Wie ich lernte die Bombe zu lieben

Als anerkannter Kriegsdienstverweigerer und Friedensfreund muss ich ein Geständnis ablegen. Es ist mir unangenehm, aber auch ausführliche Selbstbefragungen und Gewissenserforschungen konnten das Gefühl nicht abstellen, dass mich neuerdings überkommt, wenn ich etwas über Kinzhal, Avangard,  Poseidon,  Burevestnik, Peresvet oder Sarmat lese. Da kommt jedesmal Freude auf und das ist mein Problem, denn bei diesen “Schätzchen” handelt es sich um die modernsten und leistungsfähigsten Massenvernichtungswaffen überhaupt. Hier eine Kurzbeschreibung:

Kinzhal: eine hyperschallschnelle, luft-gefeuerte Marschrakete, die mit Mach 10 (7700 Meilen pro Stunde) fliegt und sowohl Bodenanlagen als auch Schiffe zerstören kann.

Avangard: ein wendiges hyperschallschnelles Nutzlastzuführungssystem für interkontinentale ballistische Raketen, das schneller als Mach 20 (15300 Meilen pro Stunde) fliegt. Es hat eine Reichweite von 740 Meilen und kann eine Kernladung von bis zu 300 Kilotonnen tragen.

Poseidon: ein autonomer nuklearbetriebener Torpedo mit unbegrenzter Reichweite, der sich in einer Tiefe von 3000 Fuß bewegen kann und dabei etwas über 100 Knoten beibehält.

Burevestnik: ein nuklearbetriebener Marschflugkörper, der mit rund 270 Meilen pro Stunde fliegt und 24 Stunden lang in der Luft bleiben kann, was ihm eine Reichweite von 6000 Meilen verleiht.

Peresvet: ein mobiler Laserkomplex, der Drohnen und Satelliten blenden, Raumfahrt- und Luftaufklärungssysteme zerstören kann.

Sarmat: eine neue schwere interkontinentale Rakete, die beliebige suborbitale Kurse fliegen kann (z.B. über dem Südpol) und beliebige Punkte überall auf dem Planeten trifft. Da sie keiner vorhersehbaren ballistischen Trajektorie folgt, ist es unmöglich, sie abzufangen.

Was wir hier haben – schon einsatzbereit im Arsenal der russischen Armee oder getestet und aktuell in Produktion – ist für das amerikanische Imperium mehr als nur eine Ansage, es ist seine Niederlage. Mit der 2002 von George W.Bush vollzogenen einseitigen Kündigung des ABM-Vertrags, der den Bau von anti-ballistischen Raketen verhinderte – in dem Glauben, dass das von Yelzin herunter gewirtschaftete Russland ohnehin nichts auf die Beine stellen kann – haben sich die USA fatal ins Knie geschossen. Ganz nach der geopolitischen Regel “Amerika spielt Monopoly, Russland spielt Schach” haben die schlauen Russen mit weniger als einem Zehntel des US-Rüstungsetats Verteidigungssysteme entwickelt, die unbesiegbar sind. Natürlich können USA und Nato mit ihrem Vielfachen an Material in Russland immensen Schaden anrichten – aber nur um den Preis, umgehend komplett in Schutt und nukleare Asche zu versinken, oder in per “Poseidon” nuklear ausgelösten gigantischen Tsunamis. Auch die Zeiten, in denen Washington mit seinen Flugzeugträgern vorfährt und Bomben auf wehrlose Länder regnen lässt, dürften bald vorbei sein – die milliardenteuren Dickschiffe sind für Kinzhal und Avangarde nur noch lame ducks. Kein Abwehrsystem kann mit 20-facher Schallgeschwindigkeit ankommende Raketen abfangen. Genausowenig wie das nukleare Monster “Sarmat”, von der Nato “Satan 2” getauft, mit mehr als der 100-fachen Kapazität der Hiroshima-Bombe.

