Damit im Medienbordell nichts schiefgeht, wenn zum 10. Jahrestag der 9/11-Anschläge das Märchen von Osama und den 19 Teppichmessern auf allen Kanälen repetiert wird, hat die Nachrichtenagentur AP vorab einen Styleguide veröffentlicht – auf dass den Pre$$titutes und ihren Praktikanten keine unbedarften Schnitzer unterlaufen, wenn sie die offizielle Legende jubiläumsgerecht als historische Wahrheit verkaufen. Etwa die von der 9/11-Commission zurechtgezurrte Timeline, oder die Wahrheit über Osama Bin Laden: “He founded al-Qaida and was killed by U.S. forces in Pakistan in May 2011. Pronounced oh-SAH’-muh bin LAH’-din” . Mehr muß man einfach nicht wissen über den sinistren Alleintäter. Wichtig ist laut AP auch, nichts dazu zu erfinden: “Do not make up names, however. There is no Boston Airport, for example. The Boston airport (lowercase airport) would be acceptable if for some reason the proper name, Logan International Airport, were not used.” Das werte Publikum kann zum Jahrestag also sicher sein, nur mit absolut korrekter Groß,- und Kleinschreibungen bedient zu werden. In dieser Beziehung ist auf die vierte Säule der Demokratie, die freien und unbestechlichen Medien, 100-prozentig Verlass – dass jemand durch einen nicht vorhandenen “Boston Airport” verwirrt wird ist nicht zu befürchten. Da kann man die (laut FBI) in Sachen 9/11 nicht vorhandene “hard evidence” gegen Osama Bin Laden oder den am Logan International Airport entdeckten magischen Koffer Mohamed Attas mit den zauberhaften Beweisstücken doch glatt vernachlässigen. Was mit ziemlicher Sicherheit auch flächendeckend geschehen wird, ganz im Sinne des Styleguides der Puffmutter AP: Wenn wir der Öffentlichkeit schon ein X für ein U vormachen, dann aber wenigstens korrekt geschrieben!
Unterdessen wurde von unserem Buch “11.9. – zehn Jahre danach” drei Wochen nach Erscheinen mittlerweile schon die dritte Auflage ausgeliefert, bei Amazon ist es jetzt auch in der Kindle-Edition verfügbar und die hervorragenden Kundenrezensionen dort werden ebenso wie die gesamte Nachfrage wohl nicht abreissen, solange die Mainstreammedien sich von ihrer Rolle als Stenograf und Erfüllungsgehilfe von Brainwashington D.C. nicht verabschieden – und das Verbrechen des Jahrhunderts nicht mehr als Thema einer Märchenstunde behandeln, sondern zum Gegengstand der Recherche machen.
UPDATE: Zum Beispiel die jüngsten Aussagen des einstigen US-Anti-Terror Zars Richard Clarke über das Handling der späteren “Hijacker” Al Midhar und Al Hazmi, deren Terrorumfeld der CIA seit Jahren bekannt war, – sie gingen in einem observierten Al-Qaida-Hub im Jemen ein und aus – die aber dennoch freizügig ein-und ausreisen konnten und sich so sicher fühlten, dass sie sich sogar im öffentlichen Telefonbuch von San Diego registrieren liessen. Clarkes Behauptung, dass die CIA ihre Informationen über die beiden Herren bewußt zurückhielt, wurde von der CIA natürlich sofort zurückgewiesen – Clarke ist unterdessen längst nicht nicht der einzige informierte Zeuge. In unserem neuen Buch heißt es dazu: “Der Autor Lawrence Wright sprach mit einigen der Beamten der FBI-Einheit I-49, die für Al-Midhar und Al-Hazmi zuständig gewesen wäre, hätte sie denn von seiner Rolle erfahren. Dass sie davon nicht erfuhren, so glaubt »mindestens die Hälfte der Jungs im Büro«, hatte damit zu tun, »dass die CIA Al-Midhar und Al-Hazmi schützte, weil sie hoffte, die beiden zu rekrutieren«. Oder, können wir hinzufügen, dass die CIA sie im Joint Venture mit den saudischen Kollegen schon rekrutiert hatte als V-Männer (oder Agents Provocateurs?) in der »Logistikzentrale« von Al-Qaida…”