Vertrauensverluste die Hoffnung machen

Das Vertrauen in die Medien ist in vier Jahren nahezu um die Hälfte geschrumpft,  was  die Regierung betrifft ist der Verlust fast ebenso stark. Die Ergebnisse einer Allensbach-Umfrage im Dezember 2025 machen Hoffnung: immer mehr Deutsche scheinen aufgewacht zu sein und lassen sich von Medien, Parteien und Regierungen nicht länger  hinters Licht führen.

Dass  auch Grundgesetz und Gerichte an Vertrauen verloren haben ist nach dem justiziellen Durchmarsch absurder Pandemie-Gesetze kein Wunder. Ist angesichts dieses wachsenden Misstrauens nun “unsere Demokratie” in Gefahr ?
Nein, denn nicht das System wird von der Bevölkerung zunehmend in Frage gestellt, sondern ihre institutionellen Säulen und deren Repräsentanten; nicht das Stück, sondern seine Aufführung ist das Problem, nicht die Rollen, sondern ihre Darsteller und die Art und Weise, wie sie ihre  theoretische Funktion – “Dem Volke dienen!”- in der Praxis erfüllen.  Dass nur noch 22 Prozent  des Publikums den Medien Glauben schenken,  deutet auf ein gesundes Resilienz,- und Immunitäts – Wachstum der Bevölkerung gegenüber dem desinfizierten, gecancelten, zensierten und sanktionierten Meinungskorridor der Großmedien.
Und auch gegenüber ihren Spitzen-Repräsentanten wie Fritze Merz und Uschi von der Leyen, die sich gerade als Chefs einer  EU-Panzerknacker-Bande etablieren und Russlands in europäischen Tresoren eingefrorene 245 Milliarden einfach abgreifen wollten – mit dem billigen Trick, das Diebesgut einfach “Reparationen” zu nennen. Ein 1a Panzerknacker-Plan also, der direkt aus Entenhausen stammen könnte, weshalb die EU-Kollegen dabei auch nicht mitmachen wollten, nachdem an 14 verschiedenen internationalen Gerichten Klageschriften gegen diese Rechtsverdrehung eingegangen waren. Jetzt wollen Blackrock-Fritz und Pfizer-Uschi mit Plan B von den EU-Steuerzahlern 90 Milliarden abgreifen, um sie im schwarzen Loch Ukraine zu versenken, weil “unsere Demokratie” dort in Gefahr ist und verteidigt werden muss. Behaupten Uschi und Fritz. Und sanktionieren jeden, der diesen Irrsinn kritisiert. Höchste Zeit das diese Geisterfahrer gestoppt werden – sie fahren Europa an die Wand.

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Auch wenn die “Jeffrey Epstein Saga”  nicht die  “Worst-Reported Story of All Time” ist – wie Matt Taibi meint – hier die gute Nachricht: Der Fall ist aufgeklärt! Zumindest soweit, dass nicht weiter aufgeklärt wird. Das ginge zu weit und zu tief in die Eingeweide des tiefen Staats.   Zu sehen  geben wird es in diesem Fall deshalb wohl nur noch weiteren Schmuddelkram, mit Promis aus Politik und Wirtschaft,  die redaktionell geschwärztem Porno-Spitzen eines Eisbergs sozusagen, der im Ozean des Tiefenstaats seit Jahrzehnten vor sich hin treibt. Und den bis heute unerklärten, mysteriösen Aufstieg eines kleinen Nachhilfelehrers mit gefälschten College-Zeugnissen  zum ultrareichen Mäzen und Finanzmogul ermöglichte.
Wie ? Sex-Videos und Erpressung, wie allgemein vermutet, spielten dabei nur eine Nebenrolle. Es waren die kriminellen Geschäfte der   “Drogen,-Waffen,-Mafia,- und Terror-Bank” BCCI, deren Geldwäsche  Epstein nach seinem Einstieg bei der  “Bear Sterns”-Bank 1979 organisierte und die ihn reich machten.  Die kriminellen Aktivitäten der Anfang der 90er Jahre aufgeflogenen  “Bank of Credit and Commerce International (BCCI)” des saudischen  Waffendealers Adnan Khashoggi – sein Neffe Jamal wurde 2018 im Auftrag des  Kronprinzen Bin Salman bekanntlich per Knochensäge zerlegt – wie auch ihres Vorgängers “BCI” – der Bank von  “Kosher Nostra”-Boss Meyer Lanksy – spielen vom Mord an John F. Kennedy über die “Iran-Contra”-Affäre bis zu  9/11 eine sinistre Rolle. Hier ein kurzer Abschnitt dazu aus meinem Buch  “JFK-Staatsstreich in Amerika”.    Dass Epstein wegen seiner “Sexstrafttaten” so lange unbehelligt und “sauber” blieb, hatte einen Grund: er betrieb eine  milliardenschwere Großwaschanlage für Gelder aus  illegalem Waffen,-und Drogenhandel von CIA, MI-6, dem saudischen Geheimdienst und – allen voran! – dem Mossad. Weshalb New York Times, Washington Post etc. pp. wg. Israel-Tabu das Thema über Epsteins nunmehr offenliegende und eindeutige Verbindung  einfach umschiffen: “Weitergehen, nichts zu sehen!”  Dazu hier ein instruktiver Rant von Mike Benz.

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Wir hatten ja bei der letzten 3.JT-Sendung Probleme, wahre – gute – schöne Nachrichten zu finden. Hier kommt jetzt eine, aus einem Podcast von Megyn Kelly und Glenn  Greenwald: Eine ältere Frau, Jennie, die ein Charlie Kirk -T-Shirt trägt und in einem Billigladen irgendwo in Kalifornien Regale einräumt, wird von der politisch korrekten Tussi Michaela angemacht, weil Kirk doch eindeutig ein “Rassist” wäre. Jennie verneint das ganz ruhig, Michaela beharrt darauf – und stellt ihr “kritisches” Video der Befragung auf Facebook. Ihr Arbeitgeber – ein medizinischer Dienst  – erhält daraufhin über 6.000 Anrufe und Protest-Mails, die ihre Entlassung fordern, was den Chef und auch Michaela zu einer öffentlichen Entschuldigung für dieses Fehlverhalten nötigt. Worauf Jennie von einem lokalen Netzwerk dazu interviewt und gefragt wird, ob sie auch für eine solche Entlassung sei. “Nein”, sagt  Jennie: “Two Wrongs Don`t Make a Right”. Daraufhin rufen Zuschauer zu einer Spendenaktion auf, damit die alte Jennie nicht mehr so schuften, mal Urlaub machen und sich von solchen Woke-Attacken erholen kann In kürzester Zeit wurden 200.000 Dollar gespendet.  Dann holte  TPUSA die süße Großmutter bei einem Großevent auf die Bühne – jetzt ist Jennie Millionärin und muss nie mehr arbeiten. Soweit die Weihnachtsgeschichten aus God Old America…

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“Lebbe gehd weider” wusste schon  der große Philosoph der Frankfurter Eintracht Schule, Steppi Stepanovic, “Just remember: Death Is Not The End!” erinnert der große Philosoph der Folklore, Bob Dylan: Oh, the tree of life is growing Where the spirit never dies And the bright light of salvation shines In dark and empty skies”, und als der stahlgewittergestählte Autor Ernst Jünger gefragt wurde, ob er glaubt, dass das Leben nach dem Tod weiter geht, antwortete er: “Ich glaube es nicht, ich weiß es.” Dass ein solches Wissen nicht auf Einbildung, sondern auf Fakten beruht und der “klinische Tod” nicht das Ende des Bewusstseins bedeutet, macht das Gespräch mit dem  Kardiologen Pim van Lommel deutlich.  Und auch dem Hirnforscher Christof Koch ist ziemlich klar, dass Bewusstsein nicht an den Körper gebunden ist. Und wenn das keine guten Nachrichten ist, was dann? Besser als unendliches Bewusstsein und ewiges Leben geht nun wirklich nicht. 
In diesem Sinne, fröhliche Weihnachten allüberall…!


