20
Feb, 2017

Real Game of Thrones: Amerika spielt Monopoly, Russland spielt Schach

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Im exzeptionalistischen Königreich, dessen disruptive Entwicklung wir in dieser Chronik aufzeichnen, scheint immer noch ein unsichtbarer Krieg zwischen der Regierung von König Donald und den Meistern der Intelligence zu toben – und niemand weiß in welche Richtung sich das Ganze entwickelt. Vor langer Zeit, als noch ein Eiserner Vorhang die Welt teilte, und niemand genau wusste, was auf der anderen Seite vor sich ging,  gab es eine Wissenschaft, die zu ergründen versuchte, welche Politik und welche Pläne in der dunklen Burg der Hauptstadt Moskau ausgeheckt wurden. Diese Wissenschaft nannte sich “Kreml-Astrologie” und versuchte ähnlich wie die Sterndeuter anhand von Konstellationen und Bewegungen am Himmel die Zukunft zu deuten – anhand von Äußerungen und Launen der Kreml-Mitarbeiter, die man “Apparatschiks” nannte. Seit mit König Donald jetzt ein scheinbar unberechenbarer Außenseiter auf dem Thron gelandet ist, existiert im exzeptionalistischen Königreich nun die Wissenschaft der “White House Astrologie” – der Versuch,  aus Donalds kryptischen  Zwitschernachrichten und anderen Kleinigkeiten seine nächsten politischen Schritte zu enträtseln.

Dass die in den Tiefen des Reichs bei den Meistern der Intelligence beheimateten Kreml-Astrologen seinerzeit keinen blassen Schimmer davon hatten, dass das Objekt ihrer Analysen, das sie “das Reich des Bösen” nannten, zusammenbrach und sie erst davon Wind bekamen, als die Berliner Mauer fiel, hatte das Vertrauen in die prophetischen Kompetenzen der Meister nachhaltig erschüttert. Um davon abzulenken und ihre Inkompetenz zu kompensieren hatten sie sich dann umso eifriger daran gemacht, in diesem Reich eine willfährige Marionette als König zu installieren und waren sehr stolz, als ihnen das gelungen war. Mit König Boris, den man den “Wodka-Container” nannte, hatten sie einen  geradezu perfekten Kandidaten für ihre Zwecke gefunden.

Wie aus dem kooperativen Wladimir der aggressive Ultraböse wurde

Diese Zwecke bestanden natürlich vor allem darin, an die Schätze des ehemaligen “Reich des Bösen” zu kommen, das ja eigentlich  gar nicht böse war, sondern im Gegenteil über die größten Mineralien-Reserven der Welt verfügte. Öl, Gas, Metalle, seltene Erden… ein Drittel aller Rohstoffe der Welt lagen unter seiner Erde und wer – wie das exzeptionalistische Königreich mit seiner “Full Spectrum Dominance” – Doktrin – den ganzen Globus beherrschen wollte, musste diese Schätze irgendwie unter seine Kontrolle bekommen. Sie lagerten vor allem in einer Region, die man die “sibirische Schatztruhe” nannte und kaum erschlossen war. Da König Boris aber keinerlei Geld hatte, die notwendigen Bergwerke und Bohrtürme zu errichten, schlugen die Exzeptionalisten ihm einen Deal vor: wir stellen dir alle Förderanlagen hin, sie kosten dich keine Kopeke. Als Gegenleistung wollen wir 25 Jahre lang Öl und Gas fördern, danach gehören die Anlagen dir. Weil sie aber so furchtbar teuer sind, können wir in dieser Zeit keinen Cent für das Öl zahlen.

Da König Boris ständig benebelt war unterschrieb er den Vertrag. Und weil er nicht rechnen konnte, lies er sich bei diesem Deal gnadenlos über den Tisch ziehen. Nachdem ihn dann der viele Wodka völlig unzurechnungsfähig gemacht hatte, wurde ein neuer König gebraucht und mit Wladimir, den man auch “Putin” nannte, kam ein recht unbeschriebenes Blatt auf den Thron. Man wusste eigentlich nur, dass er im Osten des damals noch geteilten Reichs der heutigen Königin Angela als Agent eingesetzt war und dort – wie einst Angela als sogenannte “FDJ Sekretärin für Propaganda” – dem Ostherrscher Erich I. gedient hatte.

Da Arbeit für die Meister der Intelligence  in allen Ländern als geeignete Voraussetzung für höhere Staatsämter gilt, wurde Wladimir nach seiner Thronbesteigung allgemein als geeigneter und fähiger König akzeptiert, auch von den Vertretern und Kaufmännern des exzeptionalistischen Königreichs, die beflissen ihre Zusammenarbeit anboten. Doch diese Sympathie währte nicht lange, denn als Waldimir die Verträge entdeckte, die unter dem benebelten Boris gemacht worden waren, traute er seinen Augen kaum. Sie verpflichteten ihn, die Rohstoffe seines Reichs ein Vierteljahrhundert lang zu verschenken, um am Ende ein paar verrostete Fördertürme über leergepumpten Quellen dafür zu bekommen. Read more

8
Feb, 2017

Real Game of Thrones: Könige, Killer und ein Wolf im Wolfspelz

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Im Real Game of Thrones überschlagen sich die Ereignisse noch immer. Was bisher in den Chroniken aufgezeichnet wurde, erfahren sie hier.

Nachdem ein Gericht Donalds Einreiseverbote für unrechtmäßig erklärte und wieder aufhob, zwitscherte König Donald empört zurück, was sich ein “sogenannter Richter” da eigentlich erlaubt. Dass er sich auch als König manchmal an  Verfassung und Gesetze halten muß hatte sich Donald möglicherweise anders vorgestellt, wird es aber künftig noch öfter zu spüren bekommen.

Unterdessen breitete sich die Epidemie des “Anti-Donald-Syndroms” (ADS) im exzeptionalistischen Königreich und auch im Ausland weiter aus. Tiefenpsychologen und Gehirnwäsche-Experten rätseln nach wie vor über der Frage, wie eine solche Massenhysterie durch einen “Moslem-Bann” ausgelöst werden kann, während die Bomben auf Moslems diese Massen kalt liessen, obwohl damit  in den letzten 15 Jahren 1,5 Millionen Menschen ermordet worden waren. Welche mentalen Verschiebungen, Verdrängungen, Projektionen dazu führen, dass permanenter Massenmord keine Empörung auslöst aber befristete Einreiseverbote riesiges Entsetzen haben die Forscher noch nicht herausgefunden. Könnte es sein, fragten sie sich, dass diese Leute einfach nur den Schafspelz wieder haben wollen, aber gegen den Wolf gar nichts haben ? Dass sie es nur nicht aushalten und gar nicht hinschauen können, wenn sie von einem Wolf im Wolfspelz regiert werden ? Dass sie dem kuscheligen König Obama trotz seiner 26.172 Bomben in 2016 nachtrauern und den großmäuligen Donald schon hassen, bevor er eine einzige geworfen hat ?

Nun gab es ja wahrlich genug Gründe, gegen Donald zu sein und recht eigentlich hätte im Königreich der Tapferen und Freien sofort  eine Revolution ausbrechen müssen. Doch schienen die von der ADS-Epidemie befallenen Massen weder eine grundsätzliche Systemkritik noch gar einen Umsturz im Sinn zu haben. Sie wollten nur wieder einen Wolf im Schafspelz als König. Vielleicht, so vermuteten einige Forscher, hatte dieser verbreitete Hass auf Donald auch damit zu tun, dass der Wolfspelz auf dem Thron als Spiegel fungiert, in dem nun sichtbar wurde, was sonst unter den Schafspelzen von Friedennobelpreisen und Transgender-Toiletten verborgen war: die ungeschminkte, aggressive, menschenfeindliche Fratze des Imperiums. Die wollen die Leute nicht sehen und nicht wahrhaben, aber Donald gibt ihnen kaum eine Chance, sie weiter zu übersehen.

Dass der Exzeptionalismus des Königreichs nicht auf Friedlichkeit und Freundlichkeit basiert, sondern auf Gewalt und Ausbeutung, dass seine “freie” Marktwirtschaft nicht von sanfter “unsichtbarer Hand” regiert wird, sondern von eiserner militärischer Faust, und dass es seinen Status als Supermacht nicht seiner Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit verdankt, sondern Erpressung, Betrug und Lüge  – all  diese unangenehmen Wahrheiten wurden in der Figur Donalds nun sichtbar. Und “obszön”, “egozentrisch”, “paranoid”, “rassistisch”, “narzistisch”, “verlogen”, aggressiv”… all die pejorativen Adjektive, mit der die Person  Donalds belegt wurde, sie passten eigentlich auch auf das exzeptionalistische Königreich insgesamt.

Killerklartext vom König

Doch all dies schien durch geschicktes Meinungs,-und Empörungsmanagement seit Jahrzehnten kognitiv und moralisch ebenso unsichtbar geworden zu sein wie die 20-30 Millionen Leichen, die die Kriege des Königreichs unter dem Banner von “Freiheit”, “Demokratie” und “Menschenrechten” seit 1945 produziert hatten. Dass es sich bei den Vorgängern Donalds einschließlich des netten Obamas um Kriegsverbrecher und Massenmörder handelte entsprach zwar den Fakten –  um seinen Ex-Königen lebenslangen Knast zu ersparen war das exzeptionalistische Königreich dem Internationalen Strafgerichtshof bekanntlich erst gar nicht beigetreten – doch wurde das kaum wahrgenommen. Wer gibt auch schon gerne zu, braver Untertan eines leibhaftigen Killers zu sein?  Doch mit König Donald wird das nun anders. Auf die Frage, wie er denn mit einem “Killer” wie dem ultrabösen Wladimir zusammenarbeiten könne, antwortete er: “Wir haben eine Menge Killer. Was glauben Sie? Ist unser Land so unschuldig?” Das  war das exzeptionalistische Königreich natürlich nicht, sondern tatsächlich die größte Killernation der Welt. In den  239 Jahren seines Bestehens lag es  222 Jahre im Krieg, führte zusätzlich hunderte verdeckter militärischer Operationen durch und verfügte aktuell über 1000 Militärbasen rund um den Erdball. Nur einen König, der solchen Klartext raushaut, hatte es schon lange nicht mehr.

