Charlie Kirk, die Blonde und das Biest

Die öffentliche Hinrichtung des konservativen Aktivisten Charlie Kirk am 10. September 2025 ist aus den Nachrichten weitgehend verschwunden, der angebliche  Todesschütze Tyler Robinson schweigt und Zeugen und Angehörige unterliegen einem gerichtlich verordnetem Redeverbot (gag order). Die Liste der ungeklärten Fragen, Ungereimtheiten und Widersprüche in dem vom FBI verbreiteten Narrativ eines Einzeltäters und einer magischen Kugel, die trotz Großwild-Kalibers 30/06 keine Austrittswunde hinterlassen hat, ist unterdessen nicht kleiner geworden und auf die Frage im vergangenen November, ob der Fall unter die ungeklärten politischen Morde der USA fallen wird, würde ich mittlerweile antworten: Es sieht alles danach aus! Wie bei den anderen ungeklärten Fällen unter dem Buchstaben “K” sind im Hintergrund offenbar Kräfte und Mächte am Werk, denen die Justiz nicht habhaft werden kann  und sich mit den präsentierten Sündenböcken zufrieden zu geben hat.

Wenn die Wachhunde nicht bellen, so weiß seit Sherlock Holmes jeder Detektiv, ist etwas faul. Diesen Verdacht liefert im Fall CK gleich der erste Beweis einer nach dem Schuss auf dem Dach laufenden  Gestalt des angeblichen Schützen. Die Minuten vor dem Schuss, wie sie die Position erreicht, anlegt und gefeuert hat werden indes nicht gezeigt. Der Täter soll laut offiziellem Narrativ danach den großväterlichen Karabiner auf dem Dach demontiert und im Rucksack verstaut haben. War der “Video-Wachhund”, der das ganze Dach 24 Stunden im Kamera-Auge hat, abgeschaltet ? Wenn ja, warum ? –  Wenn nein, warum zeigt des FBI die Bilder nicht ? 
Das ist nur einer von Dutzenden Punkten, die Skepsis gegenüber dem offiziellen Einzeltäter-Narrativ und den FBI-Ermittlungen geschürt haben. Dass Charlie Kirk zwei Tage vor dem Attentat in einem privaten Chat an Mitarbeiter geschrieben hatte: “Sie wollen mich umbringen.” hat zum Beispiel nicht zu einer polizeilichen Ermittlung geführt, wen er  mit “Sie” gemeint haben könnte; und auch nicht zu Recherchen und weiteren Fragen seiner Firma “Turning Point USA”, die sich wie auch Kirks Witwe Erika jeden Zweifel an der offiziellen Einzeltäter-Erzählung verbitten.
 
Gäbe es nicht die “Candace Intelligence Agency (CIA)” der Freundin und ehemaligen TPUSA-Sprecherin  Charlie Kirks, Candace Owens,  hätte bis heute wohl niemand erfahren, dass das Mordopfer sich konkret bedroht fühlte. Von seinen Großspendern, die in 10 Jahren aus der “One Man Show” Charlie Kirk  die 100 Milllionen Dollar schwere “Turning Point USA”-Organisation  mit Niederlassungen an 3.000 Colleges und Universitäten gemacht haben, und ihren charismatischen  Kopf zum Prinzen einer  Jugend,-und Jungwählerbewegung, mit besten Aussichten auf einen künftigen Senatoren,- oder gar den Präsidententhron – eine märchenhafte Karriere.
Bis der Prinz feststellt, dass er offenbar in eine Art “Truman Show” geraten ist und versucht, aus der gescripteten Realität seiner Rolle auszubrechen, weil er den im Drehbuch vorgegebenen  “christlich-zionistischen” Pro-Israel-Kurs angesichts des Genozids in Gaza nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Und sich weder mit viel Geld noch mit guten Worten dazu bringen lässt, seine Haltung dazu zu ändern. Sondern genau das zu tun, was ihn und seine Organisation groß gemacht hatte: sie zur Debatte zu stellen und Israels Narrativ (Krieg gegen den Hamas-Terror) ebenso zu hinterfragen wie die US-Unterstützung dieses mörderischen  Vernichtungskriegs.

Während seitens des FBI und der Großmedien seit Monaten nichts Neues über den prädestinierten Einzeltäter  an die Öffentlichkeit gekommen ist, hat Candace Owens dank eines Netzwerks von “citizen journalists” in fast jeder ihrer Podcasts-Shows neue Indizien  und Hintergründe präsentiert, dass es hier nicht um den Mordanschlag eines einsamen Irren geht, sondern um eine verdeckte militärisch-geheimdienstliche Operation.
Und um mehr  als “nur” den politischen Mord an einer vom christlich-zionistischen Glauben abgefallenen Führungsfigur, die Nein” zu Bibi Netanjahu sagte, der Finanzen versprach, die den 80-Millionen-Betrieb TPUSA “auf ein neues Level” bringen würden, ebenso wie zu dem  französischer Milliardär namens Pierre Falcone, der sogar Milliarden in Aussicht gestellt haben soll. Und auch um mehr als “nur” einen internen Putsch, weil Charlie Kirk den Verdacht, dass TPUSA in Geldwäsche-Operationen verwickelt sein könnte, von einem neutralen “DOGE”-artigen Gutachter überprüfen lassen wollte. Dieses Audit hat nach seiner Ermordung nicht mehr stattgefunden.

