20
Mar, 2014

Kein Euro diesen Faschisten!

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20.03.14 09:19-Bildschirmkopie

Die Rede zu dieser Landkarte wurde heute im Bundestag gehalten und im Liveticker auf SpOn referiert: “Ex-Minister Hans-Peter Friedrich spricht jetzt im Bundestag und kritisiert Altkanzler Gerhard Schröder scharf. Dieser hatte gesagt, Putin habe “Einkreisungsängste”. Diese Aussage nennt Friedrich “geradezu grotesk”. Putin versuche stattdessen “kaltblütig”, seine Machträume auszuweiten. Wenn Putin nun das Völkerrecht und internationale Abkommen breche, werde der Kreml-Chef das auch in Zukunft tun.”

Logisch, wir sehen ja, wie unverschämt nah er sein Land an unsere Militärbasen heranrückt und wie “kaltblütig” Putin Länder erobert ohne einen einzigen Schuß abzugeben. Während gleichzeitig das neue Regime in Kiew zum Krieg gegen die Krim und zur Visapflicht für alle Russen in der Ukraine aufruft. Die deutschen Medien sind unterdessen weiterhin voll auf der Linie von HP Friedrich und bedienen weiter das Zerrbild des nur blutrünstigen Iwan und der stets friedliebenden NATO, wie ZAPP sauber analysiert hat. Insofern hat man hierzulande eben auch nicht erfahren, dass die neue “Freiheits”-Regierung der Ukraine gleich mal alle russischen Sender abgeschaltet hat, und einen faschistischen  freundlichen Parlamentsabgeordneten (und Mitglied im Auschuß für Pressefreiheit!) mal kurz  mit ein paar Schlägern vorbeischickt, wenn ein ukrainischer Chefredakteur nicht auf Linie einschwenkt. Dieses  Video zeigt, welchen Typen die EU morgen einen Assoziierungsvertrag und Milliarden von Euro in die Hand drücken will.

Was tun ? Die Ukraine war schon gespalten bevor der Konflikt eskalierte und diese Spaltung weiter vorantrieb. Putin war und ist nicht mehr als ein russischer Nationalist, der sein Land vor der hard power der NATO und der soft power westlicher Konzerne und ihrer “NGOs” zu bewahren versucht. Anders als Obama, der von der 0,1%-Elite ins Amt gehievt ist und mit seinen Drohnen und der NSA  jeden Tag das Völkerrecht bricht, hat Putin eine große Mehrheit der gesamten Bevölkerung hinter sich – und anders als USA und NATO betreibt Russland keine globalen Feldzüge, seine “Machträume auszuweiten”. Es sichert sie allenfalls – wie auf der Krim und gegen einen russlandfeindlichen Putsch in der Ukraine, der von EU und NATO mit ihren “Entweder-Oder”- Ultimaten provoziert und von Proxies der nur an Destabilisierung interessierten USA inszeniert wurde. An einem “Haus Europa”, zu dem auch Russland gehört, hat die einzige Weltmacht kein Interesse – ihr geht es  allein um die Schwächung des neben China letzten verbliebenen Hindernisses der totalen globalen Dominanz. Dass man dazu besser einen kleinen Bürgerkrieg entfesselt, als ein gespaltenes Land zu versöhnen, gehört seit Jahrzehnten zum Standardprogramm von US-inszenierten regime changes. Dass sich aber EU und Deutschland willig vor diesen Karren spannen lassen,  und lieber einen Krieg bei und mit ihren direkten Nachbarn entfachen, statt eine eigenständige, ausgleichende Politik zu betreiben, ist fatal. Und einmal mehr scheint Gregor Gysi der einzige Politiker im Bundestag zu sein, der die vernünftigen und friedensbewahrenden Alternativen zu diesem Duckmäusertum aufzeigt:

Kommentare

25 Kommentare zu “Kein Euro diesen Faschisten!”

  1. Gerd Kracht am 20.03.2014 um 20:24 Uhr 

    …inhaltlich wunderbare Vorschläge.
    Bin nur immer erstaunt, wieviel persönlich Nichtachtung man sich “in diesem hohen Hause” entgegenbringt.
    Auf viele wirkt das Theater im alten Reichstag sehr exemplarisch. Hingenommene Interessenlosigkeit der Abgeordneten…lässt die Frage aufkommen…”welches Schauspiel wird jetzt gerade wieder gespielt?”

     
  2. tobias_hh am 20.03.2014 um 20:32 Uhr 

    sorry, bröcki, aber ich habe überhaupt kein verständnis für deine nato-paranoia. nenn mir doch bitte mal einen fall, wo es eine nato-“aggression” gegen eine staat gegeben hat, ohne dass es nicht vorher gewaltsame und kriegerische handlungen des betreffenden regimes gegen minderheiten im eigenen land oder außerhalb gegeben hätte. beispiel serbien. milosevic hatte 1992 die milizen von zeljko raznatovic (“arkan”) und vojislav seselj nach ostbosnien geschickt, um blutbäder anzurichten. das alles war der nato bekannt, als es zur kosovo-krise kam. es gab einen vorlauf. hätte es srebrenica nicht gegeben, hätte sich milosevic die unterdrückung der kosovaren vermutlich “leisten” können.

    nehmen wir afghanistan. gut, du kannst sagen, nach 9/11 wurde das falsche land ins visier genommen. wenn schon, dann hätte saudi-arabien dran glauben müssen. ich sage: ganz unabhängig von 9/11 war ich für ein militärisches eingreifen am hindukusch, um das steinzeitregime der taliban zu beenden. (man kennt ja noch die bilder aus dem fußballstadion in kabul.) gleiches gilt übrigens heute für nordkorea. einziger haken dabei: pjöngjang ist sakrosankt, weil es atomar bewaffnet ist, thanks to pakistan.

    was ich in der aktuellen diskussion besonders gaga finde, ist, dass sich altlinke/neorechte wie jürgen elsässer heute hinstellen und über “faschisten auf dem maidan” sich echauffieren — wohl wissend, dass z.b. der ukrainische nationalist miroschnitschenko von swoboda — lebte er in deutschland — zur kernzielgruppe von elsässers “compact”-magazin zählte: homophob, xenophob, antisemitisch, eu-feindlich, vermutlich sogar anti-amerikanisch — das passt doch wie die faust aufs auge (sieh unten). nur weil swoboda gegen putin ist, findet die partei keine unterstützung bei elsässer. nur weil putin — neben den chinesen — der einzige ist, der gegen die usa den stachel löckt, hat er die vollste unterstützung von euch altlinken. arm imho!

