13
Jun, 2013

Zar Alexander’s Amercian Gestapo

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http://www.veteranstoday.com/2008/12/25/open-letter-to-the-american-gestapo/

(Mit 3 Updates) Auch wenn Keith Alexander  “nur” ein Vier-Sterne-General ist,wird der Direktor der National Security Agency (NSA)  auch “Zar” oder “Kaiser” Alexander genannt – und das nicht zu unrecht, denn er gebietet nicht nur über Zehntausende von Mitarbeitern und ein Jahr für Jahr wachsendens Milliardenbudget, sondern auch über ein Reich, dessen Augen und Ohren sich über die gesamte Welt erstrecken. Und dessen Macht nicht nur aus den Terrabites von Daten besteht, dass sie täglich überall absaugen, sondern auch aus eigenen und geheimen Batailonen der Navy, Air Force und Armee. “Never before has anyone in America’s intelligence sphere come close to his degree of power, the number of people under his command, the expanse of his rule, the length of his reign, or the depth of his secrecy”, schreibt James Bamford in einem ausführlichen  Porträt über den wahrscheinlich mächtigsten Mann der Welt, der dank des Whistleblowers Edward Snowden jetzt erstmals in den Fokus der Öffentlichkeit geraten ist. Und diese beschwichtigt, dasss er mit der Massenbespitzelung und dem aggressiven  Cyberwar natürlich nur Gutes tut und  schon etliche Terroranschläge verhindert habe. Ist ja klar -  und weil es niemand überprüfen kann beten die Medien diese Schutzbehauptung natürlich brav nach. Nachfragen? Besser nicht. Denn sobald jemand genauer hinschaut, wie wenigstens zwei “Guardian”-Journalisten es taten, stellt man fest: die NSA-Überwachung  spielte bei der Verhinderung von Terrorismus kaum eine Rolle. Aber irgendwie muß Zar Alexander  seinen milliardenschweren Gestapo-Zirkus ja begründen und da reichen die Buzz-Words  “9/11″ und “Terror” in der Regel aus, um den zur Stenographieabteilung verkommenen Medienmainstream zu befriedigen. Diese Un-Journalisten sind sich auch nicht zu schäbig, den mutigen Whistleblower Edward Snowden  mit Dreck zu beschmeissen, wie sie es mit Julian Assange und Bradley Manning auch schon getan haben und tun – und dem durchgeknallten Abgeordneten des US-Kongresses Peter King ein Forum zu bieten, der fordert, nicht nur Edward Snowden, sondern auch Glen Greenwald – einen der letzten echten Journalisten der USA – strafrechtlich zu verfolgen, weil er die Geschichte publiziert hat. Dass nicht Leute wie dieser Abgeordnete dem Volk und der Demokratie dienen, sondern Menschen wie Edward Snowden und Bradley Manning, die im Namen des Staats begangene Vebrechen aufdecken, liegt auf der Hand. Dem Pseudo-Demokraten Barack Obama indessen, der kommende Woche nach Berlin einfliegt  und am Brandenburger Tor über Freiheit und Demokratie sprechen will, sollte man das Mikrofon abstellen: er hat in seiner Amtszeit mehr Whistleblower verfolgt als alle US-Präsidenten vor ihm zusammen.

Update: Und wie’s so ist, wenn zu Hause der Druck im Kessel steigt: da fängt man eben draußen einen kleinen Krieg an. In Syrien soll wg. Giftgas jetzt die rote Linie überschritten sein und das ehemalige Nachrichtenmagazin textet schon martialisch “Obama greift ein”.  Na prima, dem nächsten Krieg für Freiheit, Demokratie und Menschrechte steht also kaum noch was im Weg…

Update 2: Nicht nur zu der obigen Gestapo-Illu (von Veteranstoday) passend: Führer hört mit – Die NSA des Dritten Reichs

Update 3: Und woher kommen die privaten Firmen, die sich auf das massenhafte Abhören spezialisiert haben ? Sie kommen aus Israel und  sind außer mit  den großen US-Telecoms und der NSA auch mit zahlreichen Diktaturen weltweit im Geschäft. Mehr dazu in diesem Interview mit dem führenden NSA-Experten James Bamford.

4
Mar, 2011

Freiheit für Bradley Manning!

