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17 Nov |
“Titten raus und Stimmung!” Uncategorized
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“Hosen runter (von den Chefsesseln) Röcke hoch” lautet heute die Schlagzeile auf der Titelseite der taz, die nur von Frauen gemacht wurde und eine höhere Quote weiblicher Besetzungen von Chefposten in den Medien fordert. Dass die Sache mit der Frauenquote für die seit über 10 Jahren von weiblichen Chefredakteuren geleitete taz ein uralter Hut ist, hat Ute Scheub im Hausblog noch einmal erzählt und dazu auch das Foto des legendären taz-Plenums im November 1980 veröffentlicht, bei dem die taz-Frauen alle männlichen Kollegen (darunter auch mich) wegen Sexismus entlassen wollten. Der Grund waren zwei Artikel, die auf den Kulturseiten erschienen waren, von denen der eine (“Eine Traumfrau zieht sich aus”) unter dem Autorennamen Gernot Geiler von dem Besuch in einer Peepshow erzählte; und der andere, in dem der kenntnistreiche Musikkritiker Hans-Dieter Grünfeld beklagte, dass er nach zwei avancierten Jazzkonzerten in der Nacht noch in den Club “Eierschale” geraten wäre, wo ein dumpfe “Titten raus und Stimmung!”-Musik gespielt worden sei. Dass solche “frauenverachtenden” Formulierungen gedruckt würden stieß bei diesem Plenum auf scharfe Kritik durch die taz-Frauen – und unsere Reaktion darauf (“Verklemmtheit!”, Prüderie!”) hatten sie erwartet und zogen daraufhin in konzertierter Aktion ihre Brüste blank. Da war dann am großen Tisch der “Kommune 1″ in der Weddinger Wattstraße schlagartig Stimmung – wie man an den entspannten Gesichtern der Mädels und Jungs auf dem Foto im Hausblog (mit einem Klick wird es größer) sehen kann. Zumal als der Kollege Thomas Hartmann sich nicht lumpen lassen wollte und daraufhin mit einem Fellmantel und nichts drunter in den Raum kam und sein Gemächt zur Schau stellte. Oh ja, wir waren weit vorne damals – frei nach Walter Benjamin “Immer radikal, niemals kompetent” – und verglichen damit ging es auf der Redaktionskonferenz gestern morgen mit den Top-Journalistinnen Deutschlands (sowie Funk und Fernsehen) doch sehr piefig und spießig zu. Länger als drei Minuten konnte ich mir das nicht antun – und schon gar nicht den Vorschlag machen “Titten raus und Stimmung!” mit einem aktuellen Foto aller Beteiligten auf’s Cover zu nehmen…
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23 Apr |
Die Glühbirnenverschwörung Uncategorized
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In einem Nachtzug von Berlin nach Fulda im Jahr 1982 ging ich zum ersten Mal einer Großverschwörung auf die Spur, bei einem Gespräch mit Helmut Höge über Thomas Pynchons gerade deutsch erschienen “Enden der Parabel” und die dort erzählte Geschichte über eine unsterbliche Glühbirne namens Byron. Diese wird von den Häschern des Glühlampenkartells, das die Brenndauer weltweit auf 1000 Stunden herabgesetzt hat, gejagt – denn so etwas darf es natürlich nicht geben. Bevor wir herausfanden, dass es dieses Kartell tatsächlich gab und Pynchon die seit 1901 (bis heute) brennende Birne in der Feuerwache des kalifornischen Livermore zum Vorbild für “Byron” genommen hatte, hatten wir schon in allen möglichen Romanen, Texten, Kunstwerken, Werbeplakaten usw. Glühbirnen entdeckt – und dazu ein Interview mit Thomas Pynchon gemacht. Dieser gab allerdings damals (wie heute) keinerlei Interviews, weshalb wir uns die Antworten ausdachten und dazu noch die Geschichte erfanden, dass er, wie auch zahlreiche andere bekannte Literaten, ihre Werke mittlerweile von einer “Agentur Standard Text” schreiben lassen – die quasi als geheimes Erkennungszeichen an den umöglichsten Stellen Glühbirnen einbaut. Was wir dann anhand zahlreicher Glühbirnen-Zitate aus aktuellen Romanen nachwiesen. Der fiktive Interview-Artikel, der dann in der Buchmessenausgabe der taz erschien, begeisterte nicht nur Pynchons deutschen Verleger Ledig Rowohlt, der seinen berühmten Phantom-Autor ja selbst noch nie zu Gesicht bekommen hatte (“Ja wie haben Sie denn das geschafft ??!”) - dieser Fake war auch der Anfang unserer realen Glühbirnenforschung, die sich als deutlich brisanter herausstellte als der spannendste Roman. Spätestens dann, als Dieter Binninger, der mit der von ihm erfundenen 150.000-Stunden Glühbirne die ehemaligen Narva-Werke der DDR retten wollte, mit seinem Privatflugzeug aus ungeklärter Ursache abstürzte – kurz nachdem sein großer Förderer bei der Treuhand, Detlef Rohwedder, unter ungeklärten Umständen erschossen worden war.
