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19 Apr |
Was gesagt werden muß (2) Uncategorized
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Im Rahmen des “Zukunftsdialogs”, den Kanzlerin Merkel im Internet aufgerufen hat, konnten bis zum 15. April online Vorschläge von Bürgern eingereicht werden, und die Forderung Cannabis zu legalisieren landete mit über 152.000 Stimmen auf dem zweiten Platz. Wir dürfen nun gespannt sein, wie die “Experten” und Politiker sich dieses Vorschlags, den Georg Wurth für den Deutschen Hanfverband eingereicht hat, annehmen – die Hoffnung aber, dass tatsächlich ein Ende des Prohibitionswahnsinns eingeläutet wird, hält sich bei mir in Grenzen. Dass in den USA, dem Mutterland des “Kriegs gegen Drogen” und der Hanfverfolgung, jetzt wieder einmal Wissenschaftler, in diesem Fall 300 Ökonomen, mit einem Papier an die Öffentlichkeit getreten sind und die Legalisierung fordern; oder dass, wie der Guardian meldet, Präsident Obama auf dem “Summit of the Americas” einen neuen, verständigeren Ton angeschlagen hätte, als er auf die Forderung vieler lateinamerikanischer Präsidenten nach einem Ende des Drogenkriegs antwortete – auch das mögen zarte Hoffnungsschimmer sein, die einen Durchbruch möglich erscheinen lassen. Doch wie u.a. in “Die Drogenlüge” gezeigt, sind die Erlöse aus diesem Krieg zu groß, um aus gesundheits,- und sozialpolitischen, zivilgesellschaftlichen Gründen darauf zu verzichten. Wie einst die imperialen Kriege des britischen Empires sind heute die Feldzüge des US-Imperiums auf die verdeckten Einnahmen des Drogengeschäfts angewiesen – und nur die Prohibition hält die Gewinnmargen dieses Geschäfts in exorbitant lukrativer Höhe. So kommt es, dass heute die Bundeswehr die Opium,-und Heroinproduktion in Afghanistan überwachen muß – weil damit die Warlords und Kombattanten bezahlt werden, ohne die das Land nicht gehalten (und die Pipelines nicht gebaut) werden könnten – und gleichzeitig hierzulande Verfolgung und Verbot des Stoffs aufrechterhalten werden müssen, weil nur so aus einem Agrarprodukt für 1000 $ eine Schwarzmarktpreciose im Wert von 100.000 $ wird.
Wenn die Ökonomen vorrechnen, dass durch eine Marihuanalegalisierung 13,7 Milliarden Dollar per anno eingespart werden können, scheint das zwar schon ein nettes Sümmchen, doch verglichen mit dem was CIA & Co. außenpolitisch mit dem globalen Drogengeschäft einfahren sind diese Ersparnisse an der Heimatfront eher bescheiden. Deshalb wird auch diese Musterrechnung wenig helfen, genausowenig wie die Tatsache, dass unter den Ökonomen auch drei Nobelpreisträger sind. Denn mit der Prohibition ist es ähnlich wie mit dem Tabu von Israels Atomwaffen: man darf sie “natürlich” kritisieren, aber abgeschafft wird sie garantiert nicht. Man darf auf die Absurdität von erlaubter Heroinproduktion hier und Verfolgung des Konsums da aufmerksam machen, aber geändert wird daran nichts. Man kann den ungerechten Doppelstandard bei der Regulierung des Alkoholkonsums (mit zigtausend Toten per anno) und des Verbots von Cannabis (null Tote seit Beginn der medizinischen Aufzeichnungen) beklagen, so wie die Willkür bei der Unterscheidung in “legal” und illegal” – es hilft nichts. Und wenn selbst der oberste Drogenbeauftragte des Landes diese Willkür bestätigt findet und beim Namen nennt wird er – wie Professor Nutt in England – sofort entlassen. Insofern muß man kein Prophet sein um vorherzusagen, dass die 152.000 Bürgerinnen und Bürger, die in Zukunft Cannabis für Erwachsene legalisiert sehen wollen, bei Angela und ihren Experten gegen die Wand laufen- und wie die Antwort lauten wird: dass Cannabis im Vergleich ja tatsächlich weniger schädlich sei als manche legalen Drogen, aber man “kein falsches Signal” senden wolle, und man den Hanfkonsum keineswegs “verharmlosen” dürfe usw. usf.
