“Presidents who sideline the CIA do so at great risk”

Heute vor 56 Jahren wurde John F.Kennedy in Dallas erschossen.  Hier im Blog und an anderer Stelle, sowie in meinem Buch “JFK – Staatsstreich in Amerika” habe ich schon viel über diesen Fall geschrieben. Er markierte zusammen mit den folgenden Morden an Martin Luther King, Robert Kennedy und MalcolmX das Ende der amerikanischen Republik. Seitdem regiert der “deep state” und jeder Präsident ist gemahnt, nicht aus der Reihe zu tanzen. “Presidents who sideline the CIA do so at great risk” schrieb denn auch die “New York Times” Donald Trump ins Stammbuch, nachdem dieser unvorhergesehen die Wahl gewonnen hatte. Seine Ankündigung, sämtliche JFK-Akten freizugeben, blieb heiße Luft, noch immer sind tausende Dokumente unter Verschluß. Welches Material da zurückgehalten wird ist indessen durchaus aufschlußreich. Und zeigt, woher Trump die Order bekommen hat, die Akten nicht freizugeben. Der Kennedy-Mord ist die Mutter aller Verschwörungen, das Original einer Verschwörungspraxis, und keine Verschwörungstheorie wie die große Erzählung vom Einzeltäter Lee Harvey Oswald.

Sex, Lügen und Julian Assange

Dass nun auch die schwedische Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen Julian Assange einstellt, wurde in den letzten Tagen überall gemeldet. Erwähnt wurde dabei in einigen Fällen auch, dass ein Gericht es schon im Juni 2019 abgelehnt hatte, aufgrund der Anschuldigungen einen Haftbefehl zu erlassen. Unerwähnt aber blieb , dass es sich bei dem schwedischen Auslieferungsantrag vom ersten Tag an um eine juristische Farce handelt, die mit einem ordentlichen, rechtsstaatlichen Verfahren absolut nichts zu tun hatte. Dazu hier ein kurzer Auszug aus “Freiheit für Julian Assange -Don’t Kill the Messenger!” :

„Sex, Lügen und Julian Assange“ ist der Titel eines Films des australischen Fernsehens aus dem Jahr 2012 , der die Geschichte der Strafanzeige wegen Vergewaltigung dokumentiert, die Julian Assange in das Exil der ecuadorianischen Botschaft und nach sieben Jahren in die Fänge der britischen Justiz brachten. Caitlin Johnstone ist auf den Vergewaltigungsvorwurf ebenfalls eingegangen und wer ihre Ausführungen oder diese Dokumentation auf YouTube zur Kenntnis nimmt, erkennt ein abgekartetes Spiel von Beginn an. Damit soll nicht gesagt sein, dass die beiden Damen Anna A. und Sofia W. gekaufte Darstellerinnen waren, die ihr Opfer in eine „Honigfalle“ locken sollten – sie waren eher so etwas wie die Groupies eines Rockstars, zu dem Julian Assange mittlerweile aufgestiegen war, und nur scharf darauf, einen solchen Helden ins Bett zu kriegen. Der lies ganz rockstarmäßig da offenbar auch nichts anbrennen und wandte sich nach drei Tagen bei Anna dann Sofia zu. Weil er einen Aids-Test ablehnte, den Anna im Nachhinein verlangte , überredete sie Sofia mit ihr zur Polizei zu gehen und so kam der Stein ins Rollen, der Julian Assange in den Abgrund ziehen sollte. Die beiden Frauen waren dabei aber schnell aus dem Spiel, ebenso wie die Oberstaatsanwaltschaft Schwedens, die Assange die Ausreise nach England gestatte, weil nichts gegen ihn vorlag – bis plötzlich wenige Tage später eine „Red Notice“ herausgegeben wird, ein internationaler Haftbefehl von Interpol, der in der Regel nur für Schwerverbrecher und flüchtige Diktatoren erlassen wird.

Mag man für die Aktionen der beiden Frauen vielleicht noch die Entschuldigung gelten lassen, dass sie in einer Mischung aus Ansteckungssorge, Rache und weiblicher Solidarität gehandelt haben, als sie zur Polizei gingen, doch für das, was seitdem geschah, lassen sich keine mildernden Umstände mehr finden – es ist eine Staats,-und Polizeiaktion auf internationaler Ebene, die zweifellos auf Druck der Vereinigten Staaten läuft und mit einem ordentlichen, rechtsstaatlichen Ermittlungsverfahren nichts mehr zu tun hat. Schon wenige Stunden nach der Aussage der beiden Frauen wurde sie an die Boulevardpresse durchgestochen und stand am nächsten Tag auf der Titelseite, ging von da rund um die Welt und blieb bis heute ein Thema, das mit immer groteskeren juristischen Winkelzügen am Laufen gehalten wurde. Assanges Anwälte klagten über drei Instanzen bis zum höchsten englischen Gericht gegen das Auslieferungsgesuch Schwedens. Und wurden am Ende vom Supreme Court abgewiesen. Mit welchem unglaublichen Tricks dabei gearbeitet wurde beschreibt der ehemalige britische Botschafter und Unterstützer Julian Assanges, Craig Murray:

„Die ursprüngliche Berufung Assanges beim UK Supreme Court stützte sich im Wesentlichen auf die Tatsache, dass der schwedische Antrag zur Auslieferung Assanges nicht von einem Richter, sondern von einem Staatsanwalt gestellt worden war, also nicht von einer rechtlichen Autorität. Ich habe keinerlei Zweifel, dass die britischen Gerichte bei der Anklage irgendeiner anderer Person im Vereinigten Königreich den Antrag einer Staatsanwaltschaft nicht akzeptiert hätten. Die unfassbare und offene Voreingenommenheit der Gerichte gegen Assange ist vom ersten Tag an belegt. Meine Überzeugung wird durch die Tatsache bestätigt, dass die britische Regierung unmittelbar nachdem Assange seinen Fall vor dem Supreme Court verloren hatte das Gesetz änderte und festlegte, dass künftige Haftbefehle von einem Richter und nicht von einem Staatsanwalt sein müssen. Das ist nur eine der unglaublichen Fakten über den Fall Assange, die von den Mainstreammedien vor der allgemeinen Öffentlichkeit verborgen wurden.
Das Urteil des UK Supreme Courts gegen Assange über den Punkt ob ein schwedischer Staatsanwalt eine „rechtliche Autorität“ (judicial authority) darstellt, hängt an einer beispiellosen und geradezu unglaublichen Beweisführung. Lord Philips schloss aus dem englischen Text des „Europäischen Auslieferungsvertrags“ (EWA), dass         ein schwedischer Staatsanwalt nicht als „judicial authority“ gelten kann, dass aber die französische Version “autorite judiciaire” einen schwedischen Staatsanwalt einschließt. Da beide Texte gültig sind, entschloss sich Lord Philips, den Text in französischer Sprache dem englischen vorzuziehen, eine absolut erstaunliche Entscheidung, da man davon ausgehen kann, dass die britischen Verhandler dieses Vertrags mit dem englischen Text gearbeitet haben, ebenso wie die Minister und das Parlament, das ihn ratifizierte.
Ich habe mir das nicht ausgedacht – Sie können Philips erstaunliches Stück linguistischer Gymnastik in seinem Urteil finden (Seite 9, Paragraph 21)    Es ist undenkbar, das so etwas gegenüber jemand anderem als Julian Assange getan würde, und wenn dann wäre der Aufschrei der Medien, wie man denn französischen Begriffe und somit die französische Rechtstradition bevorzugen können, ohrenbetäubend gewesen. Aber angesichts der offenen staatlichen Feindseligkeit gegen Assange ging das alles ganz ruhig über die Bühne und danach wurde das Gesetz geändert um zu verhindern, das so etwas jemand anderem geschieht.“

Nachdem schwedische Staatsanwaälte 2017 in der ecuadorianischen Botschaft mit Assange gesprochen hatten, wurde der Fall und der Auslieferungsantrag zu den Akten gelegt – um jetzt nach seiner Verhaftung wieder aufgenommen zu werden, unter anderem auf Drängen britischer Behörden, die freilich nach der Gesetzesänderung jetzt einen richterlichen Beschluss erwarten. Den hat die schwedische Staatsanwaltschaft nun Mitte Mai 2019 bei einem Gericht beantragt und das Verfahren um die Entscheidung, ob jetzt ein europäischer Haftbefehl ausgestellt wird oder nicht, gibt Assange die Möglichkeit, gegen die Vorwürfe, die er energisch abstreitet, gerichtlich vorzugehen. Doch seinem schwedischen Anwalt wird im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, in dem Julian Assange festgehalten wird, kein Zugang zu seinem Mandanten gestattet. Am 3. Juni dann lehnte das schwedische Gericht den Antrag der Staatsanwaltschaft ab, einen Haftbefehl auszustellen. Eine Auslieferung nach Schweden droht Julian Assange nun nicht mehr.”

Real Game of Thrones: Bernie, Tulsi und die verkappten Donaldisten

Seit die tapfere Veteranin Tulsi Gabbard der alten Hexe Hillary mit   “Königin der Kriegstreiber!” bravourös Contra gab, war sie im exzeptionalistischen Königreich beliebter als je zuvor. Im “Primaries” genannten Vorrennen der “Demokraten”-Partei, bei dem der Kandidat ermittelt wird, der bei der nächsten Wahl gegen König Donald antreten soll, rangierte sie offiziell zwar noch deutlich hinter “Sleepy Joe” Biden, aber dem war der alte Sanders, den alle nur “Bernie” nannten, schon sehr  dicht auf den Fersen. Der hätte ja schon beim letzten Mal gegen Donald gewonnen, wäre er nicht von Hillary und ihren gekauften Lautsprechern unfair aus dem Rennen gemobbt worden – und 2020 im Boot mit der smarten und toughen Tulsi, da waren sich viele einig,  würde er das wieder schaffen. Denn Bernie will eine Krankenversicherung für alle und Tulsi will ein Ende der kriegerischen Überfällen auf andere Länder, bei denen das exzeptionalistische Königreich seit 1945 schon mehr als 20 Millionen Menschen getötet hat. Mit diesen beiden Forderungen unterscheiden sie sich von allen anderen Bewerbern und könnten gegen König Donald die Wahl gewinnen, denn eine  Mehrheit der Leute will ein solche Versicherung und ebenso ein Ende  dieser blutigen und ultrateuren Kriege. Vorallem weil die Verluste an der “Heimatfront” mittlerweile schrecklicher geworden waren als die auf den Schlachtfeldern: allein in den letzten sechs Jahren hatten   sich  45.000  heimgekehrte Veteranen, meist junge Männer unter 30,  selbst das Leben genommen. Diese Tragödie zu beenden ist Tulsi  angetreten und deshalb wird sie mit Schmiere und Diffamierungen überzogen, nicht nur von Hillary persönlich, sondern von den Herold-Brigaden der Mainstream-Lautsprecher, die die “regime change” genannten Massaker in fremden Ländern unbedingt fortsetzen wollen. 

