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30 Oct |
Narco-Televisa Uncategorized
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Schon bevor Mexicos neuer Präsident Pena Nieto offiziell sein Amt antritt ist er von einem Skandal belastet, der ihn normalerweise gleich den Job kosten könnte, denn der Oligarch Emilio Azcarraga, dem er die Wahl verdankt und der unter anderem Televisa, den größten TV-Sender der spanisch-sprachigen Welt kontrolliert, steckt knietief im Drogengeschäft. Das ist spätestens seit dem 20. August klar, als sechs Übertragungswagen von Televisa mit 18 mexikanischen Journalisten an der Grenze nach Nicaragua verhaftet wurden, nachdem bei ihnen 9,2 Millionen Dollar in bar entdeckt wurden. Seitdem ist in den USA von “Fake-Journalisten” die Rede, die unter der Tarnung mit Übertragungswagen des ehrenwerten Senders Televisa seit Jahren im großen Stil Kokain durch Südamreika transportieren. Doch die Autos gehörten Televisa, die Journalisten trugen die offiziellen T-Shirts des Senders und gültige Presseausweise und die Leiterin der Gruppe fiel nicht nur durch ihre Cartier-Uhr und Bulgari-Schmuck auf – sondern auch mit ihren später von der mexikanischen Polizei durchsuchten 12 Anwesen und Häusern. Nicht schlecht für eine 39-jährige TV-Angestellte. Televisa und ihr Boss behaupten unterdessen, sie hätten mit der ganzen Sache nichts zu tun – und in den USA ist zwar der “war on drugs” in Mexiko ein großes Thema, nicht aber, dass die Oligarchen und Eliten, die das große Geschäft machen, den Status von Unberührbaren haben. Nur Daniel Hopsicker ist seit Monaten an der “Kokain-Karawane” dran und hat die ganze Story.
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30 Sep |
Die größte Rauschgiftparty der Welt Uncategorized
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Vor 15 Jahren, am 20.9.1997, berichteten Manfred Kriener und Walter Saller auf der Titelseite der “taz” über die Exzesse bei der “Massenintoxination in München”, dem Oktoberfest. Vor zwei Jahren nahm ich ihren Bericht – zusammen mit einem Report über eine Goa-Party – in mein Buch“Die Drogenlüge” auf. Hier aus aktuellem Anlass der wunderbare Text über die “weltweit größte Orgie mit Suchtmitteln”, die gerade wieder in der bayerischen Landeshauptstadt tobt:
“Schwerste Exzesse von voraussichtlich mehr als sechs Millionen Drogengebrauchern werden beim heute beginnenden sogenannten Oktoberfest in München erwartet. 16 Tage und Nächte lang trifft sich auf der Theresienwiese eine internationale Drogenszene zur weltweit größten Orgie mit Suchtmitteln. Die Polizei rechnet mit täglich Zehntausenden von berauschten Probierenden und Dauerkonsumenten aller Altersstufen. Die Rettungsdienste halten rund um die Uhr ein massives Aufgebot an Hilfskräften in Bereitschaft. Allein das Bayerische Rote Kreuz (BRK) hat nach Auskunft von Sprecherin Helge Walz 73 Ärzte und 831 Sanitäter und Schwestern im Einsatz. In den Kliniken stehen Notfallbetten zur Behandlung akuter Intoxikationen, rauschbedingter Psychosen und Verletzungen bereit. Chillout- Räume mit „Ausnüchterungsliegen“ wurden beim „Schottenhammelzelt“ auf dem Festgelände eingerichtet. Die stark ritualisierte Drogenaufnahme der Abhängigen beginnt heute um 12 Uhr mit dem gewaltsamen Öffnen eines riesigen Holzzubers, in dem sich große Mengen der psychoaktiven Substanzen befinden. Unter Aufsagen kultischer Formeln („O`zapft is!“) beginnt der Missbrauch. Read more
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30 Aug |
Einladung Uncategorized
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Seit 1992 Jahren leistet die Gemeinde der “12-Apostel-Kirche” was in ihrem von Prostitution und Suchtproblemen gezeichneten Kiez in Schöneberg am meisten Not tut: Drogenarbeit. Diese 20 Jahre ehrenamtlicher Arbeit werden morgen nicht nur in einer kleinen Feier gewürdigt, Pfarrer Andreas Fuhr und seine Frau Mona haben mich auch eingeladen, über “Die Drogenlüge” zu sprechen – jene das Elend und die Erniedrigung fördernde Politik der Prohibition und des “war on drugs”, die einen schadensmindernden Umgang mit Drogen nach wie vor verhindern. (Gemeindesaal, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin – Freitag 31.8.2012, 19 Uhr 30 – Plakat: Gerhard Seyfried)

