5
Apr, 2012

Günter Grass und Lord Voldemort

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Günter Grass hat in einem Leitartikel-Gedicht die israelischen Atomwaffen als Gefahr für den Weltfrieden angeprangert, und da schrillen umgehend sämtliche Alarmsirenen. Mit den israelischen Atomsprengköpfen verhält  es sich nämlich so wie bei  Harry Potter mit dem,  “dessen Namen nicht genannt werden darf”.  Wie in Hogwart das Aussprechen des Namens “Lord Voldemort”  mit einer “magischen Verfolgungsmarke” belegt ist, die sofort meldet, wenn dieser Name irgendwo fällt, wird im politischen Diskurs sofort Antisemitismus-Alarm ausgelöst sobald die Massenvernichtungswaffen Israels benannt werden – so umgehend und flächendeckend, dass es fast schon magisch anmutet. Der Automatismus des Entrüstungssturms deutet an, dass hier ein Tabu verletzt wurde – und in der Tat, noch die Invektiven, die die Entrüsteten dem “Täter” entgegenschleudern, vermeiden es durch die Bank, das dunkle Geheimnis auch nur beim Namen zu nennen. Als ob Lord Voldemort sie stehenden Fusses mit dem Blitz erschlüge, wenn sie das A-Wort im Zusammenhang mit Israel in den Mund nehmen. Stattdessen beeilen sich alle den Gegenzauber anzuwenden und  sagen – wie auswendig gelernt in der Zauberschule Hogwart – ihren Spruch auf: dass die eigentliche Gefahr für den Weltfrieden  von  den nicht vorhandenen  Atomwaffen des Iran ausgeht.

Wo eine dunkles Geheimnis, dessen Name nicht genannt werden darf, verdrängt und auf ein eingebildetes Konstrukt übertragen wird, spricht der Psychiater von Projektion, einem Abwehrmechanismus, der die inneren Konflikte nach außen, auf andere überträgt. In seiner pathologischen Form wird dieser Projektionswahn Paranoia genannt. In Bezug auf sein Land Israel nennt Gilad Atzmon diesen Befund “Pre-Traumatic-Stress-Disorder” – und nur einem solchen prä-traumatischen Syndrom kann es geschuldet sein, wenn aus der obenstehenden Karte herausgelesen wird, dass das  aggressive und waffenstarrende Mullahregime des Iran (* stehen für potentielle Nuklearstützpunkte) der “Freiheit des Westens” immer hartnäckiger auf die Pelle rückt. Und ohne Frage den Holocaust wiederholt, wenn man ihm nicht sofort Einhalt gebietet.

Eben dies ist aber exakt das Mem, das Mantra, das gebetsmühlenartig durch sämtliche Medien hallt. Dass dieses Mantra mit der Realität wenig zu tun hat, zeigt ein einziger unbefangener Blick auf die Karte – es ist ein Konstrukt, eine Projektion, ein Schattentheater, in dem die Rollen von Angreifer und Verteidiger, Täter und Opfer vertauscht sind. Diesen faulen Zauber entlarvt und die Rollen des von Feinden umzingelten Opfers und des nuklearen Aggressors klargestellt zu haben, ist Grass’ Verdienst – und weil die “magischen Verfolgungsmarken” (“Antisemit”, “Mullah-Verharmloser”, “Holocaust-Leugner”) einem 85-jährigen Großmagier nichts mehr wirklich anhaben können, jaulen  die Schrei,- und Schreibkräfte in Lord Voldemorts Illusionstheater umso heftiger. Sie tappen dabei weiter um den heißen atomaren Brei, “dessen Name nicht genannt werden darf” und werfen dem Nobelpreisträger  “Selbstüberschätzung”, “Eitelkeit”, “Ressentiment” usw. vor  und dass er mit “Klischees” und “Stereotypen” operiere.  Das mag auf das literarische Werk des Autors durchaus zutreffen – und ähnliche Vokabeln habe ich  glaube ich auch selbst verwandt, als ich einst den Roman “Die Rättin” in der taz als “gescheiterten Tierversuch” sezierte  – doch gerade dieses Gedicht hat damit nichts zu tun. Denn es benennt ein Klischee “dessen Name nicht genannt werden darf”, das aber als unausgesprochener Standard der westlichen Doktrin gilt: dass Internationales Recht und Atomwaffensperrverträge für alle Nationen gelten, außer für Israel.

