7
Nov, 2015

Rinks & Lechts & Quer & Queer

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weapons-of-mass-destruction-700x4374Über das Phantom einer “Querfront”, in der sich Rechtspopulisten und Pegida-Fans mit Linksradikalen und “Verschwörungstheoretikern” vereinen, wird derzeit wieder viel fabuliert und im Zusammenhang mit einer mißratenen (und zurückgezogenen) Studie zum Thema hatte ich meine 2 Cent zu diesem halluzinierten “Netzwerk” eigentlich schon abgeliefert. In einem Artikel, der in der “Berliner Zeitung” und der “Frankfurter Rundschau” erschien, ist dieser Unsinn jetzt aus Anlass des Rücktritts von Wolfgang Lieb aus der Redaktion der Nachdenkseiten wieder aufgewärmt worden. Wie üblich wird auch hier wieder zusammengerührt, was nicht zusammengehört, um Leute wie etwa  den Nachdenkseiten-Chef Albrecht Müller, den Journalisten Ken Jebsen oder yours truly mit völkisch-brauner Soße zu kontaminieren. Weil Argumente dafür in den Arbeiten der Genannten nicht zu finden sind, müssen sie in freier Assoziation konstruiert werden – was in meinem Fall zu unfreiwilliger Komik führte:

“Der einstige taz-Journalist Mathias Bröckers (61) verkauft heute seine Bestseller über den 11. September 2001 als Terrorwerk der US-Regierung und seine „Ansichten eines Putinverstehers“ an Linken- wie AfD-Anhänger.”

Außer der Altersangabe stimmt an diesem Satz nichts: ich bin nach wie vor Journalist und arbeite (seit 2007) als Berater wieder für den taz-Verlag; Bestseller über den 11. September 2001 “als Terrorwerk der US-Regierung” habe ich nie geschrieben, sondern drei Bücher, die die offizielle Legende des 11.September in Frage stellen, und diese wurden wie auch die „Ansichten eines Putinverstehers“ keineswegs  nur von “Linken- und AfD-Anhängern” gelesen, sondern definitiv auch von Mitgliedern  von CDU/SPD/FDP/Grünen. Sogar dass der eine oder andere Nazi sie in die Hände bekam (und mit Gewinn gelesen hat) kann ich nicht auschliessen. Und somit von Glück sagen, dass der Autor des FR-Artikels den nicht ausfindig gemacht hat, weil sonst…uuuaaah. Nazis lesen Bröckers und verstehen Putin… da ham wir’s mal wieder.

Auch wenn es bisweilen schwer sein mag, Rinks & Lechts & Quer & Queer zu unterscheiden und es sich angesichts von Überschneidungen einen Reim auf die verschiedenen Bewegungen und Gruppen zu machen, mit nur ein wenig Recherche etwa auf den Nachdenkseiten, bei Ken FM oder in diesem Blog könnte man ermitteln, wes Geistes Kind die Macher sind, und Belege, Zitate, Beispiele für ihre Haltung beibringen. Weil sich da aber auf weiter Flur nicht “Völkisches”, “Rechtspopulistisches” oder sonstwie Reaktionäres finden läßt müssen, muss der Rufmord via Kontaktschuld konstruiert werden.  Oder mit schlichten Falschbehauptungen (“11. September 2001 als Terrorwerk der US-Regierung”) ein Extremismus insinuiert werden, der allein den linken wie den rechten Rand begeistert.

Da wundert es nicht, dass nach einer neuen repräsentativen Umfrage 44 % der Deutschen dem Vorwurf “Lügenpresse” zustimmen (aber nur 10 % den anderen Pegida-Parolen) – die meisten Journalisten aber nach wie vor überzeugt sind, dass sie an diesem gravierenden Vertrauensverlust vollkommen unschuldig sind und nur ein paar üble Demagogen der Bevölkerung diesen Unglauben eingeimpft haben. Aber, liebe Kolleginnen und Kollegen in den “Leitmedien”: dem ist nicht so! Die Leute sind nicht so blöd wie ihr glaubt oder sie gerne hättet. Und ihr werdet sie nicht zurückgewinnen,  wenn ihr euren Medienzirkus weiter “as usual” betreibt und jede Kritik daran als rechtspopulistische Verschwörungstheorie abwatscht. Nicht nur die Massenvernichtungswaffen des Irak waren eine große Lüge, auch Osama Bin Laden und seine 19 Teppichmesser als 9/11-Alleintäter sind eine solche, ebenso wie die Alleinschuld des “Aggressors” Putin am Ukraine-Konflikt. Wer Glaubwürdigkeit zurückgewinnen will, muss da ran…

Update: Authentischer Linkspoulismus – Ken Jebsens Rede in Plauen ( ungeschnitten auf Youtube )

14
Sep, 2015

“Krieg oder Frieden in Europa ?”