Update: Passend zum Thema ein aktuelles Interview mit Dr. François van der Linde, der als Präsident der Präsident der “Eidgenössischen Kommission für Drogenfragen” die Schweizer Bundesregierung 30 Jahre lang beraten hat: «Drogen zu konsumieren sollte straffrei sein»
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17 Jun |
Narco Polo Uncategorized
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In seinem Blog unter dem schönen Namen “Narco Polo” unternimmt der Autor und Comiczeichner Robert R. Arthur eine Reise durch die bizarre Welt des “war on drugs” und die im Rahmen der Propaganda für diesen Krieg produzierten Lügen und Mythen. Zu diesen gehört seit je der Mythos des heimtückischen Dealers, der seine Opfer umgarnt, ködert und zu abhängigen Sklaven macht. Erstmals etabliert wird dieser moderne Mythos schon Ende des 20. Jahrhunderts, als in den USA den eingewanderten Chinesen der traditionelle Opiumgenuß verboten wurde – und der lasterhafte “Chinamann”, der weiße Jugendliche in seine “düsteren, schmuddeligen Höhlen” lockt, zu einem Inbegriff des Bösen.
“Die ab Mitte des 19. Jahrhunderts in die USA massenhaft eingewanderten Chinesen, die als “Kulis” beim Bau der transkontinentalen Eisenbahnen unverzichtbar waren, begannen nach Fertigstellung der Strecken zu einem “Problem” für den Arbeitsmarkt zu werden – als sehr leistungswillige und gesetzestreue Arbeitskräfte wurden sie zu einer unliebsamen Konkurrenz für die weißen amerikanischen Arbeiter. Dass viele Chinesen nach Feierabend eine Opiumpfeife rauchten, hatte jahrzehntelang kein Problem dargestellt, doch nun wurde es als Mittel ihrer Stigmatisierung eingesetzt. 1875 erließ die Stadt San Francisco das erste Drogenverbot der westlichen Welt, dass sich aber auschließlich gegen das Rauchopium der Chinesen richtete, 1887 verabschiedete der Kongreß ein Gesetz, das nur noch Amerikanern den Import von Opium gestattete. In den Medien war nun regelmaßig von der “gelben Gefahr” die Rede, die nicht nur den Arbeitsmarkt, sondern durch das “lasterhafte” Opium auch den sittlichen Bestand der gesamten Nation bedrohe.Der rechte Flügel der Gewerkschaften machte mit rassistischer Polemik gegen “minderwertige Asiaten” mobil: “Die gelbe Rasse neigt von Natur aus zu Lüge, Betrug und Mord, und 99 von 100 Chinesen sind Glücksspieler”, tönte 1902 ein Pamphlet des anti-sozialistischen Gewerkschaftsführers Samuel Gompers. Ganz im Stile totalitärer Propaganda zeichnet er ein schreckenererregendes Bild des Chinesen, der weiße Jungen und Mädchen zum Opium und zu Schlimmerem verführt: “Welche anderen Verbrechen in diesen düsteren, schmuddeligen Höhlen verübt wurden, wenn die kleinen unschuldigen Opfer chinesischer Lasterhaftigkeit unter dem Einfluß des Rauschgifts standen, ist fast zu schrecklich, um es sich vorzustellen…” (Auszug aus: “Die Drogenlüge – Warum Drogenverbote den Terrorismus fördern und Ihrer Gesundheit schaden”, Frankfurt 2010 )
Schrecklich ist auch die Vorstellung, dass sich dieser Horrormythos dank zeitgemäßer Adaptionen und Anpassungen bis heute hält, auch wenn die Realität völlig anders aussieht. Dass Timothy Leary 1967 den “guten Dealer” als Robin Hood des neuen Zeitalter visionierte – ‘The dope dealer is selling you the celestial dream. He is very different from any other merchant because the commodity he is peddling is freedom and joy. In the years to come the television dramas and movies will make a big thing of the dope dealer of the sixties. He is going to be the Robin Hood, spiritual guerrilla, mysterious agent – who will take the place of the cowboy hero or the cops and robbers hero.’ (Timothy Leary, ‘Dope Dealers – New Robin Hood’, 1967) – hat sich als zu optimistisch erwiesen, denn tatsächlich wurde der Drogenhändler in TV und Kino eher zu einem der Top “bad boys.” Und auch die genaue Unterscheidung zwischen dem “Pusher” , der gefährlichen, verschnittenen Dreck verkauft, und dem Dealer “with the love grass in his hand”, die Steppenwolf in ihrem Klassiker “The Pusher” trafen wurde schnell verwischt, zu Ungunsten des robin-hood-artigen Dienstleisters für glückliche Kunden machte allein der “Pusher” Karriere. Als Teufel, der unsere Kinder vor dem Schulhof zum Rauschgift verführt, als gewissenloser Parasit, der sich an der Sucht und Not seiner Klienten mästet, als modernes Monster. Dass solche Gestalten in der Realität kaum eine Rolle spielen und sie mit dem “Suchtproblem” nur so viel zu tun haben wie der Wirt mit dem Durst seiner Kunden – all das tat der monströsen Karriere des finsteren Drogenhändlers keinen Abbruch. Und weil er als Horrorgestalt gebraucht wird – um von den eigentlichen Profiteuren des Drogenkriegs abzulenken, die Schlips, Kragen und Uniform tragen – muß er als Mythos immer weiter leben…
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10 Oct |
Buchhaltung (2) Uncategorized
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Diese Woche ist wieder Buchmesse und damit Zeit, mal wieder den Nachttisch für Neues zu räumen und für ein paar Empfehlungen des Gelesenen:
Zu den wichtigsten Wissenschaftlern des 20. Jahrhunderts zählen für mich Wolfgang Pauli und Carl Gustav Jung, die in ihrem jeweiligen Fachgebiet – der Physik und der Psychologie – am weitesten in die Tiefe gingen, an die Schnittstelle von Geist und Materie, das Grenzgebiet von mentalen und stofflichen Vorgängen erforschten. Dabei befaßte sich der strenge Mathematiker und Quantenphysiker Pauli ebenso mit scheinbar esoterischen Bereichen wie Telepathie oder Alchemie wie der Psychiater Jung mit der Mathematik des “I Ging” oder mit Ufos, was beide mit ihren Fachkollegen kaum tiefergehend zu besprechen wagten, um nicht als Spinner abgstempelt zu werden. Umso wichtiger war ihnen ihre jahrzehntelange Zusammenarbeit und gegenseitige Motivation bei der Erforschung dieser Bereiche. Die Geschichte dieser Zusammenarbeit und Forschungen im Weltraum der Seele und des Mikrokosmos hat der Wissenschaftshistoriker Arthur I. Miller in einem spannenden Buch aufgschrieben: “137: C. G. Jung, Wolfgang Pauli und die Suche nach der kosmischen Zahl” . Die Zahl 137, oder genauer 1/137,035, ist eines der größten Mysterien überhaupt, es ist die Feinstruktur-Konstante, so etwas wie der Mindestabstand von Quantenteilchen. Wäre diese Zahl anders gäbe es… Nichts – keine Materie, keine Sterne, kein Universum. Aber sie läßt sich – und das macht die Mathematiker seit fast 100 Jahren verrückt – aus keiner der bekannten naturgesetzlichen Gleichungen ableiten. Sie ist einfach da…und niemand weiß warum. Read more
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5 Jun |
Die Drogenlüge Uncategorized
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Das Medienprojekt PSI TV hat eine Vorstellung, Lesung, Diskussion des Buchs “Die Drogenlüge” im taz-Café auf Video festeghalten:
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2 Jun |
Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht. Uncategorized
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Eine prominent besetzte “Global Commission on Drug Policy” hat sich in einer Studie für die Entkriminalisierung von Drogen ausgesprochen. Dazu hab ich heute einen Kommentar für die taz von morgen geschrieben:
Der Krieg gegen die Drogen ist gescheitert. Es ist wahrlich keine neue Erkenntnis, mit der die Global Commission on Drug Policy jetzt an die Öffentlichkeit tritt. Doch die prominente Besetzung der internationalen Kommission sowie die Eindringlichkeit ihres Appells könnten dafür sorgen, dass die Forderung nach einem Ende des war on drugs endlich mehr Gehör findet: “Die politischen Führer sollten den Mut haben, öffentlich zu äußern, was viele von ihnen sich privat längst eingestanden haben: Repressive Strategien werden das Drogenproblem nicht lösen, und der Krieg gegen die Drogen kann nicht gewonnen werden”, heißt es in der Studie der Kommission.
