“Potcast” über die Prohibition, kriminelle Boxershorts und CBD als Covid-19-Prävention

 “Eigentlich sollte es ein kurzer Plausch über das Buch „Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf“ werden, das Mathias Bröckers im Jahr 1993 zusammen mit Herer Jack herausgebracht hat und das demnächst seine 44. Auflage erfährt. Aber es kam anders. Fast eine Stunde lang sprach ich mit Bröckers über die Gründe für die Verteufelung von Cannabis, über die Lobby-Interessen, die schon in den 1940er Jahren hinter dieser Verteufelung standen, und darüber, was die Prohibition mit dem Cannabis-Verbot zu tun hat. Neben Hanf als Nutzpflanze waren auch HIV-Infektionen und die Corona-Krise Themen des Potcasts. Ein Ausflug in die Geschichte von Hanf, über kommende Wirtschaftskrisen und die Frage, welche Rolle CBD und andere Inhaltsstoffe bei Covid-19 spielen könnten.”

Soweit  Tom Wellbrock von den Neulandrebellen, der mit mir gesprochen hat

Hier geht’s zum Potcast-Interview auf Seite von cannaable.de

Zu iTunes und anderen Anbietern kommt Ihr über die Seite potcast.cannaable.de”

„Im chronischen Alleinbesitz der absoluten Wahrheit“

Für die “Nachdenkseiten” hat Marcus Kloeckner mir einige Fragen zur derzeitigen Verschwörungsinflation gestellt:

Herr Bröckers, man kann Sie als alten Schlachtenbummler bezeichnen, wenn es um das Thema Verschwörungstheorien geht. Spätestens seit Ihren Büchern zum 11. September haben Sie den Kampf zwischen den großen Medien und alternativen Formaten sozusagen live und in Farbe erlebt und selbst mitgestaltet. In einem aktuellen Blogbeitrag von Ihnen bezeichnen Sie sich selbst als „Konspirologen“ und „elder Statesman der Verschwörungstheorie“. Hilft Ironie bei der aktuellen Diskussion rund um Verschwörungstheorien und Verschwörungstheoretiker?

Ohne Humor und Ironie ist das doch gar nicht auszuhalten und ich wäre längst schon schwer depressiv, weil ich mich schon über 25 Jahre mit diesem Thema beschäftige. Und von daher nur zu gut weiß, dass es eben nicht nur verrückte und haltlose Verschwörungstheorien gibt, sondern auch sehr vernünftige und gut belegbare – und natürlich viele, die sich als wahr und richtig erwiesen haben. Umgekehrt gibt es auch viele offiziell verkündete Wahrheiten, die sich als haltlose und gefährliche Verschwörungstheorie herausgestellt haben, zum Beispiel die Massenvernichtungswaffen des Irak, mit der ein Krieg mit einer Million Toten angezettelt wurde. Oder nehmen wir die Tatsache, dass der US-Geheimdienst NSA jedes Handy bis hin zu dem der Bundeskanzlerin abhört – wer das vor den Enthüllungen von Edward Snowden behauptet hätte, wäre sofort als durchgeknallter, paranoider, anti-amerikanischer Verschwörungstheoretiker abqualifiziert worden.

Was heute noch offizielle Wahrheit ist, kann sich morgen als Verschwörungstheorie herausstellen – und umgekehrt. Um den nur noch als Denunziations- und Diffamierungsvokabel verwendeten Begriff zu retten, hatte ich schon in meinem ersten Buch über 9/11 („Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11. September“, Verlag Zweitausendeins, 2002) vorgeschlagen, künftig von „Konspirologie“ zu sprechen und die Bildung von Hypothesen über mögliche Verschwörungen als wissenschaftlich legitimes, heuristisches Verfahren zu betrachten. Derzeit ist dieser Begriff aber nach wie vor ausschließlich als Diskurskeule im Einsatz, um unerwünschte Meinungen oder Berichte abzuqualifizieren.

Derzeit wettern Vertreter von Leitmedien verstärkt gegen Verschwörungstheorien. Auf Spiegel Online waren vor kurzem die folgenden Zeilen zu lesen: „Man will in die wirre Gedankenwelt mancher Demonstranten gar nicht allzu tief eindringen. Leider haben viele, die auf den Straßen und im Netz gerade die große Verschwörung beschwören, chronisch einen an der Waffel. Für manche Demonstranten hält die Psychiatrie effektivere Hilfen bereit als die Politik.“
Wie nehmen Sie diese Aussagen auf?

In die erleuchtete Gedankenwelt von Journalisten, die so etwas schreiben, möchte man gern ein wenig tiefer eindringen. Zum Glück sind viele, die in Zeitungen und Fernsehen beschwören, dass alles in bester Ordnung ist, im chronischen Alleinbesitz der absoluten Wahrheit.

Wie erklären Sie sich einen derartigen „Journalismus“?

Das  geisterhafte Erscheinen eines unsichtbaren Virus hat einen Glaubens- und Religionskrieg entfacht. Was kein Wunder ist, denn bis vor ein paar Monaten war dieses Wesen völlig unbekannt, es gab kein Wissen über seine Verbreitung, keine Fakten über seine Wirkung, seine Gefährlichkeit. Es herrscht also große Unsicherheit, großes Unwissen und das führt fast zwangsläufig zu Angst – jeder will wissen, was ihn erwartet und was er oder sie möglicherweise zu befürchten hat. Wirklich Bescheid weiß keiner, denn dieses Wesen ist neuartig und nicht unter Kontrolle, es ist ja nicht einmal klar, ob es ganz natürlich entstanden ist oder eine Chimäre, an der gentechnisch herumgeschraubt wurde. So viel Unsicherheit und Unwissen ist schwer auszuhalten. Deshalb haben die „Kirchen der Angst“ zur Zeit mehr Gläubige versammelt als je zuvor, und zwar in beiden „Konfessionen“: Angst vor einer Massenvernichtungs-Pandemie auf der einen Seite und Angst vor einer Massenüberwachungs-Diktatur auf der anderen. Und in beiden Kirchen orgeln Panik-Orchester ihre allein seligmachende Wahrheit, den wahren Glauben. Das funktioniert bekanntlich nur, wenn den Glauben der anderen als gefährlichen Irrglauben denunziert.

Warum haben so manche Vertreter großer Medien eine Aversion gegen Verschwörungstheorien?

Aversionen herrschen dort keineswegs gegen alle Verschwörungstheorien. Die offiziell erwünschten werden ja in epischer Breite und auf allen Kanälen verkündet. Von den 19 Teppichmessern als 9/11-Alleintätern über die Massenvernichtungswaffen des Irak bis „Russiagate“. Mit haltlosen, unbewiesenen und sehr gefährlichen Verschwörungstheorien haben die Leitmedien also kein grundsätzliches Problem. Wenn der Krieg dann gelaufen ist und eine Million Menschen das Leben gekostet hat, entschuldigt sich die „New York Times“ für das „Versehen“, Aluminiumrohre und nicht Saddams Massenvernichtungswaffen auf die Titelseite gehievt zu haben. Und weiter geht’s als „paper of the record“ und „große alte Dame“ des Pressewesens – irgendwie zur Rechenschaft gezogen wird diese Art von „Journalismus“ nicht. Ich habe die VertreterInnen des lügenden Gewerbes manchmal als “Pre$$titutes” beschimpft was aber eigentlich noch eine Verharmlosung ist , da die KollegInnen aus dem liegenden Gewerbe niemals solche Schäden anrichten wie diese Verbreiter offizieller Verschwörungstheorien.

