Best of 2019

Zum Jahresende hier die 20 meist gelesenen Blogbeiträge 2019. Mit Dank für die Aufmerksamkeit, den Zuspruch und die Kritik. Was immer die Roaring Twenties bringen, wir machen hier überwiegend heiter weiter. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr.

IMMER DIESELben
Julian Assange droht jetzt die Todesstrafe
“Presidents who sideline the CIA do so at great risk”
Heiße Luft um den heißen Brei
“Wir brauchen zwei, drei, viele Zopfgretels”
Free Julian!
Nach “Russiagate” ist jetzt auch “Ukrainegate” gefloppt
Turmopfer im geopolitischen Schach
Safety glasses off, motherfuckers!
Pionier im Weltraum der Seele: Ralph Metzner R.I.P
Mueller-Dämmerung
Der Klimaschwindel
Ein “völkisch nationaler Öko-Faschist”
Die Sache mit dem Klimawandel
Wird 9/11 endlich ermittelt?
Rezo rockt immer noch!
Welcome to MICIMATT
Browder, der Magnistky-Mythos und das Versagen der Medien
Real Game of Thrones – Zweite Staffel
Das große Aussterben
 

Just Music

Für die Feiertage ein bisschen Musik. Danke allen Leserinnen und Lesern für ihre Aufmerksamkeit, frohes Fest und guten Rutsch ins Neue Jahr!

Drei Gitarren, drei Akkorde: reicht! John Mayer mit dem Tom Petty-Klassiker Free Fallin’
Der letzte Song des wunderbaren Dokumentarfilms “Following Sean”, den ich gleich noch einmal hören musste als der Film zu Ende war.
Zwei große Meister – Sting & Shaggy – im immer sehr empfehlenswerten Tiny Desk Concert
Und noch ein alter Großmeister, der mit einem Hammer-Bluesriff 1968 einen der besten drogenpolitischen Rocksongs überaupt ablieferte: John Kay. In Deutschland geboren, in Kanada groß geworden, in Kalifornien als Rudelführer von “Steppenwolf” mit “Born To Be Wild” so etwas wie der Erfinder des Heavy Metal – guter Mann. Hier eine interessante Doku.
Sehr schönes “unmetallisches” Cover der AC/DC-Hymne “Hells Bells”, mit der St.Pauli seinen Gegnern am Millerntor Angst macht.
Und weil mein “Laid Back” Hausheiliger J.J.Cale nie fehlen darf, hier ein tolles Cover von der Terrapin Family (mal ohne ihren “Papa” Phil Lesh/Gratefull Dead)
Als Nusrat Fateh Ali Khan einmal im Berliner Tempodrom auftrat, wundert ich mich, warum so viele Sanitäter da waren. “Als Sänger wird Nusrat in seiner Heimat fast wie ein Heiliger verehrt. Die Sufis im Publikum fallen oft in Trance und einfach um…”, erfuhr ich. Wenn “Allah Hoo” so ab Minute 7:30 ins Grooven kommt kann man verstehen, warum die singenden und tanzenden Sufis von den Hardcore- Islamisten verfolgt wurden und werden…
Dass der gute Hanf Lob-und Preisgesänge sondergleichen vedient steht ja zweifelsfrei fest – die legendäre Anarcho-Band “The Fugs” hat das im Stil der gregorianischen Choräle schon mal ziemlich gut hinbekommen.
Und passend zum Fest: eine Nazareth-Geschichte von “The Band”, vor 50 Jahren wie “The Pusher” berühmt geworden mit dem Film “Easy Rider” – hier mit Robby Robertson, Ringo Starr und Musikern in aller Welt: “Take a load of Annie! Take a load for free!” Frohe Weihnachten!

Real Game Of Thrones: IMPOTUS

Der König wird im exzeptionalistischen Königreich ja bisweilen auch P.O.T.U.S. genannt, was für “President Of The United States” steht. Seit nun das Parlament mit den Stimmen der “Demokraten” genannten Partei diese Woche beschlossen hat, König Donald dem “Impeachment” genannten Absetzungsverfahren zu unterziehen, macht eine neue Abkürzung die Runde: der König mit der prächtigen Eichhörnchenfrisur wird jetzt als IMPOTUS verspottet.  Tatsächlich ist er aber noch gar nicht wirklich “impeached”, denn darüber kann nur der Senat entscheiden, wo Donalds Partei geschlossen hinter ihm steht. Und er ist politisch auch nicht impotent, da ihm die Demokraten gerade einen sagenhaften Militäretat bewilligt haben, mit dem er jetzt sogar den Weltraum unsicher machen kann, ebenso wie Milliarden für den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko. Zudem haben sie die “Patriot Act” genannten Polizeistaatsgesetze verlängert, die dem König nahezu uneingeschränkte Macht,-und Kontrollbefugnisse einräumen, womit Donald mächtiger ist als alle anderen exzeptionalistischen Könige vor ihm – außer seinem Vorgänger Obama, dem sympathischen Friedhofsnobelpreisträger, und König Dabbelju, den man  einen Tag nach 9/11 diese Gesetze fix und fertig aus dem Schreibtisch zog und darüber abstimmen lies, ohne dass die Abgeordneten sie überhaupt lesen konnten. “IMPOTUS” ist also nur ein weiteres Witzchen, mit dem die vom Anti-Donald-Sydrom befallenen “Demokraten” versuchen sich ein wenig gute Laune machen, was dringend nötig wird nach dem nun beschlossenen Impeachment-Verfahren , das letztlich nur eines garantiert: Donalds Wiederwahl ist so gut wie sicher!

