17
Oct, 2012

Folter ? Scheichegal !

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Über Khalid Scheich Mohammed (KSM),  den in Guantanamo einsitzenden “Mastermind” und Kronzeugen der 9/11-Verbrechen und die Justizfarce mit der ein Militärgericht dort über seine Taten verhandelt, hatte ich zuletzt hier und hier berichtet. Obwohl unklar ist, ob es sich bei diesem Mann wirklich um KSM handelt, ist bekannt, dass er insgesamt 183 der Tortur des Waterboardings unterzogen wurde und dabei nicht nur Anschlag auf die Twin Towers, sondern auch weitere geplante Terrorattacken, auf den Papst und den Rest der Welt,  zugegeben haben soll. Die 9/11-Untersuchungskommission freilich durfte weder mit ihm noch mit den Folter-Experten sprechen, die diese Geständnisse aus ihm herausholten, sie bekamen nur die angeblichen Transkripte dieser Verhöre zu sehen – und diese auch nicht im O-Ton des Gefangenen, sondern  in Zusammenfassungen durch die CIA.  Dass es sich dabei um höchst zweifelhafte und keinesfalls gerichtsfeste Geheimdienst-Fiction und nicht um Fakten handelte, dämmerte den Kommissionären zwar durchaus – hinderte sie aber nicht daran, dass mehr als ein Viertel aller Fußnoten ihres Abschlußberichts KSM als alleinige Quelle ausweisen. Schließlich mußte das offizielle Narrativ mit einem “Geständnis” unterfüttert werden Daran darf bis heute nicht gerüttelt werden, und so entspann sich bei den Anhörungen des Känguruh-Courts in Guantanamo zwischen KSMs Pflichtverteidiger Schwartz und dem Richter folgender Dialog:

“We have to talk about torture,” Schwartz told the judge during day one of this week’s hearings.

“No we don’t,” Col. Pohl responded, prompting the defense attorney to insist otherwise.

“I think we do,” Schwartz fired back.

“I’m telling you I don’t think that’s relevant to this issue. That’s the end of that,” Pohl snapped back at the attorney. “Are you having trouble hearing me? Move on to something else!” the judge ordered.

11
Jun, 2012

Black 9/11

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Dirk Gerhardt aka Sitting Bull weist im 9/11-Archiv.net auf zwei neu erschienene Bücher  mit interessanten Informationen zum Thema hin. In Kill or Capture wird die These aufgestellt, dass das US-Militär die Prahlereien des angeblichen 9/11-Masterminds Khalid Scheich Mohamed (KSM) fürchtet und deshalb Tonabandaufnahmen seiner Gespräche mit Mitgefangenen nicht für das Militärgerichtsverfahren freigibt. Wer die Farce um KSM und dieses Pseudo-Verfahren verfolgt dürfte sich darüber nicht allzusehr wundern. Dass  die”offiziellen” Aussagen des 183-mal dem “Waterboarding” unterzogenen Gefangenen forensisch unbrauchbar sind, steht schon fest, seit die Folterbehandlung KSMs bekannt wurde – genau so sicher ist aber auch, dass sein inoffiziellen Aussagen gegenüber anderen Git’mo-Insassen durchaus der Wahrheitsfindung dienen könnten. Die Tatsache, dass das Pentagon sie unter Verschluß hält, läßt ihrerseits verschiedene Schlüsse zu, die Dirk wie folgt auflistet:

“Jemand beim US-Militär weiß, dass KSM zwar Pläne für einen Anschlag hatte, aber 9/11 eine von Schurken-Geheimdienstelementen gehijackte OP war. Und jede konkrete Aussage von KSM könnte diesen Sachverhalt prüfbar und damit erkennbar machen. Oder aber, dass herauskommen würde, dass KSM wie Ali Mohammed  mehr war als nur ein einfacher Terrorist, sondern tatsächlich selbst in einer Geheimdienst-Rolle aktiv war. (…) Oder aber, wie auch immer noch im Raum steht, es würde herauskommen, dass dieser KSM nur ein wirklicher Prahlhans wäre, da der echte 2002 bei seiner Gefangennahme getötet wurde und man nur irgendeinen Mockingbird-Kandidaten gefüttert mit ein paar Geheimdienstkenntnissen der OP Bojinka in Haft hat, wobei diese Variante, mit zunehmenden Dauer, mir persönlich immer unwahrscheinlicher erscheint. Aber irgendetwas ist es: Warum sonst sollte man sich so vor seinen Aussagen fürchten? In diesem Zusammenhang bitte auch meine These beachten, dass die Folter gezielt eingesetzt worden sein könnte, um KSM als glaubhaften Zeugen zu vernichten.”

