21
Mar, 2017

Real Game of Thrones: Ein ausgefallener Handschlag und die unsichtbare Hand

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Auch wenn der Besuch von Königin Angela im Weißen Haus nicht sonderlich stimmungsvoll ablief – die beiden, meinte ein Beobachter nach dem ausgefallenen Handschlag vor den Fotografen, seien wohl als „ziemlich schlechteste Freunde“ auseinander gegangen – hatte König Donald am Ende der Presskonferenz doch noch einen kleinen Scherz auf Lager: eine Gemeinsamkeit sei immerhin, dass beide von der vorherigen Regierung abgehört worden seien. Der „Hosenanzug“ reagierte auf diese Vorlage aber nur mit einem säuerlichen Lächeln, statt den Ball aufzunehmen und zu fordern: „Lassen Sie uns gemeinsam diesen unerträglichen Zustand abstellen, der unseren demokratischen und rechtsstaatlichen Werten zutiefst zuwider läuft. Bringen Sie ihre Meister der Intelligence unter Kontrolle, ich werde mit den unsrigen dasselbe tun.“

Nun waren schlagfertige Reaktionen noch nie ein Markenzeichen von Königin Angela, die als kommunikative Reaktion bekanntlich den vertikalen Mundwinkel bevorzugt, und dieser kam denn auch hier zum Einsatz. Was zeigte, dass Angela als brave Vasallin weiter eher der „permanenten Regierung“ zu gehorchen gedenkt, deren Belauschen „unter Freunden“ sie ja schon eher schulterzuckend hinnahm, und nicht dem neuen König.

Dennoch galt es natürlich, einen guten Eindruck zu machen und so hatte sie ihre wichtigsten Wirtschaftsführer mitgebracht, die Donald ihre guten Werke für das Königreich so gut präsentierten, dass er sie als „gute Leute“ bezeichnete. Über die heimliche First Lady, die Königstochter Ivanka, die im Modegewerbe tätig ist, hatte Angela zudem eine Initiative eingefädelt, die erfolgreichen Methoden ihrer Handwerker-Gilden bei der Ausbildung von „Azubis“ genannten Lehrlingen im exzeptionalistischen Königreich zu verbreiten. Auch dies wurde von König Donald sehr gelobt – doch das war es dann auch schon mit den Freundlichkeiten. Kaum war Angela wieder weg, zwitscherte Donald empört, dass ihr Land ihm große Mengen Geld schulde, weil es zu wenig für den teuren „Schutz“ durch die Nato bezahle.

Als Novize im weltpolitischen Geschäft hatte König Donald aber hier etwas nicht richtig verstanden, denn dieses Geld steht, wenn überhaupt, nicht ihm sondern der Nato zu und alle Mitglieder zahlen es dort freiwillig ein. Ebenso freiwillig haben sie sich verpflichtet, in Zukunft 2% ihres Haushalts dafür auszugeben, wobei Angelas Reich zwar noch zurückhängt, aber auch noch einige Jahre Zeit hat den Plan zu erfüllen. Doch Donald will die Kohle wohl sofort…

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16
Mar, 2017

Ich habe Angst vor Trump

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Der “Rassist”, “Sexist”, “Faschist” im Weissen Haus macht vielen Angst. Auch dieser Frau, die mit der Therapeutin Byron Katie darüber spricht und es am Ende selbst ist, die Amerika wieder “great” macht. Ein schöner Beitrag zu unserem Motto “Question Authority Think For Yourself” oder auch “Free Your Mind And Your Ass Will Follow”

15
Mar, 2017

Real Game of Thrones: Der Anti-Intellektuelle Donald und die Intellektuellen-Idioten

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Im Real Game of Thrones gibt es keine Guten und keine Bösen, jedenfalls nicht auf Dauer; auch wie sich die einzelnen Figuren entwickeln ist nicht immer absehbar. Seit sich die Gilde der Demoskopen und Kaffeesatzleser grundlegend blamierte, weil sie Hillarys Sieg einstimmig vorhergesagt hatte, war auch den Wahrsagungen, wer oder was sich zum Guten oder zum Bösen entwickeln würde, kaum noch zu trauen. Ebenso wenig wie den Herolden und Lautsprechern, die das Königreich seit Monaten mit der faktenfreien Verschwörungstheorie fütterten, dass König Donald vom „ultrabösen“ Wladimir gesteuert würde. Doch ähnlich wie ihre Vorhersagen schien auch ihre bewährte Methode, dass man Lügen nur oft genug wiederholen muss um sie als Wahrheit durchzusetzen, nicht mehr richtig zu funktionieren.

Noch nie war ein König nach seiner Amtsübernahme derart als „Böser“ dargestellt worden wie Donald, und doch lag er bei den Sympathiewerten im Land mittlerweile weit vor seiner angeblich „guten“ Gegnerin Hillary. Und auch sonst war im exzeptionalistischen Königreich zwischen Gut und Böse einiges Durcheinander geraten, die üblichen Koordinaten wie „rechts oder „links“ und „oben“ oder „unten“ taugten nicht mehr zu einer wirklichen Orientierung.

Viele Leute von „unten“ hatten einen Ultrareichen von „oben“ zum König gemacht. Der war „rechts“, sprach sich aber außenpolitisch für eine Versöhnung mit dem Ultrabösen aus, was zuvor nur „Linke“ getan hatten; wie sie wetterte er gegen „Globalisten“ und neoliberalen Freihandel, war aber gleichzeitig „rechter“ Nationalist, der mit einem „linken“ Konzept, das „keynesianisch“ genannt wurde, ein staatliches Programm zum Wiederaufbau der Infrastruktur starten wollte. „Typisch Hitler“, sagte da einige „Linke“ wegen der berühmten „Autobahn“, die der blutrünstige Adolf einst bauen lies und verglichen Donalds Einreiseverbot für Moslems dann mit Adolfs Judenvernichtung. Ultra-Konservative hingegen, sonst als „Rechte“ für jede Maßnahme der Polizei und der Meister der Intelligence zu haben, warnten jetzt vor Überwachung und Polizeistaat, wie früher nur „Linke“ und „Liberale“, denen der Schutz der Bürgerrechte und Privatsphäre das Höchste waren, die aber jetzt zusammen mit „Big Brother“ und dem Tiefenstaat das Land vor Donald retten wollten. Und gar schon an die Generäle appellierten gegen ihren König aufzustehen.

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9
Mar, 2017

Real Game of Thrones: Donald der Disruptor und die permanente Regierung

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Nachdem Obama die Vorwürfe König Donalds, er habe ihn abhören lassen, umgehend zurückgewiesen hatte, kündigte das Weiße Haus eine offizielle Untersuchung der Sache an. Und während Herolde wie das ehemalige Nachrichtenmagazin “Spiegel” weiter das Märchen vom ultrabösen Donald-Manipulator köcheln und auf dem neuesten Titel rhetorisch die Frage stellt “Wie viel Putin steckt in Donald?”, steht im exzeptionalistischen Königreich jetzt eine ganz andere und spannendere Frage an, nämlich “Wie viel Stasi steckte in Obama?”

Kann es sein, dass irgendein kleiner Bürokrat in der heißen Phase des Wahlkampfs die Büros des Kandidaten rund um die Uhr belauschen lässt, ohne dass die Regierung davon weiß und ihren Segen gegeben hat? Schon bekannt war ja bisher, dass die Polizei im Frühjahr und Sommer 2016 zwei Mal einen von Donalds Datenspeichern beobachten ließ, weil der Verdacht aufgekommen war, dass Gelder aus dem Reich des Ultrabösen in Donalds Wahlkampfkasse gelandet wären. Dieser wahrscheinlich von den Meistern der Intelligence initiierte Verdacht hatte sich als ebenso haltlos herausgestellt wie auch die anderen Vorwürfe über die Verbindungen Donalds mit dem Ultrabösen.