Kommentare

20 Kommentare zu “Günter Grass und Lord Voldemort”

  1. Stefan Wehmeier am 05.04.2012 um 10:37 Uhr 

    1) Der kämpfende Pazifist, der sich der Größe seiner Aufgabe bewusst ist, wird keinen Unterschied machen zwischen Bürger- und Völkerkrieg, zwischen äußeren und inneren Feinden. Für ihn gibt es nur einen Krieg, nur einen Frieden. Mit gleicher Macht erstrebt er den Frieden nach innen wie nach außen.

    2) Der Pazifist, der tiefer in die Beweggründe der Kriege schaut, geht noch einen Schritt weiter in der Beurteilung des Bürger- und Völkerfriedens und sagt, der Kriegsgeist, der Geist der Gewalt, ist ein Kind des chronischen bürgerlichen Kriegszustandes, der die Eingeweide aller Kulturvölker zerreißt. Wer diesen Geist bekämpfen will, muss ihn in erster Linie als Bürger im eigenen Lande bekämpfen. Der Weg zum Völkerfrieden geht über den Weg des Bürgerfriedens und nicht umgekehrt.

    3) Das, was die Völker und Volksklassen in Waffen gegeneinander treibt und immer getrieben hat, sind Dinge wirtschaftlicher Natur, die Notzustände schaffen oder vorherrschen lassen, und für diese Zustände gilt das Gesetz: NOT KENNT KEIN GEBOT. Die Not bricht nicht nur Eisen, sondern auch Verfassungen, Verträge und Bündnisse und setzt sich über alle moralischen, ethischen und religiösen Hemmungen hinweg. Nichts ist schließlich der Not heilig als der Kampf gegen ihre Ursachen.

    4) Auf die Beseitigung solcher Notzustände hat also der ernsthafte Friedenskämpfer sein Augenmerk zu richten, unbeschadet seiner etwaigen Überzeugung, dass der Frieden oder wenigstens der Friedenswunsch mit moralischen, religiösen und ethischen Mitteln auch noch gefordert werden könne.

    5) Der Notzustand, der zu den Kriegen treibt, hat wenigstens bei den heutigen Industrie- und Handelsvölkern seinen Grund nicht in einem naturgegebenen Mangel an Industrie- und Nährstoffen, sondern in unseren gesellschaftlichen Einrichtungen, die die Produktion und den Austausch beherrschen und die Arbeit tributpflichtig machen, wobei der Umstand noch erschwerend wirkt, dass zur Sicherung dieses Tributes der Produktion und dem Tausch Hemmungen bereitet werden müssen, die zu Krisen und Arbeitslosigkeit führen. Die gesellschaftlichen Einrichtungen, um die es sich da handelt, sind das Privateigentum an Grund und Boden und das herkömmliche, aus dem Altertum in unveränderter Gestalt von uns übernommene Geldwesen, dessen Mängel immer offensichtlicher geworden sind. Grund- und Geldbesitzer fordern Zins, sonst sperren sie der Produktion den Boden und dem Austausch der Produkte das Geld. Dieser Zins überträgt sich automatisch auf das gesamte Wirtschaftsleben und schafft das, was als Kapitalismus bezeichnet wird.

    Silvio Gesell (Stabilisierung des Bürger- und Völkerfriedens, 1928)

    Ein geistiger Tiefflieger wie Günter Grass wird das wohl bis zum Jüngsten Tag nicht mehr begreifen.

    http://www.deweles.de/intro.html

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  2. Bernhard Sorg am 05.04.2012 um 10:47 Uhr 

    Bin eher selten Ihrer Meinung,wenn es nicht um 911 geht, aber wo Sie recht haben, haben Sie recht. Die hysterischen Kommentare der Mainstreammedien sind ja nur grotesk; da allerdings, wo noch ein Rest an gesundem Menschenverstand existiert, wie im Faktencheck des heutigen Online-”Spiegel” (ja, manchmal immer noch ein Nachrichtenmagazin, nicht immer ein sogenanntes), kann der unvoreingenommene Leser nur feststellen, daß Graß recht hat. Ein Angriffskrieg ist ein Verbrechen im Sinne des geltenden Völkerrechts, von welchem Staat auch immer dieser Angriffskrieg geführt wird.

