Das Ende zu Ende denken

Dmitry Orlovs „Lehre vom Kollaps“

„Erst wenn an jeder Ecke wieder öffentlich gestorben wird, kommen wir geistig ein Stück weiter“, schimpfte einst der Kabarett-Guru Wolfgang Neuss über die gesellschaftliche Tabuisierung und Anonymisierung des Sterbens und des Tods.  Vergeblich, wie es gerade mit Corona und Social Distancing wieder deutlich geworden ist. Wahrscheinlich wurde noch nie wurde einsamer und anonymer gestorben als in Zeiten der Pandemie. Wie untauglich die allgemeine Verdrängung der Vergänglichkeit und das Tabu der Endlichkeit sind, zeigt sich aber nicht nur schmerzlich auf der individuellen Ebene.

So unbequem die Auseinandersetzung mit dem Tod für uns als Individuen ist, so schwer fällt es auch bei der Analyse unserer gesellschaftlichen Systeme, die Unausweichlichkeit ihres Zusammenbruchs zu erkennen. Und die Illusionen los zu lassen, allen voran die Vorstellung, dass auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen ein auf ewigem Wachstum basierendes Finanz- und Wirtschaftssystem dauerhaft existieren könnte. Eine Absurdität, die freilich nahezu der gesamten kapitalistischen Wirtschaftswissenschaft zugrunde liegt – und in der Regel unausgesprochen bleibt, weil man sich sonst mit dem Niedergang, dem Ende, dem Zusammenbruch befassen müsste. So wie es der russisch-amerikanische Autor von Dmitry Orlov mit seinem Buch „Die Lehre vom Kollaps“ getan hat – nicht mit einer Science-Fiction-Dystopie, nicht mit einem Survival-Ratgeber zur richtigen Bevorratung und Bewaffnung und auch nicht mit Untergangs-Prophezeiungen, sondern mit einer nüchternen Analyse. In diesem Buch, so Orlov,  „geht es um den Zusammenbruch; nicht darum ob es einen geben wird und wann, sondern darum, wie er aussieht, was man davon erwarten kann und wie man sich verhalten soll, wenn man ihn überleben  will.“ Und er benennt auch gleich das Haupthindernis für das Erfassen der Bedeutung eines Crashs: Es ist nicht intellektueller, sondern psychologischer Natur.

Tatsächlich reicht ja schon ein Intelligenzquotient knapp über Zimmertemperatur zu der Erkenntnis, das ewiges Wachstum bei endlichen Ressourcen ein Ding der Unmöglichkeit ist. Freilich werden Nobelpreise dafür vergeben, wie man dieses auf absurden Grundlagen beruhende System ad infinitum verlängern kann. Über seinen Zusammenbruch wird, wenn überhaupt, in Hinterzimmern geredet – und auch nur dann, wenn die Kinder im Bett sind. Der Kollaps ist ein zu düsteres Thema, als dass man Unvorbereitete damit erschrecken sollte. Die Vorstellung, welche Auswirkungen der Zusammenbruch der finanziellen, kommerziellen und politischen Ordnung auf den sozialen und kulturellen Zusammenhalt der Gesellschaft hat, ist einfach zu beunruhigend und deprimierend.

Warum sich über so etwas Negatives Gedanken machen, es ist doch noch immer gut gegangen – diese weiterverbreitete Haltung ist ein Ergebnis kognitiver Dissonanz. Wenn die Fakten etwas anderes sagen, werden sie einfach ausgeblendet – und wenn das schwieriger wird, weil sie sich immer mächtiger ins Bild drängen, werden sie klein geredet. Es mag ja sein, dass die Wachstumsgesellschaft dem Untergang geweiht ist, weil die Ressourcen knapp werden, dass das Finanzsystem zusammenbricht, weil die Billionen-Blasen der Börsenwetten platzen müssen, dass die Nahrungsmittel knapp werden und die Weltbevölkerung wieder schrumpft… Aber all das wird nicht sofort, sondern irgendwann passieren, der Niedergang wird nicht disruptiv und schnell erfolgen, sondern sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Doch auch das ist illusorisches, wenn auch seit langem verbreitetes Wunschdenken, das schon vor über 2000 Jahren von dem Philosophen Seneca entlarvt wurde: “Es wäre ein gewisser Trost für die Schwäche unseres Selbst und unserer Werke, wenn alle Dinge so langsam vergingen wie sie entstehen; aber das Wachstum ist langsam, der Weg zum Ruin ist schnell.“  Und er verläuft nach der Klassifizierung von Orlov in fünf Stufen, die kaskadenartig aufeinander folgen und sich dabei überlappen.