Hat nun irgendein Richter dann noch einmal sechs Wochen vor der Wahl der Polizei die notwendige Genehmigung erteilt, den Spitzenkandidaten zu belauschen, ohne dass seine Vorgesetzten und das Justizministerium davon wussten? Das ist sehr unwahrscheinlich – und Polizeichef Comey stritt es ebenso ab wie der ehemalige Intelligence-Großmeister Clapper.

Doch König Donald scheint diese Aussagen nicht zu akzeptieren, was bei Aussagen von Clapper nicht überraschend ist, hatte dieser doch einst vor dem Kongress unter Eid behauptet, dass die Meister der Intelligence keinen Bürger des Königreichs jemals unerlaubt belauscht hätten, um dann kurz darauf vom mutigen Ed nachhaltig des Meineids überführt zu werden.

Nun soll also der Kongress eine Untersuchung beginnen, ob und inwieweit sich Obama und/oder seine Regierung illegaler Lauschaktionen schuldig gemacht haben. Wobei gar nicht mehr in Frage steht, dass Donald abgehört wurde – sondern nur noch in welchem Ausmaß, wann und von wem. Also ob die Ausspähung nach der ergebnislos abgelaufenen Lausch-Erlaubnis einfach ohne neuen Richterbeschluss fortgesetzt wurde, oder ob befreundete Geheimdienste, die Donalds Turm verwanzt haben, den Meistern des Königreichs ihre erlauschten Informationen überließen.

Dass König Obama direkt involviert war, ist eher unwahrscheinlich, denn als ehemaliger Rechtsprofessor kennt er die heftigen Strafen, falls ihm so etwas nachgewiesen werden könnte. Insofern scheint Donald vermutlich wieder einmal über den Pudding zu gehauen haben, als er ihn persönlich beschuldigte. Da Justizministerium, die Polizei und die Lauschexperten der Meister aber letztlich dem König unterstellt sind, ist der Vorwurf aber auch nicht unberechtigt.

Für den legendären Pfeifenbläser William Binney, der einst den Lauschapparat der Meister der Intelligence konstruiert und aufgebaut hatte, ist klar, dass Donald die ganze Zeit überwacht wurde und richterliche Genehmigungen “nur eine Show” für die Öffentlichkeit sind.
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6
Mar, 2017

Real Game of Thrones: Donald und der Regime Change von innen

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Nachdem seine Rede vor dem Kongress gezeigt hatte, dass König Donald auch “Staatsmann” kann, waren die Zustimmungswerte im Königreich stark gestiegen, mehr als zwei Drittel der Untertanen fanden nun, dass Donalds Politik in die richtige Richtung geht. Weil aber staatsmännische Reden meist ebenso moderat und pathetisch wie nichtssagend sind, ist die konkrete Richtung von Donalds Politik nach wie vor unklar, von der Finanzierung seiner Vorhaben ganz zu schweigen.

Dass er eine weitere fast 10-prozentige Steigerung der astronomischen Militärausgaben ankündigte wurde sowohl bei den Meistern der Intelligence wie auch bei der Gilde der Waffenschmiede befriedigt zur Kenntnis genommen. Ebenso wie Donalds Ansage, dass er künftig nur noch Kriege führen wird, die auch gewonnen werden.

Tatsächlich hatte das exzeptionalistische Königreich trotz seiner astronomischen Militärausgaben seit langem keinen Krieg mehr gewonnen, der letzte große Sieg war gefeiert worden, als Ronald I. einst die karibische Insel Grenada mit mehr bewaffneten Soldaten stürmen ließ, als dort Menschen lebten. Seitdem hatten er und seine Nachfolger zwar zahlreiche Länder angegriffen, am Liebsten mit ihren Flugdrachen-Geschwadern, die von oben einfach Bomben abwarfen, doch außer Blutbädern und Zerstörung hatten diese Krieg nur Chaos angerichtet. Da die Herolde und Lautsprecher dabei stets “eingebettet” waren, wurde über dieses Chaos in der Heimat aber kaum berichtet, sodass man irgendwann abziehen, den Sieg erklären und das Thema einfach ausblenden konnte.

So hatte W. im Irak “Mission Accomplished” erklärt und Hillary die Beseitigung des Königs Gaddafi von Libyen mit “Wir kamen, wir sahen, er starb, hahaha” gefeiert, doch herrschte seit diesen “Siegen” in diesen Ländern schlimmeres Chaos als je zuvor. In Irak und Syrien hatte sich das Kalifat ISIS breitgemacht und in der libyschen Hauptstadt regierte die terroristische Wickelmützen-Miliz “Al Qaida”, die einst als Todfeind des exzeptionalistischen Königreichs annonciert wurde, weil sie die Teppichmesser des Schreckens ausgesandt und mit ihrer Magie zwei Türme angegriffen und drei zu Fall gebracht haben soll. Das magische Ereignis, das nach dem Anführer der Bande auch das “Osama-Wunder” genannt wurde, hatte mittlerweile im Königreich zur Herausbildung einer neuen Glaubensgemeinschaft geführt, die C.O.F.F. (Church Of Free Fall) genannt wurde.

Dass einige Seher diese Terrorbande schon damals “Al CIAda” nannten und sie für ein Werkzeug des dunklen Ordens der Meister der Intelligence hielten, schien sich später zu bestätigen, als sie nunmehr unter dem Namen “Al Nusra” an der Seite des Königreichs und der Nato gegen König Assad von Syrien eingesetzt wurde. Diese Kämpfe dauern noch an, Donalds Kriegsminister Mattis, den man “Mad Dog” nannte, hat jetzt erste Pläne verlautbaren lassen, wie das Wickelmützen-Kalifat beseitigt werden soll. Zudem hat er verfügt, dass die Meister ihre Geld- und Waffenlieferungen an die “moderate Rebellen” genannten Terroristen einzustellen. Read more

2
Mar, 2017

Real Game of Thrones: König Donald und die Känguru-Ökonomie

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Das epidemische Anti-Donald-Syndrom (ADS) ist im exzeptionalistischen Königreich nach wie vor virulent und die besonders stark betroffene Gilde der Herolde und Lautsprecher zählt noch immer zu den Risikopatienten: „Sie sehen die Pressefreiheit in ihrem Land in Gefahr. Eine Studie führt Repressalien auf, Überwachung, Strafverfolgung und Blockaden. Seit Richard Nixon habe sich kein Präsident so aggressiv verhalten…“, verkündete entsetzt „Der Spiegel“, den man „das ehemalige Nachrichtenmagazin“ nannte. Und listete auf, dass sich die Herolde vom „Geheimdienstsystem“, den Meistern der Intelligence, überwacht fühlen, dass „Intransparenz“ herrsche, weil nur noch „mit Twitter und Facebook“ regiert werde, dass Pfeifenbläser wie der mutige Ed und die tapfere Chelsey mit Spionagegesetzen von 1917 verfolgt werden, „Mitarbeiter eingeschüchtert“ und „abgehört“ und insgesamt ein „Klima der Angst“ herrsche. Schwere Vorwürfe, zumal wenn man bedenkt, dass den Herolden als „vierte Säule“ der Demokratie ja eine eminent wichtige, staatstragende Rolle zukommt.