Sie rät, den Drogengebrauch zu entkriminalisieren, legale Modellversuche zu starten und die Behandlungsangebote für Abhängige zu verbessern – Maßnahmen, die nicht nur zu besseren gesundheitlichen und sozialen Entwicklungen führen, sondern auch zu einer Eindämmung der organisierten Kriminalität und des Terrorismus.
Auch diese Empfehlungen sind keineswegs neu und entsprechen denen, die Vertreter einer schadensmindernden Gesundheits- und Drogenpolitik seit Jahrzehnten aussprechen. Die Dimensionen indessen, die drogenfinanzierte Bürgerkriege und Terror etwa in Mexiko oder in Afghanistan erreicht haben, machen ein internationales Handeln nötiger denn je.
Dass der Drogenkrieg die Opfer erst produziert, die er zu retten vorgibt, wird nirgendwo deutlicher als an der aktuellen Situation in Afghanistan, wo Nato und Bundeswehr die größte Opium- und Heroinproduktion aller Zeiten nicht unterbinden, sondern überwachen, weil ihre verbündeten Warlords sich damit finanzieren. Dies ist nur möglich, weil sich mit keinem anderen Produkt der Welt so leicht so gigantische Profitmargen erzielen lassen. Aus Kokablättern oder Opium im Wert von 500 Dollar wird dank der Illegalität eine Ware, die im Endverkauf über 100.000 Dollar einbringt. Nur ein Ende des globalen Prohibitionsdogmas kann dafür sorgen, dass die magnetische Anziehungskraft solcher Gewinnspannen abklingt.
Solange freilich die Geopolitik der USA und ihrer Verbündeten von diesem Drogengeld abhängig ist, so lange wird die Spirale von Schwarzgeld, Gewalt, Korruption und Terror nicht zu stoppen sein. Umso mehr ist dem Appell der Kommission zu wünschen, dass er endlich Gehör findet.
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6 Mar |
American War Machine Uncategorized
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Ein nettes Interview mit dem Drogengeldfahnder Robert Mazur, der Ende der 80er zu den Ermittlern gehörte, die die berüchtigte BCCI-Bank auffliegen liessen, der Top-Kunden nahezu auschließlich aus Diktatoren, Drogendealern, Waffenhändlern, Terroristen und anderen suspekten Kreisen stammten. Einer der BCCI-Direktoren war James A.Bath, Partner in George W.Bushs Ölfirma “Arbusto Energy” und US-Vermögensverwalter der Familie Bin Laden. Eine Connection, die die lakonische Antwort des Geldwäscheexperten Mazur auf die Frage erklärt, ob seine Fahndungserfolge dazu beigetragen, das heute weniger Geld über amerikanische Banken gewaschen wird: “Leider scheinen die Regierungen kein Interesse zu haben, einzuschreiten.” Read more
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1 Mar |
Kein Frieden ohne ein Ende der Drogen-Prohibition Uncategorized
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Heute in “Neues Deutschland”: »Die Drogenlüge – Warum Drogenverbote den Terrorismus fördern und Ihrer Gesundheit schaden« heißt das neue Buch von Mathias Bröckers. Darin spricht sich der langjährige Kultur- und Wissenschaftsredakteur der taz für eine kontrollierte Freigabe aller Drogen aus. Im Interview mit dem ND-Mitarbeiter Fabian Lambeck spricht Bröckers über den Zusammenhang zwischen Drogen, Geheimdiensten, Banken und Terror.
ND: In Ihrem Buch »Die Drogenlüge« fordern Sie die Freigabe und Legalisierung sämtlicher Drogen. Kokain im Kaufhof – ist das wirklich die Lösung des Drogenproblems?
Bröckers: Kokain im Kaufhof wäre in der Tat gefährlich. Noch gefährlicher wäre es, Werbung für Drogen zu erlauben. Eine Legalisierung aller Substanzen muss mit einem Reklameverbot und einer kontrollierten Abgabe verknüpft werden. Das heißt, wenn wir über die Legalisierung von Drogen reden, dann geht es nicht darum, sie dem freien Markt zu überlassen. Wenn Werbung für Kokain gemacht wird und das weiße Pulver in jedem Supermarkt verkauft wird, kann das natürlich zu einem schweren Missbrauchsproblem führen.
Wie kann man das verhindern?
