28
Sep, 2013

Lügen – Grundnahrungsmittel der Medien

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Es gibt ja immer noch eine Menge Menschen, die die offizielle Legende der 9/11-Anschläge für die historische Wahrheit halten. Das kann man ihnen nicht verübeln, denn die Geschichte von Osama und den “Hijackern”, denen es mit 19 Teppichmessern gelang, die US-Luftabwehr zwei Stunden lang am Boden zu halten und mit zwei Flugzeugen drei Wolkenkratzer zu pulverisieren, wurde (und wird) über nahezu sämtliche Medienkanäle seit 12 Jahren massiv verbreitet. Zweifel daran werden als gefährliche “Verschwörungstheorie” diskriminiert – und wer sie äußert, muß damit rechnen, zum Außenseiter, Spinner, Verrückten abgestempelt zu werden. Selbst wenn er oder sie diese Zweifel nicht aus Dummheit oder Böswilligkeit äußert, sondern sie aufgrund rationaler und logischer Betrachtung gewonnen hat. In meinen Büchern zum Thema habe ich mehrfach behauptet, dass jeder, der sich nur ein, zwei Stunden mit den offenen Fragen und den Ungereimtheiten des Falls beschäftigt,  zu dem Schluß kommen muß, dass die offizielle Version der Ereignisse eine Lüge ist. Wer nicht lesen will kann sich in derselben Zeit auch die Statements von 40 Experten anhören. Oder sich kurz in diesem Video anschauen, dass selbst die Mitglieder der 9/11-Untersuchungskommission wissen, dass ihr Abschlußbericht nicht der Wahrheit entspricht.

Unterdessen schreibt Seymour Hersh, einer der letzten US-Journalisten, die diese Berufsbezeichnung noch verdienen, an einem Buch, in dem er u.a. belegen wird, dass an der Story über die Ergreifung und Erschießung Osama  Bin Ladens “kein Wort wahr ist”.  Zudem fordert Hersh, dass 90% aller Redakteure entlassen werden müssten, weil sie schlicht ihrem Job nicht mehr nachkommen, nur noch Wasserträger für die Mächtigen sind oder irrelevanten Bullshit verzapfen,  -  und sagt über die Obama-Regierung und die Medien: “Lügen ist ihr Grundnahrungsmittel”. Solange das 9/11-Märchen weiter als Realität verkauft wird, bleibt diese Diät an der Tagesordnung.

 

9
May, 2012

Hordenjournalismus

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Mit Nazivergleichen muß man vorsichtig sein, zulässig sind sie nur , wenn irgendwo “Freiheit” und “Demokratie” herbeigebombt werden sollen und zur allgemeinen Mobilmachung der nächste  “Hitler” ausgerufen wird. Da kann man es dann mit Analogien so richtig krachen lassen, wie seinerzeit zum Beispiel Hans Magnus Enzensberger mit Saddam Hussein als  Adolfs “Wiedergänger”. Weniger freundlich aufgenommen – und mit Nazi-Beschimpfungen bombardiert – wird hingegen, wer wie Günter Grass auf die Atomwaffen und die  Kriegsdrohungen Israels hinweist. Dass der Schriftsteller dieses Bombardement als mediale “Gleichschaltung”  bezeichnete wurde ihm umgehend als unkorrekter Nazivergleich vorgeworfen, was Grass zu der Präzisierung veranlasste, es handele sich um “Hordenjournalismus”. Das trifft es in der Tat besser – auch wenn man wie Rudolf Maresch in seinem Telepolis-Artikel heute – durchaus auch von Gleichschaltung der Medien sprechenkann. Read more

15
Feb, 2012

Medien, Lügen, Afghanistan

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Im Auftrag seines Arbeitgebers, der US-Armee, war Oberstleutnant Daniel L. Davies im letzten Jahr  in Afghanistan auf Inspektionsreise unterwegs, um mit den  dort stationierten US-Truppen zu sprechen.  Nach seiner Rückkehr wurde er zu einem Whistleblower, denn den “Fortschritt”, den Generäle und Medien hier seit Jahren behaupten, konnte er nirgendwo entdecken, dafür aber allenthalben das Gegenteil:
“Entering this deployment, I was sincerely hoping to learn that the claims were true: that conditions in Afghanistan were improving, that the local government and military were progressing toward self-sufficiency. I did not need to witness dramatic improvements to be reassured, but merely hoped to see evidence of positive trends, to see companies or battalions produce even minimal but sustainable progress.Instead, I witnessed the absence of success on virtually every level”, heißt es in einem Artikel, den er daraufhin für die Fachzeitschrift “Armed Forces Journal” schrieb. Read more

21
Jan, 2012

Alles – außer 9/11!