Dass Donald nicht nur mit schockierendem Klartext agiert, sondern gerne auch Flip-Flop-artig heute dies und morgen das  Gegenteil behauptet, hat in den ersten Wochen seiner Amtszeit für einige Verwirrung gesorgt, er muss sich offenbar noch daran gewöhnen, dass der neue Laden, den er nun führt, anders als sein Familienkonzern funktioniert und die anstehenden Verhandlungen nicht mehr so laufen wie das Armdrücken mit Lieferanten um die Betonpreise. So hat er einerseits immer wieder gesagt, dass er mit dem Ultrabösen schon klar kommen würde und die Sanktionen für keine gute Idee  hält, aber jetzt soll Donald der Ex-Königin Julia, einer Fake-Blondine mit Hefezopf-Frisur aus dem Königreich Ukraine, off the record gesteckt haben, dass er Wladimirs Reich auch weiterhin sanktionieren will.  Seitdem dieser allein mit der Kraft seiner Gedankenstrahlen die Halbinsel Krim erobert hatte, fordert die Ukraine diese zurück, doch deren neuer Herrscher, den man den “Schokokönig” nannte, wird von den allermeisten Krim-Bewohnern nicht anerkannt. Er war unter umstrittenen Umständen nach einem blutigen Aufstand an die Macht gekommen, den Obamas Meister der Intelligence angezettelt hatten und wurde auch in den Ostprovinzen seines Reichs nicht akzeptiert, die größere Autonomonie forderten. Wladimir unterstützt diese Forderung, will diese Provinzen aber nicht seinem Reich zuschlagen, weil dies eh schon viel zu groß sei. Wie sich König Donald in diesem Konflikt positionieren wird ist noch nicht klar, die ukrainische Ex-Königin indessen, die in ihrer Heimat auch “Sonka” genannt wird – nach einer berühmten Diebin und Gangsterbraut – ist als Quelle einer Nachricht ungefähr so vertrauenswürdig wie das Kraftwerk Tschernobyl für die Energieversorgung.

Zweifel an dieser Aussage sollte auch wecken, dass König Donald ja bis vor kurzem noch  als Marionette des Ultrabösen galt, der mit seinen unsichtbaren Häschern Hillary diskreditiert und Donald an die Macht gebracht haben soll. Solche perfiden Wahlmanipulationen wurden auch im Reich der Königin Angela befürchtet, weshalb sie eine Task-Force ihrer fähigsten Schlapphüte beauftragte, danach zu suchen. Sie durchforsteten alle Winkel des Reichs, stellten verdeckte Erkundungen an, spitzten sämtliche Lauscher und fanden nach einem Jahr – Nichts. Was aber keineswegs Entwarnung bedeutet, denn Angelas hofeigener Herold “Tagesschau” meldet:  “Aus der schwierigen Suche nach den Beweisen lassen sich zwei Schlüsse ziehen. Entweder gibt es den vermuteten Angriff durch Russland nicht. Oder die russischen Dienste sind schlau genug, sich nicht erwischen zu lassen. Die deutschen Agenten neigen eindeutig zur zweiten Version.” Chapeau! “Eindeutig” zuzugeben, das man schlicht zu doof für seinen Job ist, hört man von Top-Beamten nicht alle Tage. Aber gemeint ist natürlich, dass Angelas Untertanen keineswegs aufhören sollen, vor dem eingebildeten Ultrabösen zu zittern.

“Erste Verantwortung der Regierung ist es, die Minderheit der Reichen vor der Mehrheit zu schützen.”

In seinem Killer-Interview hatte König Donald noch einmal deutlich betont, dass er mit dem Ultrabösen gegen die salafistischen Wickelmützen und ihr ISIS-Kalifat unbedingt zusammen arbeiten will – und daran führt ja letzlich auch kein Weg vorbei, wenn diese Kopf-ab-Barbaren wirklich beseitigt werden sollen. Das bedeutet allerdings einen Bruch mit der langjährigen Strategie des exzeptionalistischen Königreichs, durchgeknallte Islamisten mit schweren Waffen auszurüsten und sie als Söldner  für regime change-Zwecke einzusetzen wie zuletzt im Krieg gegen König Assad in Syrien. Wenn Donald das beenden will, muß er sich nicht nur mit Wladimir arrangieren, sondern vor allem  mit seinen eigenen Meistern der Intelligence, die im Untergrund die Fäden dieser “heiligen Krieger” ziehen. Auch die finstere Koalition der “Kalifat”-Unterstützer zwischen den Kopf-Ab-Wahabisten Saudi-Arabiens und Israels König Bibi müsste Donald auflösen, wenn er ISIS wirklich an den Kragen will. Sowohl Russland wie auch China hätte er dabei an seiner Seite, denn beide fürchten ebenfalls den Terror dieser Ideologie.  Die härteste Nuss, die Donald auf diesem  auf diesem Weg knacken muss, sind nicht äußere Feinde, sondern Mächte in den Tiefen seines eigenen Staats.

Mit einigen dieser Kräfte, den mächtigen Vampiren und Zinshaien der Schatzkammern, scheint  König Donald sich mittlerweile geeinigt zu haben, denn er hat etliche dieser sogenannten “Goldmänner” in seine Regierung aufgenommen; auch von seinen Ansagen im Wahlkampf, die einst als Antwort auf den “Black Friday” eingeführte Trennung von Sparkassen und Zockerbanken wieder herzustellen, die König Clinton abgeschafft und so die “Finanzkrise” ermöglicht hatte, ist nichts mehr zu hören; stattdessen dekretierte er, einige von Obama verfügten Regulierungen zu überprüfen und abzuschaffen. Nun hatte trotz Donalds Rhetorik gegen die Schatzkammern und das Establishment niemand wirklich damit gerechnet, dass er als Ultrareicher am System der Ultrabereicherung Grundlegendes ändern würde. Doch wie auch bei seinen anderen Aktionen kann König Donald sich auch dabei durchaus auf seine Vorgänger berufen, hatte doch kein geringerer als König James, der als Gründungvater einst die berühmten checks and balances des exzeptionalistischen Königreichs erfunden hatte, in der Verfassungsversammlung anno 1787 betont: “Die erste Verantwortung der Regierung ist es, die Minderheit der Reichen vor der Mehrheit zu schützen.” Insofern steht Donald als angeblicher “Außenseiter” auf dem Thron doch in sehr klassischer Tradition…

Auch auf Telepolis erschienen

21
Jan, 2017

Yankee and Cowboy War 2.0 (10): Habemus Donald

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Wie es sich im exzeptionalistischen Königreich gehört wurde die Krönung von König Donald mit exzeptionellen Feierlichkeiten begangen. Fast eine Million Menschen waren in die Hauptstadt  gekommen, darunter auch sehr viele Demonstranten, die gegen den neuen König protestierten. Das Real Game of Thrones ist  mit der Thronbesteigung ja nicht beendet, es geht nur in eine neue Runde. Seine Antrittsrede klang denn auch weniger wie eine salbungsvolle Sonntagspredigt, sondern eher wie ein kämpferisches “F*ck You” an die alte Herrschaft. . Dabei klang Donald zufällig (?)  genauso wie der Böse aus dem allseits beliebten Lichtspiel „Batman“

Das Interview mit dem neuen Imperator, das ein bekannter Herold aus dem Merkelland geführt und das Königin Angela und ihre Kriegsministerin so erzürnt hatte, schlug unterdessen auch in anderen Ländern hohe Wellen.  Weil Donald das alte Verteidigungsbündnis NATO als “obsolet” bezeichnet hatte, machten  sich Militärs und Kommissköpfe überall Sorgen um ihr Budget; noch mehr aber schockte er mit seiner Antwort auf die Frage, wem er denn mehr traue, der Königin des Merkellands oder Wladimir, dem  Herrscher  des Ostreichs, den man nur “Putin” nannte.

“Beiden gleich viel” hatte Donald geantwortet, “aber ich weiß nicht wie lange”… und damit die gesamte westliche Welt erschreckt. Die altgediente Vasallenkönigin Angela, die man auch “die Raute” oder “den Hosenanzug” nannte und die stets erfüllt hatte was das Weiße Haus und die unsichtbaren Meister der Intelligence verlangten,  auf eine Stufe mit Wladimir dem Schrecklichen  zu stellen,  das konnte  nur als weiterer Affront des “gefährlichen” Donald verstanden werden.