Schon als ich vor einem Jahr zu ersten Mal von diesen Hyperschallwaffen hörte schrieb ich, dass die außen, -und verteidigungspolitische Parole jetzt nur lauten kann: Don’t mess around with Ivan! Und das gilt mehr denn je. Wäre es angesichts dieser neuen Figuren im geopolitischen Schach nicht höchste Zeit, über neue Friedens,- Nicht-Angriffs,- Abrüstungsverträge zu verhandeln ? Sollte das dank Kinzhal & Co wieder hergestellte Gleichgewicht des Schreckens, die definitive “Mutual Assured Destruction” (MAD), nicht der Punkt sein, inne zu halten und nachzudenken ? Also statt weiter sinnloses Aufrüstungsmonopoly zu spielen mal auf das Schachbrett zu schauen. Und die Monopoly-Berater, die Bundeswehr und Rüstungskonzerne gleichzeitg beraten, sofort zu feuern und Strategien zu entwickeln, wie eine Post-Nato-Welt, eine globale multipolare Sicherheitsarchitektur aussehen soll. Wie Frieden und Freundschaft mit Russland, China und dem Rest der Welt hergestellt werden kann. Und wie wir den an militärisch-industriellem Komplex leidenden Patienten – das niedergehende US-Imperium – von der Dummheit abhalten, noch einmal wild um sich zu schlagen wie es sterbende Riesen manchmal tun.

Es wäre schon längst höchste Zeit, das alles anzugehen. Das hypersonische Waffenpotential Russlands macht nur noch einmal besonders deutlich, endlich anzufangen. Und deshalb habe ich gelernt, diese Bomben zu lieben. Niemand kann jetzt mehr im Ernst daran glauben, dass die Blechbüchsenarmee der Nato mit Figuren wie Trump und unserer Flinten-Uschi an der Spitze schaffen, was weder Napoleon noch Kaiser Wilhelm noch Hitler mit ihren Blutbädern erreicht haben, nämlich Russland unter die Knute zu zwingen. Und niemand sollte sich mehr einreden lassen, dass höhere Rüstungsausgaben daran irgendetwas etwas ändern.

Auch als Podcast auf KenFM

21 Comments

  1. Nun ja, Dr Seltsam lässt grüßen.
    Die Frage ist halt, wird der Gedanke der Kanonenbootpolitik damit beseitigt.
    Denn wer garantiert das Abschreckung auch gleichzeitig zur Vernunft führt.
    Lässt der eine locker stellt der andere gleich wieder den Fuß in die Tür.

  2. Als Pazifist kann ich Herrn Bröckers Argument und auch das widersprüchliche Gefühl gut nachvollziehen.

  3. Grossartig, immer wieder ein Genuss sie zu lesen, lieber Herr Bröckers.

    The Saker hat ebenfalls geschrieben, dass ein Krieg zwischen den USA und Russland wahrscheinlich bald stattfinden werde, wenn die USA nicht ihren selbstmörderischen politischen Kurs ändern.
    Putins Rede am 1. März vor der russischen Bundesversammlung war wirklich ein historischer Moment: Zum ersten Mal seit der Entscheidung des Imperiums, Krieg gegen Russland zu führen (ein Krieg, der zu etwa 80% informationell, zu 15% wirtschaftlich und nur zu 5% kinetisch ist, aber zu etwa 95% kinetisch werden kann!), beschlossen die Russen, die USA offen zu warnen, dass ihre Strategie umfassend besiegt wurde.
    In einem Essay “From 2018 to 2019 – a quick survey of a few trends” zählt er auf was alles zum Niedergang des exzeptionalistischen Königreichs führen könnte. Er zeigt auch auf, dass deren monopolispielender Militärisch-Industrieller Komplex eigentlich nur noch teuren Schrott produziert und der gegen die von M.B. beschriebenen schachspielenden Russen nutzlos ist.
    Hier zum, von FritTheCat, ins Deutsche übersetzten Artikel:
    Von 2018 zu 2019: Ein schneller Überblick über ein paar Trends” – https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/saker-03-01-2019/

  4. Sorry, wenn ich hier den Klugschei… gebe, aber ein paar Anmerkungen:

    1.) Das besondere an diesem ultramodernen Hyperschallzeugs ist weniger dessen hohe Geschwindigkeit allein. Schon die erste militärische ballistische Rakete, die durch den (vom SS-Offizier zum Saturn-V-Konstrukteur der Amis mutierten) Forscher Wernher v. Braun entwickelte “V2”, flog mit Mach 5 nahezu Hyperschallgeschwindigkeit. Aber ballistische Raketen bewegen sich auf prognostizierbaren Bahnen (salopp: sie fallen gezielt runter) und können daher heutzutage abgefangen werden. Die neuen Hyperschallflugkörper bleiben (trotz deren hoher Geschwindigkeit) bis zum “Schluss” voll manövrierfähig (salopp: sie schlagen Haken) und ihre Flugbahn ist für den Gegner daher nicht vorauszusehen.