Es gibt durchaus eine berechtigte Kritik an Verschwörungstheorien und verschwörungstheoretischem Denken. Aber ist die pauschale Kritik, wie sie immer wieder in den Leitmedien zu finden ist, angebracht?

Als Diffamierungswaffe im Rahmen der psychologischen Kriegsführung wurde der Begriff ja 1967 von der CIA scharf gemacht, die ihren Medienpartnern damals empfahl, mit dieser Keule gegen die Kritik an den Ermittlungen zum Attentat auf John F. Kennedy und der These vom Einzeltäter Lee Harvey Oswald vorzugehen. Seitdem feiert er immer dann fröhliche Urstände, wenn es darum geht, unpassende Meinungen und Behauptungen zu diskreditieren. „Wir müssen die Wahrheit über den Terror aussprechen. Lasst uns niemals frevelhafte Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit den Anschlägen des 11. September tolerieren, boshafte Lügen, die bezwecken, die Schuld von den Terroristen selbst abzulenken, weg von den Schuldigen“ , hatte George W. Bush vor der UN-Vollversammlung gepredigt und der Gemeinde die Wahl gelassen: „Mit uns oder mit den Terroristen.“ Seitdem gibt es also kein Vertun mehr, 9/11 ist der Lackmus-Test für den wahren Glauben. Hier müsste Kritik an Verschwörungstheorien ansetzen, denn die Anschläge sind bis heute nicht wirklich aufgeklärt, die Ursachen für den Einsturz der Türme nicht ordentlich ermittelt – doch jeder Zweifel, wie zum Beispiel zwei Flugzeuge drei Wolkenkratzer pulverisieren können, gilt als ketzerischer Irrglaube und gefährliche Verrücktheit.

So ähnlich läuft es jetzt mit Corona und der Pandemie: Zweifel sind nicht zugelassen, selbst wenn es gute Gründe dafür gibt, weil das Wissen über das Virus eben unsicher ist. Dass sich die Politik in dieser Lage weltweit auf den „worst case“ eingestellt und Lockdown verordnet hat, ist richtig und nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar und falsch ist, jede Kritik an den in unsicherer Lage getroffenen Maßnahmen und den extremen Rechtseinschränkungen als Verschwörungstheorie zu denunzieren. Da kommt es dann dazu, dass die solide Recherche und seriöse Berichterstattung von heute schon morgen schon als gefährliche Verschwörungsideologie gilt. So erfüllt es jetzt schon den Tatbestand der Blasphemie wenn man darauf hinweist, dass noch vor kurzem in der “Zeit” , der ARD und anderswo ausführlich begründet wurde, warum man Bill Gates nicht  die Kontrolle der Weltgesundheitsorganisation und Milliardären nicht die globale Agenda überlassen dürfe. Weil solche Hinweise aber mittlerweile als irre  “Corona-Mythen” gelten, hat der SWR seiner Doku von 2017 mit dem Titel: “WHO am Bettelstab – Wo’s lang geht bestimmt Bill Gates” – dann auch schnell noch ein Link vorangestellt, zu einem neuen Beitrag aus dem wir erfahren, dass Onkel Bill natürlich schwer in Ordnung ist.

Wie gehen Leitmedien vor, wenn sie gegen Verschwörungstheorien zu Felde ziehen? Welche Beobachtungen haben Sie gemacht? Gibt es bestimmte Strategien?

Es geht eigentlich immer nach demselben Rezept: man vermenge die rationalen Argumente der Kritiker mit möglichst irrationalen, unappetitlichen Zutaten. Dass in Deutschland dann unweigerlich auch der Diskurshammer schlechthin (Holocaust/Antisemitismus) zum Einsatz kommt, hatte schon der verstorbene Kollege Wiglaf Droste als politische Debattenregel Nr. 1 erkannt: „Wer zuerst Auschwitz sagt, hat gewonnen!“ Wenn dann bei einer Million Demonstranten gegen das transatlantische TTIP-Abkommen ein paar hundert Nazis mitlaufen, wird in „Spiegel“ und „Panorama“ vor einer gefährlichen „Querfront“ gewarnt. Dasselbe auch bei den Friedens-Mahnwachen und jetzt bei den Corona-Demos. Die Stigmatisierung läuft da nicht über Argumente, sondern über Kontaktschuld.

Wie nehmen Sie als Journalist dieses Medienverhalten wahr?

Nicht zufällig fühlen sich im Moment ja viele Ex-Ossis an DDR-Verhältnisse erinnert, was angesichts der „coronistischen“ Einheitsparteien im Bundestag und dem völligen Gleichschritt der Großmedien auch kein Wunder ist. Und in der logischen Folge zu einem großen Zulauf bei den alternativen Medien führt, was wiederum die Großmedien zu einem um so heftigeren Bashing dieser Konkurrenz provoziert. Mit einer Kultur der Debatte und demokratischer Öffentlichkeit hat das nicht mehr viel zu tun und schon gar nicht mit einer rationalen Diskussion darüber, ob etwa Bill Gates’ Vision eines RNA-Impfstoffs, der in das menschliche Genom eingeschleust wird, eine segensreiche Idee ist oder ein gefährliches Geschäftsmodell, den Menschen gegen Viren so resistent zu machen wie den gen-manipulierten Mais gegen die „round-up“-Pestizide von Monsanto. Kritik an solchen Ideen einfach unter „irre Verschwörungsmythen“ abzubuchen, ist verantwortungslos, aber genau das wird im Medienmainstream getan

In einer aktuellen Umfrage heißt es, 20 Prozent der Wahlberechtigten haben Zweifel am Wahrheitsgehalt der Corona-Berichterstattung in den Medien. Was sagt Ihnen diese Zahl?

Eine Zustimmung von 80% ist ein sehr gutes Ergebnis für die Konsens-Fabriken und ich verstehe nicht, warum das mit dem Geschrei um die Großgefahr durch Verschwörungstheorien noch auf 99,5 % geknüppelt werden muss. Was den Wahrheitsgehalt der Aussagen über „SARS-Cov-2“ angeht, kann der ja gar nicht 100-prozentig sein, weil über das Virus und den Verlauf der Krankheit einfach noch zu wenig bekannt ist. Die Regierungen mussten in dieser Lage, auf Basis einer Gleichung mit vielen Unbekannten Entscheidungen treffen. Die gingen weltweit in die Richtung eines mehr oder weniger strengen Lockdowns und können mehr oder weniger fehlerhaft gewesen sein – was sich aber genauer erst ex post, im Nachhinein, wird feststellen lassen können. Wer überzeugt ist, dass Regierungen immer lügen, wird den Wahrheitsgehalt dieser Ergebnisse auch dann noch geringschätzen, aber mit solchen Zweiflern und Skeptikern muss man leben können. Auch wenn es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass Trump, Putin, Xi , Merkel, Macron & Co. im Verborgenen alle unter einer Decke stecken und einer gemeinsamen Agenda folgen, die ihnen von Big Pharma eingeflüstert wird – 100-prozentig ausschließen kann man selbst eine solche Großverschwörung nicht. Genauso wenig sollten aber auch die Lockdown-Kritiker ausschließen, dass ihre Regierungen möglicherweise richtig gehandelt und viele Infektionen und Todesfälle verhindert haben. Die Inbrunst beim Verbreiten von Panik und der Hoffnung auf die Wunderwaffe Impfstoff ist genauso „covidiotisch“ wie die 100-prozentige Überzeugung, dass mal wieder alles Lüge, Fake und Faschismus ist.

