“False Flag” Woche bei McMedien

Kaum hatte ich am Wahlabend die “Tagesschau” angeklickt, kommt da der junge Generalsekretär der SPD, die in Sachsen-Anhalt 8% geholt hat, und warnt vor der “gefährlichen” AfD (44,4 %), die als “verlängerter Arm Moskaus”…nach dem “Drohnennvorfall in Leipzig”…gaaanz schlimm, weshalb die “Brandmauer” weiterhin unverzichtbar bleibt… Meint auch seine CDU-Kollegin (17,8%), aber nicht wg. Putin, sondern wegen “gesichert rechtsextrem” und “antisemitisch”. Geht natürlich gar nicht.

Und doch sind fast die Hälfte aller Wähler zu den “Nazis” und/oder “Russen” übergelaufen. Und wenn CDU und SPD so weitermachen, dann sieht es in den anderen Ländern und im Bund bald genauso aus. Freilich nicht, weil die Deutschen jetzt mehrheitlich zu Hitler-Verehrern oder Putin-Liebhabern mutiert sind, sondern schlicht weil sie die Innen,- und Außenpolitik einer Regierung satt haben, die das Land an die Wand fährt. Da haben die AfD-Oberen Weidel und Chupalla, die sich angesichts des Erdrutschsiegs die Hände reiben, sicher recht. Ob sie aber den desaströsen Kurs der Merz-Regierung – sowohl was Aufrüstung und “Kriegstüchtigkeit”, wie auch was Renten,- und Sozialreformen betrifft – wirklich stoppen wollen und können, bleibt indes die große Frage. 

Dass das “Bündnis Sarah Wagenknecht” jetzt das Zünglein an der Waage in Sachsen-Anhalt spielt ist spannend:  Sarah kann Königsmacherin für den ersten AfD-Ministerpräsidenten werden oder der Brandmauer-Koalition zu einer Mehrheit verhelfen. Solange CDU, SPD & Co. nichts anderes als Alarmismus vor  “gesichert rechtsextrem” oder Putins Blechbüchsen-Attacken auf den Leipziger Flughafen auf Lager haben, wird`s mit Letzterem aber nichts werden. Eher könnte es zu einer Einigung von BSW und AfD kommen, den Wahlsieger Siegmund zu wählen und als MP zu dulden, was dem aber – jedenfalls im Moment -“zu verwirrend” ist. Mit einer derartigen Mehrheit im Rücken will er es lieber auf Neuwahlen ankommen lassen, mit der guten Aussicht, die zur absoluten Mehrheit im Landtag fehlenden zwei Sitze dann noch dazu zu gewinnen.

Wie immer das Spektakel weiter geht – klar ist schon jetzt, dass das Wahlergebnis ein Volltreffer in die Organe desjenigen ist, dem man “Leck Eier” wg. Majestätsbeleidigung nicht zurufen darf; nie war ein Bundeskanzler unbeliebter als Merz – nur 9% der Wähler finden ihn noch gut. Doch der sieht sich weiter “auf dem richtigen Weg” mit Aufrüstung und Ukraine-Krieg weil: “Das Ziel der russischen Staatsführung ist die Destabilisierung” der westlichen “Werteordnung”.
Weshalb die falschen Flaggen “Leipzig” samt Baumarkt-Drohnen dann auch  in jedem zweiten Wahl-Statement der Regierungsparteien gewedelt  – etwas anderes als Krieg haben sie schlicht nicht mehr auf Lager…

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Die zum russischen Angriff aufgeblasenen Blechdosen-Attacke läutete angemessen die “False Flag”-Woche bei McMedien ein, in der zwei weitere solcher Attacken zelebriert werden. Heute, am 10. September jährt sich die öffentliche Hinrichtung des konservativen Aktivisten und TPUSA-Gründers Charlie Kirk zum ersten Mal und – am Tag danach ist  die größte False Frag Operation des Jahrhunderts – 9/11 – bereits 25 Jahre Geschichte. Und in beiden Fällen wedeln die Mainstreammedien  weiter mit dem offiziellen Narrativ einer “Einzeltäterschaft”  – von Osama Bin Laden mit seinen 19 Teppichmesser-Tätern bzw. Tyler Robinson und seinem Repetetier-Flinte aus dem 1. Weltkrieg –  ignorieren alle wider lautenden Belege und Tatsachen und kanzeln die Berichte darüber als “Verschwörungstheorien” ab.