    Putins liebster Feind

    Igor Miroschnitschenko prügelt Journalisten, hetzt gegen Juden – und sitzt als Abgeordneter im ukrainischen Parlament. Der Nationalist liefert genau den Stoff, den die Kreml-Propaganda braucht, um die Maidan-Revolution zu verunglimpfen.

    Igor Miroschnitschenko gibt sich wie ein weltoffener Boheme: Die langen Locken trägt er gern offen, dazu Bluejeans. Er war mal Sportkommentator beim Fernsehen und Pressesprecher der ukrainischen Fußballnationalmannschaft. Zuviel Internationalität ist ihm trotzdem suspekt. Ausländische Fußballprofis würde er am liebsten aus der Ukraine ausweisen, weil sie angeblich “die ethnische Landkarte der Ukraine verändern”.

    Miroschnitschenko ist Abgeordneter der rechtsnationalen Partei “Swoboda” (Freiheit), ihr Vorsitzender Oleg Tjagnibok war einer der Anführer der Revolution des Maidan, er marschierte Seite an Seite mit Ex-Box-Weltmeister Vitali Klitschko und Arsenij Jazenjuk, jetzt Premierminister der Übergangsregierung.

    Der Abgeordnete Miroschnitschenko hat Monate auf den Barrikaden ausgeharrt, auf dem “Euro-Maidan”, benannt nach dem Unabhängigkeitsplatz im Zentrum von Kiew, und nach Europa, dem Sehnsuchtsort der großen Mehrheit der Demonstranten.

    Miroschnitschenko aber hat ein eher taktisches Verhältnis zur europäischen Idee. “Die EU ist für uns die einzige Möglichkeit, um Russlands Einfluss abzuwehren”, sagt er. Was seine Kameraden “homosexuelle Propaganda” nennen, würde aber auch er gern verbieten, wie Wladimir Putin es in Russland getan hat. Wenn er die Partner seiner Partei im Westen aufzählt, fallen Namen wie Marine Le Pen oder Fiamma Tricolore, so nennen sich Italiens Neofaschisten.

    Geburtsfehler der ukrainischen Revolution

    Der Swoboda-Funktionär sitzt im Medienausschuss des Parlaments, hat aber ein zweifelhaftes Verständnis von Pressefreiheit. Weil am Dienstag der Sender “Erster Nationaler Kanal” die Rede von Kreml-Chef Wladimir Putin übertrug samt anschließender Annexion der Krim, stürmte ein Partei-Kommando kurzerhand die Büros des Fernsehsenders,angeführt von Igor Miroschnitschenko. Er schlug, schubste und würgte den Chefredakteur, der wenig später seine Demission unterschrieb, natürlich gänzlich “freiwillig”.

    Der Übergriff wirft ein Schlaglicht auf einen Geburtsfehler der ukrainischen Revolution: Weil sie Wiktor Janukowitsch sonst kaum hätten stürzen können, ließen sich die Demokraten auf ein Bündnis mit den schlagkräftigen Nationalisten ein. Die sitzen nun mit am Kabinettstisch, Swoboda hat sich drei Ministerämter und den Posten des stellvertretenden Regierungschefs gesichert.

    Parteichef Oleg Tjagnibok hat gelernt, sich in Sonntagsreden zur Demokratie zu bekennen und zur Einheit der Nation. Zweifel sind berechtigt. Das amerikanische Wiesenthal-Center führt Tjagnibok und Miroschnitschenko auf seiner Rangliste der Antisemiten auf Platz fünf.

    Vor einem Jahr mischte Miroschnitschenko sich in eine Debatte über die Wurzeln der in der Ukraine geborenen US-Schauspielerin Mila Kunis ein. Sie sei gar keine Ukrainerin, sondern eine “Jiddin”, schrieb er. Auf Ukrainisch klingt das nicht weniger antisemitisch als auf Deutsch, auch wenn er in Interviews heute gern das Gegenteil glauben machen will. Seine Partei fordert langjährige Haftstrafen für Ärzte, die Abtreibungen vornehmen. Lange zierte eine stilisierte Wolfsangel das Logo von Swoboda, ein Symbol, das auch bei Neonazis im Westen beliebt ist.

    Bis 2004 nannten sich die radikalen Nationalisten Sozial-Nationale Partei der Ukraine, die begriffliche Nähe zu Hitlers Nationalsozialisten war durchaus beabsichtigt. In der vergangenen Woche bloggte ein führender Jungkader unter dem Pseudonym “Nachtigal88″. Die Gruppe Nachtigall war während des Zweiten Weltkrieges ein Bataillon ukrainischer Freiwilliger, das mit der deutschen Wehrmacht gegen Stalin zog. 88 ist eine Chiffre, die in rechten Kreisen als “Heil Hitler” gelesen wird. Die Acht steht für das “H”, den achten Buchstaben im Alphabet.

    Miroschnitschenko ist für Putins Propagandisten unbezahlbar

    Igor Miroschnitschenko ist Chef einer Einsatztruppe der Partei, die in der Ukraine “Spuren der russischen Besatzung” tilgt, ein Euphemismus für politisch motiviertes Vandalentum. Wenn die Polizei ihn festnehmen will, zückt er einfach seinen Abgeordnetenausweis. So war es im Februar 2013 in der Kleinstadt Achtyrka im Osten der Ukraine, als Miroschnitschenko gegenüber Polizisten auf seiner Immunität beharrte. Dann legte er dem russischen Revolutionsführer Lenin eine Stahltrosse um den Hals und gab seinen Getreuen den Befehl, die Statue niederzureißen. Im Dezember gelang ihnen der größte Coup: Sie stürzten auch das neun Meter hohe Lenin-Denkmal in der Hauptstadt Kiew.

    Der ukrainische Nationalismus ist ein Phänomen vor allem im Westen des Landes. Wo dort Lenin-Statuen nicht schon längst gestürzt wurden, entledigt man sich ihrer heute leichten Herzens. Statt Lenin verehren hier viele Stepan Bandera. Der Nationalistenführer kämpfte für eine unabhängige Ukraine, war aber weder in der Wahl seiner Mittel noch der seiner Verbündeten wählerisch: Zeitweilig kämpfte er an der Seite der deutschen Besatzer gegen die Sowjets.

    Der Gegenseite gilt Bandera als Faschist und kaltblütiger Mörder, der verantwortlich ist für Massaker mit Tausenden Toten, so sehen es die Russen. Aber “die Russen” sind im Falle der Ukraine nicht gleichbedeutend mit Moskau. Rund ein Drittel der 42 Millionen Einwohner spricht nicht nur Russisch, sondern fühlt auch so. Die Regionen im Osten des Landes sind noch stark sowjetisch geprägt, hier ist Lenin der Held und Bandera das Hassobjekt.