Wo doch Angela vor Kurzem noch auf Drängen der Meister  der Intelligence und gegen den Willen aller Händler und Wirtschaftstreibenden ihres Landes  Sanktionen gegen das Reich des Ultrabösen durchgesetzt hatte. Der Grund war ein gescheiterter Putsch, den die Meister in der Ukraine eingefädelt hatten, um künftig NATO-Katapulte direkt vor der Haustür des Ultrabösen aufstellen zu können. Darauf hatte der perfide Putin mit seinen Gedankenstrahlen über 80 % der Bevölkerung auf der Halbinsel Krim hypnotisiert, die sich dann über Nacht von der Ukraine lossagten und seinem Reich beitraten. Damit war der Plan der Meister, mit der Krim auch den wichtigsten Hafen des Ostreichs und  Vladimirs Flotte zu kontrollieren, gescheitert und sie riefen alle Welt auf, die “Aggression” dieser Eroberung – bei der freilich dank der Magie des Ultrabösen kein einziger Schuss gefallen war –  zu geißeln und mit Sanktionen zu bestrafen.

Donald nun hält diese Sanktionen für Unsinn und will mit Putin lieber einen Deal machen und sie aufheben, wenn dieser im Gegenzug sein Arsenal der hypertödlichen Nuklearkeulen reduziert. Das klingt nach Win-Win, denn was diese Waffen betrifft ist das exzeptionalistische Königreich ausnahmsweise stark unterlegen , eine Reduktion wäre für die Sicherheit  des Ostreichs keine Gefahr.   Und für Donalds “Westeros” könnte ein solcher Deal äußerst lukrativen Handel und Wandel mit dem riesigen Land bedeuten, das in seiner “sibirschen Schatztruhe” über mehr als ein Drittel aller Rohstoffe der gesamten Welt verfügt.

Auch für das Merkelland, das mit seinen vielen Fabriken und Werkstätten auf Energie,-und Rohstoffzufuhr angewiesen ist, wären gute Handelsbeziehungen zum östlichen Nachbarn äußerst vorteilhaft, aber die Königin und ihre Minister befinden sich wegen des neuen Winds, der seit Kurzem über den Atlantik  bläst, immer noch in Schockstarre. Die Think-Tanks haben ihnen noch keine neuen Textbausteine geliefert. So hatte der Hosenanzug Angela bei den Glückwünschen an den Neugewählten noch nölend die Einhaltung der “Menschenrechte”  angemahnt und der Außenminister, der Donald zuvor  als “Hassprediger” beschimpft hatte, gratulierte erst Mal gar nicht.

Dass man einem neuen Imperator Reverenz erweisen sollte, wenn man für seinen Vasallenstaat günstige Verhältnisse schaffen will, davon hatten sie offenbar noch nie gehört, obwohl es schon seit den Zeiten des römischen Kaisers Augustus an sämtlichen Diplomatenschulen gelehrt wird.  Sonst hätten sie stante pede nach einer Audienz im 66. Stock von  Donalds prunkvoller Turmburg ersucht, um dem künftigen Kaiser, der die Kosten für den NATO-Zirkus und die Auslandseinsätze seiner Truppen herunterfahren will, einen Win-Win-Deal vorzuschlagen: du schließt die Drohnenmord-Zentrale Ramstein und wir übernehmen die Kosten, dort einen King Donald Vergnügungspark der globalen Völkerfreundschaft zu errichten…

King Donald hätte nicht Nein sagen können, schließlich stammen seine Vorfahren aus dem heutigen Merkelland und wäre sein Großvater nicht durch den damaligen König des Landes verwiesen worden – weil er statt Wehrdienst zu leisten in der neuen Welt im Vergnügungsgewerbe Geld verdient hatte, mit dem er in die Pfalz zurückgekehrt war um sich niederzulassen – dann würden in Kallstadt  heute vielleicht mehr Hochäuser stehen als in Manhattan, von wo aus Donald jetzt die Welt regiert.

Auf die Frage, was seine erste außenpolitische Priorität als neuer König sei,  hatte Donald mit vier Buchstaben geantwortet: “ISIS”. Gemeint waren  damit natürlich die wahabitisch-salafistischen Wickelmützen und ihr “Kalifat”, von wo  aus sie heimtückische Terroristen in alle Königreiche entsenden. Ein Großmeister und Chef der militärischen Intelligence, General Flynn, hatte die Entstehung dieses Terrorstaats kommen sehen und auch, dass seine Dienstherren – Obama und Hillary – dagegen nichts unternehmen wollten, weil ihnen diese Terroristen nützlich erschienen. Als Flynn dagegen protestierte, wurde er gefeuert – und jetzt von Donald als höchster Sicherheitsberater des Königreichs wieder eingestellt.

Einer von Flynns Vorgängern, Zbig Brzezinski, war unter dem “Peanut”-König Carter einst auf die irre  Idee verfallen, fanatische Koranfreunde mit schweren Waffen auszustatten und sie als  “heilige Krieger” für erwünschte regime changes  einzusetzen, eine Strategie, die die Meister der Intelligence bis zuletzt beibehalten hatten. Doch damit dürfte es jetzt ein Ende haben:  “Wir haben mit Stalin zusammen den Faschismus bezwungen, da werden wir mit Putin doch auch den Islamismus besiegen”, gab sich in diesem Zusammenhang einer von Donalds inoffiziellen Militärberatern, der Gründer der berüchtigten Schwarzwasser-Sturmtruppen,  zuversichtlich.

So scheinen sich auf dem geopolitischen Schachbrett neue Konstellationen zusammen zu brauen: Könnten Don und Wlad  ein dynamisches Duo bilden und den IS eliminieren ? Würden sie einen Deal über ihre jeweiligen “Einflusszonen”  hinbekommen ?  Und Lösungen für die anderen Player in der Region – die Kopf-ab-Monarchen der Saudis, die den IS finanzieren, den aggressiven  König Bibi, der sein Reich auf Kosten der Nachbarn dauernd vergrößern will, sowie Sultan Erdogan, der Ähnliches im Sinn hat ? Donald jedenfalls hat in seiner ersten Rede nach der Amtseinsetzung  “Action” angekündigt und dass er den IS “vom Antlitz der Erde tilgen wird”. Das fanden die meisten Leute im exzeptionalistischen Köngireich und auch in den   anderen Ländern  ziemlich gut, denn diese “heiligen Krieger” waren nirgendwo beliebt – außer bei den Meister der Intelligence, die sie einst herangezüchtet und zuletzt im Krieg  gegen König Assad eingesetzt hatten.

Allenthalben begrüßt wurde auch die Ankündigung Donalds, sich künftig zuerst und vor allem um sein Königreich zu kümmern und lieber die  heruntergekommenen heimischen Straßen und Brücken wieder aufzubauen statt sie in anderen Ländern zu zerstören. Ob und wie er das alles hinbekommt, darüber herrschte freilich auch noch große Skepsis.  Dass sich die Exzeptionalisten unter Donald dem Ersten aber nun  offenbar für eine Weile um sich selbst kümmern wollen,  das wurde vom Rest der Welt dann doch mit hörbarem Aufatmen wahrgenommen…

Auch bei Telepolis. Die bisherigen Folgen unserer kleinen Serie hier

14
Jan, 2017

Yankee and Cowboy War 2.0 – (8)

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Das Real Game of Thrones, der Krieg gegen den Cowboy, der nach Jahrzehnten der Yankee-Herrschaft kurz davor steht ins Weiße Haus einzuziehen, ist in eine entscheidende Runde gegangen. Nachdem die alten Herrscher auf dem Schlachtfeld der Wahl verloren hatten, weil der Herausforder die meisten Wahlmänner hinter sich versammeln konnte, blieb ihnen nur noch,  eine geordnete Übergabe der Macht zu gewährleisten.  Und während der neue König aus den reichsten Männern des Landes und erfahrenen Generälen eine Regierungsmannschaft aufstellte, der das Parlament zustimmte, hielt der scheidende König  eine ergreifende Abschiedsrede vor seinen Untertanen und verdrückte  ein paar Tränen im Knopfloch. Auch wenn er in seinem letzten Amtsjahr 26.172 Bomben abwerfen lies und damit einen persönlichen Mord-Rekord aufstellte,  galt er ja als friedlicher Kerl und wollte seinem Nachfolger keine Steine in den Weg legen.

In den Tiefen des Königreichs aber grummelte es, die mächtigen Meister der Intelligence mochten sich mit dieser Niederlage nicht abfinden. Dass weder ihr Netzwerk von  Lauschern, Spionen und Agenten, noch das der Herolde, Trommler und Einflüsterer es geschafft hatte, ihre Kandidatin durchzuboxen, lag ihnen nicht nur im Magen. Sie fürchteten auch einen schweren Machtverlust, da der neue König schon mehrfach deutlich sein Mißfallen über ihre Arbeit geäußert und zudem angedroht hatte, ihr seit Jahrzehnten liebevoll kultiviertes Spezialfach des regime change abzuschaffen und nicht mehr dauernd über andere Länder herzufallen. Deshalb, so hatte er verfügt, brauche er auch nicht mehr die täglichen Briefings der Meister, sondern würde sie nur noch einmal die Woche empfangen. So etwas tut man nicht ungestraft und schon warnte der berühmteste Herold, die alte Tante “Times”: “Könige, die sich mit den Meistern anlegen, leben gefährlich” – und erinnerte damit an die magische Kugel, der einst der beliebte König Jack, den alle nur JFK nannten,  zum Opfer gefallen war. Nachdem er angekündigt hatte, das Büro der Meister der Intelligence “in tausend Stücke zu zerschlagen und in alle Winde zu zerstreuen”. Jacks korrupte königliche Leibwache hatte den Heckenschützen damals freie Bahn geliefert, weshalb der neue König jetzt sicherheitshalber schon mal seine eigenen Leibwächter mitbringt.

