13
Dec, 2013

JFK Feedback

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Einige der Beiträge zu meinem JFK-Buch, die schon in der Rezensions-Übersicht gelistet sind, sind jetzt auch auf youtube anzuschauen – hier der Bericht des Wissensmagazins Lexi-TV im MDR:

… sowie die Talkshow auf Servus TV

 

Die weiteren Teile folgen hier(2), hier(3), hier(4) und hier(5)
Auch im RBB-Kulturradio wurde das Buch besprochen, sowie im Deutschlandradio,  in der Kölnischen Rundschau, derFrankfurter Rundschau,  und im Blog von Stefan Schaer. Mein Lieblings-Finanzjournalist Max Keiser hat dankenswerter Weise  das Gespräch mit Peter Dale Scott über JFK verlinkt.

25
Nov, 2013

“The public must be satisfied”

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Broeckers_JFK_web-1

Dass die Warnung “Beware of Brainwashington!” vor dem Jahrestag des JFK-Mordes angebracht war, zeigten die in den letzten Tagen gedruckten und gesendeten Beiträge, in der  die nach wie vor so genannten “Qualitätsmedien” durch die Bank die Geschichte des Einzeltäters Oswald und den Befund der Warren-Kommission von 1964 nachbeteten. Die Befunde der beiden späteren offiziellen Kommissionen, des “House Select Commitee of Assassinations” (HSCA), das 1977 eine Verschwörung für wahrscheinlich hielt, und des “Assassination Records Review Board” (ARRB), das 1998 eine solche Verschwörung u.a. anhand der manipulierten Autopsiefotos bewiesen hat, wurden durchweg ignoriert. Stattdessen feierten neue pseudo-wissenschaftliche “Beweise”  der magischen Kugel fröhliche Urstände, wurde der obskure Bestseller des TV-Moderators Bill O’Reilly “Killing Kennedy” als Beweisschrift für den Einzeltäter Oswald angeführt und durchweg suggeriert, dass die (Nicht-)Ermittlung der Warren-Kommission auch nach 50 Jahren der Wahrheit am nächsten kommt und daneben nur unbewiesene Verschwörungstheorien existieren.

Dass Dutzende bewiesener Fakten gegen einen “lone gunman” sprechen, dass Oswald angesichts dieser Fakten in einer ordentlichen Gerichtsverhandlung mit ziemlicher Sicherheit freigesprochen worden wäre – all dies war den den Schurnalisten von FAZ bis Spiegel, von SZ bis ARD & ZDF keine Erwähnung, geschweige denn ein paar eigene Recherchen wert. Was kein Wunder ist, denn diese hätten schnell dazu geführt, dass Oswald nichts anderes als ein weitgehend ahnungsloser Sündenbock – ein “sheep-dipped patsy” – war, was dann selbstverständlich zu der Frage führt, wer denn als Hirte dieses verwirrten Schafs fungierte. Wobei diese Frage schon nicht gestellt werden darf, weil sie in vermintes Gelände (Militär, CIA, FBI) führt… und dahin wagen unsere Schurnalisten auch nach 50 Jahren keinen Schritt und verabreichen ihrem Publikum auch nach einem halben Jahrhundert weiter ungeniert Beruhigungspillen wie die “magische Kugel”. Wo aber selbst bei einem uralten Fall wie dem JFK-Mord die Fakten wie eine heiße Kartoffel nicht einmal mit der Kneifzange angefasst werden, kann man sich ausrechnen, wie sich die Medien bei aktuellen  “Staatsverbrechen gegen die Demokratie”  verhalten.

Heute vor 50 Jahren wurde John F. Kennedy beerdigt – und Bundesanwalt Katzenbach sandte ein Schreiben ans Weisse Haus: “The public must be satisfied that Oswald was the assassin; that he did not have confederates who are still at large; and that evidence was such that he would have been convicted at trial.” 72 Stunden nach dem Mord waren die Ermittlungen abgeschlossen, der Angeklagte durch den Mafia-Handlanger Ruby erschossen und dank der Kooperation der Medien, die keine weiteren Fragen  und das Publikum zufrieden stellten, sind die Täter (bzw.ihre Nachfolger) bis heute unter uns.

22
Nov, 2013

Das rätselhafte Attentat

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22.11.13 20:19-Bildschirmkopie

 

 

 

 

 

 

Filmbeitrag über das Buch aus der heutigen Sendung von “Lexi TV” – in der Mediathek des MDR.