Aus der Nachtzugspinnerei über die “Glühbirnenverschwörung” vor 30 Jahren ist mittlerweile ein veritables Mem und ein echtes Thema geworden, wie eine Google-Eingabe des Begriffs und viele Bücher und Filme zeigen. Und auch die “Energiesparlampenverschwörung” konnte Byron noch nicht den Garaus machen – Birnen werden nun auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Binningers Ewigkeitsbirnen jedoch werden noch immer nicht massenhaft gebaut, Narva ist geschluckt und abgewickelt und stattdessen hängt jetzt EU-verordnet giftiges Quecksilber in allen Wohnzimmern. Immerhin dieser Irrsinn sollte jedoch bald wieder der Vergangenheit angehören – dank einer jetzt vorgestellten LED-Birne mit 20 Jahren Lebensdauer. Aber, wie es bei Pynchon heißt: “Byron ist verdammt, bis in alle Ewigkeit weiterzuexistieren, wissend um die Wahrheit und doch machtlos, etwas zu verändern”.
P.S.: Bei einem Gespräch mit Binninger über sein Patent und seine Pläne war mir damals ein kleines Modell aufgefallen, das auf seiner Fensterbank stand, und das er mir begeistert erklärte, es war die “Batterie”, mit der er die Solarenergie seines Wochenendhauses bei Helmstedt speicherte: ein Gewicht, das von einem Elektromotor angehoben wurde, wenn Strom produziert wurde – und das man bei Strombedarf sinken lies um einen Dynamo anzutreiben. Dieser simple und wartungsarme Energiespeicher war nach Binningers Berechnungen allen chemischen Lösungen überlegen. Ich bin dieser Idee damals nicht weiter nachgegangen und zu wenig Ingenieur, um sie zu überprüfen – genial scheint sie immer noch. Und wer weiß, ob nicht auch ein “Batterienkartell” die Kapazitäten unserer Energiespeicher genauso limitiert wie die Brenndauer der Glühbirnen…
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10 Sep |
Kleine Presseschau Uncategorized
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Zum Wochenende gibt es einige Besprechungen und Interviews zu unserem Buch. Die taz bringt auf 20 Sonderseiten Beiträge über die Profiteure von 9/11 und hat auch mich danach gefragt
taz: Mathias, du hast drei Bücher über 9/11 geschrieben, die sich alle gut verkaufen. Bist du ein Profiteur?
Auf jeden Fall. Die offizielle Legende vom 11. September steckt voller Widersprüche, die seltsamerweise die Stars des Investigativjournalismus nicht aufgreifen. Ich hab davon profitiert, dass der Rest der Branche alles mir überlassen hat.
Du schreibst, dieses Nichtbefassen sei einem Phänomen kognitiver Dissonanz geschuldet. Was meinst du damit?
Ich höre bis heute immer wieder: dass die Regierung ihre eigenen Leute umbringt, ist nicht vorstellbar. Wir haben in 38 Kapiteln die Zeugen benannt, die gehört werden müssten, und die Akten, die freigegeben werden sollten. Jedes dieser Kapitel würde in einem normalen Gerichtsverfahren zur Wiederaufnahme reichen. Das passiert hier nicht. Dass die US-Regierung, die westlichen Regierungen und die Medien damit durchkommen, hat mit dieser Dissonanz zu tun: Die Leute wollen sich nicht vorstellen, dass wir nicht mehr von demokratisch gewählten Volksvertretern regiert werden.
Sondern von wem?
Von einer Bande von Oligarchen und Privatarmeen, die Regimewechsel inszenieren und auch Terroranschläge unter falscher Flagge durchführen können.
Weiter geht’s hier.
Letzte Woche in Wien sprach ich mit einem Reporter der Ober Östereichischen Nachrichten aus Linz, der ähnliche Fragen hatte:
Wenn Ihre Mutmaßungen stimmen, dass eine Schattenregierung den 11. September orchestriert hat, dann muss man doch an allem zweifeln, was als Stütze unserer Gesellschaft gilt: Freiheit, Demokratie, etc.
Und dieses Zweifeln macht niemand gerne. Wenn etwas passiert, was unserem Weltbild widerspricht, dissonant ist, dann verdrängen wir es. Wir können uns doch alle nicht vorstellen, dass unsere gewählten Volksvertreter gar nicht die Guten sind, dass sie von Leuten aus dem Hinterzimmer gesteuert werden. Das wollen wir nicht wahrhaben und blenden es aus.
OÖN: Nur Sie blenden das nicht aus?
Ich nehme mir die Freiheit, das nicht zu verdrängen.
OÖN: Wenn es die meisten anderen aber tun, wird den Schattenmännern vom CIA Ihr Buch herzlich egal sein …
Ich bin einmal gefragt worden, ob wegen meines Buches ein Untersuchungsausschuss eingerichtet wird. Das glaube ich natürlich nicht.