Das Mysterium KSM bleibt nach wie vor ungelöst, wobei wir in diesem Zusammenhang noch einmal auf den Klassiker von Chaim Kupferberg und die Kurzfassung des Kollegen C.C.Walther “Scheichegal” verweisen möchten, sowie auf unsere Ausführungen über den “Kronzeugen” KSM in “11.9 – Zehn Jahre danach” und die entsprechenden Links dazu. Doch selbst wenn das Rätsel um diesen “Topterroristen” gelöst werden sollte, ist es nur ein kleiner und eher unbedeutender Teil der 9/11-Verschwörung. Das macht das zweite im 9/11-Archiv vorgestellte neue Buch deutlich , das ich mir gleich bestellte habe:  “Black 9/11 – Money, Motive and Technology”  Der  Autor Mark H.Gaffney in dieser 3-teiligen Serie A Walk On The Dark Side an, wie tief gegraben werden muß, um hinter die eigentlichen Täter dieses Massenmordes zu kommen. Dass KSM  und seine Kumpane in Guantanamo nicht die Puppenspieler sondern Marionetten sind wird jedenfalls mit jeder Nachricht über sie deutlicher.

22
Jul, 2011

Die Tophoven-Skala

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Eine Initiative in der Schweiz hat die Website 9/11 untersuchen.ch aufgelegt, auf der Politiker und BürgerInnen eine Neuuntersuchung der Verbrechen des 11.9. fordern. Der Tagesanzeiger hat darüber mit üblichen V-Wort-Gedröhn berichtet, was nicht weiter bemerkenswert wäre, wenn dort nicht auch der deutsche “Terrorismus-Experte” Rolf Tophoven zu Wort käme:

Der deutsche Terrorismus-Experte Rolf Tophoven hält Thesen, die Regierung Bush hätte 9/11 inszeniert oder zumindest nicht verhindert, für «puren Unsinn». «Wer wirklich wissen will, wie diese Vorhaben geplant und durchgeführt wurden, sollte die Ausführungen von Chalid Scheich Mohammed nach der Festnahme lesen, dem Drahtzieher hinter den Terrorattacken.»

Sie haben richtig gelesen. Schlag nach bei  Khalid Scheich Mohammed, der nach 183 Waterboarding-Sessions ein Geständnis abgelegt hat – und schon weißt du “wirklich”, wie 9/11 geplant und durchgeführt wurde. Wir haben diese money quote fettgedruckt, weil man sich den Satz  merken sollte, als Ouvertüre der grossen Osama-Oper und Auftakt der allgemeinen Al Qaida-Apologie, bei der in den kommenden Wochen aus tausenden Expertenmündern die 19 magischen Teppichmesser als Alleintäter besungen werden.  Was den dabei zu erwartenden Dünnpfiff betrifft, hat dieses Zitat schon mal eine Benchmark gesetzt, die schwer zu toppen sein wird  – 12 Punkte für Meister Tophoven auf der hiermit installierten und nach oben offenen “Tophoven-Skala” für 9/11-Bullshit.

Die Schweizer Zeitschrift “Zeitpunkt” hat den Beitrag mit Hinweis auf unser Buch kommentiert: Die Zweifel mehren sich- die Medien wehren sich

Update: Schon tingeln die  “Experten” nach den Anschlägen in Norwegen wieder durch die Nachrichten und fabulieren von islamistischen Schläfern. Die Topinvestigateure des ehemaligen  Nachrichtenmagazins  berichten von “Jubel über den Angriff in islamistischen Internetforen” – alles ganz in der Tradition des Fake-Videos jubelnder Palästinenser am 11.9.2001. Dass der verdächtigte Attentäter  ein konservativer Christ war – geschenkt! Fakten sind für die Pre$$titutes seit 9/11 ohnehin irrelevant – warum die Realität noch recherchieren, wenn man sie mit der dröhnenden Propaganda-Orgel selbst inszenieren kann…?