Richtig in Fahrt gekommen war diese Politik bekanntlich, als König George, denn alle nur Dabbelju nannten, den “Great War On Terror” ausgerufen hatte, nachdem Terroristen an 9/11 mit zwei Flugzeugen drei Türme in New York pulverisiert hatten. Obwohl so etwas nach den in allen Königreichen geltenden Naturgesetzen eigentlich unmöglich war, glaubten doch viele an die von Dabbelju  verkündete Geschichte, dass der Megaschurke Osama aus einer afghanischen Höhle dies ganz allein bewerkstelligt hätte, weil er seine Bande von 19 “Hijackern” mit  magischen Teppichmessern ausgerüstet hatte. Da sämtliche Lautsprecher das Höhlenmärchen ebenfalls zur Wahrheit erklärten, fand der  anschließende “Krieg gegen den Terror” allgemeine Zustimmung. Auch bei Tulsi, die sich umgehend freiwillig zur Armee meldete, um ihr Land vor solchen Terroristen zu schützen. Um dann, wie viele andere, im falschen Krieg, nämlich im Irak zu landen, dessen König, den man nur Saddam nannte, beseitigt werden sollte. Er hatte es gewagt, sein schwarzes Gold an andere Länder nicht gegen exzeptionalistische Taler, sondern gegen Landeswährung zu verkaufen,  mit den Terroristen aber hatte er rein gar nichts zu tun. Die kamen nämlich, wie Osama selbst, aus dem Land der salafistischen Wickelmützen, und waren – obwohl als zwielichtige Gestalten aktenkundig – von niemanden anderem als den unsichtbaren Meistern ins exzeptionalistische Königreich eingeschleust worden. Diese Connection und die schützende Hand der Meister musste natürlich verborgen bleiben und kamen denn auch  in dem “9/11-Report” genannten Ermittlungsbericht – “Harry Plotter und die Teppichmesser des Schreckens” – überhaupt nicht vor. Was bedeutet, dass der Terroranschlag , der zum Anlass für diesen endlosen “Krieg gegen den Terror” wurde, bis heute in keiner Weise umfassend ermittelt und untersucht worden ist. Deshalb fordert Tulsi jetzt völlig zurecht, dass diese Wickelmützen-Connection endlich aufgeklärt und die geheim gehaltenen Akten freigegeben werden, womit sie sich bei Hillary und allen anderen  Kriegsfreunden – sowie bei den Herolden und Groß-Lautsprechern, die das Höhlenmärchen seit fast 20 Jahren rauf und runter beten  – einmal mehr unbeliebt machen wird. Bei allen Friedensfreunden freilich wird sie damit erst recht erste Wahl und wäre die “Demokraten” genannte Partei nicht so korrupt und verstrickt in die Geschäfte der Waffenschmieden und Großbankiers sowie der Pharmariesen, könnten sie Tulsi und Bernie gegen den König mit der Eichhörnchenfrisur antreten lassen und gewinnen. Denn “Frieden” und “Gesundheit für alle” sind bei den Leuten absolut mehrheitsfähig. So aber, mit einem hirnweichen Sleepy Joe in der ersten Reihe und dem aussichtslosen Impeachment-Theater, muten sie dem Königreich garantiert vier weitere Jahre Donald zu. Und so dachten viele Leute im Königreich, dass solche “Demokraten” eigentlich nichts anderes sind als verkappte Donaldisten…

 

Die erste Staffel des Real Game of Thrones ist als Buch erhältlich:   “König Donald, die unsichtbaren Meister und der Kampf in den Thron”

Putsch in Bolivien

In Bolivien wurde Präsident Evo Morales wegen Wahlfälschung vom Militär aus dem Amt gejagt. Stimmt das so, oder steckt mehr dahinter? Außerdem: Wende in Brasilien – der frühere Präsident Lula da Silva ist aus dem Gefängnis frei, während Bolsonaro beschuldigt wird, in einen Mord verwickelt zu sein. Der rätselhafte Tod von Jeffrey Epstein ist noch immer nicht aufgeklärt – wohl aber die Frage, wieso Massenmedien den Skandal jahrelang ignorierten. Und der Widerstand gegen die Auslieferung von Wikileaks-Gründer Julian Assange wächst. Über all das und mehr sprechen die Journalisten Robert Fleischer, Dirk Pohlmann und Mathias Bröckers in Ausgabe #35 des 3. Jahrtausends! Alle Links zur Sendung auf exomagazin.tv

