“Mein Zorn ist echt”

schrammDass Georg Schramm derzeit Deutschlands Kabarettist Nr. 1 hatte ich hier schon des Öfteren mal festgehalten – und  als ich eben mal kurz im  siebten Komikerhimmel bei meinem Lehrer und Großmeister Wolfgang Neuss  nachfragte,  ob er diesem Votum zustimmt, kam sofort ein unüberhörbares “Ja, na klar!”  – und nach einem Paukenschlag: “Aber auch der Dieter und sein Störsender sind Spitze, wär ich nicht dauerhaft verhindert würde ich sofort mitmachen!” Soweit die aktuellen Durchsagen des viel zu früh von uns gegangenen Ungerheuers von Loch Neuss, das heute leider nicht mehr “Live aus der Lohmeyerstraße” als Youtube-Klickmonster sein Unwesen treiben kann. Hach…das wär einfach zu schön. Aber wenigstens haben wir noch einen wie Georg Schramm, der der taz am Wochenende ein Interview gegeben hat und bekundet, was wir nicht anders erwartet haben: “Mein Zorn ist echt!”

4 Comments

  1. Ich weiß jetzt nicht wie Gerd darauf kommt. Schramm ist einer der nicht nur Kabarett macht. Im Gegensatzt zu Hildebrandt bezieht er auch privat Stellung und steht zu dem, was wir unter Zorn verstehen. Die Wut ist Teufelswerk, der Zorn ist Eigentum der Götter.

    Schramm steht für für eine klare Darstellung. Seine Figuren stehen zwischen Resignation eines altgedienten Sozialdemokraten, die auch als Enttäuschung einer verfehlten Sozialpolitik verstanden werden kann und einem nicht mehr so jungen Dombrowski, der seine rechte Hand nicht mehr zu Gruß reichen kann und der gnadenlos, bitter und ja auch zornig und unmissverständlich den Irrläufern der politischen Landschaften die Masken von den Gesichtern reisst. Letztlich als militärischer OL Sanftleben in knappen Sätzen den Geist von Carl von Clausewitz als Strategie einer sich selbst erfüllenden Prophezeihung konterkariert.

    Gruß
    Hausmacht

     
  2. Versteht es nicht falsch, ich habe nicht erwartet das Er Präsident wird oder das Er ernsthaft Präsident werden wollte.
    Nur das Rederecht vor dem “hohen” bornierten Hause, das Recht als Präsidenten-Kandidat hätte er nicht verschenken sollen wenn er redlich. Punkt.

     

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