Auch wenn die Frage der Hanflegalisierung angesichts der aktuellen Nöte dieses Planeten und seiner Bewohner ein Randproblem darstellt – und man solche Lappalien eigentlich im Handumdrehen erledigen könnte, weist der öffentliche Umgang damit auf den durchaus globalpolitischen, globalstrategischen Charakter des Problems. Ein “falsches Signal” könnte ja – Gott bewahre! – einen “Dammbruch” im Paradigma der Prohibition bedeuten, und an dem hängt nicht nur die Außenpolitik des US-Imperiums, sondern auch die Innenpolitik sämtlicher Staaten und ihrer Überwachungs,- und Kontrollapparate. Und so kann der mündige Bürger zwar im “Zukunftsdialog” mal sagen was er will, die Entscheidung was er seinem Körper zuführen darf, trifft aber auch weiterhin nicht er, sondern Minister seines Inneren.
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13 Jan |
Viel Rauch – und nichts! Uncategorized
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Marihuana schadet der Lunge nicht nur weniger als Tabakrauch, es verbessert sogar ihre Funktionen – so das Ergebnis einer jetzt im US-amerikanischen Ärzteblatt JAMA veröffentlichten Langzeitustudie. Bei dieser “Coronary Artery Risk Development in Young Adults” (CARDIA) – Untersuchung wurden bei 5115 Männern und Frauen seit 1985 regelmäßig die Lungen und das Atemvolumen untersucht. Ein Drittel der Probanden rauchte gelegentlich oder regelmäßig Marihuana und zeigte – anders als die TabakkonsumentInnen – auch nach 20 Jahren keine Einschränkungen der Lungenfunktionen und Atemkapazität. Zum Erstaunen der Forscher wurde in der Marihuana-Gruppe sogar ein Anstieg des Lungenvolumens und der Kapazität festgestellt. Eine Erklärung für dieses Phänomen haben die Wissenschaftler nicht gefunden – außer dem eher fragwürdigen Hinweis, dass beim Marihuanakonsum fester am Joint gezogen wird als beim Tabakrauchen an der Zigarette und die Lunge sich deshalb auf Dauer ausdehnt.
Diese Ergebnisse, kommentiert das Deutsche Ärtzteblatt die Studie, “bedeuten nun nicht etwa, dass Marihuana unschädlich ist.” Auch wenn es aus lungenärztlicher Sicht keine Bedenken mehr gegen den medizinischen Einsatz von Cannabis zur Behandlung von Schmerzen Appetitmangel oder Stimmunstsörungen gäbe, müßte berücksichtigt werden, dass der “langfristige Konsum vor allem bei jungen Menschen mit der Entwicklung von mentalen und psychotischen Störungen in Verbindung gebracht wird.”
In der Tat ist Cannabis bei etwa 1 % der Bevölkerung, die an einer latenter Psychose leiden, kontrainduziert, was sowohl für Patienten als auch für Genußkonsumentinnen gilt. Doch die im Zuge der Dämonsierungswelle immer wieder aufgetischte Warnung, dass Hanfrauch noch viel schädlicher sei als Tabakrauch und schon deshalb verboten gehört, sollte mit dieser Studie endgültig vom Tisch sein. Die Bedeutung von “einen durchziehen” (wenn es nicht wie in europäischer Unsitte mit einer Tabakmischung geschieht) könnte statt mit üblem Gequalme eher mit einer Wohltat für die Atemwege assoziiert werden – zumal wenn beim Cannabiskonsum, wie im medizinischen Bereich und gesundheitsbewußten Privathaushalten schon weit verbreitet, gar kein Rauch mehr entsteht, weil das Marihuana oder Haschisch in einem Verdampfer (Vaporizer) nur noch auf 185 Grad erhitzt wird. Inhaliert werden nur noch die verdampften aromatischen Öle und der darin enthaltene Wirkstoff Tetra-Hydro-Cannabinol (THC).