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Mathias Bröckers: Inspiration – Konspiration – Evolution. Gesammelte Berichte aus dem Überall,  Fifty-Fifty (Juni 2024), 464 Seiten, 30 Euro

3.JT #124: ALLES WIRD GUT

Herzlich willkommen zur großen 3. Jahrtausend Show zum Jahresende! Für diese Sendung haben wir uns vorgenommen, nur gute Nachrichten zu berichten. Wochenlang haben wir danach gesucht und sogar die KI gefragt. Aber: Die hat auch nix gefunden. Es gibt einfach derzeit keine guten Nachrichten. Aber am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Alle Links zur Sendung auf ExoMagazin.



Ein “anregender Meisteressay”

Vor fünf Jahren erschienen aber nach wie vor lesenswert, leider nur noch als e-Book erhältlich. (Repost vom 16.12.2019)

In der Zeitschrift “Zivilimpuls” ist eine schöne Rezension von “Newtons Gespenst und Goethes Polaroid” erschienenen (hier als pdf), im Folgenden einige Auszüge:

“Als Fritjof Capra 1982 in seinem Buch „Wendezeit“ unzählige Wissenschaftler zitierte, die auf Grenzgängen innerhalb ihrer Forschungsgebiete zu neuen Begriffen über Raum und Zeit, Leben und Bewusstsein gekommen waren, blieb ihm unbekannt, dass 40 Jahre vor ihm Jean Gebser eine nahezu exakt identische Um- und Überschau gehalten hatte. Hingegen wiesen ihn deutsche Leser darauf hin, dass 80 Jahre zuvor Rudolf Steiner und 200 Jahre vor Capra bereits Goethe doch auch Erkenntnisse in diesem neuen, zugleich wissenschaftlichen wie spirituellen Sinne errungen hatten. Capra verfasste daraufhin für die 2. deutsche Auflage 1985 ein kurzes Vorwort zum ganzheitlich-ökologischen Denken in der deutschen Geistesgeschichte. Es war dies aber nur eine kurze Skizze; man hätte gerne Genaueres erfahren. 34 Jahre nach Capras Skizze reicht nun Mathias Bröckers, der auch damals schon aufmerksam die Literatur verfolgt hat, eine vertiefende Darstellung nach, welche die Brücke von Goethes ganzheitlichem Wissenschaftskonzept zur holistischen Denkweise der von Capra aufgerufenen westlichen Wissenschaftler der vergangenen 50 Jahre auf schönste Weise zu schlagen vermag. (…) Mathias Bröckers hat uns Heutigen in wunderbar verdichteter, pointierter Form einen Begriff vermittelt für die Modernität der Goetheschen Wissenschaft, indem er die Brücke zu einer alternativen „Unternatur“-Forschung, d.h. einer sich von Newtons Einseitigkeiten distanzierenden Apparateforschung schlug(….) Ein weiterer Essay, der diese Forschungsrichtung in ein Gespräch brächte mit der von Lovelock, Margulis und Capra, mit Goethe als kräftigem Vermittler, um nicht zu sagen: mittlerem Drittel einer menschengemäßen Natur-Forschung mit Ausblicken auf die Über- und Unternatur, wäre durchaus eine Anfrage an den Autor. Und diese Anfrage ist mit tiefem Respekt gestellt vor seinem so anregenden wie gesund den Notwendigkeiten einer zeitgemäßen Wissenschaft nachforschenden Meisteressay von 2019 über „Newtons Gespenst und Goethes Polaroid“, mit dem der Westend Verlag einen wirklichen Impuls in die gegenwärtige Wissenschaftswelt gesetzt hat.” (Jens Göken)

Weil es auf Weihnachten zugeht und in Sachen Geschenke wieder die Parole gilt: “Der Trend geht zum Zweitbuch!” hier noch der Hinweis, dass sich dieser “Impuls” besonders gut für den einen oder anderen Gabentisch eignet.  Warum ich (nach 9/11, JFK, Putin, Trump) jetzt ausgerechnet über Goethe geschrieben habe wurde des Öfteren gefragt und hier kurz beantwortet, sowie ausführlicher in einem Gespräch mit Dirk Pohlmann über das Buch.

“Newtons Gespenst und Goethes Polaroid”, Westendverlag, 128 Seiten, Hardcover, 15,00 Euro

3. JT #123:KRIEGSWIRTSCHAFT

Die Europäische Union will Krieg, während Trump mit den Russen über Frieden verhandelt. Warum rüstet die EU weiter gegen Russland, welcher Plan steckt dahinter? Gibt es überhaupt einen Plan? Denn im Moment sieht es eher so aus, als würde es die EU bald nicht mehr geben. Außerdem: Der Mord an dem US-Aktivist Charlie Kirk weitet sich gerade zu einer internationalen Affäre aus, oder besser gesagt: zu einem regelrechten Mafia-Thriller. Über all das reden Robert Fleischer, Dirk Pohlmann und Mathias Bröckers in der 123. Ausgabe des 3. Jahrtausend.

 

Flashback: Von 9/11 zu 9/10

Die Ungereimtheiten und Merkwürdigkeiten des Mords an dem christlich-konservativen Aktivisten  Charlie Kirk ziehen weitere Kreise und führen  – unvermutet – tief in das “rabbit hole” finsterer Verschwörungen. Nicht weil die Podcasterin Candace Owens und etliche  “citizen journalists” das offizielle 9/10-Narrativ des Einzeltäters Tyler Robinson massiv ins Wanken gebracht haben, sondern weil sie mit ihren Recherchen – ohne es zu ahnen  – in ein viel größeres Wespennest gestochen haben.
Indem sie – eigentlich ein Job des FBI – den Flugverkehr in Provo/Utah unter die Lupe nahmen und zwei unter ägyptischer Militär-Flagge fliegende Gulfstream-Jets entdeckten, die dort in den Wochen vor und auch  am Tag des Attentats unterwegs waren. Weitere Recherchen dieser Flugzeuge zeigten dann, dass sie sehr häufig auch an Orten von Charlie Kirks TPUSA-Events gelandet waren – und außer Kairo und Paris oft auch einen (von einer französischen Firma angemieteten) Hangar in Willmington /Delaware anflogen – alles unter diplomatischer Flagge und ohne Kontrollen.

Nachdem Candace Owens vor zwei Wochen von einem Whistleblower aus Paris informiert wurde, dass wegen ihrer “Becoming Brigitte”-Serie (über Madame Macrons Penis)  ein Spezial-Kommando der Fremdenlegion mit ihrer Ermordung beauftragt worden sei, haben die mysteriösen Flugbewegungen dieser Militärjets in Utah zu einer Recherche geführt, die einen noch  tieferen und böseren Hintergrund offenbart, als “nur” den politischen Mord an der vom christlich-zionistischen Pro-Israel-Pro-War-Glauben abgefallenen Führungsfigur Charlie Kirk. Und auch mehr als “nur” einen internen Putsch, weil Kirk den Verdacht, dass TPUSA in Geldwäsche-Operationen verwickelt sein könnte, von einem neutralen Gutachter überprüfen lassen wollte. Und weil er “Nein” zu Netanjahu sagte, der Finanzen versprach, die den 80-Millionen-Bettrieb TPUSA “auf ein neues Level” bringen würde. 
 
