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Dec, 2012

Was produziert der “Global War on Terror” ?

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Richtig! Mehr Terror. Dass Terrorismus nichts ist, das man mit Krieg bekämpfen kann, müsste eigentlich jeder wissen, dessen IQ über Zimmertemperatur liegt. Insofern sind auch die Zahlen des “Global Terrorism Index” kaum überraschend, nach denen die Opfer von Terroranschlägen  in den zehn Jahren, in den “War On Terror” jetzt geführt wird, ständig zugenommen haben. Nicht in Nordamerika oder Europa, die diesen Krieg federführend veranstalten, sondern vor allem in den Ländern, wo sie ihn angeblich bekämpfen: Irak, Afghanistan, Pakistan, Yemen.

“Terrorismus” ist ein Wort, das – so Glen Greenwald – “gleichzeitig nichts bedeutet und alles rechtfertigt.”   Und so unklar und beliebig die Definition von “Terrorismus” ist, so eindeutig und klar ist das, was damit alles gerechtfertigt wird, nämlich:  Krieg, Mord, Folter, Erniedrigung, Überwachung, Rechtslosigkeit… name it! Insofern wundert es nicht, dass Politiker und Medien dieses Wort besonders gern und häufig gebrauchen, wenn sie solche Maßnahmen durchsetzen wollen. Nicht anders, als im Mittelalter ff. die Kirchen das Wort “Teufel”, mit dessen Bekämpfung sich alles und jedes rechtfertigen ließ. So wie in der heutigen “Kirche der Angst”, in der die Schäfchen mit dem Terrorismus-Gespenst dumm gemacht und unterjocht werden. Der einzige “echte” Terrorimsus freilich wird, wie die obige Statistik zeigt,  von den Gobalen Anti-Terror-Kämpfern selbst produziert – oder wie die NSU-Morde in Deutschland von Verfassungsschützern gedeckt und gefördert.

Kommentare

ein Kommentar zu “Was produziert der “Global War on Terror” ?”

  1. Stefan Miller am 10.12.2012 um 15:54 Uhr 

    als Ende der 80-er Jahre der Kommunismus als Feind Nr. 1 ausgedient hat, gab es erstmal eine Leere, die dann 2001 aufgefüllt wurde durch das neue Feindbild: der islamische Terrorist. Wie war es vorher? 1997 wurde eine in den USA sehr erfolgreiche Serie namens “OZ” produziert über ein Gefängnisexperiment. Das gibt über 6 Seasons, also recht lange und reichte bis über 911 hinaus. In OZ ist der Bösewicht der Nazi, der Islamist ist ein guter Idealist, der sogar freiwillig im Knast bleibt, um sich um seine Mitgefangenen juristisch zu kümmern, nachdem ihm von einem korrupten Governor medienwirksam die Freiheit angeboten wurde. Der Nazi hingegen ist bestialisch und sinnlos. Die Serienmacher wußten noch nichts von 911 und konnte es auch nicht anders. Genauso waren die Komunisten anfangs sehr populär auch in den USA, bis sich das plötzlich änderte und die Welt sich spaltete. Vor 911 gab es auch schon militante Aktionen von Islamisten, die aber niemanden richtig aufregten. Erst 911 erlaubte die Inszenierung des Islams als Feindbild und lieferte Grundlagen für Kriege und Hetze weltweit. Heute glaubt jeder an die bösen Moslems in Deutschland, die doch so medienwirksam unehrlich verleugnet werden. Der neue Faschismus kommt auch nicht und sagt: ich bin der Faschismus. Er sagt ich bin der Antifaschismus.

     

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