    Wer der Ukraine aber das sowjetische Erbe mit Gewalt austreiben will wie Igor Miroschnitschenko, der nimmt die Spaltung des Landes billigend in Kauf.

    Einem Mann spielt das ganz besonders in die Hände: Putin. Seit Monaten schon diskreditiert die Kreml-Propaganda die Maidan-Bewegung als “faschistischen Putsch”. Dabei stellten nationalistische Kräfte wie Swoboda oder der “Rechte Sektor” stets nur eine Minderheit der Demonstranten, wenn auch eine schlagkräftige.

    Miroschnitschenko ist für Putins Propagandisten unbezahlbar: Am Donnerstag meldeten alle großen Zeitungen seine Attacke auf den Fernseh-Chefredakteur. “Die neue Staatsmacht in der Ukraine macht kein Geheimnis mehr daraus, mit welchen Methoden sie die von der EU so erwünschten demokratischen Normen einführen wird”, ätzt das Regierungsblatt “Rossijskaja Gaseta”.

    Gäbe es ihn nicht schon – der Kreml müsste einen Mann wie Miroschnitschenko erfinden.

     
  3. Jewgeni, Aachen am 20.03.2014 um 22:10 Uhr 

    Es gibt noch Helden in Russland!

    Op-ed piece in der NYT!

    How to Punish Putin

    By ALEXEY A. NAVALNY — MARCH 19, 2014

    MOSCOW — AS I write this, I am under house arrest. I was detained at a rally in support of anti-Putin protesters who were jailed last month.

    In September, I ran for mayor of Moscow as a pro-reform, pro-democracy opposition candidate and received almost a third of the vote despite having no access to state media. Today, my blog, which was until recently visited by over two million readers per month, has been blocked as “extremist” after I called for friendly ties with Ukraine and compliance with international law.

    For years, I have been telling journalists that President Vladimir V. Putin’s approval rating would soon peak and then tumble. Russia’s economy is stagnant, I said, and the Russian people would soon weary of the president’s empty promises. Even a rally-round-the-flag military adventure — a “little war,” as it’s known in Russia — would be impossible, I believed. Russia no longer had enemies.

    Then, on Feb. 28, Russia sent troops to Ukraine in precisely such a “little war.” I admit that I underestimated Mr. Putin’s talent for finding enemies, as well as his dedication to ruling as “president for life,” with powers on par with the czars’.

    As a citizen and patriot, I cannot support actions against Russia that would worsen conditions for our people. Still, I recommend two options that, if successfully implemented, I believe would be welcomed by most Russians.

    First, although Mr. Putin’s invasion has already prompted the European Union to impose sanctions on 21 officials, and the United States on seven, most of these government figures cannot be considered influential. They do not have major assets outside Russia and are irrelevant to Mr. Putin; sanctioning them will not change Russia’s policy. After all the tough talk from Western politicians, this action is mocked in Russia and even seen as a tacit encouragement to Mr. Putin and his entourage, who seem to possess some magical immunity.

    Instead, Western nations could deliver a serious blow to the luxurious lifestyles enjoyed by the Kremlin’s cronies who shuttle between Russia and the West. This means freezing the oligarchs’ financial assets and seizing their property.

    Such sanctions should primarily target Mr. Putin’s inner circle, the Kremlin mafia who pillage the nation’s wealth, including Gennady N. Timchenko, head of the Volga Group; Arkady and Boris Rotenberg, influential businessmen and former judo sparring partners of Mr. Putin; Yuri V. Kovalchuk, a financier believed to be Mr. Putin’s banker; Vladimir I. Yakunin, president of Russian Railways; the oligarchs Roman A. Abramovich and Alisher B. Usmanov; and Igor I. Sechin and Aleksei B. Miller, the heads of Rosneft and Gazprom, respectively.

    The sanctions must also hit the oligarchs whose media outlets parrot the regime lines, and target Mr. Putin’s entire “war cabinet”: the TV spin doctors, compliant Duma members and apparatchiks of Mr. Putin’s United Russia Party.

    The invasion of Ukraine has polarized members of Russia’s elite, many of whom view it as reckless. Real sanctions, such as blocking access to their plush London apartments, will show that Mr. Putin’s folly comes with serious costs.

    Second, Western authorities must investigate ill-gotten gains from Russia within their jurisdictions. The Anti-Corruption Foundation, which I established in 2011, has revealed dozens of major cases of graft. In 90 percent of those cases, Russian money was laundered in the West. Sadly, American, European Union and British law enforcement agencies have stymied our efforts to investigate such criminal plunder.

    “Crimea has always been an integral part of Russia in the hearts and minds of people,” Mr. Putin claimed this week. But even among the most nationalist and pro-Soviet of our people, a longing to restore Crimea to Russian rule faded years ago.

    Yet Mr. Putin has cynically raised nationalist fervor to a fever pitch; imperialist annexation is a strategic choice to bolster his regime’s survival. Mobilizing the masses by distracting them from real problems like corruption and economic stagnation can take place only beneath the banner of fighting external enemies.

    What is truly alarming in Mr. Putin’s rash behavior is that he is motivated by the desire for revenge against the Ukrainian people for revolting against a Kremlin-friendly government. A rational actor would know that the precedent of holding a local referendum to determine sovereignty is risky for Russia — a federation of more than 80 disparate regions, including more than 160 ethnic groups and at least 100 languages.

    It is true that the consensus in both Russia and Crimea is that the peninsula has historically been closer to Moscow than to Kiev. But the notion that this reunification should be achieved at the end of the barrel of a gun is supported only by Mr. Putin’s hard-core base. The opposition has spoken clearly. The antiwar protest held in Moscow over the weekend was the largest in two years, and it exceeded any counterdemonstration mustered by pro-Kremlin movements.

    There is a common delusion among the international community that although Mr. Putin is corrupt, his leadership is necessary because his regime subdues the dark, nationalist forces that otherwise would seize power in Russia. The West should admit that it, too, has underestimated Mr. Putin’s malign intent. It is time to end the dangerous delusion that enables him.

    Alexey A. Navalny is a Russian lawyer, anti-corruption activist and opposition politician.

     
  4. Berndchen am 20.03.2014 um 22:46 Uhr 

    “Hätte, hätte!”,
    sagt die Deutschlandkette:
    “Das Internette
    ist für uns alle noch Nuland.”
    (Fuck EU)

    Die modernen Ostlandreiter der deutschen Politik und die Medienhuren wähnen sich wohl drauf und dran, aus dem Rektum der Yankees winkend den Zweiten Weltkrieg doch noch zu gewinnen oder wenigstens die Ukraine wieder zu holen.
    Putin zeigt ihnen die Arschkarte. Recht so.