Denn die kommenden Anhörungen und Zeugenvernehmung im Senat werden dafür sorgen, dass der ganze Russiagate-Fake – die Behauptung, die ultrabösen Russen hätten die Wahlen manipuliert – und die neue Ukrainegate-Scharade, nach der Donald mit einem “Quid Pro Quo” seine Macht mißbraucht haben soll, den Demokraten um die Ohren fliegt. Jetzt hat ihre Chefin Pelosi , die Donald gern “Nervous Nancy” nennt, angekündigt, dass sie den Beschluss und Antrag zur Verfahrenseröffnung beim Senat noch ein  wenig verzögern will, um dort eine “faire” Zeugenvernehmung sicherzustellen. Und in Donalds Partei wird diskutiert, ob man über den ganzen Zirkus ohne Verfahren im Senat einfach nur abstimmt und  damit schnell beerdigt – oder ob man zuvor noch genüßlich Zeugen  vorlädt und ins Kreufeuer nimmt, wie “Sleepy Joe” Biden, den Donald neuerdings “Quid Pro Joe” nennt,  und seinen mißratenen Sohn Hunter wegen ihrer korrupten Geschäfte in der Ukraine, oder den von den unsichtbaren Meistern installierten Fake-Whistleblower, der Donald mit Hörensagen angeschwärzt hat, sowie die ehemaligen Bosse der Meister,  die nur “Brennan” und “Clapper” genannt wurden und das aus haltlosen Gerüchten bestehende “Steele Dossier” über Donalds Verbindung mit dem Ultrabösen verifiziert und beglaubigt hatten, oder den Ex-FBI-Direktor Comey, dessen Polizisten 17 Mal die Gerichte belogen hatten, um Lauschgenehmigungen für Donalds Hofstaat zu bekommen. Wenn dann auch noch ein echter Whistleblower aus dem Reich der unsichtbaren Meister, der ehemalige Technische Direktor der ultragheimen “Nationalen Sicherheits Agentur”(NSA) Bill Binney,  vom Senat gehört würde – dann wäre das gesamte vom Team Hillary und den Meistern erfundene Narrativ von der “russischen Einmischung” endgültig Makulatur. Binney hat ja schon länger nachgewiesen, dass die Post aus Hillarys Privatgemächern und ihrem DNC genannten Büro nicht von russischen oder anderen Häschern gestohlen, sondern intern kopiert worden ist. Den großen Herolden, die seit drei Jahren Russenmärchen erzählen, war das naturgemäß keine Nachricht wert, könnte aber – dem Impeachment-Zirkus sei Dank –  dann doch noch groß rauskommen. Wenn Donalds Strategen nicht auf den Kopf gefallen sind, haben sie Meister Binney und diesen finalen Knockout für die “Demokraten” jedenfalls auf dem Zettel.

Dass die tapfere Tulsi sich als einzige Abgeordenete bei der Abstimmung über das Impeachment enthalten hat, zeigte allen fortschrittlichen und friedliebenden Leuten im Königreich einmal mehr, dass sie die einzige wirklich unabhängige Kandidatin beim Kampf  um den Thron ist, die Donald mit einer anderen Politik und nicht mit  parlamentarischem Zirkus schlagen will. Dass “Nervous Nancy” nicht hinter ihr steht und die Hexe Hillary sie gar als Agentin des Ultrabösen verleumdet hat, zeigt unterdessen einmal mehr, dass die  “Demokraten” eigentlich gar keine politische Alternativen zu Donalds Politik zu bieten haben.
Warum das so ist,  hat mit der exzeptionalistischen Besonderheit der Parteien im Königreich zu tun, die bekanntlich ein Einparteiensystem mit zwei rechten Flügeln bilden. Beide sind  auf Spenden der Reichen und Ultra-Reichen angewiesen, die sofort ausbleiben, wenn einer dieser Flügel von der rechten Linie abweicht. Wenn die Demokraten also in echte Opposition zu König Donald gehen würden, etwa gegen das sagenhafte Rüstungsbudget oder seine Gesundheitspolitik oder seine Steuersenkungen für Ultra-Reiche, würde ihnen sofort das Geld ausgehen, weil die Waffenschmieden und Pharmagiftmischer und Kredithaie ihnen dann nichts mehr rüberschieben. Und vor die Wahl gestellt, bei den kleinen Leuten um kleine Spenden für eine andere Politik zu werben, wie es die junge tapfere Tulsi tut, oder schnell Millionen von ein paar Ultrareichen abzugreifen und an der Politik nichts ändern, ziehen die “Demokraten” unter Nancy und Hillary eindeutig Letzteres vor.  Deshalb veranstalten sie seit drei Jahren diesen hirnverbrannten Russenzirkus samt Impeachment-Show : um Donalds Politik nur ja nichts entgegenzusetzen! Und ehe sie mit Leuten wie Tulsi und dem alten Bernie eine echte Alternative zum Donaldismus zur Wahl stellen,  nehmen sie lieber noch vier weitere Jahre Donald in Kauf.

Seit “Nervous Nancy” im Parlament den Absetzungszirkus eröffnete, hat König Donald denn auch in der Beliebtheit  schon um 6 Prozent Punkte zugelegt, er ist jetzt bei seinen Untertanen sogar beliebter als es der ultra-symapthische König Obama nach drei  Thronjahren war. Und das, müssen selbst langjährige Hofherolde und Donald-Verächter zugeben, “muss man mit dieser Visage erst Mal hinkriegen”. Mit solchen Schattenboxern  wie den “Demokraten” als Gegner ist es aber auch kein wirkliches Problem.