  • Stufe 1: Finanzieller Zusammenbruch. Der Glaube an «business as usual» geht verloren. Es wird nicht mehr davon ausgegangen, dass die Zukunft in irgendeiner Weise der Vergangenheit ähnelt, die es erlaubt, Risiken einzuschätzen und finanzielle Vermögenswerte zu garantieren. Die Finanzinstitutionen werden zahlungsunfähig, Ersparnisse werden vernichtet und der Zugang zu Kapital geht verloren.
  • Stufe 2: Kommerzieller Zusammenbruch. Der Glaube daran, dass «der Markt es richten wird», geht verloren. Geld wird abgewertet und/oder knapp, Rohstoffe werden gehortet, Import- und Einzelhandelsketten brechen zusammen und ein weit verbreiteter Mangel an überlebensnotwendigen Gütern wird zur Norm.
  • Stufe 3: Politischer Zusammenbruch. Der Glaube, dass «die Regierung für dich sorgen wird», geht verloren. Da die Versuche der Behörden scheitern, den weitgehenden Verlust von Überlebensnotwendigem aufzuhalten, verliert das politische Establishment an Legitimität und Relevanz.
  • Stufe 4: Sozialer Zusammenbruch. Der Glaube, dass «dein Volk für dich sorgt», geht verloren, da die lokalen sozialen Institutionen, seien es Wohltätigkeitsorganisationen oder andere Gruppen, die das Machtvakuum füllen, keine Ressourcen mehr haben oder durch interne Konflikte scheitern.
  • Stufe 5: Kultureller Zusammenbruch. Der Glaube an die Menschlichkeit geht verloren. Die Menschen verlieren ihre Fähigkeit zu «Freundlichkeit, Großzügigkeit, Rücksicht, Zuneigung, Ehrlichkeit, Gastfreundschaft, Mitgefühl, Nächstenliebe». Familien lösen sich auf und konkurrieren als Individuen um knappe Ressourcen. Das neue Motto wird «Mögest du heute sterben, so dass ich morgen sterben kann», wie Alexander Solschenizyn in «Archipel Gulag» schrieb.

Als Beispiel dieses stufenweisen Scheiterns als Standardmodus des Zusammenbruchs führt der Autor den Kollaps der Sowjetunion an, der auf Stufe 3 gestoppt werden konnte, weil nach zehn Jahren Chaos und Mafiaherrschaft die staatliche Autorität allmählich wiederhergestellt werden und dann auch die Finanzkrise soweit überwunden werden konnte, dass Russland heute praktisch schuldenfrei ist. Nicht immer läuft ein Zusammenbruch gradlinig ab – in Somalia zum Beispiel ist die politische Ordnung seit Jahrzehnten zusammengebrochen, ein kommerzielles System existiert teilweise aber immer noch.