    Übrigens Gysi:
    Nach seiner Logik, dass Putin das Völkerrecht verletze durch die angebliche Okkupation der Krim müsste die Befreiung Berlins durch die Rote Armee ja ebenfalls ein Völkerrechtsbruch gewesen sein…

    Die Linke scheint sich im übrigen auf einen rigorosen außenpolitischen Paradigmenwechsel vorzubereiten , der auf dem nächsten Parteitag zum Tragen kommen wird und der der Machtteilhabe und Postensicherung dient.
    (Herr Liebich ist “Transatlantischer Brücke”nkopf in der Linken!)
    Sag ich mal so. Na dann Gute Nacht…

     
  5. Obi am 20.03.2014 um 23:13 Uhr 

    Paul Craig Roberts, einst Staatssekretär unter Ronald Reagan, weiß als ehemaliger Insider wie der Hase läuft und feuert eine volle Breitseite gegen die “Pfeife im Weissen Haus” und die “Speichelleckerin Merkel”:

    “Auf Obamas Scheinheiligkeit hin möchte man kotzen. Die Pfeife im Weißen Haus ist es, die sich in die Ukraine einmischt. Washington war es, das den Sturz der gewählten ukrainischen Regierung finanziert und organisiert hat, indem es gut organisierte und gut bewaffnete Neonazis benutzte, um die unbewaffnete Polizei und die herrschende Partei einzuschüchtern und auf diese Weise den Weg für Washington zu bereiten, eine nicht gewählte, aus seinen gut bezahlten Handlangern gebildete Regierung zu installieren.

    Was die unfähige Pfeife im Weißen Haus übersah, ist dass die südliche und östliche Ukraine russisch sind, nicht ukrainisch, so dass der Staatsstreich der Pfeife dazu geführt hat, dass sich die Krim abspaltete und dass sich weitgehende Protesten gegen Washingtons nicht gewählte Handlangerregierung in Kiew bilden. Washingtons Handlangerregierung in Kiew hat nicht gewählte ukrainische Multimilliardär-Oligarchen, die über ihre eigenen Sicherheitskräfte verfügen, zu Bürgermeistern von russischen Städten bestellt, um die Proteste niederzuschlagen. Wenn diese Oligarchen Gewalt gegen Russen einsetzen, dann wird die wahrscheinliche Folge sein, dass die russische Armee die Kontrolle über die östliche Ukraine übernehmen wird, die in jeder wesentlichen Beziehung russisch ist.

    Wenn die östliche Ukraine zu Russland zurückkehrt, dann wird Washington übrigbleiben mit den Ultranationalisten der westlichen Ukraine, Leuten, die im Zweiten Weltkrieg an der Seite Hitlers gekämpft haben. Die Europäische Union will keine Ultranationalisten, da die EU eifrig damit befasst ist, Nationalismus und die Souveränität der europäischen Länder auszumerzen. Nichtsdestotrotz wird Washington einen strategischen Vorteil über Moskau gewonnen haben, da Washington Raketenabwehrsysteme und andere militärische Stützpunkte an die Grenze der westlichen Ukraine zu Russland aufstellen und dadurch Washingtons Einkreisung Russlands mit feindlichen Militär- und Raketenstützpunkten vollenden kann.

    Russland wird die Basen der Vereinigten Staaten von Amerika neutralisieren, indem sie Iskander-Raketen auf diese programmiert, die von Antiraketenraketen nicht abgefangen werden können.

    Alles, was die Pfeife im Weißen Haus erreicht haben wird, ist Russland und China einmal mehr klar gemacht zu haben, dass Washington beide auf seiner Abschussliste hat, weil sie beide Washingtons Weltherrschaft im Wege stehen. ”

    http://www.antikrieg.com/aktuell/2014_03_18_zwei.htm

     
  6. Jens am 20.03.2014 um 23:34 Uhr 

    Das Internet ist die neue Wissenexplosion, Buchdruck 2.0! Und auch heute versucht “Die Kirche” es mit allen Mitteln, aber die Sache ist nicht zu stoppen. Wir bewegen uns in eine neue Renaissance, eine neue Phase der Aufklärung. Der Übergang ist vor allem für die vielen “schlauen Leute” sehr hart. Für die Nachrichtengucker und Weltversteher, die “Ich habe Politik studiert!” und tazSPIEGELBILD-Leser Fraktion. Die werden mental bodenturnen, bis es kracht! Hauptsache, sie stehen nicht als das da, was sie sind: erschreckend unwissend und völlig überholt…
    Bei gewissen Kommentatoren haben wir es nicht mit “bezahlten Stoffeln” zu tun, wie viele häufig mutmaßen. Das sind “Bodenturner”, die ihre Realität verteidigen. Auch gegen jeden Sinn und Verstand. Bis es schmerzt! Vor allem beim lesen.

     
  7. Jochen_aus_Kassel am 20.03.2014 um 23:41 Uhr 

    @Obi:
    > “…indem Washington gut
    > organisierte und gut bewaffnete
    > Neonazis benutzte, um die
    > unbewaffnete Polizei und die
    > herrschende Partei einzuschüchtern”

    gehen sie mal als schwules pärchen in moskau spazieren. es reicht schon, wenn sie mit kaukasischem antlitz metro fahren. da passiert ihnen dasselbe. von naschi wurde hier schon berichtet. wir leben echt in im golden age of double standard. in case you missed it:

    Auf Einladung des Eurasian Observatory for Democracy and Elections (EODE) waren rechtsextreme Politiker aus ganz Europa zur Beobachtung des Referendums auf der Krim.
    Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Rechtsextreme Politiker beobachten ein Referendum, das von Russland als Votum gegen die Faschisten-Regierung in Kiew propagiert wurde!

    Dreister gehts m.E. nimmer.

     
  8. Bekir am 20.03.2014 um 23:57 Uhr 

    Unsere Mutti ist angeblich die mächtigste Frau der Welt. Tatsächlich kann sie nicht einmal ihren geliebten großen Bruder davon abhalten, sie vollständig zu durchleuchten. Obwohl sie doch wütend mit dem Fuß stampfte und es ihm verbat.

    Und was der große Bruder von seiner meist doch sehr artigen EU-Gehilfin denkt, von ihren Sorgen und Anliegen, rutschte kürzlich einer seiner (US-)Gehilfinnen raus: Fuck EU!

    (Die ungezügelte Dame heißt übrigens Nuland – Neuland – also wie Angelas ungezügeltes Internet, dem sie seine unbändige Neugier ja gerne nachsieht, solange nur das einfache Volk betroffen ist und nicht sie selber.)

    Schon immer mochten US-Präsidenten willige und billige Helfer aller Art, demokratisch oder diktatorisch: “Er ist ein Hurensohn. Aber es ist unser Hurensohn.”
    Ein Hurensohn kann unsere Angela ja gottseidank nicht sein. Aber halt die passende Mutti.