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  3. Mr.Spock am 05.04.2012 um 11:37 Uhr 

    Danke für diesen Kommentar. Das idiotische Gegacker der Medien ist wirklich kaum auszuhalten. Ich bin kein Fan von Günter Grass, aber hier muß man ihn unbedingt verteidigen

    (Wikipedia über “Tabu”)
    “Gemeinsame Tabus stabilisieren die Bezugssysteme von Menschen, insbesondere aufgrund ihrer gemeinschaftlich erfahrenen emotionalen Aufladung. Mitglieder, die einen Tabubruch wagen, sind daher in der Regel schweren Sanktionen bis hin zum Ausschluss aus der Gemeinschaft ausgesetzt. Andererseits entlasten diese gesellschaftlich ausgegrenzten Personen sozusagen „pars pro toto“ die Gesamtgesellschaft, sie machen ihre „dunkle“ Seite deutlich und stellen sich als ein von der Bezugsgruppe immer wieder gewolltes, ja notwendiges „Opfer“ zur Verfügung: In ihren zugewiesenen Rollen als Märtyrer, als Außenseiter usw., der nun seinerseits tabuisiert wird: Das Opferlamm, das die Schuld der Menschheit trägt – ein nicht nur biblisches Menschheitsthema.”

    In diesem Sinne schon mal frohe Ostern!

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  4. Benjamin am 05.04.2012 um 13:38 Uhr 

    Komisch, ich dachte immer diese “PRO-Israel*”-Deppen sind FÜR MEINUNGSFREIHEIT…

    Wohl nur für die eigene?!

    MeinungsFREIHEIT ist außerdem die Schwester von MeinungsAUSTAUSCH, aber dieses reflexhafte Gekreische disqualifiziert sich disbezüglich und damit auch irgendwie als echte Meinungsfreiheit…

    Typisches geheucheltes Gesülze um die “westlichen Werte”, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt wurden!

    *blaue Nazis sind damit gemeint (aber auch so mancher Antideutscher)

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  5. roc am 05.04.2012 um 14:29 Uhr 

    Zu roboterhaften Reflexen passt das roboterhafte Grass-”Gedicht”

    Kein Wunder : Die Firma Narrative Science hat es verfasst !!
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/silicon-demokratie/roboterjournalismus-texte-in-null-komma-nichts-11705776.html

    “Schreib hier Deinen Namen drunter, Opa…….dann verkaufst Du Deine ollen Schmöker bei Thalia-Hugendubel nochmal von der Palette runter,und wir haben auch was wir wollen,nennt sich bei uns ” A managed Conflict ”

    Günter Grass, der Häuter aller Zwiebeln ( erschien 2006 ) im O-Ton: ” OK ”
    :-)

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  6. arab am 05.04.2012 um 15:40 Uhr 

    seit wann darf man den Bitte nicht sagen, dass Israel Atombomben hat???

    das sagt nun wirklich jeder, jedern Tag. über Israel kann nichts mehr nicht gesagt werden. Da ist wirklich alles drin.

    es geht, wie bei vielen in der Welt. Man muss sich für eine von zwei schlechten Seiten entscheiden. Es gibt so manchen wie dich, der nichts versteht und immer noch über 9/11 labert.

    und es gibt die, die eine solide Meinung zu Themen haben. Man kann nun mal Pro-Isreal sein oder Pro-Palestina. Du bist Pro-Schwachsinn. Deswegen bist du raus. Jede Seite hat irgendwo Recht. Ausser deine Schwachsinnsseite natürlich. Da stimm nichts.

    ach ja. Ich komem immer noch nicht mit dem SChwachsinn vom http://siriusnetwork.wordpress.com klar…

    hast du da mal reingelesen????

    ist nicht dein Ernst, odeR?

    da sind ja die übelsten Evangelikaner-Amis normaler drauf.

    machst du jetzt sogar einen auf Christen-Sekte-Spastiat?

    wäre zumidest was neues.

    die schösnte Grass Geschichte ist immer noch die Nummer mit der WaffenSS weil er für die U-Boote zu dumm war.

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  7. anonymaus am 05.04.2012 um 16:30 Uhr 

    Wieso sollte der Iran keine A-Bombe haben dürfen ?

    Nennt sich dann “Gleichgewicht des Schreckens” und das ist immer noch der Peace-Maker Nr. 1 unter den Primaten.