So erging es nach 9/11 meinen Artikeln und Büchern – hier noch einmal auf 1192 Seiten nachzulesen: “11.9. 20 Jahre danach – Einsturz einer Legende” – und so ergeht es nun den Journalisten und Kommentatoren, die auf Unstimmigkeiten und Widersprüche in der Anklage des 22-jährigen Tyler Robinson, der sich selbst der Polizei gestellt und in einem Chat gegenüber einem Mitbewohner die Tat gestanden haben soll. Sich jetzt aber bei den Voranhörungen im August für “nicht schuldig” erklärte, bei denen auch keine Bilder oder Videos ans Licht kamen, die ihn als Schützen auf dem Dach der Utah Valley Universität identifizieren konnten. Auch für die in einem nahen Waldstück entdeckte vermeintliche Tatwaffe konnte nicht eindeutig identifiziert werden: neben Robinsons Fingerabdrücken wurden dort auch die seines Mitbewohners und drei weiterer Personen gefunden – sowie Staub im Lauf des Gewehrs, was bei einer kürzlich gefeuerten Waffe nicht sein kann. Dennoch hat das Gericht die Anklage zugelassen, sodass es jetzt zu einem Prozess kommt, bei dem Tyler Robinson die Todesstrafe droht. Falls seitens der Staatsanwaltschaft aber nicht mehr kommt an Beweisen, wird eine Jury kaum zu überzeugen sein und weiter gehende, behördliche  Ermittlungen damit unausweichlich, wie sie bis dato nur von Podcastern und citizen journalists betrieben werden. Allen voran von Candace Owens, der ehemaligen Sprecherin von TPUSA und Freundin Charlie Kirks, die mit ihrer Candace Intelligence Agency seit einem Jahr akribisch zusammenträgt, was gegen das Einzeltäter-Narrativ und für eine Verschwörung unter Einbeziehung staatlicher Stellen und Geheimdiensten spricht. Wären zu Letzteren Putin und Russland ins Visier ihrer Recherche geraten, hätten die McMedien Mrs.Owens vermutlich schon den Pulitzerpreis zugesprochen, weil es aber Bibi Neantjahu und die evangelikal-zionistischen TPUSA-Großsponsoren sind, gilt sie als “antisemitische Verschwörungstheoretikerin” (FAZ).

Kommt mir bekannt vor, seit 25 Jahren – wobei sich die Gruppe der derart Diffamierten mittlerweile stark erweiteret hat und selbst solide Konservative wie Tucker Carlson oder der US-Kongressabgeordenete Curt Weldon überzeúgt sind: U.S. Officials “Planned 9/11 & Terrorists Were on CIA Payroll!  Die Berge von Beweisen, die gegen eine “islamistische” Alleintäterschaft am 11.9.2001 sprechen, kann denn auch nur übersehen, wer nicht hinschaut und sich lieber von einem Höhlenmärchen unter falscher Flagge realitätsblind machen läßt.

Wegen der inflationären Abnutzung des Begriffs »Verschwörungs-Theorie« ist er bei der Desinfektion des Meinungskorridors mittlerweile auch als »-Legende«,»-Erzählung«, »-Schwurbel« regelmäßig
im Gebrauch und dient als Diskurskeule schlechthin. Und als »schnelles Pferd für den Informationsvorsprung taugt ein bisschen Googeln nicht mehr. Jetzt gilt es, die KI so lange zu prompten, bis sie nicht mehr darum herumkommt, die Anklageschriften der Hauptverdächtigen und Verantwortlichen zu entwerfen. Auch wenn die »Humane Intelligenz« eines Staatsanwalts sie dann vom Tisch fegt und erwartbar niemand zur Verantwortung gezogen wird, wären wir zumindest der Wahrheitsfindung in diesem Jahrhundertverbrechen ein ganzes Stück näher.