Das ist ja das Praktische an diesem plutokratischen Einparteiensystem mit zwei rechten Flügeln, das auch “Fassadendemokratie” genannt wird: man kann wunderbare politische Schaukämpfe und Rittertuniere veranstalten, während die Strippen für die eigentliche Politik in den Tiefen des Reichs gezogen werden. Wie wir schon in der ersten Staffel gesehen haben, versuchten die unsichtbaren Meister ja von Tag eins an den Betriebsunfall Donald rückgängig zu machen, der wider alle Erwartungen und Wetten Hillary besiegt hatte. Die Meister lobten dann das vom Team Hillary bezahlte Gerüchtedossier in den höchsten Tönen und brachten so eine langjährige Ermittlung in Gang, die mit dem sehr ausführlichen, aber völlig inhalts,-und folgenlosen “Mueller Report” endete. Nach diesem Flop zauberten sie  umgehend einen unsichtbaren Whistleblower hervor und brachten mit Hilfe der “Demokraten” das Impeachment an den Start. Wie lange diese sich von den Meistern noch vorführen lassen wollen und dabei immer tiefer in den Abgrund geraten, das fragten sich viele Leute im Königreich. Früher waren es ja stets  die Demokraten gewesen, die sich gegen ungesetzliche  Übergriffe der Polizei, der Meister der Intelligence und anderer Behörden stellten. Mittlerweile haben sie aber nichts mehr dagegen, wenn sich das FBI und die unsichtbaren Meister mit Lügen und Gerüchten in das heilige Ritual der Wahlen einmischen um einen Kandidaten abzusägen und weil das nicht klappt dann den König zu stürzen.

Als einst König Nixon, der “Tricky Dick” genannt wurde, ein paar “Klempner losgeschickt hatte, die erwischt wurden als sie das Büro seiner Gegner ausspionierten, schlug mit “Watergate” die große Stunde der Herolde und Lautsprecher, die diese kriminelle Einmischung in das demokratische Wahlritual aufdeckten und Nixon zum Rücktritt zwangen. Jetzt aber schweigen sie zu den kriminellen Lauschangriffen gegen Donalds Hofstaat nicht nur durch die Bank, sie loben die betrügerischen Meister und lügenden Polizisten sogar als “wahre Patrioten”.

Wie wir an dieser Stelle schon im Februar 2017 vorhersagten, “lautet nach dem Kampf Donald vs. Hillary und der Eroberung des Throns die Konstellation  nunmehr Donald vs. Deep State.” Mit dem Impeachment-Match vor dem Senat geht der Fight jetzt in eine entscheidende Runde, Donalds einstiger Chefstratege und dunkler Berater Bannon, den man auch “Breitbart” nannte, sagt bereits den “Prozess des Jahrhunderts” voraus. Und dass nach dieser Zerlegung der “Demokraten” niemand anderes als Hillary antreten wird, die Partei zu retten. Ein  Re-Match  der heimtückischen Hexe Hillary/Hitlary/Killary gegen den gefährlichen Putin-Nazi und IMPOTUS Donald – das wäre ein Plot, der den “Real Game of Thrones”-Drehbuchautoren mit Sicherheit gefallen würde…

Ein “anregender Meisteressay”

In der Zeitschrift “Zivilimpuls” ist eine schöne Rezension von “Newtons Gespenst und Goethes Polaroid” erschienenen (hier als pdf), im Folgenden einige Auszüge:

“Als Fritjof Capra 1982 in seinem Buch „Wendezeit“ unzählige Wissenschaftler zitierte, die auf Grenzgängen innerhalb ihrer Forschungsgebiete zu neuen Begriffen über Raum und Zeit, Leben und Bewusstsein gekommen waren, blieb ihm unbekannt, dass 40 Jahre vor ihm Jean Gebser eine nahezu exakt identische Um- und Überschau gehalten hatte. Hingegen wiesen ihn deutsche Leser darauf hin, dass 80 Jahre zuvor Rudolf Steiner und 200 Jahre vor Capra bereits Goethe doch auch Erkenntnisse in diesem neuen, zugleich wissenschaftlichen wie spirituellen Sinne errungen hatten. Capra verfasste daraufhin für die 2. deutsche Auflage 1985 ein kurzes Vorwort zum ganzheitlich-ökologischen Denken in der deutschen Geistesgeschichte. Es war dies aber nur eine kurze Skizze; man hätte gerne Genaueres erfahren. 34 Jahre nach Capras Skizze reicht nun Mathias Bröckers, der auch damals schon aufmerksam die Literatur verfolgt hat, eine vertiefende Darstellung nach, welche die Brücke von Goethes ganzheitlichem Wissenschaftskonzept zur holistischen Denkweise der von Capra aufgerufenen westlichen Wissenschaftler der vergangenen 50 Jahre auf schönste Weise zu schlagen vermag. (…) Mathias Bröckers hat uns Heutigen in wunderbar verdichteter, pointierter Form einen Begriff vermittelt für die Modernität der Goetheschen Wissenschaft, indem er die Brücke zu einer alternativen „Unternatur“-Forschung, d.h. einer sich von Newtons Einseitigkeiten distanzierenden Apparateforschung schlug(….) Ein weiterer Essay, der diese Forschungsrichtung in ein Gespräch brächte mit der von Lovelock, Margulis und Capra, mit Goethe als kräftigem Vermittler, um nicht zu sagen: mittlerem Drittel einer menschengemäßen Natur-Forschung mit Ausblicken auf die Über- und Unternatur, wäre durchaus eine Anfrage an den Autor. Und diese Anfrage ist mit tiefem Respekt gestellt vor seinem so anregenden wie gesund den Notwendigkeiten einer zeitgemäßen Wissenschaft nachforschenden Meisteressay von 2019 über „Newtons Gespenst und Goethes Polaroid“, mit dem der Westend Verlag einen wirklichen Impuls in die gegenwärtige Wissenschaftswelt gesetzt hat.” (Jens Göken)