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16.07.15 20:36-BildschirmkopieDie  Gesprächsrunde bei Ken FM “Krieg oder Frieden in Europa”, die im Mai aufgezeichnet wurde und Anfang Juni ins Netz ging, hatte mittlerweile schon fast eine halbe Million Zuschauer. Gastgeber Ken Jebsen – unlängst in einer dümmlichen Studie mal wieder als “rechts” denunziert –  hatte Willy Wimmer, Daniele Ganser, Dirk Pohlmann und mich zum Gespräch über den Ukraine-Konflikt geladen. Dass ein fast 3-stündiges Gespräch über Politik auf derartigen Zuspruch stieß – mittlerweile haben auch schon 2.500 Zuschauer/innen das Viedeo überwiegend begeistert kommentiert – hatte wohl keiner der Beteiligten so erwartet.  Jetzt hat Tommy Hansen von “Free 21” dafür gesorgt, dass das gesamte Gespräch transkribiert wird. Zum Nachlesen hier das Transkript.

3
Jun, 2015

Krieg oder Frieden in Europa

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Willy Wimmer, CDU-Urgestein, ehemaliger Vize-Präsident der OSZE/KSZE und Autor des Buches “Wiederkehr der Hasardeure”; Dirk Pohlmann, Dokumentarfilmer für ARTE und ZDF und Dr. Daniele Ganser; Historiker und Friedensforscher aus der Schweiz, sein bekanntestes Buch: “NATO-Geheimarmeen in Europa – Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung” sowie yours truly – im Gespräch über “Krieg oder Frieden in Europa – Wer bestimmt auf dem Kontinent?”

 

Update: Kaum entwickelt sich die Premiere von Ken Jebsens Talkmarathon zum “Klickmonster” – in drei Tagen schon knapp 100.000 Views und über 1.000 positive Kommentare, davon viele mit dem Tenor: “Jetzt können die ÖR-Talkshows einpacken” –  wird dieser Meinung auch schon Folge geleistet: Günther Jauch gibt auf.  Das ist  sicher kein Verlust, wobei ich seine und auch die anderen Talkrunden wenn überhaupt selten länger als 10 Minuten ertrage und deshalb nichts weiter dazu sagen kann. Ein Wort aber zu den hier und auf youtube in den Kommentaren geäußerten Kritik, dass in dieser Runde keine “Gegenmeinungen” vertreten waren: als Teilnehmer fand ich dieses Format sehr viel angenehmer als den übliche Debattenstil: 1 Minute A, 1 Minute B & C und dann der Moderator mit der Zusammenfassung und die nächste Runde. Grundsätzlich spricht ja nichts gegen Streitgespräche unterschiedlicher Positionen – und keiner der Diskutanten wäre zu Hause geblieben wenn auch Kontrahenten ihrer Position am Tisch gesessen hätten – aber ich bin mir nicht sicher, ob das Gespräch dann für die Zuschauer denselben Ertrag gehabt hätte.  Denn hier konnten alle Teilnehmer “frei” reden, ohne ständig auf Angriff oder Verteidigung gepolt zu sein . Ein solches Gespräch kommt der  “Wahrheitsfindung” möglicherweise näher als ständige Attacken oder argumentativer “cartenaccio”, wobei Ken Jebsen nach dem großen Zuspruch für diese Premiere es in künftigen Runden sicher  gern auch mal krachen lassen wird – wenn sich denn geeignete Konterparts finden…

6
Oct, 2014

Putinversteher im Gespräch

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Ein bißchen “Wehrkraftzersetzung” im Gespräch mit dem “Feindsender” – der “Stimme Russlands”:

 

Vorankündigung: nach dem Interview mit dem “Feindsender”, diskutiere ich morgen abend an der medialen Heimatfront (NDR) u.a. mit dem ARD-Chefredakteur Kai Gniffke über die Qualität der Ukraine-Berichterstattung