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Nachdem Anfang November das Radio Berlin Brandenburg” (RBB)  seinem langjährigen “Ken FM”-Moderator Ken Jebsen mitten in der Sendung das Mikrophon abgestellt hatte, weil ein paar islamophobe Blogger und ihr Lautsprecher Broder haltlose Antisemitismusvorwürfe geäußert hatten, konnte er zwar kurz darauf wieder auf Sendung gehen – wenige Wochen später jedoch kündigte der RBB das Arbeitsverhältnis,  mit der Begründung, er “hätte sich nicht an Absprache gehalten” und gegen “journalistische Standards verstoßen”.  Das ist Ken Jebsen nach über 10 Jahren und 545 Sendungen ein bißchen zu dürftig, weshalb er jetzt Klage  gegen die Kündigung eingreicht hat.  Er will genaueres wissen. Gegen die Antisemtisimus-Vorwürfe hat ihn der RBB selbst in Schutz genommen, die sind also nicht der Grund für den Rausschmiß, doch welche Standards er ansonsten verletzt haben soll wurde nie konkretisiert.  Was sind die “Standards” einer Rock’n Roll Sendung, die  wie “Ken FM” mit ihrem Mix aus Musik, Glosse, Essay und Satire zum Kult auf “Fritz”-Radio werden konnte ? “Würde man Monthy Python vorwerfen, dass sie historisch nicht korrekt sind ?” fragt  der Moderator, weist aber darauf hin, dass nicht alles in seiner Sendung nur Satire war.

Das trifft auch auf die KenFM-Sendung vom 11.9.2011 zu, für die er mich eine Stunde lang über das neu erschienene Buch zu Thema interviewte - und die er mit einem faktengesättigten Teaser unter dem satirischen Titel “Happy Birthday Terrorlüge” einleitete. Als ich mittags um 14 Uhr das Radio einschaltete und diesen grandiosen Parforce-Ritt des Schnellsprechers Jebsen zum ersten Mal hörte, fiel ich fast vom Stuhl, vor Begeisterung und Ziehen meines nicht vorhandene Huts: besser als in diesen zehn Minuten konnte man den Shitstorm, der uns seit 9/11 als Märchen von Osama und den 19 Teppichmessern aus allen Medienkanälen ins Hirn geblasen wird, einfach nicht auf den Punkt bringen. Als wir uns zwei Wochen zuvor für das Interview getroffen hatten, waren meine Erwartungen eher gering. Zwar hatte Ken Jebsen vor dem Gespräch das Buch tatsächlich gelesen – was in der Branche keineswegs üblich ist – und sehr präzise Fragen, auf die er mich ausführlich antworten liess, aber aus den vielen Interviews zum Thema 9/11 weiß ich, was hinterher meistens gesendet wird: im besten Fall ein längerer Auschnitt, im schlechten ein paar Fetzen mit abwertender An-und Abmoderation.  Nicht so bei KenFM – hier lief das Interview nahezu  ungeschnitten und nur unterbrochen von Musik. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Zumal nach den Erfahrungen, die ich mit der ARD gemacht hatte, für die ich auf verschiedenen Radiokanälen und Sendern in den 80er und 90er Jahren häufig als Autor tätig war.  In der Wahl meiner Themen für Kommentare, Rezensionen oder Features war ich immer frei, bis es im Spätherbst 2001 hieß: “Du kannst alles machen- außer 9/11!” Ohne dass es ein Direktive der Intendanz gegeben hätte wußten die Redakteure, dass sie Ärger bekommen, wenn sie anderslautende  Meinungen zulassen. Auch wenn  es an dem Dogma der offiziellen Version fundierte Zweifel gab, gerüttelt werden durfte daran nicht.