    An der Forderung Israel soll seine Arsenale offen legen, ist übrigens angeblich schon JFK gescheitert.
    Final Judgment: The Missing Link in the JFK Assassination Conspiracy / amazon

    Als Israel würde ich natürlich meine U-Boot-gestützen Atomraketen auf Ziele in USA und Europa richten, damit sich der Palästinenser noch ein Weilchen gedulden möge, mit seiner Forderung nach einem “Eigenem Staat”…LoL

    Ein “Groß-Israel” würde ich aber auch nicht anstreben…zu agraisch, zu back-dated territorial gedacht…zu viel Arbeit, zuviel Kosten, zuviel Fläche für potenzierten Zank untereinander. Die jetzt noch robuste israelische Armee würden sich in den Weiten eines “Groß-Israel” nur festfahren, wie die Deutschen im Unternehmen Barbarrossa…..LoL

    So wie es jetzt läuft, ist es doch ok !

    Wall-Street und die Amis abmelken, mit Drugs und Weapons dealen, die Donations kassieren, das sichert Israels Existenz. Nichts dagegen zu sagen !! Käme dann noch ein halbwegs origineller Gedanke dazu, warum man überhaupt in der Wüste sitzt, und wie man ohne Killen über die Runden kommen will……wäre das aller Ehren wert !

    Hitzebullas-Hamas-Islamisten müssen allerdings auch kleinere Brötchen backen !! Denn, wie sollte überhaupt ein Palästinenser-Staat aussehen, mit welcher globalen “Wettbewerbsfähigkeit” und auf welchem Territorium überhaupt ?

    Na ja….vielleicht rechnet Goldman Sachs die Arabs ja alle EU-betrittsfähig und die kommen dann unter den Nesthäkchen-Rettungsschirm, als Mündel der PIIGS…LoL…immer noch besser als “Armaggedon”

    Vielleicht gibt es aber auch die Leute die “Armaggedon” wollen und in “weiser” Voraussicht das Israel in SOLCHER Art begründet haben, dass FRIEDEN in der Region Gestalt niemals Gestalt annehmen kann, noch soll.

    Hochkomplexe Thematik,aber übersichtlich genug um sich zumindest bei der Grass-Zentralrat-Kontroverse erheblich zu langweilen, ähnlich wie beim Wulff-Sarrazin-Gedöns …..cheers y’all

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  8. arab am 05.04.2012 um 16:53 Uhr 

    @analomaus

    Warum sollte Bröckers nicht auch eine A-Bombe haben?

    und warum dürfen eigentlich Kinder nicht schwere Maschinengewehre und Mörser haben?

    und die wichtigste Frage, warum haben die Juden nicht Schleswig-Holstein bekommen, sondern Palestina?

    gut. die Letzte Frage ist einfach zu beantworten: Wegen dem schlechten Wetter bei uns.

    aber die anderen Fragen sind nicht einfach.

    ach ja. und Iran darf keine A-Bombe haben, weil die schwer gestört sind. sehr schwer gestört. Dagegen ist Bröckers fast normal. Fällt auch wahrscheinlich nicht auf. Aber die Iraner haben völlig den Verstand verloren. Die glauben sogar den 9/11 Blödsinn von Bröcker….

    und wer Bröckers glaubt, der ist nicht erwachsen genung seine eigene A-Bombe zu haben. Das ist Minimal-Voraussetzung, finde ich.

    sonst kannst du gleich den http://siriusnetwork.wordpress.com den Mond überlassen.

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  9. OBI am 05.04.2012 um 17:16 Uhr 

    Grass, der alte SPD-Trommler, hat unterschätzt, dass der Zionismus hier mittlerweile Staatsräson ist- wer dagegen verstößt wird zum Außenseiter, zum Paria, zum gefährlichen Irren gestempelt. Atomwaffen, Landraub, Apartheidsgesetze… Israel darf alles. Deshalb ist mittlerweile automatisch “Antisemit”, wer zB den Rückzug in die Grenzen von 1967 verlangt oder “Judenhasser”, wer Menschenrechte auch für Palästinenser einklagt. Da die atomare Abrüstung zu verlangen ist quasi Majestätsbeleidigung und wird mit Rufmord bis ans Lebensende bestraft…
    Die Hysterie, mit der Kreti und Pleti jetzt über Grass herfallen spricht Bände, auf großartige Eiertänze in den Talkshows können wir uns gefaßt machen. Vielleicht hat ja irgendein Redakteur über Ostern sogar die Eier, die schöne Atomwaffenkarte mal im TV zu zeigen – der Aufklärung würde es dienen. Aber genau die ist wohl nicht erwünscht.