Relotius in Wikihausen

Dass die Online-Enzyklopädie Wikipedia, die gerade wieder mal zu Spenden aufruft, in Sachen Politik kein ausgewogenes Lexikon ist, sondern massiv manipuliert, gehört ja seit Markus Fiedlers und Dirk Pohlmanns Serie “Geschichten aus Wikihausen” mittlerweile zum Allgemeinwissen.  Auch die “Süddeutsche Zeitung” kam unlängst nicht umhin,  die dunkle Seite von Wikipedia,  das korrupte System von Sichtern und Administratoren, einmal unter die Lupe zu nehmen, und dabei – ganz im Wikipedia-Stil – die Recherchen von Fiedler und Pohlmann als “obskur” und “nicht objektiv” gleich wieder schlecht zu reden.  Und nicht zu erwähnen, dass diese Recherchen schon vor vier Jahren am Beispiel des Wikpedia-Eintrags über den Historiker Daniele Ganser und seiner Arbeiten über die Nato-Geheimarmee “Gladio” und über 9/11 aufdeckten, wie Ganser dort gezielt als “Verschwörungstheoretiker” diffamiert wurde und es ihm nicht gelang, dies zu korrigieren.  Dass wenn es  in Wikipedia um die Nato, Israel oder 9/11 geht, immer dieselben Autoren mit Manipulationen und Diffamierungen am Werk sind, findet in der “Süddeutschen” ebenfalls keine Erwähnung – und mit Fiedler und Pohlmann zu sprechen, die die Klarnamen dieser unter den Pseudonymen “kopliot” und “Feliks”  agierenden Manipulatoren aufgedeckt haben, dafür war bei den Münchner Qualitätsjournalisten dann offenbar keine Zeit – und so schrieben sie aus den Wikihausen-Geschichten nur das ab, was ihnen in die transatlantische Agenda passte.
Soweit, so typisch könnte man sagen und ein weiteres Beispiel  für den Niedergang der sogenannten Qualitätspresse einerseits und andererseits auch für das Scheitern des auf demokratische Schwarmintelligenz setzenden Online-Lexikons von allen für alle. Am vergangenen Freitag nun hat der Schweizer “Tagesanzeiger” einen weiteren Fall aufgedeckt, den das Fachmagazin “Meedia” als “eine der größten Manipulationsoperationen” bei Wikipedia bezeichnet. Das mag man angesichts der oben genannten, jahrelangen und massenhaften Diffamierungen durch Nato-Apologeten und rasende Philosemiten für leicht übertrieben halten, ist aber ohne Frage spektakulär, denn es geht um den Meisterfälscher des ehemaligen Nachrichtenmagazins “Spiegel” Claas Relotius und um den Wikipedia-Eintrag über ihn und seinen Fall, der in einer konzertierten Aktion manipuliert und schöngeschrieben wurde. Die Recherche des “Tagesanzeigers” ergab, das eine Gruppe Nutzer unter Pseudonymen wie “PreRap”, “Snapperl” oder “Klußmann” in dem Eintrag über Relotius systematisch gelöscht, geschönt und gedrechselt hatte.

“Sie gehen dreist vor”, schreibt der Tagesanzeiger, “und raffiniert. Die Manipulatorengruppe, die nicht als Gruppe wahrgenommen werden soll, beschönigt nach und nach Stellen zu Relotius’ Fälschungen.(…)Der Tenor: Die ganze Branche fälscht, Relotius ist einfach der genialste unter vielen Schriftstellern im Journalismus. Kein Vergleich ist den Manipulatoren zu klein, um ihn ins Onlinelexikon zu übernehmen. So wird Relotius als “Karl May unserer Tage” verharmlost.”

Und in eine Reihe mit großen Literaten wie Tom Wolfe oder Truman Capote gestellt. So wie Relotius dafür bekannt war, die unglaublichsten Protagonisten für seine Storys zu erfinden, scheinen auch die Protagonisten dieser Fälschungen so spektakulär, dass der Verdacht aufkommen muß, Relotius selber hätte jetzt auch noch seinen Wikipedia-Eintrag gefälscht.  Da zudem eine der IP-Adressen der mittlerweile gesperrten Manipulatoren, die zufällig bekannt wurde,  auf den Umkreis der Gemeinde Seevetal, wo auch der Ort Tötensen liegt, aus dem Claas Relotius stammt, ist das wohl mehr als nur eine haltlose Verschwörungstheorie. Und es ist durchaus nachvollziehbar, dass sich der gefallene Reporter-Engel  für einen genialen Schrifsteller vom Kaliber Karl May hält, der sich halt einfach nur im Genre geirrt und zufällig im Journalismus statt in der Abenteuerliteratur gelandet ist. Solche Irrtümer können jungen Menschen ja vielleicht unterlaufen, interessanter aber ist die Frage, wie sich ein ehemaliges Nachrichtenmagazin denn überhaupt zu einem  Landeplatz entwickelt konnte, auf dem dann junge Möchtegern-Literaten  als preisgekrönte Journalisten durchstarten konnten. Diese Entwicklung ist nicht neu, denn schon vor 17 Jahren hatte der Spiegel eine gigantische Fake-Reportage als Buch veröffentlicht, sie hatte den Titel “9/11 – Was wirklich geschah” – eine im Reportagestil von einem Dutzend Autoren montierte Geschichte der “wirklichen” Ereignisse.  Nachdem einer der Ko-Autoren,  der Redakteur Ulrich Fichtner,   mein aus der WTC-Conspiracy-Serie auf Telepolis hervorgegangenes Buch “Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.” im “Spiegel” als “Septemberlüge” von links mit der “Auschwitzlüge” von rechts verglichen hatte, waren wir von  Walter van Rossum zur Diskussion ins WDR-Funkhaus eingeladen worden.

Als ich nach dem Auffliegen Relotius’ die selbstkritische Darstellung der Fälschungsserie im “Spiegel” las – verfasst von seinem Vorgesetzen Ulrich Fichtner – erinnerte ich mich an diese Debatte. Und fand die Lektüre des Transskripts der Sendung überaus aufschlussreich. Denn es ist genau dieser Fake-Reportage-Stil, der Fichtner hier in Sachen 9/11 vorgehalten wird: die Real-Life-Suggestion, das so Tun als würde man “Terroristen” bei der Vorbereitung des Anschlags über die Schulter schauen, die ganze szenische Dramaturgie mit atmosphärischen Einsprengseln und der “Wir waren dabei und kennen die Wahrheit”-Gestus, der sich dann auch nicht scheut, diese Prosa-Melange unter dem Titel “9/11- Was wirklich geschah” als Dokument, als Nachricht, als Journalismus zu verkaufen. Was dem kreativen Autor Relotius vorgeworfen wurde, ist also genau das, was seine Vorgesetzten und Ziehväter wie Ulrich Fichtner  nach dem 11.September 2001 getrieben haben – mit dem einzigen Unterschied, dass sie sich Osama und die 19 Hijacker als Alleintäter nicht selbst ausgedacht, sondern vom Weißen Haus unhinterfragt übernommen und eine geile Story daraus gestrickt haben. Dass die wahren Fakten völlig unklar waren und entscheidende Fragen offen, war egal – wenn das Narrativ stimmt, sind die Fakten zweitrangig und der Schwurbel kommt auf die Titelseite!