Dass der Wirkstoff THC krampflösende Wirkung ist seit Jahrtausenden bekannt und der Grund für die weltweite Verwendung von Cannabis als Medikament. Dass dieser lösende, öffnende, entspannnede Effekt auch auf die Bronchien wirkt, weiß man ebenfalls schon lange. “The better the cough, the better the gras” pflegte der amerikanische “Hanfpapst” Jack Herer deshalb zu sagen, wenn sich jemand nach dem Zug an seinem Joint vor Husten auschüttelte: “Je besser der Husten, desto besser das Gras”. Anders als Tabak, der die Bronchien verschließt, befördert der Hanfhusten den Dreck nach außen. Insofern sind die Ergebnisse dieser Studie dann auch gar nicht mehr überraschend , sie entdecken nur einmal mehr ein Wissen, dass in der Geschichte und im Untergrund schon lange vorhanden war.
Umso gebotener scheint, dass dieses nunmehr wieder allgemein anerkannte Wissen in Politik und Gesetzgebung Berücksichtigung findet. In der allgemeinen Drogenpolitik, die ihre Hauptbeschäftigung immer noch in der Jagd auf Cannabis hat, und noch dringender im Umgang mit Patientien, denen der medizinische Gebrauch von Cannabisblüten nach wie vor gesetzlich verboten wird. Doch schwer kranke Menschen zu zwingen, synthetisch hergestelltes THC für 150 Euro zu kaufen – ein Schmerzpatient kommt so auf Kosten von bis zu 500 Euro im Monat – obwohl sie ihr Medikament für einen Bruchteil des Geldes auf dem Balkon oder im Garten wachsen lassen könnten, - solche Schikanen werden nach dieser neuen Studie noch ein Stück schwieriger zu begründen sein.
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13 Nov |
Kick Out The Jams, Motherfuckers! Uncategorized
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Der Drogenkriegs-Unsinn hört einfach nicht auf. Gerade war ich mal wieder ein paar Tage in Amsterdam, wo die niederländsiche Regierung jetzt vorhat, Cannabis mit einem THC-Gehalt von über 15 % als “harte Droge” einzustufen. Danach würde ein Großteil des in den Coffeeshops verkauften Marihuanas unter ein Verkaufsverbot fallen. Zumindest für kurze Zeit, denn ebenso wie in den letzten Jahren die “hochprozentigen” Sorten zugenommen haben, würden dann eben wieder auch Sorten angeboten werden, die unter dem ominösen Grenzwert liegen. Grundsätzlich würde diese Regelung also nichts ändern, für die Verbraucher könnte sich dadurch immerhin der Vorteil ergeben, dass die Cannabinoidgehalte angegeben werden müssen. Aber an derart umfassendem Verbraucherschutz liegt der Drogenpolitik bekanntlich wenig – und so ist auch diese Maßnahme nur einmal mehr der Versuch, mit juristischen und bürokratischen Hürden das Rad zurück zu drehen und die Grower und Coffeshopbetreiber zu drangsalieren. Und wenn die Sache durchkommt den illegalen Import von Haschisch wieder anzukurbeln und das heimisch gewonnenen Gras in den Coffeshops zurückzudrängen. Also kontraproduktiv in jeder Hinsicht und einmal mehr eine weitere stumpfsinnige Maßnahme einer grundsätzlich verfehlten Politik.
Wie ja überhaupt die Warnungen vor Cannabis mit hohen THC-Gehalt – das außerhalb Hollands auf den europäischen Märkten eine eher unbedeutende Rolle spielt – so etwas wie ein letztes Gefecht der Prohibitionisten ist. Nachdem ihnen sämtliche “Mörderkraut”-Argumente zerpflückt worden sind wird jetzt mit Vorliebe vor dem gefährlichen “Turbo”-Gras gewarnt, das man mit dem Stoff der Hippiezeit nicht mehr vergleichen könne. Daran ist wahr, dass es heute tatsächlich sehr viel THC-reichere Hanfsorten gibt als vor 40 Jahren, unwahr ist, dass sie dadurch “gefährlicher” geworden sind. Gefährlich ist vielmehr die Situation des Grau,-oder Schwarzmarkts, die keinerlei Schutz vor gefährlichen Beimischungen bietet und aufgrund fehlender Gehaltsangaben keine korrekten Dosierungen ermöglicht. Sowie der auch in Holland immer noch illegale und deshalb klandestine Indoor-Anbau, der auf schnellstmögliche Blüten-und THC-Produktion setzen muß. Deshalb, so erzählt mir ein erfahrener Hanf-Genetiker, werden für die Coffeeshops fast nur schnelle Indica-Sorten auf Tempo produziert – Gras das eher “stoned” macht als “high”, was allein mit dem THC-Gehalt wenig zu tun hat.