    Wer will denn bei so viel liebevoller Verbindung zwischen USA und Europa von “Duckmäusertum” sprechen? 😉
    IM Erika hat immer jedem Regime, dem sie diente, mit voller Hingabe gedient. Und sie weiß, dass sie keine Wahl hat; sie darf nicht aus der Reihe tanzen. Bei so viel Kompromat (in den Händen der NSA) hätte nämlich die US-hörige Boulevard-Presse sie schneller durch den Wulff gedreht, als sie “Mein Gott Christian” stammeln könnte.

    Nein, sie lässt sich vor keinen Karren spannen – sie zieht längst freiwillig für die große Sache der “marktkonformen Demokratie” – einer Demokratie, die den “Märkten” – Großkonzernen – Wohlgefallen verschafft. Sprich: neue Aufträge. Investieren kann man nämlich am besten dann, wenn die Kanonen donnern. Und das geht eben nicht ohne Kriege, Bürgerkriege und Spannungs-Szenarien aller Art. “Humanitäre Interventionen” halt.

     
  9. klandestine am 21.03.2014 um 05:08 Uhr 

    > Russia wants war

    das nicht. es will bloß in ruhe gelassen werden. wenn pussy riot verknackt werden oder schwule verkloppt, dann hat das aus sicht putins den westen nichts anzugehen. das problem: die ukrainer wollen auch gleichgeschlechtliche ehen. wehe, die idee schawppt rüber ins ex-brudervolk der russen! *davor*, vor dem westlichen zeitgeist, hat putin mächtig angst imo. tja, da kann man m.e. nichts machen. er wird sich mit dieser angst abfinden müssen. das rad der “gechichte” (dr. kohl) lässt nicht zurückdrehen.

     
  10. S.Miller am 21.03.2014 um 09:14 Uhr 

    und ich bleibe bei meiner “kalte Krieg” Theorie. Die Angst wird größer, die Analogien zum Ausbruch des ersten Weltkrieges häufen sich. Irgendwann wird die Welt wieder in zwei Lager geteilt und das Spiel wird weiter gehen können. Die Weltherrscher brauchen einen passenden Angstmacher um ihre Horden im Zaun zu halten. Nur darum geht es. Würden wir alle nicht den Krieg fürchten, dann könnten wir uns womöglich von unseren Herrschern freisprechen, wie das einst die Sklaven in Amerika gemacht haben. Deswegen wird sowas überhaupt inszeniert. Aber es bleibt nur eine Inszenierung. Das hoffe ich zumindest.

     
  11. Berndchen am 21.03.2014 um 11:51 Uhr 

    @S.Miller am 21.03.2014 um 09:14 Uhr

    Nein. Es geht um “The Grand Chessboard” (Brzeszinski). Um Containment-Politik gegenüber Russland und vor allem China. Letztere wird seit ca. sechzig Jahren sehr erfolgreich betrieben, wie wir sehen steht “Die einzige Weltmacht” mit ihrem NATO-Tross vor den Grenzen Russlands und Chinas.
    Die Zwei-Blöcke-Politik war ab ’45 ein notwendiges Übel und ist seit 1989 obsolet. Zur Zeit und so lange es nicht verhindert wird gibt es nur eine “Ein-Imperium-Herrschaft”. Dieses eine Imperium bedient sich der Vasallen oder läßt sie fallen, je nach Gusto. Oder business as usual.
    Deshalb glotzt die Merkel auch öfters mal wie ein Schellfisch und kabbert an ihren Fingernägeln. Tatsache.

     
  12. Stefan am 21.03.2014 um 14:25 Uhr 

    Wir wissen jetzt, da man offiziell ukrainische Nazis unterstützt, was von der bisherigen Gegen-Rechts-Rhetorik der deutschen Mainstreammedien zu halten ist. Sie ist offensichtlich keine bedingungslose Grundüberzeugung, sondern nur taktisches Kalkül aus dem Baukasten der NATO-Propaganda. Wie es schon deren erster Chef Lord Ismay sagte: Ziel sei es “to keep the Americans in, keep the Russians out and keep the Germans down”. Auch einige deutsche Pseudo-Linke, die grundsätzlich gegen Putin und pro USA/NATO sind, scheinen da mitzumarschieren. Man fragt sich, ob die wohl wirklich immer auf eigenes Ticket unterwegs sind.

    Russland ist Deutschland in den letzten Jahren immer fair und auf Augenhöhe begegnet. Und obwohl die Russen im von Deutschland verursachten 2. WK 20 Mio. Menschen verloren und großflächige Verwüstungen erlitten haben, schwingen sie damit keine Moralkeule. Andere Staaten sind da weitaus weniger zurückhaltend und finden im deutschen Mainstream viel Verständnis. Die deutsche Schuld Russland ggü. (nicht nur wegen 1990, sondern wegen 1941) ist merkwürdigerweise kein Thema. Gauck bittet in Athen um Verzeihung, aber wann tut er das in Moskau?

    Das Lakaientum des deutschen Politik- und Medienkartells den USA ggü. wird dagegen immer grotesker: Die USA spionieren Deutschland aus, von Merkel kommt nichts, Aufklärer Snowden bittet um Asyl, Merkel lehnt mit Hinweis auf US-Interessen ab.

    Die US-Elite sagt nicht nur “Fuck the EU”, sie handelt auch so: Sie zettelt Unruhen und Kriege an (Syrien), Europa muss mit Flüchtlingswellen und Folgekosten fertig werden. Sie intrigiert gegen russische Interesssen und treibt einen Keil zwischen Moskau und Europa, die wirtschaftlichen Nachteile und Folgen der Konfrontation bis hin zur Kriegsgefahr trägt Europa. Man wird sich fragen, ob nicht auch die EURO-Krise dem Kampf für Dollarinteressen geschuldet ist und wer im Freihandelsabkommen wen über den Tisch ziehen will. Man ahnt es schon: Die deutsche (und europäische) Vasallenclique schluckt alles, egal was, Hauptsache es kommt aus Washington und der Gehaltsscheck stimmt.

    Ich bin der Ansicht, dass die Regierung Merkel (wahrscheinlich aus Feigheit, nicht aus Dummheit oder Boshaftigkeit, was es aber nicht besser macht) permanent Hochverrat an den Interessen ihrer Wähler, an europäischen Interessen und der Sache des Weltfriedens begeht.

