Warum werden wir abgehört ?

fedds_dees-300x255Paul Schreyer hat zu der Frage “Warum werden wir abgehört?”  heute einen guten Artikel veröffentlicht, der klar macht, dass es bei dem grassierenden Abhörwahn der Geheimdienste NICHT um Verbrechensbekämpfung und Terrorabwehr geht, sondern um Kontrolle.  Und dass das Aufspüren und Unschädlichmachen von Verbrechern und Terroristen nur als Vorwand für den eigentlichen Zweck dient: der Überwachung und Steuerung der gesamten Bevölkerung und dem Machterhalt der Herrschenden:

“Die Ausweitung der Geheimdienstspitzelei auf das eigene Volk ist ein so klares Merkmal autoritärer Systeme, dass auch im jetzigen Fall die naheliegendste Erklärung lautet: Es geht weniger um Verbrechensbekämpfung als um Kontrolle. Offenbar sind die derzeitigen Entscheidungsträger besorgt, dass ihr globales Schuldenspiel am Ende doch aus dem Ruder laufen könnte. Man kann in Griechenland beobachten, was anderen Staaten noch bevorsteht. Ist eine weitere Neuverschuldung wegen allgemeinen Vertrauensverlusts unmöglich geworden, gerät das gesamte System ins Rutschen. Die Politik der zügellosen Geld- und damit Kreditschöpfung kann diesen Zeitpunkt hinauszögern, verhindern kann sie ihn kaum.”

Das ist glaube ich ein entscheidender Punkt. Das System von ungedecktem, allein auf Schulden basierendem Geld muß aufgrund von Zins,-und Zinseszins irgendwann zwangsläufig  implodieren und die sog. “Finanzkrise” mit ihrer gigantischen Schulden,-und Derivatsblase zeigt, dass der Zeitpunkt dieser Implosion nicht mehr fern ist. Und damit auch ihre logische Folge: Massenaufstände der nicht mehr mit immer neuen Schulden ruhig zu stellenden Bevölkerung. Und dies nicht mehr an der Peripherie, sondern in den Metropolen der Industriestaaten. Der “Feind”, das sind nicht ein paar durchgeknallte Terroristen und Selbstmordattentate, die in einer freiheitlichen Gesellschaft ohnehin nicht völlig verhinderbar sind, der “Feind” ist Masse der “normalen” Bevölkerung. Die anlasslose, milliardenfache Überwachung dient deshalb auch weniger dem vorgeblichen Finden der krimineller Nadeln im Hauhaufen, sondern der Erstellung von Bewegungs,- Kommunikations,- und Identitätsprofilen von “Otto Normal”, sie dient nicht der Sicherheit der Bevölkerung, sondern der Sicherheit der herrschenden Klasse. Die könnte durch Massendemonstrationen und Generalstreiks der Bevölkerung in kurzer Zeit hinwegefegt werden, konventionelle Mittel der Aufstandsbekämpfung und Internierungslager, wie sind in den USA schon vorbereitet sind , reichen kaum mehr aus, wenn die Masse der Bevölkerung auf die Straße geht. Um einen solchen Aufstand schon im Vorfeld zu verhindern, sind die Metadaten jedes Bürgers von entscheidender Bedeutung: wenn ich weiß, wer mit wem kommuniziert, wer sich wohin bewegt, wer was wann tut, kann ich ein Netzwerk sabotieren, bevor es überhaupt aktiv wird und so einen Aufstand schon im Keim ersticken. NSA, BND & Co. sind deshalb keine außer Kontrolle geratenen paranoiden Überwachungsfreaks, sondern konsequente Erfüllungsgehilfen der Systemerhaltung. Sie agieren nicht im Sinne der Bevölkerung, sondern im Sinne der Notstandsgesetze, mit denen sich die Entscheidungsträger vor der Bevölkerung schützen. Sie dienen nicht dem demokratischen Gemeinwesen, sondern einem autoritären Machterhalt.

 

5 Comments

  1. Der Zins und Zinseszins machen grade einmal 5% des momentanten Geldschöpfungsproblems aus. Der Zins als solcher ist IMO auch gar nicht so unanständig, der Zinseszins natürlich schon.

    Trotzdem sind Zins und Zinseszins nur ein winziger Bruchteil der Geldschöpfunsgmaschine. 95% werden durch Derivate und andere unanständige Mafiaprodukte geschöpft.