Dass König Donald angesichts dieses Sündenregisters natürlich gleich wieder „Fake News“ rufen würde, wäre absehbar. In diesem Fall allerdings auch berechtigt, den der Vorwurf so aggressiv wie sein Vorgänger „Tricky Dick“ Nixon gegen die Gilde der Herolde vorzugehen war nicht gegen ihn gerichtet: es handelte sich um das Sündenregister von Obama aus dem Jahr 2013. Wenn es auch auf Donald zutrifft, der wegen seiner Zwitscherleidenschaft sogar schon mit „Heil Twittler!“ verspottet wurde, wenn der neue König sich also gegenüber den Herolden kaum anders gebärdet als der alte, warum sorgt er jetzt für so gewaltige Empörung und apokalyptische Warnungen vor einer in Dunkelheit sterbenden Demokratie ?  Liegt das allein daran, das Donald der Herold-Gilde mit seinen „Fake News“-Salven die permanente Kurzfassung der Leviten liefert, die ihnen einst der große John Swinton las ? Bellen die Hunde nur so laut, weil sie schwer betroffen sind ?

Kriegsverbrecher mit „innerem Rembrandt“

Fast scheint es so, denn zu ihrer Ehrrettung kamen sie jetzt auf die Idee, den unbedarften Ex-König W. zu entmumifizieren und ihn auf dem Kanal NBC zur Verteidigung der „Pressefreiheit“ sagen zu lassen: “Wir brauchen sie, um Leute wie mich zur Verantwortung zu ziehen.” Das Statement wurde dann nicht mit einem Orkan aus der Lachmaschine unterlegt, sondern allen Ernstes weltweit verbreitet, weil ja jeder weiß, dass auf die Unabhängigkeit der Herolde und Lautsprecher jederzeit Verlass ist und sie W., Cheney und Rumsfeld einst massiv für die Lügen zur Verantwortung zogen, mit denen sie zum Irak-Krieg hetzten und eine Million Leichen produzierten. Dass sie heute als Massenmörder und Kriegsverbrecher eingekerkert sind, verdankt sich allein der Unnachgiebigkeit, mit der die Gilde der Herolde ihrer Kontrollfunktion als „vierte Säule“ der Demokratie nachkam und diese Verbrechen aufdeckte und vor Gericht brachte.

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27
Feb, 2017

Real Game of Thrones: König Donald und die Schwarzkasse der Meister

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Der „Sumpf“ in den Tiefen des Königreichs, dem Donald den Kampf angesagt hatte und der jetzt zurückschlug, war ohne Frage das größte Problem, mit dem er seit seinem Amtsantritt zu kämpfen hatte. Die ganze Verwaltung, die Hauptstadt, das Militär und die Polizei sowie natürlich die Meister der Intelligence mit ihren über 60.000 unsichtbaren Mitarbeitern waren seit Jahrzehnten in den Händen der „Yankees“, doch mit Donald war nun ein Außenseiter auf dem Thron gekommen. Zwar aus derselben Elite-Liga, aber aus einem anderen Club, und einer, der in den ersten Wochen seiner Regentschaft gezeigt hatte, dass er seine deutlich andere Spielweise nicht ohne Weiteres aufgeben will. Insofern konnte sich Donald der Loyalität seines Apparats keineswegs sicher sein, was die Operation, die zum Rücktritt seines Sicherheitsberaters General Flynn eingefädelt worden war, schon deutlich gezeigt hatte.

Dass Donalds Vorhaben, mit dem Ultrabösen „klar zu kommen“ und gemeinsam das Wickelmützen-Kalifat ISIS zu erledigen, der Grund für die Meister der Intelligence war, seinen wichtigsten Berater abzuservieren, war ja schon ebenso vermutet worden wie die Möglichkeit, dass es sich bei diesem mysteriösen Blitzrücktritt um eine raffinierte Falle handeln könnte, die Donald und der General den Meistern gestellt haben. Um die Lecks in den Tiefen und die dienstbaren Herolde und Lautsprecher zu identifizieren, die sie an die Öffentlichkeit tragen.

Eine merkwürdige Koinzidenz hat da jetzt für ein wenig konkretere Hinweise gesorgt: die Lecks erfolgten einen Tag, nachdem Donald eine „Executive Order“ zur Bekämpfung des Rauschgiftschmuggels, Menschenhandels und der internationalen Kriminalität erlassen hatte – und General Flynn das Finanzministerium zu Sanktionen gegen ein Geldwäsche,- und Rauschgiftsyndikat in Venezuela aufgefordert hatte, dem einer seiner Mitarbeiter, Robin Towley, auf die Spur gekommen war. Diesem wurde dann umgehend die Unbedenklichkeit zur Mitarbeit im Sicherheitsrat verweigert, was manche Beobachter darauf zurückführen, dass er mit seinen Recherchen der CIA, einem der mächtigsten unter den insgesamt 17 Orden der Meister der Intelligence, in die Quere gekommen sei.
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23
Feb, 2017

Real Game of Thrones: King Donald vs. Deep State – Der „Sumpf“ schlägt zurück

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Die Gilde der Herolde und Lautsprecher hatte sich über König Donald einmal mehr mächtig erregt, weil er sie als “Feinde des Volkes” bezeichnet hatte. Aber die Leute im Königreich, vor allem jene auf dem flachen Land, die ihn gewählt hatten, stimmten Donald durchaus zu. Sie hatten sich ja schon während des Wahlkampfs nicht umfassend und neutral, sondern nur sehr einseitig informiert gefühlt und waren den Empfehlungen nahezu sämtlicher Lautsprecher, die sich allesamt für Hillary aussprachen, nicht gefolgt. Die Gilde hatte aus diesem Verlust von Vertrauen und Glaubwürdigkeit keine Konsequenzen gezogen, außer einigen alternativen Herolden und auch Donald selbst die Verbreitung von Lügen, die sie “Fake News” nannten, vorzuwerfen. Davon seien die Massen verwirrt worden und hätten den Verkündigungen der Gilde, bei denen es sich stets um die reine Wahrheit handelt, keinen Glauben geschenkt.

Nun hatte man Wahlveranstaltungen im exzeptionalistischen Königreich wegen der Bausicherheit schon seit langem ins Freie verlegt, weil sich wegen der zahlreichen Lügen und falschen Versprechungen regelmäßig die Balken bogen. “Fake News” waren also keineswegs etwas Neuartiges und in den Kämpfen um den Thron durchaus an der Tagesordnung; dass Kandidaten sich gegenseitig Lügen vorwarfen, nachwiesen, um die Ohren schlugen,  war selbstverständlich, üble Nachrede gehörte gleichsam zum guten Ton.

“Donald der Dünnhäutige” und die kindischen Herolde

Dass Donald in dieser Beziehung neue Maßstäbe gesetzt hatte, war ihm oft angekreidet worden und nach seiner Inauguration schlug er dann zurück, als er  einen Herold von “CNN” mit der Bemerkung abwies: “You Are Fake News!” – weil sie den Gerüchten über angeblichen Donald-Orgien in der Hauptstadt des Ultrabösen eine Bühne geboten hatten. Mittlerweile aber, so teilte er dem bei einer Konferenz erneut fragenden CNN-Herold mit, habe er seine Meinung geändert: “You Are Very Fake News!” Und zwitscherte gleich noch hinterher, dass sich New York Times, ABC,  NBC und CBS auch angesprochen fühlen dürfen.