Über derlei Feinheiten hatten wir schon 1994 gebrütet, als Jack Herer in der Jury des Cannabis-Cups war und wir drei Tage Zeit hatten unter den besten neuen Sorten einen Favoriten zu küren. Wir hatten uns für die Blüten in Beutel Nr. 5 entschieden, wie auch die meisten anderen Juroren, denn diese Sorte, eine Züchtung der Sensi Seed Bank, gewann – und Sensi-Chef Ben Dronkers benannte sie nach dem Emperor of Hemp: Jack Herer. Sie ist heute nicht nur eine der beliebtesten Cannabis-Sorten in den Coffeeshops, auch bei den in den in Holland verschreibungsfähigen Hanfblüten aus der Apotheke handelt es sich um “Jack Herer”. Der THC-Gehalt ist auf der Dose mit 19,5% angegeben. Ein paar Krümmel, schadstoffarm per Vaporizer oder konventionell in Pfeife oder Joint, reichen – und…hui!!!! So muß Medizin wirken. Dass sie von einem Haufen Hippies in einem vernebelten Hotelzimmer in Amsterdam “entdeckt” wurde, mag zwar nicht den gesundheitsamtlichen Testmethoden entsprechen, aber hey: wer heilt hat recht. Und es ist eine gottverdammte Schande, dass Krebs,- MS,- Glaukom,- Schmerz,- und tausenden anderen Patienten in Deutschland diese ebenso wirksame wie unschädliche und preiswerte Medizin vorenthalten wird.
Zum 40. Mal jährt sich alsbald die Freilassung von John Sinclair, dem Autor, Musiker, Mitgründer der “White Panthers” und Manager der Proto-Punkband “MC 5″, den man 1969 wegen zwei Joints, die er an Undercover-Agenten weitergegeben hatte, für zehn Jahre wegsperren wollte. Nach weltweiten Protesten und einem “Free John Sinclair”- Benefit, das Abbie Hofman, John Lennon, Yoko Ono, Stevie Wonder und andere Freunde organisiert hatten, kam er im Dezember 1971 frei. Er ist bis heute on the road, in Amsterdam, in London oder in der (sterbenden) MotorCity Detroit, wo das Jubiläum seiner Freilassung dieses Jahr gefeiert wird, mit vielen der Unterstützer von einst. Angesichts der gärenden, prä-revolutionären “Occupy”-Bewegung ist der wütende Schrei, mit dem “MC 5″ einst den Rock’n Roll in Rock’n Revolution transformierte – und mir als 15-jährigem sämtliche Nackhaare massierte – denn auch aktueller denn je: Kick Out The Jams, Motherfuckers!
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5 Nov |
Hanf! Uncategorized
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Heute vor 15 Jahren war in Californien “Prop.215″ – die Volksabstimmung zur Legalisierung medizinischen Marihuanas – erfolgreich. Einige Wochen zuvor hatte ich noch mit meinem Ko-Autor und Freund Jack Herer an seinem Stand auf der Promenade in Venice Beach Flugblätter für die Kampagne verteilt, wie Jack es seit Jahren dort jedes Wochenende tat. Ohne sein bahnbrechendes Buch und ohne sein kompromißloses Engagement wäre dieser große Erfolg kaum denkbar gewesen. Doch für ihn war es nur der Sieg in einer ersten Schlacht, er kämpfte bis zum seinem Tod im April 2010 weiter – gegen den Irrsinn des Drogenkriegs und für die völlige Rehabilitierung der Hanfpflanze. Dass mittlerweile 12 weitere US-Bundestaaten dem kalifornischen Beispiel gefolgt sind geht insofern ebenfalls mit auf Jack Herers (Hanf-)Kappe – und dass inzwischen die Zustimmung für “Medical Marihuana” in der US-Bevölkerung etwas zurückgegangen ist hätte ihn gefreut, denn gleichzeitig hat die Zahl derer, die einer grundsätzlichen Legalisierung zustimmen, erstmals die 50 % Marke überschritten. Und dass selbst republikanische Präsidentschaftskandidaten jetzt eine Amnestie für alle Marihuana-Gefangenen wird Jack Herer im Hanfhimmel ein brüllendes “Hemp Hemp Hurrah!” entlocken – sowie den Nachsatz: “Aber gefälligst mit einer ordentlichen Entschädigung!”