Schon in der letzten Folge hatte ich den Fall mit einem Mafia-Thriller verglichen und insinuiert, dass sowohl der Pate “Bibi” wie auch der Pate “Don” federführend damit zu tun haben. Mittlerweile sind dank der Open-Source-Ermittlungen, die Candace Owens regelmäßig bündelt, weitere Mitakteure ins Rampenlicht gerückt, allen voran das “blonde Gift”, die verführerische Schönheit, die in keinem Agenten,-und Spionagethriller fehlen darf: Wellcome Erika Franzve-Kirk, Miss Arizona 2012, Gattin von Charlie seit 2020 und jetzt seine Nachfolgerin als CEO von TPUSA.
Ein Zeuge, den Candace Owens interviewte, will Erika und den  TPUSA-Sicherheitschef Harpole zwei Tage vor dem Attentat in einem Hotel am Fort Huachuca/Arizona gesehen habe, einem Stützpunkt der US-Armee und des Militärgeheimdiensts – was beide abstreiten. Aber auch keine soliden Alibis lieferten, sondern eher Anlass, die Vergangenheit der trauernden Witwe zu durchleuchten – und ein astreines Gewächs aus dem MICIMATT (dem “Military-Industrial-Congressional-Intelligence-Media-Academia-Think-Tank”-Treibhaus)  zu Tage zu fördern. Mutter Lorie`s Firma für Sicherheitstechnik im Geschäft mit Pentagon, NSA und Homeland Security, der (getrennte) Vater Chef der Israel-Filiale des  Raketenherstellers Raytheon, Erika selbst in Sci-Fi-Doomsday-Film als programmierte  Scharfschützin, unveröffentlicht aber angeblich  gedreht u.a. im Fort Huachuca, Sitz der 111th Military Intelligence Brigade. Dort hatte der Zeuge, der früher selbst in Huachuca stationiert war und im Archiv nach Unterlagen suchte, zufällig ein Treffen “hochrangiger” Militärs und dem TPUSA-Sicherheitschef beobachtet haben, das gerade Pause machte und aus deinem Konferenzraum kam. Fand dort am 9. September die letzte Besprechung einer verdeckten militärischen Operation statt, die Charlie Kirk am folgenden Tag das Leben kostete?

Diesem Verdacht und den Spuren geht Candace Owens, unterstützt von den Recherchen ihrer 5 Millionen Abonnenten, mit Akribie nach und schaut dabei auch in jeden Kanninchen-Bau, was nötig ist, um verborgene  Verschwörungen zu erkunden, aber auch nicht ungefährlich, weil man sich den Labyrinthen leicht verirren kann,  zumal wenn das  Legen von  “roten Heringen” (falschen Spuren) als  bewährte Vertuschungsmethode zum Einsatz kommt.  Candace marschiert auf diesem Minenfeld bisher ziemlich souverän voran, und scheut sich nicht, auch in die spirituelle Vergangenheit des “Bösen”, den Mythos von Gilgamesch/Nimrod/Baal, zurück zu schauen und diese Linien in die Gegenwart der “satanischen” (Epstein-)Elite zu ziehen. Sowie der MK-ULTRA-Experimente und PsyOps der CIA zur Gehirnwäsche und Kontrolle programmierter Kandidaten.Nicht nur als Killermaschinen wie in dem berühmten Film Der mandschurische Kandidat,  sondern auch zur Aufzucht politischer Köpfe und Präsidentschafts-Kandidaten.

Damit wären wir bei dem jungen Charlie Kirk aus bescheidenen Verhältnissen in Chicago, dessen Fähigkeiten früh auffallen  und ihn an eine Schule für Hochbegabte bringen. Bei einer Highschool-Diskussion entdeckt ein Pensionär und Armee-Veteran 2012 das Redetalent des freiheitlich-christlich-konservativ argumentierenden  Juniors und überredet ihn,  nicht aufs College zu gehen, sondern mit 50.000 Dollar Turning Point USA zu gründen und auf Debatten-Tour zu gehen. Dank rechts-konservativer Milliardärsfamilien und Stiftungsnetzwerken nimmt TPUSA 2017  bereits Spenden in Höhe von 8 Millionen Dollar ein, fünf Jahre später sind es 81 Millionen und 2024/25 kommt die “Non-Profit” TPUSA- Familie mit allen Unterfirmen (wie TPUSA Political Action, TPUSA Faith) insgesamt auf geschätzte 146 Millionen Spenden und ist die größte und einflussreichste Jugend,-und Studentenorganisation des Landes.  Eine märchenhafte Produktion, mit einem charismatischen Polit-Star und konservativen Top-Influencer bei unter 30-jährigen Wählern an der Spitze – ohne den Trump nicht Präsident geworden wäre – liiert mit einer als First Lady passenden Beautyqueen: der Fortsetzung der Karriere bis zum grandiosen Einzug ins Weiße Haus bei den übernächsten Wahlen stand  eigentlich nichts im Wege.  Doch dann entdeckt der Held, dass er ohne sein Wissen zum Hauptdarsteller einer “Charlie Show” gemacht worden ist und will aus dem Drehbuch ausbrechen. 

Wie sich dieser Verdacht entwickelt und der  “Kandidat” herausfindet, dass auch seine Gattin nicht wirklich “echt” ist und ihm  als Aufsicht zugespielt wurde,  – den Dramaturgen, die den unvermeidlichen Film der großen CK-Saga  ausarbeiten, steht für diese Plots jetzt schon einiges an Material zur Verfügung. Und die Crowd-Rechercheure im Netz liefern nahezu täglich neue Indizien, die an der Frömmigkeit der christlichen  Witwe ebenso zweifeln lassen wie an der ehrenwerten “Non Profit”-Ausrichtung des TPUSA -Unternehmens. Als dessen neuer Boss Erika jetzt firmiert und nach dem tragischen Abgang des Gründers angeblich schon über 200 Millionen an Spenden akquiriert hat.
Ob die von den Großspendern kommen, mit denen Charlie nichts mehr zu tun haben wollte (Bibi Netanjahu und seine Milliardäre) oder von anderen Akteuren, denen es um die Kontrolle der Turing Point-Bewegung und ihrer millionenstarken Anhängerschaft geht, ist derzeit unklar. Per Geofencing überwacht und anschließend auf christlich-zionistische Linie getrimmt werden sie indes jetzt schon: der TPUSA- Produzent Andrew Kovet meldete nach der Trauerfeier, dass man zusammen mit  einem “Technik-Partner” vor und im Stadion 277.000  Geräte registriert hätte.
Solches Tracking blüht auch den Besuchern der “Dream City Church” in Phoenix und anderen Kirchen künftig ebenso wie den Fans von TPUSA – Großveranstaltungen.  Finanziert vom israelischen Außenministerium hat die  Firma “Show Faith at Work LLC” die “größte Christian Church Geofencing Campaign der US-Geschichte” gestartet: mit Drohnen werden bei Gottesdiensten und Veranstaltungen die Gerätedaten abgezapft, um die Besucher später mit digitalen Botschaften zu bombardieren. Holy Shit kann man da nur sagen…
Als Charlie Kirk am  10. September 2025 auf dem Gelände der Utah Valley Universität erschossen wird, hatte das Securityteam angeblich keine Drohnen im Einsatz um Gelände und Dächer zu überwachen. Kurz bevor er den Ort erreicht zeigte ihm ein Mitarbeiter im Auto aber Drohnenbilder der großen Besuchermenge. Ob die von den israelischen “Show Faith at work”- Drohnen stammte, wurde aber bis dato nicht ermittelt, nachdem das FBI sich  Untersuchungen über die Beteiligung fremder Nationen ausdrücklich verbeten hat. So wie die Witwe sich weitere kritische Fragen verbittet, bei Gericht auf schnelle Verurteilung des Einzeltäters Robinson drängt und jetzt auf “Make Haven Crowded” Tournee gegangen ist.