Sind doch diese Milliönchen sind nur Peanuts im Vergleich zu den Milliarden, die auf dem Spiel stehen, welches hinter dem Flugplan dieser merkwürdigen Militärjets stecken könnte: die Lieferkette und ein Beschaffungsprogramm zur Produktion von Nuklearaketen, die George Webb seit Jahren recherchiert hat. Mit Schwerpunkt in Utah, wo Meiler, Minen und Produktionsbetriebe unverzichtbare Bestandteile für die “Doomsday”-Raketen des Pentagon liefern – und diskret auch für die Ukraine und ihre europäischen Unterstützer. Oder was sonst haben ägyptisch-französische Militärjets dauernd auf abgelegenden Flughäfen im Wüstenstaat Utah zu suchen ? Wollen Macron, Starmer & Co. es gern noch  einmal richtig krachen lassen,  und dem Zelensky-Regime eine Nuklearraekte in die Hand drücken, bevor Trump einen Friedensdeal mit Putin macht? 

In ihrer gestrigen Sendung   erwähnte Candace Owens im Zusammenhang mit Geschäftsgebäuden in der Nähe dieses Hangars in Wilmington den Namen des Chemiekonzerns DuPont, dem “traditionsgemäß” die halbe Stadt dort zu gehören scheint. Als sie dann den Namen des aktuellen  Erben, Pierre Dupont, erwähnte und  dass dieser Charlie Kirk und TP-USA ebenfalls viel Geld angeboten haben soll, klingelte es bei mir und ich musste kurz in das konspirologische Archiv hinunter steigen. Zwischen 1990 und 2000 kommen da zu  der schrecklich netten Familie “Dupont”  ziemlich unschöne Sachen mit der deutsche IG Farben (Zyklon B), Sprengstoffen, sowie Finanzierung der ersten Hanf-Prohibitionskampagne und Henry Fords Hanf-Auto in den 1930ern; und ab 2000 flattert mir als erstes die Kolumne entgegen, die ich am Morgen des 12.9.2001 geschrieben hatte. Der Ausgangspunkt der Serie (auf telepolis) und dreier Bücher (2002, 2003, 2011), die ich nie geschrieben hätte, wenn Journalisten und Medien ihrem Job weiterhin nachgekommen wären statt das Höhlenmärchen von Osama und den 19 Teppichmessern nachzubeten. 

So wie sie jetzt an der Legende eines LBTQ-fanatisierten Einzeltäters stricken, der mit der WK-1-Büchse seines Großvaters eine magische Kugel abgefeuert haben soll. In der nächstenden Sendung des “3. Jahrtausend” (am kommenden Freitag) werden wir das Thema weiter besprechen. Hier die zwei Tage nach 9/11 in der taz und bei telepolis erschienene Kolumne, in der die Kooperation von Dupont mit den Nazis nur kurz erwähnt wird, aber durchaus bezeichnend ist für diese schrecklich nette Familie.

Verschwörungstheoretische Anmerkungen zu einem Terroranschlag (12.09.2001)

Da es der 11.9.2001 war – 11+9+2+0+0+1 =23! -, ist für Verschwörungstheoretiker der Fall eigentlich klar. Seit die Romantrilogie Illuminatus von Robert A. Wilson und Robert Shea Mitte der 70er Jahre auf die absurde Beziehung der Zahl 23 mit verschwörerischen Phänomenen hinwies, ist die 23 gleichsam das Signum der Illuminaten, der geheimen Weltverschwörer.

Wer die nun genau sind, darüber geben die gängigen Verschwörungstheorien – sich nahtlos widersprechend – eindeutig Auskunft. Da zieht sich zum Beispiel eine Linie von ägyptischen Mystikern über den Salomonischen Tempel in Jerusalem, die Ritter des Templerordens und ihren multinationalen Bankkonzern im 12. Jahrhundert, diverse Freimaurerlogen der Renaissance bis zum heutigen »Rothschild-Clan« — oder von den assassinischen Mordkommandos Scheich Sinans, des  »Alten vom Berge«, über die gralsuchenden Katharer, die okkulte Thulegesellschaft als Vorläufer der Nazis, bis zum aktuellen »Rockefeller-Mob«, wie die Einflussgruppe um die Familie des Standard Oil-Gründers – samt ihren Organen CIA und Mafia – genannt wird. Dass in keiner Nachricht über den Terroranschlag erwähnt wird, wem denn das World Trade Center eigentlich gehört – Rockefeller -, und dass darauf sofort England ein Flugverbot über der Londoner City – dem Rothschild-Finanzzentrum – erlässt, ist für den Verschwörungstheoretiker natürlich bezeichnend. Und dass ein ehemaliger Spezi der CIA und Vetter von Bushs Saudi-Geschäftspartner Scheich Salim Bin Laden, der in Afghanistan gegen die Sowjets aufgebaute Osama Bin Laden, jetzt als Oberschurke für den Angriff verantwortlich gemacht wird, passt ins Bild.

Hatten die Bushs nicht schon Hitler erst mit Geld von Standard Oil und DuPont gepusht und dann abserviert und Europa neu geordnet; wurde nicht ausgerechnet der Großvater des amtierenden Präsidenten, der Großbanker Prescott Bush, noch 1942 wegen seiner Geschäfte mit Hitlerdeutschland angeklagt und verurteilt ? Lief es im Golfkrieg gegen Saddam, den »Wiedergänger Hitlers«, nicht nach demselben Muster ab, wobei er erst gegen Iran aufgebaut, dann zwangsweise abgerüstet wurde und als geopolitische Schachfigur weiter installiert blieb, um den Einfluss des »Mobs« auf den Nahen Osten (und den Ölpreis) – von Papa Bush »Neue Weltordnung« genannt – zu garantieren? Ließ man zuvor Khomeini in aller Gemüts-
ruhe von Paris aus deshalb den ersten islamistischen Gottes- staat installieren, weil man seine Ideologie nicht kannte – oder ging es um die persischen Ölquellen, die der Schah nicht freiwillig drosseln wollte?

Sind nicht alle militant-islamischen »Schurken« von ähnlichem, hausgemachtem Kaliber? Schauten Pentagon und Wallstreet dem israelischen Bruch des Völker- und Menschenrechts in Palästina nicht jahrelang ungerührt zu? Wusste nicht schon der erste Kriegstheoretiker Sun Tze vor über 2000 Jahren, dass man einen Gegner nie soweit in die Enge treiben darf, dass ihm nur noch Selbstmordattentate bleiben, gegen die es keinerlei Verteidigung gibt? Während das Pulverfass im Nahen Osten seit einem Jahr zündelt und die Local Trade Center in Palästina nach und nach von Raketen zerlegt werden, macht Rockefeller-Mann Bush seelenruhig vier Wochen Urlaub – und wundert sich jetzt, dass verzweifelte Kamikazekrieger zurückschlagen und eine Katastrophe auslösen?

Damals in Pearl Harbour, als man schon drei Wochen vorher vor einem Großangriff der Japaner gewarnt war, ließ man sie »heimtückisch« angreifen, um das eigene Volk zum Kriegseintritt zu bewegen. Wie kann da jetzt, fragt sich der Verschwörungstheoretiker, drei Monate nach der aus Ägypten kommenden Warnung vor einem Großanschlag, die logisti- sche Meisterleistung gelingen, vier Flugzeuge gleichzeitig zu entführen und unentdeckt zu den Anschlagszielen zu fliegen? Passagiere konnten aus den entführten Maschinen mit ihren Angehörigen telefonieren – aber Flugsicherung und Militär, deren weltweiten Schnüffelsystemen kein Furz eines indischen Reisbauers entgeht, haben nichts mitbekommen? Und das über ihrer eigenen Zentrale im Pentagon? Dieser Skandal wird merkwürdigerweise mit keiner Silbe thematisiert, während ein Dutzend jubelnder palästinensischer Kids zu »world wide news« werden.

Als Bush die Nachricht in einer Schule zugeflüstert wird, bleibt er merkwürdig ungerührt, auch bei seinem ersten Statement keine Sorgenfalten, kein wirkliches Entsetzen. Vielleicht weil die »Schurken« den verabredeten Zeitpunkt eingehalten hatten: Vor 9 Uhr sind im WTC keine wichtigen Banker und keine Besuchermassen, sondern ist nur das »Fußvolk« anwesend. Ein unvermeidlicher »Kollateralschaden« also, wie man Zivilistenopfer seit der Bombardierung Bagdads zu nennen pflegt. Ob es tatsächlich ein Motiv für das Unvorstellbare, eine inszenierte Katastrophe wie in Pearl Harbour gibt, werden die nächsten Aktionen der Weltordnungsmacht bald zeigen.”