Mehr zum aktuellen Flaggenmeer in der nächsten Sendung des Dritten Jahrtausends am 11.9.

 

 

 

 

Oskar Lafontaine im Gespräch

Früher gab es für Filme mal das Prädikat “Besonders wertvoll” – und eben dieses würde ich auch dem 3-stündigen Gespräch mit Oskar Lafontaine vergeben. Wer die Geschichte Deutschlands seit dem 2. Weltkrieg kennenlernen und eines der seltenen Exemplare eines aufrechten, klugen und ehrlichen Politikers erleben möchte, sollte sich das anhören. Wir vergeben hiermit jedenfalls schon Mal einen Oscar für Oskar…

NATO gut, alles gut – Herr Rating?

Meinen Freund Arnulf – Betreiber der ältesten Rating-Agentur für politische Werte in Deutschland  – kannte ich  schon seit den Streikversammlungen Mitte der 70er am OSI – dem Institut für Politik an der Freien Universität Berlin – bei denen er mit Kollegen für den witzigen Unterhaltungsteil sorgte. In den 80ern, als er als einer der “3 Tornados” unterwegs war, absolvierten wir Lehrjahre beim Großmeister des Kabaretts Wolfgang Neuss und sind seitdem immer mal wieder in Kontakt und Kooperationen. So auch, als er sich als einer der Herausgeber des Buchs “Deutschlad neutral” einen Beitrag von mir wünschte, den ich dann auch gerne schrieb. So wie ich sehr gerne und zustimmend jetzt dem Gespräch gelauscht habe, das Roberto La Puente mit Arnulf Rating geführt hat.

Mein Wunschzettel in dem Beitrag für dieses Buch lautete:
“Ich würde mir wünschen, dass morgen im Bundestag der Beschluss gefasst wird: Ab sofort ist Deutschland neutral! Wir treten aus der NATO aus und bilden mit den Österreichern und den Schweizern einen neuen Verbund der blockfreien Staaten.
Im ersten Kalten Krieg gab es schon einmal einen solchen neutralen Block, mit Jugoslawien, Schweden, Indien, Ägypten und anderen und jetzt, im wieder angeheizten zweiten Kalten Krieg, braucht es den wieder. Und D-A-CH kann das Dach liefern, unter dem er entsteht.Unter der Parole: Wir sind raus aus dem konfrontativen Blockdenken. Wir brauchen keine riesigen Armeen, haben Grenzschutz und bewachen unser Land – an der Grenze. Aber wir führen keine Kriege irgendwo anders. Wir streben gute Beziehungen mit den Supermächten USA, China und Russland an.”

3.JT #132: INVASION AUS CEUTA?

Die Invasion aus Afrika hat begonnen und der Russe steht vor der Tür – NICHT. Aber die Sache Ceuta zeigt: Es tut sich was auf dem geopolitischen Schachbrett, was Europa bislang kaum auf dem Schirm hatte. Außerdem: Der Krieg im Iran wird immer mehr zum Desaster für den Westen, genau wie der in der Ukraine. Aber schön, dass es auch gute Nachrichten gibt, und die kommen ausgerechnet aus China. Die komplette Sendung und alle Links dazu auf exomagazin

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In Kino Veritas: Odyssee als Antiheldenreise

