen nur ein, zwei langweilige Nachfragen hatten, stellte ich die “Systemfrage”: ob denn nicht die Wurzel der erörterten Problem in dem Systemfehler der Geldschöpfung und des Zinseszins liege. Der Professor warf mir einen mißmutigen Blick vor und sagte dann nur, mit einer abwertenden Handbewegung: “Ach, Sie haben wohl Silvio Gesell gelesen, das ist doch alles längst überholt und widerlegt.” Mit meinem “Ja, aber..” kam ich dann nicht mehr zum Zuge, weil der “Weise”  sofort  zu einem ganz anderen Punkt sprang. Am Ende der Konferenz kam dann ein sehr alter Herr auf mich zu: “Sie haben da eine wirklich interessante Frage gestellt, aber damit kommen Sie hier nicht durch. Ich hab das schon 1946 versucht.” Er lächelte, und gab mir auf meinen erstaunten Blick seine Karte. Seine Name war Hans R. L. Cohrssen. Wir tranken einen Kaffee zusammen und er erzählte, dass er in den 20ern in die USA ausgewandert sei, in den 30ern bei Irving Fisher Volkswirtschaft   (pdf) studierte und mit ihm 1933 das Buch Stamp Scrip herausgab, über ein an Gesell orientiertes kommunales Geld, dessen Konzept sich im Zuge der Finanzkrise von 1929 schon in vielen Kommunen durchgesetzt hatte – bis Finanzministerium und Federal Reserve ihm einen Riegel vorschoben. 1945 kam er als Offizier der US-Armee nach Deutschland und versuchte die verschiedenen Finanzauschüsse der Besatzungsmächte von diesem stabilen Geldsystem zu überzeugen – und blieb damit ebenso erfolglos wie später als Aufsichtsrat einer Großbank und als Professor. Wir korrespondierten nach diesem Treffen noch und er sandte mir einige seiner neueren Artikel zu, doch das Buch, das ich über das Geldsystem schreiben wollte, kam nie zustande. Umso größer die Freude jetzt zu sehen, dass die alten und top-aktuellen Ideen von Gesell und Fisher wieder aufgegriffen werden, wie jetzt von Joseph Huber in seinem Buch “Monetäre Modernisierung”, das eine “Vollgeldreform” vorschlägt.

Kommentare

23 Kommentare zu “Eine neue Geldordnung”

  1. roc am 01.02.2012 um 12:20 Uhr 

    Wunderbar, dass diese Debatte losgeht und auch konkrete Alternativen sich lokal bereits materialisieren.

    Wie die Geldschöpfung aus ZB-Geld und Giralgeld der Geschäftsbanken + Zinsen und der geschlossene Kreislauf läuft, IMMER zu Gunsten der Zinsanspruchsberechtigten, IMMER zum Nachteil der Zinspflichtigen, das wird hier ab der Minute 0:23 hervorragend veranschaulicht:

    Mike Maloney on Economic Crisis
    http://www.youtube.com/watch?v=tj2s6vzErqY

    Dieses Film gehört als PUBLIC VIEWING auf die Großleinwände !!!

    Nur mit reiner Logik ließen sich so viele “Feindliche Lager” zu einem wirkmächtigen
    “We the People” zusammenführen.

    Wer die innewohnende Logik des Systems verstanden hat ( Überhaupt nicht schwer ) für den lösen sich auch vielfältige Probleme auf, die in der Politik
    kontrovers oder schein-kontrovers diskutiert werden.

    Er erkennt auch die ungeheure Macht, die die Architekten und Kontrolleure dieses Systems unlegitimiert besitzen, eben dadurch, dass die Rest-Menschheit eine UNREAL REALITY lebt.

    “Geld in seiner heutigen Form ist nur ein Traum, den wir gemeinsam träumen…Würden wir aufwachen, wäre er vorbei” Mike Maloney

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  2. Stefan Miller am 01.02.2012 um 14:54 Uhr 

    ja,ja…da sind sie wieder. Kommunisten aller Länder vereint euch. Oder wie war das noch mal? Sämtliche hier erwähnten Ideen beruhen auf Unkenntnis ökonomischer Grundlagen. Zins ist eine Gebühr für die Verschiebung der Zeitpräferenz. Da die Zukunft immer unsicher ist, darf der jenige der den Konsum seiner Ersparnisse in die Zukunuft verlagert, weil er sie jemanden leihweise zur Verfügung stellt, dafür eine Gebühr verlangen. Wie hoch diese sein darf kann fairerweise nur ein freier Markt ermitteln. Ob die Ersparnisse in Form von Geld oder Grund vorliegen ist unerheblich. Die gegenwärtige Finanzkrise hat was mit dem massiven Einmischen des Staates in Wirtschaftsbelange zu tun und nicht mit Marktwirtschaft, denn diese haben wir heute weniger den je.