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Die Candace Intelligence Agency

Anfang der vergangenen Woche habe ich auf Overton mit Roberto de Lapuente über die Aufklärung des Attentats auf den konservativen Aktivisten Charlie Kirk gesprochen,  und über die bekannten Muster, die sich hier zu wiederholen scheinen (siehe Video unten).  Zwar hat sich die Zauberkraft der “magischen Kugel”, die John F.Kennedy 1963 getötet und dem vor ihm sitzenden Gouverneur fünf Wunden  beigebracht haben soll, 62 Jahre später  in ihr Gegenteil verkehrt, ein höchst wundersames Mysterium ist das tödliche Geschoss aber geblieben. Das zur Großwildjagd verwendete Kaliber 30.06, das Bären oder Elchen den Schädel durchschlägt, hinterließ am Hals von Charlie Kirk nur eine kleine Eintrittswunde. Dass alle die Ballistik-Experten und Scharfschützen, die einen solchen Treffer nachgestellt und schwere Zerstörungen an ihren Dummies verursacht haben, sich durch die Bank irren und das Stahlskelett eines Wundermanns das Geschoss aufgehalten hat, ist nicht ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich. Und längst nicht die einzige Ungereimtheit in der offiziellen Story des FBI, das (einmal mehr) das Narrativ eines ideologisch motivierten Einzeltäters in die Welt gesetzt hat und Kritik daran (wie üblich) als “Verschwörungstheorie” brandmarkt.

Misstrauisch war von Tags Eins an Candace Owens, die ehemalige Sprecherin von TPUSA und langjährige Freundin von Charlie Kirk, die vor zwei Jahren bei dem rechten Outlet “Daily Wire” gekündigt wurde, weil sie Vertreibung und Völkermord in Gaza beim Namen nannte. Sie startete dann ihren eigenen Podcast, der mittlerweile zu den erfolgreichsten weltweit zählt, was sich weniger ihrer christlich-konservativ fundierten   Woke/MeToo/Feminismus-Kritik verdankt als ihren investigativen Recherchen: in den letzten Monaten zum Mord an Charlie Kirk, sowie davor der mehrteiligen Dokumentation “Becoming Brigitte”, nach der die Gattin des französischen Präsidenten, Brigitte Macron, als Mann geboren sein soll.

Um die mit einer Geburtsurkunde oder DNA-Test sehr leicht aus der Welt zu  schaffende  Behauptung zu widerlegen, haben die Macrons im Juli in  den USA eine 200-seitige Klageschrift mit Schadensersatzforderungen gegen Candace Owens eingereicht. Zuvor hatte Macron bei einem Treffen  den US-Präsidenten bereits beiseite genommen und erfolglos darum gebeten, die Journalistin zum Schweigen zu bringen, was zwar zu einem Anruf von Donald Trump bei ihr geführt hatte, nicht aber zu einem Verschwinden ihrer Serie. Die 36-jährige im Mai zum vierten Mal Mutter gewordene Podcasterin verweigert  jeden Rückzieher und lässt es auf ein möglicherweise teures Strafverfahren  wg. Majestätsbeleidigung der First Lady Frankreichs ankommen.

Anfang dieser Woche allerdings hat sie ihre tägliche Show “Candace” ausgesetzt, nachdem eine Quelle aus  Pariser Regierungskreisen ihr angeblich mitgeteilt hat, dass ein französisch-israelisches Spezialkommando für das Attentat auf Charlie Kirk  verantwortlich sei und auch mit ihrer Ermordung beauftragt wäre.  Hui…starker Tobak. Zuletzt hatte sie in ihren ihren Sendungen Fragen nach zwei Privatjets unter ägyptischer Militär-Flagge gestellt, die in den letzten Monaten sehr oft genau in den Städten landeten, wo   “Turning Point USA”, Charlie Kirk oder seine Frau Erika auftraten. Auch am Tag des Attentats war auf dem Flugplatz in Provo/Utah am Morgen eine dieser Maschinen angekommen und am späteren Nachmittag wieder abgeflogen. 

Das kann alles Zufall und leicht zu klären sein, berechtigt  aber durchaus auch zu dem Verdacht, dass es sich hier um die Observation der Zielobjekte einer verdeckte Operation handelt. Das FBI, das sich die Einmischung der Geheimdienste in  seine Ermittlungen verbeten hat,  wird jetzt nicht mehr umhin können, der Abteilung “Counterterrorism” zwecks Fahndung nach möglicher Beteiligung “fremder Mächte” grünes Licht zu geben. Um die Merkwürdigkeit dieser Militärjets in fünf Minuten zu aufzuklären und nachzuweisen, dass die ohnehin zu “Verschwörungstheorien” neigende “rechts-extreme”, “homo-phobe”, “anti-semitische” Candace Owens einmal mehr nichts anderes getan hat als mit sensationellen “Fake News” Klicks zu generieren.
Es wäre also sehr leicht, die unliebsame Journalistin zu diskreditieren, wenn  das, was ihre “Candace Intelligence Agency” zu Tage fördert, alles nur Fake und Fiktion wäre. Das ist es im Fall Charlie Kirk aber mit Sicherheit nicht, denn hier hat Candace Owens Fakten und Hintergrundinformationen geliefert, die für jede ernsthafte Ermittlung des Attentats unverzichtbar sind – und gleichzeitig schwere Zweifel an dem offiziellen Narrativ vom “verrückten Einzeltäters” Tyler Robinson nähren, der sich einen Tag nach der Tat der Polizei gestellt haben soll. Einer TV-Station, die bei des betreffenden Sheriff-Büros nach Bildern dieser Aktion nachfragte, wurde jetzt mitgeteillt, dass es solche Aufnahmen nicht gibt, weil die Videos der Überwachungskameras vor und im Gebäude nach 30 Tagen automatisch gelöscht würden. “Bitte weiter gehen, hier ist nichts zu sehen!”

In unserem hier schon angedachten Mafia-Thriller  können wir mit den Morddrohungen gegen die Detektivin Owens weitere Verdächtige aufnehmen: ein Motiv für den Mord haben neben den “Paten” Bibi und Donald und betrügerischen Intriganten innerhalb der TPUSA-Organisation jetzt auch  noch korsische Scharfschützen. Solche hatte der CIA-Haudegen William Harvey einst für verdeckte Operationen empfohlen und waren auch am 22. November 1963  “zuföllig” in Dallas/Texas, als JFK ermordet wurde…aber das  würde jetzt zu weit führen.

Ich habe mich für die Klatschgeschichten über Madame Macron nicht interessiert, wundere mich jetzt aber, warum man mit derartigem Klageaufwand dagegen vorgeht – und jetzt sogar mit einem Mordkomplott ? Und alles wegen eines vorhandenen oder nicht vorhandenen Pimmels ? Ich hatte bei dem Thriller um diesen Mord ja anfangs an Sergio Leone oder Coppola gedacht, mit Candace als django-artiger einsamer Rächerin,  mittlerweile bräuchte es aber erher einen Kubrick oder Tarantino, um  die  verwirrenden Krakenarme des Bösen ins Bild zu setzen. Dass sich die Heldin darin verstrickt, gehört dazu, sie mit Roten Heringen auf falsche Spuren zu bringen ebenso wie Diffamierung und Einschüchterung. “It was supposed to be you” – “Es war für dich gedacht” – soll bei ihrem Telefonat nach dem Anschlag der TP-USA Geschäftsführer Andrew Corvett zu ihr gesagt haben. Was Owens damals gar nicht verstanden hatte – nach dem  Leak aus dem Elysee-Palast leuchtete es ihr ein. Wenn einer der mysteriösen Jets demnächst Nashville/Tennessee, ihren Wohnort, ansteuert, wird sie auf der Hut sein. Und – so mein Eindruck – alles dafür tun, sich weiterhin nicht unterkriegen zu lassen. Und alsbald wieder auf Sendung gehen….