Dass dabei außer der Himmel mit Gospel-Fans vor allem die Datenspeicher mit Adressen gefüllt werden, um die TPUSA-Anhänger kontrollierbar und  ideologisch  auf auf Linie zu halten, ist anzunehmen. Ebenso wie die Abnahme des Vertrauens in die Glaubwürdigkeit der gottesfürchtigen Witwe, weil  courtesey of crowd research das investigative “Biest” Candace dem frömmelnden “Blondie” Erika fast jeden Tag neue Scheinheiligkeit und Lügen nachweist. Zuletzt hat sie dazu aufgerufen hat,  sie im Rahmen er Ermittlungen doch bitte mal polizeilich zu  verhören. Auch der Counterterrorism-Chef, dessen Einmischung in die FBI-(Nicht-)-Ermittlung unerwünscht war, hätte angsichts des himmlischen Datendiebstahls durch eine fremde Nation, dem gutgläubige Besucher von TPUSA-Veranstaltungen ausgesetzt sind, durchaus gute Gründe einzugreifen.

Candace hat unterdessen angekündigt, aus den Recherchen eine kleine Serie über die fromme Erika zu machen, die schon mit 17 eine NGO für Waisenkinder in Rumänien gründet, die eng mit dem US-Armeestützpunkt in Konstanza  kooperiert. Mit derart guten Taten fangen Legenden ja gerne an,  bei echten Heiligen ebenso wie bei Scheinheiligen. Dass Erika vermutlich letztere Kategorie belegt, deutet die Karriere ihrer Mutter an,  die als Mitglied der “Intelligence und Nationale Security Alliance” (INSA) just zum selben Zeitpunkt wie die Tochter  ihre internationale “charity” eine Firma namens “AZ-Tech” gründet, die  kurz darauf 2,9 Millionen für geheime “Military Cyber Operationen” erhält. Mit der Hilfsorganisation “Romanian Angels” erzielt Erika in der Folge zwar kein Einkommen, ist aber stolz auf den “global reach” ihrer Aktivitäten. Für den Anwalt Baron Coleman, der die Geschäfte von Mutter und Tochter genauer angeschaut hat riecht das Ganze streng nach “sheep dipping” – formal privatisierten, verdeckten militärischen Operationen. Wie es aussieht und weil dieser Real-Crime-Thriller auch sehr spannende Vor,-und Frühgeschichten des superhellen Charlie und der schönen Erika bietet, muss die “Charlie Kirk Saga” am Ende mindestens ein Mehrteiler werden…



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Willkommen in NEUTROPA

 Als Top-Dog Donald die Euro-Chihuahuas im vergangenen August  zum Schwanzwedeln antreten lies, wollten die ihn als  “Koalition der Willigen” motivieren, weiter und mehr in den Ukrainekrieg zu investieren. Den freilich der alte Baulöwe Trump unterdessen als Pleiteobjekt schon  abgeschrieben hat und dafür “keinen Dollar” mehr ausgeben will . Stattdessen lieferte er den angereisten Eurokraten –  wie einst in der Erdkunde-Stunde mit Landkarte – eine kleine Lektion über die neue Donroe-Doktrin  und die geplante Arondierung des künftigen us-amerikanischen Immobilienreichs.  Zu dem zwar Kanada, Venezuela und Grönland zählen, aber nicht die bankrotte Ukraine. Wenn ihr da weiter unbedingt Krieg führen wollt, könnt ihr es tun, solange ihr hier die Waffen kauft. Aber wenn Putin euch auf`s Dach gibt, werde ich euch nicht raushauen  – mit dieser Botschaft schickte Donald  die Euro-Clowns ratlos und frustriert nach Hause.  Hatte er nur einmal mehr  den Troll gegeben oder meint er das  ernst ?

Wir wissen zwar nicht, ob der große Imperator seinen Vasallen als Meme auch noch diese Skizze mitgegeben hat…

…aber so ungefähr  stellt er sich die neue globale Unordnung erst Mal vor.  Wobei es mehr als unwahrscheinlich ist, dass er den Mittleren Osten dabei einfach Xi und Putin überlassen wird. Es geht eher darum, erst mal die eigene Festung samt Vor,-und Hinterland zu konsolidieren, um sich mit den  beiden anderen Großen anlegen zu können. Bis dahin wird der Mittlere Osten – Iran, Jemen –  weiter bombardiert und die Palästinenser vertrieben oder ermordet, um mit einem freundlichen “Shalömchen” auf ihren Gräbern eine Plastik-Riviera zu errichten.
Gegen den Genozid in Gaza hatten die EU,- und NATO-Oberen außer Sonntagsreden nicht nur wenig einzuwenden, sondern ihn mit fortgesetzten Waffenlieferungen auch aktiv unterstützt, die Entführung des amtierenden Präsidenten Maduro aus Venezuela wurde allenfalls mit ein wenig Stirnrunzeln kommentiert aber grundsätzlich gut geheißen,  ebenso wie die Installation eines Kopf-ab-ISIS Terroristen im Armani-Anzug als Präsident von Syrien.
London, Paris, Berlin, Brüssel waren bei all diesen neo-kolonialistischen  Schweinereien des Imperiums dabei und scheuten sich dabei keine Minute, weiter von “regelbasierter internationaler Ordnung” und “westlichen Werten” zu schwadronieren. Sie waren die Capos eines  Mafia-Dons  und willige Vollstrecker  seiner Agenda, die sich von der seiner Vorgänger nur dadurch unterscheidet, dass der “Pate” jetzt nicht mehr im Schönsprech sondern Klartext redet. Und seinen EU-Vasallen in Sachen Grönland Angebote macht, die sie nicht ablehnen können:
„Sie haben die Wahl. Sie können Ja sagen, und wir wären Ihnen sehr dankbar dafür, oder Sie können Nein sagen. Wir werden uns daran erinnern“, sprach der Boss der Bosse in Davos.
In der “Laudatio” zu seiner zweiten Inauguration am 22. Januar 2025  (Habemus Imperator) hatten wir notiert:

Sagenhafte 5 Prozent des gesamten Umsatzes eines Landes, der BIP genannt wird –  so hat Imperator Donald verkündet –  sollen künftig fällig werden, wenn es weiter in den Genuss des “Schutzschirms” dieses Bündnisses kommen will. Die Forderung ist in vielen Ländern bereits auf großes Kopfschütteln gestoßen. Zum einen, weil sie um Dimensionen alles übersteigt, was im privaten Schutzgeldgewerbe als angemessen gilt – die als “Mafia” oder “Clans” bekannten Marktführer auf diesem Gebiet orientieren sich bei ihrer Preisgestaltung an einem Prozentsatz vom Gewinn eines Unternehmens und nicht am Gesamtumsatz – und zum Anderen, weil sich viele fragen, ob dieser “Schutz” wirklich solche Unsummen wert ist und was eigentlich droht, wenn man bei der NATOstan-Muckibude kündigt und in Sachen “Sicherheit” künftig auf Heimtraining setzt ?   Schlägt dann morgen, oder übermorgen, der “Ultraböse” zu, demoliert meinen Laden und vergewaltigt die Kassiererin ? Oder schickt der Imperator ein paar “Farbenrevolutionäre”, die mir den Laden aufmischen damit ein neuer Geschäftsführer dann die 5 NATOstan- Prozent abdrückt ? Auch wenn in den verschiedenen NATOstan-Kolonien diese Fragen von den Amtsinhabern noch nicht wirklich laut gestellt wurden, weil man den Zorn des Imperators fürchtet, drängen Donalds Forderungen sie zunehmend auf.” 

Dass er jetzt in Davos nach seinen deftigen Grönlandansagen noch anmerkte, nicht sofort zuzuschlagen und es ohne Gewalt und Strafzölle mit einem “Deal” zu versuchen, wurde von den EU, -und NATOstan-Kapitänen  zwar am Ende als “Einlenken” interpretiert, nahm aber dem Wirkungstreffer auf ihr sinkendes Schiff nichts von seinen Folgen. Und hinterließ die Euro-Clowns einmal mehr ratlos, mit Schnappatmung in der Zirkuskuppel und erschrockenem “Ja, aber das Völkerrecht”-Gestammel, nachdem der Neo-Caligula unverhohlen  klar gemacht hatte, dass es von diesem Völkerrecht doch  schon immer zwei gab: eins für das Imperium sowie eines für den ungehörigen Rest der Welt. Und dass dieser Doppelstandard auch für sie gilt, wenn sie als ungehörige Vasallen Nein sagen zu den Forderungen des Imperiums.

Dass man sich als Komplize beim fortgesetzten Völkerrechtsbruch schlecht auf dasselbe berufen kann, hat die “Koalition der Willigen” argumentativ schwer ins Dilemma gebracht – und seitens des kanadischen Premiers und Ex-Chefs der “Bank of England” Carney das Zugeständnis: “Wir wussten, dass die Erzählung von der internationalen regelbasierten Ordnung teilweise falsch war.”

Die (Selbst-)Erkenntnis, dass es sich nicht “teilweise”, sondern von vorn bis hinten um einen globalistischen Propaganda-Fake handelt, um ungehörige Länder  zu erpressen und auszurauben, sollte in Europa dank der jüngsten Aktionen und Ankündigungen Donalds langsam angekommen sein. Und zu der Einsicht führen,  dass wir  es nicht mit einer „Zeitenwende“ zu tun haben, in der man einfach einen U-Turn macht und von Entspannung wieder zurück Richtung Rüstung und Krieg brettert, sondern mit einem Epochenbruch und der Frage, wie Europa sich in der künftigen multipolaren Welt aufstellt. Oder ob es sich von den anglo-amerikanischen Strategen weiter aufstellen lässt, im Sinne der „Herzland“-Doktrin des britischen Geostrategen Halford Mackinder, nach der ein Zusammenwachsen von Westeuropa mit Eurasien um jeden Preis zu verhindern ist, um die Macht des Empires zu erhalten.

Schon 1952 hatte Stalin bekanntlich den Rückzug der sowjetischen Truppen aus Deutschland angeboten, unter der Bedingung, dass das wiedervereinigte Land militärisch neutral wird,  als unabhängiger, souveräner, neutraler Staat mit demokratischer Regierung in Europas Mitte. Die Adenauer-Regierung und die West-Alliierten lehnten ab, stattdessen wird die Bundeswehr gegründet und die BRD zum Frontsaat des Kalten Kriegs wieder aufgerüstet. Fast Forward 2022: Nachdem die Minsk-Verhandlungen über eine militärisch neutrale Ukraine endgültig gescheitert sind und der seit 2014 währende Bürgerkrieg eskaliert, marschiert Russland ein. Wieder mit dem  (in Istanbul unterbreiteten) Angebot eines sofortigen Rückzugs für den Preis einer militärischer Neutralität der Ukraine, was die Regierung in Kiew auf Druck der West-Alliierten ablehnen muss. Stattdessen wird sie zum Frontstaat aufgerüstet und in einen Krieg gegen Russland getrieben – ein sinnloses, grauenhaftes Blutbad (und militärisch-ökonomisches Pleite-Projekt) aus dem Washington  jetzt raus will, aber London und die EU noch immer nicht genug haben.