Der heutige 30-Minuten-Talk bei SWR “Leute” ( läuft Montag Nacht um 2.00 im SWR Fernsehen, Videolink folgt) steht schon als Audio-Podcast zum Download zur Verfügung (MP3 , 26 MB)

Schon am gestrigen Donnerstag lief auf Servus TV die Talkshow über JFK, die am Dienstag in Salzburg aufgezeichnet wurde,  und kann in der Mediathek angeschaut werden.

 

21
Nov, 2013

Beware of Brainwashington!

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Broeckers_JFK_web-1In den Massen von Infontainement-Müll, Pseudo-Dokumentationen und Un-Journalismus kommen zum 50. Jahrestag der JFK-Ermordung hier und da auch Dinge zum Vorschein, die man noch nicht gehört hat. Wie die Aussage eines der Notfallärzte im Parkland-Hospital in Dallas, Dr. Don Curtis, die in der texanischen Zeitung “Canyon News” zitiert wird – über den Zustand von Kennedys Schädel bei seiner Einlieferung ins Krankenhaus: “The posterior part of his head was blown out”.  Dass viele andere Zeugen des medizinischen Personal in Dallas dassselbe gesehen haben und die Kommission des ARRB in den 90er Jahren zweifelsfrei beweisen konnte, dass die im Nationalarchiv lagernden Autopsie,-und Röntgenaufnahmen JFKs manipuliert wurden und keinen Schädel zeigen, dessen hinterer Teil nicht herausgesprengt sondern nahezu komplett ist – diese Fakten allein reichen aus, um die aktuelle JFK-Berichterstattung als Schlammflut der Desinformation zu diskreditieren. Ebenso wie das haltlose Geschwätz darüber, dass wegen der vielen “Verschwörungstheorien” die Wahrheit wohl nie ans Licht kommen wird. Denn nicht diese Theorien verhindern das, sondern die Ignoranz, das bewußte Ausblenden, die gezielte Unterschlagung von Tatsachen. Wie eben solcher medizinischer Fakten, die einen Schuß von hinten, eine Eintrittswunde am Hinterkopf – und damit Oswald als Todesschützen – defintiv auschliessen. Damit wissen wir noch nicht, wer es war, aber wir wissen, wer es nicht war – und so hätte jede seriöse kriminalistische Suche nach dem Täter zu beginnen. Selbst wenn die  mangels faktischer Beweise überbordende Psychologisierung der gestörten Persönlichkeit und der Motive Oswalds, die schon der Warren Report und nach ihm ein Wust von Literatur ad infinitum auswalzt – selbst wenn das alles zuträfe: die Fakten schliessen aus, dass er der Mörder Kennedys war! Allein der oben zitierte medizinische Befund, zu dem noch ein Dutzend weitere Beweise kommen (fehlende Schmauchspuren an seinen Wangen, Zeugen, die ihn vor und nach den Schüssen  im Pausenraum sahen, die falsch identifizierte Tatwaffe usw. usf. ) hätten jeden Wald-und-Wiesen-Strafverteidiger in die Lage versetzt, vor Gericht einen Freispruch für den Angeklagten Lee Harvey Oswald zu erreichen. Dass noch 50 Jahre später kaum ein Schurnalist die Eier in der Hose hat, zumindest das klar und deutlich zu benennen – ohne sich deshalb  in Spekulationen oder Hypothesen zu ergehen – wirft ein bezeichnendes Licht auf die gesamte Medienbranche, deren Vertreter deshalb mit Fug und Recht mehreitlich asls Pre$$titutes bezeichnet werden müssen. Sie lügen für Geld und vermüllen die Gehirne ihres Publikums – und morgen gibt es die volle Dröhung, weshalb die Parole nur lauten kann: Beware of Brainwashington!