Dieser, den Jung-Autor Relotius ein wenig entlastende Zusammenhang, könnte ja durchaus Erwähnung in seinem Wikipedia-Eintrag finden, schließlich hat der originelle Newcomer nur getan was die Alpha-Tiere in der Ressortleitung vorgemacht hatten. Aber da es sich um “9/11” und “Verschwörungstheorie” handelt, kommt das an Zensoren wie “kopliot” oder “Feliks” wohl nicht vorbei. Wir sind hier schließlich nicht in einer freien Enzyklopädie, sondern in Wikihausen…

Auch als Podcast auf KenFM

Real Game Of Thrones: Lolitagate


Lange hatten die Herolde und Großlautsprecher ja abgestritten, dass in den Tiefen des Reichs eine unsichtbare Machtstruktur existiert, die aus dem Untergrund  – vorbei am König, seiner Regierung und sämtlichen Gesetzen – ihre Interessen durchsetzt. Eine solche Macht,  die von den Leuten “deep state” genannt wurde, könnte es vielleicht in einigen Bananenrepubliken und in prekären Ländern wie der Türkei geben, aber im exzeptionalistischen Königreich – so wurde allgemein verlautbart – sei so etwas einfach unmöglich, weil dort schließlich Demokratie, freie Presse, Rechtsstaatlichkeit und  Transparenz herrschten. Nur Staatsfeinde und gefährliche Verrückte, die man “Verschwörungstheoretiker” nannte, würden an die Existenz solcher geheimen Mächte glauben, aber das sei genauso abwegig wie der Glaube an eine flache Erde oder einen lebenden Elvis: “Es gibt keinen deep state!” verkündete die “New York Times” genannte große alte Dame der Herolde – und wenn die etwas gesagt hatte, konnte man sich früher einigermaßen darauf verlassen. Aber diese Zeiten waren schon länger vorbei und spätestens seit die “Times” auf ihrer Titelseite Aluminumrohre abgebildet und behauptet hatte, es seien die “Massenvernichtungswaffen” des Königreichs Irak, gegen dessen ultra-gefährlichen Herrscher, der “Saddam” genannt wurde, man sofort in den Krieg ziehen müßte, nahmen die Leute die Nachrichten der alten Lady nur noch mit sehr spitzen Fingern zur Kenntnis.
Deshalb glaubten viele auch weiterhin, dass ein “deep state”existiert, in dem die steinreiche Gilde der Waffenschmiede, die “Militärisch Industrieller Komplex” genannt wurde, mit einigen unsichtbaren Meistern der Intelligence die Strippen zogen,  und dass sich ihre Tentakel  bis in die führenden Etagen des Lautsprecherwesens erstreckten. Wo eben kaum noch unabhängige, investigative Herolde mehr saßen, sondern nur noch Schreibknechte und Mietmäuler, die es dann auch fertig brachten, mit Aluminumrohren eine derartige Massenverwirrung zu stiften, dass die exzeptionalistischen Armeen des Königreichs tatsächlich in den Krieg zogen. Der war unsinnig, illegal, kostete hundertausende Menschenleben und nützte am Ende niemandem – außer der Gilde, die damit viele Trillionen Taler einstrich. Und der es gelungen war, selbst den höchsten General, den ehrenwerten Powell,  hinters Licht zu führen, der vor den Vereinten Nationen ein kleines Röhrchen mit falschem Massenvernichtungsgift präsentierte, das ihm der deep state untergejubelt hatte.

Als Donald dann überraschend zum König gewählt wurde und ankündigte, dass er den “Sumpf trockenlegen” wolle, fühlten sich die unsichtbaren Meister direkt angesprochen und starteten die unter “Russiagate” bekannt gewordene Kampagne, um ihn möglichst schnell wieder loszuwerden. Doch sie hatten die Rechnung ohne das Zwitschergerät Donalds gemacht, dank dem er auf Hofschreiber nicht mehr angewiesen war und sich nun Tag für Tag direkt bei seinen Untertanen beklagte, dass er aus den Tiefen des Reichs mit “Fake News” attackiert wird. Die Herolde und Lautsprecher, allen voran die große alte Lady,  hielten dagegen, dass der König mit der Eichhörnchenfrisur bekanntlich lügt wenn er denn Mund aufmacht, vor allem dann, wenn er “Verschwörungstheorien” über seine unsichtbaren Feinde aus einem tiefen Staat verbreitet, den es überhaupt nicht gibt. Nachdem dann der “Russiagate”-Zirkus nach über zwei Jahren als Fake enttarnt war und Donald sich anschickte, die beteiligten Insitutionen dafür zur Rechenschaft zuziehen, wurde dann die “Ukrainegate”-Kampagne mit einem falschen Whistleblower und das Impeachment-Theater gestartet. Und was verkündet die “New York Times” ? Etwa, dass sich Donalds Krieg gegen den deep state jetzt gegen ihn wendet, also genau jenes Phantom, das nur in der Phantasie von an Verfolgungswahn leidenden Verschwörungstheoretikern existiert und in dem manischen Gezwitschere des irren Donald ? Ist der Mythos “Deep State”, ist dieses Gespenst am Ende doch real und geht um im exzeptionalistischen Königreich ? Nun ja, räuspert sich da die alte Lady, es sind die “Behörden und Institutionen”, denen der König “mißtraut und die er verunglimpft hat.” Also kein Phantom mehr, sondern brave Beamte und Bürokraten, die ihrerer patriotischen Pflicht nachgehen. Ganz so wie einst in der Türkei, als sich das Militär immer wieder in der Pflicht zur Machtübernahme sah, um die säkularen Prinzipen des Reichsgründers Atatürk zu bewahren?  Die linguistische Blitz-Metamorphose vom  konspirativen Hirngespinst zum verfassungstreuen Staatsbeamten ist natürlich ein billiger Trick, aber wenn man ihn tröpfchenweise nur lange genug einträufelt – das wissen die Herolde und Lautsprecher – merken es die Leute nicht mehr.