Doch jetzt wohl von Donaldus Maximus und seinem höchsteigenen “Friedensrat” endgültig zur Ruhe gebracht werden, der eine militärisch neutrale Ukraine schaffen soll:  mit einem 800 Milliarden-Deal – in den auch die  in europäischen Tresoren eingefrorenen russischen Staatsgelder einfliessensollen, die sich die Eurokraten zwecks Kriegsfortsetzung gerne unter den Nagel reissen wollten – bei dem die  Donetzk-Region Russland  zugeschrieben und unter Leitung des Blackrock-Chefs Larry Fink in den Aufbau der militärisch neutralen Ukraine investiert wird.
Noch sind die Russen dem exklusiven “Board of Peace” des Imperators – Eintrittsgebühr eine Milliarde Dollar, Mitgliedschaft nur mit Zustimmung des Direktors  auf Lebenszeit D.T. – nicht offiziell beigetreten, die Eintrittsgebühr will Putin freilich  entrichten – aus dem eingefrorenen Topf. Die “Willigen” haben noch kein Interesse am Beitritt bekundet, werden aber nicht umhin kommen, wenn sie bei der Nachkriegsordnung dabei sein wollen.
Nicht als Kriegspartei, sondern…Neutral! Raus aus der NATO, rein in ein blockfreies Europa souveräner Nationen! Das war mein frommer Weihnachtswunsch (in der letzten 3.JT-Sendung 2025). Und scheint mir die beste und zukunftsträchtigste Antwort zu sein auf den gegenwärtigen Epochenbruch und die kommende multipolare Ordnung.  Vielleicht sogar die einzige, wenn Europa nicht wieder zum Schlachtfeld eines Weltkriegs werden will.
Würden Deutschland, Österreich und die Schweiz einen solchen Verbund souveräner blockfreier Staaten starten, wäre sofort großer Zulauf aus der EU zu erwarten – der blockfreie Block  würde schnell groß und bedeutend, ruhender Pol zwischen den Einflußsphären der drei Supermächte. Und keiner der drei großen Hunde würde ihn fressen, weil er dann die beiden anderen an der Gurgel hat. Nicht “Kriegsgemeinschaft”, sondern “Blockfreiheit” gehört jetzt auf die Agenda der EU, statt Ausbau der NATO die Helvetisierung Europas. Willkommen in  NEUTROPA!

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3.JT #125: ES GRÖNT SO GRÖN

Es grönt so grön wenn Donald ätzt und dröhnt: Ich will Grönland!
Man fragt sich: Was will Donald Trump eigentlich nicht? Venezuela will er ja auch, genau wie Kuba, Nicaragua, Kolumbien und Mexiko. Ganz zu schweigen vom Iran. Die gute Nachricht: Noch kann Kanada den USA gratis beitreten. Unterdessen durchkreuzt Deutschland diese imperialistischen Pläne mit 13 Soldaten. Viel Glück ist was wir brauchen werden – im 3. Jahrtausend. Hier alle Links zur Sendung 

“Dark Alliance”

Heute mal “Homeoffice” Frühstücksfernsehen mit Robert Stein, Frank Höfer und yours truly (ab Min. 37:00) – über das neue EU-“Transparenzgesetz”, mit dem Grundgesetz und Pressefreiheit weiter ausgehebelt werden, und über die “Dark Alliance” von CIA, Drogenkartellen und Geldwäsche,  die hinter der merkwürdigen Entführung von Nicolas Maduro eine Rolle spielen könnte. Weshalb das Kidnapping Maduros in Kanada jetzt als Warnung interpretiert wird, denn das Land spielt bei illegalem Drogenhandel und Geldwäsche eine weitaus größere Rolle als Venezuela. Im 3.Jahrtausend kommende Woche werden wir das Thema noch näher beleuchten.
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Bis hierher und nicht weiter!