Wolfgang Schäuble hatte auch ein paar Worte zu den Demonstrationen zu sagen: “Um sich vor Beifall aus der falschen Ecke zu schützen und um nicht irgendwelchen Verschwörungs-Spinnern auf den Leim zu gehen, empfehle ich, genau zu prüfen und zu überlegen: Ist das Umfeld, in dem ich demonstriere, das richtige?” Wenn es um Verschwörungstheorien geht, sind sich Politik und Medien ziemlich einig, oder?

Wenn man bei Demos nach den Empfehlungen und dem geschmacklich kompatiblen Umfeld von Herrn Schäuble ginge, müsste man immer brav zu Hause bleiben. Das sehen aber selbst schwäbische Haufrauen durchaus anders – in Stuttgart war ja eine der größten Demos. Dass dort wie eigentlich bei jeder Demo auch einige Verrückte und Extremisten dabei sind, ist unvermeidlich. Wenn aber wie bei der Demo in Leipzig die verrücktesten Parolen von der selbsternannten „Antifa“ präsentiert werden und diese dann die einzigen sind, die in den ARD-Nachrichten auftauchen, kann man sich schon fragen, ob hier nicht ein verrücktes „Umfeld“ inszeniert wird, mit dem die demonstrierenden „Normalos“ gar nichts zu tun haben. Dann noch einen fundamentalistischen Impfgegner vor die Kamera, der eine Suada gegen Big Pharma und die neue Weltregierung ablässt und fertig ist der Bericht von der „Verschwörungs-Spinner“-Demo. So läuft das und da marschieren Politik und Medien völlig im Gleichschritt – dem Tabu „Verschwörungstheorie“ sei dank kann jede Form der Kritik ausgeblendet und ausgeschaltet werden. Regierenden und Machthabern jeder Couleur erleichtert eine solche Verengung des Meinungskorridors seit jeher die Arbeit. Wer an demokratischen Verhältnissen interessiert ist, sollte sich von dem Dumm-Wort Verschwörungstheorie nicht irre machen lassen.


Alles Verschwörung

85 Prozent der Deutschen sind mit den Regierungsmaßnahmen gegen das Corona-Virus einverstanden – doch das reicht offenbar noch nicht. Denn wer es wagt, eine Corona-Demo zu betreten, muss ein gefährlicher Irrer sein, der von dem Virus Verschwörungstheorie befallen ist – orientierungslos, gewaltbereit, minderbemittelt. Das jedenfalls hören wir in den Massenmedien. Also was steckt denn nun wirklich hinter der Corona-Verschwörung? Außerdem: Ken Jebsen soll angeblich für den Angriff auf ein ZDF-Kamerateam verantwortlich sein. Vor zwei Jahren durfte man den „Wohlwollenden Alleinherrscher“ Bill Gates noch kritisieren, ohne als Aluhutträger zu gelten. Die Impfung soll zwar nicht verpflichtend werden, aber dann könnte es mit der Reisefreiheit vorbei sein. Es gibt neue Hinweise, dass Sars-CoV2 aus einem Labor stammt – willkommene Wahlkampfmunition für US-Präsident Trump.  Doch wenigstens eine haltlose Verschwörungstheorie, die die Welt jahrelang in Atem hielt, ist nun definitiv aufgeflogen: RUSSIAGATE. Über all das und mehr berichten die Journalisten Robert Fleischer, Dirk Pohlmann und Mathias Bröckers in Ausgabe #45 des 3. Jahrtausends!

Verschwörungsinflation

Als habilitierter Konspirologe und “elder statesman” der Verschwörungstheorie verfolge ich die aktuellen Aufregung über die “Gefahren” und die “unheimliche Macht” (Spiegel) der Verschwörungstheoretiker  ja eher amüsiert.  Und erstaunt, dass der inflationäre Gebrauch das Diffamierungs,- und Denunziationspotential des Begriffs noch immer nicht abgenutzt hat. Was möglicherweise damit zu tun hat, dass die akademischen “Experten”, die dazu publizieren und verstärkt im Fernsehen herumgereicht werden, zu diesem Thema in der Regel nur küchen-psychologischen Bullshit von sich geben.

Dass es reale Verschwörungen gibt und viele anhand von Indizien darüber aufgestellte Hypothesen sich als wahr erwiesen haben – dass Verschwörungstheorie als heuristischem Verfahren also durchaus Berechtigung zukommt – wird von diesen Experten ebenso ausgeblendet wie die im Namen des Staats und der Großmedien verbreiteten Verschwörungstheorien. Zum Beispiel die WMD des Irak oder  – soeben aufgeflogen – die Verschwörungstheorie “Russiagate”, nach der “die Russen” die Computer der Demokraten gehackt und Trump zu  Wahlsieg verholfen hätten. Wie jetzt veröffentlichte Dokumente von Kongress-Anhörungen zeigen, hat der Verantwortliche der IT-Firma “Crowdstrike” ausgesagt, dass sie keinerlei Beweise für “russische Hacker” gefunden hätten. Dennoch wurde diese haltlose Story mit Putin als Erzbösewicht auf allen Kanälen seit drei Jahren immer wieder hochgekocht – und kein “Qualitätsjournalist” stellte auch nur eine kritische Frage oder gar eigene Recherchen an. Die hätte nämlich zu niemand anderem als dem ehemaligen technischen Direktor der NSA höchstselbst, Bill Binney, geführt, der nachgewiesen hat, dass die Daten aus dem DNC-Server nicht von außen gehackt, sondern von innen abgesaugt wurden. Sowie natürlich zu der Merkwürdigkeit, warum bei einem vermeintlichen Großskandal bei dem feindliche Mächte  demokratische Wahlen manipulieren  und in Computer einbrechen, weder das FBI noch eine andere staatliche Stelle  – sondern nur die Privatfirma Crowdstrike – den betroffenen Server untersuchen durfte.

Man mußte keinen Bachelor der Illuminaten-Akademie in der Tasche haben um zu erkennen, dass die Russiagate-Story vom Tag Eins an faul war, es brauchte eigentlich nur einen IQ über Zimmertemperatur,  den Willen  hinzuschauen und zu tun, was einst “Spiegel”-Rudi seinem Nachrichtenmagazin verordnete: “Sagen was ist”. Aber da kam nichts, weder beim ehemaligen Nachrichtenmagazin noch sonst in einem der selbsternannten Qualitätsmedien – drei lange Jahre lang wurde nahezu täglich die Russiagate-Saga aufgetischt. Was einen weiteren Aspekt des Themas verdeutlicht, der von den Experten gern außer Acht gelassen wird: wenn’s der Obrigkeit paßt, sind auch haltlose Verschwörungstheorien völlig in Ordnung. Und Russiagate paßte in jeder Hinsicht: als Sündenbock für den unerklärlichen Betriebsunfall der Niederlage Hillary Clintons, als Dauervorwurf an Donald Trump, dessen Politik ansonsten kritiklos durchging, und als nötiges Angstszenario für weitere militärische Aufrüstung. Da kann man als Top-Schurnalist dann jahrelang  zur besten Sendezeit Verschwörungstheorien verbreiten  ohne für diese Fake News-Orgie  irgendwie zur Rechenschaft gezogen zu werden. Solche VertreterInnen des lügenden Gewerbes “Presstitutes” zu nennen ist eigentlich eine Verharmlosung, da die KollegInnen aus dem liegenden Gewerbe niemals solche Schäden anrichten wie diese Verbreiter haltloser und gefährlicher Verschwörungstheorien, mit denen Kriege angezettelt werden.

