19
Mar, 2017

Gott ist tot: Chuck Berry R.I.P

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Der Gottvater des Rock’n’Roll, Chuck Berry, ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Auch andere Größen haben dieses Genre geprägt und beeinflusst, aber keiner hat es revolutioniert wie der kleine Chuck aus St.Louis: mit seinen Songs, mit seiner Show und vor allem mit seinen Riffs.  Was das Intro von Beethovens “Fünfter” für die Klassik, das war und ist Chuck Berrys Gitarren-Intro zu “Johnny B.Goode” für die Rockmusik – es inspirierte ganze Generationen von Musikern,  von  den “Rolling Stones” und den “Beatles” bis heute.  Die E-Gitarre als ikonisches Instrument der Rockmusik – ohne Chuck und seinen “Duckwalk” nicht denkbar;  seine Kompositionen, so simpel und genial, dass er keine eigene Band brauchte, sondern für seine Auftritte immer nur Miet-Musiker engagierte; seine Texte, so knackig und prägnant, dass Bob Dylan ihn den “Shakespeare des Rock’n’Roll” nannte. Johnny B. Goode erzählt die Geschichte eines “coloured boy” (bei der Plattenaufnahme 1958 mußte er es in “country boy” ändern), den seine Mutter auffordert, fleißig Gitarre zu üben, damit sein Name später in großen Leuchtbuchstaben auftaucht. Er hatte es über seinen Freund Johnny Johnson geschrieben, doch es wurde seine eigene Geschichte. Hail, Hail, Chuck Berry – Rest in Peace!

Kommentare

5 Kommentare zu “Gott ist tot: Chuck Berry R.I.P”

  1. OBI am 19.03.2017 um 11:56 Uhr 

    Hier zeigt der Meister einem seiner berühmtesten “Miet-Musiker” (Keith Richards) wie’s geht:

    Chuck Berry & Keith Richards – Oh Carol from Music Management USA on Vimeo.

     
  2. gabor am 19.03.2017 um 12:40 Uhr 

    Persönlich war Chuck Berry ein Arschloch…auch Keith Richards kam mit ihm nicht klar. Seine größte Liebe gehörte eh den Videocameras, mit denen er Frauen beim “Neger-Abseilen” filmte
    https://www.reddit.com/r/todayilearned/comments/2lq9vv/til_that_in_1990_chuck_berry_was_sued_by_59_women/
    “If there is a Hell, its Fires wait for Chuck” 🙂

     
  3. OBI am 19.03.2017 um 13:03 Uhr 

    @gabor: Ja, so ist das leider oft mit unseren GENIES, die selten auch noch richtig gute Menschen sind. Wer als “coloured boy” in den 40ern aus den Sümpfen Louisianas gegen die white supremacy kämpfen musste, dem kann muss man allerdings auch einiges nachsehen – wer wie ein Arschloch behandelt wird, wird eben leicht auch eines… Dennoch hat er, imho, der Welt mehr gegeben als genommen und kommt in den Himmel 😉

     
  4. Jan am 19.03.2017 um 14:04 Uhr 

    @gabor
    et audiatur altera pars:
    “His lawyers said he had been the victim of a conspiracy to profit from his wealth.”

    http://www.nytimes.com/2003/02/23/us/sweet-tunes-fast-beats-and-a-hard-edge.html?pagewanted=5

    (abgesehen davon, dass solche Reduzierungen einer Person am Todestag reichlich pietätslos sind)

     
  5. gabor am 19.03.2017 um 23:56 Uhr 

    Tut mir leid Leute…war auch böser gemeint als gesagt 🙂
    Chuck Berry war schon einzigartig und großartig
    in seinen Darbringungen und sein dissozialer Arschloch-Charakter
    http://www.redorbit.com/news/general/537851/chuck_berry_documentary_shows_dark_side_of_rock_legend/
    sollte im Bardo Thödol
    http://www.bodhibaum.net/bardo/bardo.htm
    auch ausreichend Reinigungskräfte beschäftigen, bevor auch er dann im Duck-Walk durch die Petrus-Pforte geht. Alles wird gut 🙂

     

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