15
Nov, 2013

Das dümmste und das klügste JFK-Buch

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Broeckers_JFK_web-1Das dümmste und das klügste Buch zum 50. Jahrestag der Ermordung John F. Kennedys wird heute in einer ausführlichen Rezension  in “Neues Deutschland” gekürt. Über letzteres schweige ich mich aus verständlichen Gründen hier aus, ersteres ist zu Recht Bill O’Reillys “Killing Kennedy. Das Ende des amerikanischen Traums”. Der rechts-extreme Moderator O’Reilly, der von seinem Werk in den USA schon über 1 Million Exemplare losschlug, ist ein klassischer Vertreter der Verschwörungsdementierungs-Industrie, die nach fünf Jahrzehnten noch immer das Märchen des Einzelschützen Lee Harvey Oswald verkauft – und die in den nächstenTagen auf Hochtouren läuft. CBS zum Beispiel entblödet sich nicht, die Wiederauffrischung der  Legende von der magischen Kugel, die JFK und Gouverneur Conally insgesamt sieben Wunden beibgebracht haben soll, als “Wissenschaft” anzupreisen. Die These vom Einzelschützen Oswald basiert auf dem Glauben an das physikalische Wunder dieser Zauberkugel und ist insofern zutiefst irrational, was die Vertreter dieses Glaubens dazu zwingt, sich selbst als höchst vernünftig, aufgeklärt und wissenschaftskonform zu gerieren – und ihre Kritiker lautstark und mit Schaum vor dem Mund als verrückte, paranoide Verschwörungsspinner abzukanzeln. In dem Buch von O’Reilly ist dieser Mechanismus ebenso gut zu beobachten wie in dem 1.600-Seiten Buch des renommierten Juristen Vicent Bugliosi (“Reclaiming History”), das von der Glaubensgemeinschaft der magischen Kugel als Standardwerk gepriesen wird. Mit einer offenen Diskussion über die Ungereimtheiten und offenen Fragen rund um diesen Mord hat das nichts zu tun – doch diese Bücher werden verfilmt und ihre irre Botschaft massenweise unter das Volk gebracht. Auch 50 Jahre nach dem Tod von JFK läuft  “Brainwashington” auf allen Kanälen…

 

11
Nov, 2013

Dem Staatsstreich auf der Spur

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Broeckers_JFK_web-1Paul Schreyer hat das Kennedy-Buch für den “Ossietzky” rezensiert. Hier ein Auszug :

“Bücher zum Kennedy-Mord gibt es Dutzende, doch eine zusammenfassende Betrachtung zum 50. Jahrestag ist sinnvoll, da entscheidende Informationen erst in jüngster Zeit öffentlich wurden. Wirklich erstaunlich ist deren Menge. Vieles davon basiert auf der Arbeit des »Assassination Records Review Board«, eines vom US-Kongreß eingesetzten Ausschusses, der von 1994 bis 1998 mehrere Millionen Seiten freigegebener Dokumente unter die Lupe nahm und zahlreiche Zeugen vernahm. Die Einrichtung dieses Ausschusses folgte übrigens dem öffentlichen Druck, den Oliver Stones Spielfilm »JFK« (1991) ausgelöst hatte – ein seltenes Beispiel für aufklärerischen politischen Einfluß Hollywoods.

Bröckers‘ Verdienst ist nun nicht nur die Sichtung all der neuen Dokumente und Bücher (die Bibliographie im Anhang listet 120 Titel auf), sondern vor allem auch die Kürze und Strukturiertheit seiner Darstellung. So beginnt das Buch mit mehreren kompakten Einleitungsabschnitten, betitelt »Eine kurze Geschichte der CIA«, »Eine kurze Geschichte der Mafia« sowie »Eine kurze Geschichte der kubanischen Revolution«, die zusammengenommen ein Schnellseminar in Geschichte bieten – sachlich und unpolemisch. Schnell wird klar: Der Autor will hier keine Theorie verkaufen, sondern den Dingen einfach auf den Grund gehen.

Bröckers schildert Kennedys Wandlung vom überzeugten Kalten Krieger zum auf Ausgleich und Verhandlungen mit der Sowjetunion bedachten Staatsmann, der versuchte, sich den Einflüsterungen der Hardliner in Militär und Geheimdiensten immer mehr zu entziehen. Wie so oft im Leben, spielte wohl auch bei dieser Wandlung eine Frau eine wichtige Rolle – Kennedys wenig bekannte Vertraute und Geliebte Mary Pinchot Meyer.