Dmitry Orlov, der Ingenieurwissenschaften und Linguistik studierte und unter anderem am CERN in Genf arbeitete, ist kein raunender Prophet, sondern nüchterner Analytiker. Er erklärt die Mechanismen der einzelnen Phasen des Zusammenbruch und die Dynamiken, die sich daraus entwickeln. Und warnt schon gleich zu Anfang vor falschen Hoffnungen, dass die mit der Pandemie akut gewordene Wirtschafts- und Finanzkrise noch einmal mit denselben untauglichen Methoden wie 2008 „kuriert“ werden könnte. Damals wurden bankrotte und systemisch wichtige Banken und Institutionen mit Steuergeldern zwar gerettet, aber die Probleme haben sich als Folge nur vergrößert. Da dieser Irrsinn aber weiter praktiziert wird – gerade zahlt die deutsche Regierung für 20 Prozent Anteile der „Lufthansa“ 9 Milliarden Euro, obwohl der Börsenwert des gesamten Unternehmens nur 4 Milliarden Euro beträgt – ist es eine Illusion, dass der Zusammenbruch des Finanzsystems aufgehalten und der Kollaps auf Stufe 1  noch abgewendet werden könnte. Dass die Gelddruckmaschinen der Zentralbanken derzeit auf Hochtouren laufen und den Crash nur hinausschieben und den Schaden damit vergrößern, zeigt sich an der grotesken Börsenentwicklung: während die Realwirtschaft durch den Lockdown am Boden liegt und weltweit dramatische Rückgänge des produktiven und kommerziellen Sektors ins Haus stehen, springen die Aktienkurse fast schon wieder auf ein All-Zeit-Hoch. Mit der Realität haben diese Spekulationsblasen schon lange nichts mehr zu tun, sie bleiben nur noch in der Luft, weil sie an den Beamtungsmaschinen der Zentralbanken hängen.  Und auch einen ersten Eindruck von Stufe 2, dem kommerziellen Kollaps, konnte man während des Lockdowns anhand des Einbruchs der globalen Lieferketten schon gewinnen.  Schon 2013 in einer ausführlichen Fassung unter dem Titel „Five Stages of Collapse“ erschienen, liest sich die von Dmitry Orlov aktualisierte Kurzfassung der  „Lehre vom Kollaps“ ein wenig wie ein Drehbuch dessen, was wir in den Zeiten der Pandemie gerade erleben und noch erleben werden.

„Dies ist kein ‹Wir müssen…›- Buch oder eine Art ‹Es sei denn, wir…›- Text“, schreibt der Autor am Ende, „es ist nicht einmal ein ‹Wir sollten…›- Text. Es gibt hier kein Programm – nur die Annahme, dass der Zusammenbruch stattfinden wird und die Vermutung, dass er sich in fünf verschiedenen Phasen entfaltet…“.  Dieses Fehlen eines erhobenen Zeigefingers und apokalyptischer Prophezeiungen ist eine Stärke des Buchs, das nicht wie eine Moralpredigt, sondern wie die sachliche Bestandsaufnahme eines Ingenieurs daherkommt. Und es gerade deshalb ermöglicht, sich mit dem verdrängten und „unmöglichen“ (aber doch unausweichlichen) Systemkollaps zu beschäftigen. Und die kognitiven Dissonanzen auszuhalten, dass jede/r von uns aktiver Teil eines Systems ist, das dem Untergang geweiht ist. Die ersten Auswirkungen und Folgen der Pandemie haben schon deutlich gemacht, dass es so nicht weiter gehen wird und ein grundlegendes „Reset“ erforderlich ist. Ein einfaches Zurück in die Prä-Corona-Ära, das macht Dmitry Orlovs nüchterne Bestandsaufnahme klar, beschleunigt den Kollaps nur. Wirklich aufhalten aber lässt er sich nicht, weshalb es gilt, sich mit der Idee dieses Buchs anzufreunden, „dass der Zusammenbruch kein um jeden Preis zu vermeidender Alptraum ist, sondern Teil der normalen, unveränderlichen Zeiten der Geschichte.“

Dmitry Orlov: „Die Lehre vom Kollaps – Die fünf Stufen des Zusammenbruchs und wie wir sie überleben.“, 140 Seiten, 15 Euro

Dies ist der zweite Band  der Reihe “Brennende Bärte”, die Christoph Pfluger und ich herausgeben und die in der Schweizer edition Zeitpunkt und im Westendverlag erscheint.  Ihren Namen verdankt diese Reihe Georg Christoph Lichtenberg: “Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen”Als erster Band ist im März “Die Strategie der friedlichen Umwälzung” erschienen – hier dazu ein Gespräch mit Christoph Pfluger auf KenFM – künftig wird alle drei Monate ein neuer Band herauskommen. Als nächstes folgt aus meiner Feder “Klimalügner – Vom Ende des Kaputtalismus und der Zuvielisation”.

