28
Feb, 2011

“Als Vorgesetzter disqualifiziert”

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Was hier am 25.2.  schon ahnungsvoll angedeutet wurde – dass es auch schon bei der  ersten juristischen Staatsprüfung zu Guttenbergs nicht so ganz kosher zugegangen sei – hat sich mittlerweile bestätigt. Bis zum 23.2. befand sich  auf der Homepage des Hochstaplers neben der Promotion (“summa cum laude”)  auch der Hinweis auf ein juristisches   “Prädikatsexamen”, doch ein solches hat der Freiherr gar nicht abgelegt. Read more

23
Feb, 2011

Ex-Doktor lügt weiter

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Er lügt immer weiter. “Ich habe nicht bewußt getäuscht”  wiederholte Karl-Theodor zu Guttenberg heute in der Fragestunde Bundestags zu den Plagiatsvorwürfen. Eine Aussage, die bei mittlerweile 286 unausgewiesenen Fremdtexten in seiner Arbeit offenkundig nicht wahr sei kann. Dass der Minister sie dennoch permanent wiederholt und seine Fraktionskollegen ihm diese Lüge abkaufen und Absolution erteilen, weil er sich für seine “Fehler” ja schließlich entschuldigt hat – diese Verteidigungstrategie ist nach wie vor dem Verniedlichungs-Kalkül geschuldet. Dem Kleinreden der Hochstapelei, der Marginalisierung einer Großfälschung  als “Zitierfehler”, dem Vertuschen eines vorsätzlichen Betrugs als “Schummel-Affäre” (Bild). Read more

20
Feb, 2011

Doktordämmerung

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Eine Mehrheit der Deutschen findet die Doktorspiele des Herrn zu Guttenberg noch nicht so unanständig, dass er deswegen zurücktreten müßte. Die Kampfblätter, die den “coolen Baron” zur Lichtgestalt hochgeschrieben haben, melden erfreut: “Nur 28% der Deutschen sehen in Guttenberg einen Schwindler” (Focus) – und versuchen ansonsten den Ball flachzuhalten – “keine Staatsaffäre… ein Rücktritt wäre falsch ” (Welt).  Eine Staatsaffäre ist der Fall tatsächlich nicht, weil aber Politik medial nahezu auschließlich auf der Symbolebene verhandelt wird, spielen Dienstwagen, Bonusmeilen, Praktikantinnen und andere Lappalien im politischen Geschäft immer wieder eine entscheidende Rolle. Und so kommt es dann auch, dass ein Verteidigungsminister nicht wegen der Leichenberge eines illegalen Kriegs zurücktreten muss, sondern wegen eines vergleichweise läppischen Urheberschafts-Betrugs. Read more

18
Feb, 2011

Plagiatgate

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(mit 2 Updates) Nachdem  das Plagiats-Wiki jetzt schon über hundert 250 haarsträubende “Zitierfehler”  in der  Dissertation Guttenbergs aufgedeckt hat,  hat der Wehrminister die denkbar dümmste Verteidigungstrategie gewählt. Er streitete weiterhin “mit Nachdruck” ab, dass es sich bei seiner Arbeit um ein Plagiat handelt . Sie sei “in mühevollster Kleinarbeit” entstanden und über Fehler sei “er selbst am unglücklichsten”.  In seiner Erklärung vor handverlesenen Journalisten wagt er sich indessen auf sehr dünnes Eis: “Es wurde allerdings zu keinem Zeitpunkt bewusst getäuscht oder bewusst die Urheberschaft nicht kenntlich gemacht”, behauptet er – aber das ist bei der Masse und der Art der einkopierten und nicht kenntlich gemachten Fremdtexte schlechterdings unmöglich. Oder anders gesagt: wer hundert Mal die Anführungszeichen  oder Quellenangaben  “unbewusst” vergißt ist schon aufgrund dieser mentalen Disposition ungeeignet für jede akademische Arbeit und zumal einen Doktortitel. Read more

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