Dass es mit “unserer Demokratie” zu Hause und der “regelbasierten Ordnung” international nicht weit her ist, taugt nicht mehr als wirkliche Neuigkeit. Neu ist allenfalls, wie ungeniert unter diesen Parolen mittlerweile operiert wird. Sei es unter Trump, der seiner “leuchtenden Stadt auf dem Hügel” nicht einmal mehr den Anschein gibt, etwas anderes als eine barbarische Kolonialmacht zu sein; oder unter der EU-Kommission, die ohne rechtliches Gehör Europas Bürger verfolgt und sanktioniert wie weiland in finstersten Sowjetzeiten das Politbüro. Der eine erklärt den Präsidenten Venezuelas zum “Diktator” und “Drogenhändler”, um das Land zu bombardieren, ihn zu entführen und die Bodenschätze zu beschlagnahmen; die anderen erklären Meinungen von Journalisten und Experten als “Propaganda” und “Desinformation” und schließen sie mit Sanktionen vom öffentlichen Leben aus.
Rechtsstaatlichkeit, audiatur et altera pars und in dubio pro reo war gestern; Völkerrecht, UN-Charta, Grundgesetz – forget it.
Die Exekutive greift durch. Und was dem Imperator im Weissen Haus recht ist, ist den Vasallen und Stiefelleckern in Brüssel nur billig.  Die, wenn sie könnten wie sie wollten,  sofort in Moskau veranstalten würden was Donald in Caracas durchgezogen hat. Siegesparade  mit Putin in Handschellen und  Jogginganzug, Panzer-Uschi vorneweg eskortiert von Macrönchen und F*tzenfritz – hitlergrußartiger Jubel und “Sieg Heil”-Rufe bleiben zur Feier des Tages straffrei! –  das wäre ein Fest. Fällt allerdings aus, weil die Euro-Chihuahuas militärisch das Bein nicht hochkriegen.
Dafür aber umso heftiger nach unten treten und Ende des Jahres einem der bestinformierten und akribischsten Analytiker des Ukraine-Kriegs – dem ehemaligen Oberst des Schweizer Militärgeheimdiensts Jacques Baud, der in Brüssel lebt – mit Sanktionen die Lebensgrundlagen entzogen haben. In der letzten 3.JT-Sendung haben wir über diesen bereits Fall  gesprochen. Jacques Baud hat für die UN und die NATO gearbeitet, in der Ukraine und in Russland, wo er für die  die Schweiz 2007 im russischen Generalstab hospitierte, er hat international verwendete Handbücher zur Waffenkontrolle verfasst und seit seiner Pensionierung zahlreiche Essays und Bücher publiziert – kurz: er ist anders als 98%  der im Mainstream auftretenden “Militärexperten” tatsächlich ein Kenner der Region und des Konflikts und zwar auf beiden Seiten.
Bessere Voraussetzungen für sachkundige, faktenbasierte, möglichst objektive Analysen kann es kaum geben, doch dass Jacques Baud genau diese lieferte ist jetzt sein Problem. Denn sie stimmten nicht mit den  ahnungslosen, fakebasierten, propagandatriefenden Analysen der EU-Kommissarin überein, die bekanntlich schon 2022 den Endsieg voraussagte, weil den Russen die Chips aus Waschmaschinen ausgehen.
Ich habe Jacques Bauds Artikel damals – und danach noch öfter – zitiert und empfohlen, weil sie mir weit und breit zu den solidesten Analysen zu gehören schienen – neutral, sachlich, mit Quellen belegt, frei von propagandistischen, ideologischen Tönen. Eine EU-Kommision, die einen solchen Autor mit Sanktionen  belegt und ihm die Bewegungsfreiheit und Lebensgrundlagen zu entzieht, agiert nicht nur wie das Politbüro einer EUSSR, sie fällt noch tiefer zurück,  in das  Mittelalter der Inquisition Dort wurde vermeintlichen Ketzern in der Regel eine Anhörung oder Widerspruchsmöglichkeit gewährt, Jacques Baud erfuhr von seiner Verbannung aus dem bürgerlichen Leben kurz vor Weihnachten  erst von einem Journalisten.
Unsere von Kriegstreibern und Pre$$tituierten dominierten Mainstream-Medien verschweigen den eklatanten Fall bisher entweder vollständig  oder eiern perfide herum. Meinungsfreiheit – na klar! Aber wer nicht die unsere teilt, muss halt mit Sanktionen rechnen.
In einem internationalen  Aufruf – “Bis hierher und nicht weiter!”  – den ich selbstverständlich mit unterzeichnet habe, fordern Journalisten, Wissenschaftler und engagierte Menschen die sofortige Aufhebung der illegalen Sanktionen gegen Jacques Baud:

“Mit ihrem jüngsten Sanktionspaket hat die EU den Militärhistoriker und ehemaligen Oberst der Schweizer Armee und des Schweizer Strategischen Nachrichtendienstes sowie Mitglied des Schweizer Generalstabs Jacques Baud mit Sanktionen belegt. Jacques Baud ist Schweizer Staatsbürger und lebt in Brüssel. Er darf Belgien nicht mehr verlassen, sein Vermögen wurde beschlagnahmt, seine Konten sind eingefroren, seine Bücher dürfen nicht mehr verkauft werden.

Jacques Baud hat unter anderem für die NATO und die Vereinten Nationen gearbeitet. Er ist ein untadeliger Wissenschaftler und ein Ehrenmann. Seine Bücher erfüllen die höchsten Maßstäbe der fachlichen historischen Analyse. Er arbeitet strikt neutral nach dem Grundsatz: Beide Seiten müssen gehört werden.

Es ist kein Verbrechen, die wahren Gründe des Ukraine-Krieges zu nennen. Es ist kein Verbrechen, die Leser auf Unwahrheiten und die eigene Propaganda der EU und der NATO aufmerksam zu machen. Es ist kein Verbrechen, auf die gedankenlose Kooperation des Westens mit ukrainischen Kräften hinzuweisen, die eine gefährliche Nähe zu Faschisten aufweisen.

Der Ministerrat der EU zerstört mit willkürlichen Strafmaßnahmen gegen Jacques Baud und insgesamt gegen 59 Journalisten und Wissenschaftler die Grundlagen der Meinungsfreiheit.

Diese Sanktionen sind illegal und völkerrechtswidrig, denn sie wurden nicht durch den UN-Sicherheitsrat verhängt. Das Gutachten der ehemaligen Richterin am Europäischen Gerichtshof Prof. Dr. Ninon Colneric und der Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Alina Miron von der Universität Angers zeigt, dass die zugrundeliegenden Rechtsakte auch gegen EU-Recht verstoßen. Die EU nutzt die Sanktionsliste als Instrument, Kritiker mundtot zu machen, und manövriert sich immer tiefer in einen Abgrund der Gesetzlosigkeit.

Wir rufen das Europäische Parlament, die Parlamentarische Versammlung des Europarates, den Deutschen Bundestag, die deutschen Landes- und Kommunalparlamente, das gesamte deutsche Volk und die Menschen in allen Ländern der Europäischen Union auf, den Zerstörern der Demokratie und den Kriegstreibern jetzt mit aller Macht entgegenzutreten.

Die Präambel des Grundgesetzes verpflichtet Deutschland, dem Frieden zu dienen.

Das Grundgesetz legt in Art. 5 fest: „Eine Zensur findet nicht statt.” Die Handlungen von EU-Kommission und EU-Rat stehen im Widerspruch zu unserem Grundgesetz. Wir fordern die Bundesregierung auf, gemäß ihrem Amtseid auf diesen ungesetzlichen Vorgang hinzuweisen.

Wir fordern die sofortige Aufhebung der illegalen Sanktionen gegen Jacques Baud sowie gegen alle Journalisten, Wissenschaftler und EU-Bürger.

Wir fordern Bundesregierung und EU auf, konstruktiv am Frieden in der Ukraine mitzuwirken und alle verfassungswidrigen Versuche einzustellen, den Krieg zu verlängern.” 