Weil es auf Weihnachten zugeht und in Sachen Geschenke wieder die Parole gilt: “Der Trend geht zum Zweitbuch!” hier noch der Hinweis, dass sich dieser “Impuls” besonders gut für den einen oder anderen Gabentisch eignet. Für Goethe-KennerWarum ich (nach 9/11, JFK, Putin, Trump) jetzt ausgerechnet über Goethe geschrieben habe wurde des Öfteren gefragt und hier kurz beantwortet, sowie ausführlicher in einem Gespräch mit Dirk Pohlmann über das Buch.

“Newtons Gespenst und Goethes Polaroid”, Westendverlag, 128 Seiten, Hardcover, 15,00 Euro

Real Games Of Thrones: 18 Jahre Krieg – 18 Jahre Lügen

Während im exzeptionalistischen Königreich nach wie vor Abend für Abend der schwachsinnige Impeachment-Zirkus gegeben wird, aus dem die “Demokraten” genannten Veranstalter nur als Verlierer hervorgehen können, sind aus den Tiefen des Reichs Dokumente aufgetaucht, die Anhörungen, Absetzungen und Bestrafungen hundert Mal eher nach sich ziehen müssten als König Donalds Telefonate mit dem König der Ukraine. Denn sie enthüllen, dass Generäle und Politiker das Volk über den Krieg in Afghanistan seit 18 Jahren nach Strich und Faden belügen. Es handelt sich bei diesen Dokumenten um Abschriften von 400 Interviews mit hohen Militärs und Entscheidungsträgern, die eigentlich nur für den internen Gebrauch im Kriegsministerium gedacht waren, das damit Informationen über Erfahrungen in diesem Krieg gewinnen wollte. Sie mussten aufgrund des Informationsfreiheitsgesetzes aber freigegeben werden, nachdem die “Washington Post” drei Jahre lang um die Freigabe geklagt hatten. Da diese schon lange als zuverlässiger Lautsprecher der unsichtbaren Meister fungiert und sich mittlerweile im Besitz des ultarreichen Jeff Bezos befindet, der mit den Meistern dick im Geschäft ist, fragten sich viele, warum ausgerechnet jetzt ausgerechnet diese vernichtenden Enthüllungen veröffentlicht worden sind. Wollte man damit unter dem Radar der alle Kanäle beherrschenden Impeachment-Show durchsegeln, um diesen höchst skandlösen Fall möglichst geräuschlos und schnell wieder zu beerdigen ? Oder haben die unsichtbaren Meister und die Eliten des Königreichs beschlossen, dass es nunmehr endgültig genug  ist mit diesem mörderischen und ungewinnbaren Krieg und stimmen die Öffentlichkeit mit der Publikation darauf ein, dass es endlich Zeit ist, zum  Rückzug zu blasen ?

Ausgerufen worden war der Krieg damals ja von dem König, den alle nur Dabbelju nannten. Er hatte ihn “Great War On Terror” getauft und sein Kriegsminister Rumsfeld angekündigt, dass er “mehrere Generationen” dauern könnte. Der Grund, Afghanistan anzugreifen, war bekanntlich ein Megaschurke aus dem Reich der Wickelmützen, den man Osama Bin Laden nannte und der angeblich in einer afghanischen Höhle namens Tora Bora hauste. Von dort soll er den schrecklichen Angriff auf das exzeptionalistische Königreich organisiert haben, indem er 19 sogenannte “Hijacker” mit magischen Teppichmessern austattete, die sodann mit zwei Flugezeugen drei Türme in New York pulverisierten. In der Höhle fanden die exzeptionalistischen Truppen den Megaschurken aber nicht – er wurde bekanntlich erst viele Jahre später in Pakistan entdeckt, wo sein “Terrornetzwerk” unter der Obhut unsichtbarer Meister  stand – und so wussten die tapferen Truppen gar nicht, was sie in Afghanistan machen und gegen wen sie kämpfen sollten. “Wir wussten nicht, was wir taten. Wir hatten einfach nicht den blassesten Schimmer,“ sagte der leitende 3-Sterne-General Douglas Loute in den jetzt veröffentlichten Interviews,  und fügte hinzu: “Was wollen wir hier machen? Wir hatten nicht nicht den blassesten Schimmer was wir eigentlich tun sollten.” Ein anderer Offizier sagte: “Warum haben wir die Taliban bekämpft, wo uns doch Al Qaida angegriffen hatte. Warum wollten wir die Taliban besiegen?” Weil sie solche Fragen nicht öffentlich stellen konnten, da dies schlagartig die Unsinnigkeit des ganzen Krieges klar gemacht hätte, wurden er über Jahre von den Verantwortlichen einfach nur schön geredet und der mörderische Unsinn bis heute weitergetrieben. Der Krieg hat bis dato 2400 Soldaten und mindestens 50.000 Zivilisten das Leben gekostet, sowie sagenhafte 1,5 Billionen Taler verschlungen – aber niemand wurde für dieses Desaster zur Verantwortung gezogen: weder Dabbelju, noch sein Vizekönig Cheney, den man “Darth Vader” nannte, noch gar der sympathische Friedhofsnobelpreisträger Obama. Und auch nicht König Donald, der jetzt wegen eines banalen Telefonats  abgesetzt werden soll – und nicht weil er diesen kriminellen Krieg einfach fortgesetzt hat. Gegen diesen (und alle anderen Kriege) haben seine “Demokraten” genannten Gegner freilich überhaupt nichts einzuwenden – im Parlament stimmten jetzt 188 ihrer Abgeordneten für Donalds neues Kriegsbudget von sagenhaften 738 Milliarden Talern. Gleichzeitig aber wollen sie ihn “impeachen” weil er angeblich korrupt und unfähig ist, seine Macht mißbraucht und die Sicherheit gefährdet. Dass man einen König einerseits für einen derart gefährlichen Irren halten und ihm gleichzeitig ein derart gigantisches Budget für Waffen und Kriege in die Hand drücken kann – diesen Hirnschwurbel konnten viele Leute im Königreich nicht nachvollziehen. Sie gingen deshalb davon aus, dass die Demokraten und ihre Herolde und Lautsprecher vom “Donald Derangement Syndrom” mittlerweile völlig überrollt und  schlicht verrückt geworden sind…