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  3. Käpt'n G. Iglio am 01.02.2012 um 16:18 Uhr 
  4. pecas am 01.02.2012 um 16:36 Uhr 

    That’s good vibrations – I’m gonna check it out!

    @Stefan Miller
    Bei einem derart fragmentierten Geist wie “dem jenigen”, der dem Deinen gleicht, kann man eigentlich nur mit einem Bein auf die Welt gekommen sein – was derselben aber ziemlich ungleich ist; lass Dir das vielleicht mal in aller Freundschaft von einem gängigen Zweibeiner über die zugeschnappte Liquiditätsfalle der herrschenden Geldordnung gesagt sein, die Du bloß “Finanzkrise” nennst.

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  5. gabor am 01.02.2012 um 17:18 Uhr 

    Es könnte alles so schon sein:

    Vollgeldreform, Trennbanksystem, Geldschöpfung nur durch die monetative 4. Gewalt im Staate
    http://www.monetative.de
    Was sollen da überhaupt diese EU-Sterne ?
    Nationale-wahlweise regionale Währung, auf Basis verfassungsrechtlich bestimmter nationaler Staaten, die sich wahlweise assoziieren und auch von einander abschotten dürfen in einem friedliebenden Europa der Vaterländer.

    Diesen ” Westfälische Frieden” hatten wir doch schon mal ….nach dem 30-jährigen Krieg..in einem praktisch entvölkerten Land…Nach dem normalen “Primaten-Zyklus” sollten sie Enkel da wieder reinlaufen.

    Der Clou wäre allerdings:
    Könnten wir hier noch 50 Jahre auf dem Blog rumquaken und dazwischenquatschen,ohne das überhaupt noch irgend etwas Negatives passiert.

    Davon überzeugt: arab– mini nuke–
    und unser Bilderberger mit dem Krokodilsgrinsen-
    Ex-Kanzler “Smoky”-Schmidt:
    http://www.youtube.com/watch?v=m4b1xsvJpwg

    Schmidt hat ja soooo total Recht, könnte der Enkel die Schuldenlast nochmal auf den Ur-Enkel weiterschieben……Dann könnten wir hier noch mal 50 Jahre lang Drugs und 9/11 durchkauen….das wär doch prima :-)

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  6. rockon am 01.02.2012 um 17:53 Uhr 

    @Stefan Miller am 01.02.2012 um 14:54 Uhr
    Vielleicht kennst Du Dich in ökonomischen Grundlagen aus. Deren Meta-Ebene ist aber ein Schuld-Geld-System von PRIVAT, das über die Zinsfestlegung des Produktes Geld auch noch genau “Behind the Scenes” den Kommunismus global ansteuert, den Du hier fälschlicherweise den Bloggern unterstellst.

    Die “Money-Master” haben keine “Ersparnisse” sondern schlichtweg NICHTS…!!

    Die gegenwärtige Finanzkrise ist durch die Null-Zins-Politik der –eben nicht– “Unabhängigen” Zentralbanken und durch De-Regulierung ausgelöst worden und die Staaten werden erpreßt, damit das System erstmal nicht offen kollabiert.

    Sind alle Banken pleite…. sind alle Staaten pleite…..kommt der kontrollierte Abriss und dann der Kommunismus mit den “Money Masters” im globalen Polit-Büro…..soweit der Plan….Ob er aufgeht ?

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  7. Benjamin am 01.02.2012 um 19:26 Uhr 

    Oh ja!!

    Versucht mal beim ach-so-kritischen Spiegelfechter das Geld zu hinterfragen oder auch die eurozentrische Einteilung in “Links” und “Rechts” und ihr werdet gesperrt.

    Es ist zum heulen; Geld hat einen dermaßen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft, aber man erfährt in der Schule dazu — NICHTS! Außer die Zinsformel und die grobe Geschichte a la Steine-Metall-Geld-Internetbanking, aber das Wesen des Zinses wird nicht beleuchtet.
    Auf der anderen Seite finden sich natürlich unzähliche “zinskritische” Filmchen im Internet bei deinen einer antisemitischer als der andere ist – powered by Kopp-Verlag, Infokrieger und ähnliche zweifelhafte Figuren.