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Der Zensur-Industrielle-Komplex – Willkommen im New Normal Reich!

Das Zensurnetzwerk in Deutschland würde sich selbstverständlich  verbitten,  zu Hause so genannt und im Ausland mit der Schlagzeile “The Censorship Industrial Complex’s Power Grip in Germany” porträtiert zu werden. Es geht schließlich um “unsere Demokratie”. Es geht um Bekämpfung von “Desinformation” und Schutz vor “Hassrede” und “Verschwörungstheorien”, vor “Bedrohung der Demokratie” durch  “Rechtsextremismus” oder  “Verbreitung russischer Narrative” oder, oder…
Von Zensur kann  keine Rede sein, so etwas – siehe GG – findet in Deutschland nicht statt. Wer anderes behauptet, wie liber-net in der Studie über “Regulierung und Repression in Deutschland” ist eher verdächtig, sich eines der oben gelisteten Vergehens schuldig gemacht zu haben – und ein Fall für die 330 Regierungsbehörden und staatlich finanzierten “Nicht-Zensoren” von  Faktenchecker bis Verfassungsschutz, die das Internet zu einer “westlichen Werte-Welt” umbauen. Ein wokes Wolkenkuckucksheim orwellscher Dialektik, in der Krieg “Frieden” und Völkermord “Terrorbekämpfung” genannt werden muss, die Forderung “Free Palestine!” als Hassrede verfolgt wird und die Benennung eines “Schwachkopf”-Ministers zu Hausdurchsuchungen führt. Auf dass sich niemand unterstehen möge, die staatlich gemästeten  Zensur-Industriellen-Cancel-Komplex-Einheiten (ZICKEN) als  Krakenarme  eines diktatorischen, totalitären Kontrollregimes zu bezeichnen und von ihrem Aufstieg zu erzählen, ist die Polizei in Berlin jetzt bei C.J.Hopkins, dem Autor des Buchs “The  Rise the New Normal Reich”, vorstellig geworden und hat seinen Computer beschlagnahmt. Schon im letzten Jahr  stand der in Berlin lebende Theaterautor und Satiriker wegen des nahezu unsichtbaren Hakenkreuzes in einem Tweet vor Gericht, das auch auf dem Cover seines Buchs abgebildet ist.
Dass das Cover von Hopkins`  Werk einen historischen Klassiker ironisiert  und schon im Sinne der Kunstfreiheit vor dem Zugriff von ZICKEN geschützt sein muss, tat der Klage keinen Abbruch. Der Hakenkreuzzug (siehe Bericht unten) diente denn auch nicht einem möglicherweise rechtswidrigen Aussehen des Buchs, sondern seinem Inhalt, der zwar nicht rechtswidrig, aber unerwünscht war,  weil er im New Normal Reich des deutschen Corona-Regimes frappierende Parallelen zum Dritten  Reich erkannte.

Hakenkreuzzüge in New Normal Germany

“Diese neue Ermittlung, die Durchsuchung meiner Wohnung und die Beschlagnahmung meines Computers sind offensichtlich verfassungswidrig und stellen eine dreiste Verletzung meiner Rechte als Autor und Verleger gemäß dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland dar, ” schreibt C.J. Hopkins auf seinem Blog und kündigt rechtliches Vorgehen gegen die Maßnahme an.
Noch ist das Verfahren um das fast unsichtbare Nazi-Symbol auf seinem Tweet nicht abgeschlossen, nachdem das Berliner Kammergericht den Freispruch des Landgerichts zurückgenommen hatte, doch das ist den Hakenkreuzrittern offensichtlich nicht genug – es geht nicht mehr um die Abbildung “verfassungswidriger” Symbole, jetzt geht es um das Schreiben und Veröffentlichen ganzer Bücher.

Und nach dem bekannten Diktum von Ignazio Silone, dass sich der neue Faschismus nicht so nennen wird, “sondern sagen wird: ich bin der Antifaschismus” – und sich natürlich verbitten muss, mit dem alten auf eine Stufe gestellt zu werden – lautet die entsprechende Methode: “Wir beseitigen dich nicht, weil du ein Nazi bist – Wir erklären dich zum Nazi, damit wir dich beseitigen können!”

Unterdessen wurde auf europäischer Ebene die “Chat-.Kontrolle” – die anlasslose Massenüberwachung von 450 Millionen EU-Bürgern – ohne Debatte im Rat abgenickt und durchgewunken. Für`s Erste sollen Signal, WhatsApp & Co. noch nicht dazu gezwungen werden, in drei Jahren wird dann “überprüft”, ob die Totalüberwachung privater Kommunikation gesetzlich verordnet werden muss. Das finale Gesetz ist zwar noch in der Pipeline, doch wo hin die führt ist absehbar. Willkommen im New Normal Reich!

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3.JT #122: NEO-KOLONIALISMUS

NEOKOLONIALISMUS – SO NENNT MAN GENAU DAS, WAS SICH GERADE VOR DER VENEZOLANISCHEN KÜSTE ABSPIELT.
Benötigt der US-Präsident dringend eine Ablenkung der Öffentlichkeit von den Erschütterungen durch aktuelle Enthüllungen? Warum sonst sollten die USA gerade wieder einen Regimechange planen? Oder ist es, weil Trumps konservative Unterstützer sich wegen der Israel-Lobby gerade selbst zerfleischen?

Solche Probleme haben wir in Deutschland natürlich nicht. Nur mit dem Nachzählen von Wählerstimmen haben wir’s nicht so doll: Das Bündnis Sahra Wagenknecht pocht mit Recht auf eine Neuauszählung – doch der verantwortliche Ausschuss mauert, aus Angst um die eigenen Mandate. Alle Links zur Sendung  auf Exomagazin.

JFK, MLK, RFK, CK – Wird der Fall Charlie Kirk unter “Aktenzeichen K” der ungeklärten politischen Morde der USA landen ?


Anfang Okotober hatte ich hier  ( MAGA vs.MIGA – von JFK bis Charlie Kirk) festgehalten, dass die Ermittlungen des Attentats auf den konservativen Aktivisten und Gründer von “Turning Point USA” Charlie Kirk nach den klassischen Vertuschungs-Mustern politischer Morde in den USA ablaufen.  Mit einem verrückten/verwirrten/radikalen Einzeltäter, einem sofortigen offiziellen  Narrativ und der Ausschaltung oder Diffamierung jeder Kritik an der Beweiskraft der Indizien. Als nach dem Mord an John F. Kennedy recherchierende Journalisten und Autoren zu den offensichtlichen Lücken und Ungereimtheiten der offiziellen Untersuchung laut wurden, empfahl die CIA in einem Rundschreiben an ihre Büros gegen diese Kritik publizistisch vorzugehen und ein bis dahin relativ unschuldiges Wort – “Verschwörungstheorie” – als Kampfbegriff in der psychologischen Kriegsführung  einzusetzen. Mit dieser Methode wird seitdem im öffentlichen Diskurs standardmäßig gearbeitet wenn es darum geht, Zweifel an  offiziellen Narrativen auszuschalten und Kritiker als unseriös/verlogen/bösartig erscheinen zu lassen. Von den Morden an JFK, MLK, RFK über 9/11 bis Covid  war das so zu beobachten. Wie jetzt, nach 9/10, mit dem Mord an Charlie Kirk und dem angeklagten Einzelschützen Tyler Robinson.