Unterdessen hat der “Inspector General” genannte Aufsichtsbeamte der Kriminalpolizei FBI den Bericht einer Untersuchung vorgelegt, wie es dazu kam, dass König Donald und sein Hofstaat schon im Wahlkampf und auch danach abgehört und ausspioniert werden konnten. Der Grund war, so das Ergebnis des 400-seitigen Berichts, dass das FBI mit der “Steele Dossier” genannten Sammlung von Gerüchten über Donald dazu die Erlaubnis von Richtern eingeholt hatte. Obwohl es ziemlich genau wußte, dass es sich dabei um nichts anderes als Gerüchte handelte. Das Dossier über Donalds angebliche Untaten im Reich des Ultrabösen war bekanntlich vom Team Hillary bei einem britischen Spion in Auftrag gegeben worden und bildete die Grundlage für den ganzen “Russiagate”-Fake, mit dem die Großlautsprecher das Königreich über Jahre penetriert hatten. Dass  sowohl die unsichtbaren Meister wie auch die Polizei  – obwohl per Amtseid eigentlich dem König verpflichtet – dabei hemmungslos mitspielten, darin sehen auch strikte Donald-Gegner einen Skandal von historischem Ausmaß.

Die erste Staffel des Real Game of Thrones ist als Buch erhältlich:   “König Donald, die unsichtbaren Meister und der Kampf in den Thron”

Das 3. Jahrtausend #36: Bellingcrap

Die Massenproteste in Südamerika ebben nicht ab – im Gegenteil: Jetzt greifen sie auch auf andere Länder über. Außerdem: Deutschland hat jetzt seinen eigenen Skripal-Fall – hat der russische Geheimdienst tatsächlich einen Mann in Berlin ermorden lassen? Wie oft lesen wir “Die investigative Rechercheplattform Bellingcat hat herausgefunden…”? Nun, die Dinge sind nicht so wie sie scheinen – offenbar auch nicht im Fall des Georgiers, der in Berlin ermordet wurde.Und was gibt es Neues von Julian Assange? Über all das und mehr sprechen die Journalisten Robert Fleischer, Dirk Pohlmann und Mathias Bröckers in Ausgabe #36 des 3. Jahrtausends! Alle Links zur Sendung auf exomagazin.tv

„Von Pressefreiheit kann dann nirgendwo mehr die Rede sein“

Für die “Nachdenkseiten” hat Markus Kloeckner mit mir ein Interview zur Situation von Julian Assange geführt:

Es sind zwei Ereignisse, die viel verraten über den Zustand unserer Presse: Die Linke hatte im November den Vater von Julian Assange in den Bundestag eingeladen. Das Medieninteresse lag bei nahezu null. Ende November teilte der UN-Sonderbeauftragte für Folter, Nils Melzer, sichtlich konsterniert auf einer Pressekonferenz mit, dass er von einem Treffen mit dem Auswärtigen Amt komme und er festgestellt habe, dass sein Bericht zu Assange nicht einmal gelesen wurde. Und wieder reagierten die Medien nicht. Im NachDenkSeiten-Interview ordnet Autor Mathias Bröckers das aktuelle Verhalten von Bundesregierung und Medien ein. Hätte Melzer seinen Bericht über einen Whistleblower vorgelegt, der in Russland festgehalten würde, wäre das Entsetzen groß, sagt Bröckers. „Was wäre da los vom Auswärtigen Amt über das Kanzleramt bis zur Tagesschau, wenn dieser Bericht nun in Berlin vorgelegt wird? Breaking News bis zum Abwinken und AKK würde in der „Bild“ gleich zum nächsten Russlandfeldzug aufrufen.“

Herr Bröckers, Sie haben sich die Tage mit dem Vater von Julian Assange getroffen. Worüber haben Sie mit ihm gesprochen?

Der Vater von Assange, John Shipton, ist derzeit in Europa unterwegs, um für Unterstützung für die Freilassung von Julian zu werben. Wir haben über seine Einschätzung der aktuellen Situation gesprochen, er ist durchaus optimistisch, dass sich das Blatt wenden könnte, weil die Schmierenkampagne gegen Julian Assange langsam einer vernünftigeren Berichterstattung weicht.