Er weiß, dass mit den Meistern nicht zu spassen ist – sie haben nicht nur Augen und Ohren überall im Reich und besitzen “Kompromat” über fast jeden und jede, sondern kontrollieren auch die wichtigsten Lautsprecher und Einpeitscher. Sein hochmodernes Zwitscher-Gerät, dank dem er alle seine Freunde im Volk jederzeit erreichen kann und  auf Herolde wie “Times” nicht mehr angewiesen, kommt gegen die mächtige Orgel der Meister allein nicht an. Und bevor der Neue nächste Woche inauguriert wird, haben sie noch einmal alle Register hochgefahren, um zu zeigen, wer in Brainwashington D.C. die Hosen an hat.

Damals, als man gegen den Saddam ziehen sollte, hatten 16 Großmeister der Intelligence bestätigt, das dieser Massenvernichtungswaffen besitzt – und jetzt, wenige Tage vor der feierlichen Krönung, bestätigen 17 Großmeister, dass der neue König eigentlich eine Marionette des ultrabösen Herrschers Putin sei.  Dieser hätte ihn einst in sein Dunkelreich gelockt, zu perversen Orgien verführt und ihn seitdem in der Hand. Fünf Jahre verwandte er, ihn zu formen und vorzubereiten, dann sandte er seine Agenten aus, überall im Lande das üble Gift der “Fake News” zu verbreiten und schickte unsichtbare  Häscher, um die Post der Vizekönigin Hillary zu erbeuten. Die lies er dann, “auf verschlungenen Wegen”, einem weltbekannten Piraten zukommen der sie dann dem Volk präsentierte – und ihr alle Chancen nahm,  die Wahlschlacht zu gewinnen, weil offenbar wurde, wie kalt, korrupt und kriegslüstern die Vizekönigin war.  So hievte der raffinierte Ultraböse den unflätigen Cowboy nicht nur auf den Thron, sondern wird ihn künftig wie eine Marionette steuern und die Fäden im ganzen Königreich ziehen.

Mit dieser Geschichte erkärten die Meister der Intelligence aus den Tiefen des Staats dem forschen neuen König den Krieg. Sie  veröffentlichten ein Dossier über die perfide Manipulation der Wahl und der Unterstützung des neuen Königs durch den Ultrabösen.  Sie konnten dafür keine Beweise vorlegen und sagten, als solche verlangt wurden, dass ihr Geheimgeschäft es leider nicht zuließe,  “Quellen und Methoden” offen zu legen. Und dass die Autorität von sage und schreibe 17 Intelligence-Großmeistern, die sich seit Jahrzehnten rund um die Uhr für Sicherheit der Bevölkerung einsetzen,  ja wohl genügen müsse, die Wahrheit dieser Geschichte anzuerkennen.

Die Leute draußen im Lande kratzten sich am Kopf: war nicht “Glauben” schon vor Jahrhunderten im ganzen Königreich abgeschafft und durch “Wissen” ersetzt worden ? Musste nicht jeder vor Gericht Beweise und Zeugen vorbringen für seine Anschuldigungen ? War es nicht auch den Herolden und Einpeitschern seit langem verboten,  Gerüchte und Vermutungen einfach als echte Nachrichten in die Welt zu setzen ? Und hatte man diese strengen Regeln nicht gerade deshalb eingeführt, weil falsche Nachrichten und Behauptungen der Meister der Intelligence in der Vergangenheit so oft zu schrecklichen Kriegen geführt hatten ?  So war es doch. Und jetzt sollte man den unsichtbaren Meistern wieder einfach nur Glauben schenken und nichts mehr wissen dürfen ? Und das alles nur, weil der neue König gesagt hatte, der Ultraböse sei eigentlich gar nicht so schlimm und er würde mit ihm schon klarkommen ?

Die Leute verstanden es nicht und beschlossen, sich erst Mal Popcorn zu holen, für die nächste Folge im Real Game of Thrones….

Auch erschienen auf Telepolis, die bisherigen Folgen unserer kleinen Serie hier

 

7
Jan, 2017

“Fake News” auf der Intensivstation

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Wo Medien,-und Web-Konzerne international gerade eine ganz  große Koalition gegen Fake News bilden, will dieser kleine Blog natürlich nicht zurückstehen. Wir werden hier künftig deshalb gelegentlich “News” auf den Seziertisch legen und auf “Fake-News”-Indikatoren durchleuchten. Heute geht es um  einen “Spiegel Online”-Artikel, der schon in der Überschrift klar machte, dass es um einen Akut-Patienten handelt, der dann auch umgehend in die investigative Intensivstation eingeliefert wurde. 

 

Russland soll Mails über Umwege an WikiLeaks weitergegeben haben

Die US-Geheimdienste wissen nach eigenen Angaben, wer die E-Mails über die Demokraten an WikiLeaks weitergeleitet hat. Das geht aus einem von US-Präsident Obama angeordneten Geheimbericht hervor.

( Der Konjunktiv als engster Mitarbeiter und wichtigstes Werkzeug jeder Fake-News-Produktion kommt hier gleich in der Überschrift um Einsatz. „Soll“, „könnte“, hätte“ sind Fake-News-Indikatoren par excellence, die zeigen, dass es sich hier nicht um eine Nachricht, sondern um ein Gerücht handelt. In diesem Fall die Behauptung, dass Mails von Russland an Wikileaks gegangen sein sollen. Über „Umwege“ deutet dann an, dass man weder wirklich weiß, ob die Mails von Russland an Wikileaks gegangen sind, noch wie, auf welchem Weg, außer auf irgendwelchen Umwegen. Die „US-Geheimdienste“ aber wissen „nach eigenen Angaben“ wer es war und haben einen „Geheimbericht“ verfasst, aus dem das hervorgeht. Nun sind Geheimberichte aus denen etwas hervorgeht ja nicht mehr geheim, was einerseits die Spannung auf den Artikel steigert – andererseits aber sind anonyme „Angaben“ von „Geheimdiensten“ eine ebenso starker Indikator für Fake-News wie der Konjunktiv. )

Die US-Geheimdienste wollen die “Akteure” identifiziert haben, über die russische Hacker die erbeuteten E-Mails der Demokraten an WikiLeaks weitergegeben haben. Das berichten die “Washington Post” und CNN, die sich auf einen Geheimbericht berufen, den US-Präsident Barack Obama am Donnerstag erhalten hat. Demnach sind sich die Geheimdienste sehr sicher, dass Russland hinter den Hackerangriffen steckt.Die erbeuteten Daten sollen vom militärischen Geheimdienst GRU über einen “verschlungenen Weg” zu WikiLeaks gelangt sein. So sollte die Quelle verschleiert werden.

(Die Geheimdienste behaupten, Akteure identifiziert haben und haben außer dem Präsidenten auch Washington Post und CNN in ihren „Geheimbericht“ schauen lassen. Wer die angeblich identifizierten Akteure wirklich sind, wird nicht mitgeteilt, was aber die Hintermänner betrifft sollen die Geheimdienste „sehr sicher“ sein, dass Russland dahintersteckt, denn die Mails „sollen“ über den GRU auf “verschlungenen Wegen” zu Wikileaks gelangt sein. Hier wird der Feind, der russische Militärgeheimdienst, beim Namen genannt, im Konjunktiv der Tat bezichtigt und ihm dabei eine besondere Heimtücke unterstellt: Statt einfach bei Assange in der Botschaft anzurufen, sollen die raffinierten Russen einfach die Quellen „verschleiert“ haben. Gemein!)

Als weiteres Indiz führen die Geheimdienste demnach an, dass russische Regierungsmitglieder den Sieg Donald Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl als einen geopolitischen Erfolg für Moskau gefeiert hätten. Das soll aus abgefangener Kommunikation zwischen hohen russischen Beamten hervorgehen.

(Diese barbarischen Russen, feiern die Wahlniederlage der Dame, die ihren Präsidenten als erste Politikerin als „Hitler“ diffamiert hat und lassen die Korken knallen! Dieses „Indiz“, angeblich aus abgehörten Gesprächen von namenlosen „hohen russischen Beamten“, ist ohne Kenntnis der O-Töne zwar wertlos und nur ein Gerücht, leitet aber die neueste Enthüllungsstory der WaPo ein, und sorgt gleich für den richtigen psychologischen “Freund/Feind”-Spin)
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1
Jan, 2017

Hardware der Grizzly Steppe entdeckt

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Zum neuen Jahr hat die amerikanische Regierung nun endlich Belege dafür geliefert, dass die bisher immer nur behaupteten Angriffe russischer Hacker zwecks Manipulation der US-Wahlen nicht nur tatsächlich stattgefunden haben, sondern dass die “Cyberkriminellen” auch im direkten Auftrag der Regierung tätig geworden sind. Dazu hat die NSA zu Sylvester jetzt ein Foto veröffentlicht, das letzte Zweifel ausräumt. Es zeigt das aus russischer Produktion stammende Spionage-Tool, das an den Servern Hillary Clintons und in der Demokratischen Parteizentrale sichergestellt wurde und eindeutig zeigt wohin der digitale Output der Betroffenen auf direktem Wege umgeleitet wurde

Nachdem die vom Weissen Haus letzte Woche veröffentlichten Beweise über einen von den russischen Hacker-Bären verwendeten Code namens “Grizzly Steppe” in Technikerkreisen eher Kopfschütteln und Lachsstürme erzeugten –  weil der vom Homeland Security Ministerium so bärig getaufte Sourcecode im Netz jedermann und keineswegs nur Russen zugänglich ist – dürfte mit dem nunmehr vorliegenden Fotobeweis auch die Bevölkerung überzeugt werden, die je nach Umfrage zwischen 60% und 80% die ganze Russenhacker-Story  nach wie vor für Fake News hält. Doch an diesen harten Fakten kommt jetzt niemand mehr vorbei. Wie der hier stark vergrößerte Nanotech-Datensauger in die streng gesicherten Rechner gelangen konnte,  wird derzeit noch ermittelt, die Beschriftung läßt allerdings keinen Zweifel mehr zu, wer für die Angriffe auf die amerikanische Demokratie direkt verantwortlich ist.