Dass das nun 10 Jahre danach anders zu sein schien, dass nicht nur meine Recherchen bei KenFM gebührlich zu Wort kamen, sondern auch noch andere kritische Stimmen – und dass der Moderator dies alles in einem zündenden “Happy Birthday”-Kracher zusammengefaßt hatte, gab durchaus Anlaß zur Freude. Die Inquisition, das öffentlich-rechtliche Medien-Mittelalter schien zu Ende, das Tabu, 9/11 anders zu beurteilen als das Weisse Haus, schien gebrochen. Bis der Radiomann, der sich diese Freiheit genommen hatte, gefeuert wurde.  Weil er “journalistische Standards” verletzt hat. Insofern könnte das Verfahren vor dem Arbeitsgericht interessant werden, in dem man hoffentlich mehr über diese Standards erfährt -  und vielleicht auch über die Tatsache, dass die gebührenfinanzierte Meinungsfreiheit nach wie vor und selbstverständlich alles umfaßt – außer 9/11.

28
Sep, 2011

Kognitive Dissonanzen

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“Geraten wir in diese von den Psychologen als kognitive Dissonanz bezeichnete Gemütslage, reagieren wir reflexartig immer auf dieselbe Weise: indem wir alle Fakten ausblenden, die unsere fundamentalen Überzeugungen ins Wanken zu bringen drohen. Und je größer die Dissonanz, je größer die Gefährdung unserer Überzeugungen, desto geringer unsere Bereitschaft, die unser Weltbild stützenden »Fakten« auch nur in Frage zu stellen. Und 9/11 sorgte für eine gewaltige kollektive kognitive Dissonanz, stumm in der Tiefe der westlichen Gedankengebäude widerhallend, im Schlepp einen unwiderstehlichen inneren Befehl: Don’t go there! Don’t even think about it!

So heißt es im Nachwort des neuen Buchs über die Schwiergkeit weltbilderschütternde Tatsachen wahrzunehmen – und bei den Diskussionen, die ich in den letzten Wochen bei den Buchvorstellungen hatte, ging es oft um diesen Punkt: dass die Belege, warum 9/11 nur als “inside job” durchführbar war, zwar überzeugend bis überwältigend sind, das man sich das aber dennoch nicht vorstellen kann. Dass “unsere” gewählten Volksvertreter solche Verbrechen begehen, um Kriege durchzusetzen, dass unsere “investigativen” Medien dabei mitspielen und zu Stenografen und Propagandisten verkommen sind, dass wir als Zuschauer systematisch in die Irre geführt, verängstigt und verarscht werden – wenn das wahr wäre, wäre in der Tat nichts mehr wie es war. Und schon gar nicht, wie es sein sollte – da schauen wir am besten gar nicht hin. Gibt schließlich  genug Probleme, da noch an den Basiskoordinaten zu rütteln macht alles nur noch komplizierter. Da halten wir uns doch lieber an das, was sie in der “Tagessschau” erzählen…

Für die  Dokumentation ’9/11: Explosive Evidence – Experts Speak Out’ haben Psychologen und Therapeuten Auskunft über die Schwierigkeit gegeben, erschütternde Fakten zu akzeptieren:

25
Aug, 2011

Wag the Dog in Libyen

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Dass die Menschenrechts-Bellizisten der NATO in Libyen einmal mehr das Völkerrecht brechen, hatten wir hier schon mal leise beklagt. Aber was sind schon rechtstaatliche Prinzipien,  wenn “böööööhhhhse” Diktatoren oder Terroristen beseitigt werden müssen ? Und was sind journalistische Prinzipen der wahrheitsgetreuen Berichterstattung wenn es um Propaganda geht ? Hier ein schönes Beispiel  der BBC, einem der einstigen Herolde “seriöser” Nachrichten – gezeigt wird der angebliche Jubel der libyschen Massen über die “Befreiung” am “Green Square” Platz. Doch die Bilder “Live aus Tripoli” – stammen aus Indien:

Update: Die BBC hat sich auf Anfrage mittlerweile entschuldigt, die Redaktion sei “confused” gewesen und hätte versehentlich einen falschen Clip eingespielt, was aber umgehend bemerkt worden sei. Der Clip lief dennoch bis zum Ende und auch danach war von den beiden aufgekratzten Moderatoren keine Richtigstellung zu hören…