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24
Jan, 2017

Yankee and Cowboy War 2.0 (11)

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Das Real Game of Thrones im exzeptionalistischen Königreich verwirrt noch immer die Gemüter, selbst den maulfertigsten Herolden und Lautsprechern, die sonst für jedes Ereignis pfeilschnell eine große Erzählung parat haben, fällt nichts mehr ein, außer Donalds Krönungsrede für eine Kampfansage zu halten

Zu König Donald ist auch nach seiner Thronbesteigung eigentlich nichts anderes zu hören, als was schon vorher dauernd verkündet wurde, nämlich wie unmöglich dieser Lügner, Betrüger und Frauenfeind doch sei. Dass diese Tiraden nichts nutzten und er trotzdem König wurde, weil die Leute nicht auf die Herolde hörten, änderte aber nichts: Sie poltern weiter mit Pauken und Trompeten. Und Donald zwitschert pikiert zurück.

So etwas war im Königreich eigentlich noch nie passiert – so heftig man sich in den Wahlkämpfen auch gestritten hatte, bei denen außer Herolden stets auch Einpeitscher, Giftschleudern und Denunziatoren eingesetzt wurden, am Ende konnte der siegreiche neue König damit rechnen, zumindest die ersten 100 Tage seiner Regentschaft halbwegs in Ruhe gelassen zu werden.

Warum das bei König Donald nun anders läuft, hat nicht nur mit seiner kindischen Eitelkeit zu tun, die ihn kaum im Amt zu der lachhaften Beschwerde brachte, die Zahl der gemeldeten Besucher bei seiner Inthronisation sei von den Herolden absichtlich niedrig gehalten worden. Solche psychologischen Marotten, wie im Fall Donald extremer Narzissmus, waren auch schon bei anderen königlichen Häuptern vorgekommen – “Tricky Dick” Nixon etwa galt als notorischer Lügner, König Jack, den man JFK nannte, war ein unersättlicher Lustmolch, den es täglich nach Mätressen verlangte, und der tölpelhafte George W. stilisierte sich als großer Texas-Ranger, hatte aber panische Angst vor Pferden. Doch hatten diese “Macken” der Regierenden nie dazu geführt, dass sie von den Herolden und Lautsprechern derart heruntergeputzt wurden wie Donald. Selbst als im fernen Italien einmal ein gelifteter Gangster König wurde, den man “Bunga Bunga Duce” nannte, ging man schonender mit ihm um.

Warum Donald so eine Hassfigur ist, erschließt sich, wenn man bei einen Blick in die Chroniken des exzeptionalistischen Königreichs erkennt, dass mit ihm ein Außenseiter an die Macht gekommen ist. Nicht nur, weil er noch nie eine Stellung bei Hofe oder in der Politik eingenommen hatte, sondern weil er nicht aus der Fraktion des Ostküsten-Adels stammt, die man die “Yankees” nennt und aus deren Kreisen seit Jahrzehnten alle Könige kamen.

Das Einparteiensystem mit zwei rechten Flügeln erlaubte dabei stets einen “demokratischen” Farbenwechsel und ein wenig Abwechslung auf dem Thron, die Kontrolle blieb aber stets bei den obersten Yankees, ihrem “Rat für auswärtige Beziehungen”, den unsichtbaren Meistern der Intelligence sowie natürlich den unermesslichen Schatzkammern des ultrareichen Rockefeller-Clans. Dass jemand gegen diese Instanzen und deren Macht überhaupt auf den Thron gelangen könnte, erschien völlig unvorstellbar – und erklärt die Schockstarre und Schnappatmung, in die die Herolde und sämtliche Diener der mächtigen “Yankee”-Herren durch Donalds Triumph versetzt wurden. Den Donald natürlich nicht alleine schaffte, selbst wenn er sich das mit seinem Hyper-Ego vielleicht einbildet…

Ein Chronist des Königreichs, Carl Oglesby, hatte die Zeit von der Ermordung JFKs bis zur Verjagung von “Tricky Dick” Nixon aus dem Weißen Haus einst als den “Yankee and Cowboy War” beschrieben, als Kampf zwischen dem alten Ostküsten-Geldadel und den neuen Öl-Oligarchen aus dem Süden. Letztere sorgten im Verbund mit den Meistern der Intelligence und einigen Heckenschützen, die man von einer Mörderbande namens “Mafia” angeheuert hatte dafür, dass JFK umgelegt wurde, erstere kickten dann später König Nixon mit dem sogenannten “Watergate-Skandal” aus dem Amt.

Tricky Dick hatte damals versucht, sich mit der Gründung einer ihm unterstehenden Truppe namens “DEA” an dem lukrativsten Topf im tiefenstaatlichen Geschäft zu bedienen: dem von den unsichtbaren Meistern der Intelligence kontrollierten Handel mit Rauschgift. Das konnten die “Yankees” und die Meister nicht zulassen und entfernten den “Cowboy” Nixon vom Thron, indem sie dem Investigativ-Herold Woodward ein wenig Kompromat zukommen ließen.

Der Großmeister der Intelligence, George Bush, ließ dann als Vizekönig unter Ronald I. das Geschäft direkt aus dem Weißen Haus organisieren. Zu dieser Zeit war es auch, dass der Chefkapitän der geheimen “Iran-Contra”-Flotte, Barry Seal, mit Säcken voller Rauschgift und Geld in seinem Heimathafen in Mena/Arkansas versehentlich von einem un-informierten Zollbeamten kontrolliert und festgenommen wurde, aber zwei Tage später aus dem Gefängnis frei kam – nachdem Vizekönig Bush einen Anruf bei dem aufstrebenden Gouverneur von Arkansas getätigt hatte, einem jungen Mann namens Bill Clinton.

Seit dieser Zeit waren Bill und Hillary im Geschäft mit dem Tiefenstaat und trotz anderer Parteifarben niemals Opponenten der Bushs, sondern stets partners in crime. So wurde “Free Willy” Bill als König dann auch zum Nachfolger des alten Bush und vererbte das Reich nach acht Jahren an dessen Sohn W.

Nach einem kurzen Farbwechsel mit dem sympathischen Prinzen Obama, den man ein wenig “Hope” verbreiten ließ, um ihn dann schnell zur lahmen Ente zu stutzen und nur dafür sorgte, dass während seiner Dienstzeit alle drei Stunden irgendwo eine Bombe abgeworfen wurde, sollte nun Queen Hillary den Job übernehmen. Aber da funkte Donald dazwischen …

Auch erschienen auf Telepolis, die bisherigen Folgen der kleinen Serie hier

21
Jan, 2017

Yankee and Cowboy War 2.0 (10): Habemus Donald

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Wie es sich im exzeptionalistischen Königreich gehört wurde die Krönung von König Donald mit exzeptionellen Feierlichkeiten begangen. Fast eine Million Menschen waren in die Hauptstadt  gekommen, darunter auch sehr viele Demonstranten, die gegen den neuen König protestierten. Das Real Game of Thrones ist  mit der Thronbesteigung ja nicht beendet, es geht nur in eine neue Runde. Seine Antrittsrede klang denn auch weniger wie eine salbungsvolle Sonntagspredigt, sondern eher wie ein kämpferisches “F*ck You” an die alte Herrschaft. . Dabei klang Donald zufällig (?)  genauso wie der Böse aus dem allseits beliebten Lichtspiel „Batman“

Das Interview mit dem neuen Imperator, das ein bekannter Herold aus dem Merkelland geführt und das Königin Angela und ihre Kriegsministerin so erzürnt hatte, schlug unterdessen auch in anderen Ländern hohe Wellen.  Weil Donald das alte Verteidigungsbündnis NATO als “obsolet” bezeichnet hatte, machten  sich Militärs und Kommissköpfe überall Sorgen um ihr Budget; noch mehr aber schockte er mit seiner Antwort auf die Frage, wem er denn mehr traue, der Königin des Merkellands oder Wladimir, dem  Herrscher  des Ostreichs, den man nur “Putin” nannte.