OÖN: Hingegen wurden Sie in vielen Medien abgeurteilt.
Wenn man die Botschaft nicht hören will, prügelt man den Botschafter. Das ist eine ganz alte Nummer…
OÖN: Sie haben keine Angst, dass Ihnen die CIA einen Killer schickt?
Das sollen die ruhig machen. Es wäre der beste Wahrheitsbeweis. Dann hätten meine Bücher nicht 100.000 Auflage, sondern zwei Millionen.
OÖN: Allerdings leider erst posthum …
Genau.
Das ganze Interview hier
Matthias Reichelt schreibt in seiner Rezension in der Jungen Welt “über die Angst vor dem Einsturz eines wohlbehüteten und bequemen Weltbilds”.
Außerdem: Die sächsische “Freie Presse” befindet “Ein lesenswertes Buch, mit dem man das Fragen lernen kann”, das Handelsblatt konstatiert “hohe Auflagen mit Verschwörungen”, der “Standard” in Wien lobt, dass das Buch von Bröckers/Walther “tief blicken läßt”.
“Die offiziellen Erklärungen zu den Anschlägen sind ein Märchen. Was stattdessen geschehen ist und wer die wirklichen Drahtzieher sind, ist eine ganz andere Frage. Eine neue und unabhängige Untersuchung ist deshalb heute, 10 Jahre nach diesem unglaublichen Verbrechen, nötiger denn je”, heißt es abschließend auf TechnoBase.FM
Update: Zum Abschluß noch ein großartiges Hörstück von Ken Jebsen : “Happy Birthday Terrorlüge!” (mp3 hier). Mitte August hat Ken ein ausführliches Interview über das neue Buch mit mir geführt, das morgen ab 14 Uhr auf Fritz Radio läuft – im KEN FM 9/11-special
Markus Klöckner hat auf Telepolis noch einmal die Schlammschlacht um “Verschwörungstheorien” analysiert: “9/11: Wie Kritiker zu Zirkusdarstellern wurden”
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3 Sep |
Ein paar Termine Uncategorized
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Zwei Buchvorstellungen gibt’s in der kommenden Woche in Berlin: am Dienstag 6.9. um 19 Uhr im taz-Café und am Freitag 9.9. um 19.30 in der Urania
Weitere Termine: Am Donnerstag 8.9. um 16 Uhr im MDR-Mittagstalk “hier ab vier”.
Für die Dokumentation “Der Anschlag – Erinnerungen an den 11. September” hat der ZDF-Infokanal längere Interviews mit Augenzeugen, Hinterbliebenen. Wissenschaftlern und Autoren geführt, u.a. auch mit mir. Die Dokumentation läuft auf ZDF-info am Montag, 5.9. (13:15, 20:15, 00:30), Samstag 10.9 (20:15), Sonntag 11.9 (23:15) und in der Nacht zum 12.9. im ZDF (2:30).
Das Einzelinterview wird auf ZDFinfo am Dienstag 6.9. (00:05) gesendet.
Update: 9/11 und das Schweigen der Medien
Am 8.9. gibts auf WDR 1Live den zweiten Teil des Audiothrillers “Das fünfte Flugzeug” , am 11.9. ab 14 Uhr ein Interview bei Ken FM auf Radio Fritz
Am 12. 9. live im Literarischen Salon Hannover, 20 Uhr, unter dem schönen Titel “Verstörungstheorien zum 11.9.”
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3 Apr |
Communityismus Uncategorized
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Seit einiger Zeit ist unter jedem Beitrag dieses Blogs neben Twitter & Facebook auch ein Button für Flattr zu sehen – einem neuen Dienst für freiwilliges Bezahlen. Einige populäre Blogs und die taz als erste Online-Zeitung haben Flattr in Deutschland bekannt gemacht und damit einen dritten Weg eingeschlagen – ein Paradox zwischen Gratis-Internet für alle und Bezahl-Schranke für Betuchte: Bezahlen was nichts kostet ! Damit das Netz frei und Inhalte gratis zugänglich bleiben, aber die Schöpfer der Inhalte – Journalisten, Autoren, Blogger – dennoch für ihre Arbeit entlohnt werden. Read more
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28 Oct |
“Ohne Medien ginge es uns besser!” Uncategorized
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“Die internationalen Medien sind ein Desaster. Wir sind in einer guten Position um politisch und historisch relevantes Material zu bekommen. Wir veröffentlichen es und sehen, welche Medien ein Echo geben und mit wie viel Ernsthaftigkeit. Wir sehen außerdem die Anstrengung, mit der die Informationen, die wir geben, unterdrückt werden. Mein Fazit ist, dass das Umfeld der internationalen Medien so schlecht und verzerrt ist, dass es uns besser gehen würde, wenn es keine Medien geben würde.”
Wo er recht hast, hat er recht - Interview mit Julian Assange heute in der taz