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Im Dezember und im Januar hatte ich hier schon einen Appell für Bradley Manning gepostet: Kriegsverbrechen anzuzeigen ist kein Verbrechen! - und auf die perversen Einzelhaftbedingungen hingewiesen, denen der eigentliche Held der Wikileaks-Veröffentlichungen ausgesetzt ist. Jetzt berichtet die “New York Times” von den Foltermethoden, mit denen die US-Army den Gefangenen gefügig machen und zu einer Aussage gegen Julian Assange bringen will. Am vergangenen Mittwoch mußte er nach Angaben seines Anwalts sieben Stunden lang nackt in seiner Zelle verbringen. Ebenfalls am Mittwoch wurde die Anklage gegen Bradley Manning auf 22 Punkte erweitert, darunter “aiding the enemy” (Unterstüzung des Feinds), worauf die Todesstrafe verhängt werden kann. Wofür ? Manning hat Dokumente weitergegeben, die Kriegsverbrechen im Irak aufgedeckt haben, darunter das “Collateral Murder”-Video und sich über seine Motive dafür deutlich  geäußert
:

(..)well, it was forwarded to [WikiLeaks] – and god knows what happens now – hopefully worldwide discussion, debates, and reforms – if not, than [sic] we’re doomed – as a species – i will officially give up on the society we have if nothing happens – the reaction to the video gave me immense hope; CNN’s iReport was overwhelmed; Twitter exploded – people who saw, knew there was something wrong . . . Washington Post sat on the video… David Finkel acquired a copy while embedded out here. . . . – i want people to see the truth . . . regardless of who they are . . . because without information, you cannot make informed decisions as a public.

Um weltweite Diskussionen, Debatten und Reformen auszulösen und weil er die Wahrheit für alle Menschen ans Licht bringen wollte “weil man ohne Informationen als Öffentlichkeit keine begründeten Entscheidungen treffen kann”  hat Mannings seinen Schritt gewagt – und die Weltöffentlichkeit muß ihm dafür dankbar sein. Nicht nur, weil er auf das grausame Morden im Irak aufmerksam gemacht hat, sondern auch weil  die Publikation der US-Diplomatenpost auf Wikileaks und die veröffentlichten Informationen über das gigantische Ausmaß der Korruption in Tunesien den Volksaufstand dort gefördert haben. Bradley Mannings ist ein Held und die Brutalität, mit der das US-Imperium diesen vorbildlichen Bürger in Uniform foltert und mit dem Tod bedroht, nur noch ekelerregend…

6
Jan, 2011

Kriegsverbrechen anzuzeigen ist kein Verbrechen

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Seit über 7 Monaten sitzt  der Soldat Bradley Manning, dem die Weitergabe von Geheimdokumenten an Wikileaks vorgeworfen wird,  in der U.S. Marine Base Quantico nicht nur  im Gefängnis, sondern wird auf 6,5 qm in Einzelhaft mit Schlafentzug einem Verfahren unterzogen, das man mit Fug und Recht Isolationsfolter nennen kann. Als Grund für diese inhumane Tortur, gegen die  jetzt auch eine Gruppe Psychologen beim Pentagon in einem offenen Brief protestierte, vermutet nicht nur Julian Assange, dass Manning weichgekocht werden soll, um als Belastungszeuge für eine Anklage wegen “Verschwörung” gegen Wikileaks und Assange herzuhalten. Hier kommt die  äußerst  dubiose Aussage der Hackers und FBI-Informanten Adrian Lamo ins Spiel, der von Mannings gehört haben will, dass Julian Assange  ihm bei den Datendownloads geholfen habe. Read more

17
Dec, 2010

Appell für Bradley Manning

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Manchmal, nein – meistens ist Schreiben ja  so etwas wie gegen den Wind pissen. Es bringt Erleichterung, nützt aber nichts und macht dann auch noch Ärger. Selten, mit über 30 Jahren als Schreiberling auf dem Buckel würde ich sogar sagen: sehr selten, hat man dann aber  doch mal das Gefühl, dass Argumente, Artikel, Wortmeldungen, Zwischenrufe  gehört werden, nützlich sind und Positives bewirken. Wenn auch nur millimeterweise, aber immerhin: meinem Zorn über das Schweigen der Medien zur Unterdückung von WikiLeaks haben sich jetzt taz, Freitag, Frankfurter Rundschau, Telepolis und weitere Medienorgane angeschlossen und einen “Appell für Wikileaks” publiziert. Das ist erfreulich, selbst wenn man einwenden könnte, dass solche Appelle  sich ja nun kaum von der oben gebrauchten windigen Metapher unterscheiden. Aber wiegesagt, es geht nur milimeterweise voran, und öffentlicher Protest war schon immer der erste (wenn auch nicht immer erfolgreiche) Weg zur Besserung. Read more