    2.) Die Amis haben im Kalten Krieg die Sowjetunion besiegt, in der Tat (auch) mit ihrem Waffenarsenal. Jedoch gerade nicht durch dessen Einsatz, sondern durch “Tot-Rüsten” des Gegners und begleitende psychologische Kriegführung.

    Damals – in den 80ern – haben die Greise im Kreml sich auf einen Rüstungswettlauf eingelassen, der ihrem maroden System den Rest gab. Obendrein war die im Westen geklaute Technologie teilweise kompromittiert. Und sie haben die militärische PsyOp-Show der USA ernst genommen und dem Gangster im Weißen Haus mehr geglaubt als ihren eigenen Aufklärern wie Rainer Rupp alias Topas, der bspw. aus erster Hand erfuhr, dass Reagans Star-Wars-Rummel nur ein Fake war:

    https://de.wikipedia.org/wiki/We_begin_bombing_in_five_minutes

    https://www.heise.de/tp/features/Der-Krieg-der-Sterne-3391066.html

    Die Amis spielen außer Monopoly auch gerne Poker, dem waren (und sind) die Russen nicht gewachsen, denn beim Schach kann man nicht bluffen – alles liegt ja offen. Bleibt zu hoffen, dass Putin nicht den gleichen Fehler macht. Und dass der ganze gefährliche Teufelskram uns nicht irgendwann aus Versehen um die Ohren fliegt.

    Diese Gefahr ist real, wenn man liest, wie dilettantisch kriegspielende NATO-Soldaten es schaffen, eine ihrer modernsten Fregatten, deren hochentwickeltes Aegis-Abwehrsystem “gleichzeitig tausende Ziele beobachten, bewerten und bekämpfen kann” trotz Funkverkehr und Radar genau vor den Bug eines fahrenden Öltankers zu manövrieren (natürlich galt auch hier zunächst: der Russe steckt dahinter).

    1. Ist nicht klugscheißerisch. Alles andere.
      Ich wunder mich immer wieder, was so gewußt wird, und freu mich dann, darunter auch sowas zu finden, wie Sie es uns hier mitteilen ! Danke.

  5. Guter Artikel. Die Einreihung von Kaiser Wilhelm in die Galerie der erfrorenen Russland-Eroberer hinkt allerdings etwas: Im Frieden von Brest-Litowsk kapitulierte Russland vor Deutschland, das seinem durchaus erfolgreichen Militär mit dem eingeschleusten Revolutionär Lenin weitere Metzeleien erspart hatte.

    Er waren dann die USA, die die finanztechnisch gewollte Niederlage Deutschlands doch noch herbeiführten und somit indirekt Russland aus der Patsche halfen. Den innerrussischen Sieg der Bolschewiken machte das zwar nicht mehr rückgängig, aber der Bürgerkrieg Rote gegen Weiße schwächte Russland so sehr, dass es im polnisch-sowjetischen Krieg von 1919 bis 1921 unterlag und die Gebiete abtreten musst, die sich Stalin dann bei der Westverschiebung Polens 1945 wieder zurückholte.

  6. „Unbezwingbare Russen-Raketen“ ist wahrscheinlich gute PR…
    und operativ eh „Käse“

    Unsere amerikanischen Freunde können die im gepflegten Erstschlag schon in deren Silos stilllegen…und dann kommen die US-Mini-Drohnen mit „Russen-Gesichts-Erkennung“ im Gesäßtaschen-Format als Schwarm-Intelligenzler
    zum Massen-Einsatz.

    Die Großfläche „Eurasien“ ist kein Problem für die
    https://www.youtube.com/watch?v=TlO2gcs1YvM

    Die Schwuchtel-Truppe von unserer Panzer-Uschi wird dann bei angeordneter Nato-“Peace Mission “ eh ohne jeden Widerstand ausgelöscht…sollte es mal tatsächlich losgehen… also den Ball erstmal schön flach halten.

    Absolut immer- und immer total-wichtig-richtig:
    Peace out…Bros & Sisters

    1. ‘Den Ball erstmal schön flach halten’ würde roc selber gut anstehen.
      Wer von ‘gepflegtem Erstschlag’ mit 100% Wirkung schreibt, ist wohl in mehrfacher Hinsicht verwirrt. Der Eindruck wird verstärkt, wenn derselbe Mensch Reklamevideos über die unfehlbaren Vorzüge von ‘Schwarm Intellegenzlern’ für bare Münze hält und hier auftischt.