Eine Legalisierung muss einhergehen mit einem strikten Werbeverbot – auch für Alkohol und Zigaretten – sowie natürlich mit einer alterskontrollierten Abgabe dieser Substanzen. Außerdem sollten wir das gesamte Geld, welches wir durch das Ende der Prohibition einsparen, in Präventionskampagnen stecken. Read more
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30 Jan |
Buchvorstellung “Die Drogenlüge” Uncategorized
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Worum es in meinem jüngsten Buch “Die Drogenlüge” im Allgemeinen geht erschließt sich mit einem vergrößernden Klick auf die untenstehende wunderbare Grafik von David McCandless – im Besonderen geht es darum, dass in dieser großen, weiten Welt der Drogen einige Substanzen als illegal eingestuft sind und weltweit strafrechtlich verfolgt werden. Vor ziemlich genau 100 Jahren, im Jahr 1909, brachte eine internationale Opiumkommission das erste Globalisierungsgesetz auf den Weg, das Verbot von Drogen. Ein Jahrhundert später ist dieses Verbot nicht nur sozial- und gesundheitspolitisch gescheitert, sondern unterminiert durch seine Nebenwirkungen die Rechtsordnung und Gesellschaft in vielen Regionen der Welt: Drogengeld ist die Hauptfinanzquelle des internationalen Terrorismus und der organisierten Kriminalität. Die Kosten des Verbots übertreffen bei weitem die gesellschaftlichen Schäden des Drogenkonsums. Nur ein Ende der Prohibition und die konsequente Legalisierung aller Drogen kann diese Spirale von Schwarzgeld, Gewalt und Terror stoppen.
Am kommenden Mittwoch, 2. Februar 2011, stelle ich das Buch im taz-Café vor. Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.
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20 Jan |
Das 9/11 Social Network Uncategorized
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Mein Freund und Kollege Daniel Hopsicker hatte in letzter Zeit häufiger Besuch von Journalisten und Autoren, die zum 10. Jahrestag der Terroranschläge noch einmal in Florida recherchieren, der letzten “Heimat” der meisten späteren 9/11-”Hijacker”, – wobei die meisten, wie in Sachen 9/11 traurige Routine, an Recherchen gar nicht interessiert sind. Sonst wäre Daniel Hopsicker nicht der einzige Reporter weltweit geblieben , der nach dem 11.9. in Venice Beach, wo Atta & Co. wohnten und fliegen lernten, seinen journalistischen Pfichten wirklich nachgekommen ist. Und z.B. alle Nachbarn, Vermieter, Taxifahrer, Fluglehrer, Ladenbesitzer usw. befragte, mit denen die jungen Araber während ihres einjährigen Aufenthalts in der kleinen Rentnergemeidne Kontakt hatten – wobei sich von Anfang an zeigte, dass die Ergebnisse seiner Recherchen nicht wirklich mit dem öffentlichen Narrativ religiös motivierter Islamisten übereinstimmte. Weshalb auch seine weiteren, diese Widersprüche belegenden und verstärkenden Reportagen keinen Einzug in die Mainstream-Medien fanden. Nicht weil sie schlecht recherchiert waren, sondern weil sie über das un-islamistische Verhalten von Atta & Co. hinaus den Blick auch auf ein anderes Netzwerk als “Al Qaida” lenkten, mit dem Mohamed Atta und seine Kameraden verbunden waren. In seiner neuen Video-Dokumentation nennt Daniel Hopsicker dieses Netzwerk mangels eines Namens “The New American Druglords” - und in einem aktuellen Artikel schreibt er über das 9/11-Social-Network
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23 Dec |
Keef forerver! Uncategorized
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“Beggar’s Banquet” von den Rolling Stones war – Weihnachten vor 42 Jahren – meine erste LP und Keith Richards mein Held. Seit ich meine Wanderklampfe mit Tonabnehmer an die alte Grundig-Musiktruhe anschloß und an den Röhren rumfrickelte, um ein bißchen Verzerrer reinzukriegen, bewundere ich seinen Sound. Und natürlich die Licks und Riffs, die er aus der Ahnengalereie von Robert Johnson und Hank Williams bis Chuck Berry adaptiert hatte und die zum Markenzeichen der Stones wurden. Es gibt tausend bessere Gitarristen, Hochgeschwindigkeits-Gniedler, Fingerartisten, aber bei keinem reichen drei Takte des Intros und der Sound ist unverkennbar: Keith! Read more
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8 Nov |
Drogenbekämpfung ist gefährlicher als Drogen. Uncategorized
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Ich weiß nicht, ob Tom Koenigs “Die Drogenlüge” schon gelesen hat, sein lesenswerter Beitrag in der heutigen “Frankfurter Rundschau” jedenfalls kommt genau zum selben Schluß:
“Die Konsequenzen der Drogenbekämpfung sind gefährlicher als die Drogen selbst. Keine andere politische Strategie bringt Kriminellen, Terroristen und korrupten Beamten so viel Ertrag ein wie die Drogenprohibition. Kein anderes politisches Konzept erzeugt so viel Gewalt, Korruption und die Ausbreitung von HIV/Aids, Hepatitis und anderen Krankheiten.Nach Jahrzehnten erfolgloser Drogenpolitik ist radikales Umdenken nötig. Als die Alkohol-Prohibition in den USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer mehr Opfer forderte, Kriminalität und Banden hervorbrachte, die den Rechtsstaat bedrohten, setzten sich einige mutige Politiker für die damals höchst umstrittene Entkriminalisierung von Produktion, Handel und Konsum von Alkohol ein. Die weltweit steigende Zahl der Opfer, die Unregierbarkeit der Narco-Staaten, die Verbindungen zum Terrorismus und die hohen Infektionsraten bei HIV/Aids sollten uns überzeugen, zu Beginn des 21. Jahrhundert mit anderen Drogen ebenso mutig zu sein.”