Update 2: Am Samstag um 19.20 wird in der Sendung bookmark auf 3-Sat unser neues Buch vorgestellt. Video hier

14
Jul, 2011

Der Kronzeuge

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Dass es sich bei dem offiziellen Narrativ des 11. September um eine unbewiesene Verschwörungstheorie handelt, ist schon anhand der Quellenangaben des Abschlußberichts der 9/11-Kommission beweisbar: mehr als ein Viertel der Fußnoten des Report weisen Khalid Scheich Mohammed als alleinige Quelle aus , doch der Kronzeuge konnte von der Kommission gar nicht verhört werden.  Selbst die Abgabe schriftlicher Fragenkataloge beantwortete die CIA nur mit Zusammenfassungen der angeblichen Antworten, jedoch nie mit wortwörtlichen Aussagen des Inhaftierten. Bestätigte aber, dass er nach insgesamt 183 Waterboarding-Sessions ein komplettes Geständnis abgelegt habe. That’s it. Man muß kein  Jurist sein um zu erkennen, dass eine solche Zeugenaussage für die Wahrhheitsfindung unbrauchbar ist -  und Journalist (im schlechtesten Sinne des Wortes) um eine  auf solchen Aussagen fußende Legende ohne jede Nachfrage als Realität zu verkaufen.

Ein weiteres Kapitel aus unserem neuen Buch,  über den Phantom-Kronzeugen KSM,  ist heute auf Telepolis erschienen . Seit gestern  sind  auch sämtliche Anmerkungen und Links des Buchs online.

1
Jul, 2011

CIA atmet auf: Foltern ist o.k.!

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Da völkerrechtliche und rechtsstaaliche Minimalstandards im US-Imperium  kontinuierlich vor die Hunde gehen, können jetzt auch die Folterknechte der CIA beruhigt sein: von 101 Fällen “verschärfter” Verhöre, die von der Staatsanwaltschaft zwei Jahre lang untersucht wurden, kommt es in 99 nicht zu einer Anklage. Da es sich bei den anderen Fällen um Folterspezialisten privater Vertragsunternehmen handelt, können die CIA-Folterer nunmehr offiziell aufatmen. Read more

5
Apr, 2011

Scheichegal

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Der angebliche 9/11- Chefplaner, Khalid Scheich Mohamed (KSM), der nach 183 Waterboarding-Sessions in Guantanamo angeblich ein vollständiges Geständnis ablegte, das die offizielle Version der Ereignisse angeblich vollständig bestätigte, soll nun doch nicht einem ordentlichen Gericht, sondern einem Militär-Tribunal zugeführt werden. Nach einer Hängepartie von mehr als einem Jahr soll damit verhindert werden,  dass sich das Verfahren weiter verzögert  “für die Opfer es 11.9. und ihre Familienangehörigen, die seit fast zehn Jahren auf Gerechtigkeit warten.” So die Ankündigung von Obamas Generalstaatsanwalt Eric Holder – als ob es nicht völlig scheichegal wäre, was irgendein geheimes Militär-Tribunal über den Phantom-Kronzeugen KSM befindet. Read more

24
Mar, 2011

Sozialarbeit mit Cruise Missiles

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(3 Updates) Dass die Bundesregierung  eine Beteiligung der  völkerrechtlich illegalen Bombardements Libyens  ablehnt  und in weiten Teilen der Medien dafür der “Feigheit” geziehen wird ist ein weiteres Zeichen für den Niedergang  rechtsstaatlicher Errungenschaften und der öffentlichen Moral. Man muß nur  noch “humanitäre Intervention” rufen, und schon ist jeder Krieg gerechtfertigt – mittenmang natürlich auch unser Möchtegern-Kissinger und transatlantischer Big-Oil-Vertreter Jockel Fischer, der von Sicherheit und Mittelmeerzone  und “außenpolitischem Kollateralschaden” schwadroniert. Read more

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