     
  13. Berndchen am 21.03.2014 um 14:36 Uhr 

    Ergänzung zu @S.Miller am 21.03.2014 um 09:14 Uhr

    Ich möchte allen das brandaktuelle Gespräch Ken Jebsens mit dem bekannten Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser empfehlen. Nach meinem Empfinden dürfte dieses Interview an Aussagekraft zum Thema so leicht nicht zu toppen sein.

    http://kenfm.de/blog/2014/03/16/daniele-ganser-2/

     
  14. AJN am 21.03.2014 um 15:04 Uhr 
  15. Jens am 21.03.2014 um 19:41 Uhr 

    Berndchen
    Brzeszinski spinnt hier seine Fäden, das sehe ich auch so. Bei einer groß angelegten Aktion wie derzeit in der Ukraine, werden im Vorfeld alle möglichen Entwicklungen im Vorfeld haarklein durchexerziert. Und für die Amerikaner läuft die Sache bisher ganz hervorragend! Das ganze Gequatsche über eine “Amerikanische Niederlage” ist doch Unsinn. Brzeszinski macht in der Ukraine heute genau das, was er schon Ende 79 in Afghanistan tat: mittels durchgeknallter Irrer gezielt destabilisieren, um die Sovjets/Russen zu Reaktionen zu zwingen. Ist ein ganz einfaches und uraltes Prinzip. Man muss nur darauf achten, selber nicht zu den Geschädigten zu gehören und diesbezüglich macht die Sache aus US Sicht einen durchweg positiven Eindruck. Die Amerikaner (Hauptprovokateur) sind von allen Beteiligten nämlich die einzigen, denen das alles wenig bis gar nichts ausmachen wird. Alle Leidtragenden sind einzig hier in Europa auszumachen. Und mal ganz ehrlich: geteilte Staaten im Ausnahmezustand sind das Markenzeichen erfolgreicher amerikanischer Aussenpolitik! Wenn der Vergleich auch etwas hinkt, da das Staatskonstrukt Ukraine noch etwas künstlicher war, als es ohnehin allen Staaten gemein ist.
    Das Heranzüchten des militanten Islams war in den Augen Brzeszinskis ein großer Erfolg. Er verteidigt das völlig ungeniert, nicht heimlich, sondern ganz öffentlich. Ob Islamisten oder jetzt Nazis, das ist dem Mann schnuppe. Der denkt langfristig und rein ergebnisorientiert. Sollten die Faschisten in Kiew im großen Stil damit beginnen, Leute abzumurksen und wie bereits angekündigt: Terrorismus zu verbreiten, bis Russland dort einmarschieren MUSS! Dann läuft der alte Sack Brzeszinski einen Monat lang mit einem gewaltigen Ständer durch die Gegend. DAS wäre sein absolutes Wunschergebnis!
    Er würde seinen Erfolg auch wieder allen mitteilen, wieder kein Geheimnis daraus machen. Wieder Bücher, wieder große Reden, großes Publikum, ganz ganz wichtige Interviews, Gastprofessuren und eben der ganze widerliche Scheiss. Kein Vertuschen, wieder alles ganz öffentlich.
    Derweil quaken hier die “Schlauen” so etwas wie

    “…also versuch in Moskau mal als schwules Pärchen über die Straße…”

    und kapieren dabei nicht einmal im Ansatz, was um sie herum tatsächlich passiert. Geschweige denn, dass “schwule Pärchen in Moskau” kein Gedanke ist, der IHREM Gehirn entstammt. Also noch mal ganz ehrlich: von “alleine” kommen die grundsätzlich auf… eher wenig! Und auf “Schwulenrechte in Russland” kämen sie in 1000 Jahren nicht. So etwas wird heute “konsumiert” und je nach Maßgabe mit Entrüstung wiedergegeben. Dieser Gaddafi hat zwecks Vergewaltigung ja Viagra an seine Mörder ausgegeben. Geschockt, ich war GE-SCHOCKT!
    Ein Glück, dass wir da bombardiert haben.

    Ich denke übrigens NICHT, das die “Zwei-Blöcke-Politik” ein notwendiges Übel war.

     
  16. dusted am 22.03.2014 um 09:01 Uhr 

    Guter Bulle, böser Bulle bzw. das hegelsche Prinzip, ist ein elementarer Bestandteil der Täuschung zum Zwecke der Herrschaft – nur darum können wir das russische Fernsehen empfangen und nur darum darf ein Scheinoppositioneller wie Gysi im Bundestag seine wohlklingenden, aber folgenlosen Reden schwingen.

    Wenn “unsere” durch und durch verlogenen sowie fremdbestimmten Medien gegen Putin hetzen und dabei alle Register der Propaganda ziehen, wird er einem fast zwangsläufig sympathisch, aber letztendlich kann man doch nicht wissen ob das nur Theater ist um die Massen zu polarisieren, oder ob Russland unter Putin tatsächlich zu einem Gegenspieler geworden ist.

    Letzteres wäre wünschenswert, jedoch ist es in der Geschichte immer so gewesen das der Gegenpol Erfüllungsgehilfe der heimlichen Herrschaft war, der diesen selbst aufgebaut hat, wie im Falle der Sovietunion, des Hiterregimes, oder nehmen wir die Taliban, Saddam Hussein, etcetc.

    Viele kennen den Roman “1984” von George Orwell, aka Eric Arthur Blair und für die meisten steht er als Synonym für einen totalitären Überwachungsstaat schlecht hin, aber was da sonst noch drin steht haben anscheinend die wenigsten gelesen oder gar begriffen, denn darin steht ganz klar das die Welt in drei verschiedene Machtblöcke aufgeteilt ist die zwar ständig gegeneinander Krieg führen, aber es eigentlich nur darum geht das jeder Block einen Feind hat, damit die Gesellschaftsstruktur in jedem aufrecht erhalten werden kann, was ohne einen äußeren Feind schlicht nicht möglich wäre.

    Die Rüstung, in die wahnsinnige Mittel gesteckt werden, dient darin nicht dazu den Feind letztendlich zu besiegen, oder den eigenen Block zu verteidigen, sondern es geht darum den gewöhnlichen Menschen mit Propaganda und Hetze in jedem Lager zum Patriotismus und hinter “seine” Regierung zu bringen und die Mittel abzupressen, die sie von der Herrschaft unabhängig machen könnte und diese in Rüstung und Krieg zu verpulvern, die den Menschen nicht den geringsten Nutzen bringen und auch nicht sollen.

    Eine Gesellschaft in der jeder die Mittel hat unabhängig zu sein und bereits alles hat was man braucht um ein angenehmes Leben zu führen, würde sich von der Herrschaft nicht in Kriege schicken lassen und den Sinn und Zweck der Herrschaft an sich in Frage stellen – darum muss ein künstlicher geschaffener Mangel dafür sorgen das genau das nicht passiert.