Anders als bei den Schüssen auf JFK in Dallas 1963 waren an der  Utah Valley Universität (UVU) aber nicht nur der Textilunternehmer Zapruder mit seiner Super-8-Kamera, sondern über 3.000 mit Smartphones ausgestattete Zeugen anwesend. Außerdem schauten zahlreiche Überwachungskameras ununterbrochen auf die UVU – Gebäude, von denen das FBI bisher aber nur Aufnahmen einer nach dem Schuss  auf einem Dach weglaufenden Gestalt  veröffentlicht hat, bei der es sich um den 22-jährigen Tyler Robinson handeln soll.
Wie der mit der angeblichen Tatwaffe, einem vom Großvater stammenden Mauser-Gewehr aus dem 1. Weltkrieg, das später in einem Waldstück gegenüber der Uni gefunden wird, auf das Dach kam, in Stellung ging und abdrückte, ist merkwürdigerweise nicht auf den gezeigten Bildern zu sehen, genauso wenig wie beim Weglaufen der Gestalt ein Gewehr. Stattdessen wird auf einen am Tatort gefundenen Schraubenzieher mit Robinsons Fingerabdrücken verwiesen, mit dem er das Schießeisen auf dem Dach demontiert haben soll. In einem Wäldchen gegenüber der Uni wird dann der in ein Handtuch eingewickelte Karabiner gefunden  – wieder zusammengebaut, ohne Schraubenzieher (?) – mit Munition des Kalibers 30.06.
Solche Munition wird zur Großwildjagd verwendet und hat auf 150 Meter massive  Durchschlagskraft,  bei Charlie Kirk indes nur eine kleine Eintrittswunde hinterlassen, weil das Rückgrat dieses “Manns aus Stahl” das Geschoss angeblich aufgehalten hat. Der offizielle Autopsiebericht zu diesem Wunder liegt noch nicht vor. Dafür aber seit letzter Woche eine vom Gericht erlassene “Gag-Order”, die sämtlichen Zeugen der Tat und allen am Verfahren Beteiligten verbietet, sich darüber zu äußern oder zu publizieren – um die Jury im Vorfeld nicht zu beeinflussen.

Da sich Tyler Robinson keinen Strafverteidiger genommen hat, wurden ihm Pflichtverteidiger zugeordnet – vom Generalstaatsanwalt (!),  der andere Pro-Bono-Angebote von qualifizierten Anwälten nicht weiterleitete. Was ist von einem Prozess zu erwarten, bei dem die Ankläger sich die Verteidiger selbst aussuchen und 3.000 Zeugen zum Schweigen verurteilt sind, selbst wenn sie möglicherweise Entscheidendes gesehen, gehört, gefilmt haben? Ein ordentliches Ermittlungs,- und Strafverfahren wohl kaum – und wie die Nicht-Ermittlungen des FBI zeigen, ist ein solches offenbar auch nicht erwünscht.
Wie die Regierung Johnson 1963 ff. mit der “Einzeltäter”-Legende  Lee Harvey Oswald/Motiv: “Kommunist”, sehr gut in den Vietnam-Krieg ziehen konnte, passt der Regierung Trump der “lone gunman” Tyler Robinson/Motiv:”Woke-Antifa-Aktivst”, bestens in`s politische  Konzept, gegen alles was “links” ist vorzugehen.  Weshalb das Weiße Haus zwar den 14. Oktober zum nationalen  “Charlie Kirk Gedenktag” ausrief, an weiteren Ermittlungen aber keinerlei Interesse hat und die (damals wie heute) willfährigen Großmedien die offenen Widersprüche  und Fragen des offiziellen Narrativs ignorieren: “Weiter gehen, hier ist nichts zu sehen!”, bzw. nur von den “üblichen Verdächtigen” und das sind:  Staatsfeinde, Verschwörungstheoretiker, Antisemiten, Extremisten.

Doch 2025 waren nicht nur viel mehr Kameras am Tatort als 1963, es existieren auch viel mehr Möglichkeiten, Bilder und Dokumente der Öffentlichkeit bekannt zu machen: die “Verdächtigen” haben Reichweite. Und dass die Großmedien die Merkwürdigkeiten und Hintergründe dieses politischen Mords und der Ermittlungen seit Wochen heftig beschweigen, verhindert nicht, dass sie bekannt werden und nicht nur ein bisschen Staub aufwirbeln, sondern mittlere Erdbeben auslösen, wie jetzt  im  konservativen Lager die Debatte “America First!” und/oder “Israel First!”.
Dasselbe Problem also, über das Charlie Kirk in den letzten Monaten mit seinen Spendern und Beratern in Clinch geraten war, weil er diese Frage bei seinen Events  mit Kritikern das Gazakriegs wie dem jüdischen Comedian Dave Smith oder dem populären konservativen Moderator Tucker Carlson  diskutierte. Und das weiterhin tun wollte, auch wenn Großspender ihm deshalb Millionenbeträge entzogen und Israels Präsident  ihm noch viel mehr Geld in Aussicht gestellt haben soll, wenn er weiter auf seinem christlich-zionistischem Kurs bleibt. Was Charlie verweigerte. Und sich sogar herausnahm, die Ereignisse des 7. Oktober und die weitere US-Unterstützung des Gazakriegs in Frage zu stellen
Ob er ein Angebot bekommen hat, “dass man nicht ablehnen kann” wissen wir nicht, wenn dem so war, müsste man Bibi Netanjahu, der am Tag nach dem Attentat sofort und ungefragt verkündete dass Israel mit dem Mord nichts zu tun habe,  in einem Mafia-Thriller  als Paten der “Kosher Nostra” ins Bild setzen, bei der vorauseilenden Händewaschung in Unschuld ..


Die zahlreichen Indizien und Hinweise auf die Lückenhaftigkeit des FBI-Narrativ vom Einzeltäter Tyler Robinson, das auf veröffentlichten Videos zu sehende merkwürdige Verhalten des Security-Teams und der engsten Mitarbeiter direkt nach dem Anschlag, die Videos möglicher weiterer Schützen, die Abwesenheit lokaler Polizei,  der Abtransport des Opfers nicht im Rot-Kreuz-Wagen zum nächsten, sondern im Privat-SUV zu einem weiter entfernten Hospital und viele weitere Merkwürdigkeiten, die  Candace Owens, ehemalige TP-USA Sprecherin und gute Freundin von Charlie Kirk, auf ihrem Podcast seit Wochen zusammenträgt – all das macht deutlich,  dass wir es hier nicht mit der Tat eines einsamen Irren zu tun haben, sondern mit einer verdeckten Operation, einer Verschwörung zum politischen Mord.


Dass bei der Ermittlung eines Mords an einem einflussreichen politischen Akteur nicht nur die Polizei, sondern auch auch Geheimdienst hinzugezogen werden, um mögliche Verbindungen des vermeintlichen Täters zu verdächtigen Organisationen im In,-und Ausland zu checken,  scheint eine Selbstverständlichkeit. Nicht so im Fall Charlie Kirk, wo FBI-Direktor Kash Patel – in unserem Thriller der Polizeichef mit dem irren Blick – dem Direktor des “National Counterterrorism Center” Joe Kent Kompetenzüberschreitung vorwirft, weil er die Ermittlungsakten des FBI studiert hat.
Das ist mehr als ein typischer Revierkampf von Behördenchefs und in dem mit Ungereimtheiten gespickten Fall derart merkwürdig, dass auch die “New York Times” (archived) nicht umhin kam, darüber zu berichten:

Mr. Patel was troubled that Mr. Kent had gone through F.B.I. material related to the case, according to the people knowledgeable on the matter. Mr. Kent’s efforts were a topic at a White House meeting that included Mr. Patel, Mr. Kent and his direct superior, Ms. Gabbard. Top Justice Department officials, Vice President JD Vance and the White House chief of staff, Susie Wiles, were also there, according to several of the people who spoke to The New York Times about the matter.

