Rubikon – Ein neues Magazin für die kritische Masse

Mit “Rubikon” geht im April ein neues Online-Portal an den Start. Im Editorial heißt es dazu:

“Alea iacta est — Die Würfel sind gefallen. Für uns alle wie einst für den Urheber der geflügelten Worte, Julius Caesar, beim Überqueren des Grenzflusses: Rubikon. Wir befinden uns auf gefährlichem Terrain und kein Weg führt zurück. Aber anders als Cäsar soll uns der unvermeidliche Marsch nicht zu Bürgerkrieg und der Vernichtung der Republik führen. Denn wir sind weder Feldherren noch Krieger und unsere Waffen sind aus anderem Material. Aus scharfem Verstand, unzerstörbarer Empathie, siedendem Spott und gelegentlich einer leidenschaftlich geschwungenen Keule mit der neonknallbunten Aufschrift „Moral“!

Möge dieses unser Arsenal dazu beitragen, das Zeitalter der Kriege, des Elends und der “schöpferischen Zerstörung” zugunsten einer extremen Minderheit zu beenden; die verkrusteten Strukturen zu sprengen, die längst keine „Ordnung“ mehr herstellen; die drängenden Probleme unserer Spezies zielführend anzugehen; endlich demokratische Verhältnisse zu schaffen, wo längst keine mehr zu finden sind.”

Das gefällt mir, deshalb bin ich Mitglied des Redaktionsbeirats geworden und habe gestern meinen ersten Artikel geschrieben, der in den nächsten Tagen dort erscheinen wird. Weil echter Jouralismus Geld kostet und “Rubikon” sich weder mit Geld “von oben”, noch mit Werbung finanziert, ist das gemeinnützige Projekt auf Unterstützung der Leser angewiesen. Wer sich dazu entschliessen möchte, kann das hier tun. Vielen Dank.

7 Comments

  1. Hallo Bröckers !
    … wieso macht ihr nicht mit beim Blog von Paul Schreyer & Co ? … oder ist der schon wieder perdu ?

     
  2. Ein Projekt, das spontan aufatmen lässt: Das wurde damn well Zeit!
    Die feindlichen Invasionstruppen und ihr Vordringen werden von einem geradezu wunschgemäß zusammengesetzten, hochkarätigen Beirat individuell/kollektiv-mottotronisch – und endlich auch mal wieder locker hierzuländisch – ausgeleuchtet: Lecker!

    Herzlichen Glückwunsch zum bereits Geleisteten
    und
    all the best

    *p*

     
  3. Hallo Herr Bröckers, ihr Buch wurde auf der Facebook mit dem Hinweis veröffentlicht, dass keine Follower und Fans, keine Gefolgsleute und Mitläufer sondern richtige Menschen und Beziehungen auf Augenhöhe gesucht werden. Da ich Rubikon als sehr wichtiges Projekt ansehe, das sehr kompetente Autoren versammelt, habe ich eine Kritik geschrieben, die inhaltlich sinngemäß wie folgt war: Ich finde es gerade wichtig, dass Rubikon viele Fans hat, sich die Idee verbreitet und ich diese Art der Ansprache daher dumm finde. Dies mündete im Löschen des Kommentars auf Facebook und einer Seitensperre. Als ich auf das Projekt aufmerksam wurde, hatte ich bereits mit dem Gedanken gespielt, es auch finanziell zu unterstützen. Das wäre nicht das erste Projekt, bei dem ich das mache. Zu Beziehungen auf Augenhöhe gehört jedoch auch Kritik und eine lebendige Diskussion. Es wurden weitere Kommentare von anderen Benutzern gelöscht. Der Kommentar eines Benutzers “schon entliked” wurde vom Rubikon Facebook Admin mit “yeah” kommentiert und stehen gelassen. Vielleicht suchen Sie sich einen reiferen Admin für den Facebookauftritt. Facebook ist ein sehr wichtiges Verbreitungsmedium. Wäre schade wenn das Projekt unter solchen Leuten leidet.

     
  4. Glückwunsch zum neuen Projekt!

    Wird aus auch ein Forum geben, so wie z.B. bei Telepolis?

    Das Forum bei Telepolis ist meines Wissens bisher einzigartig, und trotz der vielen Trolle findet man zu so gut wie jedem Thema immer eine Menge interessanter Ergänzungen. Dies wiederum macht die Seite doppelt lesenswert.

     
  5. Sehr geehrte Damen und Herren,
    ohne mich näher mit Ihrem Magazin beschäftigt zu haben, möchte ich dennoch darauf hinweisen, dass der lateinische Spruch falsch übersetzt wurde. Er lautet in Wirklichkeit: “Der Würfel ist geworfen worden.” Er bezeichnet gerade die Unsicherheit im Moment des Werfens. Während bei Ihrer Version die Entscheidung über das gewürfelte Ergebnis bereits gefallen ist, ist diese hier noch offen.
    Ich bitte, das bei Gelegenheit richtigzustellen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ralf Müsker.

     

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