  7. Das beklemmend schlechte Gewissen über die das gute Gefühl wegen der gewachsenen Stärke der Russischen Föderation kenne ich nur zu gut – schön, dass Sie den Gedanken ausformuliert haben. Aber ich hätte mir schon erwartet, dass Sie dafür irgend eine Lösung parat hätten 😉
    Spass beiseite, als Friedensaktivist und Putinversther mag man sich freuen, aber leider gehts hier ja nicht um Fussball. Zum Beispiel:
    – Szenario 1: Ende von Putins Ära, unvernüftige Machthaber (es muss ja nicht gleich ein Stalin sein) erben die Macht (womöglich gesteuert durch die vorborgene Hand). Die neue militärische Stärke verleitet zu offensivem Einsatz…
    – Szenario 2: Die “Führer” des Westens überschätzen sich wie immer (und ihnen sind die Opfer eh egal) und es kommt zum Schlagabtausch. Schön, dass Russland frei bleibt, es hilft den Geschädigten nur nichts, weil die werden vornehmlich irgendwo zwischen USA und Russland liegen (Himmelsrichtung egal).

    Ich finde es spirituell stimmig, wenn sich das Gute stark macht im Angesicht des Bösen, es scheint in diesem Universum eine Notwendigkeit zu sein. Es verheisst leider trotzdem nicht eine friedliche Zukunft, vermute ich.

    Herzlichst, der Chaukee

  8. Sehr guter Artikel, dankeschön! Über das Thema hört man in unseren Mainstreammedien (Relotiusmedien?) leider nicht allzu viel. Geopolitische Fragen ziehen da irgendwie nicht. Lieber berichtet man darüber, dass es im Winter in den Alpen schneit…

    Willi II passt m.E. nicht ganz in die Reihe von Napoleon und Hitler. Der deutsche Kaiser hat zwar 1914 Russland den Krieg erklärt. Moltke machte ihm aber recht direkt klar, dass, im Falle eines großen Krieges, zuerst Frankreich angegriffen und besiegt werden müsse, um einen Zweifrontenkrieg zu vermeiden. Im Osten würden man solange Defensivstellung beziehen. Andere Pläne habe man nicht; überhaupt stünden die Deutschen Truppen schon kurz davor, die belgische Grenze zu überschreiten. Wenn Seine Majestät partout einen Angriffskrieg gegen Russland führen wolle, müsse er sich daher einen neuen Generalstabschef suchen. Der Kaiser lenkte ein.

    Wenn man daher noch einen dritten Namen zu Napoleon und Hitler dazustellen möchte, dann müsste es Karl XII. von Schweden sein. Der marschierte im Zuge des “Großen Nordischen Krieges” (1700 – 1721) in Russland ein. Wie bei Napoleon und Hitler fing der Feldzug Karls gut an. Er kam sogar bis kurz vor Moskau (kennt man irgendwoher), aber nicht weiter. Grund waren vor allem (auch das kommt einem irgendwie bekannt vor) die überdehnten Nachschublinien. Die Versorgung des schwedischen Heeres brach aufgrund permanenter russischer Nadelstiche, und zuletzt aufgrund der Vernichtung des schwedischen Versorgungsheeres in der Schlacht von Lesnaja zusammen. In der Schlacht von Poltawa wurde dann auch Karls verbliebenes Heer vernichtend geschlagen. Vom 97 000 Mann starken schwedischen Expeditionskorps kehrte etwas mehr als die Hälfte zurück. Es waren beinah doppelt so viele Soldaten erfroren, wie in den Kämpfen getötet wurden.

  9. Vor dem Fall des Eisernen Vorhangs war auf der Gegenseite “der Feind”. Danach konnte man irgendmal ohne Grenzkontrolle hinfahren. Die Feindbilder sind nur im Kopf. Es wäre an der Zeit, Arbeitsplätze nicht durch Rüstung zu schaffen, ja sogar zu ächten.

