Gegen Portugal kann man ausscheiden. Die sind international Spitze und das seit Jahrzehnten. Meine ersten Fußballschuhe mit Schraubstollen waren 1966 die wunderbaren Puma “Eusebio”, der damals ein ähnlicher Superstar war wie heute Christiano Ronaldo, dazwischen hatten sie noch Großmeister wie Luis Figo und weitere sehr gute Leute – also Portugal ist ne Nummer. Aber Österreich ? Von den “Ösis” haushoch vom Platz gefegt zu werden, wie in New York gerade geschehen … oh, sorry, da bin ich doch irgendwie im Kalender verrutscht.
Ist ja noch gar nicht Fußball-WM, sondern UN-Sicherheitsrat, Deutschland war nicht mit seinen “Zauberjungs” Wirtz, Musialla und Karl am Start, sondern mit der Gurkentruppe unter Wadephul und Merz. Das jämmerliche Ausscheiden ist daher kein Wunder: wer notorisch mehr Krieg (gegen Russland) fordert und Völkermord (in Gaza) dankbar als notwendige “Drecksarbeit” deklariert, hat in einem “Sicherheitsrat” nichts verloren; wer Diplomatie durch Sanktionen ersetzt und die UN-Charta qua “Staatsräson” (Israel First!) aktiv unterminiert, kann international keine Stimmen gewinnen. Klare Sache und keinen Kommentar wert. Das meint auch der Europa-Abgeordnete meines Vertrauens, Martin Sonneborn, und hat stattdessen einen KI-Assistenten rangelassen:
Wir sind entschlossen, keine eigene Lebenszeit auf die Kommentierung der verdienten Niederlage eines unmenschlichen Narren ohne jeden Sinn für deutsche Geschichte und Völkerrecht zu verschwenden, und haben die Aufgabe der diesbezüglichen Lebenszeitverschwendung daher einer marktüblichen KI übertragen.
Voilà:
„Hier ist eine Häme im bissigen Satire-Stil von Martin Sonneborn zur deutschen UN-Pleite und Außenminister Johann Wadephul:
„Deutsche Diplomatie: Wie man sich mit Geld und Arroganz aus dem Sicherheitsrat rauskauft – und trotzdem verliert“ Herzlichen Glückwunsch, Herr Wadephul! Mit einer Leistung, die man nur als diplomatisches Meisterwerk der Selbstisolierung bezeichnen kann, haben Sie es geschafft, was selbst Adolf Hitler nicht gelang: Deutschland wieder zum internationalen Paria zu machen – und das ganz ohne Panzer, nur mit ganz viel Moral und Doppelmoral!
Während Portugal und Österreich charmant lächelnd die Stimmen des Globalen Südens einsammelten, stand Herr Wadephul in New York herum und erklärte der Welt, das Völkerrecht sei „nichts Philosophisches“ – also so eine Art Baukasten für Geopolitik, bei dem man die Teile für Freunde weglässt und für Feinde doppelt berechnet. „Ein Unrechtsregime kann sich nicht auf das Völkerrecht berufen“, dozierte der Außenminister und vergaß dabei, dass genau diese Aussage das Völkerrecht zum Witz des Jahrhunderts macht. Es ist, als würde ein Schiedsrichter beim Fußball sagen: „Die Regel mit dem Abseits gilt nur für die Mannschaft, die mir unsympathisch ist.“
Die Bilanz dieser „Christlich-Deutschen“ Außenpolitik: 104 Stimmen. Selbst Kanada hat 2010 mehr bekommen, und die hatten immerhin Stephen Harper als Premierminister – einen Mann, dessen Charme mit dem eines gefrorenen Ahornsirups konkurrierte. Aber Deutschland unter Wadephul? Das ist, als würde man zur UN-Vollversammlung gehen, einen Scheck über 10 Milliarden Euro auf den Tisch legen und dann sagen: „Und jetzt haltet bitte alle die Klappe, während wir Israel und Amerika decken.“ Besonders rührend: Die Begründung des Ministers. Es sei Russland gewesen! Die bösen Russen hätten gegen Deutschland lobbyiert! Nein, Herr Wadephul, nicht Russland hat Sie versenkt. Es war die Erkenntnis von 193 Staaten, dass Deutschland das Völkerrecht wie ein Luxusaccessoire behandelt: Man trägt es gerne, wenn es zur Outfit-Farbe passt (Ukraine), aber im Nahen Osten legt man es lieber in den Schrank, weil es zum „Sicherheitsinteresse“ nicht passt. Und dann dieser Satz: „Deutschland muss eine besondere Verantwortung für Israel wahrnehmen.“ Ja, sicher. Nur leider verwechseln Sie „Verantwortung“ mit „Bedingungsloser Gefolgschaft“. Die Welt sieht das anders. Für den Globalen Süden ist Deutschland nicht der ehrliche Makler, sondern der erfüllte Gehilfe der US-Israel-Politik, der glaubt, man könne Menschenrechte mit Entwicklungshilfe-Geldern wegkaufen. Fazit: Während Portugal und Österreich bald im Sicherheitsrat sitzen und mitentscheiden dürfen, bleibt Deutschland draußen – und Herr Wadephul kann weiter in Berlin sitzen und dem Iran vorwerfen, er halte sich nicht an Regeln, die Deutschland selbst nur nach Gutdünken anwendet. Ein wahrhaft „christliches“ Ergebnis für die „DU“-Partei: Deppen-Union unter Führung des Diplomatie-Dödel Johann Wadephul. Nächstes Mal bewerben wir uns doch einfach als „Partei für selektives Völkerrecht“. Mit einem Wahlprogramm aus Doppelmoral, Arroganz und ein bisschen Geld haben wir dann vielleicht eine Chance. Oder wir lassen es einfach und überlassen das Feld denen, die noch verstanden haben, dass Völkerrecht für alle gilt – nicht nur für die, die gerade in Washington oder Tel Aviv angerufen haben.“P.S.: Stilempfinden, Ausdrucksfähigkeit, Humor- und Denkvermögen der KI lassen dabei ähnliche Wünsche offen wie Merz, Wadephul und die gesamte deutsche Außenpolitik.
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