    Am Ende steht man dann wieder da mit ein paar bedruckten Blättern Papier in der Brieftasche und fragt sich wer wie was häh??!

    Und von offizieller Seite gibts schon mal GAR KEINE Info :(

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  8. roc am 02.02.2012 um 00:23 Uhr 

    @Benjamin am 01.02.2012 um 19:26 Uhr
    Alles halb so wild Benjamin ….Lies einfach:

    Secrets of the Federal Reserve System
    http://www.apfn.org/apfn/reserve.htm

    “It is not federal, it has no Reserves, and it is not a System, but a criminal Syndicate…and its main Purpose is to start Wars” Eustace Mullins

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  9. Neutrino am 02.02.2012 um 03:04 Uhr 

    Bei diesen Artikel werde ich ja ganz aufgeregt, Mathias Bröckers über das Geldsystem! jetzt geht es echt los, das wird sicherlich das wesentliche der Revolution, die langsam beginnt, ein neues gerechtes Vollgeldsystem!
    Es ist zwar nicht alles für die Gerechtigkeit, die Habgier findet alle möglichen Wege, aber damit wäre ein großer Teil der Ungerechtigkeit, durch die ungedeckte Geldschöpfung unterbunden. http://www.radikalansatz.de/2011/10/12/wir-brauchen-ein-neues-geldsystem/

    Vielleicht brauchen wir eine Art “Club of Rome” (nicht die globale Elite) aus Professoren, Wissenschaftlern und Forschern der Geschichte, Wirtschaft, Politologie, und des Rechts…, am besten vom Volk gewählt oder anerkannt, der ein demokratisches, gerechtes Wirtschafts- und Geldsystem erarbeitet und damit die Politik zwingt, es über eine Volksabstimmung umzusetzen. Lange dürfte sowas nicht dauern, denn es gibt ja zahlreiche durchdachte Ansätze, wie auch Bröckers hier zeigt. Ignorieren die Politiker das weiterhin, werden sie wegrevolutioniert (abgewählt…).
    Auf jeden Fall sollte eine solche Reform demokratisch stattfinden, sowie eine neue Verfassung nur über eine direkte Volksabstimmung in Kraft treten kann.
    Ist euch schon aufgefallen, wenn in Talkshows z.B. Dirk Müller oder Franz Hörmann das Geldsystem komplett in Frage stellen und kritisieren, dass die anwesenden Politiker meistens zu den Thesen komplett schweigen? die sind immer sprachlos, warum? haben die zu diesen System keine Meinung, keine Ahnung oder was? die wollen immmer das System aufrecht erhalten, systemrelevante Banken retten, ist dieses System relevant?

    P.S.: Ken Jebsen gibt nicht auf, er hat eine 4stündige Sendung zum Thema hier online: http://www.kenfm.de/wordpress/2011/12/19/geldsendung/

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  10. Sitting-Bull am 02.02.2012 um 06:49 Uhr 

    Mir fällt vor allem auf, wie negativ die Kommentare bei Heise.de/Telepolis sind. Seit ca. einem dreiviertel JAhr beobachte ich das schon, dass einst grüne, geistreiche Beiträge nun rot werden, und der Müll nach oben gevotet wird. Hat man in der Systemfrage Telepolis unterwandert?

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  11. Stefan Miller am 02.02.2012 um 10:34 Uhr 

    Ökonomie ist eine Sozialwissenschaft und keine Mathematik. Fractional reserve oder wie man es oft gern bezeichnet fiat money hat vor allem was mit dem Vertrauen der Bank gegenüber zu tun. Es kommt nicht darauf an, ob man 7% (Basel2)oder 9% (Basel3) am gedeckten Geld vorrätig hält, wenn das Vertrauen auf einer leeren Versprechung des Staates beruht. Würde die Bank 100% gedeckt halten müssen, dann wäre eine globale Wirtschaft mit all den Großprojekten, denen wir unseren heutigen Wohlstand verdanken, nicht möglich gewesen. Wenn Herr Schmidt jeden Monat 100 Eur einzahlt und Herr Schuster gerade 1000 Eur braucht, dann muß die Bank doch nicht 10 Monate warten, bis Herr Schmidt genug eingezahlt hat, damit Herr Schuster mit seinem Projekt loslegen kann. Deswegen tut die Bank so als ob sie das Geld für 10 Monate vom Herrn Schmidt schon hätte und leiht es dem Herrm Schuster heut schon. Sonst müßte Herr Schuster 10 Monate lang tatlos warten eher er mit seinem Projekt loslegen kann. Genau dieser Vorgehensweise verdanken wir den heutigen boom, wo wir Waren aller Art weltweit produzieren und miteinander austauschen, so daß wir im Winter Tomaten essen und nicht mehr vom schlechten Wetter hierzulande abhängig sind. Das nur als Beispiel. Leute lasst euch von diesem sinnlosen parrot talk in den Medien inklusive hier nicht in die Irre führen Denkt selber mal nach.