“Beiden gleich viel” hatte Donald geantwortet, “aber ich weiß nicht wie lange”… und damit die gesamte westliche Welt erschreckt. Die altgediente Vasallenkönigin Angela, die man auch “die Raute” oder “den Hosenanzug” nannte und die stets erfüllt hatte was das Weiße Haus und die unsichtbaren Meister der Intelligence verlangten,  auf eine Stufe mit Wladimir dem Schrecklichen  zu stellen,  das konnte  nur als weiterer Affront des “gefährlichen” Donald verstanden werden.

Wo doch Angela vor Kurzem noch auf Drängen der Meister  der Intelligence und gegen den Willen aller Händler und Wirtschaftstreibenden ihres Landes  Sanktionen gegen das Reich des Ultrabösen durchgesetzt hatte. Der Grund war ein gescheiterter Putsch, den die Meister in der Ukraine eingefädelt hatten, um künftig NATO-Katapulte direkt vor der Haustür des Ultrabösen aufstellen zu können. Darauf hatte der perfide Putin mit seinen Gedankenstrahlen über 80 % der Bevölkerung auf der Halbinsel Krim hypnotisiert, die sich dann über Nacht von der Ukraine lossagten und seinem Reich beitraten. Damit war der Plan der Meister, mit der Krim auch den wichtigsten Hafen des Ostreichs und  Vladimirs Flotte zu kontrollieren, gescheitert und sie riefen alle Welt auf, die “Aggression” dieser Eroberung – bei der freilich dank der Magie des Ultrabösen kein einziger Schuss gefallen war –  zu geißeln und mit Sanktionen zu bestrafen.

Donald nun hält diese Sanktionen für Unsinn und will mit Putin lieber einen Deal machen und sie aufheben, wenn dieser im Gegenzug sein Arsenal der hypertödlichen Nuklearkeulen reduziert. Das klingt nach Win-Win, denn was diese Waffen betrifft ist das exzeptionalistische Königreich ausnahmsweise stark unterlegen , eine Reduktion wäre für die Sicherheit  des Ostreichs keine Gefahr.   Und für Donalds “Westeros” könnte ein solcher Deal äußerst lukrativen Handel und Wandel mit dem riesigen Land bedeuten, das in seiner “sibirschen Schatztruhe” über mehr als ein Drittel aller Rohstoffe der gesamten Welt verfügt.

Auch für das Merkelland, das mit seinen vielen Fabriken und Werkstätten auf Energie,-und Rohstoffzufuhr angewiesen ist, wären gute Handelsbeziehungen zum östlichen Nachbarn äußerst vorteilhaft, aber die Königin und ihre Minister befinden sich wegen des neuen Winds, der seit Kurzem über den Atlantik  bläst, immer noch in Schockstarre. Die Think-Tanks haben ihnen noch keine neuen Textbausteine geliefert. So hatte der Hosenanzug Angela bei den Glückwünschen an den Neugewählten noch nölend die Einhaltung der “Menschenrechte”  angemahnt und der Außenminister, der Donald zuvor  als “Hassprediger” beschimpft hatte, gratulierte erst Mal gar nicht.

Dass man einem neuen Imperator Reverenz erweisen sollte, wenn man für seinen Vasallenstaat günstige Verhältnisse schaffen will, davon hatten sie offenbar noch nie gehört, obwohl es schon seit den Zeiten des römischen Kaisers Augustus an sämtlichen Diplomatenschulen gelehrt wird.  Sonst hätten sie stante pede nach einer Audienz im 66. Stock von  Donalds prunkvoller Turmburg ersucht, um dem künftigen Kaiser, der die Kosten für den NATO-Zirkus und die Auslandseinsätze seiner Truppen herunterfahren will, einen Win-Win-Deal vorzuschlagen: du schließt die Drohnenmord-Zentrale Ramstein und wir übernehmen die Kosten, dort einen King Donald Vergnügungspark der globalen Völkerfreundschaft zu errichten…

King Donald hätte nicht Nein sagen können, schließlich stammen seine Vorfahren aus dem heutigen Merkelland und wäre sein Großvater nicht durch den damaligen König des Landes verwiesen worden – weil er statt Wehrdienst zu leisten in der neuen Welt im Vergnügungsgewerbe Geld verdient hatte, mit dem er in die Pfalz zurückgekehrt war um sich niederzulassen – dann würden in Kallstadt  heute vielleicht mehr Hochäuser stehen als in Manhattan, von wo aus Donald jetzt die Welt regiert.

Auf die Frage, was seine erste außenpolitische Priorität als neuer König sei,  hatte Donald mit vier Buchstaben geantwortet: “ISIS”. Gemeint waren  damit natürlich die wahabitisch-salafistischen Wickelmützen und ihr “Kalifat”, von wo  aus sie heimtückische Terroristen in alle Königreiche entsenden. Ein Großmeister und Chef der militärischen Intelligence, General Flynn, hatte die Entstehung dieses Terrorstaats kommen sehen und auch, dass seine Dienstherren – Obama und Hillary – dagegen nichts unternehmen wollten, weil ihnen diese Terroristen nützlich erschienen. Als Flynn dagegen protestierte, wurde er gefeuert – und jetzt von Donald als höchster Sicherheitsberater des Königreichs wieder eingestellt.

Einer von Flynns Vorgängern, Zbig Brzezinski, war unter dem “Peanut”-König Carter einst auf die irre  Idee verfallen, fanatische Koranfreunde mit schweren Waffen auszustatten und sie als  “heilige Krieger” für erwünschte regime changes  einzusetzen, eine Strategie, die die Meister der Intelligence bis zuletzt beibehalten hatten. Doch damit dürfte es jetzt ein Ende haben:  “Wir haben mit Stalin zusammen den Faschismus bezwungen, da werden wir mit Putin doch auch den Islamismus besiegen”, gab sich in diesem Zusammenhang einer von Donalds inoffiziellen Militärberatern, der Gründer der berüchtigten Schwarzwasser-Sturmtruppen,  zuversichtlich.

So scheinen sich auf dem geopolitischen Schachbrett neue Konstellationen zusammen zu brauen: Könnten Don und Wlad  ein dynamisches Duo bilden und den IS eliminieren ? Würden sie einen Deal über ihre jeweiligen “Einflusszonen”  hinbekommen ?  Und Lösungen für die anderen Player in der Region – die Kopf-ab-Monarchen der Saudis, die den IS finanzieren, den aggressiven  König Bibi, der sein Reich auf Kosten der Nachbarn dauernd vergrößern will, sowie Sultan Erdogan, der Ähnliches im Sinn hat ? Donald jedenfalls hat in seiner ersten Rede nach der Amtseinsetzung  “Action” angekündigt und dass er den IS “vom Antlitz der Erde tilgen wird”. Das fanden die meisten Leute im exzeptionalistischen Köngireich und auch in den   anderen Ländern  ziemlich gut, denn diese “heiligen Krieger” waren nirgendwo beliebt – außer bei den Meister der Intelligence, die sie einst herangezüchtet und zuletzt im Krieg  gegen König Assad eingesetzt hatten.

