23
Dec, 2011

“Gib mir die Welt plus 5 Prozent”

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Warum wir aus der Zinsenfalle niemals herauskommen. Ein lehrreiches Stück “Warum überall Geld fehlt”:

13
Nov, 2011

Und vergib uns unsere Schulden…

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Das Interview mit Margit Kennedy  über “Geld ohne Zinsen und Inflation”, das ich vor kurzem wiederentdeckt und verlinkt hatte, erschien 1986 in der Zeitschrift “Übermorgen”. Es hat dann doch etwas länger als zwei Tage gedauert, aber nach 25 Jahren ist das Thema dann auch in der FAZ angekommen, namentlich beim Herausgeber Frank Schirrmacher, der in der heutigen Sonntagszeitung über das Buch “Debt – The First 5000 Years” von David Graeber schreibt. Seiner Begeisterung ist anzumerken, dass er bei der Lektüre das eine oder andere Heureka-Erlebnis hatte und zum ersten Mal den unserem Geldsystem inhärenten Systemfehler erkannt hat:

“Graebers Text ist eine Offenbarung, weil er es schafft, dass man endlich nicht mehr gezwungen ist, im System der scheinbar ökonomischen Rationalität auf das System selber zu reagieren.Diese Tautologie hat in den letzten Monaten im Zentrum eines funktionsunfähigen Systems dazu geführt, dass praktisch alle Experten einander widersprechen und jeder dem anderen vorwirft, die Krise nicht zu verstehen. Diese enorme Entmündigung hat nichts mehr mit Rationalität, sondern mehr mit Intuition, nichts mehr mit Wissenschaft, sondern mit Theologie zu tun.”

Der Ausbruch aus diesem irrationalen Glaubenssystem, aus diesem Realitätstunnel, steht in der Tat an – dafür ist “#Occupy” weltweit angetreten und langsam aber sicher scheint es auch in die klügeren Köpfe sickern, dass mit Geldschöpfung aus Nichts kein stabiles Wirtschafstsystem geschaffen werden kann, sondern nur eins: eine zuerst “nur” verschuldete und dann defintiv versklavte Gesellschaft. Wer den Schirrmacher-Artikel gelesen hat kann sich die schwarze Magie der Geldschöpfung noch einmal in einem erhellenden Video zu Gemüte führen.

26
Oct, 2011

The Only Solution is World Revolution

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“The only solution is WorldRevolution” heißt es auf der Website von Occupy Wallstreet und weiter:

“Occupy Wall Street is leaderless resistance movement with people of many colors, genders and political persuasions. The one thing we all have in common is that We Are The 99% that will no longer tolerate the greed and corruption of the 1%. We are using the revolutionary Arab Spring tactic to achieve our ends and encourage the use of nonviolence to maximize the safety of all participants. This #ows movement empowers real people to create real change from the bottom up. We want to see a general assembly in every backyard, on every street corner because we don’t need Wall Street and we don’t need politicians to build a better society.”

Anders als “from the bottom up”, ganz von unten, läßt sich eine demokratische Gesellschaft nicht aufbauen. Wenn das System der Repräsentation, die Volksvertreter, korrupt geworden sind, hilft nur die Vollversammlung an jeder Straßenecke. Anders als die meisten Medien und Journalisten, die die Führer,- und Forderungslosigkeit der Bewegung beklagen – und anders auch als die selbsternannten Experten, die schon genau wissen, wer diese Bewegung wohin steuert – scheinen mir diese Prinzipien von #ows der einzig richtige Ansatz zu sein, um tatsächlich eine Weltrevolution in Gang zu setzen. Wie das eigentlich geht, weiß  niemand – und diejenigen, die versucht haben, ihre Theorien darüber in die Praxis umzusetzen sind in der Geschichte gnadenlos gescheitert. Deshalb ist auch die Theorie,- und Ideologielosigkeit der Bewegung und die Weigerung sich von Partei,-oder Lobbyinteressen instrumentalisieren zu lassen, absolut richtig, ebenso wie das Konsensprinzip in den Vollversammlungen, sowie das Prinzip der Gewaltfreiheit. Anders geht’s nicht, wenn man von unten anfangen muß. Kompromisse – Realpolitik – kommen früh genug. Read more

19
Oct, 2011

Die wichtigste Bewegung der Welt

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Vorletzte Woche besuchte die Autorin Naomi Klein  (2008 erschien ihr unbedingt lesenswertes Buch “Die Schock-Straegie” ) die Besetzer auf der Liberty Plaza in Manhattan und hielt eine (mit “human microphon” verstärkte) Rede, die jetzt auf deutsch übersetzt vorliegt: “Lasst uns diese wunderbare Bewegung so behandeln, als ob sie die wichtigste Sache der Welt wäre. Weil sie das auch wirklich ist.”

In der Tat, denn “wir sind der Markt” :  “Die “Märkte”, gegenüber denen sich die Politik ohnmächtig stellt, sind ein Fetisch.” – und wir, die 99 %, müssen den aufgeblähten Finanzsektor loswerden um nicht vollends von ihm erdrückt zu werden. Dazu müssen zuerst diejenigen Bank$ster und Finanz-Mafiosi vor Gericht, die die aktuelle Krise mit ihrem Betrugsschema gezielt verursacht haben – der Rechtsstaat, der Staatsanwalt,  ist hier gefordert, wie David DeGraw (Wallstreet-Besetzer, Autor, Blogger) im untenstehenden Video deutlich macht. Dieser Aufstand ist definitiv keine Frage von Links oder Rechts, es geht um Größeres und Grundsätzlicheres als um politische Gestaltung und Parteiinteressen – es geht darum, eine kleine Bande von Finanzterroristen, die die Politik gehijackt hat und die gesamte Bevölkerung erpresst, hinter Schloß und Riegel zu bringen. Und sodann ein Geld,-und Finanzsystem zu schaffen, das einen solchen Großbetrug künftig verhindert.

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21
Aug, 2011

Gelduntergang im globalen Dorf

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Angesichts des “Finanzkrise” genannten Raubzugs der Banken,- und Finanzelite, der ganze Nationen in Elend und Chaos treibt,  erkennen langsam auch die Köpfe des konservativen Leitmediums FAZ – zum Beispiel  hier, hier und hier -  dass es so nicht weitergehen kann, weil die (von der Linken stets angeprangerte)  neoliberale Umverteilung von unten nach oben auf nichts anderes als ein klassisches Feudalsystem zusteuert. Stellt sich doch  “in der Schuldenkrise die Frage, ob und mit welchen Mitteln die Wohlhabenden versuchen werden, ihre Position auch um den Preis einer massiven sozialen und politischen Krise zu verteidigen. Wir können nicht ausschließen, dass sie die Schrift an der Wand auch weiterhin nicht verstehen wollen.”

Wenn derlei Aufrufe zum Klassenkampf  nicht in der taz sondern in der FAZ stehen scheinen sich die Zeiten zu ändern – und dass die “poor boys” in London zufällig die Häuser mit den Büros von “progressiven”  Musiklabels (Rough Trade) abfackeln  könnte darauf hindeuten, dass es für die “Street Fighting Man” demnächst schlicht nicht mehr reicht für  Rock’Roll Bands zu singen… und sie wie in sleepy London town überall massiv aktiv werden. Solange, bis die Politik die Schrift an der Wand verstanden hat – und die Spielregel ändert, die für das grundlegende und unausweichliche Ungleichgewicht verantwortlich ist: das Geldsystem. Read more

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