UPDATE: (vom Schockwellenreiter): Neben der CIA, dem FBI und dem Secret Service wurden auch Batman und Captain America zur Aufklärung des Falles hinzugezogen. Das zeigt, wie ernst in den USA die russische Bedrohung gesehen wird.

9
Oct, 2016

Russland zieht die rote Linie

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Der Syrien-Experte Professor Günter Meyer gibt in diesem Interview eine realistische Einschätzung zur Lage des Stellverterterkriegs in Syrien – und hat auf die Frage, wer hier eigentlichen die Guten und die Bösen sind, eine ebenso realistische wie richtige Antwort: “Aus meiner Sicht sind die USA die Hauptverantwortlichen für diese humanitäre Katastrophe, die wir im Moment erleben. Seit der US-geführten Invasion im Irak 2003 haben die Regierenden in Washington eine falsche Entscheidung nach der nächsten getroffen und damit die gesamte Region ins Chaos gestürzt.” Nachdem Amerika nun die bilateralen Abstimmungen mit Russland abgesagt hat, droht das Chaos in Syrien weiter zu wachsen. Der Kessel um die von Al Qaida besetzten Teil von Ost-Aleppo zieht sich Tag für Tag enger, wie sich den aktuellen Frontberichten hier entnehmen läßt, die jeder als Antidot zu den Verdrehungen und Lücken der hiesigen Mainstreammedien zur Kenntnis nehmen sollte.  Ebenso wie diese ausführliche Analyse des Saker zur aktuellen Lage.

Schon seit langem und jetzt wieder hat die syrische Armee sowohl die Evakuierung der Zivilbevölkerung als auch die Amnestie für jeden sich ergebenden Jihad-Kämpfer angeboten – die Schlacht um Aleppo könnte morgen zu Ende sein, würden die USA ihre salafistischen Terror-Söldner zurück ziehen. Daesh und das ISIS- “Kalifat” wären dann ebenfalls in Kürze Vergangenheit, Assad bliebe bis zu Neuwahlen an der Macht und Syrien ein säkularer Staat inklusive  einer kurdischen Region mit besonderen Autonomierechten.

Das wäre fraglos eine Niederlage für das Imperium, etwas was für die “exzeptionalistische” Nation natürlich nicht in Frage kommt, schließlich ist man rüstungsmäßig dem Rest der Welt dutzendfach überlegen. Wie aber sähe ein Sieg aus ? Damakus und sogar das ganze Land zu Schutt und Asche zu bombardieren, wäre für die US-Airforce kein Problem. Aber was dann ? Die Kopfab-Jihadisten, die man gegen Assad aufgerüstet hat, an die Regierung ?  Nur ein militärisch-industrieller-Komplex, für den Krieg in Permanenz Geschäft bedeutet, kann eine solche Lösung favorisieren. Doch zu der wird es wohl auch nicht kommen, denn der Rest der Welt wird sich das nicht länger bieten lassen.

Dieser “Rest der Welt” steht in Syrien dem Imperium schon jetzt  in Form von 4+1 (Syrien, Iran, Russland, China + Hisbollah) gegenüber und wie es ausschaut, wird er nicht zulassen, dass das Empire of Chaos weiter wütet. Der US-Doktrin der globalen “Full Spectrum Dominance”, der gewaltsamen Formung einer unipolaren Welt, wird ein Riegel vorgeschoben. Russland hat unmißverständlich klar gemacht, dass es ab sofort eine Flugverbotszone über Syrien gibt, nämlich für US-Flugzeuge. Auch Cruise Missiles gegen syrische Einheiten haben keine Chance mehr gegen das “Höllensystem”, wie n-tv die mobile russische Luftabwehrwaffe S 300/400 nannte, die als beste der Welt gilt. Die Luftunterstützung, wie sie die Al Nusra-Söldner von ihren Herrn in Washington fordern, wird also nicht kommen. Oder frühestens, wenn Obama als lame duck durch Clinton und ihre bellizistischen Neocons ersetzt wird, im neuen Jahr. Bis dahin aber wäre Aleppo befreit und damit der Krieg verloren sowie die US-Hegemonie im Mittleren Osten beendet. Deshalb ist jetzt die Gefahr sehr groß, dass das Pentagon auf eigene Rechnung und ohne präsidiales OK  “Zwischenfälle” arrangiert, wie unlängst das Bombardement von syrischen Kasernen, oder dass versucht wird, mit  “False Flag”-Operationen wie den Giftgas-Einsätzen vor zwei Jahren  die “rote Linie” zu überschreiten, um die Lage weiter zu eskalieren.

Weil ich zum 100. Geburtstag von John F. Kennedy im kommenden Frühjahr  gerade eine Neuauflage des Buchs “JFK – Staatsstreich in Amerika” vorbereite, kam mir in letzter Zeit öfter die Kuba-Krise in den Sinn, in der die beiden Atommächte USA und UdSSR kurz vor einem nuklearen Krieg standen. Hätte Kennedy damals auf seine säbelrasselnden  Generäle gehört und einem regime change via Bombenteppich zugestimmt – vorbereitet durch die Operation Northwoods, die “False Flag”-Angriffe  auf US-Passagierschiffe vorsah – wären die Metropolen der US-Ostküste von einem Hagel nuklearer Mittelstreckenraketen zerstört worden. Dass solche Sprengköpfe in Kuba bereits installiert waren, war  dem Generalstab und auch der CIA  schlicht entgangen. (Sie erfuhren erst 40 Jahre später auf einer Konferenz in Havanna davon, als die Russen dies erstmals enthüllten.) Ihr Plan, die Insel in zwei Tagen zu erobern, wäre auf tragische Weise schief gegangen. Nur weil Kennedy hinter dem Rücken seiner schießwütigen Militärs im Geheimen mit Präsident Chrustschow verhandelte, blieb diese Katastrophe aus.

Solche Diplomatie wäre auch jetzt das Gebot der Stunde, nicht nur um die Tragödie in Aleppo zu beenden, sondern um weitaus größere Katastrophen verhindern. Dass sich noch weitere Staaten (Israel, Saudi-Arabien, Türkei) in diesem Krieg Landgewinne versprechen, macht die Sache nicht einfacher. Doch ein “Weiter So!” wird es für das Imperium jetzt nicht mehr geben – das Chaos in Afghanistan, im Irak, in Libyen und 1,5 Millionen Leichen sind auch wahrlich genug. Die rote Linie, die Russland gezogen hat, ist kein Bluff. Mehr als die halbe Welt steht dahinter. Amerika spielt bekanntlich Monopoly und Russland Schach.  Mit ihrem Lieblingsspiel kommen die Amis jetzt aber nur noch  um den Preis der “mutual nuclear destruction” weiter. Dass es heute, wie damals in JFKs Generalstab, durchgeknallte Militärs geben könnte, denen das egal ist, macht die Lage äußerst gefährlich.

18
Sep, 2016

Die Putin/Trump-Verschwörung

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Den “National Enquirer” habe ich  bei Besuchen in den USA immer gern mal gekauft, wenn er mir an der Supermarktkasse mit irgendeiner mega-schrillen Headline ins Auge fiel – und wurde selten enttäuscht. Nicht nur was die Dichte von sensationsheischendem Bullshit betrifft, sondern auch im Aberwitz der noch sensationelleren Topstories. Jetzt aber hat die Mutter aller Käseblättter Konkurrenz bekommen und das von unerwarteter Seite: die “Washington Post”, seit Watergate quasi mit dem Mutterkreuz des Investigativjournalismus  ausgestattet, dümpelt neuerdings noch unter “National Enquirer”-Niveau.  Am 12. September setzte die WaPo die Story in die Welt, dass die am Vortag bei einer  9/11-Gedenkfeier zusammengeklappte Hillary Clinton Opfer eines Giftanschlags gewesen sein könnte. Einziger Beleg für den Leitartikel war der Tweet eines Pathologen, der meinte,man solle eine toxikologische Untersuchung machen, denn Mr. Trump und Mr. Putin sei alles zuzutrauen. Die “Post” fügte dann noch raunend hinzu, dass auch der Ex-KGB-Agent Litvinenko merkwürdig zu Tode gekommen sei und solche Morde schließlich nie “ohne Putins direkte Zustimmung” geschähen. Und  that’s it – fertig ist die Verschwörungstheorie.

Wie kommt es nun, dass eine einstige “Qualitätszeitung” derart ungeniert derart dumpfen Desinformationsmüll in die Welt setzt ? Wayne Madsen hat nur eine Erklärung dafür:

“The aim of the neoconservative war hawks who are embedded in Clinton’s campaign, as well as the Central Intelligence Agency-linked Post, is clear. President Putin is being set up by the neocons as the next Saddam Hussein, Muammar Qaddafi, and Bashar al Assad. Meanwhile, Trump is being portrayed as a modern-day Alger Hiss who owes ultimate loyalty to the Kremlin. It should be pointed out that Jeff Bezos, the owner of the Post, has a $600 million contract with the CIA to provide cloud computing services for the CIA. The deal makes The Washington Post, via interlocking close corporate links, a de facto CIA contractor.”