Was sagt er zum Gesundheitszustand seines Sohnes?

Zwei Tage vor unserem Treffen hatte er ihn im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh besucht. Gesundheitlich geht es ihm nach wie vor sehr schlecht, er hat stark abgenommen und wird auf der Krankenstation isoliert. Sogar den Besuch des Gefängnisgottesdiensts – die einzige Möglichkeit für Gefangene in Isolationshaft, einmal in der Woche andere Menschen zu sehen – wurde ihm untersagt. Dass er bei dem Gerichtstermin Mitte Oktober einen völlig verwirrten Eindruck machte und sich nur schwer an seinen Namen erinnern konnte, hatte damit zu tun, dass man ihn nach der Leibesvisitation in eine „hot box“ gesteckt und dann in den Gerichtssaal gebracht hatte.

Eine „hot box“?

Eine Foltermethode, die so genannt wird, wenn Gefangene bei hohen Temperaturen in einem Raum oder einer Art Kiste isoliert werden. Ich habe nicht genau nachgefragt, um was es sich dabei handelte „Sie steckten ihn in eine hot box, wie die Gefangenen das nennen“, erzählte sein Vater. „Er wusste deshalb im Gericht erstmal gar nicht, was geschieht und wo er war“. Mittlerweile bekommt er im Gefängnis aber wenigstens seine Post – „bei meinem letzten Besuch brachten sie ihm 500 Briefe“ – und hat auch Zugang zu den notwendigen Dokumenten, um sich auf den Auslieferungsprozess vorzubereiten. Seine Anwälte aber haben beantragt, den für Februar festgesetzten Beginn des Verfahrens zu verschieben, weil Julian gesundheitlich gar nicht in der Lage ist, sich angemessen vorzubereiten. (Auf meine Nachfrage per mail klärte sich mittlerweile, dass mit “hot box” die engen Kabinen in den Transportfahrzeugen gemeint waren.)

Der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, setzt sich mit dem Fall Assange auseinander. Nach seiner Untersuchung hat er einen Bericht verfasst, worin es heißt, dass Assange „über einen langen Zeitraum psychologischer Folter“ ausgesetzt war. Hier auf einem Video zu sehen, wie er sichtlich mit der Fassung ringt und das Folgende sagt:  „In Deutschland wurde das Auswärtige Amt, die Regierung wiederholt darauf angesprochen, wie sie sich zu meinen Berichten stellt. Das Auswärtige Amt hat mich gestern eingeladen zu einem Treffen. Das Treffen hat stattgefunden mit der Menschenrechtsabteilung. Es war nicht besonders ergiebig. Man hat mir gesagt, man habe meine Berichte nach wie vor nicht gelesen.“

Stellen wir uns einen Moment vor, der Sonderbeauftragte für Folter des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte hätte einen Untersuchungsbericht vorgelegt, dass ein Whistleblower in Russland inhaftiert und psychologischer Folter ausgesetzt ist, weil er Verbrechen der Regierung aufgedeckt hat. Was wäre da los vom Auswärtigen Amt über das Kanzleramt bis zur Tagesschau, wenn dieser Bericht nun in Berlin vorgelegt wird? Breaking News bis zum Abwinken und AKK würde in der „Bild“ gleich zum nächsten Russlandfeldzug aufrufen.

Wie ordnen Sie die Reaktionen oder Nichtreaktionen von deutscher Seite ein?

Dass Heiko Maas ein paar Unterlinge schickt, die den UN-Sonderberichterstatter ignorant abwatschen, ist nicht nur diplomatisch absolut stillos, es wirft auch ein bezeichnendes Bild auf den Doppelstandard, der im „Werte-Westen“ in Sachen Menschenrechte gepflegt wird. Für die setzt man sich nur da ein, wo es gerade passt und mal wieder „humanitär“ interveniert werden soll.

Nochmal: Assange, der in einem demokratischen Staat, in einem Rechtsstaat verhaftet und festgehalten wird, war oder ist „psychologischer Folter“ ausgesetzt. Und das sagt nicht irgendwer. Das sagt der UN-Sonderberichterstatter für Folter. Warum verhält sich die Bundesregierung so zurückhaltend?

Man folgt politisch eben den Vorgaben aus den Vereinigten Staaten und betont auf Nachfrage, dass man großes Vertrauen in die rechtsstaatliche Behandlung Assanges in Großbritannien habe – und pfeift auf die Vereinten Nationen und ihre Menschenrechtsbeauftragten. Dass die Verfolgung Assanges sowohl durch das rechtlich fragwürdige schwedische Auslieferungsersuchen sowie durch die britischen Behörden, die einen Verstoß gegen Meldeauflagen mit 50 Wochen Isolationshaft ahnden, als auch die gesamte Anklage der USA wegen Spionage rechtsstaatlich ausgesprochen fragwürdig sind, ist schon auf den ersten Blick zu sehen. In Spanien läuft derzeit ein Verfahren gegen die Firma, die Assange das letzte Jahr in der ecuadorianischen Botschaft rund um die Uhr ausspioniert und sämtliche Daten an die USA geliefert hat. Darüber hat Panorama/NDR immerhin berichtet. Darunter auch die Gespräche mit seinen Anwälten, die in jedem ordentlichen rechtsstaatlichen Verfahren absoluter Vertraulichkeit unterliegen. Allein der Bruch dieses Tabus müsste zur Ablehnung des Auslieferungsantrags führen.