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God Only Knows

Zur Jahreswende ein bisschen Musik.
Steve Hunter`s grandioses Gitarren-Intro zu Lou Reed`s Klassiker “Sweet Jane”  (1974) hatte ich hier vor 12 Jahren schon einmal gerühmt, weil es sich “langsam und genial an das zentrale Motiv heranschleicht, es umspielt, andeutet, phrasiert…und dann kickt der Rif ein, ein beethovenartiger Hammer, Rock’n Roll at it’s best.”
Dieses Jahr habe ich entdeckt, dass Steve Hunter 50 Jahre danach ein wunderbares Cover des Stücks aufgenommen hat, ganz ruhig und laid- back, aber immer noch mit dem einzigartigen Ton, den er aus den elektrifizierten Brettern mit sechs Drähten  herausholt. Und wenn im Ausklang dann ganz zart die Eingangsakkorde des alten Krachers anklingen, will man den gleich auch noch mal hören….

“Sweet Jane” war ein Song von Lou Reed`s erster  Band “Velvet Underground” Ende der 1960er, als auch Don McLeans “American Pie” entstand, ein Lied, das dieses Jahrzehnt und einiges mehr auf dokumentarisch-poetische Weise besingt. Was damit alles gemeint ist –  möglicherweise – erklärt dieses Video.

Über meine Kids und die Teenie-Enkel erreichte ich der Tipp, mir die Serie “The Runarounds” mal anzuschauen, eine Familien,- Coming-of-Age Geschichte einiger College-Jungs, die unbedingt ne berühmte Rockband werden wollen. So wie die Monkees, die Ende der 60er in Serie auch im deutschen Fernseh liefen – als Antwort Hollywoods auf den Erfolg der “Beatles”, mit einer zusammen gecasteten Boygroup, die anfangs kaum ein Instrument spielen konnten. Und dann, dank Studiomusikern und einem Song von Neil Diamond,  einen  Megahit landeten – bis heute weltweit gehört, geliebt und dank der drei Akkorde auf der ” Vox Continental” -E-Orgel  unverkennbar: I`m a believer

Weil der Poprock der “Runaraounds” gar nicht übel war, wollte ich herausfinden, wer die Musik in der Serie gemacht hat. Und siehe da: es sind die feschen Burschen selbst. Und sie sind  gar nicht schlecht, sodass man ihnen den Plattenvertrag, der am Ende der Staffel steht, wirklich gönnt.

 “Im Westen hat keiner eine Ahnung von arabischer Musik”, meint er und beeilt sich hinzuzufügen: “Bei uns allerdings auch kaum jemand” – so Anouar Brahem, der Komponist und Meister der arabischen Laute Oud, in einem Interview.  Als Ralph Metzner bei einem seiner bewusstseinserweiternden Workshops einmal ein Stück von Anouar Brahem auflegte, flog ich regelrecht ab – und besorgte mir sofort die CD: “The Astounding Eyes of Rita”….

….unaufgefordert aber sehr passend spielte youtube dann danach “Lotus Feet” von John McLaughlin, begleitet von Jean Luc Ponty der Geige.  Auch wenn mir die Flöte im Original (mit dem Mahavishnu Orchestra, 1976) noch immer besser gefällt als die Violine, ist es in wunderbares Stück.

Im Juni 2025 starb Brian Wilson, Gründer, Komponist und Kopf der “Beach Boys”, deren violette Singles  wie in meinem  in  fast jedem Plattenalbum der 60er vertreten waren. Zumindest eine, und meistens  der von Brian Wilson komponierte und arrangierte Jahrhundertsong (hier ein Video der Produktion:) “Good Vibrations”. Dass der Maestro himmlischer Harmonien nach seinem Abschied von der Erde nun in eben solchen schwelgen möge, ist ihm mehr als zu wünschen. 

“God only knows…” gilt auch für die Prognosen auf das kommende Jahr. Erwarten wir also das Unerwartete. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein glückliches Neues Jahr.

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Zuletzt erschienen:

Mathias Bröckers: Inspiration – Konspiration – Evolution. Gesammelte Berichte aus dem Überall,  Fifty-Fifty (Juni 2024), 464 Seiten, 30 Euro

Vertrauensverluste die Hoffnung machen

Das Vertrauen in die Medien ist in vier Jahren nahezu um die Hälfte geschrumpft,  was  die Regierung betrifft ist der Verlust fast ebenso stark. Die Ergebnisse einer Allensbach-Umfrage im Dezember 2025 machen Hoffnung: immer mehr Deutsche scheinen aufgewacht zu sein und lassen sich von Medien, Parteien und Regierungen nicht länger  hinters Licht führen.

Dass  auch Grundgesetz und Gerichte an Vertrauen verloren haben ist nach dem justiziellen Durchmarsch absurder Pandemie-Gesetze kein Wunder. Ist angesichts dieses wachsenden Misstrauens nun “unsere Demokratie” in Gefahr ?
Nein, denn nicht das System wird von der Bevölkerung zunehmend in Frage gestellt, sondern ihre institutionellen Säulen und deren Repräsentanten; nicht das Stück, sondern seine Aufführung ist das Problem, nicht die Rollen, sondern ihre Darsteller und die Art und Weise, wie sie ihre  theoretische Funktion – “Dem Volke dienen!”- in der Praxis erfüllen.  Dass nur noch 22 Prozent  des Publikums den Medien Glauben schenken,  deutet auf ein gesundes Resilienz,- und Immunitäts – Wachstum der Bevölkerung gegenüber dem desinfizierten, gecancelten, zensierten und sanktionierten Meinungskorridor der Großmedien.
Und auch gegenüber ihren Spitzen-Repräsentanten wie Fritze Merz und Uschi von der Leyen, die sich gerade als Chefs einer  EU-Panzerknacker-Bande etablieren und Russlands in europäischen Tresoren eingefrorene 245 Milliarden einfach abgreifen wollten – mit dem billigen Trick, das Diebesgut einfach “Reparationen” zu nennen. Ein 1a Panzerknacker-Plan also, der direkt aus Entenhausen stammen könnte, weshalb die EU-Kollegen dabei auch nicht mitmachen wollten, nachdem an 14 verschiedenen internationalen Gerichten Klageschriften gegen diese Rechtsverdrehung eingegangen waren. Jetzt wollen Blackrock-Fritz und Pfizer-Uschi mit Plan B von den EU-Steuerzahlern 90 Milliarden abgreifen, um sie im schwarzen Loch Ukraine zu versenken, weil “unsere Demokratie” dort in Gefahr ist und verteidigt werden muss. Behaupten Uschi und Fritz. Und sanktionieren jeden, der diesen Irrsinn kritisiert. Höchste Zeit das diese Geisterfahrer gestoppt werden – sie fahren Europa an die Wand.