13
Dec, 2010

Die fünfte Gewalt

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“Wenn die “vierte Gewalt” von Macht-und Wirtschaftsinteressen korrumpiert ist und ihrem demokratischen Wächteramt nicht mehr nachkommt ist eine fünfte Gewalt nötiger denn je: Wikileaks!”

Dazu ist heute der nachfolgende Beitrag auf  “Telepolis” erschienen:

Was machen eigentlich “New York Times”, “Guardian” und “Spiegel” ? Da wird ihr Informant Julian Assange wegen einer windigen Anzeige international zur Fahndung ausgeschrieben und in Haft  genommen, da werden seiner Plattform Wikileaks die Server abgeklemmt und die Bank-und Kreditkartenkonten gesperrt – da wird also ein ein Medium, ein Organ der Presse, massiv und ohne rechtliche Grundlage seiner finanziellen und publizistischen Mittel beraubt, und die Großmedien, die eben noch mit Wikileaks-Informationen Auflage und Kasse gemacht haben, sagen dazu: Nichts ! ? Read more

8
Dec, 2010

Wikileaks: Unbezahlbar

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Nach den Internet Service Providern entdecken  die Finanzinstitiute jetzt auf einmal reihenweise, dass Wikileaks gegen Gesetze verstößt und sperren die Konten. Doch die Netzgemeinde läßt sich davon nicht erschüttern Read more

7
Dec, 2010

Wikileaks: Die Schwedenmädel-Falle

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Wenn man die schon im August erschienen Artikel über die zwei Wikileaks-”Groupies” liest, die sich in die Quere kamen und dann mit Strafanzeigen gegen ihren “Helden” Julian Assange verbündeten, könnte man das Ganze als typischen Zickenkrieg um einen  lonseome cowboy abtun. Wenn sie dann noch ihre Twitter-Einträge über die süße Zeit mit dem tollen Lover löschen und über einen 7-Punkte-Plan der Rache bloggen, scheint der Fall ziemlich eindeutig keiner für den Staatsanwalt, sondern einer für den Therapeuten,  spezialisiert auf christliche, feministische Aktivistinnen im Umfeld des sozialdemokratischen “Brotherhood Movement”, das den Wikileaks-Mitgründer als Referenten eingeladen hatte Read more

4
Dec, 2010

Wikileaks: Das Imperium im Nacktscanner

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“The first serious infowar is now engaged. The field of battle is WikiLeaks. You are the troops,” bekundete  Electronic Frontier Foundation-Gründer   John Perry Barlow gestern in einem Tweet an die Kommunikationsguerilleros an der elektronischen Front. Amazon hat die Wikileak-Server aus seiner Cloud verbannt, in Frankreich mußten sie ebenfalls abgestellt werden, jetzt sind sie in die Schweiz umgezogen und hier und hier (manchmal) zu erreichen, und was da Tag für Tag aus dem Leck tröpfelt ist alles andere als uninteressant. Read more

2
Dec, 2010

Das Leck ist die Botschaft

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Dass ich bei aller Skepsis und Kritik ein großer Fan der Wikileaks-Idee bleibe, hatte ich im letzten Posting ja bereits verkündet. Es kommt nicht darauf an, was die vorab informierten Großmedien aus den Dokumenten machen und dass es scheinbar nur Boulevardgeschichten sind, die da “enthüllt” werden, – es wird darauf ankommen, was “wir”, der interessierte Schwarm von Bürgern und Bloggern, daraus machen. Ein paar Schurnalisten durften früher ran und buddelten erstmal  Gaddafis Krankenschwester als ukrainisches Busenwunder aus – geschenkt, so läuft das halt im Medienbordell; auch dass  ein paar herausgepickte Puzzlesteine als Propaganda gegen die üblichen Verdächtigen (Iran) genutzt wird, ist nicht überraschend. Read more

28
Oct, 2010

“Ohne Medien ginge es uns besser!”