Wenn jetzt in Sachen Corona vor der  Gefahr und der “unheimlichenMacht”  von Verschwörungstheoretikern gewarnt wird und als Beispiel dafür ein veganer Koch, ein  Schlagersänger und ein paar Impf-Rebellen sowie der der stets aufgedrehte Ken Jebsen herhalten müssen, entbehrt das nicht einer gewissen Komik. Dass dafür  in Deutschland auch gleich der ganz große Diffamierungshammer herausgeholt wird (“Nazis”, “Holocaustleugner”, Antisemiten”) ist mittlerweile ebenfalls üblich – schon als unter einer Million Demonstranten gegen das Freihandels-Abkommen TTIP auch ein paar hundert Nazis mitgelaufen waren, faselten die Experten im “Spiegel” und TV von einer gefährlichen “Querfront”. Dasselbe jetzt bei den Lockdown-Protesten, die nicht als berechtigter Bürgerprotest gegen fragwürdige Rechtseinschränkungen behandelt werden, sondern als Panoptikum von “Wirrköpfen”, “Rechten” und “Verschwörungstheoretikern”. Sowie, weil das als Diffamierung offenbar noch nicht reicht, als potentielle Gewalttäter und Anstifter, wie es der “Spiegel” in einem üblen Schmierenstück vorführt, das KenFM mit der Attacke auf ein ZDF-Produktionsteam bei der 1.Mai-Demo in Verbindung bringt. Weil, so die “Spiegel”-Rechercheure, KenFM würde sich ja mit diesem Produktionsteam das Studio teilen, hätte also von den geplanten Dreharbeiten gewußt.  Und ? That`s it! Was heißt:  unterste Denunziationsschublade,  Hetzjournalismus at it’s best! Zwar dreht Kollege Ken ja schon im Normalfall auf 180 und regt viele Leute  auf –  und seit Corona dreht er jetzt mit 250  im roten Bereich und zieht quasi als Corona-Rezo auf youtube Millionen an. Dass es bei diesen Drehzahlen bei den Fakten zu Aussetzern kommt, Zuspitzungen zu steil  werden und Kurzschlüssen verursachen, ist nahezu unvermeidlich… hier würde dem Motor des Garagensenders KenFM etwas weniger Bleifuß fraglos gut tun. Das ändert freilich nichts an der Tatsache, dass er von den Fake-News-Produzenten des Relotius-“Spiegel”  in Sachen haltlose Verschwörungstheorien weit unterboten wird.

Als ich 1999 mit  Robert Anton Wilson, dem kospirologischen Großmeister und Autor von “Illuminatus!”,  an der deutschen Ausgabe  des Lexikon der Verschwörungstheorie, arbeitete, sprachen wir auch darüber, wie er seine ersten Erfahrungen mit Verschwörungen gemacht hatte –  in der Friedensbewegung der  1960er Jahren und mit dem FBI-Programm CoIntel-Pro, das die Gruppen unterwanderte und mit Verdächtigungen und Gerüchten  spaltete: “Irgendwann gegen Ende der 60er hatte ich mich dann mehr oder weniger an den Gedanken gewöhnt, daß nahezu jeder, mit dem ich einmal politisch zusammengearbeitet hatte, ein Regierungsagent war. Anstatt nun paranoid zu werden, fand ich das eher ziemlich komisch.” Das fiel mir wieder ein als ich jetzt erfuhr, dass bei der Demo in Leipzig die Plakate mit den wirrsten, durchgeknalltesten Parolen von einem Trupp scheinbarer Autonomer stammten, der gleich nachdem alles von der ARD abgefilmt war, wieder verschwand. Solche Aktionen zur Spaltung und Kanalisierung von Protestbewegungen sind ebenso alte CoIntel-Pro-Schule wie die Denunziation und Kriminalisierung vermeintlicher “Rädelsführer”. Auch der Brandanschlag auf die Tontechnik-Lkws der Stuttgarter Corona-Demo passt da ins Bild.

Mit einem Ergebnis, dass laut Umfragen aktuell  85 Prozent der Bevölkerung mit den Corona-Maßnahmen weitgehend einverstanden sind, könnten die deutschen Konsens-Fabriken eigentlich äußerst zufrieden sein. Doch mit dem Geschrei um eine Großgefahr durch Verschwörungstheoretiker, dem “Wahn aus dem Internet” (FAZ), soll diese Quote aber offenbar noch in die Nähe in die Nähe von 99,5 % geknüppelt werden. Muss so schon im Vorfeld die absolute Deutungshoheit sichergestellt werden, um jede Kritik  an Immunitätsausweisen und ungeprüften Gen-Impfstoffen von vornehherein auszuschalten ?  Kann man noch von demokratischer Öffentlichkeit  und Meinungsfreiheit sprechen, wenn Widerspruch, Kritik und Dissidenz als “gefährlich”, “wahnsinnig” und “kriminell” gelten ? Oder nicht besser von einer “Kirche der Angst” in der eine Diskurspolizei Verstöße gegen den “wahren Glauben”  verfolgt und mit Ex-Kommunikation ahndet ?  Mittlerweile – nachdem Panzer-Uschi von der Leyen das EU-Pandemie-Kommando an Bill Gates   übertragen hat (“Thank you for the leadership, Bill”) – erfüllt es jedenfalls den  Tatbestand der Blasphemie wenn man darauf hinweist, dass noch vor kurzem in der “Zeit” , der ARD und anderswo ausführlich begründet wurde, warum man diesem Herrn nicht  die Kontrolle der Weltgesundheitsorganisation und Milliardären nicht die globale Agenda überlassen solle. Weil solche Hinweise mittlerweile als irre  “Corona-Mythen” gelten, hat der SWR seiner Doku von 2017 – Titel: “WHO am Bettelstab – Wo’s lang geht bestimmt Bill Gates” – dann auch schnell noch ein Link vorangestellt, zu einem neuen Beitrag aus dem wir erfahren, dass Onkel Bill natürlich schwer in Ordnung ist. Also Vorsicht, Kinder, und immer schön auf die Sendungen mit der Verschwörungsmaus achten: was euch heute noch  als solide Recherche und seriöse Berichterstattung verkauft wird, kann schon morgen gefährliche Verschwörungsideologie sein…

Zu hören auch als Podcast auf KenFM

Um die aktuelle Verschwörungsinflation geht es auch in der heute erschienenen  #45 des 3. Jahrtausends

Cannabis gegen Covid

Über Hanf als die schnellste und beste Methode “den Planeten zu retten” haben Jack Herer und ich 1993 ein dickes Buch  (“Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf”) veröffentlicht, dessen 44. Ausgabe im Nachtschattenverlag gerade in den Druck gegangen ist – und zwar ohne dass ich als Herausgeber des Werks von den vollmundigen Aussagen und unglaublichen Fakten etwas zurücknehmen oder korrigieren mußte. Auch Jacks 10.000-Dollar-Wette hat seit 27 Jahren keiner eingelöst und den Gegenbeweis für die  folgende These erbracht:

„Wenn wir, um unseren Planeten zu retten und den Treibhauseffekt umzukehren, künftig auf alle fossilen Brennstoffe und petrochemischen Produkte ebenso verzichten wollen, wie auf die Abholzung unserer Wälder zur Gewinnung von Papier und landwirtschaftlichen Nutzflächen, dann gibt es nur eine Pflanze, die als nachwachsender Rohstoff in der Lage ist, den größten Teil an Papier, Textilien und Nahrungsmitteln sowie des privaten und industriellen Energieverbrauchs zu liefern, und die zugleich die Umweltverschmutzung eindämmt, die Böden verbessert und unsere Luft reinigt: es ist eine alte Gefährtin, die dies schon immer für uns getan hat: Cannabis, Hanf, Marihuana.“