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  12. roc am 02.02.2012 um 21:26 Uhr 

    @ Stefan Miller am 02.02.2012 um 10:34 Uhr

    Denk selber mal nach !

    Du verkennst die Lage……Wir haben Boom and Bust in der realen Ökonomie durch fractional Lending …also Zyklen von Wohlstand und Verelendung.

    Seit geraumer Zeit ABGELÖST durch Zyklen, die nur noch in der virtuellen ” Bubble-Ökonomie” stattfinden, mit permanter Vermögens- und Ressourchenverschiebung von Unten-Mittel-Oben
    nach GANZ OBEN !! plus Implementierung von Organisierter Kriminalität als Ordo-System
    (Machen 20-30 mal mehr Profit als jedes legale Geschäft )in Ablösung von Rechtsstaat, Demokratie und sozialer Wohlfahrt.

    Durch das monetäre Kreditsystem sind in der Tat die Plünderungszüge über den Planeten erst möglich geworden, zum Vorteil für UNS.!!

    Ebenso wären “Kriegslüsterne” Nationen nach den ersten Schusswechseln bereits Pleite, gäbe es nicht dieses ” segensreiche” Kreditsystem !

    Macht Dich mal mit dem MONSTER bekannt, was über dem real wirtschaftlichem Warenaustausch, der Börsenabbildung und über Banken und Staaten hockt

    http://geld-arbeitet-nicht.jimdo.com/videos-zum-buch-auf-youtube/

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  13. roc am 02.02.2012 um 21:34 Uhr 

    @Neutrino am 02.02.2012 um 03:04 Uhr

    Sehr guter Link von Dir !!

    http://www.kenfm.de/wordpress/2011/12/19/geldsendung/

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  14. Mr Mindcontrol am 03.02.2012 um 01:44 Uhr 

    @ Steven Müller:

    Ich denke auch, dass das die Wirtschaft am Anfang beflügelt hat und das ist auch der Grund weil ich von “freien Marktgeld” wie das die PDV verlangt nichts halte, es wird sich eben nicht Gold und Silber durchsetzen, sondern ungedecktes Fiat-Money, gerade weil man damit über seine Verhältnisse leben kann.
    Ansonsten sind zu dem Zweck den Du nennst Aktien erfunden worden. Private und instutionelle Anleger geben/verleihen dann so ihr Geld den Firmen das ist im Vergleich zu Fiat-Money transpareter. Bei einer 100% Deckung wird es sicher viele kreative Lösungen geben wie Unternehnen trotzdem an genügend Geld kommen.

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  15. Stefan Miller am 03.02.2012 um 08:49 Uhr 

    @roc
    du weißt doch gar nicht wovon du da schwaffelst. Alle von dir genannten Punkte kommen aus der Vermischung des Staates mit Konzernen und Banken. Das sind doch alles defacto Staatsbetriebe. Gesetze werden für diese Banken und Konzerne gemacht und nicht fürs Volk. Wir haben es hier mit einem Extremsozialismus zu tun nur merkt es keiner weil die Bäuche voll sind. Das ist auch der einziger Unterschied zu früher. Es gibt auch keine Zyklen oder Krisen, alles works as designed. Das darfst du niemals vergessen, wenn du die gegenwärtige Lage analysierst und nach schuldigen suchst.

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  16. pecas am 03.02.2012 um 12:01 Uhr 

    “Lieber reich und geisteskrank*
    als arm und ein erbärmlicher Mensch” -
    läuft es darauf hinaus?

    *‘nothing he’s got / he really needs: / twentyfirst century schizoid man’

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  17. roc am 03.02.2012 um 12:37 Uhr 

    @Stefan Miller am 03.02.2012 um 08:49 Uhr

    Ich suche nicht nach “Schuldigen”.Die sind mir längst bekannt…..Leute wie Du, die mit unpräzisen Halbheiten-unsauberen Begriffen in einem Fantasy-Kontext argumentieren.