“Andra moi ennepe, Musa, polütropon, hos malla polla planchtä, epei Trojä – Sing mir, Muse, die Taten des Mannes, der so weit geirrt nach des heiligen Troja Zerstörung”… viel mehr als der erste Satz der “Odysee” ist aus sechs Jahren Griechisch-Unterricht bei mir nicht hängengeblieben. Dass wir  Homers Gesang im Original aus einer unbekannten Schrift entziffern und übersetzen mussten, hatte den sagenhaften Stoff, den man aus Büchern schon irgendwie kannte, zu einer wenig vergnüglichen Lektüre gemacht. Erst viel später erfuhr ich, dass auch die Griechen, die das Vokalalphabet erfunden hatten, diese Geschichte über die Belagerung und Zerstörung Trojas durch ihren König Agamemnon und die abenteuerliche Flucht seines “Generals” Odysseus, nicht lesen mussten – was die meisten auch noch gar nicht konnten – sondern dass sie ihnen vorgesungen wurde. Auf den Schiffen, an den Häfen ihrer Kolonien an allen Küsten des Mittelmeers, bei ihren Festen und Feiern – Gesänge im Rhythmus der Hexameter, mündlich hunderte von Jahren überliefert, bevor sie unter dem Namen “Homer” von einem unbekannten Autorenteam als “Ilias” und “Odysee” aufgeschrieben wurde.
Ob es die Person “Homer” vor etwa 2.800 Jahren wirklich gab, oder eine gleichnamige Gruppe oder Schule die mündlich überlieferten Geschichte erstmals aufschrieb, ist unklar – sicher ist nur, dass die Vokale, die Erfindung des Alphabets, es erst möglich machten, gesprochene oder gesungene Texte allgemeinverständlich aufzuzeichnen. Klaus Theweleit hat dazu einen wunderbaren “Wellenroman” geschrieben: “a-e-i-o-u – Die Erfindung des Vokalalphabets auf See, die Entstehung des Unbewussten und der Blues.“(Matthes &Seitz, 2023). Eine “rasante Reise zu den mittelmeerischen Ursprüngen der Schriftkultur”, in der ich mich gestern wieder zwei Stunden fest gelesen habe, obwohl ich eigentlich nur kurz etwas nachschlagen wollte.
Der Anlass war, dass ich Christopher Nolans „Die Odyssee“ im Kino angeschaut habe und sehr angetan von dem fast 3-stündigen Monumentalfilm bin. Denn er veranstaltet kein dumpfes Superman- Spektakel, sondern das Gegenteil: “die Antiheldenreise eines traumatisierten Kriegsverbrechers, der nur kraft des weiblichen Prinzips Erlösung finden kann.” So Roland Rottenfußer auf Manova in seiner Rezension “Männer sind Schweine”, der ich mich nur anschließen kann, nicht nur wegen der filmisch so gut in Szene gesetzten Verwandlung von Odysseus` Gefährten in ebensolche durch die Zauberin Circe. Auch davon, wie Nolan die anderen Abenteuer seines gleichzeitig gebrochenen und aufrechten Helden präsentiert, hat mich so becirct, dass ich mir das Ganze sicher noch einmal anschauen werde.

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Vom Ende der unipolaren Welt,  Fifty-Fifty (Oktober 2022),  288 Seiten, 20 Euro

 

 

 

 

 

 

 

FC- und FIFA-“Schmiere”