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Auch wenn die “Jeffrey Epstein Saga”  nicht die  “Worst-Reported Story of All Time” ist – wie Matt Taibi meint – hier die gute Nachricht: Der Fall ist aufgeklärt! Zumindest soweit, dass nicht weiter aufgeklärt wird. Das ginge zu weit und zu tief in die Eingeweide des tiefen Staats.   Zu sehen  geben wird es in diesem Fall deshalb wohl nur noch weiteren Schmuddelkram, mit Promis aus Politik und Wirtschaft,  die redaktionell geschwärztem Porno-Spitzen eines Eisbergs sozusagen, der im Ozean des Tiefenstaats seit Jahrzehnten vor sich hin treibt. Und den bis heute unerklärten, mysteriösen Aufstieg eines kleinen Nachhilfelehrers mit gefälschten College-Zeugnissen  zum ultrareichen Mäzen und Finanzmogul ermöglichte.
Wie ? Sex-Videos und Erpressung, wie allgemein vermutet, spielten dabei nur eine Nebenrolle. Es waren die kriminellen Geschäfte der   “Drogen,-Waffen,-Mafia,- und Terror-Bank” BCCI, deren Geldwäsche  Epstein nach seinem Einstieg bei der  “Bear Sterns”-Bank 1979 organisierte und die ihn reich machten.  Die kriminellen Aktivitäten der Anfang der 90er Jahre aufgeflogenen  “Bank of Credit and Commerce International (BCCI)” des saudischen  Waffendealers Adnan Khashoggi – sein Neffe Jamal wurde 2018 im Auftrag des  Kronprinzen Bin Salman bekanntlich per Knochensäge zerlegt – wie auch ihres Vorgängers “BCI” – der Bank von  “Kosher Nostra”-Boss Meyer Lanksy – spielen vom Mord an John F. Kennedy über die “Iran-Contra”-Affäre bis zu  9/11 eine sinistre Rolle. Hier ein kurzer Abschnitt dazu aus meinem Buch  “JFK-Staatsstreich in Amerika”.    Dass Epstein wegen seiner “Sexstrafttaten” so lange unbehelligt und “sauber” blieb, hatte einen Grund: er betrieb eine  milliardenschwere Großwaschanlage für Gelder aus  illegalem Waffen,-und Drogenhandel von CIA, MI-6, dem saudischen Geheimdienst und – allen voran! – dem Mossad. Weshalb New York Times, Washington Post etc. pp. wg. Israel-Tabu das Thema über Epsteins nunmehr offenliegende und eindeutige Verbindung  einfach umschiffen: “Weitergehen, nichts zu sehen!”  Dazu hier ein instruktiver Rant von Mike Benz.

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Wir hatten ja bei der letzten 3.JT-Sendung Probleme, wahre – gute – schöne Nachrichten zu finden. Hier kommt jetzt eine, aus einem Podcast von Megyn Kelly und Glenn  Greenwald: Eine ältere Frau, Jennie, die ein Charlie Kirk -T-Shirt trägt und in einem Billigladen irgendwo in Kalifornien Regale einräumt, wird von der politisch korrekten Tussi Michaela angemacht, weil Kirk doch eindeutig ein “Rassist” wäre. Jennie verneint das ganz ruhig, Michaela beharrt darauf – und stellt ihr “kritisches” Video der Befragung auf Facebook. Ihr Arbeitgeber – ein medizinischer Dienst  – erhält daraufhin über 6.000 Anrufe und Protest-Mails, die ihre Entlassung fordern, was den Chef und auch Michaela zu einer öffentlichen Entschuldigung für dieses Fehlverhalten nötigt. Worauf Jennie von einem lokalen Netzwerk dazu interviewt und gefragt wird, ob sie auch für eine solche Entlassung sei. “Nein”, sagt  Jennie: “Two Wrongs Don`t Make a Right”. Daraufhin rufen Zuschauer zu einer Spendenaktion auf, damit die alte Jennie nicht mehr so schuften, mal Urlaub machen und sich von solchen Woke-Attacken erholen kann In kürzester Zeit wurden 200.000 Dollar gespendet.  Dann holte  TPUSA die süße Großmutter bei einem Großevent auf die Bühne – jetzt ist Jennie Millionärin und muss nie mehr arbeiten. Soweit die Weihnachtsgeschichten aus God Old America…

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“Lebbe gehd weider” wusste schon  der große Philosoph der Frankfurter Eintracht Schule, Steppi Stepanovic, “Just remember: Death Is Not The End!” erinnert der große Philosoph der Folklore, Bob Dylan: Oh, the tree of life is growing Where the spirit never dies And the bright light of salvation shines In dark and empty skies”, und als der stahlgewittergestählte Autor Ernst Jünger gefragt wurde, ob er glaubt, dass das Leben nach dem Tod weiter geht, antwortete er: “Ich glaube es nicht, ich weiß es.” Dass ein solches Wissen nicht auf Einbildung, sondern auf Fakten beruht und der “klinische Tod” nicht das Ende des Bewusstseins bedeutet, macht das Gespräch mit dem  Kardiologen Pim van Lommel deutlich.  Und auch dem Hirnforscher Christof Koch ist ziemlich klar, dass Bewusstsein nicht an den Körper gebunden ist. Und wenn das keine guten Nachrichten ist, was dann? Besser als unendliches Bewusstsein und ewiges Leben geht nun wirklich nicht. 
In diesem Sinne, fröhliche Weihnachten allüberall…!


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3.JT #124: ALLES WIRD GUT

Herzlich willkommen zur großen 3. Jahrtausend Show zum Jahresende! Für diese Sendung haben wir uns vorgenommen, nur gute Nachrichten zu berichten. Wochenlang haben wir danach gesucht und sogar die KI gefragt. Aber: Die hat auch nix gefunden. Es gibt einfach derzeit keine guten Nachrichten. Aber am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Alle Links zur Sendung auf ExoMagazin.