    1.
    Schwafelei ist in der Tat die “Vermischung” des Staates mit Konzernen und Banken !!

    Das Stichwort heißt: Privatisierung und nicht
    Staatsbetriebe !! Der Staat ist da facto Knecht der Finanzwirtschaft, Knecht der Konzerne
    ( Steuergesetzgebung ) und er lenkt keine Staatsbetriebe als “Souverän”, Baby !

    Da wo der Staat einsteigt, oder Institute unter “Kontrolle” nimmt-Landesbanken-Commerzbank z.B. geht der Slow-Burn von Volksvermögen umso ungebremster weiter.

    2.
    Alle DAX-30 Konzerne sind de facto Hedge-Fonds und nicht Staatsbetriebe !
    Sie leben nicht vom “Kerngeschäft”, sondern von Rückstellungen und vom Wetten auf den Finanzmärkten !

    3.
    Das Schuldgeld-System durchläuft Lebenszyklen bei Monopolisierungen aller REALEN Werte. Durch Cross-Border-Leasing–Bail-Outs- Rettungsschirme EFSF-ESM und weitere Absurdistan-Konstrukte wird der nationale Staat ( Wir alle ) auf Dauer entmächtigt…..Totally !!

    4.
    Es gibt auch keine Zyklen oder Krisen, alles “works as designed”……100% korrekt !! Die Gewinner im Monopoly sind immer Dieselben.
    Das irgendwann ALLE für einen nicht legitimierten Bundesstaat EUDSSR arbeiten sollen ( Wer immer bis dahin überlebt hat) ist in der Tat..”works as designed”

    Das darfst DU ruhig vergessen, denn vergessen kann man nur das, was man sich vorher mal klargemacht hat !!

    Anspiel-Tipp für Dich :
    Bernd Senf 1. Die Blindheit der Ökonomie gegenüber dem Geld
    http://www.youtube.com/watch?v=fdSKFzJWzWM

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  18. Käpt'n G. Iglio am 03.02.2012 um 14:08 Uhr 

    “Ökonomie ist eine Sozialwissenschaft und keine Mathematik.”

    Hängt der Spruch über dem Eingang zum Parkett des NYSE?

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  19. Stefan Miller am 03.02.2012 um 15:04 Uhr 

    @Mindcontrol
    ob man über seine Verhältnisse lebt oder nicht steht auf einem anderen Blatt und hat zunächst nichts mit fiat money per se zu tun. Auch gedecktes Geld kann mißbraucht und verschwendet werden. Ob am Ende eine 0 oder ein Minus rauskommt ist letzten Endes egal. Weg ist weg. Eine moderne Wirtschaft entwickelt sich so schnell, daß man nicht sequentiell finanzieren kann, also so daß zuerst etwas eingesparrt wird und dann wird es ausgegeben. So kann man nicht mal eine größere Firma betreiben. Die Staatsschulden sind auch was völlig anderes als private Schulden weil sie kollektiviert sind. Man brauch sich nur vorzustellen, was passieren würde, wenn Deutschland Pleite gehen würde. Die ganze Infrastruktur, Maschinen, Fabriken, etc. würden doch nicht verschwinden. “Lediglich” Ersparnisse jederart, wie Bankguthaben, Versicherungen inkl. Renten, Obligationen, etc. würden dann wertlos. Damit wäre aber die Katze aus dem Sack und deswegen wird man auch Griechenland nicht pleite gehen lassen. Auch der Euro und der Dollar werden bestehen. Gold wird allerdings weiter steigen, weil es stets die Finanzverhältnisse weltweit abbildet. Auch wenn sein Preis auch stets manipulliert wird.

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  20. gabor am 03.02.2012 um 15:14 Uhr 

    @Mr Mindcontrol am 03.02.2012 um 01:44 Uhr

    “Bei einer 100% Deckung wird es sicher viele kreative Lösungen geben, wie Unternehnen trotzdem an genügend Geld kommen”—–

    Wenn die leichte Kreditvergabe nicht mehr möglich ist, wird illegale Geldverleihung dramatisch zunehmen, mit übelsten Folgen. Jeder, der ein bisschen Geld hat, tritt als illegaler Geldverleiher auf. Mehr Bürokratie bei der Kreditvergabe und Kontrolle der Illegalen bzw. die Subversion der Bürokratie durch die Illegalen wäre zu befürchten.

