30
Jul, 2013

Fukushima: Tödliches Schweigen

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Knapp zweieinhalb Jahr nach dem Desaster in Fukushima und nahezu dauerhaftem Schweigen über die Fortsetzung und Verschärfung der Katastrophe mußte der Betreiber des zerstörten AKWs jetzt zugeben, dass Radioaktivität ins Grundwasser gelangt ist. Die Belastung mit den gefährlichen Isotopen Caesium und Tritium ist mittlerweile höher als in den Tagen nach der Katastrophe. Bis vor kurzem hatte der Betreiber TEPCO noch beteuert, dass die Verseuchung des Grundwassers wegen des Stahl,-und Betonfundaments der Reaktoren unmöglich sei.   Doch es werden Megatonnen verseuchten Wassers täglich in den Pazifik gespült,  was Fukushima zu einem globalen Problem macht – und   TEPCO auch schon lange bekannt war, aber nicht kommuniziert wurde, weil man die Bevölkerung “nicht beunruhigen” wollte. Man läßt sie lieber stillschweigend krepieren – und gewöhnt den Rest der Welt an den perversen Zynismus von Zeilen wie die Überschrift des oben verklinkten Spiegel-Artikels:  “Atomaufsicht will Überwachung verschärfen”. Als ob “Überwachung” die kontinuierliche radioaktive Verseuchung des Ozeans, die technologisch nicht gestoppt werden kann, in irgendeiner Weise verhindern könnte. Doch Vokabeln wie “Überwachung”, “Aufsicht”,  “Sicherheit” usw. tragen zur stetigen Verharmlosung des wachsenden Desasters bei – das bei uns natürlich NIEMALS passieren kann -  und ermöglichen eine unverantwortliche Politik, die in Japan die stillgelegten Reaktoren wieder ans Netz bringen und in der EU zu einem Beschluss führen kann, den Neubau von AKWs nicht zu verbieten, sondern zu fördern. Um diesen von Lobbyisten korrumpierten EU-Bürokraten etwas entgegenzusetzen braucht es statt des Schweigens der Medien nur  Informationen über das Ausmaß der Katastrophe und die erschreckende Realität vor Ort – wie etwa in diesem aktuellen Video über die Geisterstadt Fukushima.

29
Mar, 2011

Die Gemeinplätze der Atomfreunde

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Dass eine Kernschmelze in Fukushima stattgefunden hat, wovon Experten seit längerem ausgehen,  hat die japanische Regierung nun erstmals zugegeben -  sie sei aber gestoppt worden. Was genau in den Reaktoren vorgeht, weiß aufgrund der kryptischen Informationspolitik niemand wirklich genau, klar ist aber, dass die Prozesse dort nach wie vor völlig außer Kontrolle sind und die Strahlung derart hoch, dass Rettungstrupps kaum arbeiten können. Wie der Regierungsprecher im  Blaumann sagte könne es “Monate, wenn nicht  Jahre” dauern, die durchgebrannten Reaktoren zu sichern; die Bevölkerung im Umkeis von 20 Kilomteren wurde aufgefordert, nicht in ihre Häuser zurückzukehren. Greenpeace und die US-Atombehörde bezweifeln unterdessen, dass diese Schutzzone ausreicht und halten 50 oder sogar 80 Kilometer für angemessen. Nachdem jetzt erstmals auch  Plutoniumspuren gemessen wurden, d.h. die giftigsten und hochaktivsten Nuklearstoffe überhaupt freigesetzt wurden, zeichnet sich ab, dass die gesamte Region für lange, lange Zeit  unbewohnbar bleiben wird.  Plutonium hat eine Halbwertzeit von 24.000 Jahren. Read more

27
Mar, 2011

Mappus stillgelegt

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Während pünktlich zum Atom-Wahlsonntag in Deutschland die letzten Hoffnung dahinschmelzen, dass im Kraftwerk Fukushima ein Mega-Tschernobyl noch zu verhindern ist, kommt die erste Hochrechnung aus Baden-Württemberg – mit einem historischen Ergebnis:   46 Jahren CDU-Herrschaft sind beendet,  Mappus ist stillgelegt, zum ersten Mal wird  (wie es derzeit, 19.00, aussieht) ein Bundesland künftig von einem grünen Ministerpräsidenten regiert. Die Katastrophe in Japan hat vorallem Nichtwähler mobilisiert und diese haben dann  vorallem gegen Atomkraft, also  Grün  gewählt.  Auch in Rheinland-Pfalz, wo künftig Rot-Grün regieren wird.