Ich denke, auch in den kommen Jahren wird niemand das Gegenteil beweisen können, die große Wirtschaftskrise, in die der vom Klimawandel ohnehin bedrohte Planet mit der Pandemie jetzt hineingerät, kann aber durchaus wieder  zu den Notzeiten führen, in denen die Hanfpflanze schon oft der letzte Strohhalm war. Im Zuge der Great Depression entwickelte Henry Ford sein “Auto das vom Acker wächst”, das dann dem Marihuana-Verbot  zum Opfer fiel, gefolgt vom öffentlichen Aufruf  1942 wieder “Hemp for Victory” anzubauen, weil im Zuge des Weltkriegs die globalen Lieferketten zusammengebrochen waren. Als lokaler Rohstoff, der alles liefern kann, was es zum Überleben braucht – Nahrung, Kleidung, Baustoffe, Energie und Medizin – der keinerlei Pestizide benötigt und die Böden verbessert, war die Hanfpflanze  über 10.000 Jahre weltweit der ständige Begleiter menschlicher Siedlungen. Bis ihr eine auf Fake-News und Fake-Science basierende Prohibition zuerst in den USA 1937 und danach – nachdem man ihren ersten “Drogenzar” Harry Anslinger 1948 in die neu gegründeten Vereinten Nationen weggelobt hatte – fast weltweit der Garaus gemacht wurde. Dass dank der Informationen unseres Buchs 1996 der Hanfanbau in Deutschland wieder möglich wurde und auch die uralte Heilpflanze Cannabis wieder offizielle Anerkennung fand, war ein wichtiger aber noch lange nicht ausreichender Schritt, den Prohibitions-Irrsinn endlich zu beenden. Ein weiterer Auslöser für die Rehabilitation der Cannabis-Medizin war in den 90er Jahren die HIV-Epidemie, da viele AIDS-Kranke entdeckten, dass natürliche Hanfblüten gegen ihre Übelkeit und Appetitlosigkeit besser wirkten als alle anderen Medikamente, und  auch besser als der pharmazeutisch isolierte Hanfwirkstoff “Tetrahydrocannabinol” (THC).

Die Corona-Pandemie könnte jetzt für einen weiteren Schub sorgen, denn eine Studie eines kanadischen Forschungsteams hat aufgezeigt, dass  Extrakte  von Hanfpflanzen als Prävention gegen “SARS-Cov-2” helfen könnten. Im Mittelpunkt steht dabei der nicht-psychoaktive Hanfwirkstoff “Cannabidiol” (CBD), dessen entzündungshemmende Eigenschaften schon länger bekannt sind, sowie die Terpene, von den Pflanzendrüsen gebildete Öle.  In der Studie fanden die Forscher nun, das Extrakte bestimmter CBD-reicher Pflanzen die Oberfläche und Proteinstruktur des ACE-2 -Enzyms der menschlichen Zellen verändern – und für Viren wie “SARS-Cov-2”, die ACE-2 als Schleuse benutzen, das Eindringen in die Zelle unmöglich macht. Bildlich gesprochen passen die Protein-Zacken der Corona-Krone  nicht mehr auf die Andock-Zapfen der Zelle, der ACE-2-Rezeptor ist für das Virus blockiert. Natürlich weisen die Forscher daraufhin, dass dieser sensationelle Befund noch weiterer, genauerer Untersuchungen bedarf (und nicht als Aufforderung zum “Kiffen gegen Corona” verstanden werden sollte) , die Erkenntnisse passen aber sehr genau zu der schon 2012 gezeigten Rolle von CBD für die Regulation des Zink-Haushalts der Zelle. Dieses Element wiederum spielt nicht nur für die Bildung von ACE-2 eine Rolle, sondern auch für ein Symptom, das “Covid-19” von der “normalen” Grippe unterscheidet.  Etwa ein Drittel aller Patienten beklagen den Verlust des Geschmacks,-und Geruchssinns, was auf einen Zink-Mangel hindeutet, und eben der wurde bei vielen Covid-19-Verstorbenen mittlerweile auch schon entdeckt. Im Zuge der Pandemie wird jetzt auch an anderen Einrichtungen an den therapeutischen Möglichkeiten der aromatischen Öle des Hanfs geforscht, auch ein hanf-basiertes Anti-Gen zur Impfung ist ebenfalls n der Entwicklung.

Steht also dank Hanf alsbald eine natürliche, nebenwirkungsfreie Anti-Corona-Prävention bereit,  mit der Zellen und Immunsystem vor dem unerwünschten Erreger geschützt sind ? Es wäre natürlich mehr als zu wünschen und als pflanzliche Lösung jedem ungesteten Impfstoff von Bill Gates’ Gnaden deutlich vorzuziehen. Aber das grundsätzliche Problem haben wir schon damals in unserem Buch benannt: Hanf ist zu billig und das Patent liegt bei Mutter Natur. Und wo kommen wir hin mit unserem schwerkranken Gesundheitssystem und der knalllgesunden Pharmaindustrie, wenn die anti-viralen Hanfsorten der kanadischen Forscher bald wie Küchenkräuter auf jedem Balkon wachsen oder ihre Extrakte vom Bio-Bauern um die Ecke kommen – weltweit, weil Hanf  ja an jeder Ecke wächst ? Und wenn wir dann noch, wie weiland die USA im Krieg gegen Hitler, eine große “Hemp for Virus Victory!” Kampgane starten,  die üblen pestizidsüchtigen Nutzpflanzen verbannen und durch sauberen Hanf ersetzen, würde es am Ende sogar mit der Agrarwende und den Klimazielen etwas werden. Wie? Zu schön um wahr zu sein ? Nein! Definitiv sofort einsetz,- und umsetzbar weil – als Medizin und als Universalrohstoff -seit 10.000 Jahren bewährt! Die in unserem Buch vor 27 Jahren ausgegebene Parole gilt noch immer und in Post-Corona-Zeiten wohl mehr denn je: “Es gibt viel zu tun, pflanzen wir´s an!”

Corona-Bill und die Kirchen der Angst

„Angst essen Seele auf“ heißt ein Film von Rainer Werner Fassbinder aus dem Jahr 1974, dessen Titel sich zu einem geflügelten Wort entwickelt hat. Es kam mir in den Sinn, als ich über die merkwürdige und bedrückende Atmosphäre nachdachte, in die Corona und Lockdown die Gesellschaft versetzt hat. Die „Kirche der Angst“ hat mehr Gläubige versammelt als je zuvor, und zwar in beiden „Konfessionen“: Angst vor einer Massenvernichtungs-Pandemie auf der einen Seite und Angst vor einer Massenüberwachungs-Diktatur auf der anderen – und in beiden Kirchen orgeln Panik-Orchester und verkünden jeweils die allein seligmachende Wahrheit. Dass das  geisterhafte Erscheinen eines unsichtbaren Virus einen Glaubens-und Religionskrieg entfacht hat, ist indes kein Wunder – bis vor ein paar Monaten war dieses Wesen völlig unbekannt, es gab kein Wissen über seine Verbreitung, keine Fakten über seine Wirkung, keinerlei Einschätzungen über seine Gefährlichkeit. Das ist mittlerweile ein wenig anders, aber eben nur ein wenig.  SARS-Cov-2 ist noch immer ein großer Unbekannter – und könnten wir ihn als großen schwarzen Hund sehen, würden die einen sofort in Deckung gehen, denn er könnte ja beißen und die anderen – Abteilung „ganz normale Grippewelle“ –sagen: „Der will doch nur spielen“.  Wirklich Bescheid weiß aber gar keiner, denn dieses Wesen ist neuartig und nicht unter Kontrolle, es ist nicht einmal klar, ob es ganz natürlich entstanden ist oder eine Chimäre, an der gentechnisch herumgeschraubt wurde. Wo aber so viel Unwissen und Unsicherheit herrscht entsteht fast zwangsläufig Angst – jeder will wissen, was ihn erwartet und was er oder sie möglicherweise zu befürchten hat.