Was halten Sie von der Reaktion der Medien auf die Stellungnahme des UN-Sonderberichterstatters? Kann man am Umgang von Journalisten mit den Aussagen von Melzer ablesen, wie schwer die Schieflagen in unserem Mediensystem sind?

Ich glaube, die Medien haben den Schuss noch nicht gehört und verstehen gar nicht, was es bedeutet, wenn Julian Assange ausgeliefert und verurteilt würde. Er hat nichts anderes getan als das, was jeder Journalist tut (oder tun sollte): Er hat Informationen veröffentlicht. Keine Lügen, keine Fake News, sondern Wahrheiten und Fakten. Keines der 1,5 Millionen Dokumente, die auf Wikileaks veröffentlicht sind, hat sich als Fake erwiesen! Von den 18 Anklagepunkten betreffen 17 „Spionage“, obwohl weder Assange noch Wikileaks jemals irgendwo spioniert haben. Sie haben nur das publiziert, was ihnen Whistleblower aus ihren Institutionen zugespielt haben. Und was auch New York Times, Spiegel et. al. publiziert haben. Wenn er dafür verurteilt wird, kann kein Journalist, kein Medium, kein Verleger auf der Welt irgendetwas veröffentlichen, von dem die USA behaupten, es sei geheim, ohne sofort einen internationalen Haftbefehl zu riskieren. Von Pressefreiheit kann dann nirgendwo mehr die Rede sein. Insofern ist der Fall Assange ein Präzedenzfall mit internationalen Dimensionen, von dem jeder Journalist betroffen sein wird.

Sie sind selbst seit vielen Jahren Journalist. Wie würde denn eine normale Reaktion der Medien aussehen? Es gab vor kurzem eine Anhörung im Bundestag zum Fall Assange. Die Gäste waren hochkarätig. Wie viele große Medien waren vor Ort?

Bezeichnenderweise nur der „Feindsender“ RT, der das Ganze dankenswerterweise auch gestreamt hat. Unseren Öffentlich-Rechtlichen und den Großmedien war das keiner Rede wert. Auch aus den anderen Parteien im Bundestag sah man auf der von der Partei „Die Linke“ organisierten Anhörung niemanden. Das ist schon erschreckend und wohl auch ein Ergebnis der Schmierenkampagne gegen den Wikileaks-Gründer, der jahrelang als Frauenschänder, Putinagent, Trumpfreund usw. denunziert und zum Unmenschen und Übeltäter gemacht wurde. Dass er nichts anderes verbrochen hat als das, was jeder Journalist verbricht, wenn er zum Beispiel Kriegsverbrechen einer Regierung aufdeckt, das wird in Politik und Medien hoffentlich bald verstanden werden. Es geht hier nicht um irgendeinen dubiosen Hacker, es geht hier auch nicht um die Person Julian Assange, es geht um das absolut grundlegende Prinzip der Pressefreiheit. Edward Snowden hat es auf den Punkt gebracht: „Wenn das Aufdecken von Verbrechen wie ein Verbrechen behandelt wird, werden wir von Verbrechern regiert“. Wer das zulässt, wer weiter so ignorant die Schulter zuckt wie die Bundesregierung und die Großmedien, hat als demokratischer und rechtsstaatlich gesinnter Politiker und als Journalist nicht nur seinen Job verfehlt, sondern macht sich zum Komplizen. Julian Assange, Chelsea Manning und Edward Snowden haben viel für die demokratische Öffentlichkeit getan – ihnen gebührt keine Verfolgung und kein Kerker, sondern Anerkennung und Asyl.

Lesetipp: Bröckers; Mathias: Freiheit für Julian Assange – Don’t Kill The Messenger! Wesend Verlag. Juli 2019. 8,50 Euro.

Klima und Betrug

Mein Kollege aus dem 3. Jahrtausend Dirk Pohlmann hat die Fakten, Fakes und Manipulationen zur Erderwärmung in einem Vortrag noch einmal sehr gut zusammengefaßt. Und ehe hier wieder IMMER DIESELben Kommentare und emails eintrudeln, unten noch mein Disclaimer zum Thema. Ich schreibe übrigens gerade an einem kleinen “Handbuch für Klimalügner”, das im kommenden Frühjahr erscheinen wird.

Disclaimer: Ich glaube an Einsteins Relativitätstheorie, auch wenn sie wissenschaftlich nicht definitiv bewiesen ist; ich glaube auch an Heisenbergs, Bohrs, Schrödingers, Paulis Quantentheorie auch wenn ihre Paradoxien absurd erscheinen und nicht der Weisheit letzter Schluss sein können; ich glaube auch an Homöopathie, die klassisch physikalisch kaum beweisbar ist, bei mir aber funktioniert hat; ich halte auch viele andere Dinge für richtig und wichtig, die von der “soliden Wissenschaft” als Humbug abgetan werden. Über all das kann man diskutieren. Aber in eine pseudowissenschaftlichen Kontroverse über “CO-2” lasse ich mich nicht mehr hineinziehen: es geht um Öl, Kohle, Artenvernichtung, Bodenzerstörung, Massentierhaltung und dass dieser ganze Dreck unseren Kindern und Enkeln um die Ohren fliegen wird, wenn wir Erwachsene jetzt nichts dagegen tun….