  10. Es lässt sich nicht mehr wegdiskutieren…
    dass die russische Oktoberrevolution keine originäre Volkserhebung war
    https://www.voltairenet.org/IMG/pdf/Sutton_Wall_Street_and_the_bolshevik_revolution-5.pdf

    In den Jelzin-Jahren wollten die Chicago-Boys und Oligarchen Russland ausmisten
    The Rape of Russia… explained by Anne Williamson
    http://www.unz.com/isteve/the-rape-of-russia-explained-by-anne/

    Putin zog den Stecker und gab den Russen ihre Ressourcen-ihren Nationalstolz- und ihre Identität wieder…well done, Mr. Vlad

    1. Der Sutton-Text liefert, zusammenfassend in Kapitel XI, die sauberste Belegung für den Ausdruck ‘Globaler Prädiktor’, die ich kenne; er identifiziert jene, die “die Gesellschaft ausmeißeln” bzw. “betrügen” (to gouge society), dort mit den Worten des Verfassers von The Confessions of a Monopolist, Frederick C. Howe, folgendermaßen:
      “First, says Howe, politics is a necessary part of business. To control industries it is necessary to control Congress and the regulators and thus make society go to work for you, the monopolist. So, according to Howe, the two principles of a successful monopolist are, ‘First let society work for you; and second, make a business of politics’. These, wrote Howe, are the basic rules of big business.”

  11. Man kann nur hoffen das Flinten-Uschi und all die anderen transatlantisch gesteuerten Scharfmacher in unserer Regierung diesen Beitrag lesen, um sich die Aussichtslosigkeit ihres Unternehmens Russland in die Knie zu zwingen, vor Augen zu führen. An uns selbst sollten wir die Fragen stellen, “Wie lange wollen wir uns diesen politisch selbstmörderischen Kurs unserer Regierungen, noch bieten lassen?”. Wie lange wollen wir noch zu sehen, wie im Namen einer “Westlichen Demokratisierung” Staaten, wie Lybien, Syrien, Irak, Ukraine, Afghanistan, Venezuela, etc. über eine gesteuerte Regimechange Politik zu gefallenen Staaten werden. Wider des besseren Wissens, dass es sich hierbei um einen Feldzug des Westens zur Sicherung wichtiger Energieressourcen handelt!

    1. Sie stellen gute Fragen, auf die es leider scheinbar eine einfache Antwort gibt: Jeder ist sich selbst der Nächste und der Liebste. Also einfacher Egoismus im Kampf um das beste Leben, auch wenn andere Völker dabei drauf gehen. Nach dem Motto : Was kümmerts mich, wenn ich am Ende irgendwelche Vorteile davon habe ist es ja sogar gut. Sollen die anderen leiden. Zum Glück ist diesem Artikel von Herrn Bröckers zu entnehmen, dass die schweigenden Lämmer irgendwie auch leiden müssen für ihre Schweigsamkeit, deren Sinn darin besteht: Ich halt mich raus, werde so ganz gut fahren, Hauptsache ich bin fein raus und alle anderen auf der Welt sind mir egal. Nicht zu vergessen, dass viele auch noch aufgehetzt alles glauben, was sie an falschen Meldungen vorgefertigt bekommen.
      Darum die Propaganda über ihre „Waffe“ Psychologie auch leider viel zu der verordneten „Schlafkrankheit der Masse“ beiträgt. Na dann fröhliches Aufwachen!“

  12. So wichtig z.Zt. das Gleichgewicht des Schreckens ist – und damit die von M. Bröckers genannten Waffen der russischen Armee – so sind sie gleichzeitig – ebenso wie die Waffen der USA/NATO – schreckliche Ausgeburten von wahnsinniger Angst und Agression. Z. Zt. gibt uns dies Gleichgewicht aber noch Zeit, Zeit zur Besinnung, Zeit zur Umkehr. Insofern bin ich bei M. Bröckers’ Liebe.
    Aber meine eigene wahnsinnige Angst vor Feinden, welcher Art auch immer, die wahnsinnigen Ängste fast aller Menschen, tragen diesen völlig irren politischen Eiertanz mit immer zerstörerischen Waffen mit. Das ist meine Mitverantwortung, die Mitverantwortung von uns 99%, an diesem Wahnsinn.
    Weil ich mitverantwortlich bin, kann ich – Gott sei Dank – aber auch was daran ändern. Ich hab Einfluss darauf, ob der Wahnsinn verschwindet. Jeder von uns 99% hat Einfluss darauf.
    Ich beginne der Liebe mehr zu vertrauen als der Angst. Das ist der Schlüssel. Jeder kann ihn ergreifen – die Liebe in sich selber finden – und dabei die Angst als totalen Irrtum erkennen.
    Was kann mir passieren ? Bin ich ein geistiges Wesen mit einer Seele – ewig ? Was kann mir passieren ?
    Dann werde ich frei, zu handeln. Draußen. Dann kann ich mich klug und unerschrocken organisieren. Mit der anderen 99 %. Und wir werden nach und nach alles aus dem Weg räumen, was dem Kriegswahnsinn dient. Wir werden klar machen, dass wir keine Kriege mehr brauchen.