Letzte Woche flog zum Beispiel ein Asteroid in der Größe des Empire State Building mit 28.500 Stundenkilometern sehr knapp an der Erde vorbei, wovon kaum jemand etwas mitbekommen hat. Zum Glück, denn wäre die Gefahr eines Treffers samt der möglichen Einschlagsregionen dieses Brockens kommuniziert worden, wäre in den Kirchen der Angst gleich wieder eine neue Spaltung entstanden – mit NASA-Experten auf der einen und kritischen Astrophysikern auf der anderen Kanzel. Und Regierungen, die angesichts unklarer Daten über präventive Zwangs-Evakuierungen bestimmter Regionen entscheiden müssen und sie dann auch durchziehen. Und wehe, der Brocken schlägt dann woanders ein oder fliegt wie am Donnerstag knapp vorbei – da wär` was los. Und es würde mal wieder deutlich, dass sich mit Prävention schwer Blumentöpfe gewinnen lassen.

Wobei – wenn man sich die honecker – artigen  Zustimmungsraten für die eigentlich schon abgeschriebene Kanzlerin anschaut, scheint sich bei Corona der präventive Lockdown politisch sogar auszuzahlen, während bei ihren  anfangs so lockeren Kollegen wie Donald Trump und Boris Johnson weiter kräftig gestorben wird. Übrigens auch in Schweden, wo von  1 Million Einwohner bisher mehr als drei Mal so viele Menschen gestorben sind (319) wie in Deutschland (90)  und fast acht Mal so viele wie in Norwegen (40).

Dass der „Mutti-Faktor“ derart zieht, zeigt wie viel Angst bei den 80 Millionen Merkel-Kindern derzeit herrscht – sie flüchten sich freiwillig unter den schützenden Rock der „guten Mutter“, an die Brust der „Konsensmilch“, die in unsicheren Zeiten narrativen Halt und Gewissheit bietet. Weshalb jede Kritik an diesem politischen und medialen Konsens, jede Skepsis und jede Opposition, aggressiv weggebissen werden muss: „Alles Nazis und Verschwörungstheoretiker – außer Mutti“!        Zweifel sind in der Kirche der Angst nicht erlaubt, wo das Wissen unsicher und die Tatsachen unklar sind, zählt allein der Glaube. Was aber auch für die „Ungläubigen“ gilt, die hinter der Fassade der „guten Mutter“ den „starken Führer“ wittern und in dieser Pandemie eine Plan-demie zur Versklavung der Menschheit und Errichtung einer Gesundheits-Diktatur sehen. „Wir glauben keiner Statistik, die wir nicht selbst gefälscht haben“ – das war nie wahrer als zu Corona Zeiten, wo keine repräsentativen Zahlen vorliegen (warum eigentlich?) können Statistiken nach gusto interpretiert werden.  „Der Paranoiker kennt immer alle Fakten“ hat der Schriftsteller William Burroughs gesagt – und so wähnen in den Kirchen der Angst alle Schäfchen in gutem Glauben, die „Fakten“ auf ihrer Seite zu haben.

Bevor wir nun zu Bill Gates kommen, muss ich einen Disclaimer vorausschicken: ich traue diesem Mann ungefähr so weit wie ich meine Waschmaschine werfen kann. Und das nicht erst, seit er mit seiner gen-technologischen Obsession, die Welt durch Impfen zu retten, in Afrika, Indien und in der WHO sein Unwesen treibt. Sondern schon seit ich Mitte der 80er Jahre MS-DOS auf meinem PC installierte. Seitdem ist er für mich das Paradebeispiel dafür, wie man mit halbgaren, unfertigen Produkten ein weltweites Monopol aufbauen kann. Darum ging es ihm von Anfang an. 1971 hatte der Mathematiker und Friedenaktivist Fred Moore in San Francisco den „Homebrew Computer Club“ gegründet,  aus deren Mitgliedern bald nicht nur über 20 verschiedene Unternehmen, einschließlich Apple, hervorgingen, sondern auch die Community und die Philosophie, die als “Hacker-Ethik” bezeichnet wird. Gegen diesen kollektiven Geist des “sharings” und der “open source”, den der Homebrew Computer Club pflegte, regte sich schon nach den ersten Treffen Widerstand. In einem offenen Brief an die Mitgliederzeitung beschwerte sich ein Softwareentwickler, dass die Bastler des Clubs Programme ja untereinander austauschten, anstatt sie zu kaufen – und er für seine Arbeit deshalb nur auf einen Stundenlohn von nicht einmal 2 Dollar käme. Der Name des unterbezahlten Jammerlappens war Bill Gates. Dass er sich seitdem vom Saulus zum Paulus, vom Monopolisten zum Menschheitsbeglücker, gewandelt hat wäre zwar vorstellbar, ist aber angesichts seiner Investitionen im Pharma-und Impf-Business unwahrscheinlich. Aber – und zur Wichtigkeit füge ich ein zweites aber hinzu: Aber aber: dass Gates der oberste Trittbrettfahrer der Pandemie ist, macht ihn noch nicht zum Täter, denn die goldenen konspirologischen Regeln „follow the money“ und „cui bono?“ funktionieren bei Billy nicht so ganz,….wie es „Fefe“ Felix von Leitner gerade schön gezeigt hat:

„Als lustige Quarantäne-Unterhaltung empfehle ich übrigens, die Verschwörungstheorien in Kombination zu betrachten. Dann kommt nämlich raus, dass Bill Gates der dämlichste Kriminelle aller Zeiten ist. Sowas wie eine Kombination aus den Panzerknackern und Dr. Evil.
Bill Gates will die Weltbevölkerung dezimieren, deren Windows- und Office-Käufe die Hälfte seines Vermögens ausmachen. Dafür kauft er in einem chinesischen Biowaffenlabor das schlechteste Virus, das sie haben. Experten sagen, das Virus ist ungefährlicher als die saisonale Grippe! Ich würde ja einen Wiley-Coyote-Joke machen, aber Wiley Coyote hat von ACME immer zuverlässige, funktionierende Produkte gekauft. Mit diesem Virus fährt er dann die Weltwirtschaft runter, von der die andere Hälfte seines Vermögens kommt. Aber keine Sorge, Gates hat einen Trumpf im Ärmel. Er kauft über öffentlich deklarierte Spenden 10% Einfluss in der WHO, der Behörde mit den wenigsten Befugnissen weltweit. Bedenkt, dass Bill Gates über Windows und Office praktisch alle Behörden der Welt hätte erpressen können. Und warum macht er das? Damit er die Bevölkerung microchippen kann. Gut, der Profit davon flösse nach China, denn Bill Gates besitzt gar keine Microchipfertigung. Und die dabei herauskommenden Daten wären auch nicht sehr viel wert, denn ihr lauft eh schon alle mit Peilsendern in der Tasche rum. Und die Bewegungsdaten von mittellosen Obdachlosen in der 3. Welt ist jetzt nicht unbedingt Aktienmarkt-Gold. OK OK warte, er macht das nicht wegen der Microchips, er macht das um an den Impfstoffen zu verdienen! Er verbrennt also sowas wie 50 Milliarden Dollar für einen zu erwartenden Erlös von 5 Milliarden. Erinnert mich an einen alten Spruch von Kostolany. Es ist sehr leicht, an der Börse Millionär zu werden. Du musst bloß als Milliardär anfangen.“