12
Sep, 2014

Im Gespräch mit KenFM

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11
Aug, 2012

Die vierte Macht

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“Professionelle Publizistik? Warum recherchieren und argumentieren, wenn man doch diffamieren kann? Seit den Terroranschlägen von New York habe der Begriff von der Verschwörungstheorie eine erstaunliche Karriere gemacht, sagt Bröckers. Vom neutralen Ausdruck zum Schimpfwort. Vom deskriptiven Begriff für eine auf Indizien und Spuren beruhenden Hypothesenbildung zur diskriminierenden Diskurskeule. Vom analytischen Werkzeug zum Tabu. Welcher Teufel scheint unsere Medien zu reiten, wenn es um die Klärung eines Falles geht, dessen Auswirkungen in den Demokratien der sogenannten freien Welt noch gar nicht abzusehen sind? Der wie kein anderer die Angst in den Gesellschaftskörper implantiert hat. Die Angst vor dem internationalen Terrorismus, der wir sukzessive und beständig unsere Freiheiten opfern, was den Medien, die sich doch gerne als demokratisches Kontrollorgan verstehen, eigentlich übel aufstoßen müsste.”

Was leider nur in den seltensten Fällen und in Sachen 9/11 gar nicht geschieht. Darüber und über die Rolle der Medien und die Pflicht des Journalisten bei der Suche nach “Wahrheit” auch in die Jauchegrube hinabzusteigen hat mich Dirk C. Fleck im vergangenen Dezember befragt – für ein Porträt über Journalisten in Zeiten der Krise. Zusammen mit Porträts 25 weiterer Kollegen ist es jetzt bei “Hofmann und Campe” erschienen: “Die vierte Machte – Spitzenjournalisten zu ihrer Verantwortung in Krisenzeiten”. Das Buch war heute morgen in der Post, ich nehme es jetzt mit in die Sonne – das Schlußwort von Dirk Flecks Vorwort, eine alte Londoner Redaktionsweisheit, hat mich mit den zu erwartenden lausigen Kollegen vorab zumindest ein bißchen versöhnt: “Journalism is a lousy job, but better than working.”

24
Jul, 2011

“Über dieses Buch wird man sprechen”

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Gestern wurde “11.9.-Zehn Jahre danach” in der 3sat-Sendung “bookmark” vorgestellt:

Auf Telepolis erschien heute als letzter “Vorabdruck” aus unserem Buch das Kapitel über  Anthrax – aus aktuellem Anlaß, nachdem das US-Justizminisiterium den vom FBI überführten Täter entlastet hat: Das Anthrax kam vom Militär

Update: In der “Süddeutschen Zeitung” vom 25.7.2011 (leider nur in der Printausgabe, jetzt online hier) hat Franziska Augstein das Buch besprochen und konstatiert “Turmhohe Zweifel an der offiziellen Version”

25
Nov, 2010

Betr.: John S. Cooper

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OK, der “Spiegel” hat uns enttarnt – aber was soll man machen ? Wenn zwei Autoren wegen einer Dokumentation über 9/11 zusammenstoßen, nach Durchsicht der Fakten feststellen, dass man darüber eigentlich nur noch einen Thriller schreiben kann, und zwar am besten einen amerikanischen –   fast, dark, hard-boiled – ; und dass man angesichts der haarsträubenden Fakten nicht viel Phantasie braucht um einen überzeugenden Plot finden. Wenn sich  dann beim Pingpong des ersten Brainstormings  gleich eine spannende Storyline abzeichnet – fiktiv, aber weitaus realistischer als das als  Realität verkaufte Osama-Märchen – und  sich beim Erstellen eines Exposés und der ersten Probekapitel heraustellt, dass das Pingpong nicht nur bei den Ideen, sondern auch in Stil und Schreibe prima funktioniert und die Lektüre bei einigen Verlagen auf großes Interesse stößt, dann muß man dieses Buch eigentlich schreiben.

Blieb nur noch das Problem, dass die Typen, die amerikanische Thriller schreiben, James Ellroy heißen oder John Grisham oder Stephen King, aber nicht Sven Böttcher & Mathias Bröckers, aber das beschlossen wir  zu vertagen Read more