Allenthalben begrüßt wurde auch die Ankündigung Donalds, sich künftig zuerst und vor allem um sein Königreich zu kümmern und lieber die  heruntergekommenen heimischen Straßen und Brücken wieder aufzubauen statt sie in anderen Ländern zu zerstören. Ob und wie er das alles hinbekommt, darüber herrschte freilich auch noch große Skepsis.  Dass sich die Exzeptionalisten unter Donald dem Ersten aber nun  offenbar für eine Weile um sich selbst kümmern wollen,  das wurde vom Rest der Welt dann doch mit hörbarem Aufatmen wahrgenommen…

Auch bei Telepolis. Die bisherigen Folgen unserer kleinen Serie hier

17
Jan, 2017

Yankee and Cowboy War 2.0 (9)

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Wenige Tage vor den großen Krönungsfeierlichkeit hat sich das Real Game of Thrones im exzeptionalistischen Königreich noch einmal zugespitzt. Ein führendes Mitglied des Senats sagte, König Donald sei “wirklich dumm” wenn er sich mit den Meistern der Intelligence anlegt, denn die hätten “den Sonntag und sechs Tage” es ihm heim zu zahlen. Wie das geschehen könnte, lies der Senator offen. Der abgesetzte Intelligence-Großmeister Brennan warnte den neuen König ganz offen “seinen Mund zu hüten” – eine Frechheit, die sich die stets diskreten Meister eigentlich nie herausnehmen. Angesichts solcher Drohungen  steigen die Befürchtungen im Lande, dass es dem neuen Herrscher genauso gehen könnte wie dem letzten König der es gewagt hatte, sich mit den unsichtbaren Meistern der Intelligence anzulegen.

König Jack, den alle nur JFK nannten, wollte damals den Konflikt mit dem Reich des Ultrabösen nicht mit immer mehr Waffen, sondern durch Gespräche und Abrüstung beenden und war damit nicht nur den Meistern, sondern auch der mächtigen Gilde der Waffenschmiede in die Quere gekommen. Jener Gruppe, die  Jacks Vorgänger, der alte General Ike, der die Armeen im letzten Weltenkrieg zum Sieg geführt hatte, bei seinem Abschied  “den militärisch-industriellen Komplex” genannt und vor ihrem gefährlichen Einfluß gewarnt hatte. Nachdem König Jack dann durch gedungene Heckenschützen ermordet worden war hatten sich alle seine Nachfolger an die unausgesprochene Warnung gehalten, den Waffenschmieden und den Meistern der Intelligence nicht ungefällig zu sein. So waren die Rüstungskammern des exzeptionalistischen Köngreichs in immer exzeptionalistischere Dimensionen gewachsen, ebenso wie die Büros und Budgets der Meister der Intelligence.

Aus den Tiefen des Staats hielten die Meister  diese Maschine am Laufen, indem sie ständig neue  “Feinde” ausmachten. Oder, wenn  keine in Sicht waren,  etwas nachhalfen um die Bedrohung sichtbar zu machen. Das fiel ihnen leicht, denn ihm Rahmen der Operation Mockingbird hatten sie in der Gilde der Herolde und Einflüsterer  an den wichtigsten Stellen eigene Leute platziert, die die Fake News der Meister über drohende Gefahren jederzeit unter das Volk brachten.

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14
Jan, 2017

Yankee and Cowboy War 2.0 – (8)

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Das Real Game of Thrones, der Krieg gegen den Cowboy, der nach Jahrzehnten der Yankee-Herrschaft kurz davor steht ins Weiße Haus einzuziehen, ist in eine entscheidende Runde gegangen. Nachdem die alten Herrscher auf dem Schlachtfeld der Wahl verloren hatten, weil der Herausforder die meisten Wahlmänner hinter sich versammeln konnte, blieb ihnen nur noch,  eine geordnete Übergabe der Macht zu gewährleisten.  Und während der neue König aus den reichsten Männern des Landes und erfahrenen Generälen eine Regierungsmannschaft aufstellte, der das Parlament zustimmte, hielt der scheidende König  eine ergreifende Abschiedsrede vor seinen Untertanen und verdrückte  ein paar Tränen im Knopfloch. Auch wenn er in seinem letzten Amtsjahr 26.172 Bomben abwerfen lies und damit einen persönlichen Mord-Rekord aufstellte,  galt er ja als friedlicher Kerl und wollte seinem Nachfolger keine Steine in den Weg legen.

In den Tiefen des Königreichs aber grummelte es, die mächtigen Meister der Intelligence mochten sich mit dieser Niederlage nicht abfinden. Dass weder ihr Netzwerk von  Lauschern, Spionen und Agenten, noch das der Herolde, Trommler und Einflüsterer es geschafft hatte, ihre Kandidatin durchzuboxen, lag ihnen nicht nur im Magen. Sie fürchteten auch einen schweren Machtverlust, da der neue König schon mehrfach deutlich sein Mißfallen über ihre Arbeit geäußert und zudem angedroht hatte, ihr seit Jahrzehnten liebevoll kultiviertes Spezialfach des regime change abzuschaffen und nicht mehr dauernd über andere Länder herzufallen. Deshalb, so hatte er verfügt, brauche er auch nicht mehr die täglichen Briefings der Meister, sondern würde sie nur noch einmal die Woche empfangen. So etwas tut man nicht ungestraft und schon warnte der berühmteste Herold, die alte Tante “Times”: “Könige, die sich mit den Meistern anlegen, leben gefährlich” – und erinnerte damit an die magische Kugel, der einst der beliebte König Jack, den alle nur JFK nannten,  zum Opfer gefallen war. Nachdem er angekündigt hatte, das Büro der Meister der Intelligence “in tausend Stücke zu zerschlagen und in alle Winde zu zerstreuen”. Jacks korrupte königliche Leibwache hatte den Heckenschützen damals freie Bahn geliefert, weshalb der neue König jetzt sicherheitshalber schon mal seine eigenen Leibwächter mitbringt.

Er weiß, dass mit den Meistern nicht zu spassen ist – sie haben nicht nur Augen und Ohren überall im Reich und besitzen “Kompromat” über fast jeden und jede, sondern kontrollieren auch die wichtigsten Lautsprecher und Einpeitscher. Sein hochmodernes Zwitscher-Gerät, dank dem er alle seine Freunde im Volk jederzeit erreichen kann und  auf Herolde wie “Times” nicht mehr angewiesen, kommt gegen die mächtige Orgel der Meister allein nicht an. Und bevor der Neue nächste Woche inauguriert wird, haben sie noch einmal alle Register hochgefahren, um zu zeigen, wer in Brainwashington D.C. die Hosen an hat.

Damals, als man gegen den Saddam ziehen sollte, hatten 16 Großmeister der Intelligence bestätigt, das dieser Massenvernichtungswaffen besitzt – und jetzt, wenige Tage vor der feierlichen Krönung, bestätigen 17 Großmeister, dass der neue König eigentlich eine Marionette des ultrabösen Herrschers Putin sei.  Dieser hätte ihn einst in sein Dunkelreich gelockt, zu perversen Orgien verführt und ihn seitdem in der Hand. Fünf Jahre verwandte er, ihn zu formen und vorzubereiten, dann sandte er seine Agenten aus, überall im Lande das üble Gift der “Fake News” zu verbreiten und schickte unsichtbare  Häscher, um die Post der Vizekönigin Hillary zu erbeuten. Die lies er dann, “auf verschlungenen Wegen”, einem weltbekannten Piraten zukommen der sie dann dem Volk präsentierte – und ihr alle Chancen nahm,  die Wahlschlacht zu gewinnen, weil offenbar wurde, wie kalt, korrupt und kriegslüstern die Vizekönigin war.  So hievte der raffinierte Ultraböse den unflätigen Cowboy nicht nur auf den Thron, sondern wird ihn künftig wie eine Marionette steuern und die Fäden im ganzen Königreich ziehen.