Ich hätte zwar absolut nichts dagegen, wenn Gates sich derart verzockt, dass er nur noch einfacher Millionär ist, befürchte aber, dass das nicht so kommen wird. Weshalb in Post-Corona Zeiten, d.h. in der kommenden größten Wirtschaftskrise seit 100 Jahren, wieder das geschehen muss, was damals aus der „Great Depression“ geführt hat: ein „New Deal“ mit staatlichen Arbeitsprogrammen und einem Spitzensteuersatz von 90 %.  Womit die Bills, und Jeffs und Warrens wieder halbwegs auf Normalmaß zurechtgestutzt würden. Dass die Privatisierung der Weltrettung durch solche Typen keine gute Idee ist hat die Corona-Krise bereits deutlich gezeigt – und weil man in der Kirche der Angst jetzt für einen solchen Hinweis gleich einen Alu-Hut bekommt sei noch darauf verwiesen, das selbst die jederzeit mutti-kompatiblen Grünen noch vor zwei Jahren deutliche Zweifel an der Ethik des „wohlwollenden Alleinherrschers“ Bill Gates und Kritik an seinen zwielichtigen Praktiken äußerten. Aus Nigeria wird gerade gemeldet, dass er dem Parlament 10 Millionen Dollar geboten hätte, damit ein Impflicht-Gesetz ohne öffentliche  Anhörung durchgewunken wird. Was die dortige Oppositionspartei sehr wundert, weil ja noch gar kein Impfstoff vorhanden ist – aber das ist Billy der Räuberbaron wie er leibt und lebt: mit halbgaren, unfertigen Produkten Monopole aufbauen, darauf versteht er sich wie kein Zweiter. Und wenn man von   seiner Vision, die Menschheit qua RNA-Impfung gen-technisch „virenresist“ zu machen, zufällig einem IT-ler erzählt, muss man seinen Aluhut ganz festhalten – vor dem schweren Lachsturm, der in diesen Kreisen augenblicklich losbricht, wenn „Microsoft“ und „Virenresistenz“ erwähnt werden. Als er sich wieder eingekriegt hatte, brachte mein Freund es noch auf den Punkt :  „Gates ist einfach zum Schlangenölverkäufer mutiert, Geschäftsmodell: Impfen bis der Arzt kommt!”

Erschienen auch auf telepolis , und als Podcast auf KenFM

3JT #44: MASKENBALL

Die Bundesregierung lädt zum Maskenball – um die Ausbreitung eines Virus zu stoppen, das kaum noch um sich greift. Wie sinnvoll sind solche Regierungsmaßnahmen? Außerdem: Der Gesundheitsminister will neben den Infizierten jetzt auch Nicht-Infizierte erfassen. Die gelten immerhin als potentielle Nutzer eines neuartigen RNA-Impfstoffs mit kaum bekannten Nebenwirkungen. Und dass das klar ist: „Niemand“ hat die Absicht, einen Impfzwang einzuführen. Die USA stellen China als Sündenbock für die Pandemie dar. Und was steckt eigentlich hinter Widerstand 2020? Über all das und mehr berichten die Journalisten Robert Fleischer, Dirk Pohlmann und Mathias Bröckers in Ausgabe #44 des 3. Jahrtausends!Alle Links zur Sendung wie immer auf exomagazin.de

Zu Gast beim General der Viren

Der Schweizer Bundesrat Alain Berset, zuständig für Inneres und Gesundheit, arbeitet derzeit wie viele im Homeoffice. Im Zuge der Corona-Massnahmen ist der Sozialdemokrat derart populär geworden, dass das Organ der Finanzelite, die “Neue Zürcher Zeitung” (NZZ), sich schon  genötigt sah, in großen Lettern auf der Titelseite vor einem drohenden “Seuchen-Sozialismus” zu warnen. Die “Weltwoche” ernannte ihn nach dem Schweizer Nationalhelden des 2. Weltkriegs, General Henri Guisan, zum “General der Viren” und der “Tagesanzeiger” brachte ein großformatiges Foto, wie er mit Lederjacke und Schlapphut auf dem kahlen Schädel cool und lässig durch Bern schlendert und kontrolliert, inwieweit sich die Bürgerinnen und Bürger an die vorgeschriebenen Kontaktsperren halten. Dass sie das  weitesgehend tun hat sicher auch damit zu tun, dass der Bundesrat jeden Abend aus seinem Homeoffice direkt zu seinem “lieben Schweizervolk” spricht. Von einem solchen Pandemie-Heroen eingeladen zu werden ist natürlich eine große Ehre und so fand ich mich in der bescheidenen Hütte des Virengenerals ein – um seine Sorgen zum Thema “Corona-Verschwörungen” mit ihm zu erörtern…

Maskenball mit Tanzverbot – und der Hammer kann weg…

Da mittlerweile die Zahl der Corona-Experten (CE) die Zahl der Corona-Infizierten (CI) übersteigt, können verschärfte Lockerungen des Lockdowns  in Angriff genommen werden.  Bei dem wilden Zahlenkonfetti, mit dem seit Monaten weltweit Pandemie-Politik gemacht wird, könnte so eine Kurve mit Hochrechnungen des CE-CI-Parameters in Relation zu den Toten (CT) durchaus Furore machen, denn auch die offiziellen, “seriösen” Zahlen geben bis heute keine  repräsentative Einschätzung der Verbreitung und der Gefährlichkeit des Virus her. Und damit auch keine valide Aussage darüber, ob die Lockdown Maßnahmen nötig und wirksam  sind. Dass die Ansteckungsrate schon vor Inkrafttreten der Maßnahmen auf etwa 1 gesunken war und sich seitdem auf diesem Niveau hält – wie die offiziellen Zahlen in Deutschland (RKI) und der Schweiz (BAG) zeigen – sollten am Nutzen von Lockdowns und Kontaktsperren eigentlich ernsthafte Zweifel wecken. Tun sie aber nicht. Die Regierungen ziehen ihre Maßnahmen weiter als “richtigen Weg” durch und stellen eine komplette Abkehr  für den St.Nimmerleinstag in Aussicht – “wenn ein Impfstoff gefunden ist”. Dies alles auf wie gesagt höchst unsicherer Datenbasis, weil repäsentative Stichproben seit Monaten  nicht gemacht werden. Während man TV-Einschaltquoten, Sonntagsfragen oder Politbarometer in Echtzeit abrufen kann – die statistisch (mit einer gewissen Fehlerquote)  durchaus Aussagekraft haben –   sind die statistischen Informationen  zu dem Virus, das den ganzen Planeten in Schach hält,  nur Konfettizahlen.

Ist es wirklich so schwierig in 5000 Haushalten, einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung,  alle drei Tage einen Abstrich und einen Tropfen Blut einzusammeln und zu testen ? Die Daten dieser Kontrollgruppe – Anzahl der Infizierten, der Hospitalisierten, der Gesundeten, der Gestorbenen – und ihre Entwicklungskurven würden über die Verbreitung, die Rate der Ansteckung und die Gefährlichkeit zwar immer noch mit einer gewissen Fehlerquote, aber doch halbwegs verlässlich Auskunft geben. Stattdessen wird täglich eine Zahl der Infizierten gemeldet,   ohne die Zahl der Tests dazu ins Verhältnis zu setzen, es wird mit Dunkelziffern gerechnet, die zwischen dem 3-fachen und dem 100-fachen der gemessenen Daten liegen, es wird bei den Toten kaum unterschieden, ob sie an oder mit dem Virus gestorben sind, usw. usf. Zusammengefasst: die Datenbasis ist desolat, die Unsicherheit groß. Und  aus den halbgaren Statistiken kann beides herausgelesen werden: Belege für die Leugnung einer Pandemie wie auch für eine berechtigte Sorge.

