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Aug, 2012

Der Biosprit-Schwindel: Hanf in den Tank – statt Essen auf Rädern!

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“Warum noch Wälder verbrauchen, die Jahrhunderte zum Entstehen brauchen und jahrzehntelang Minen graben, wenn wir dieselbe Menge von Holz und Mineralprodukten aus der jährlichen Ernte von Hanffelder gewinnen?” notierte Henry Ford in den 1930er Jahren – und angesichts der aktuellen Debatte um Biosprit, Welthunger und unethisches Verheizen von Lebensmitteln möchte man diese Erkenntnis den Diskutanten am liebsten Tag und Nacht um die Ohren hauen. Denn ja: es ist verrückt, Millionen Hektar Mais zu Energiegewinnung anzubauen, und nein: damit ist die Energiegewinnung aus Pflanzen keineswegs diskreditiert. Denn es gibt  eine Pflanze, die mehr Biomasse und damit mehr Energie produziert als jede andere  und zudem viel umweltverträglicher ist als Mais, Raps & Co.: Hanf ! (pdf).  Obenstehende Grafik zeigt die Ergebnisse (pdf) eines praxisnahen Versuchs zur Energiepflanzenproduktion die am Agrartechnischen Insititut in Potsdam- Bornim von 1995 -1999 durchgeführt wurden – und Hanf mit einem Spitzenertrag von knapp 12 Tonnen Trockenmasse pro Hektar, vor  allen schnellwachsenden Pflanzen und  sowohl auf ungedüngten wie auch auf  sehr stark gedüngten Böden.
Da Hanf keine Pestizide und Herbizide benötigt, sein Anbau die Böden verbessert satt sie auszulaugen und er deshalb auch als Zwischenfrucht auf für Nahrungsmittelproduktion genutzten Böden hervorragend geeignet ist, gäbe es noch mehr als die 30 Millionen Hektar ungenutzter Agrarflächen in der EU um das gigantische Potential des Hanfs auszuschöpfen. Warum das nicht geschieht und warum die Prohibition dem Biorohstoff Hanf die eigenen Finanzierungsquellen abschneidet habe ich 2005 in zwei Beiträgen beschrieben – hier und hier.  Dass die dort beschriebene Pilotanlage zur Produktion von “Sundiesel” aus Biomasse 2011 Konkurs anmelden mußte – auch das hat die Energiegewinnung aus Pflanzen nicht diskreditiert. Der Grund für die Pleite war die Fehlkalkulation der Kosten für die Rohstoffe – die bei diesem Projekt vor allem aus Holz betsanden. Mit Hanf wäre das nicht passiert. Deshalb ist es höchste Zeit, statt einer verlogenen und irreführenden Diskussion über Biosprit endlich auf die Agenda zu nehmen, dass es eine Alternative zu diesem Irrsinn gibt. Und dass für den zügigen Ausbau und die Entwicklung dieser Alternative Fördermittel in Höhe von 2 Milliarden EURO pro Jahr zur Verfügung stehen – das wäre der Betrag, den der deutsche Hanfverband als zusätzliche staatliche Einnahmen durch die Legalisierung von Hanfblüten errechnet hat. Das sollte ausreichen, um blühende Landschaften effizienter und umweltfreundlicher Energiepflanzen nachhaltig wachsen zu lassen. Es gibt viel zu tun – pflanzen wir’s an!

Kommentare

8 Kommentare zu “Der Biosprit-Schwindel: Hanf in den Tank – statt Essen auf Rädern!”

  1. yt am 24.08.2012 um 17:43 Uhr 

    Entschuldige bitte.
    Aber auch Hanf Kraftstoff würde stinkende und Krebs-erregende Abgase produzieren. Den Teufel mit dem einem Erzengel zu bekämpfen, klingt verlockend, gehört aber mehr zu einem Glaubenskrieg.

    Die paar Prozent mehr Trockenmasse machen die Öko Rechnung IMHO nicht grüner.
    Da gibt es doch tausend tollere Anwendungen wie zB Hanf-Stoffe. Die haben einen deutlich grüneren Fingerabdruck und zur Not kannst du sie in Ofen hauen wenn sie aus der Mode gekommen sind.

    Apropos Stoff. Raucht man das Zeug allerdings an der frischen Luft und geht gemütlich zu Fuß, reduziert es die schädlichen Abgase auf ein verträgliches Minimum.

    Noch eleganter wäre natürlich man veredelt das Zeug und beamt sich damit einfach an seinen Arbeitsplatz … also quasi eine Art Warpgras.