11
Aug, 2011

Styleguide 9/11

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Damit im Medienbordell nichts schiefgeht, wenn zum 10. Jahrestag der 9/11-Anschläge das Märchen von Osama und den 19 Teppichmessern auf allen Kanälen repetiert wird, hat die Nachrichtenagentur AP vorab einen Styleguide veröffentlicht – auf dass den Pre$$titutes und ihren Praktikanten keine unbedarften Schnitzer unterlaufen, wenn sie die offizielle Legende jubiläumsgerecht als historische Wahrheit verkaufen. Etwa die von der 9/11-Commission zurechtgezurrte Timeline, oder die Wahrheit über Osama Bin Laden: “He founded al-Qaida and was killed by U.S. forces in Pakistan in May 2011. Pronounced oh-SAH’-muh bin LAH’-din” . Mehr muß man einfach nicht wissen über den sinistren Alleintäter. Wichtig ist laut AP auch, nichts dazu zu erfinden: “Do not make up names, however. There is no Boston Airport, for example. The Boston airport (lowercase airport) would be acceptable if for some reason the proper name, Logan International Airport, were not used.” Das werte Publikum kann zum Jahrestag also sicher sein, nur mit absolut korrekter Groß,- und Kleinschreibungen bedient zu werden. In dieser Beziehung ist auf die vierte Säule der Demokratie, die freien und unbestechlichen Medien, 100-prozentig Verlass – dass jemand durch einen nicht vorhandenen “Boston Airport” verwirrt wird ist nicht zu befürchten. Da kann man die (laut FBI) in Sachen 9/11 nicht vorhandene “hard evidence” gegen Osama Bin Laden oder den am Logan International Airport entdeckten magischen Koffer Mohamed Attas mit den zauberhaften Beweisstücken  doch glatt vernachlässigen. Was mit ziemlicher Sicherheit auch flächendeckend geschehen wird, ganz im Sinne des Styleguides der Puffmutter AP: Wenn wir der Öffentlichkeit schon ein X für ein U vormachen, dann aber wenigstens korrekt geschrieben!

Unterdessen wurde von unserem Buch “11.9. – zehn Jahre danach” drei Wochen nach Erscheinen mittlerweile schon die dritte Auflage ausgeliefert, bei Amazon ist es jetzt auch in der Kindle-Edition verfügbar und die hervorragenden Kundenrezensionen dort werden ebenso wie die gesamte Nachfrage wohl nicht abreissen, solange die Mainstreammedien sich von ihrer Rolle als Stenograf und Erfüllungsgehilfe von Brainwashington D.C. nicht verabschieden – und das Verbrechen des Jahrhunderts nicht mehr als Thema einer Märchenstunde behandeln, sondern  zum Gegengstand der Recherche machen.

UPDATE: Zum Beispiel die jüngsten Aussagen des einstigen US-Anti-Terror Zars Richard Clarke über das Handling der späteren “Hijacker” Al Midhar und Al Hazmi, deren Terrorumfeld der CIA  seit Jahren bekannt war, – sie gingen in einem observierten Al-Qaida-Hub im Jemen ein und aus – die aber dennoch freizügig ein-und ausreisen konnten und sich so sicher fühlten, dass sie sich sogar im öffentlichen Telefonbuch von San Diego registrieren liessen. Clarkes Behauptung, dass die CIA ihre Informationen über die beiden Herren bewußt zurückhielt, wurde von der CIA natürlich sofort zurückgewiesen – Clarke ist unterdessen längst nicht nicht der einzige informierte Zeuge. In unserem neuen Buch heißt es dazu:   “Der Autor Lawrence Wright sprach mit einigen der Beamten der FBI-Einheit I-49, die für Al-Midhar und Al-Hazmi zuständig gewesen wäre, hätte sie denn von seiner Rolle erfahren. Dass sie davon nicht erfuhren, so glaubt »mindestens die Hälfte der Jungs im Büro«, hatte damit zu tun, »dass die CIA Al-Midhar und Al-Hazmi schützte, weil sie hoffte, die beiden zu rekrutieren«. Oder, können wir hinzufügen, dass die CIA sie im Joint Venture mit den saudischen Kollegen schon rekrutiert hatte als V-Männer (oder Agents Provocateurs?) in der »Logistikzentrale« von Al-Qaida…”