Ebenso wie Kennedy dem Ostküsten-Establishment entstammend, und – anders als viele seiner zahlreichen Gespielinnen – ihm auch intellektuell gewachsen, hatte Meyer den späteren Präsidenten schon 1935 auf einem College-Ball kennengelernt. Anfang der 60er Jahre, als sie zu Kennedys Vertrauter in mehrfacher Hinsicht wurde, hatte sie bereits eine Ehe mit dem CIA-Spitzenmann Cord Meyer hinter sich. Vor diesem Hintergrund wußte die gebildete und attraktive Frau ziemlich genau, wie die Machtelite tickt – und kannte viele ihrer Vertreter persönlich. Zugleich hatte sie einen freigeistigen Lebensstil entwickelt, inklusive Malereistudium, Selbsterfahrungstherapie und Experimenten mit LSD – das damals noch legal war und weltweit von Ärzten in der Psychotherapie eingesetzt wurde. Eine ganze Reihe von Indizien, die Bröckers präsentiert, legen nahe, daß Mary Pinchot Meyer als Präsident Kennedys politische Vertraute und Geliebte auch diesem das LSD nahebrachte, quasi als friedensstiftende Bewußtseinserweiterung. Ganz im Sinne von Hollywoodstar Cary Grant, der seinerzeit bekannte: »Ich mag eigentlich keine Drogen, aber LSD hat mir sehr gut getan. Ich finde, alle Politiker sollten LSD nehmen.«

Doch unabhängig davon, ob diese konkrete – und zumindest originelle – Vermutung zutrifft: Fest steht, daß Kennedy in Folge des Schweinebucht-Desasters von 1961 und der Raketenkrise von 1962 seinen politischen Kurs änderte. Tatsächlich, und entgegen der gegenteilig kolportierten Behauptung, hatte er vor, die sogenannten Militärberater aus Vietnam abzuziehen. Er wollte einen internationalen Teststop für Atombomben erreichen – und er skizzierte in einer Schlüsselrede vom Juni 1963, fünf Monate vor seinem gewaltsamen Tod, eine globale Friedensvision, die in ihrer Radikalität und Konkretheit weit von jeder Sonntagsrede entfernt war. Kennedy hatte sich nach drei Jahren im Amt ohne Frage zu einer Bedrohung für das herrschende System entwickelt.”

20
Sep, 2013

JFK – Buchvorstellung und Diskussion

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03.09.13 16:29-BildschirmkopieAm kommenden Montag werde ich in der Bayerischen Amerika-Akademie mein neues Buch über John F. Kennedy vorstellen und über die Thesen mit dem Historiker Dr. Andreas Etges, 2003 Autor einer Kennedy Biografie, sprechen. Der Eintritt ist frei – wer in München und Umgebung wohnt ist herzlich eingeladen.Von Lesern und Rezensenten des Buchs habe ich bisher erfreuliches Feedback erhalten und gehe davon aus, dass es eine interessante und  anregende Diskussion geben wird. Zumal alle Leser des Buchs festegestellt haben, dass hier kein dumpfe Verschwörungstheorie verzapft wird, wie es sachkundigen Autoren, die die offizielle Legende in Frage stellen, gerne und immer wieder vorgeworfen wird. Gerade mußte sich Oliver Stone, dessen JFK-Film nach wie vor empfehlenswert ist, wieder so etwas anhören und hat in der Chicago Tribune kurz und treffend darauf reagiert.

9
Sep, 2013

Viele neue Aspekte des Kennedy-Mordes – sehr lesenswert!

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Broeckers_JFK_web-1

Am morgigen Dienstag stelle ich das Buch im taz-Cafe vor.  In der Schweizer Zeitschrift “Zeitpunkt” hat es der Herausgeber Christoph Pfluger ausführlich besprochen, hier ein Auszug daraus, und eine weitere “Fünf Sterne” – Rezension von S. Reifschneider ist heute bei Amazon erschienen, unter dem Titel “Viele neue Aspekte des Kennedy-Mordes – sehr lesenswert!”:

“Ein höchst aufschlussreiches Buch zur jüngeren Geschichte – die möglicherweise ganz anders verlaufen wäre, wenn, ja, wenn John und auch Robert Kennedy (und Martin Luther King, dem darin ebenfalls ein längerer Abschnitt gewidmet ist) lange genug gelebt hätten, um ihre Visionen einer gerechteren Welt umsetzen zu können. Es ist spannender geschrieben als die allermeisten Kriminalromane, die ich kenne – jedenfalls konnte ich es nicht weglegen, bis ich es durchgelesen hatte. Obwohl mich dieses Thema schon lange interessiert und ich auch etliche der im Literaturverzeichnis angeführten Bücher kenne, habe ich doch noch eine Menge hinzugelernt, wovon ich bislang keine Ahnung gehabt hatte.
Und wenn das auch, wohlgemerkt, in diesem Buch gar nicht zur Sprache kommt, frage ich mich nun unwillkürlich, ob die so auffallend zahlreichen weiteren Unfälle innerhalb der Kennedyfamilie (prominentes Beispiel: der Flugzeugabsturz des Kennedy-Sohns John F. jr. im Jahre 1999) überhaupt welche sind…
Gerade weil der Verfasser sich davor hütet, Theorien zu entwickeln (und gegebenenfalls plausible, aber unbewiesene Ansichten anderer Autoren ausdrücklich als solche kennzeichnet), reicht das, was übrig bleibt, durchaus noch, um einen das Gruseln zu lehren.
Ungemein interessant fand ich in diesem Zusammenhang übrigens auch den Exkurs zum Thema „Verschwörungstheorien“, mit dem getreu der CIA-„Operation Mockingbird“ seit 1967 die kritische Berichterstattung mutiger Journalisten von den Mainstream-Medien gezielt desavouiert und lächerlich gemacht wird, so, als gäbe es Verschwörungen und/oder verdeckte Operationen diverser Geheimdienste nur in ihrer krankhaften Phantasie, aber nie in der Realität. Das erklärt so manches, was den gutgläubigen Zeitungsleser verblüfft und irritiert.
Was mich als Perfektionistin an diesem Buch allerdings ein klitzekleines bisschen stört, sind gelegentliche Druck- bzw. Grammatikfehler, wie sie halt vorkommen, wenn die letzte Überarbeitung überstürzt fertig werden muss. Sie behindern jedoch den Lesefluss wirklich nur ganz geringfügig.
Und… ja, wenn ich einen Wunsch äußern dürfte: Mit ein paar Fotos wäre das Ganze noch erheblich anschaulicher geworden. Gern gesehen hätte ich beispielsweise eines von Mary Pinchot Meyer (ich habe inzwischen Fotografien von ihr bei den Google-Bildern gefunden), aber auch welche von den diversen Politikern, Wirtschaftsführern, CIA-Größen und Mafia-Bossen, die in dem Buch ausführlich erwähnt werden, und natürlich von Lee und Marina Oswald und Jack Ruby (jaja, ich weiß, man kann auch deren Bilder googlen… habe ich schließlich auch getan).
Vielleicht kann man das bei der nächsten Auflage ergänzen? Die kommt bestimmt, da bin ich ganz sicher. Denn wenn letzthin ein Buch verdient hat, zum Bestseller zu werden, dann dieses!”

19
Aug, 2013

In eigener Sache

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41a4zGHKsEL._In den nächsten Tagen wird  “JFK- Staatsstreich in Amerika”  im Buchladen Ihres Vertrauens und im Versand erhältlich sein. Der Mord an JFK und die zahlreichen verschiedenen und sich widersprechenden Theorien über den Mord sind so etwas wie ein Rorschach-Test, ein komplexes Klecksbild, in dem jeder das sehen kann, was er sehen möchte. Das macht die Wahrhheitsfindung schwierig, aber das hat mich auch gereizt, dieses Buch zu schreiben. Zu der Standradfrage: “Na, wer war’s denn nu?” heißt es in der Einleitung:

“Auch wenn sich die Frage nach dem »Wer?« der Todesschüsse noch immer nicht definitiv beantworten lässt, können das »Wie?« und das »Warum?« mit hoher Genauigkeit geklärt werden. Es lässt sich beweisen, dass die Warren-Kommission von Beginn an eine Nicht-Untersuchung veranstaltete; es lässt sich beweisen, dass der offizielle Autopsiebericht des ermordeten Präsidenten ein Betrug und die im Nationalarchiv deponierten Bilder gefälscht waren; es lässt sich zeigen, wie der »Täter« Oswald zu dem gemacht wurde, was er wirklich war und was er von sich selbst behauptete, bevor er von Jack Ruby vor laufenden Kameras erschossen wurde – ein »patsy«, ein Sündenbock; es lässt sich zeigen, dass die Schüsse in Dallas, der letzten Station von Kennedys Wahlkampfreise, nur der erfolgreiche von mehreren geplanten Anschlägen waren, mit ähnlich präparierten Sündenböcken. Und es lässt sich in der historischen Rückschau vor allem zeigen, was mit diesem Mord – und den fünf Jahre späteren an Martin Luther King und Robert F. Kennedy – mit Amerika geschah. Und wie die Abkehr von dem, was John F. Kennedy begonnen hatte – der Deeskalation des Kalten Kriegs im Allgemeinen und der Raketenkrise in Kuba und des Konflikts in Vietnam im Besonderen –, zum schlimmsten außenpolitischen Desaster der Vereinigten Staaten führte. Sowie zu einer imperialen Politik rein militärischer Machtausübung, die das Gesicht der USA in der Welt bis heute prägt – und die den Mord an dem Präsidenten, der eine solche Zukunft verhindern wollte, noch immer relevant macht.”