Operation Mockingbird – ick hör dir trapsen. Und doch ist man immer wieder überrascht, wie plump das alles läuft. “The CIA is smart, but it is not so smart, if something works they do it over and over again” schrieb mir unlängst ein Kollege aus den USA. Die Nummer, unliebsame Politiker als Agenten des Kreml zu denunzieren, ist seit den  50er Jahren einstudiert und wird schlicht wieder aufgekocht. Allein: es scheint nicht zu helfen. Trump lag in den Umfragen weit zurück und  steht jetzt nahezu gleichauf mit Clinton, in manchen “swing states” sogar schon vor ihr und selbst  19,5 % der afro-amerikanischen Wähler unterstützen ihn. Auch wenn die liberalen Medien es noch  nicht wahrhaben wollen: es droht mit The Donald im November eine ähnliche Überraschung wie mit dem Brexit: SNAFU USA.

Zumal weitere finstre Agenten der Putin/Trump-Verschwörung am Werke sind: Wikileaks hat gerade Dokumente geleakt, wieviel man der Partei spenden mußte, um als Botschafter oder  Staatssekretär bei der Obama-Regierung  ein Pöstchen zu bekommen.  Und Hollywood-Legende Oliver Stone hat mit seinem neuen Film einen weiteren Helden auf die Agenda gesetzt, der natürlich auch vom Kreml gesteuert ist: Edward Snowden. Während der “Guardian”, die “New York Times” und Glen Greenwalds ” The Intercept” zur Begnadigung des Whistleblowers aufrufen, fordert die “Washington Post” weiter die strafrechtliche Verfolgung ihres eigenen Informanten. Konsequent für ein de facto CIA-Vertragsunternehmen, aber auch ein historischer Tiefpunkt für ein Presseorgan: für die Veröffentlichung der Dokumente, deren Überbringer sie jetzt wie Chelsey Manning im Knast sehen will,  hatte sich die “Post” mit dem Pulitzerpreis 2013 auszeichnen lassen.

11
Aug, 2016

SNAFU USA

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Screen-Shot-2016-02-25-at-10.00.07-AM-1024x741Dieser Tage  saß ich mit einem New Yorker Paar, beide langjährige Journalisten, zum Mittagessen und sie erzählten von einem Familientreffen unlängst, bei dem sowohl gestandene Republikaner als auch Demokraten-Wähler anwesend waren – aber keiner hätte gewußt, was er denn wählen soll. Was nun ja auch kein Wunder ist, wenn die eine Partei Pest und die andere Cholera als Kandidat nominiert. Deshalb rechnen die beiden, dass die Zahlen der Protestwähler, die die aussichtslosen Kandidaten der Grünen oder Libertären wählen, stark zunehmen werden. Was aber auch nix ändert. Zudem seien viele Wahlmaschinen eh  manipuliert. Also “Situation Normal All Fucked Up”.

Sie fragten mich dann, was ich von dem überall aufkommenden Nationalismus halten würde.  In Europa und für  Deutschland halte ich das für keine gute Idee, hatten wir hier schon, aber für Amerika wäre ein strikter Nationalismus, der den Rest der Welt einfach mal eine Weile in Ruhe läßt, eigentlich  hervorragend. Wir lachten – aber ich denke da ist was dran, weshalb mir in diesem Kasperltheater der Springteufel Trump, der die Militärausgaben und den Nato-Zirkus runterfahren will, außenpolitisch sogar lieber wäre als die notorisch kriegsgeile Wallstreet-Hexe Hillary. Schon haben 50 prominente Republikaner unter Leitung des bekannten Doku-Fiction-Autors Philip Zelikow – Chefautor des offiziellen 9/11-Untersuchungsberichts – in einem offenen Brief bekundet, dass sie auf keinen Fall Trump wählen. Krieg ist nun mal Krieg  und muss einfach sein,  da sind die Neocons, die CIA  und ihre Freunde, die uns den Afghanistan/Irak/Syrien/Libyen-Krieg brachten, natürlich ganz bei Hillary. Wie auch die gesamten liberalen Medien, die dafür sogar eine uralte Waffe ausgepackt haben, die früher stets von rechts gegen jeden politischen Kandidaten gezückt wurde, der etwas links von stockkonservativ stand: von Moskau bezahlter Kreml-Agent!  Waren es früher stets Liberale und Linke, denen die Rolle als “fünfte Kolonne” des Kremls zugeschrieben wurde, ist es jetzt der rechte Multi-Milliardär Trump. SNAFU wohin man schaut.

Dass “die Russen” den Server der Demokratischen Partei gehackt und Clintons emails geleakt haben, ist zwar nicht mehr als ein Gerücht, aber von der “New York Times” abwärts eine ganz große story: der Iwan manipuliert die Wahlen, Trump ist Putins Pudel und das Einzige was dagegen hilft ist Hitlary, die schließlich als erste  in Wladimir dem Schrecklichen den nächsten “Hitler” erkannt hat. Kein Thema dagegen ist, dass die geleakten emails klar beweisen, wie die Parteispitze den eigentlichen Kandidaten der demokratischen Wähler, Bernie Sanders, behinderte und mobbte, um Killary durchzusetzen. Schöne Demokraten sind mir das. Dass mehr als ein Drittel aller Bernie-Fans Clinton nicht wählen wollen, könnte sich auf ihr Wahlergebnis massiver auswirken als der Zulauf von ein paar Neocons zu ihrem Lager. Dass die Umfragen derzeit Clinton klar vorne sehen, könnte nämlich täuschen. Der Grund: weil sich The Donald mit seinen irren Sprüchen unmöglich gemacht hat bekennen sich jetzt viele der Befragten nicht zu ihm, wählen ihn am Ende aber doch. Der Stimmung im Lande nach, meinten meine New Yorker Besucher, könnte eine Überraschung wie der Brexit durchaus ins Haus stehen. Ein Wahlsieg von Trump wäre dann SNAFU im Quadrat.

23
Jun, 2016

Endspiel in Europa

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27.06.13-2139-Bildschirmkopie-300x152Bevor auf diesem Blog für zwei Wochen Sommerpause ist, hier noch ein paar Prognosen und Hinweise:

– der Brexit wird heute knapp abgewählt, die Briten bleiben drin, was dann zum allgemeinen Aufatmen und fröhlichen “Weiter so!” in der EU führen wird. Aber nicht zu irgendeiner Lösung oder einem Stop der europäischen Disintegration.

– es wird auch weiterhin nichts Schlimmes geben, hinter dem nicht Putin steckt. Jetzt hat das ehemalige Nachrichtenmagazin “enthüllt”, dass auch die Hacker des IS “Cyber Kalifats” eigentlich Russen sind. Das Online-Magazin “Sputnik” hat mich  zu dieser neuen Volte im  kindergarten-artigen Russland-Bashing befragt. Read more

30
Apr, 2016

Panzer-Uschi in der Wolfsschanze

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historyIn den Bestsellerlisten notiert der “Rassist der Herzen” (taz) Thilo Sarrazin derzeit auf Platz 1,  knapp  vor Adolf Hitlers “Mein Kampf” –  und Deutschland läßt wieder Truppen gen Moskau marschieren. Zwar ist die Oberkommandierende, unsere Panzer-Uschi,  noch nicht in der Wolfsschanze einquartiert, aber was nicht ist, kann die Leyen-Spielschar ja schon mal üben. Zumal unsere Altvorderen unter Adolf wie schon zuvor Wilhelm und Napoleon bei ihren Auswärtsspielen gegen Russland  stets schwer auf die Mütze bekamen. Sportlich gesehen sind der Iwan und Mütterchen Russland so etwas wie der Angstgegner westlicher Champions-League-Aspiranten, da herrscht also fraglos verschärfter Trainingsbedarf. Dass seit  ’45 Atomwaffen am Start sind, die beim Eindringen in den Strafraum gezündet werden – was für das Mittelfeld (Deutschland) die nukleare Apokalypse bedeutet – läßt solche Truppenbewegungen als  geschichtsvergessene Gymnastikübungen zwar geradezu lächerlich erscheinen. Sie sind aber durchaus ernst gemeint, denn den Chefcoach Uncle Sam juckt es im Ernstfall wenig, wenn das Mittelfeld zum Schlachtfeld wird. Es geht, wie einst unter Adi,  um Höheres, Größeres,  es geht um Absolutes und Totales, um Full Spectrum Dominance,  da müssen einfach Opfer gebracht werden. Dass  sich 95 % der deutschen Bevölkerung eine politische Annäherung an Russland wünschen darf da keine Rolle spielen. So wie es ja auch keine Rolle spielt,  dass 95 % aller Fußballfans eine Wüsten-WM bei 40 Grad in Katar absurd finden, wenn die FIFA das so beschließt – bzw. die NATO, als ihr geopolitsches Pendant und ebenso korrupt und überflüssig. Freilich eine Idee mehr transparent, denn Freundschaft mit Russland ist pures Gift für die Auftragsbücher, nur das Schreckensbild des aggresiven Bären garantiert steigende Budgets.