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  10. gabor am 05.04.2012 um 18:02 Uhr 

    @OBI am 05.04.2012 um 17:16 Uhr
    Das ist keine Atomwaffenkarte, sondern die Sterne auf der Karte sind die US-Basen im Nahen Osten……ist ja normal…zu Hause hätten die jungen Leute vom US-Military doch alle keine Jobs…..die sind nämlich in China…und die Chinesen brauchen Öl aus dem Iran um ihren Produktfälscher-Billig-Schrott für die weltweiten 1 Euro-Shops herzustellen, in dem ein Iraner NIE einkaufen würde….Ist der Iran deshalb so gefährlich, weil er so “Altmodisch” ist ?? :-)

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  11. OBI am 05.04.2012 um 18:44 Uhr 

    @gabor: schon klar, aber wo unsere amerikanischen Freunde Stützpunkte haben, sind im Ernstfall auch Nukes stationiert. ..

    Und es ist genauso wie du meinst fürchte ich: der Iran ist so “altmodisch”, dass er den westlichen Konsumzirkus nur zögernd mitmacht. BP und andere Groß-Konzerne sind da nicht mehr im Geschäft und wollen dringend wieder rein. Und dafür ist ihnen schon immer jedes Mittel recht

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  12. gabor am 05.04.2012 um 23:05 Uhr 

    OBI am 05.04.2012 um 18:44 Uhr
    Profite sind nur die Oberfläche, es geht auch um den NWO-Käse-”Vampire Science”-Black Magic Prophetien-”Burn Offering”…..A Whole Package of Crap…such Dir halt was aus
    http://www.jesus-is-savior.com/False%20Religions/Illuminati/nwo_basics.htm

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  13. Real knowing am 06.04.2012 um 06:46 Uhr 

    Danke fuer diesen treffenden Artikel. Die Debatte ueber das Grass-Gedicht ist ein weiteres Beispiel fuer die Meinungshegemonie in unserer Gesellschaft. Tabubrecher muessen mutig sein, und dafuer verdienen sie Respekt. Sich gegen den Mainstream zu stellen ist kein Spaziergang. Das gilt fuer Guenter Grass genau wie fuer Mathias Broeckers. Man muss nicht immer einer Meinung sein, aber wie manche Leute auf dieser Seite miteinander umgehen und ihre ideologischen Grabenkriege austragen, ist stillos.

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  14. Saby am 06.04.2012 um 09:34 Uhr 

    Grass hat nur allzu recht … sowohl mit seinem Gedicht, das ich mir eben, von ihm selbst vorgetragen, aufmerksam angehört habe, als auch mit seiner berechtigten Befürchtung, dass als Reaktion darauf unweigerlich die Antisemitismuskeule hervorgeholt werden würde (besonders gut zu beobachten bei Josef Joffe in der ZEIT), weshalb er so lange gezögert habe.
    Tatsächlich: Nirgends kritisiert Grass in seinem Gedicht “die Juden”, sondern es geht ihm ausschließlich um die Regierenden – und zwar sowohl die Regierung Israels als auch die des Iran, vor allem aber, jawohl, um die von der deutschen Regierung unterstützte U-Boot-Lieferung in ein Krisengebiet.
    Aber ganz egal – schon ist der Mainstream sich einig: Nix wie druff auf den Antisemiten!

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  15. humilatrix am 06.04.2012 um 09:47 Uhr 

    und das schöne ist: israels atomwaffen sollen auch auf die europäischen haupstädte gerichtet sein

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  16. roc am 06.04.2012 um 11:43 Uhr 

    Der “Weltfrieden” den Grass gefährdet sieht, existiert doch gar nicht.