Was die Relevanz und Bedeutung dieses ungeklärten Attentats betrifft hoffe ich natürlich, das viele Leute das ähnlich sehen und das Buch lesen, zumal die aktuelle Massenbespitzelung der NSA und die permanenten Lügen darüber, das dies doch alles rechtsmäßig und mit einer demokratischen Verfassung vereinbar sei, einmal mehr zeigen, wie wenig man den offiziellen Verlautbarungen von Geheimdiensten und Politik trauen kann. Mit der großen Lüge des Einzeltäters Lee Harvey Oswald und ihrer – dank der Komplizenschaft der Medien – erfolgreichen Etablierung fing vor 50 Jahren an, was wir seitdem und bis heute erleben: die  Manipulation und Gehirnwäsche durch die Massenmedien zum Zwecke der Kriegsführung und der militärischen Durchsetzung von Geschäftsinteressen.

Weil John F. Kennedy sich von einer solchen Politik verabschieden wollte, wurde er ermordet – und dass er sich davon defintiv verabschieden wollte, wird zum Beispiel an der Direktive deutlich, die er seinem neu eingestellten außenpolitischen Berater für Lateinamerika mit auf den Weg gab:

»Wir können nicht jeden großmäuligen Diktator umarmen, der uns erzählt, er sei antikommunistisch, und der seiner eigenen Bevölkerung im Nacken sitzt. Und die Regierung der Vereinigten Staaten ist auch nicht der Repräsentant von Privatunternehmen. Wissen Sie, dass in Chile die amerikanischen Kupferunternehmen 80 Prozent des Außenhandels kontrollieren? Dafür stehen wir nicht. Und es gibt keinen Grund, warum wir dafür stehen müssen. Alles, was die Bevölkerung dort will, ist eine Chance für ein anständiges Leben – und wir haben sie denken lassen, dass wir auf der Seite von denen stehen, die sie unterdrücken. Dort unten ist eine Revolution im Gange, und ich will auf der richtigen Seite stehen. Verdammt, wir stehen auf der richtigen Seite. Aber wir müssen sie wissen lassen, dass die Dinge sich verändert haben.«

Eine erste Rezension des Buchs ist heute auf Telepolis erschienen.

1
Aug, 2013

“JFK – Staatsstreich in Amerika” als e-Book

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41a4zGHKsEL. Mein Buch über John F. Kennedy ist ab heute schon als e-Book erhältlich,  Kindle-LesreInnen können es hier bestellen. Das gedruckte Buch kommt dann in drei Wochen. Dass das Buch im Zusammenhang mit der Massenausspähung durch die NSA eine besondere Aktualität hat, weil diese sehr wahrscheinlich nicht stattfinden würde, hätte JFK länger als nur 1000 Tage regiert, hatte ich anhand seiner Aussagen über “secrecy” hier kürzlich schon erwähnt. Und die Millionen Toten des Vietnamkriegs hätte es unter seiner Regierung  nicht gegeben – doch drei Tage nach den Schüssen von Dallas, als sein Sarg  in Washington aufgebahrt war und Zehntausende Bürger kondolierten, sagte sein Nachfolger Johnson dem Generalsstab angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahl 1964: “Seht zu, dass ich gewählt werde, und ihr bekommt euren Krieg. ”

Dass Kennedy es ernst meinte mit seinen Friedensbemühungen und er defintiv dabei war, den kalten Krieg  zu beenden wurde spätestens in seiner Rede am 10. Juni 1963 klar, die ich zum 50. Jahrestag verlinkt hatte. Wie der erstaunliche Wandel JFKs, der als konventioneller kalter Krieger gestartet war, zustande kam, wird in diesem Buch ausführlich dokumentiert und dargelegt. JFK suchte den Frieden und wurde deshalb zum Abschuss freigegeben..