Nach diesem Spitzentreffen im Weißen Haus kam es dann zu einem lauwarmen gemeinsamen Statement, dass man weiterhin “unter jeden Stein” schauen will. Da sind sich die Direktorin der Geheimdienste Tulsi Gabbard, der FBI-Chef und Vizepräsident  Vance ganz einig. “Bitte weiter gehen, hier ist nicht zu sehen!” Schon gar keine Verbindungen, Beeinflussungen oder Mittäterschaft von fremden oder einheimischen Mächten. Keine Islamisten, keine Russen und selbstverständlich keine Israelis – keine Spur. Die zweite gerichtliche Anhörung des Angeklagten, die am 30. Oktober erfolgen sollte, wurde jetzt auf Mitte Januar verschoben. Bis dahin: Redeverbot für alle Beteiligten und Zeugen!

Doch die “üblichen Verdächtigen” (siehe oben) geben keine Ruhe,  bloggen, streamen und podcasten unermüdlich weiter und sorgen von der MAGA-Basis bis hoch ins Weisse Haus für Spannungen. Um das Vermächtnis von Charlie Kirk und die Außenpolitik der Republikaner nach Trump, die Unvereinbarkeit von MAGA mit MIGA und die Forderung nach Abkehr von der “Israel First!”-Politik, die  bei Charlie Kirk`s Debatten seit dem Gazakrieg  von TP-USA Anhängern immer häufiger laut geworden waren. Und auch ihn persönlich – aus christlich-moralischen wie aus national-politischen Gründen – zunehmend überzeugte und kritisch gegenüber dem Kurs der Trump-Regierung werden lies. Sowie gegenüber seinen Sponsoren, die ihn unter Druck setzten, um ihn politisch auf Pro-Israel-Kurs und theologisch bei den Dogmen des evangelikalen Zionismus zu halten. 

“Christlicher Zionismus” – Geopolitik mit dem Alten Testament

Diese Anfang des 20. Jahrhunderts entstandene Ideologie und Bewegung,  die die Rückkehr der Juden in das Land Israel als Erfüllung  biblischer Prophezeiung und Vorbote der Wiederkunft Christi betrachtet, wäre über den Status einer unbedeutenden protestantischen Sekte kaum hinaus gekommen,  wäre sie nicht vom britischen Imperium entdeckt und gefördert worden, um Christen für die aktuelle Kolonialpolitik – die Ansiedelung von Juden in der britischen Kolonie Palästina – zu gewinnen.  Im selben Jahr wie die Balfour Deklaration dieses Vorhaben verkündet, 1917, erscheint bei der ehrwürdigen Oxford University Press die “Scofield Reference Bible” und beschert dem Verlag erstmals einen Millionenseller. Mit ihrer wörtlichen Interpretationen alttestamentarischer Endzeitprophezeiungen ist die kommentierte Bibelauslegung des amerikanischen Anwalts und “wiedergeborenen” Predigers Cyrus Scofield bis heute Grundlagenwerk der Sekte. Ihre Überzeugung, dass erst nach dem großen Armageddon und der Zerstörung des Tempels in Jerusalem der Messias wiederkommt, wird indes damals wie heute nicht aus religiösen Gründen, sondern zur Rechtfertigung und Propagierung geopolitischer Ziele instrumentalisiert.
Durch Spenden republikanischer, evangelikaler und zionistischer Geldgeber war  TP-USA zu einer millionenschweren Organisation geworden und ihr Gründer Charlie Kirk zum bedeutendsten Influencer der amerikanischen Rechten.  Solange er als charismatischer “Evangelist” das christlich-zionistische Dogma verbreitete – und die Christen unter 30 für die Kolonialpolitik des Imperiums ideologisch bei der Stange hielt  – war Charlie Kirk der golden boy  der US-Konservativen und Israels. 
Bis er die Frage stellte, warum es an  der schwer befestigten Grenze in Gaza, die er persönlich besucht hatte, 20 Stunden dauerte, bis am 7.Oktober die Eindringlinge der Hamas gestoppt wurden – und darauf bestand, dass diese Frage gestellt und eine Debatte über die US-Finanzierung des Kriegs geführt werden muss.
Dazu hatte er auf einem TP-USA Großevent   im Juli den populärsten konservativen Journalisten des Landes, Tucker Carlson, auf die Bühne geholt. Vor seinem Auftritt, so berichtete Carlson, hätte er dem Freund wegen des Konflikts mit den Großspendern angeboten, Israelkritik bei seiner Rede auszublenden, doch Charlie hätte den Kopf geschüttelt und mit “No, Tucker, go!” zur freien Rede aufgefordert. In  einem privaten Chat mit Mentoren, Pastoren und dem TP-USA-Team hatte er zuvor bekundet, dass ihm keine Wahl bleibt die “Israel-First!”- Linie aufzugeben,  auch wenn er dafür mit den “üblichen Stereotypen” diffamiert wird – und Carlson und andere israelkritische  Konservative auch bei künftigen Großevents einladen werde.  Der Wortführer der konservativen GenZ war also dabei, die jungen MAGA-Republikaner – ohne deren Stimmen Trump nie Präsident geworden wäre –  wieder auf das  nationale “America First!”- Versprechen  einzuschwören, das Trump mit seiner globalistischen, interventionistischen Neocon-Politik gebrochen hatte.

In unserem Mafia-Thriller hat also nicht nur der zionistische Clanchef Bibi einen Grund, einen gefährlichen Abweichler und “Verräter” zu beseitigen, sondern auch Donald als Pate der Republikaner ein Motiv, den populären Führer der Parteijugend (und potentiellen Nachfolger!?) zu stoppen, bevor dieser die künftige Ausrichtung der ganzen Partei umkrempelt und die rechten Jungwählern von  “America First 2.0” überzeugt: MAGA ohne MIGA.
Über ein Motiv hinaus verfügen beide Paten zudem, wie bei Mafiabossen selbstverständlich,  über die Mittel und Möglichkeiten, öffentliche Hinrichtungen als verdeckte Operationen durchführen zu lassen. Die Detektive im Fall Kirk müssen auf dem Weg der Wahrheitsfindung also nach Spuren von  zwei mächtigen Clans und deren Spezialisten für solche “Hit-Jobs” suchen, sowie auch in Erwägung ziehen, dass bei der Vor,-und Nachbereitung möglicherweise arbeitsteilig gearbeitet wurde. Also zum Beispiel Ausschau halten nach einem James Jesus Angleton-artigen Doppelagenten in der CIA, der  nicht nur gegen den  expliziten Willen von Präsident Kennedy    – siehe Ken McCarthy:  “JFKs and RFKs Secret War Against Zionist Extremism” – die nukleare Bewaffnung Israels betrieb, sondern auch den  späteren Präsidentenmord-Sündenbock Lee Harvey Oswald unter Kontrolle hatte.
Weil es mit Sicherheit sehr schwer sein wird, einen Täter wie “The Ghost” – so der Titel von Jefferson Morley`s Angelton-Biographie – zu fassen zu kriegen, scheint es eher wahrscheinlich, dass künftig die  Liste der ungeklärten politischen Morden – JFK, RFK, MLK – um ein CK ergänzt werden muss. Und die “magische Kugel”, deren Durchschlagskraft Präsident Kennedy tötete und dem vor ihm sitzenden Gouverneur fünf Wunden beibrachte, noch um ein weiteres wundersames Geschoss, Kaliber 30.06, ergänzt werden muss,  das  Elchen oder Bären den Schädel zertrümmert,  bei Charlie Kirk aber nur ein unscheinbares  Loch im Hals verursacht hat.