14
May, 2011

Der kategorische Konjunktiv

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Es läuft tatsächlich so, wie vermutet: die öffentliche Wahrnehmung der Tötung Osama Bin Ladens wird nicht von glaubwürdigen, offiziellen  Berichten gesteuert, sondern von  spekulativen Häppchen genährt, die anonyme “senior officials” dem Medienmainstream liefern. Nicht Fakten, nicht “war”, “hat”, “ist”, sondern  Spekulationen “soll”, “hätte”, “angeblich” regieren das mediale Tagesgeschäft (Wahrnehmungs-Managment durch Spekulations-Stimulation): der kategorische Konjunktiv.  In dem derart entstehenden Gerüchte-Biotop spriessen Verschwörungstheorien wie Pilze und die allgemeine Unübersichtlichkeit dieses Wildwuchses katapultiert jeden Orientierung Suchenden zurück in die gute alte bushistische Dichotomie: “Mit uns – oder mit den Terroristen!” Wenn “Wahrheit” auf dem Markt nicht erhältlich ist, wenn sowieso auschließlich Behauptungen, Hypothesen, Gerüchte im Angebot sind – ein Vulkan von Lügen – na dann halten wir uns doch lieber an die von unserem Führer via Volksempfänger verbreitete Version. Alles andere wird zu kompliziert. Und wir warten darauf, bis Hollywood die Unklarheiten und Lücken füllt und das ganze Bild liefert. Read more

1
Mar, 2011

Wiki Killed The Mediastar

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(1 Update) Video Killed The Radio Star hieß ein schöner Popsong, der Ende der 1970er den technologischen Sprung vom Radio zum Video, den Aufstieg von MTV,  thematisierte – und ähnlich  könnte man über 30 Jahre später jetzt wieder texten, nachdem das GuttenPlagWiki den Superstar der alten Medien zur Strecke gebracht hat. Wiki Killed the Mediastar. Die alte Schule der politischen Skandalbewältigung  – Abstreiten, Kleinreden, Aussitzen und immer auf das “Vergessen” der Medien hoffen – hat ebenso versagt,wie noch die von Gerhard Schröder dumpf beschworenen Hauptwerkzeuge postmoderner Regierungskunst, “Bild” und “Glotze”. Ohne das Web 2.0, ohne die Schwarmintelligenz des Wiki, wäre der Fälscher und Hochstapler  zu Guttenberg immer noch im Amt  und mit diesen alten Methoden und Werkzeugen vermutlich sogar durchgekommen. Read more

9
Feb, 2011

Volksempfänger reloaded

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Er ist wieder da, der Volksempfänger, nicht als Bakalit-Kistchen aus dem das Volk His Fuehrers Voice empfängt, sondern über Kabel, Satellit, TV und Handy. Diese Woche beschloß die Federal  Communications Commission (FCC), die Rundfunkbehörde der USA, ein erstes Testprogramm mit einem “Presidential Alert” zu starten, der im Falle von Katastrophen natürlicher oder terroristischer Art auf allen Kanälen eingeblendet werden soll. Wenn  demnächst also mal wieder ein islamistischer Unterhosenbomber aufkreuzt, kann Obama per “Emergency Alert System” (EAS) sämtliche Netze hijacken und den Volksgenossen rechtzeitig eine Warnung zukommen lassen. In Verbindung mit dem vom Heimatschutz-Ministerium in Kooperation mit der Supermarktkette Wal-Mart aufgelegten Programm  “If You See Something, Say Something” sollte es künftig auch an Volksmeldern nicht fehlen. Wann die EAS-App kommt, steht noch nicht fest – lange dauern kann es nicht mehr…

13
Dec, 2010

Die fünfte Gewalt

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“Wenn die “vierte Gewalt” von Macht-und Wirtschaftsinteressen korrumpiert ist und ihrem demokratischen Wächteramt nicht mehr nachkommt ist eine fünfte Gewalt nötiger denn je: Wikileaks!”