Wer sich an die Geschichte nicht erinnert, muß sie wiederholen. Und diese Nachrichten könnte man durchaus als einen solchen geschichtsvergessenen Retro-Trip deuten. Die Tragödie des zweiten Weltkriegs läuft jetzt als Farce. Für den Horror vor einer “jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung”, mit dem zu Krieg getrommelt wurde, sind nunmehr  der Islam und einmal mehr die Russen zuständig.  »Spätestens seit den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln kommen selbst grüne Professoren zu mir, die sagen: Ich habe zwei blonde Töchter, ich sorge mich, wenn jetzt 60 arabische Männer in 200 Meter Entfernung wohnen,« bekundete unlängst der grüne Bürgermeister von Tübingen. Und Otto Köhler fand auf Seite 1344 des Hitler-Werks das Originalzitat: »Der schwarzhaarige Judenjunge lauert stundenlang, satanische Freude in seinem Gesicht, auf das ahnungslose Mädchen, das er mit seinem Blute schändet und damit seinem, des Mädchens Volke raubt. Mit allen Mitteln sucht er die rassischen Grundlagen des zu unterjochenden Volkes zu verderben.« Da wäre dann auch “Türken-Thilo” wieder dabei, wenn auch etwas vornehmer formulierend. Einmal mehr lauert also ein heimtückischer Feind im Inneren – schwarzhaarig, krummnasig, satanisch – unseren blonden Töchtern und damit uns allen auf; und droht von außen der unberechenbare Iwan bis nach Paris vorzustossen, mindestens: “Putin will die Wetmacht!” (Joschka Fischer). Da ist ein kleines Reenactment an der Wolfsschanze das Mindeste.  Zum 75. Jahrestag des letzten Überfalls wird man mit 250 Bundeswehr-Soldaten an der Grenze ja wohl noch ein wenig die Backen aufblasen dürfen  – im Namen von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten, versteht sich…

16
Feb, 2016

Für ein säkulares, ganzes Syrien

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“Ist er so perfide..oder sind wir so dumm?” fragt  Bernd Ulrich in der  “Zeit” in Sachen Putin und verspricht, “die  neue geopolitische Lage illusionslos in den Blick zu nehmen.” Ergebnis und Siegerehrung:

„Offenbar hat der Westen in den falschen Kriegen der Ära Bush seine Entschlossenheit, seinen Heroismus, seine Opferbereitschaft weitgehend aufgebraucht; jetzt, da die Lage im Mittleren Osten kritischer ist als je zuvor, hat er infolgedessen kaum noch mentale und moralische Ressourcen, um der Lage Herr zu werden – ohne sich das jedoch eingestehen zu wollen.“

“Falsch” waren die Kriege gegen Afghanistan und Irak, weil es dort keine echte Opposition gab, die der Westen hätte unterstützen können, richtig dagegen die Kriege im Kosovo, Libyen und Syrien, weil hier Menschrechte verletzt und Diktatoren beseitigt werden. Diesen konfusen Menschenrechtsbellizismus hatte der Leitartikler der Zeit 2011 bereits in Buchform dargelegt, um zu begründen “Wofür Deutschland Krieg führen darf. Und muss.”  Nach dem mittlerweile als False-Flag-Operation enttarnten angeblichen Giftgaseinsätzen Assads rief er dann energisch zu den Waffen: “Ein Militäreinsatz nützt den Menschen in Syrien mehr als keiner”. Dass sich die Bundeswehr mittlerweile daran beteiligt, den Menschen in Syrien “zu nützen” reicht aber nicht, weshalb den unvorbereiteten Leserinnen und Lesern mit einer Salve Laptop-Bomber-Prosa die Augen geöffnet werden müssen: es fehlt ihnen, dem “Westen”, also uns allen, einfach nur ein wenig Heroismus und ein bißchen Opferbereitschaft – und schon könnte man den weder perfiden noch dämonischen sondern nur geschickten Feldherrn Putin ausmanövrieren.

Um dann mit wunderbarem “regime change” einen  demokratischen Wandel wie im Kosovo und Libyen auch in Damaskus herbeizuführen… nein, das schreibt Kamerad Ulrich natürlich nicht, denn es ist ja gerade das Chaos, das diese in seiner Konnotation “richtigen” Kriege hinterlassen haben,  welches  für den “mentalen und moralischen” Ressourcenverbrauch verantwortlich ist. Wer mental noch halbwegs beisammen ist kann weder für den Mafiastaat Kosovo noch für das von islamistischen Milizien terrorisierte Libyen irgendeine moralische Begründung finden – und wird einen Teufel tun sich entschlossen und heroisch in die Fortsetzung dieses mörderischen Wahnsinns zu stürzen. Da zu mehr Heldentum und Opferbereitschaft aufzurufen ist nicht nur dumm und perfide, sondern zynisch und verantwortlungslos.

Gottlob sind die entscheidenden Player in diesem Krieg entschieden besonnener als die Volkssturmtrommler  und russophoben Wortverdreher der hiesigen “Qualitätspresse” –  wie man der Pressekonferenz  der Minister Kerry und Lawrow sehr  gut entnehmen kann:
” Wir versuchen jetzt alles, was in der Macht der Diplomatie steht, um diesen Konflikt auf eine Weise zu Ende zu bringen, der in einem vereinten, nicht-konfessionellen, die Minderheiten schützenden, säkularen, ganzen Staat endet.”
Diese Worte des amerikanischen Außenministers könnten bestätigen, was Thierry Meissan in seiner Analyse vermutet: “Das Treffen der Internationalen Gruppe zur Unterstützung Syriens scheint zu bedeuten, dass das Weiße Haus wieder das Heft in die Hand nimmt auf Kosten der „Neokonservativen“ und der „liberalen Falken“…. Es scheint, dass das Weiße Haus die Absicht, Syrien zu zerstückeln, aufgegeben hat und mit dem Kreml übereingekommen ist, das französisch-britische Vorhaben der Errichtung eines Pseudo-Kurdistan im Nord-Osten des Landes zu verhindern.”

Deutlich pessimistischer schätzte – vor der Münchner Konferenz –  der Saker die Lage ein: “Die letzten Meldungen legen meiner Meinung nach nahe, dass das Weiße Haus entschieden hat, die Türkei und Saudi-Arabien in Syrien einfallen zu lassen.”  Heute melden die Nachrichten, dass Sultan Erdogan von der türkischen Seite der Grenze weiter nach Syrien feuern läßt.  “Russia Insider” vermutet dahinter allerdings nur einen Bluff, weil weder Türken noch Saudis ohne ein Okay Washingtons  in Syrien einmarschieren. Wenn die Wünsche einer Landnahme durch den  Groß-Osmanen Erdogan und der  Etablierung einer salafistischen Region in Syrien/Irak  durch die Kopf-ab-Saudis von der Agenda der USA tatsächlich gestrichen sind, wenn also die Vereinbarungen von Genf umgesetzt und jetzt alle bewaffneten Islamisten auf syrischem Boden bekämpft werden, ist der Spuk des “islamischen Staats” schnell beendet. Dass mittlerweile auch der apostolische Vikar des Papstes in Aleppo das russisch-syrische Vorgehen begrüsst, sollte allen Verteidigern des christlichen Abendlands jedenfalls mehr zu denken geben als das hysterische Putin-Bashing der hiesigen “Lückenpresse”….

23
Dec, 2015

Innenansichten der Propagandamacht

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TOPSHOTS-GERMANY-RUSSIA-MERKEL-PUTIN-PROTESTPropaganda machen bekanntlich immer nur die anderen, die Bösen, wir sind die Guten und machen sauberen, ausgewogenen Journalismus. Dumm nur, wenn wir nicht nur dabei erwischt werden, wie wir mit allen schmutzigen Tricks aus der Propaganda-Küche arbeiten – wie in der ZDF-“Dokumentation” unter dem Titel “Machtmensch Putin” – sondern jetzt  auch noch beim  glatten Fälschen ertappt wurden. Der Kronzeuge der Anklage, ein “Igor”, der die Truppen der Separatisten in der Ostukraine auf  30 000 Kämpfer beziffert, davon 65 Prozent russische Staatsbürger, war ein bezahlter Schauspieler. Während das ZDF  die Vorwürfe zurückweist, vermutet die “Süddeutsche”, dass den Journalisten mit diesem Fake eine Falle gestellt worden sei. Klar, so etwas gezielt zu inszenieren, kommt für einen “Qualitätsjournalisten” einfach nicht in Frage, wir sind hier ja schließlich nicht bei der “Lügenpresse” sondern beim deutschen Staatsfernsehen. Also müssen, keine Frage, Agenten des perfiden Putin, die aufrechten Journalisten irgendwie getäuscht haben – um es dann hinterher in ihrem eigenen Staatsfernsehen “triumphierend” (SZ) auszuschlachten. Nun ja, so sind sie eben, diese heimtückischen, machtbesessenen Russen.  Wer sich freilich das Filmchen anschaut, mit dem das deutsche Staatsfernsehen die Gehirne seiner Zwangsgebührenzahler wäscht, stellt schnell fest,  dass es der Enthüllung dieses plumpen Fakes gar nicht bedurft, um diese Pseudo-Dokumentation als zweitklassig zusammengeschustertes Propaganda-Werk zu entlarven. Für Mediendozenten und Journalistenlehrer ein schönes Beispiel, wenn es darum geht die Entwicklung der “PR” von Bernays über Goebbels bis heute zu vergleichen

Wer sich in Sachen Wladimir Putin nicht einfach dumpf manipulieren lassen will, sondern sachliche Informationen sucht, dem kann ich das Buch von Hubert Seipel empfehlen, dessen Interview ich hier schon gepostet hatte. Sein Buch “Putin – Innansichten der Macht” ist mittlerweile eingetroffen, ich habe es schon fast durch und finde es sehr gut. Wer noch ein Last Minute Geschenk für politisch Interessierte liegt damit bestimmt nicht falsch. Um des Weltfriedens Willen braucht es mehr Russland-, und Putinversteher und weniger Spalter und Demagogen. Dass der UN-Sicherheitsrat selten so einig war, wie bei den jüngsten Friedensbeschlüssen für Syrien, ist immerhin ein Funke der Hoffnung. In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Leser frohe Weihnachten.