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16 Sep |
Die Drogenlüge und der Sündenfall Uncategorized
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Das neue Buch “Die Drogenlüge” ist seit einigen Tagen in der Auslieferung, Telepolis hat heute einen Auszug aus dem Kapitel veröffentlicht, dem der Titel des Buchs entstammt. Es handelt von der Erfindung der Drogensucht und des Süchtigen als Kranken und Kriminellen:
“Der ersten Lüge über Drogen begegnen wir bei Adam und Eva, denen der Herr des Paradieses droht, dass sie sterben müssten, wenn sie die Früchte vom Baum der Erkenntnis äßen. Doch tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Der Genuss der verbotenen Frucht erweitert ihr Bewusstsein, sie werden sich ihrer selbst und ihrer Körperlichkeit bewusst. Erst mit der Übertretung des Verbots also, mit der Entlarvung der Drogenlüge, werden die Menschen überhaupt zu Menschen. Die jüdisch-christliche Mythologie hat dieses Ereignis seit jeher als “Sündenfall” interpretiert und aus dieser “Erbsünde” zwei große Tabus abgeleitet: das Tabu des Körpers und der Sexualität sowie das Tabu des Bewusstseins und seiner Erweiterung durch “Pflanzen der Götter”. Read more
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7 Sep |
Die Drogenlüge Uncategorized
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Im Jahr 1909 wurde das erste Globalisierungsgesetz auf den Weg gebracht: die Prohibtion von Drogen.Ein Jahrhundert später ist dieses Verbot nicht nur sozial- und gesundheitspolitisch gescheitert, sondern unterminiert durch seine Nebenwirkungen die Rechtsordnung und Gesellschaft in vielen Regionen der Welt. Das ist das Thema meines nächsten Buchs, das am 15. September erscheint : “Die Drogenlüge – Warum Drogenverbote den Terrorismus fördern und Ihrer Gesundheit schaden”.
Im Folgenden ein Auszug aus der Einleitung:
Am Anfang war das Drogendelikt. Eva und Adam nahmen von der verbotenen Pflanze und wurden mit der Vertreibung aus dem Paradies bestraft. Theologen mögen einwenden, dass dies eine allzu profane Deutung des Sündenfalls sei, doch wenn wir die Geschichte aus dem Buch Genesis beim Wort nehmen, kann kein Zweifel daran be stehen, dass es sich bei der verbotenen Frucht um eine psychoaktive, bewusstseinsverändernde Pflanze – eine Droge – handelt. Und ebenso klar ist, dass Eva und Adam über ihre Eigenschaften im Dunkeln gelassen wurden: Die Autorität im Garten Eden hatte die Pflanze verboten, weil ihr Genuss angeblich tödlich sei. Mit dieser noblen Lüge – »nobel«, weil Gott per se nur das Beste für seine Ge- schöpfe im Sinn hat, und »Lüge«, weil es sich um Desinformation handelte – steht und fällt die ganze Dramaturgie der Geschichte. Denn was wäre geschehen, wenn Gott die Paradiesbewohner über »Risiken und Nebenwirkungen« des Präparats vom »Baum der Erkenntnis« sachgemäß aufgeklärt hätte? Eines kann man mit Sicherheit sagen: Der Menschheit wäre viel Ärger erspart geblieben. Vielleicht hätten die beiden es erst einmal Read more