    Ob das Grass-Statement jetzt mutig oder eitel oder ganz falsch ist, steht dahin. Es war in jedem Fall nicht “antisemitisch”

    “Grass ist allein aus dem Grund kein Antisemit, weil……. dann müßte er ja auch was gegen die Araber haben”…..LoL

    Der Schriftsteller und Künstler als kritischer Kommentator der Zeitläufte hat eher ausgedient.
    Die Planstelle : “Gewissen der Nation” ist durch das Internet überholt, genauso wie immer klarer wird, dass Main-Stream-Media eben NICHT den Schlüssel liefert, um die Zeitereignisse befriedigend auszudeuten.

    Der “Grass-Skandal” ist gut, weil er viele Menschen zum Nachdenken bringt.Die ausgleichenden Kräfte in Nah-Ost sind auf alle Fälle zu unterstützen.

    Auch an eine neue “Grass-Root-Bewegung” könnte man denken, damit keine A-Bomben fliegen:
    —”Nazi love Israel”— :-)

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  17. pecas am 07.04.2012 um 08:14 Uhr 

    es geht tatsächlich – immer wieder, immer mehr – um das niederschlagen von intelligenz, ob voldemort oder mainstream-One-World-media; anhand dieser geschichte sieht man etwas deutlicher: um das unterdrücken einer evolution der intelligenz durch eine andere art intelligenz, eine korrumpierte, “staatstragende” energie.

    um das ersticken der äusserungen von unabhängiger erkenntnis zunächst, die sich noch abseits der großen götzen, abseits des highway to hell, abseits des demagogenpfades neoliberal-neokonservativ-absolutistischer verarschungsprovenienz, abseits der kommunalen massenmanipulation und aufmerksamkeitsdepravation, abseits der erzfiktiven, meineidigen und dabei doch so wirksamen “einheits”-parole einer in sich gebrochenen und daher verbrechenssüchtigen pseudozivilisation befindet.

    schon der allenthalben von den staat-für-die-dummen-und-die reichen-doppelbüglern aus der lade vorgekramte Plato wollte den dichter als solchen – bzw. als eine “bedrohung des gemeinwesens und als eine mögliche ursache seines untergangs” (G. Agamben/Der Mensch ohne Inhalt/Berlin 2012 S. 9) nicht in seiner politeia haben, und die beängstigend über einen solchen oder jedenfalls ähnlichen leisten glattgeschliffenen presstitutes der gegenwart schlagen wie ein wachhund an und denunzieren solchen boten von jenseits des weltstaat-wahnsinns als “das beängstigenste”:

    genau, es scheint sich um eine art magie zu handeln bei der zurecht monierten “gleichschaltung” – eine schwarze magie, top-down-corruption. nichts funktioniert so geschmiert wie diese. sie wird den letzten frischluftschlitz nach draussen bald ganz zugeschmiert haben, fürchte ich.

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  18. anomymaus am 07.04.2012 um 13:20 Uhr 

    Israel ist doch Vorbild, Herr Grass !!

    Das Land ist, genau wie Sie, von Feinden umgeben, und muss sich halt trickreich behaupten, was es mit Bravour tut.

    1.
    Das Land hat Keine Verfassung
    2.
    Rabbinisches Recht überschreibt ziviles Recht
    2.
    Das Land hat keine definierten Grenzen
    3.
    Das Land ist eine faktische Klassengesellschaft
    4.
    Kriminelle aller Herren Länder, sobald sie sich dem Judentum zurechnen, geniessen dort Immunität
    5.
    Alle illegalen Geschäfte von globaler Bedeutung laufen über Israel
    6.
    Die dortige Politk macht Keine Anstalten
    ihre expansionistische und rassistische Politik einzudämmen
    7.
    Die Politik gegenüber den Arabern bleibt genozidal
    –A Nazi-Experiment–
    8.
    Das Land wäre ohne äußere Feinde identitätsgestört.
    9.
    Das Land ist demokratisch:
    2 Juden = 3 Meinungen

    Wäre das Land ALLES DAS nicht, Herr Grass, würde es in der Tat von der Landkarte verschwinden, und dazu können wir als Deutsche niemals und unmöglich JA sagen. Besser es bleibt alles so wie es ist…..Shalömche.

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  19. antagonistica84 am 08.04.2012 um 00:35 Uhr 

    Sehr geehrter Mathias Broeckers!Ich habe Deinen
    Artikel an meinen Freund Ingo verlinkt,möge sein
    verkümmerter Verstand endlich die Pforten Deines
    Verstandes aufstoßen.Matthias

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