    Das “beste” Beispiel für so eine Gesellschaft ist die USA, denn keine Nation verballert so astronomische Mittel in Rüstung und Kriege, während 50 Millionen US-Amerikaner nur mit Lebensmittelmarken über die Runden kommen und viele in Zeltstädten oder in ihren Autos leben, obwohl sie arbeiten gehen.

    Die Rekruteure der US-Army hätten schlechte Karten, wenn es nicht so viele arme Menschen gäbe, die kaum eine andere Perspektive haben als sich als Soldaten des Imperiums verwursten zu lassen und in Ländern, welche die meisten Amis noch nicht einmal auf einer Landkarte finden würden, andere arme Menschen über den Haufen zu knallen.

    Ohne ein Feindbild da draußen würde das Imperium kollabieren und darum musste nach dem Kollaps der UDSSR unbedingt ein neues Feindbild her, um die Struktur zu halten – der 11.09.2001 war eine Notwendigkeit, nicht nur wegen Geostrategie und um Ressourcen zu rauben, sondern vor allem um die Gesellschaftsstruktur aufrecht zu halten.

    Selbst der dümmste US-Amerikaner würde auf die Barrikaden gehen, wenn “seine” Regierung astronomische Mittel verpulvert, während sich die Armut immer breiter macht, wäre da kein Feindbild auf das die Herrschenden und ihre Komplizen von den Medien zeigen können.

    Man kann sich auf das oberflächliche Theater einlassen und auf diese oder jene Figur darin setzen, jedoch sind die offensichtlichen Elemente in dem Theater ein Teil der Täuschung – wir “Erwachsenen” belächeln kleine Kinder die beim Puppentheater den guten Kaspar anfeuern, wenn er das böse Krokodil verprügelt, während beide vom selben Puppenspieler gesteuert werden, aber bei der kindlichen Variante kommt wenigstens am Ende des Schauspiels der Puppenspieler hinter der Fassade raus, während für die Großen das Theater ewig weiter geht und die eigentliche steuernde Macht verborgen bleibt.

    Nun feuern sie den Kaspar Putin an, weil der im großen Theater gerade der bessere ist, aber das alles Theater ist, sehen sie gar nicht mehr – das wollen sie gar nicht sehen, weil es ist so schön einfach und unterhaltsam sich auf die Show einzulassen.

    Sie sind es so gewohnt “ihre” Mannschaft anzufeuern, sich mit ihr zu identifizieren, alle Fanartikel zu kaufen; sie werden heulen wie die Schlosshunde wenn “sie” verlieren und sie werden jauchzen wenn “sie” gewinnen – wer denkt das es für die “Fan’s” alles doch nur ein Spiel ist und das das alles vernünftige Menschen sind die nur gern Fussball gucken, kann gerne mal einen Selbstversuch starten und sich mit einem Bayern München Trikot bei einem Auswärtsspiel in den eingefleischtesten Fanblock der Heimmannschaft setzen – viel Glück dabei, da am Stück wieder raus zu kommen.

    Die Menschen sind so leicht zu polarisieren und gegeneinander zu hetzen das es den Herrschenden eine wahre Freude sein muss.

    Im Moment fliegen russische Antonow’s deutsche Panzer und andere Mordinstrumente von Afghanistan zurück nach Deutschland – fragt sich da keiner warum die das machen, während deutsche Medien in Putin den Teufel persönlich sehen ?

    Naja, dann feuert mal weiter Eure Mannschaft an – und da zählt nur : SIEG ! SIEG ! Tamtatamtatam…….

    Liebe Grüße @lle

     
  17. Berndchen am 22.03.2014 um 10:05 Uhr 

    @Jens:
    Absolut dakor, 100pro, außer dem letzten Satz: Ich meinte, für die USA war die Blockpolitik nach 45 ein notwendiges Übel, da es ja ’45 im wesentlichen zwei Hauptsieger mit ihren Lagern gab, die sich diametral gegenüber standen. Wäre zu klären wie, warum und wer daran Schuld trägt. Aber das ist ein neues Thema.
    Ohne dem hätten die Amis viel schneller da gestanden wo sie jetzt sind, wetten?
    Aber sonst: Yo.
    Viele “geistige Bodenturner” neuerdings hier und viele neue Leute, die “bröcki” zu Herrn Bröckers sagen und ihn duzen dürfen.
    Ob das alles seine Freunde sind??
    Ch. Hörstel mistet seine Kommentare regelmäßig aus von Trollen und “Bediensteten”. Die jW läßt sie erst gar nicht rein.

    Okay, alsdann: Unbedingt Dr. Daniele Ganser nicht verpassen. Siehe oben…

     
  18. LarsLonte am 22.03.2014 um 17:01 Uhr 

    German Foreign Policy

    http://www.german-foreign-policy.com/

    EIR Nachrichten abseits der Mainstream Medien

    http://www.bueso.de

    Aus der Schweiz

    http://www.zeit-fragen.ch siehe auch Archiv zu Ukraine, Putin, Russland und Amerika…und EU direkte Demokratie usw.

    End of the American Dream

    http://endoftheamericandream.com/

    Michael C. Rupperts täglicher Peak Oil Blog

    http://www.fromthewilderness.com

    zu Peak Oil und 9.11. siehe auch Michael C. Rupperts Buch “Crossing the Rubicon – the decline of the American empire at the end of the Age of oil”

    VWL Professor Bernd Senf aus Berlin, nach Wilhelm Reich zum Orgon (chinesisch KI, indisch Prana)

    http://www.berndsenf.de

    Psychosoziale Hintergründe, Nicola Tesla und Viktor Schauberger usw.

    Möchten Sie zu «Schule und Bildung» eine kleine neurolinguistische Seelenmassage?

    Angriffsziel Schule und Kirche | von Dr. phil. Judith Barben, Psychologin

    (erschienen in: Zeit-Fragen, Nr. 25, 11.6.2012)

    http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=896

    Kopp News des Kopp Verlages Online, u.a. mit Gerhard Wisnewski und Jürgen Elsässer und F. William Engdahl zur Geopolitik

    http://info.kopp-verlag.de/index.html

     
  19. tobias_hh am 22.03.2014 um 17:35 Uhr 

    Stefan Plaggenborg, Osteuropa-Historiker an der Uni Bochum, in der FAZ:

    Selbstverständlich ist der russische Präsident kein „Adolf Putin“. Wohl aber mahnen die Entwicklungen in Russland an die Zeit der Entstehung des italienischen Faschismus. Die Lage ist nicht gleich, aber der italienische Faschismus hilft die russischen Ereignisse besser zu verstehen.