Die ist natürlich allemal drin, wie ein kurzer Blick auf die Prohibitionsuhr zeigt, auf die aberwitzigen Kosten, die der Terror des “Kriegs gegen Drogen” verursacht. Dass dieser Wahnsinn endlich gestopt und die freigesetzen Mittel in eine rationale, schadensmindernde Drogenpolitik investiert werden – für dieses Ziel ist die Cannabis-Legalisierung der längst überfällige erste Schritt. Zumal wenn man die Erkenntnisse der medizinischen Forschungen über das Cannabinoid-System betrachtet, die in den letzen beiden Jahrzehnten gewonnen wurden. Als ich 1993 die deutsche Ausgabe von Jack Herers ” The Emperor wears no clothes” herausgegeben hatte erhielt ich zahlreiche Anfragen von Ärzten, die sich über die medizinischen Informationen und Dokumente in diesem Buch wunderten: sie hatten von den Heilwirkungen des Hanfs noch nie etwas gehört. Doch dieses aus den Bibliotheken und Fachbüchern verschwundene Wissen ist mittlerweile mit einer solchen Macht zurückgekehrt, das man angesichts der zahlreichen Studien schon fast den Überblick verliert – bzw. angesichts dieser universellen Wirksamkeit des Hanfs nur staunend feststellen kann, dass es sich eben doch um eine “Wunderpflanze” handelt. Darauf deutet auch die neueste Entdeckung hin: die körpereigenen “Endo-Cannabinoide” spielen offenbar eine zentrale Rolle für die wunderbarste Heilwirkung überhaupt, den Placebo-Effekt.
Es waren in den vergangenen Jahrhunderten immer die Krisenzeiten, in denen man sich auf die Universalpflanze Hanf zurück besann – und angesichts des absehbaren Crashs der Finanz,- Renten, -und Gesundheitssysteme könnte es bald wieder so weit sein. Keine andere Pflanze kann die Menschheit besser mir Nahrung, Kleidung, Energie und Medizin versorgen als Cannabis sativa. Es gibt viel zu tun…pflanzen wir’s an!
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5 Jan |
Die Hanf-Petition Uncategorized
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Als ich nach Erscheinen der Hanfbibel 1993/94 über die “Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf” viele Vorträge hielt, kam auf meinen Hinweis, dass wir die Rehabilitierung und Legalisierung der nützlichsten Pflanze des Planeten in diesem Jahrtausend wohl nicht mehr erleben werden, aus dem Publikum oft Widerspruch. Wer die vielen vergessenen und unterdrückten Informationen über Cannabis in diesem Buch in geballter Ladung zur Kenntnis genommen hatte konnte sich schlicht nicht mehr vorstellen, dass ein Verbot dieser Pflanze auch nur einen Tag länger aufrechterhalten werden kann. Das ist jetzt fast zwei Jahrzehnte her und ähnlich wie bei der Politik von Krieg und Frieden (mit dem Aussetzen der Wehrpflicht, immerhin!) kommt der Fortschritt auch in der Politik des Kriegs gegen Drogen nur im Schneckentempo voran.
Jetzt hat Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband wieder einen Anlauf genommen, die Sache zu beschleunigen und eine e-petion im Bundestag eingereicht. Weitere Informationen dazu hier ; online unterzeichnet werden kann hier.
Update: Wie notwendig eine Gesetzesreform ist – und wie rigide das Bundesamt für Arzneimittel nach wie vor selbst bei Schwerstkranken gegen natürlichen Hanf als Medizin vorgeht, zeigt dieser aktuelle Artikel, sowie ein passender Kommentar: Werdet Drogenkuriere!
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3 Nov |
Up in smoke ? – I’ll be back! Uncategorized
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Es blieb, nach den ersten Hochrechnungen, bei den 44% Befürwortern, die auch die Umfragen zuvor ermittelt hatten und so bleibt Hanf auch in Kalifornien weiter illegal. Die Wähler unter 25, von denen 62 % die Legalisierung unterstützen, gingen nicht in solchen Massen zur Wahl, um die Mehrhheit der älteren Gegner knacken zu können. Nur in der Bay Area um San Francisco lagen die Ja-Stimmen zu “Proposition 19″ insgesamt vorn. Und doch, meldet der Rolling Stone, sei dies keine verheerende Niederlage, denn nur die starke öffentliche Unterstützung für die völlige Legalisierung hätte die Rückendeckung gegeben, mit der Gouverneur Schwarzenegger Anfang Oktober die Dekriminaliserung von Marihuana verordnen konnte: “Smoking dope is now an infraction — like a parking ticket. No felony. No misdemeanor. If you get hassled by a cop, the worst thing that’ll happen to you is you have to pony up a $100 fine.” Verhältnisse also wie in den liberalen Siebzigern, als unter Jimmy Carter ähnliche Bußgelder eingeführt worden waren, bevor mit der Reagan/Bush-Ära der “war on drugs” und die Repression eskalierten.