Mit dieser Geschichte erkärten die Meister der Intelligence aus den Tiefen des Staats dem forschen neuen König den Krieg. Sie  veröffentlichten ein Dossier über die perfide Manipulation der Wahl und der Unterstützung des neuen Königs durch den Ultrabösen.  Sie konnten dafür keine Beweise vorlegen und sagten, als solche verlangt wurden, dass ihr Geheimgeschäft es leider nicht zuließe,  “Quellen und Methoden” offen zu legen. Und dass die Autorität von sage und schreibe 17 Intelligence-Großmeistern, die sich seit Jahrzehnten rund um die Uhr für Sicherheit der Bevölkerung einsetzen,  ja wohl genügen müsse, die Wahrheit dieser Geschichte anzuerkennen.

Die Leute draußen im Lande kratzten sich am Kopf: war nicht “Glauben” schon vor Jahrhunderten im ganzen Königreich abgeschafft und durch “Wissen” ersetzt worden ? Musste nicht jeder vor Gericht Beweise und Zeugen vorbringen für seine Anschuldigungen ? War es nicht auch den Herolden und Einpeitschern seit langem verboten,  Gerüchte und Vermutungen einfach als echte Nachrichten in die Welt zu setzen ? Und hatte man diese strengen Regeln nicht gerade deshalb eingeführt, weil falsche Nachrichten und Behauptungen der Meister der Intelligence in der Vergangenheit so oft zu schrecklichen Kriegen geführt hatten ?  So war es doch. Und jetzt sollte man den unsichtbaren Meistern wieder einfach nur Glauben schenken und nichts mehr wissen dürfen ? Und das alles nur, weil der neue König gesagt hatte, der Ultraböse sei eigentlich gar nicht so schlimm und er würde mit ihm schon klarkommen ?

Die Leute verstanden es nicht und beschlossen, sich erst Mal Popcorn zu holen, für die nächste Folge im Real Game of Thrones….

Auch erschienen auf Telepolis, die bisherigen Folgen unserer kleinen Serie hier

 

11
Jan, 2017

Bullshit mit Pipifax

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“Russische Hacker” sind das neue “Der Hund-hat-meine-Hausaufgaben-gefressen” titelte Telepolis treffend zu der Veröffentlichung des Untersuchungsberichts der US-Geheimdienste über die die angebliche Beeinflussung der Wahlen durch Russland, denn ihre Hausaufgaben, nämlich “intelligence” – Wissen, Kenntnisse, Beweise – beizubringen, das haben die Intelligence Agencies schlicht nicht gemacht. Stattdessen wimmelt es in ihrem Bericht  nur so von Einschätzungen, Annahmen und Vermutungen – also all dem, was an wilden Verschwörungstheorien seit Monaten in den Qualitätsmedien geköchelt wird. Einen Knochen oder sogar etwas Fleisch daran, irgendein “hard fact”, haben die Dienste nicht geliefert, aber in guter Tradition nehmen die Staats,-und Konzernmedien die Vermutungen und Annahmen für bare Münze und Beweis, dass “Putin persönlich” dahinter steckt. Und kochen den Bullshit weiter und weiter…

Wie hohl diese Geschichte ingesamt ist, läßt sich an Robert Kirby, dem stammelnden Sprecher des State Departments beobachten, der zuerst zugibt, dass der veröffentlichte Bericht keine Beweise für russische Hacker und die Weitergabe an Wikileaks enthält und das dann damit begründet, dass Geheimdienste selbstverständlich “ihre Quellen und Methoden schützen müssen” und nicht alles veröffentlichen können. Auf die Frage, ob die Öffentlichkeit nicht doch Anspruch auf irgendeinen nachvollziehbaren Beweis habe, antwortet er mit dem Hinweis, dass schließlich alle  17 Geheimdienste zu derselben “Einschätzung” (assessment) gekommen seien, das käme selten genug vor und sollte  wohl genügen. Einen Vergleich mit den assessments zu den WMD des Irak hielt Mr. Kirby für unangebracht – diese Fehler seien 15 Jahre her und seitdem hätten sich die Geheimdienste wesentlich verbessert.

Die peinliche Nummer ergänzt unsere Diagnose von der Intensivstation, dass es sich bei dieser ganzen Story um russische Hacker und Wahlbeeinflussung um eine klasssische Variante von “Fake News” handelt: zu Fakten aufgeblasene Gerüchte mit politischer Agenda.  Eine weitere Variante –  zu Fakten aufgeblasene gefälschte Dokumente – wurde pünktlich zur ersten Pressekonferenz von Donald Trump von CNN und Buzzfeed präsentiert: die haarsträubende “Golden-Shower”-Story, dass Trump im Ritz Hotel Moskau das Zimmer verlangt hätte, das Obama dort einmal belegt hatte und dann Prostituierte auf sein Bett pinkeln lies. Das 35-seitige Dossier mit  diesen Räuberpistolen, nach denen Russland über reichlich kompromitierendes Material über Trump verfügt –  angeblich das   “Geheimdokument” eines britischen James Bond-Kollegen vom MI6 – kuriserte seit Monaten unter Journalisten.  Einige Andeutungen daraus landeten schon im Herbst in verschiedenen Storys, die Trump als Marionette Russlands porträtierten. Doch schon der Seitenkopf des Dokuments zeigt, dass es sich um eine Fälschung handeln muss,   “Confidential/Sensitive Source” schreibt kein Geheimdienst über seine Papiere, “Sensitive Source” deutet sofort auf Fake.

Dass der Buzzfeed-Chef Ben Smith seinen Fake-Journalismus mit dem Hinweis begründet, “die Öffentlichkeit” solle über die Echtheit und die Vorwürfe entscheiden und damit versucht, seinem blöden Laden einen Hauch von Wikileaks-Nimbus zu verpassen, ist unverschämt. Kein einziges der von Wikileaks seit zehn Jahren publizierten Dokumente hat sich als Fälschung erwiesen, alles war echt. Wie zuletzt die Mails der demokratischen Partei, die nicht durch  Hackerzar Putin, sondern durch ein internes Leak zu Wikileaks kamen. Dafür gibt es Zeugen – doch sie passen nicht in das Narrativ, das sich die Yankees und die Clinton-Maschine für ihre selbstverschuldete Niederlage erfunden haben und mit Hilfe ihre Bataillone in Medien und Geheimdiensten durchdrücken wollen. Nachdem der Untersuchungsbericht über den Russenhack niemanden mit IQ über Bordsteinkante überzeugen konnte, wirkt der Pipifax-Bullshit von Buzzfeed wie das letzte verzweifelte Gefecht eines Kampfs,  Trump zu delegitimieren und seine Inauguration zu verhindern.

Mit dieser plumpen Fälschung, die  darauf zurückgeht, dass  die Clinton-Kamapagne einen Spezialisten beauftragte, Schmutz gegen Trump aufzutreiben – Moon of Alabama spekuliert anhand einiger Indizien des Papiers über eine Conncetion zu ukrainischen Nazis – erweisen sich die Demokraten nicht nur als schlechte Verlierer, sondern auch der Demokratie einen Bärendienst. Für die Debatte um Fake News indessen ist der Mythos Nr. 1 – Fake News machen immer nur die Anderen –  mit dieser Kampagne schon mal nachhaltig demontiert…

UPDATE Gut gegeben: Trump moderiert den Reporter von CNN, die den Pipifax-Bullshit  gesendet haben, in der Pressekonferenz ab:

7
Jan, 2017

“Fake News” auf der Intensivstation

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Wo Medien,-und Web-Konzerne international gerade eine ganz  große Koalition gegen Fake News bilden, will dieser kleine Blog natürlich nicht zurückstehen. Wir werden hier künftig deshalb gelegentlich “News” auf den Seziertisch legen und auf “Fake-News”-Indikatoren durchleuchten. Heute geht es um  einen “Spiegel Online”-Artikel, der schon in der Überschrift klar machte, dass es um einen Akut-Patienten handelt, der dann auch umgehend in die investigative Intensivstation eingeliefert wurde. 