Dazu ist heute der nachfolgende Beitrag auf  “Telepolis” erschienen:

Was machen eigentlich “New York Times”, “Guardian” und “Spiegel” ? Da wird ihr Informant Julian Assange wegen einer windigen Anzeige international zur Fahndung ausgeschrieben und in Haft  genommen, da werden seiner Plattform Wikileaks die Server abgeklemmt und die Bank-und Kreditkartenkonten gesperrt – da wird also ein ein Medium, ein Organ der Presse, massiv und ohne rechtliche Grundlage seiner finanziellen und publizistischen Mittel beraubt, und die Großmedien, die eben noch mit Wikileaks-Informationen Auflage und Kasse gemacht haben, sagen dazu: Nichts ! ? Read more

4
Dec, 2010

Wikileaks: Das Imperium im Nacktscanner

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“The first serious infowar is now engaged. The field of battle is WikiLeaks. You are the troops,” bekundete  Electronic Frontier Foundation-Gründer   John Perry Barlow gestern in einem Tweet an die Kommunikationsguerilleros an der elektronischen Front. Amazon hat die Wikileak-Server aus seiner Cloud verbannt, in Frankreich mußten sie ebenfalls abgestellt werden, jetzt sind sie in die Schweiz umgezogen und hier und hier (manchmal) zu erreichen, und was da Tag für Tag aus dem Leck tröpfelt ist alles andere als uninteressant. Read more

28
Oct, 2010

“Ohne Medien ginge es uns besser!”

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“Die internationalen Medien sind ein Desaster. Wir sind in einer guten Position um politisch und historisch relevantes Material zu bekommen. Wir veröffentlichen es und sehen, welche Medien ein Echo geben und mit wie viel Ernsthaftigkeit. Wir sehen außerdem die Anstrengung, mit der die Informationen, die wir geben, unterdrückt werden. Mein Fazit ist, dass das Umfeld der internationalen Medien so schlecht und verzerrt ist, dass es uns besser gehen würde, wenn es keine Medien geben würde.”

Wo er recht hast, hat er recht - Interview mit Julian Assange heute in der taz

11
Sep, 2010

Verschwörungstheorie? Aber sicher!

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Seit den Terroranschlägen vom 11.September 2001 hat der Begriff “Verschwörungstheorie” eine erstaunliche Karriere gemacht – vom neutralen Ausdruck zum Schimpfwort, vom deskriptiven Begriff für eine auf Indizien und Spuren beruhenden Hypothesenbildung zur diskriminierenden Diskurskeule, vom analytischen Werkzeug zum Tabu. Über  “Mißbrauch und Tabuisierung eines analytischen Werkzeugs nach 9/11″ erschien heute ein  Essay auf Telepolis.

Außerdem fragte mich die “Junge Welt”: Was bedeutet der 11. September für Sie?

“Erstmal Staunen, daß schon neun Jahre vergangen sind seit den Anschlägen – und daß die Verbrechen in dieser Zeit noch immer nicht aufgeklärt sind. Da geht das Staunen schon in Kopfschütteln und auch in Zorn über. Und in Entsetzen über den Zustand von Politik und Medien, die uns das Schauermärchen von Osama und den 19 Teppichmessern bis heute als Realität verkaufen.”

Das heißt, Sie setzen sich noch immer mit dem Tag auseinander ?

“Es war ja eher ein Zufall, daß ich mich überhaupt so intensiv damit befaßt habe. Im Sommer 2001 hatte ich mit einem Buch über Verschwörungen und Verschwörungstheorien begonnen, die ich strukturell anhand historischer Beispiele untersuchen wollte. Am 11. September riß mich ein Anruf aus dieser Arbeit und ich schaltete den Fernseher an: Die Türme standen noch, da wurde zum ersten Mal der Name Osama Bin Laden genannt. Blitzschnell wurde er dann vom Verdächtigen zum einzig möglichen Schuldigen. Und mit diesem Paradoxon – ein völlig überraschender, unfaßbarer Anschlag einerseits, aber andererseits zieht man den Täter sofort aus dem Hut – war ich wieder mitten in meinem Thema: Wie mit Verschwörungstheorien Feindbilder und Sündenböcke konstruiert werden und wie solchen Theorien – denen ja per se der definitive Beweis fehlt – in der Praxis immer wieder gern nachgeholfen wurde, mit Aktionen unter falscher Flagge.”

Das ganze Interview hier

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