14 Comments

  1. Kommt eine Audible-Version heraus? Ich höre mir solche Bücher immer auf der Fahrt zur/von der Arbeit an, weil ich wenig Zeit (und Lust) zum Lesen habe,

  2. Na ja, mag so sein. Die Fuelle in den Streumoeglichkeiten der Individuen im J
    Leben (nicht eines davon gleicht dem anderen) ist ist so gross, das bisher seit Milliarden von Jahren nach Katastrophen immer wieder neues, anderes als vorher erwuchs.
    Der scheinbar bevorstehende Kollaps aus nichtfunktionierender Exponentialfunktion wird jene Individuen beguenstigen, die z. B. nicht profitorientiert denken koennen oder wollen. Sie bringens dann wieder ins Lot.
    Kollabieren wird nur Altes. Nicht alles.
    Interessante Zeiten. Lernzeiten. Kohaerenzuebungszeiten.

  3. Interessant, aber ich verstehe es so, dass dies Buch speziell den Kollaps des kapitalistischen / neoliberalen Systems meint.

    Denn nicht jeder Systemkollaps verläuft dramatisch, es gibt auch kontrollierte Zusammenbrüche. Die DDR ist sanft untergegangen: Geld spielte ohnehin eine nachgeordnete Rolle, Lebensnotwendiges war kontinuierlich verfügbar, es gab eigentlich nur den politischen Kollaps, aber der war vom Großteil des Volkes durchaus gewollt.

    Und es war ein permanent kontrollierter Systemzusammenbruch mit dem Ziel des Übergangs in den “sicheren Hafen” von Bundesrepublik und NATO – die Macht lag zu nahezu keinem Zeitpunkt auf der Straße; Chaos, Verderben und Finsternis blieben weitestgehend aus.

    Jeder Zustand ist vergänglich und wird von einem neuen Zustand abgelöst. Besonders kritisch sind die Phasen des Übergangs.

    Das Flugzeug wird nicht ewig in der Luft bleiben, runter muss es irgendwann. Mensch hat die Wahl, den Absturz abzuwarten oder aber die geordnete Landung zu versuchen. Es braucht Entschlossenheit und Mut.

  4. Spätestens seit “Grenzen des Wachstums” hängt das Damoklesschwert über dem kapitalistischen System, immer ist es fünf vor zwölf, immer kurz vor Untergang. Diesmal ist es anders, diesmal stimmt es wirklich. Bei jedem Nostradamus-Wiedergänger lacht man darüber, dass der für gestern vorausgesagte Weltuntergang sich eben ein bisschen verspätet. Wenn dagegen ein Linguisten-Ingenieur die üblichen Unken-Versatzstücke ein bisschen anders zusammenbaut, sieht es natürlich ganz anders aus.

    Wenn man Learys “Think for yourself and question authority” mit Korzybskis “Verwechsle nicht die Landkarte mit dem Gelände” zusammen auf ein Deckchen häkelt und sich an die Küchenwand hängt, hat man eine schicke Erinnerungshilfe, um nicht auf jeden dahergelaufenen Mindfuck reinzufallen.

  5. Ein von der Elite gewollter Kollaps … basierend auf dem Dogma wonach Schweine fliegen können.
    Warum ist die Angst so groß unserer Königin subversiv zuzujubeln wenn diese auf Balkonien und zu rufen flieg Ferkel flieg.

    1. Ja lieber Münch-(hausen) als man neben einen mutmaßlich realen Christus noch einen über das Wasser laufenden Jesus erfunden und diese Beiden zu einer Person verschmolzen, da hatte man die zuständigen Kasten aus Politik und Medien über die Schiffsplanke nach Hause schicken sollen denn diese können ja über das Wasser laufen.

      Egal ob 9/11 oder Breitscheidplatz oder Halle Attentat, die alte antike Forderung schluss mit Buchgelehrtheit rein in die Praxis gilt noch in unserer Zeit.
      Im übrigen auch passend, “Die marxistische Auffassung der Erkenntnis (Erkenntnistheorie)” Praxis als Prüfstein.

      Zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz, ganz einfach für den tiefen Staat wenn wir die durch den LKW freigeräumte Spur als Loipe, Langlaufloipe betrachten und Jeder nachfolgend ohne zusätzliche Beschädigungen an Ampel, Laternen Verkaufsständen fahren können muss. Darf man sich gern auch bildlich als Motorik-Schleife vorstellen, wie auch von Hans Rosenthal, Hans-Joachim Kulenkampff in ihren Spielshows verwendet (wurde die Stange berührt gab es Signal und es war verloren).
      Sachverhalt bleibt die Ünmöglichkeit diese Fahrt zu rekonstruieren.

      Nehmen wir den Anschlag auf die Synagoge in Halle, das Abschießen einer Türklinke
      ist einer Rekonstruktion mit der Tatwaffe und Tatmunition nicht zugänglich. Auch mit echten Sport- oder Jagdwaffen und ist es eine Unmöglichkeit.

    2. Im übrigen auch passend, “Die marxistische Auffassung der Erkenntnis (Erkenntnistheorie)” Praxis als Prüfstein.

      Da meine erste Antwort wohl zu “umfangreich gewesen” und nun im Rundordner.

  6. BITTE BITTE LESEN Die Spezifität (Fehler/100 TESTS) ist NICHT die Fehlerquote bei den positiven Testergebnissen. DAS ist das Verhältnis von FALSCHEN zu ECHTEN Ergebnissen. Im Extremfall führen 0 Echte immer zu 100% Fehlerquote!!! da ja dann alle Positiven (100%) nur Falsche (Testfehler) sein können. Nur sehr viele ECHTE Fälle (hohe Durchseuchung) führen zu kleineren Fehlerquoten. Das sollte man sich unbedingt klar machen.
    Bei einer correctiv-Nachfrage gab die Uni Dresden zurück: Nein, die Tests seien gut, mit einer sicheren Spezifität >95/98% , (also 2-5 FalschPositive/100). Offenbar hatten weder correctiv noch die Uni dieses Problem verstanden und verwechselten Testqualität mit Ergebnisqualität. Ist wohl auch Teil der Strategie, dass hier ständig alles kreuz und quer und immer ohne korrekten Bezug kommuniziert wird, so dass selbst Experten häufig durcheinander kommen.
    Nehmen wir 3% im Schnitt. Macht schon 3k Falsche/100k Tests. Zusammen mit 3000 Echten ergibt der Test dann 6000 Positive mit einem 50% Fehler!!!
    Sind es nur 1000 echte haben wir nur 4000 Positive mit 75% Fehlerquote!!! Für je einen Infizierten landen dann 4 in Quarantäne mitsamt ihren Familien. Das alles war und ist so verkehrt wie es klingt, Bei einem Verbrechen würde sich das kein Richter trauen. 2 in den Bau, obwohl sicher ist, dass max einer schuldig sein kann. Da muss er notfalls beide laufen lassen, selbst bei MORD.
    Daher auch die restriktive Vor-Selektionen am Anfang der Krise. Die wollten eine möglichst hohe Wahrscheinlichkeit für ECHTE Positive haben, damit sie nicht nur die unvermeidbaren FALSCHEN hatten!!!
    Deshalb ist so etwas ja auch nur fürs Labor und nicht für epidemiologische Untersuchungen und kann im Ausklang OHNE Infizierte GAR NICHTS mehr taugen. Weil dann ja jeder Positive ein Fehlerpositiver ist.
    Bei 4,5M Tests in DE lägen wir mit 3% schon bei 135.000 Falsch POSITIVEN !!! Bleiben also bestens noch 65K Echte > Fehlerquote 2/3 oder 66% IM SCHNITT.– So schlimm ist es sicher nicht ganz, denn irgendwann wurde diese Quote durch Mehrfachtests und Kombis mit neuen, anderen Tests (1,4%) deutlich verbessert. Sonst kämen wir nirgends auf die von Merkel geforderten maximal 50/100k.
    ANFANGS war das aber ganz genau so, denn da gab es nichts anderes, als den Drostenschnipsel, mit +- 2-5% Fehlerwahrscheinlichkeit (wahrscheinlich + Coronaquerprobleme) Außerdem werden wohl auch immer noch viele solcher Einfachtest fürs Screening gemacht in aller Welt.

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