Dem wäre vielleicht auch so wenn unterdessen nicht in einem ganz anderen Fall sehr deutlich geworden wäre, dass dieser tiefe Staat mit Verfassungstreue und Rechtsstaatlichkeit rein gar nichts zu tun hat. Und dass die von den unsichtbaren Meistern vor vielen Jahrzehnte gestartete “Operation Spottdrossel”  – die Unterwanderung von großen Lautsprecheragenturen zwecks Kontrolle der Nachrichten – nach wie mit großem Erfolg läuft. Jetzt wurde gemeldet, dass die Untaten eines mysteriösen Milliardärs und Sittlichkeitsverbrechers, den alle nur “Epstein” nannten, den Herolden des Großkanals ABC schon seit drei Jahren bekannt waren, ihnen aber verboten worden war, darüber zu berichten. So konnte Epstein seine Untaten an Minderjährigen noch jahrelang weiter begehen, ohne dass die Polizei eingriff. Nachdem er dann endlich verhaftet und eingesperrt war, soll er sich unter merkwürdigen Umständen selbst ermordet haben, auch wenn eine zweite Obduktion jetzt deutliche Hinweise darauf gebracht hatte, dass bei diesem “Selbstmord” wohl etwas nachgeholfen wurde.

Die Nachricht vom Hinscheiden des Sittenstrolchs hatte indessen bei den Eliten des Königreichs ein Aufatmen in Orkanstärke  ausgelöst,  denn es gab kaum jemanden aus den Kreisen der Ultrareichen und Mächtigen, mit dem Epstein nicht gute Bekanntschaft gepflegt hätte. So zählte auch der Ex-König “Free Willy” Clinton zu den Stammgästen in seinem “Lolita Express” , mit dem er Gäste auf seine Privatinsel im karibischen Meer einflog, die im Volksmund “Orgieninsel” genannt wurde. Dort und in seinen anderen Gemächern empfing er auch internationale Berühmtheiten und viele einflußreiche Persönlichkeiten, die dann belauscht und beobachtet wurden, wenn sie unzüchtige Handlungen mit den von Epstein allzeit bereit gestellten “Masseurinnen” begingen. Einer von ihnen war Prinz Andrew aus dem Königreich England, weshalb auch die steinalte Queen ihre schützende Hand über Epstein gehalten haben soll, um die illegalen Geheimnisse ihres Sohns zu bewahren. Und auch die unsichtbaren Meister der Intelligence deckten das Treiben des ultrareichen Epstein, von dem niemand wußte, woher sein Reichtum überhaupt stammte, weshalb man annahm, dass er sein Geld damit verdient hatte,  den Meistern sogenanntes “Kompromat” zu beschaffen, unzüchtiges Material über internationale Berühmtheiten und einflußreiche Persönlichkeiten, die man damit im Bedarfsfalle gefügig machen kann. Bei diesen Geschäften soll Epstein, so wird weiter vermutet, nicht nur den Meistern des exzeptionalistischen Königreichs zugearbeitet haben, sondern auch den unsichtbaren Meistern, die man “Mossad” nannte und die in Israel beheimatet waren. Da bei ihm auch noch ein Pass auf seinen Namen aus dem Reich der saudischen Wickelmützen gefunden worden war, nahm man an, dass Epstein  wahrscheinlich ein Doppel, -oder gar Tripple-Agent war und den unsichtbaren Meistern  verschiedener Länder als Kompromat-Lieferant gedient hatte – sowie möglicherweise auch auf eigene Rechnung gearbeitet hatte. Die weiteren Emittlungen zu “Lolitagate” und die nach seiner Verhaftung anstehenden Gerichtsverhandlungen hätten da sicher sehr interessante Erkenntnise gebracht, denn  dass Epstein um seinen Kopf zu retten geplaudert hätte ist anzunehmen. Dass die Wächter dann vor seiner Zelle eines Nachts angeblich eingeschlafen waren und man ihn  am Morgen angeblich “selbstgemordet” auffand, kam also sehr passend. Die weiteren Ermittlungen konnten eingestellt werden bevor irgendein schlechtes Licht auf unsichtbare Meister fiel, die mit Kinderschändern kooperieren und im Erpressungsgeschäft aktiv sind. Denn im deep state des exzeptionalistischen Königreichs sind selbstverständlich nur brave Bürokraten und verfassungstreue Patrioten tätig…

Die erste Staffel des Real Game of Thrones ist als Buch erhältlich:   “König Donald, die unsichtbaren Meister und der Kampf in den Thron”

Der Schlüssel zur Weltherrschaft

Über die “Heartland”-Theorie von Halford Mackinder hatte ich hier zuletzt im Mai 2018 geschrieben. Auch in unserem Buch “Wir sind die Guten” (2015/2019) geht es ausführlich um die Bedeutung dieses Grundlagentextes der westlichen Geopolitik und die Linien , die sich von dort aus über Hitlers Geostrategen Karl Haushofer zu Zbiginew “Zbig To Jail” Brzezinski und die aktuelle Politik des US-Imperiums ziehen:

“Der geographische Drehpunkt der Geschichte“ lautete der Titel eines Vortrags, den der Politikberater und Direktor der “London School of Economics”, Halford Mackinder, im Jahr 1904 veröffentlichte. In der aktuellen Ausgabe der Kulturzeitschrift “Lettre International”   ist dieser Vortrag jetzt zum ersten Mal auf Deutsch erschienen, wofür man sehr dankbar sein muss. Denn es handelt sich zum einen um einen klassischen Schlüsseltext der Geopolitik und zum anderen ist Mackinders „Heartland“-Theorie nach wie vor von erstaunlicher aktueller Bedeutung. Wer das „Herzland“, die Mitte zwischen Europa und Asien und somit das Zentrum des eurasischen Kontinents beherrscht, beherrscht die Welt, lautete Mackinders These. Da durch die kommenden Technologien der Eisenbahnen und des Automobils der Handel und Wandel zwischen Europa und Asien unausweichlich sei, wäre die auf der Seeherrschaft beruhende britische Weltmacht chancenlos. Vor allem wenn das rohstoffreiche Russland mit dem industriestarken Deutschland zusammenwachse. »Wer Osteuropa regiert, beherrscht das Heartland; wer das Heartland regiert, beherrscht die Weltinsel; wer die Weltinsel regiert, beherrscht die Welt«, brachte Mackinder seine Geostrategie später auf den Punkt.
Wer die Geschichte des 20. Jahrhunderts auf diesem Hintergrund liest, kann erstaunliche Einsichten über die Kontinuität gewinnen, mit der Briten und Amerikaner ihre globale Machtpolitik betreiben. Etwa über die Frage, warum Hitler und die Wehrmacht massiv von der Wall Street finanziert wurden, oder warum die Nato nach 1991 mit ihren Raketen unbedingt bis an die russische Grenze vorrücken musste oder warum 2014 mit einem Putsch in der Ukraine ein russlandfreundlicher Präsident durch einen russlandfeindlichen ausgetauscht werden musste oder warum eine zweite „North-Stream“-Pipeline durch die Ostsee den Amerikanern ein Dorn im Auge ist. Immer geht es um Mackinders „Herzland“ in dem auf keinen Fall Handel, Wandel und Frieden herrschen darf, weil dies die transatlantische Dominanz bedrohen würde.” (weiter hier)

Jetzt ist Mackinders Text über die Bedeutung des “Herzlands” mit einem Vorwort von Willy Wimmer erstmals auf deutsch auch als Buch erschienen: Der Schlüssel zur Weltherrschaft. Die Heartland-Theorie“, 80 Seiten, Westend Verlag, 12 Euro

Real Game Of Thrones: Impeachment-Theater


Mit einem falschen Verpfeifer, den sie dennoch “Whistleblower” nannten, hatten die unsichtbaren Meister der Intelligence vor einigen Wochen einen neuen Versuch gestartet, König Donald vom Thron zu stürzen. Ihr erster Versuch, Donald als Agenten und Marionette des Ultrabösen zu entlarven, indem sie ein erfundenes, vom Team Hillary in Auftrag gegebenes Gerüchte-Dossier einfach für wahr erklärten, war bekanntlich gescheitert, weil man trotz einer äußerst aufwändigen Ermittlung durch den ehemaligen Polizeichef Mueller, der hunderte von Durchsuchungen und Zeugenvernehmungen durchführte, rein gar nichts gefunden hatte um Donald damit am Zeug zu flicken. Zwar war der “Russiagate” genannte Skandal mehr als zwei Jahre lang das Top-Thema aller Herolde und Lautsprecher, die nahezu täglich gemeldet hatten, das nun die Mauern über König Donald einstürzen, weil der entscheidende Beweis für seine Untaten gefunden sei. Aber die Mauern blieben stehen, denn die Beweise waren null und nichtig, der “Mueller-Report” genannte Abschlußbericht blieb eine Luftnummer und Donald saß fester im Sattel als zuvor. Denn viele Leute im exzeptionalistischen Königreich hatten gemerkt, dass sein Klagen über die “Fake News” der Lautsprecher und die “Hexenjagd” gar nicht unberechtigt waren, weil dieses “Russiagate”, mit dem man ihn gejagt hatte,  tatsächlich nur heiße Luft war.

Als König Donald dann den Auftrag an seinen Justizminister und die Staatsanwälte gab, diesen bisher nie dagewesenen Fall von Belauschung und Bespitzelung aufgrund haltloser Gerüchte zu untersuchen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, begannen sich bei den unsichtbare Meistern und bei der Polizei einige sehr unwohl zu fühlen. Sie hatten diesen illegalen Coup gegen den Kandidaten Donald ja nur durchgezogen, weil sie sich sicher waren, dass  Hillary die Wahl gewinnt und sie dafür nicht belangt werden. Aber das drohte ihnen nun doch und so zogen die unsichtbaren Meister schnell einen weiteren Pfeil aus dem Köcher und erfanden einen “Whistleblower” mit der Anschuldigung gegen König Donald, den neuen König der Ukraine, einen Komiker namens Wolodomyr, bei einem Ferngespräch  erpresst zu haben, gegen den ehemaligen Vizekönig “Sleepy Joe” Biden zu ermitteln. Der hatte nach dem vom exzeptionalistischen Königreich geförderten Putsch in der Ukraine dafür gesorgt, dass seinem Sohn Hunter  millionenschwere Pfründe zugeschustert wurden und dann erfolgreich verhindert, dass gegen den großzügigen Geldgeber – einen korrupten Oligarchen – wegen Korruption ermittelt wurde. Weil “Sleepy Joe” nun bei der nächsten Wahl gegen Donald antreten will, wird dessen Forderung nach weiteren Ermittlungen von seinen Gegnern als Machtmißbrauch und Manipulation der anstehenden Wahl angesehen und so haben sie nun “Ukrainegate” ins Rollen gebracht. Im Kongress, wo ihre “Demokraten” genannte Partei über mehr Stimmen verfügt als Donalds “Republikaner” wurde jetzt beschlossen, ein “impeachment” genanntes Absetzungsverfahren gegen Donald in Gang zu setzen.