Die Revolution ist also ausgeblieben in Kalifornien, das Rad dreht sich nicht schlagartig, sondern nur langsam zurück. Doch die Rehabilitierung des Hanfs wird in der nunmehr dekriminalisierten Grauzone weiter vorangehen und die unterlegenenen Aktivisten werden sich, nach einer Extra-Dosis ihres bewährten Anti-Depressivums, mit Sicherheit die Parole des abgewählten Terminators zu eigen machen: “I’ll be back!”
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30 Oct |
Yes on 19 ! Uncategorized
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Kommenden Dienstag wird es spannend bei der Volksabstimmung über die Cannabis-Legalisierung in Kalifornien. Dass der Spekulant George Soros eine Million gespendet hat, um in den Tagen vor der Wahl die Ausstrahlung eines TV-Spots zu finanzieren, könnte hilfreich sein. Schon die “Medical Marihuana”-Kampagne wäre 1996 ohne eine kräftige Finanzspritze von Soros, der eine schadensmindernde Drogenpolitik seit jeher unterstützt, nicht erfolgreich gewesen. Mein Freund und Ko-Autor Jack Herer, der im vergangen April starb, war zwar einer der Initiatoren und wichtigsten Aktivisten der Kampagne, doch gleichzeitig ging sie ihm auch nicht weit genug. Und so war es auch bei der jetzt zur Wahl stehenden “Proposition 19″, gegen die er im September 2009 noch eine Rede gehalten hatte – und danach einen Herzinfarkt erlitt, von dem er sich nicht mehr erholte. Jack war ein radikaler Libertärer, für den in Sachen Hanf, der wichtigsten Pflanze des Planeten, jede staatliche Einmischung, Monopolisierung, Lizenzierung, Besteuerung eine Zumutung darstellte; aber er wußte auch, dass Politik eben immer nur Kompromisse hervorbringt und kämpfte für den Spatz in der Hand – ohne die Taube auf dem Dach aus dem Auge zu verlieren. Und so wäre er auch in diesen Wahlkampf-Wochen rastlos on the road gewesen um “Prop.19″ zu kritisieren – und dafür trommeln: “Yes on 19!”
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29 Oct |
California Dreaming Uncategorized
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In Kalifornien könnte Cannabis bald legal werden: Das Volk wird am Dienstag darüber abstimmen. Um die Macht der Kartelle zu brechen, muss das letzte große Tabu der Moderne fallen: die Diskriminierung des Rauschs.
Am 2. November 2010 stimmen die Bürger Kaliforniens über die Legalisierung von Cannabis für alle über 21 Jahren ab. Schon 1996 ließen sie per Volksabstimmung medizinisches Marihuana zu. Noch sind die Befürworter des “Regulate, Control and Tax Cannabis Act of 2010″ Umfragen zufolge knapp in der Minderheit. Doch sollte im Mutterland der Marihuana-Diffamierung die größte aller Drogenlügen zurückgenommen und das “Mörderkraut” Hanf endgültig rehabilitiert werden, hätte das einen Vorbildcharakter.
Nach dem neuen Gesetz könnten Kommunen künftig Lizenzen zum Anbau und zum Betrieb von Verkaufsgeschäften erteilen. Bei einer Steuer von 50 Dollar pro Unze – etwa 1,35 Euro pro Gramm – würden nach Berechnungen der Finanzbehörde etwa 1,4 Milliarden US-Dollar pro Jahr in die Kassen des hoch verschuldeten Bundesstaats fließen: in Zeiten der Finanzkrise ein starkes Argument. Gouverneur Arnold Schwarzenegger eilte Anfang Oktober schon mal voraus und beendete die Kriminalisierung von Kleinstmengen, um so Millionen an Polizei- und Justizkosten zu sparen. Read more




