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10 Apr |
Der Baron verschanzt sich im Lügenschloß Uncategorized
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Dass es sich bei Karl Theodeor zu Guttenberg nicht nur um einen falschen Doktor, sondern um einen durch und durch falschen Fuffziger handelt, hatten wir im Rahmen dieses Blogs ja schon des Öfteren insinuiert, jetzt hat der verlogenen Freiherr erneut einen Beweis für seine Doppelzüngigkeit abgelegt. Er versucht die Universität Bayreuth daran zu hindern, ihr für Ende April angekündigtes Gutachten über das Plagiat zu veröffentlichen. Weil angeblich schon Ergebnisse des Berichts an die Öffentlichkeit gelangt seien, wittert sein Anwalt eine “Vorverurteilung” seines Mandanten. Damit nimmt die Seifenoper um Graf Googelberg eine weitere abstruse Wendung, denn die Fakten sind dank der kollaborativen Qualtiätssicherung von Guttenplag-Wiki längst bekannt: auf 371 von 394 Seiten wurden Plagiate entdeckt. Dass es sich bei derart massivem Copy & Paste nicht um versehentliche Zitierfehler, sondern um eine vorsätzliche Fälschung handelt – um zu diesem Schluß zu kommen braucht kein Gutachter irgendeine Lupe. Dennoch läßt der Freiherr seinen Anwalt nach wie vor von “haltlosen Vorwürfen” schwafeln. Die Staatsanwaltschaft Hof hält sich mit einer Anklage bis heute zurück und will das Gutachten der Universität abwarten. Da keiner der in der Disseration plagiierten Autoren Anzeige erhoben habe, müsse dann das öffentlich Interesse an einer Anklage geprüft werden. Wenn es in der Justiz mit halbwegs rechten Dingen zugeht kann diese Prüfung nur genauso eindeutig ausfallen wie die der bewußten Fälschung der Dissertation.
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1 Mar |
Wiki Killed The Mediastar Uncategorized
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(1 Update) Video Killed The Radio Star hieß ein schöner Popsong, der Ende der 1970er den technologischen Sprung vom Radio zum Video, den Aufstieg von MTV, thematisierte – und ähnlich könnte man über 30 Jahre später jetzt wieder texten, nachdem das GuttenPlagWiki den Superstar der alten Medien zur Strecke gebracht hat. Wiki Killed the Mediastar. Die alte Schule der politischen Skandalbewältigung – Abstreiten, Kleinreden, Aussitzen und immer auf das “Vergessen” der Medien hoffen – hat ebenso versagt,wie noch die von Gerhard Schröder dumpf beschworenen Hauptwerkzeuge postmoderner Regierungskunst, “Bild” und “Glotze”. Ohne das Web 2.0, ohne die Schwarmintelligenz des Wiki, wäre der Fälscher und Hochstapler zu Guttenberg immer noch im Amt und mit diesen alten Methoden und Werkzeugen vermutlich sogar durchgekommen. Read more
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18 Feb |
Plagiatgate Uncategorized
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(mit 2 Updates) Nachdem das Plagiats-Wiki jetzt schon über hundert 250 haarsträubende “Zitierfehler” in der Dissertation Guttenbergs aufgedeckt hat, hat der Wehrminister die denkbar dümmste Verteidigungstrategie gewählt. Er streitete weiterhin “mit Nachdruck” ab, dass es sich bei seiner Arbeit um ein Plagiat handelt . Sie sei “in mühevollster Kleinarbeit” entstanden und über Fehler sei “er selbst am unglücklichsten”. In seiner Erklärung vor handverlesenen Journalisten wagt er sich indessen auf sehr dünnes Eis: “Es wurde allerdings zu keinem Zeitpunkt bewusst getäuscht oder bewusst die Urheberschaft nicht kenntlich gemacht”, behauptet er – aber das ist bei der Masse und der Art der einkopierten und nicht kenntlich gemachten Fremdtexte schlechterdings unmöglich. Oder anders gesagt: wer hundert Mal die Anführungszeichen oder Quellenangaben “unbewusst” vergißt ist schon aufgrund dieser mentalen Disposition ungeeignet für jede akademische Arbeit und zumal einen Doktortitel. Read more
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16 Feb |
Freiherr von Copy zu Paste, Doktor Sub Omni Canone Uncategorized
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(mit 2 Updates) Um neben dem ererbten “Freiherr” noch einen echten “Doktor” vor den Namen setzen zu können lieferte Verteidigungsminister Guttenberg 2006 eine Doktorarbeit zum Thema “Verfassung und Verfassungsvertrag” ab, die von der Universität Bayreuth mit “summa cum laude” bewertet wurde. Jetzt stellte sich heraus, dass die Prüfer einige schwerwiegende Mängel übersehen haben, die jede wissenschaftliche Arbeit und zumal eine Dissertation disqualifizieren: lange Passagen sind aus anderen Werken kopiert. Schon in der Einleitung hatte sich Herr Baron erlaubt was jedem Studierenden im ersten Semester um die Ohren gehauen würde: er kupferte im Wortlaut, nur mit leichten Umstellungen im Satzbau, aus dem Artikel einer Politikwissenschaftlerin aus der FAZ ab. Wissenschaftliche Arbeit nach Gutsherrenart – unter aller Kanone aber natürlich summa cum laude, wie alles was unser Superminister anpackt. Die Plagiatsvorwürfe hat Guttenberg als “abstrus” zurückgewiesen : „Die Anfertigung dieser Arbeit war meine eigene Leistung.“ Read more