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“Die internationalen Medien sind ein Desaster. Wir sind in einer guten Position um politisch und historisch relevantes Material zu bekommen. Wir veröffentlichen es und sehen, welche Medien ein Echo geben und mit wie viel Ernsthaftigkeit. Wir sehen außerdem die Anstrengung, mit der die Informationen, die wir geben, unterdrückt werden. Mein Fazit ist, dass das Umfeld der internationalen Medien so schlecht und verzerrt ist, dass es uns besser gehen würde, wenn es keine Medien geben würde.”

Wo er recht hast, hat er recht - Interview mit Julian Assange heute in der taz

24
Oct, 2010

Fragen zu Wikileaks.

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Gestern erreichten mich drei Fragen zu Wikileaks, die ich mir nach kursorischer Lektüre der neuesten Irak-Enthüllungen und der “Wiederauerstehung” des Julian Assange so ähnlich auch stellte:

1. Welche organisierte Machtstruktur hat die Möglichkeit, vertrauliche Geheimdokumente wiederholt als Terabyte-Konvolut heranzuschaffen, um das “demokratische Frontend” der politischen Struktur bezogen auf seine Außenwirkung hin zu diskreditieren und zu destabilisieren?

2. Kann es sein, dass der Aufbau von “Credibility”, der künstliche Aufbau also von nachhaltig erscheinender Glaubwürdigkeit seitens WikiLeaks als eine Art zusammengebastelte “bürgerschaftliche Whistleblower-Site” einem späteren Zweck dienen soll, etwa und zum Beispiel das 9/11-Truth-Movement kognitiv zu infiltrieren, gerade im Hinblick auf den 2011 bevorstehenden 10. Jahrestag?

3.  Könnte es sein, dass dies mit der derzeit öffentlich propagierten Hochrüstung der Golfregion und des Nahen Ostens, mit dem absehbaren Ende der Obama-Ära und Planungen zu einem neuen Masterplan für “The next 9/11″ zusammenhängen könnte?

Sicher scheint jedenfalls, dass sowohl die veröffentlichten “Warlogs” aus Afghanistan wie auch die jetzt präsentierten Irak-Dokumente nichts enthalten, was nicht sowieso schon jeder wußte, im Großen und Ganzen. Anhand tausender Protokolle und Dokumente nun auch noch erfahren, wie die Bestialität und Grausamkeit dieser Kriege im Detail abläuft, mit wieviel Chaos und Terror sie diese Regionen überziehen, wieviel Tod und Leid sie der Zivilbevölkerung bescheren – geschenkt, so lange sich an der Strategie im “Great Game” nichts ändert. Und die zielt unverändert auf “Endsieg” im Irak, in Afghanistan und die Kontrolle des Öls im kaspischen Becken. Da mag das Pentagon angesichts der Wikileaks-Publikation noch so zetern und “Verrat!” kreischen – gefährdet sind die großen Ziele noch lange nicht, das Rüstungsbudget wird weiter wachsen.

Der Verdacht, dass eine ursprünglich offen und kooperativ konzipierte Whistleblower-Plattform infiltriert wird, indem man einer Person Tonnen von Geheimmaterial zuspielt, ihr damit innerhalb der Organisation eine Übermacht verschafft und so ein schwer kontrollierbares Netzwerk zentralisiert und steuerbar macht, kann einen angesichts des Personenkults um Assange schon überkommen. Dass auch Großmedien wie NYT und “Spiegel” ins Boot geholt werden um sich auf dem Wikileak-Trittbrett als “investigativ” und “kritisch” zu inszenieren und sich mit einem “limited hangout” – dem Zugeben von ein paar Kriegsgrausamkeiten, die ohnehin jeder ahnte – ein bißchen Credibility zu verschaffen, scheint ins Bild zu passen. Das heißt nun nicht – Verschwörungstheoretiker, obacht! – Wikileaks gleich und in Bausch und Bogen als verlängerten Arm von CIA und Big Oil zu verdammen, aber cum grano salis sollte man die süßen Lecks aus diesem Kanal künftig schon genießen. 9/11 ist und bleibt der Prüfstein.

Update: Eben entdeckte ich via Fefe noch dieses zu den obigen Vermutungen passende  Interview mit einem ausgeschiedenen Wikileak-Aktivisten.

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