“Aufgabe des Fußballs ist es, den Nationalismus in Folklore zu verwandeln” meinte einst mein Meister Wolfgang Neuss, nachdem er mich mal wieder als Ahnungslosen abgekanzelt hatte – wegen meiner Beschwerden über das ganze Fahnen,-und Wimpel-Gewehe bei einem aktuellen Turnier. Sein Freund und Kollege Sammy Drechsel – die beiden hatten früher in der Berliner Promi-Mannschaft “FC Schmiere” auch zusammen gekickt – hatte ihm 1983 zum 60. einen Farbfernseher und einen Fußball geschenkt. Letzterer führte zwar nicht mehr zu Wolfgangs Reaktivierung auf dem Platz, aber dank der neuen Glotze rückte ich jetzt Samstags öfter mal in der Höhle des “Ungeheuers von Loch Neuss” (Dieter Hildebrandt) an, um mit Wolfgang “Sportschau” zu gucken. Was nicht nur wegen seiner “sportlichen” Zigaretten äußerst unterhaltsam war, sondern auch wegen seines Expertenwissens – er kannte die Teams, Spieler und Geschichten seit den 50er Jahren. Und weil er ständig aktuelle Pointen raushaute. Als berichtet wird, dass die Frau des Hertha BSC-Trainers “Fiffi” Kronsbein durch einen elektrischen Schlag in der Badewanne ums Leben gekommen war: “Trainer Kronsbein, da könnt ihr mal seh`n – es war nicht Fiffi, es war der Föhn.” Und zwischen den  Sprüchen und Kalauern dann eben auch anthropologische, zivilisationshistorische Weisheiten wie die eingangs zitierte. Die angesichts des Rummels, des Geschäfts und der FIFA-“Schmiere” gern vergessen werden: dass es 100-mal ziviler, humaner und besser ist, mit dem Ball zu schießen, statt mit Blei und höchste Zeit, alle kriegerischen Konflikte durch symbolische Spiele zu ersetzen. Wolfgang Neuss schoss sich 1943 im Frontgraben in Russland in den Zeigefinger der linken Hand, um ins Lazarett zu kommen: “Selbstverstümmelung war und ist eine gute Friedensbewegung!” Und wird angesichts von Wehrpflicht und kriegsgeiler Aufrüstung zur letzten Option, um nicht als Kanonenfutter zu enden.

Aber zurück zum Fussball und damit zur laufenden Weltmeisterschaft, wo mir heuer kein Altmeister, sondern professionelle Junioren als Experten zur Verfügung stehen. Meine Enkel Hugo und Juri, beide mit langjähriger Erfahrung in Berliner Clubs, der fast 17-jährige Hugo schon mit einem Jahr US-Highschool-League in den Beinen. Beide sagen, dass schon  heute das eigentliche Endspiel stattfindet, weil mit Frankreich und Spanien die beiden besten Teams gegeneinander spielen und die beiden anderen nur wegen fragwürdiger (Video-)Schiedsrichter-Entscheidungen in`s Halbfinale gekommen sind: “Korruption” – sage nicht ich, als Diplom-Konspirologe, sondern zwei Kenner des Spiels und der Regeln, die jede Woche auf dem Platz stehen. Ein Schubser von  Haarland, wie er im Gerangel vor einer Ecke dauernd vorkommt, führt zur Aberkennung eines norwegischen Tors, weil sich der englische Verteidiger einfach fallen lässt; ein Hüpfer des besten Schweizer Stürmers an der Seitenauslinie im Mittelfeld wird als Schwalbe gewertet und führt zum Platzverweis, gegen Ägypten wird jeder Rempler gepfiffen während argentinische Fouls reihenweise durchgehen. Die Junior-Experten sind sich einig: FIFA-Schmiere.
Und wie geht es heute abend aus?  Frankreich hat den besten Sturm, Spanien die beste Abwehr, aber Frankreich wird gewinnen, meinen auch alle anderen Befragten bei meiner heutigen Blitzumfrage. Alles Realisten, wie auch die Buchmacher. Ich aber tippe als Fan des Junggenies Jamal auf Spanien, manchmal soll Wünschen ja helfen…

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3.JT #131: AUSSER KONTROLLE

Eine weitere Verschwörungstheorie entpuppt sich als Tatsache. Gerade hat die Geheimdienstchefin der USA Dokumente enthüllt. Danach haben die USA gefährliche Virenexperimente nach Wuhan in China verlagert und alles dafür getan, um zu vertuschen, dass das Coronavirus aus diesem Labor stammt. Der Ursprung einer weltweiten Katastrophe ist geklärt, aber kaum ein Medium berichtet. Außerdem: Die Kriegsverbrechen von Israel bringen US-Präsident Trump immer mehr in Bedrängnis. Und: Volksaufstand in Albanien gegen den Ausverkauf ihrer größten Insel an US-Oligarchen.
Darüber sprechen Robert Fleischer, Dirk Pohlmann und Mathias Bröckers in der 131. Folge des 3. Jahrtausends. Alle Links zur Sendung auf exomagazin.