 

Russland soll Mails über Umwege an WikiLeaks weitergegeben haben

Die US-Geheimdienste wissen nach eigenen Angaben, wer die E-Mails über die Demokraten an WikiLeaks weitergeleitet hat. Das geht aus einem von US-Präsident Obama angeordneten Geheimbericht hervor.

( Der Konjunktiv als engster Mitarbeiter und wichtigstes Werkzeug jeder Fake-News-Produktion kommt hier gleich in der Überschrift um Einsatz. „Soll“, „könnte“, hätte“ sind Fake-News-Indikatoren par excellence, die zeigen, dass es sich hier nicht um eine Nachricht, sondern um ein Gerücht handelt. In diesem Fall die Behauptung, dass Mails von Russland an Wikileaks gegangen sein sollen. Über „Umwege“ deutet dann an, dass man weder wirklich weiß, ob die Mails von Russland an Wikileaks gegangen sind, noch wie, auf welchem Weg, außer auf irgendwelchen Umwegen. Die „US-Geheimdienste“ aber wissen „nach eigenen Angaben“ wer es war und haben einen „Geheimbericht“ verfasst, aus dem das hervorgeht. Nun sind Geheimberichte aus denen etwas hervorgeht ja nicht mehr geheim, was einerseits die Spannung auf den Artikel steigert – andererseits aber sind anonyme „Angaben“ von „Geheimdiensten“ eine ebenso starker Indikator für Fake-News wie der Konjunktiv. )

Die US-Geheimdienste wollen die “Akteure” identifiziert haben, über die russische Hacker die erbeuteten E-Mails der Demokraten an WikiLeaks weitergegeben haben. Das berichten die “Washington Post” und CNN, die sich auf einen Geheimbericht berufen, den US-Präsident Barack Obama am Donnerstag erhalten hat. Demnach sind sich die Geheimdienste sehr sicher, dass Russland hinter den Hackerangriffen steckt.Die erbeuteten Daten sollen vom militärischen Geheimdienst GRU über einen “verschlungenen Weg” zu WikiLeaks gelangt sein. So sollte die Quelle verschleiert werden.

(Die Geheimdienste behaupten, Akteure identifiziert haben und haben außer dem Präsidenten auch Washington Post und CNN in ihren „Geheimbericht“ schauen lassen. Wer die angeblich identifizierten Akteure wirklich sind, wird nicht mitgeteilt, was aber die Hintermänner betrifft sollen die Geheimdienste „sehr sicher“ sein, dass Russland dahintersteckt, denn die Mails „sollen“ über den GRU auf “verschlungenen Wegen” zu Wikileaks gelangt sein. Hier wird der Feind, der russische Militärgeheimdienst, beim Namen genannt, im Konjunktiv der Tat bezichtigt und ihm dabei eine besondere Heimtücke unterstellt: Statt einfach bei Assange in der Botschaft anzurufen, sollen die raffinierten Russen einfach die Quellen „verschleiert“ haben. Gemein!)

Als weiteres Indiz führen die Geheimdienste demnach an, dass russische Regierungsmitglieder den Sieg Donald Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl als einen geopolitischen Erfolg für Moskau gefeiert hätten. Das soll aus abgefangener Kommunikation zwischen hohen russischen Beamten hervorgehen.

(Diese barbarischen Russen, feiern die Wahlniederlage der Dame, die ihren Präsidenten als erste Politikerin als „Hitler“ diffamiert hat und lassen die Korken knallen! Dieses „Indiz“, angeblich aus abgehörten Gesprächen von namenlosen „hohen russischen Beamten“, ist ohne Kenntnis der O-Töne zwar wertlos und nur ein Gerücht, leitet aber die neueste Enthüllungsstory der WaPo ein, und sorgt gleich für den richtigen psychologischen “Freund/Feind”-Spin)
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16
Dec, 2016

Yankee and Cowboy War 2.0 – 7. Folge

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putintrumpbaby

Die Welle von Fake News, nach der die Russen bzw. Putin persönlich Trump auf den Trohn verholfen haben, weil “russische Hacker”  bzw. Putin persönlich kompromitierende Mails der Demokraten an Wikileaks gegeben hätten, nimmt kein Ende. Dass die Story komplett auf Gerüchten beruht und es sich somit um eine lupenreine Verschwörungstheorie handelt tut ihrer faktenfreien Fortsetzung offenbar keinerlei Abbruch. Dass an vordester Front der Kampagne mit der New York Times und der Washington Post zwei Urgesteine der CIA-Fakes tätig sind wundert nicht und entspricht dem aktuellen Frontverlauf zwischen Yankees und Cowboys: CIA, Neocons,  Großmedien und Obama-Regierung auf der einen Seite – und FBI, NSA, DIA (Militärgeheimdienst) auf der Seite Trumps. Letztere, inklusive des DNI (Direktor sämtlicher Geheimdienste) Clapper, bestehen darauf, das es allenfalls Vermutungen und Hinweise, aber keinerlei Beweise für einen russischen Hack gäbe, dazu kommen von namhaften Zeugen, wie der ehemaligen UK-Botschafter Craig Murray und Julian Assange, die darauf schließen lassen, dass es sich gar nicht um einen Hack, sondern um ein Leak handelt. Dennoch wird die Story in den Großmedien weiter und weiter gekocht, die scheinbar nicht einmal merken, wie sie sich mit dieser Dauerproduktion von Fake News immer weiter in die Bredouille bringen als selbst ernannte Verbreiter von Real News.

Wie das hierzulande abläuft hat Kollege Paul Schreyer gerade sehr schön am Beispiel der FAZ demonstriert, die aus vagen “Hinweisen auf russische Angriffskampagnen”, die der deutsche Verfassungsschutz in einem Newsletter veröffentlichte, in einem Leitartikel auf der ersten Seite “präzise Erkenntnisse” macht,  “dass Cyberangriffe auf deutsche Politiker und politische Institutionen wie den Bundestag vom russischen Staat geführt werden.” Ein Lehrstück, wie kluge Köpfe mit Fake News hinters Licht geführt werden – vorgegeben von den transatlantischen Spin-Doktoren, die diese Story ad nauseam  als Real News nur deshalb durchpeitschen, weil sie damit 37 Wahlmänner des “Electoral College” beeinflussen wollen, ihre Stimme am 19.Dezember nicht für Trump abgzugeben – gegen das Votum ihrer Wähler, denen sie den Platz in diesem Gremium verdanken.  Was die “Yankees” da genau vorhaben hat der stets gut informierte  Blog “Moon of Alabama” zusammengefasst:

Weitere Details dazu und  Links hier.  Was los wäre, wenn bei umgekehrtem Wahlausgang die Cowboy-Fraktion solche Versuche unternommen hätte, die Wahl nachträglich zu manipulieren, kann man sich vorstellen. Ich wage aber die Prognose, dass die “Yankees” damit nicht durchkommen – dazu ist der Nonsens dieses Fakes einfach zu durchsichtig.

Die vorherigen Folgen dieser kleinen Serie hier

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