    Der Kreml „argumentiert“, die russische Bevölkerung der Ukraine sei in Gefahr. Er sucht aber keine Verhandlungswege, diese Frage zu lösen. Stattdessen lässt er Soldaten als schlecht getarnte Freischärler die „russische“ Krim besetzen. Und ein selbsternannter Anführer der Russen auf der Krim formuliert ein nationalistisches Programm für den Anschluss an Russland. Wie Italien nach dem „verstümmelten Sieg“ von 1918, einem der Ausgangspunkte des Faschismus, kompensiert Putin-Russland seinen imperialen Minderwertigkeitskomplex nach 1991 mit Abenteuern. Da wirkt die Besetzung Fiumes 1919 durch Schwarzhemden wie ein Vorspiel zur Krim heute.

    Putin inszeniert sich wie Mussolini. Der Führer ist das System. Man muss nur die Bilder nebeneinanderhalten, um die Parallele zu bemerken. Führerschaft und Virilität gehen zusammen: Mussolini halbnackt bei der Ernte, Putin halb nackt beim Angeln, das ganze Bildprogramm des Faschismus con variazione, mit Amphoren, sibirischen Tigern, beim Reiten und beim Skifahren. Dieser öffentliche Putin ist ebenso wie der Duce eine Kunstfigur.

    Moskau setzt auf eine Internationale der Rechten. Während man OSZE-Beobachter von der Krim jagt, werden Vertreter der rechten Parteien Westeuropas, etwa des Front National in Frankreich, eingeladen, den „Wahlen“ beizuwohnen. Wenn das mehr ist als eine Provokation, dann öffnet sich hier eine europäische Perspektive, die Russland zum Zentrum einer rechten Bewegung macht. Was Mussolini nicht gelang, will der Kreml offenbar versuchen.

     
  20. Gernot am 22.03.2014 um 20:27 Uhr 

    Off-topic, aber ganz interessant:

    Auf dem heutigen AfD-Parteitag in Erfurt sagte Lucke, die AfD sei weder rechts noch gegen Homosexuelle, noch sei sie auf dem Weg zur religiösen Fundi-Partei. Hans-Olaf Henkel erklärte, die AfD stehe weder links noch rechts, sie sei weder konservativ noch liberal.

    Nicht rechts? Nicht konservativ? Ahahaha! Das nennt man dann wohl Wählerverarsche, AfD-style.

     
  21. pecas am 22.03.2014 um 21:02 Uhr 

    tobias_hh am 22.03.2014 um 17:35 Uhr
    Wer den Unterschied zwischen einem “Duce” Mussolini- Kult (- das “Angie-Angie”- Geheul der CDU-Parteigänger ist übrigens von Anfang an von derselben Sorte -) und der Putin-/Kreml-Routine-Propaganda (bei der man lediglich zugeben muss, dass Klappern eben zum Handwerk gehört, um damit fertig zu sein) nicht wahrzunehmen imstande ist, kennt weder jenen (und das damit verbundene, verdammt blutige, seinerzeit übrigens von England vorfinanzierte Ränke- und Räuberspiel) – und kann daher diesen auch schlecht als Quasi-Fascho-Entschuldigung der Ukraine- thugs ins Feld führen bzw. unterzumogeln versuchen; denn das führt alles zu den schwer eiernden, ich würde sagen vorhersehbaren und sogar tatsächlich vorauskalkulierten Schlüssen, mit denen sich alle Leute vom selben schlechten Geschmack wie dem, der (auch) bei der FAZ offenbar zuhause ist, allerhöchstens selbst auf die langweiligste Art befriedigen.
    *abflug*

     
  22. Berndchen am 22.03.2014 um 21:02 Uhr 

    Wer Front- und Kriegsberichterstattung so richtig gut nach altem Schrot und Korn erleben will, sollte die Adresse

    http://www.gmx.net

    nicht versäumen. Hetzsubstrat der Sonderklasse eingedampft aus allen Medien auf das Wesentliche, immer frisch aus dem Brain-Waschsalon…

     
  23. Jens am 23.03.2014 um 12:16 Uhr 

    Die dümmsten der Bodenturner verbreiten per copy&paste fremdes Machwerk, ohne deren Inhalt zu verstehen, gescheige denn, den Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Da werden dann “OSZE-Beobachter von der Krim gejagt”, obwohl die OSZE sich doch weigerte, die Wahlen (natürlich immer in “…”) überhaupt zu beobachten. Aber wen stören schon Tatsachen?
    Hitlervergleiche sind übrigens out. Das ist nunmehr zu abgegriffen (Saddam, Milosevic, Gaddafi, Ahmadinedschad, Milosevic…) und wirkt nicht mehr gewünscht. Selbst die dümmsten der Bodenturner kotzen irgendwann kalt an sich runter, wenn sie den ewig gleichen Stuss immer und immer wieder vorgesetzt bekommen. Aber speziell für diese dümmsten der Bodenturner gibt es ein Rotationssystem, ganz was Raffiniertes. Da haben 3 denkende Panzer monatelang drüber gebrütet. Raider heisst jetzt Twix und Putin ist jetzt: Mussolini!
    Also “quasi”. Wir erwähnen die beiden einfach oft genug in einem Satz und konstruieren Zusammenhänge. In dem Film “Schmeiss die Mama aus dem Zug” lautet das Motiv für einen Mord:

    “Einer ohne Hut tötet einen anderen ohne Hut!”

    Das entspricht ungefähr dem logischen Niveau der dümmsten der Bodenturner. Und genau darum ist die Propaganda auch so unglaublich dämlich! Unsereins ist da schon aus Eitelkeit ständig sauer. Ich habe das Recht, meinem Verstand gemäß belogen zu werden! Jedoch sie schaffen es nicht.

     
  24. tobias_hh am 23.03.2014 um 18:12 Uhr 

    @pecas,
    selbst meiner grenzdebilen omma im heim sind folgende parallelen aufgefallen…

    Mussolini halbnackt bei der Ernte, Putin halb nackt beim Angeln, das ganze Bildprogramm des Faschismus con variazione, mit Amphoren, sibirischen Tigern, beim Reiten und beim Skifahren.

    echt albern, wenn altlinke/neorechte derlei auffälligkeiten schlicht totschweigen. es scheint nur um anti-amerikanismus zu gehen. da putin den american way of life ebenso hasst wie es die altlinken/neorechten tun, ist der kreml-fascho eben deren kumpel im geiste. sorry, aber eine derart platte denke beleidigt meine intelligenz.

     
  25. Jens am 24.03.2014 um 11:59 Uhr 

    Aber ja doch, tobias! Leider hat sich kein “Amerika-Experte & Zoologe” gefunden, der in der FAZ einen schlauen Artikel über diese sehr interessante Collage schreiben durfte:

    http://www.jcnot4me.com/images/Bush-monkey.gif

     

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