Da eine tatsächliche Absetzung nur stattfinden kann, wenn auch der Senat dafür ist, wo Donalds Partei über eine so große Mehrheit verfügt, dass die Demokraten mehr als ein Dutzend republikanische Senatoren bestechen müssten, wird es zu einer Absetzung  kaum kommen. Zumal jetzt auch der bisher geheim gehaltene Name des falschen “Wistleblowers” bekannt geworden ist, bei dem es sich um einen jungen Angestellten der unsichtbaren Meister handeln soll, der zuvor unter König Obama seinem Vize “Sleepy Joe” gedient hatte. Damit wäre er freilich kein unparteiischer und glaubwürdiger  Beobachter – und eben auch alles andere als ein echter “Verpfeifer”, denn ein solcher informiert über die Untaten seiner eigenen Institution und nicht über Hörensagen auf  königlichen Fluren – sodass schon absehbar ist, dass sich auch “Ukrainegate” letztlich als Luftnummer erweisen wird. Aber – so scheinen “Demokraten” und ihre Herolde zu kalkulieren – auch wenn wir ihn nicht absetzen können, schon allein die “Impeachment”-Ermittlungen im Kongreß werden im Wahlkampfjahr so viele schlechte Nachrichten über Donald produzieren, dass er die Wahl verliert.

Wenn sie sich da nicht schon wieder verrechnen, denn schon beim letzten Mal hatten sie nicht auf politische Argumente gegen Donald, sondern auf Schlammschlacht gesetzt und Hillary seine Anhänger als “Deplorables” – bemitleidenswerte Trottel – abgetan. Das hatte nicht funktioniert und wird auch jetzt nicht funktionieren, sondern vielmehr dazu führen, dass Donald noch mehr Anhänger mobilisiert, weil er sich als Opfer einer substanzlosen Hexenjagd darstellen kann. Schon als der Kongreß damals gegen  König Bill in Sachen “impeachment” ermittelte und der Senat ihn dann nicht absetzte –  obwohl seinerzeit beweiskräftige Substanzen dafür vorlagen, dass er von Praktikantinnen unerlaubte und unbezahlte Blasarbeiten, die “Blowjobs” genannt wurden, verlangt hatte – konnte Bill nach dem “Impeachment”-Versuch Stimmen im Kongreß dazu gewinnen.

So gehen denn auch die Wahrsager und Wettbüros  weiter fest davon aus, dass Donald die nächste Wahl gewinnt  und auch einer der großen Weisen des Königreichs, den alle nur “Chomsky” nannten, hält nichts von einem Absetzungsverfahren: es gäbe zwar 100 Gründe Donald abzusetzen, weil er ein “großer Gauner” sei, sagte Chomsky, aber politisch klug sei das gar nicht. In der Tat. Mit Schlammschlachten und Impeachment-Theater ist der gewiefte Showman mit der Eichhörnchenfrisur nicht zu schlagen, es braucht Argumente und politische Alternativen – und ein Kandidaten-Duo wie den guten alten Bernie und die junge smarte Tulsi. Solange die aber klein gehalten werden, hat Donald leichtes Spiel.

Die Mainstream-Lautsprecher indessen wollen/können/dürfen das nicht so sehen und prügeln nach dem Russiagate-Hoax jetzt Unkrainegate durch den Impeachment-Zirkus als ob es kein Morgen gäbe. Selbst früher halbwegs solide Organe, die umfassende und ausgewogene Informationen jedem propagandistischen Geblöke vorzogen, sind dem Anti-Donald-Syndrom( ADS) mittlerweile völlig erlegen und derart auf den Hund gekommen, dass ihnen das Publikum schreiend davon läuft. 77% der Leute im exzeptionalistischen Königreich sind bereits überzeugt, dass die großen Lautsprecher und Herolde “Fake News” produzieren. Ein derartiges Mißtrauen hatte es in der langen Geschichte noch nie gegeben, doch von Selbstkritik oder gar Umkehr gibt es bei diesen Organen noch keine Spur. So wußten die Leute immer weniger, wo sie halbwegs verläßliche Informationen her bekommen sollten, da sie weder Donalds stets selbstgefälligen Zwitschernachrichten noch den permanenten “Anti-Donald”-News der Großlautsprecher trauen konnten.

Die erste Staffel des Real Game of Thrones ist schon als Buch erhältlich:   “König Donald, die unsichtbaren Meister und der Kampf in den Thron”

Lateinamerika brennt – Aufstand im Libanon – Frieden in Syrien: 3JT #34

Lateinamerika brennt. In mehreren Ländern gehen Millionen Menschen auf die Straße und protestieren gegen ihre Regierung. Auch im Libanon demonstrieren Millionen. Was sind die Ursachen dieser Proteste, was sind die Folgen? Außerdem: Hillary Clinton spinnt Intrigen gegen ihre demokratische Konkurrentin Tulsi Gabbard. In Großbritannien spielt sich ein regelrechter politischer Schauprozess ab – Wikileaks-Gründer Julian Assange soll an die USA ausgeliefert werden, koste es was es wolle. Und in Syrien stehen die Zeichen dank russischer Diplomatie auf Frieden. Über all das und mehr sprechen die Journalisten Robert Fleischer, Dirk Pohlmann und Mathias Bröckers in Ausgabe #34 des 3. Jahrtausends! Alle Links zur Sendung auf exomagazin.