    1. Grad hab ich für den 15. Februar in dem Buch ‘Die Weisheit Indiens – Tag für Tag’ folgende zu oben passende Sätze gefunden: “Jene, die auf die Sinnesobjekte ausgerichtet sind, haften diesen Objekten an. Aus Anhaften entsteht Begehren, und aus Begehren entsteht Zorn, aus Zorn entsteht Geistesverwirrung, aus Geistesverwirrung entsteht Gedächtnisverlust, aus Gedächtnisverlust entsteht Verlust von Intelligenz, und aus dem Verlust von Intelligenz entsteht Zerstörung.”

  13. Am aller schlimmsten empfinde ich die eigene Ohnmacht, nichts tun zu können. Eine Hand voll Geistesgrößen entscheidet über Wohl und Wehe von 99,…% der Weltbevölkerung. Ein täglicher Kampf hier nicht dem Fatalismus anheim zu fallen und jeden Tag weiter zu machen und zu hoffen, dass alles gut wird…

    Nebenbei bemerkt Herr Bröckers: Der Gärtner im Dschungel, auf Ihre Anregung hin gekauft, ist ein geniales Buch.

  14. Bemerkenswert finde ich, dass dieses russische Teufelszeug unser Raketenschirm ist. Die USA hat uns ja für sich als menschliche Schutzschilde auserkoren und meint, einen Krieg gegen die bösen, weil nicht unterwürfigen Russen in Europa führen und in Europa gewinnen zu wollen. Dummerweise und zu unserem Glück haben die Russen klargemacht, dass ein Krieg gegen sie nicht noch einmal auf ihrem eigenen Territorium, jedenfalls nicht nur da, stattfinden werde. Ein Angriff würde nicht bloß als solcher abgewehrt werden, also nicht bloß die nächstliegende Abschussrampe treffen, von der der Angriff unmittelbar kam, also uns. Sondern die Antwort würde sich sofort gegen den Auftraggeber richten. Das ist man dort aber nicht gewohnt. Krieg hat immer abroad stattzufinden.
    Dass er erklärtermaßen im Falle Russlands nicht nur abroad, also dort, stattfinden würde, ist unser Schutz.

  15. Wie war das denn früher während des Kalten Krieges?

    Die Russen haben das Wettrüsten gegen die USA verloren. Auch heute sind die Verhältnisse insgesamt sehr ungünstig, mindestens 10:1 für die USA. Das jedes Jahr und über viele Jahre kumuliert noch schlimmer. Aber da kommen nun die ganzen Nachrichten von russischen Wunderwaffen. Wunderwaffen kommen immer dann ins Spiel, wenn man dem Gegner eigentlich nicht gewachsen ist. So war es auch bei den Nazis.

    https://www.youtube.com/watch?v=DYzcYCEmzu0

    Er liefert auch keine Belege, aber warum soll es bei den russischen Imperialisten und militärisch-industriellen Komplex anders laufen?

    Unsere Zivilgesellschaft versagt gerade komplett. Die Probleme der Zivilgesellschaft werden immer größer. Der Klimawandel droht die Menschheit auszulöschen. Statt dessen werden Rüstungsetats auf Befehl der NATO massiv erhöht und neue Atombomben gebaut, also noch eine weitere gigantische Gefahr für die gesamte Menschheit auf die Welt gebracht.

    Auch in Russland versagt die Zivilgesellschaft völlig, abgesehen davon, dass die tatsächlich in den Belangen hinterher hinken. Da ist Militarismus und Imperialismus kein Thema, ähnlich wie in USA, weil sie Sieger waren. Sie sind genau wie die USA immer die Guten. Sie sind natürlich keine Irre mit Atomwaffen, die den Rest der Welt erpressen, die keine Atomwaffen haben. Die Irren sind immer die Andern mit den Atomwaffen, die sie auf sie richten.

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