    Dann gibts auch keinen Stress mit den Kollegen und die Schießereien vor dem Empire State Building hören auf.

    Mit peacigen Grüßen,
    yt

     
  2. OBI am 24.08.2012 um 19:13 Uhr 

    Gut wieder einmal darauf hinzuweisen das der beste aller Rohstoffe nach wie vor unterdrückt wird!
    Ich würde allerdings nicht dafür plädieren, die Hanfernte zu “verspriten”, sondern andere Energie daraus zu gewinnen.
    Der Gedanke, dass man die Steuer-Einnahmen aus legalisiertem Marijuana dazu verwendet, ist sehr gut. Dass die “Grünen” – trotz ihres Namens – darauf nicht nicht gekommen sind, zeigt wie angepaßt und bieder diese Partei geworden ist…

     
  3. hanfstaat am 25.08.2012 um 01:50 Uhr 

    Freiheit wird in Hanf gemessen http://www.youtube.com/watch?v=NmXya5rs7Gs

     
  4. gast am 27.08.2012 um 13:30 Uhr 

    Hanf kann man auch essen….

    Bröckers. Das müsstes du doch wissen. Oder muss die Wahrheit wieder deiner Hyterie platz machen. Du muss nicht ständig reißerische ÜBerschriften haben. Das bewirkt nur, dass man nichts im Text ernstnimmt, wenn sogar die ÜBerschrift schon nicht stimmt.

    und das kannst du mal meinem Dealer erzähler: “Da Hanf keine Pestizide und Herbizide benötigt,”

    ihm gammeln regalmäßig die Pflanzen weg. Hanf ist sehr anfällig für Pilzbefall. Auch dass weißt du und lässt es weg, weil man ja sonst nicht so tun kann, als ob man der einzig schlau auf der Erde wäre.

    Hanf benötigt die selbe Pflege wie die meisten anderen Nutzpflanzen. Was nicht heißt, dass sie nicht eine sehr gute Nutzplaze wäre. Aber den Schwachsinn, dass sie sogar dem Boden Nährstoffe gibt, ist natürlich großes Bröckers-Kino. Wie kommt man auch so einen Schwachsinn?

    Man düngt nicht und die Planze zieht nichts aus dem Boden, sondern gibt dem Boden was!? Woher aber? wenn die Pflanze ja selbst nichts aus dem Boden ziehen soll? bekommt sie ihre Nährstoffe aus den Luft? Wenn ja, warum können wir das nicht? Es wären alle Probleme gelöst, wenn wir Luft essen und sogar noch Scheißen könnten, um der Erde etwas zurückzugenben. Man wäre das geil.

    und deine zwei Peak Oil Beiträge sind herrlich schlecht. Alleien zu glauben, die Amis würden etwas tun, was sie schwächt, ist herrlich bescheuert. Ach, wäre die Welt doch nur so einfach, wie der Herr Bröckers sie sieht….
    Die Bösen genen die Guten. Wie in einem schlechten Holywood Streifen. und die Bösen verbieten das Hanf, weil die Guten sie sonst damit besiegen würden. Ist wie die Rote Pille bei Matrix. Sie macht einem die Augen auf.

     
  5. Blaubeere am 28.08.2012 um 09:08 Uhr 
  6. Mini Nuke am 28.08.2012 um 12:56 Uhr 

    Lieber Gast,

    wunderst Du Du Dich ernsthaft über Mathias’ wunderliche Äußerungen?

    Langzeitstudie: Jahrelanges Kiffen lässt IQ sinken
    http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/cannabis-langzeitstudie-jahrelanges-kiffen-laesst-den-iq-sinken-a-852383.html

    Grüße aus Athen,
    M.N.

     
  7. gast am 28.08.2012 um 16:47 Uhr 

    @Mini Nuke

    Mit Kiffen alleine kommt man nicht so weit.

    ich kann mir Bröckes Äußerungen nur mit Korn und Bier erklären. Manchmal denk ich, es muss Crystal Meth sein. Wegen dem Verfolgungswahn, den er sich andichtet. Alle sind gegen ihn usw. Das kommt vom Crystal Meth

    Hm…. es ist mir ein Rätsel.

     
  8. gfv am 10.09.2012 um 12:41 Uhr 

    andere energiepflanze:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Durchwachsene_Silphie

    13-28t Trock.Masse / ha

    und andere kandidaten:
    http://www.energiepflanzen.info/pflanzen/

     

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