Real Game Of Thrones: Die leuchtende Stadt auf dem Hügel

Jetzt soll König Donald also doch “impeached” werden, das will zumindest das “House” genannte Parlament, wo die Partei der Demokraten die Mehrheit hat. Für eine letzte Runde hatten sie “Zeugen” geladen, die aber nichts über Donalds vermeintliche Untaten bezeugen konnten, sondern Rechtsgelehrte waren, die ihre Meinung äußern sollten.  Darüber, ob  eine Absetzung angesichts der Vorwürfe, dass Donald dem König der Ukraine die Militärhilfe verwehren wollte, wenn er nicht wegen der Korrpution von “Sleepy Joe” Biden und seinem Sohn Hunter ermittelt, berechtigt und angemessen sei. Einer der drei Gelehrten sah das nicht so, weil dies das erste Impeachment der Geschichte wäre, bei dem dem König noch gar kein Verbrechen nachgewiesen worden ist, die anderen Gelehrten aber kriegten sich kaum noch ein vor Zustimmung. Das exzeptionalistische Königreich, so Professorin Pamela, “ist die leuchtende Stadt auf dem Hügel. Wir können nicht die leuchtende Stadt auf dem Hügel sein und rund um die Welt Demokratie fördern wenn wir sie nicht hier zu Hause fördern. Es geht dabei nicht nur um unsere nationalen Interessen die Wahlen zu schützen oder sicher zu stellen, dass die Ukraine stark bleibt und die Russen bekämpft damit wir sie nicht hier bekämpfen müssen, sondern es ist in unserem nationalen Interesse Demokratie weltweit zu fördern.”

Da war er wieder, der Ultraböse, der Hillarys Niederlage verursacht und Donald auf den Thron gehievt hat. Und dessen Truppen die leuchtende Stadt auf dem Hügel im Fadenkreuz haben und seit drei Jahren vor den “Russiagate” genannten Toren stehen.  Und nur von der tapferen und voll demokratischen Ukraine zurückgehalten werden, morgen das Weisse Haus zu erobern, der man dafür natürlich Waffen liefern muss. Wer das verweigert, ist ein Verräter und Schwerverbrecher und muss aus dem Amt entfernt werden. Schließlich, setzte die Rechtsgelehrte Pamela noch hinzu, sei König Donald ja kein Monarch: “Er kann seinen Sohn zwar Barron nennen, aber ihn nicht zum Baron machen.”

Dass indessen “Sleepy Joe” Biden als Vizekönig seinen Sohn Hunter in der Ukraine zum Jagen tragen konnte, war bei der Anhörung noch kein Thema, wird es aber spätestens, wenn der Senat über das Impeachment befinden muss. Und Joe reagierte gar nicht schläfrig, sondern sehr aggressiv, als er von einem Wähler bei einer Versanstaltung in Iowa zu diesen dubiosen Geschäften gefragt wurde. “Sie sind ein verdammter Lügner”, fuhr er den Mann an, “niemand hat gesagt, dass mein Sohn irgendetwas falsch gemacht hat.” Und legte nach: “Ich bin nicht bewegungsfaul. Ich kandidiere weil ich schon lange unterwegs bin und mehr weiß als die meisten Leute wissen. Und ich kann Dinge erledigen. Darum kandidiere ich. Wollen sie meine Form testen ? Lassen sie uns ein paar Push-Ups machen, lassen sie uns rennen, was immer sie möchten, lassen sie uns einen IQ-Test machen. Sehen Sie”, er zeigte auf den konsternierten Frager: “Fett”.

Diese äußerst unkönigliche Reaktion fanden die meisten Leute im Königreich gar nicht gut, sie machte aber den wunden Punkt deutlich, auf dem Donald und seine Freunde in den kommenden Impeachment-Hearings im Senat noch sehr genüsslich herumreiten werden.  Zu diesem Zweck ist Donalds Consigiliere, den alle nur “Rudy” nannten, jetzt nochmals in die Ukraine gereist, um weitere Beweise für die falschen Anschuldigungen zu sammeln. Währenddessen kam heraus, dass der Leiter des Impeachment-Zirkus Adam Schiff die Telefone von Rudy, einem Abgeordneten und einem Journalisten abhören lies, um ihnen irgendwelche Untaten nachzuweisen, dabei aber die Telefonummern verwechselte. Weil es nicht die feine demokratische Art ist, Abgeordnete und königliche Anwälte auszuspionieren, muss der eifrige Adam, den Donald nur noch  “Bull-Schiff” oder “Shifty Schiff” nennt, dann auch mit einer Vorladung zu den Senats-Anhörungen rechnen. Wie noch viele andere Demokraten die in den kommenden Wochen und Monaten im Senat dann von Donalds schärfsten Hunden gegrillt werden und dabei nicht gut aussehen werden – während der König mit der Eichhörnchenfrisur draußen im Lande prächtigen Wahlkampf führen kann und die Wahl 2020 locker gewinnt. Weil die Demokraten nichts Besseres zu tun haben,  als einen  auf Hörensagen vom Hörensagen basierenden Impeachment-Zirkus durchzuziehen, der am Ende ebenso scheitern wird wie die auf Hörensagen von Hillary basierende Russiagate-Blase. Politik haben sie aufgegeben –  sich mit der Mehrheit im Parlament dagegen wehren, dass Donald mal einfach  die Essensmarken für 700.000 Bedürftige streicht ? Das ist für “Demokraten” in der leuchtenden Stadt auf dem Hügel kein Thema.

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Die erste Staffel des Real Game of Thrones ist als Buch erhältlich:   “König Donald, die unsichtbaren Meister und der Kampf in den Thron”