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Ostrakismos 2.0 ?

Rund um die Welt geht es gerade ziemlich rund, Kriege, Krisen, Katastrophen wo man hinschaut. Und bei Weitem zu viel, das Wichtigste in lustigen kleinen Blog-Kolumnen zu kommentieren. Dass die Schlagzahl meiner Postings in den letzten Monaten zurück gegangen ist, liegt somit nicht an mangelnden Themen und auch nicht daran, dass ich einfach nicht mehr hinschaue und das Interesse an Geopolitik,  Großverschwörungen und Kleinbetrügereien verloren habe. Dem ist nicht so. Auch ist die Tube, aus der ich meinen Senf zum Zeitgeschehen gebe, nicht leer, sondern derzeit nur auf einer ganz anderen Baustelle im Großeinsatz. Und sie nach Feierabend nochmal zu drücken, um das weltpolitische Theater zu rezensieren, einfach to much. Zumal es sich bei dieser ganz anderen Baustelle um ein historisches Bauwerk handelt und wer bei seinem Tagwerk gerade in Athen im Jahr 426 BC unterwegs war,  hat am Abend Mühe auf 2026 und die Clownshow mit Trump, Steinmeier, Sexpuppen und “unsere Demokratie” umzuschalten.
Zumal Letztere von den “alten Griechen” und ihrer direkte Demokratie noch lernen könnte. Und zum Beispiel den Ostrakismos, das Scherbengericht, übernehmen, eine Volksabstimmung, bei der einmal im Jahr über die Verbannung von Amtsträgern, Oligarchen und Militärführern entschieden werden konnte, die sich als inkompetent erwiesen oder als Strippenzieher zu viel Einfluss gewonnen hatten und das Gemeinwohl schädigten. Sie wurden nicht bestraft, konnten ihr Geld und ihren Besitz behalten, durften sich aber in öffentliche Angelegenheiten nicht mehr einmischen und mussten für fünf oder für zehn Jahre aus der Stadt verschwinden. Jeder Wahlberechtigte konnte Kandidaten benennen, als Stimmzettel bei der Abstimmung dienten Tonscherben, in die der Name gekratzt wurde. Einst stand auch Perikles` Verbannung  zur Abstimmung, doch das Wahlvolk war klug genug, den Großstrategen zu behalten.  Und hätte man  “Gesundheits”-und Impf-Strippenzieher wie Bill Gates zum Beispiel rechtzeitig verbannt, hätte es die die “Pandemie” wahrscheinlich nicht gegeben. Nicht nur deshalb wäre so ein Ostrakismos für “unsere Demokratie”  wahrscheinlich noch heute ein brauchbares Instrument.
Aber auf der Baustelle, an der ich werkele, geht es nicht um ein politisches Sachbuch und Demokratie-Analysen, sondern um einen Roman, der in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts spielt – “Ähnlichkeiten mit heute lebenden Pappnasen der Politik nach fast 2500 Jahren definitiv ausgeschlossen.” Es ist  eine recht  lange Geschichte, die in zwei Teilen herauskommen wird. Weil ich einen hervorragenden Co-Autor an Bord habe, geht die Arbeit zügig voran. Der erste Band wird im Herbst erscheinen, der zweite im kommenden Jahr.
Damit diese Fiktion aber auch schön authentisch wirkt und ein spannender “Sandalenfilm” dabei herauskommt, ist noch eine kleine Vor-Ort-Recherche in Athen notwendig. Deshalb wird hier in den nächsten Tagen nichts Aktuelles erscheinen. Bis zu meiner Rückkehr können sich die Blogfreunde ja mal Gedanken machen, wie man den Ostrakismos wieder einführen könnte und wen wir eigentlich am Dringendsten loswerden müssten…

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