16
Dec, 2015

Ein Putinversteher erzählt….

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Hubert Seipel ist wohl der westliche Journalist, der Wladimir Putin am besten kennt, da er in auf vielen Reisen begleiten und zahlreiche Gespräche mit ihm führen konnte. Auch er versteht sich als “Putinversteher”, weil er wie hierzulande nur noch wenige Journalisten nach dem klassischen Grundsatz “audiatur et altera pars” die andere Seite erst einmal hören und verstehen will, bevor er  ein Urteil fällt und entscheidet wie er mit ihr umgeht. Sein Buch “Putin – Innenansichten der Macht” habe ich noch nicht gelesen, freue mich nach diesem langen Gespräch, das Thilo Jung mit ihm geführt hat, aber schon sehr darauf. Schließlich ist keine Figur der gegenwärtigen Zeitgeschichte derart zur Inkarnation des Bösen stilisiert worden wie der russische Präsident. Fakten und Details über die Person und die Politik sind für eine solche Monstershow  bekanntlich nur sehr begrenzt von Nöten. Daher darf man auf  Seipels Innenansichten gespannt sein –  auch  als  Ergänzung für die Außensicht von “Wir sind Guten”.

29
Nov, 2015

Wer mit wem gegen wen ?

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29.11.15 20:06-Bildschirmkopie

Auf der Pressekonferenz mit Präsident Hollande hat Präsident Putin nochmals klargestellt, dass Russland die Routen und Ziele aller geplanten Angriffsflüge in Syrien vereinbarungsgemäß den Amerikanern mitteilt: “The US-led coalition, which includes Turkey, was aware of the time and place where our planes would operate. And this is exactly where and when we were attacked.” Damit sollte das Propaganda-Gedröhn von 17 Sekunden “Luftraumverletzung” nun wirklich ein Ende haben: der Abschuss war ein Hinterhalt, den Erdogans Luftwaffe ohne US-Unterstützung nicht hätte legen können. Dass der US-Syrien-Koordinator General John Allen (Obama-Feind und Neocon) den Hit genehmigte ist wahrscheinlich.  Aber kaum hat  Erdogan den schmutzigen Job für den großen Bruder – und für die IS-Öl-Geschäfte seines Sohnes Bilal  –  absolviert, kriegt der Sultan kalte Füße. Präsident Obama setzt ihn  laut War  Wall Street Journal  massiv unter Druck, die Grenze zu Syrien zu schliessen, die Russen haben sofort massive Wirtschaftsanktionen eingeleitet, Frankreich ist ebenfalls nicht entzückt – doch die EU-Kommission stellt der Türkei beschleunigte Beitrittsverhandlungen in Aussicht, sowie sofort  Milliarden Euro für die Flüchtlinge. Dass Erdogan als entscheidender Unterstützer des IS selbst zu den Hauptverantwortlichen der Flüchtlingskatastrophe gehört, scheint bei den Verhandlungen gar keine Rolle zu spielen. Solange die Hauptschlagader für die Logistik des Islamischen Staats weiter völlig ungehindert in die Türkei läuft,  kann der Krieg in Syrien nie zu Ende gehen – und solange die Türkei diesen Korridor nicht dicht macht, sollte sie keinen Cent von der EU bekommen.

Dass Erdogan mit der mafiosen Attacke letztlich weder der Türkei, noch den NATO – Allierten einen wirklichen Gefallen getan hat, zeigt auch eine weitere Entwicklung: nicht die USA, wie es Erdogan wünschte, sondern Russland hat jetzt faktisch eine “No-Fly-Zone” über Syrien eingerichtet, indem es seine S-400 Flugabwehr dort stationiert hat. Das als derzeit weltbeste Flak geltende System kontrolliert einen Umkreis von 400 Kilometern. Bevor unsere Tornado-Uschi also die ersten “Aufklärer” losschickt sollte sie unbedingt Putin Bescheid sagen. Der hat sicher nichts dagegen, weil er mit Frankreich gerade eine echte Anti-IS- Koalition schmiedet – sonst hätten die Franzosen auch gar nicht ihren Flugzeugträger “Charles de Gaulle” in die Krisenregion schicken können. Dort taucht schon länger das russische Monster- U-Boot”Dmitri Donskoy” mit 200 Nuklearsprengköpfen an Bord. Was den “Schutz der Charles de Gaulle”, zu dem die Bundesregierung jetzt eine “Fregatte”  in den Krieg schicken will, unmittelbar als Lachnummer erweist.

Abgesehen davon, dass es für diesen Bundeswehr-Einsatz noch kein UN-Mandat gibt und es sich somit um einen grundgesetz,- und völkerrechtswidrigen Kriegseinsatz handelt, müßte vor einem solchen Mandat ja die Frage geklärt werden, wer hier überhaupt mit wem gegen wen kämpft. Wenn ich aus der sicheren Deckung meines Schreibtischs die Lage auf dem geopolitischen Schachbrett analysiere, sieht es auf den ersten Blick so aus wie in dem Cartoon oben oder  unter diesem Posting. Etwas sortiert ergibt sich folgendes Bild:

– der Großplan des US-Imperiums sieht nach der Zerstörung Libyens und des Irak vor,  Syrien und Iran unter Kontrolle zu bekommen. Um einen regime change in Damaskus zu erzwingen wurden die salafistischen Milizen zu einem “Islamischen Staat” und die syrische Opposition zu einer “Befreiungsarmee” aufgerüstet, die im Kern ebenfalls aus islamistischen Söldnern (Al Qaida /Al Nusra) besteht. Finanziert und unterstützt wird diese “Armee” von Saudi-Arabien und Katar auf der einen und von der Türkei auf der anderen Seite, sowie generell auch von den USA. Der IS ist also kein zufällig entstandenes Monster, sondern ein gezielt herangezüchtetes Werkzeug in diesem Krieg.

– vor dem Eingreifen der von der Assad-Regierung zur Hilfe gerufenen Russen, war der Kampf des Westens “gegen den IS” ein Schaukampf. Außer der regulären syrischen Armee und den Kämpfern der Peshmerga und der PKK, die ihre kurdischen Gebiete verteidigten, kämpfte niemand gegen das “Kalifat”, das seine Einflusszonen weitgehend ungehindert ausdehnte. Erst der Einsatz der russischen Luftwaffe, der gezielt gegen die Versorgungswege des IS vorging, brachte eine Änderung. Das Millionengeschäft mit gestohlenem Öl, das der IS der Firma von Erdogans Sohn liefert, geriet ins Stocken – und damit auch der von der Türkei geförderte Kampf der Islamisten gegen die Kurdengebiete im Norden Syriens. Dass Russland nach dem türkischen “Dolchstoss” die kurdische Autonomie nun noch stärker mit Waffen unterstützt als bisher – und damit indirekt auch die Todfeinde des Sultans, die PKK  – scheint nach dieser ausführlichen und sehr lesenswerten Analyse der “Oriental Review” recht wahrscheinlich.

– und so liest sich, auf FB bei Pepe Escobar – wie die syrischen Kurden auf Twitter Daesh/IS/ISIL einschätzen: “Housed in Turkey, trained in Jordan, logistics by Pakistan, literature from Saudi Arabia, funding from Qatar and Saudi Arabia, on the ground day to day running by Israel, weapons by the US, intelligence by the British, Germans and French, original weapons from Muslim Brotherhood helping them take it out of Libya.” Also wäre,  wenn es denn dem barbarischen IS tatsächlich an den Kragen gehen soll,  außer mit der Türkei und den Saudis auch noch mit einigen anderen “Verbündeten” (von der aktiven Beteiligung Israels wird bis dato mehr gemunkelt als dass handfeste Belege vorliegen) sehr ernsthaft zu sprechen. Deutsche Tornados und Fregatten braucht es dazu defintiv nicht.

– Weil jeder weiß, dass der “Islamische Staat” nicht mit Bomben besiegt werden kann, und jeder der noch bei Verstand ist einsehen muss, dass der Großplan des Imperiums mit dieser Bande die Hegemonie im Mittleren Osten zu erobern nur noch um den Preis eines Weltkriegs “erfolgreich” durchgeführt werden kann, ist nach einer Viertelmillion Leichen und 10 Millionen Geflohenen eine internationale politische Lösung jetzt unausweichlich: D.h. 1) Isolierung der Finanz,-und Waffenströme in das Kalifat 2.)  Vertreibung der IS-Kämpfer durch reguläre irakische und syrische Bodentruppen mit internationaler Unterstützung  3.) Einsatz einer robusten Blauhelmtruppe aller fünf Vetomächte zur Friedenssicherung und  Gewährung von Autonomierechten für die unterdrückten religiösen und kurdischen Minderheiten in Syrien und Irak. 4) Neuwahlen

Solange wir über 1) nichts Konkretes erfahren ist davon auszugehen, dass die wahabitischen Kopf-Ab-Milizen des Islamischen Staats weiterhin als unsere (un-)heimlichen Verbündeten agieren.

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