    Das Schuldsystem wird also nicht aufgrund von Zins und Zinseszins implodieren, sondern aufgrund der grenzenlosen Phantasie der Bankstermafia, die grenzenlose Dummheit der ohnehin korrupten Volkszertreter auszunutzen und Betrugspyramidensysteme straflos an Kleinstinvestoren zu verteilen.

    “Das ist glaube ich ein entscheidender Punkt. Das System von ungedecktem, allein auf Schulden basierendem Geld muß aufgrund von Zins,-und Zinseszins irgendwann zwangsläufig implodieren und die sog. “Finanzkrise” mit ihrer gigantischen Schulden,-und Derivatsblase zeigt, dass der Zeitpunkt dieser Implosion nicht mehr fern ist.”

     
  2. Ein seht guter Blogbeitrag.

    Meines Erachtens gibt es noch einen weiteren Punkt zu beachten: die Rolle der Überwachung von Seiten der USA um ihren Wirtschaftscrash vorzubeugen – durch Stärkund der eigene Wirtschaft mittels Wirtschtsspionage. Das Abhören der Kommunikation von EU-Poltikern wird bestimmt auch dafür genutzt um z.B. die US-Verhandlungsposition beim Freihandelsabkommen zu stärken. Und weitere Informationen von EU-Unternehmen werden bestimmt auch ausgewertet und an grüßere interessierte Unternehmen weitergegeben damit sie einen Wissenvorsprung haben.

    Übrigens, auch England macht das selbe Spiel. Ein Ziel des britischen Geheimdienstes GCHQ ist es z.B. auch für das “wirtschaftliches Wohlergehen” zu sorgen. Die Formulierung “economic well-being” steht im ersten Abschnitt des “Intelligence Service Act” [1-2] von 1994.

    Und dass die USA sich auskennen mit der Kriegsführung auf wirtschaftlichem Wege ist spätestes seit den Enthüllungen von John Perkins “Economic Hitman” [3] bekannt. Zu diesem Thema gibt es auch noch ein neueres Buch [4] – sehr lesenswert.

    Warum werden wir abgehört? Die Kontrolle der Bevölkerung (um die Massen während der nun beginnenden globalen Finanzkrise zu verstehen und zu manipulieren) ist ein wichtiger Grund. Die Aquirierung von wirtschaftliche Insiderinformation bestimmt ein weiterer. Letztlich alles ein Ausdruck eines perversen Geldsystems das nichts anderes als ein verdecktes Schneeballsystem ist – wie es schön in diesem Dokumentarfilm von 2007 erläutert wird [5]. Dass überhaupt dieses “falsche” Gledsystem exisitiert, liegt wohl an diversen Möchtigen, die dadurch profitieren bzw. eine Agenda haben. Hier spielt – für die USA – die FED bestimmt eine zentrale Rolle. Wobei hinter der FED natürlich noch weitere Ebene sind … etc. pp.

    Grüsse aus der Schweiz

    [1] http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1994/13/contents

    [2] http://www.dw.de/handelsabkommen-im-schatten-der-spionage/a-16936042

    [3] http://www.amazon.com/Confessions-Economic-Hit-John-Perkins/dp/0452287081/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1374661372&sr=1-1&keywords=Economic+hitman

    [4] http://www.amazon.com/Game-Old-Empire-Unabridged-Value-Priced/dp/1609980026

    [5] http://www.youtube.com/watch?v=j4Fxh-6jx7c

     
  3. Tja, es gibt Hinweise, dass die NSA stark mit der Wallstreet verwoben ist. Auf Hartgeld.com wurde vor einigen Tagen ein Artikel verlinkt der beinhaltete, dass der britische Geheimdienst die G20 für die “City” ausspioniert hat. Also damit die Bankster genau wissen was die Politiker entscheiden werden damit Sie bei Verhandlungen entsprechend reagieren können.

     
  4. @Mr Mindcontrol am 25.07.2013 um 13:44 Uhr
    Der Geheimdienst gründet auch historisch im Bankwesen und weniger in den Staaten
    Die Kardinalfrage ;
    “Kann mir der betreffende Landesherr das geliehene Geld zurückzahlen, oder gibt es Probleme, falls er den Krieg verliert ?” Auch denkar, dass sich Geheimdienste von Auftraggebern entfernt haben und auf eigene Kappe agieren..Das Raubgut der Nazis und der Japaner in Billionen-Dollar-Höhe, das nach WK2 von den Allierten konfisziert wurde…ist ja nie den Besitzern oder der Öffentlichkeit übergeben worden und wäre somit ein schönes Startgeld…

     

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