Bürgerkrieg im rechten Lager

Zwar nur mit Verbalattacken doch ebenfalls mit schwerem Kaliber ist unterdessen im gesamten konservativen Lager ein interner Bürgerkrieg um die “MAGA und/oder MIGA” – Frage ausgebrochen, wo dem von Trump-Wählern allseits geschätzten Tucker Carlson jetzt das Etikett “gefährlichster Antisemit des Landes” angehängt wird. Weil er Nick Fuentes, den jungen Hardcore-Nationalisten zu einem Talk eingeladen hat, der mit seinem Podcast und Millionen Fans jahrelang gegen Charlie Kirk  als zu immigrantenfreundlich, zu schwulenfreundlich und zu israelfreundlich polemisiert hatte.
Die “Hysterie”, so Glenn Greenwald, die darüber im rechten Lager mit Forderungen nach Ausschluss, Ausgrenzung und Zensur von Tucker Carlson ausgebrochen ist, hat ihre Wurzeln aber weniger in dem inhaltlich kaum skandalösen Gespräch, sondern  in  der anti-interventionistischen, israelkritischen Haltung, die Tucker Carlson bei seinen Auftritten und Sendungen explizit vertritt. Ebenso wie die Forderung nach Offenlegung der Klienten und Kontakte des Agenten/Zuhälters/Geldwäschers Jeffrey Epstein und seiner Mossad/MI 6/CIA-Verbindungen – Whitney Webb`s hervorragende Recherche des Falls “Eine Nation unter Erpressung”  ist unlängst auf deutsch erschienen – die Trump und sein heutiger FBI-Chef von der Biden-Regierung noch einforderten, um sie dann gemeinsam unter den Teppich zu kehren.

Dass Tucker Carlson diese Verbindungen bei der TPUSA-Großveranstaltung mit Charlie Kirk ansprach, hat nach den Recherchen von Max Blumenthal  auf The Grayzone zu dem Eklat mit seinen zionistischen Großspendern geführt. Ein Riss, der mittlerweile durch die ganze republikanische Partei inklusive der mächtigen “Heritage”-Stiftung geht. America First vs. Israel Frist ist die Frontlinie in diesem Bruderkrieg der US-Konservativen, dem Kampf um die Ausrichtung der Partei in der Post-Trump-Ära. Und um das Festhalten an der Strategie des Britischen Empire, auch im 20. Jahrhundert Christen für imperiale, koloniale Projekte zu mobilisieren, mit der christlich-zionistischen Scofield-Bibel in der Hand.

Weil Charlie Kirk dabei war, sich von den Dogmen dieser Ideologie zu verabschieden, gärt unter dem politischen auch ein religiöser Konflikt. Insofern mangelt es unserem Italo-Krimi, auch wenn er im Mormonenstaat Utah spielt, nicht an fragwürdigen “Geistlichen”, die “Im Namen des Herrn” aktiv werden. Oder wegschauen. So führte dann eine kurze Bemerkung von Candace Owens, dass Charlie seit einiger Zeit die katholische Messe besuchte und überlegte zum Katholizismus zu konvertieren, zu einem Aufschrei seiner Pastoren bei TP-USA über diesen “Nonsens!” und ausführliche Beteuerungen, dass Charlie Kirk theologisch bis zum Ende treu auf seiner christliche-zionistischen Linie geblieben wäre. Zum Katholischen hätte er nur wegen der “schönen Architektur” der Kirchen geneigt.

Die “Candace Intelligence Agency” ermittelt

Solche “kleinen Lügen”, so Candace Owens, die als feuriger Pitbull der alternativen Ermittlungen nicht locker läßt, hätten sie erst richtig neugierig gemacht und mittlerweile zu dem Verdacht gebracht, dass Charlie möglicherweise von seinen eigenen Leuten hintergangen wurde und es um eine Übernahme der TP-USA-Organisation geht. Weshalb auch das von Charlie Kirk  einige Wochen vor seiner Ermordung angeordnete Audit über die Finanzströme, und  -Abflüsse des 100-Millionen-Betriebs bis heute nicht stattgefunden hätte..
Nach der goldenen “Follow The Money”-Regel kriminalistischer Recherche hätten die Detektive in diesem Fall somit außer den Mossad und/oder CIA-Motiven hier noch eine dritte Spur zu  verfolgen, was außer Candace aber niemand tut.
Nachdem die langjährige Mitarbeiterin von Charlie Kirk wegen ihrer israelkritischen Haltung bei dem rechten Outlet “Daily Wire” gefeuert worden war, startete sie vor zwei Jahren im Netz ihre eigene Show “Candace”, mit der sie in den letzten Monaten bis auf Platz 1 der politischen Podcasts vorgestoßen ist. Und damit nicht nur ihren Ex-Chef bei “Daily Wire”, Ben Shapiro, sondern auch alle anderen konservativen Kommentatoren abgehängt hat.   Nicht weil sie mit wilden “Verschwörungstheorien” nur “Klicks generiert”, sondern weil sie die blinden Flecken des offiziellen Narrativs benennt, die richtigen Fragen stellt und  authentisch ist. Und  bei ihren Standpunkten bleibt auch wenn die üblichen Schmähungen gegen sie  jetzt  nicht mehr aus dem linken Lager kommen, sondern aus dem eigenen von rechts. Hier die aktuelle “Trutherin” Nr. 1 mit dem jüdischen anti-zionistischen Comedian Dave Smith im Gespräch – zum Stand der Dinge und der Ermittlungen ihrer “CIA” (Candace Intelligernce Agency).

Würde der Angeklagte Tyler Robinson dasselbe Schicksal erleiden wie 1963 Lee Harvey Oswald und vor Beginn einer Gerichtsverhandlung um`s Leben kommen, müsste das “Aktenzeichen K” der ungklärten politischen Morde in den USA um den Fall Charlie Kirk bereichert werden. Da ein lebender Oswald angesichts der fragwürdigen Beweise samt “magischer” Kugel damals gute Chancen auf einen Freispruch gehabt hätte, kann bei der nebulösen Beweiskette des FBI auch der junge Robinson durchaus hoffen, der Todesstrafe zu entkommen.
Die 10 Minuten nach den Schüssen auf John F. Kennedy im 6. Stock des Schulbuchgebäudes entdeckte “Tatwaffe” wurde vor Ort von drei Detektiven der Dallas Police und dem Chef der Mordkommission anhand des Schriftzugs als “Mauser 7.65” identifiziert. Sie mutierte dann zwei Tage später zu einer “Mannlicher-Carcano 6.5”,  dem  von Oswald unter falschem Namen für 19,95 im Versandhandel erworbenen Schießprügel der italienischen Infanterie, dem in Italien nachgesagt wird, dass man wegen seiner Ungenauigkeit den Krieg verloren habe. (vgl. M.B. – JFK Straatsstreich in Amerika, S. 123 f. ). 
Wenn das Geschoss aus Robinsons großväterlichem Mauser-Karabiner tatsächlich von Charlie Kirks stählerner Natur aufgehalten wurde und als Beweisstück Nr.1 dem Gericht präsentiert wird, rückt der Angeklagte einer Verurteilung sehr nahe. Machtgeile Paten samt ihrer Killertrupps wären aus dem Schneider. Aus dem Mafia-Thriller müsste dann das Psycho-Drama werden, wie “Wokeness” einen schüchternen jungen Mann derart motivieren und radikalisieren kann, dass er zum kaltblütigen Mörder wird. Doch über eine solche Evolution ist bisher wenig bis nichts bekannt, die persönliche Geschichte Tyler Robinsons eine black blox und das gerichtliche Redeverbot sorgt dafür, dass es so bleibt. “Bitte weitergehen, hier ist nichts zu sehen!”

Erschienen im  Overton-Magazin, 15.11.2025


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Erschienen am 10. Juni 2024

Mathias Bröckers: Inspiration – Konspiration – Evolution. Gesammelte Berichte aus dem Überall,  Fifty-Fifty (Juni 2024), 464 Seiten, 30 Euro

 

 

 

 
Mathias Bröckers : Vom Ende der unipolaren Welt – Warum ich gegen Krieg aber noch immer “Putinversteher” bin,   Fifty-Fifty (Oktober 2022),  288 S