    Interessanter: Lieferanten, Mitarbeiter und Kunden an Umsätzen beteiligen….Eine Finanzierung OHNE Banken könnte so gelingen.

    Grundsätzlich wird sich auf der Fläche eher
    NICHTS zum Positiven hin ändern…Die “Schere” wird weiter auseinandergehen…”Rette sich wer kann”….wird in den kommenden Jahren eher zum Thema werden…die Geld-Reform-Alternativen werden marginal bleiben….Leider….Das Volk wird mit “Brot und Spiele” weiter abstumpfen, sich keineswgs aktivieren. “When People loose everything….they loose it” Gerald Celente

    Käme es doch zu offener Revolte, würden wie üblich Opfer Opfern ans Leder gehen.

    Was WIR änderen können und müssen, ist die uns vielfach unbewußt bleibende und selbstschädigende EIGEN-KONFIGURATION innerhalb einer MATRIX a la
    “Mein Haus – Mein Auto – Mein Boot”
    http://www.youtube.com/watch?v=U0MU-2_MuUE

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  21. arab am 03.02.2012 um 15:16 Uhr 

    @all

    wenn ihr euer Geld nicht mögt, gebt es mir. Ich mag Geldu und glaube auch nicht, dass es ein Problem ist. Nur in Händen von Idioten macht es Ärger. Liegt aber nicht am Geld, sondern – man wundert sich – an den Idioten!

    naja. Egal. Bröcki, hier mal was schönes für dich. Das wird dich freuen:
    http://hedonist-international.org/?q=de%2Fnode%2F1161

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  22. Mr Mindcontrol am 03.02.2012 um 21:35 Uhr 

    @ Stefan Müller:

    Natürlich kann mit gedecktem Geld auch Missbrauch entstehen, nur bricht dann nicht das ganze System zusammen, dann ist es halt von den Leuten weg von die es quasi verliehen haben, Gestzte dürften das aber einschränken!

    @ Gabor:

    Du schreibst, dass “Jeder der ein bisschen Geld hat, dann als Geldverleiher auftritt”! Was ist daran bitte sehr das Problem? In diesem Falle würde nur Geld verliehen was jemand hat, die Banken heute verleihen aber Geld was Sie “NICHT” haben, ja das Geld wird erst erschaffen durch Kreditvergabe. Wenn jemand mit einen bisschen Geld das er verleiht dieses nicht wiederbekommt ist das sein Problem und seine Verantwortung. Wenn aber Geld “zurückgezahlt” werdem muss was es gar nicht gibt ist das ein Systemproblem was diese billionenschweren “Rettungen” auf Kosten des Steuerzahlers erzwingt.

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  23. gabor am 04.02.2012 um 02:12 Uhr 

    @Mr Mindcontrol am 03.02.2012 um 21:35 Uhr

    Leih Dir mal Geld bei der Mafia :-)

    Sei nicht naiv….Der Mensch ist schlecht und in der Masse auch dumm…..Deshalb ist das aktuelle Schuldgeldsystem, das ihn über den Tisch zieht, ihm auch angemessen, nicht zuletzt deshalb, weil es konditionierte Sichtweisen und auskömmlichen Mind-Set oktroyiert, mit dem die Meisten auch glücklich sind……Merkel beliebt wie NIE !!

    Bei Einsicht in die WAHRHEIT würde der Einzelne nur schockartig vereinsamen, sich hin-und her wiegen und hospitalistisch an sich rumspielen.
    ……Er würde den Verstand verlieren !!

    Erstens hat das aktuelle Geld-System für den Wohlstand gesorgt( Bei uns) den NIEMAND loslassen möchte. Zweitens hält es den Menschen in seinen illusorischen Imaginationen aufrecht ( Reich werden ) Drittens führt die Angst-Induktion (Unter Brücken aufwachen) zu dem Ratten-Rennen um die besten Senioren-Wohnplätze. Viertens verschleiert das System erfolgreich, dass der Mensch, der nicht im “Club” ist, betrifft halt eben uns 99%, nur als “Cattle Compound ” gesehen wird.
    Fünftens hat es das System geschafft, den Bevölkerungen einzureden, die Regierungen würden sich um sie SORGEN
    Sechstens will der KLeine sparen, der Große will rauben und der Kleine kriegt dann auch noch alles geraubt,… Kinder und Kindeskinder wissen davon NICHTS mehr und das Spiel geht von Vorne los.
    Nichts Neues unter der Sonne !

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