Die historische Niederlage  der ehemaligen “Wirtschaftsparteien” CDU/FDP im reichsten deutschen Bundesland ist auch eine ihrer neo-liberalen Ideologie – dass “Wirtschaft” immer auch “Nachhaltigkeit” heißen muß, dass “ökonomisch” immer mit “ökologisch” zusammengedacht werden muß, dieser Trend scheint in  Deutschland nach diesem Wahlabend unumkehrbar. Dass das schnelle Abschalten der ältesten Reaktoren nicht “rational” gewesen sei – wie sich das Schnelle Brüterle der FDP vor seinen erzürnten Bossen beim BDI letzte Woche entschuldigt hatte -  ein solches Verständnis von Rationalität scheint nach den immer neuen Horrormeldungen aus Fukushima endgültig reif für’s Endlager. Ebenso wie das bei den Wahlverliereren heute abend wohl noch häufig zu hörende Statement, die Wähler hätten eben “emotional” reagiert, und wegen ihrer “Atomangst” die großartigen Erfolge der Regierung nicht honoriert. Bullshit. Die Wähler im Ländle können zwar kein Hochdeutsch, aber sie können wählen – mit Verstand. Denn Atomkraft ist nicht nur ein ökologisches Desaster – sie rechnet sich auch nicht !!! Und so etwas spürt der sparsame Schwabe eben ganz genau…

Jetzt aber ab zur Elefantenrunde – und danach auf 3 sat heute der großartige Western mit der besten (Bob Dylan-)Filmmusik aller Zeiten: Pat Garett jagd Billy the Kid.

17
Mar, 2011

“Wir sind Sonnenkinder!”

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Auf dem Wind, auf ein paar Wasserwerfern und einem Trupp todesmutiger Kamikaze-Helfer ruhen zur Zeit die letzten Hoffungen, die atomare Apokalypse in Fukushima noch zu verhindern. Nach dem schrecklichen Tsunami, der Zehntausende das Leben kostete und die halbe Küste verwüstete, droht nun auch eine großflächige radioaktive Verseuchung. Die Zerstörungen des AKWs, die in aktuellen Videos heute zu sehen waren, sind immens, und relativieren die gute Nachricht des Nachmittags, dass es gelungen ist, die Anlage wieder an das Stromnetz anzuschliessen. Denn es wäre ein kleines Wunder, wenn die Pump,-und Umwälzsysteme in den teilweise völlig zerstörten Gebäuden noch intakt sind und eine normale Wasserkühlung der Reaktoren wieder möglich wird. Read more

15
Mar, 2011

Fukushima ist überall

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Japans Premier Naoto Kan hat die Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima scharf kritisiert: “Das Fernsehen berichtet von einer Explosion. Aber dem Büro des Premiers wird eine Stunde lang nichts gesagt”, melden die Newsticker heute morgen, nachdem in der Nacht einer weiteres Feuer ausgebrochen ist und ein weiterer Reaktor explodierte. Dabei wurde auch die innere Reaktorhülle beschädigt.  Die Strahlung im Umkreis von 100 Kilometern lag am Morgen schon 10-fach über Normal; die Hoffnungen, dass der Störfall eingedämmt und die Reaktoren unter Kontrolle gebracht werden können, schwinden dahin:  am Tag vier nach der Katastrophe ist die Lage in Fukushima dramatischer als zuvor. Read more

13
Mar, 2011

Die Vorteile von Fukushima

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Informationen (zur Vergrößerung auf das Bild klicken) von der Website der Präfektur Fukushima : “Fukushima supplies a stable industrial infrastructure with few earthquakes and disasters, as well as plentifull water resources.”

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