“In Gefahr und größter Noth bringt der Mittelweg den Tod” dichtete einst der Barock- Lyriker Friedrich von Logau über die Unbedingtheit, die in Ausnahmesituationen erforderlich ist – weshalb man in der Haut von Entscheidern, von Regierenden, derzeit nicht stecken möchte: ihr üblicher “Königsweg” – der gangbare Mittelweg, der tragbare Kompromiss, das “Aussitzen” von Problemen – sind versperrt. Und der Titel eines viel gelesenen Essays – der Hammer und der Tanz – benennt Optionen, die jede für sich  untragbar sind. Denn weder kann man die Bürger mit den Quarantäne-Hammer über Monate einsperren, noch kann man eine Infektionsgefahr und die Folgen einfach ignorieren. Dass China sofort den Hammer auspackte und den Großraum Wuhan mit fast 10 Millionen Einwohner nach den ersten Covid-19-Fällen unter strenge Quarantäne stellte, wurde im Westen meist kopfschüttelnd wahrgenommen, der Karneval in Deutschland lief weiter und in New York – verkündete der Groß-Virologe Trump – müsse niemand Angst vor dem “Chinesenvirus” haben. Aktuell liegt die “Übersterblichkeit” im Großraum New York um 300 Prozent  über normal, während in Wuhan und in ganz China die täglichen Neuinfektionen und Todeszahlen auf zweistellige Ziffern gesunken sind.

Hilft der Hammer also doch? Und wären die Ansteckungsraten in Deutschland und der Schweiz, die schon vor dem Lockdown auf niedriges Niveau gesunken waren,  ohne diese Maßnahmen wieder angestiegen ? Das kann niemand beantworten.

Die Behauptung der Bundeskanzlerin, dass “die Maßnahmen wirken” ist  genausowenig bewiesen, wie die Behauptung ihrer Kritiker, dass sie unwirksam und völlig unnötig sind. Dasselbe gilt für die Aussagen der Pandemie-Paniker, dass es noch viel strengere Vorschriften braucht, und genauso für die Faschismus-Paniker,  für die mit den Infektionsschutzgesetzen die totalitäre Machtergreifung bereits stattgefunden hat. Grundsätzlich und für alle aber gilt: nichts Genaues weiß man nicht! Das Virus “Sar-Cov-2” und die Krankheit “Covid-19” sind noch immer große Unbekannte. Wer behauptet, sie zu kennen und genau zu wissen, was zu tun ist, macht sich etwas vor.

Entscheidungen aber müssen sofort getroffen werden, auch wenn man weiterhin  im Nebel navigiert und die Prognosen unsicher sind. Dem guten Kapitän bleibt in einer solchen Lage nur, vom  “worst case” auszugehen und zu versuchen, ihn zu vermeiden.  Dass einfach  nichts zu tun und nur das Orchester weiter spielen zu lassen keine Lösung ist – wie es die Großkapitäne Donald  und Boris auf seinem Brexit-Dampfer anfangs verfügten  – , zeigen die  Opferzahlen in ihren Ländern. Sie sind zehnmal so hoch wie in China (USA aktuell 53.000) oder viermal so hoch wie in Deutschland (UK aktuell 20.000). Sind für diesen großen  Unterschied nur die unterschiedliche Qualität der Gesundheitssystemen  verantwortlich oder nicht doch – vielleicht – auch die unterschiedlichen Anti-Corona-Massnahmen der Regierungen ?

“Das ist doch Polizeistaat, was hier abläuft”, raunzte mich ein alter anti-autoritärer Freund an, als ich ihm diese Frage stellte, “Kontrolle und Konditionierung der Bevölkerung, Orwell 3.0, mit Zwangsimpfung, Zwangs-App und Fiebermessen durch Drohnen und Reisen nur noch mit digitalem Impfzeugnis, ausgestellt von Bill Gates. Das ist doch alles kranker als so ein Scheiß-Virus überhaupt machen kann.”

Ich stimmte meinen Freund in allen Punkten zu. Wer einen Hammer hat, sieht überall Nägel, weshalb es jetzt darauf ankommt, den Regierenden den Hammer, der ihnen wegen vermeintlicher “Gefahr und höchster Not” anvertraut wurde, so schnell wie möglich wieder zu entreißen. Sonst steuern wir tatsächlich auf eine digitale Bio-Politik zu, bei der einem Michel Foucault vor lauter Schreck die Haare wieder wachsen würden – eine Macht, die Herzfrequenz, Blutbild und Gene ihrer Untertanen unter totaler Kontrolle hat.

Meine Frage aber hatte mein Freund nicht beantwortet, also ob  er die bisherigen Massnahmen alle falsch findet und was er denn als Alt-Anarcho anstelle der Regierung getan hätte. Deshalb legte ich mit der Frage nach, was er denn von der neuen Mundschutz-Verordnung hält und rechnete mit einem weiteren Zornesausbruch. Aber der blieb aus. Denn er erzählte mir, dass er in den letzten Jahren oft in Asien unterwegs war, wo eine Maske für die Leute  ziemlich selbstverständlich ist –  nicht aus Angst vor Krankheiten, sondern aus Höflichkeit und Respekt, weil man andere nicht belästigen will. “Hat jetzt auch der Montgomery gesagt”, setzte er hinzu, ” der Welt-Ärzte Präsident, den kenne ich zufällig, der ist aus Berlin, guter Mann. Also mit Mundschutz in der U-Bahn hab ich kein Problem. Aber der ganze Rest, den sie da in der Pipeline haben,  das  ist extrem gruselig….”

In der Tat, weshalb die Forderung nur lauten kann, den Pandemie-Hammer  entweder schleunigst mit repräsentativen Daten zu hinterlegen, die seinen Einsatz rechtfertigen – oder ihn umgehend einzupacken. Alles deutet mittlerweile darauf hin, dass “Sars-Cov2” kein “Killervirus” und  das Sterberisiko durch Covid-19 für unter 65-jährige und nicht Vorerkrankte äußerst gering ist. Nach einer neuen Studie von Professor John Ioannidis von der Stanford University war für U-65-jährigen  die Coronakrise bisher so lebensgefährlich wie täglich eine Strecke von 14,5 km mit dem Auto. Dass zum Schutz vor einem solchen Risiko die massiven Einschränkung von Grundrechten durch einen  Lockdown unverhältnismäßig sind, liegt auf der Hand. Man muss kein Verfassungsrichter sein, um das zu erkennen – und die Regierungen, nicht nur in Deutschland, sollten den Hammer lieber freiwillig einpacken, bevor er ihnen von den Gerichten um die Ohren gehauen wird. Die Therapie darf nicht schädlicher sein als die Krankheit. Zum wetterbedingten Pandemie-Ausklang wird jetzt noch ein wenig Maskenball mit Tanzverbot  folgen – aber der Hammer kann weg.

(Die Pestdoktoren im 16. Jahrhundert (Abbildung Wikipedia) trugen in ihren Schnabelmasken Kräutermischungen, die gegen die Ausdünstungen der Pest schützen sollten. Da solche Kostüme der neuen Maskenverordnung durchaus entsprechen, dürften sie alsbald wieder öfter zu sehen sein.)

Auch als Podcast auf KenFM