Der weiße Wahn

“Für die Welt ist Trump besser, für Amerika nicht” – meint Eva Schweitzer. Sie pendelt seit langem zwischen New York und Berlin und kennt sich aus, in der Weltgeschichte und in Amerika. Ihr Buch über die Tea-Party ist stark aktualisiert jetzt wieder erschienen (“Die Trump Party –  Der weiße Wahn”), und das paßt, denn Trump ist, obwohl für die Republikaner unterwegs, ein klassisches Produkt dieser Protestbewegung von rechts.  Dass er ein ziemlicher Trottel ist, sollte kein Hinderungsgrund sein die Wahl zu gewinnen, auch  Ronald Reagan und George W. waren ja weitgehend unbedarfte Schauspieler. Müsste ich heute den Ausgang der Wahl wetten, würde ich auf Trump setzen.

7 Comments

  1. Wieso sollte Trump ein Trottel sein ?

    Die Kohle…die er gemacht har..die wird der Mattes Bröckers in 1000-Leben nicht machen 🙂

    Das Witzige ist,dass Trump auf ein Amerika rekuriert, dass es nicht mehr gibt:

    Den hart arbeitenden weißen ” Vater ist der Beste”-Middle-Class-American-Dad..ohne Drogen-Erfahrung und ohne Seitensprünge…der es wie 1955 gerne wieder hätte….deshalb wird Mr.Trump auch gewinnen in diesem Idiot-Country und die Clinton-Bitch darf dann ins Margot Honnecker-Exil Richtung Chile abdampfen …Mir soll’s recht sein 🙂

     
  2. Für mich, obwohl ich nicht in USA lebe, hat sie wenig Neues erzählt. Als Amerikanistin wußte sie zwar viel, besonders über Geschichte, aber irgendwie war sie auch alte Schule und nicht da unterwegs medientechnisch, wo ich es bin.

    Natürlich hat das, was sie über Trump sagte, den AfD-Leuten nicht gefallen, stimmte aber. Das Casino von Trump ging übrigens pleite, weil er viel Geld entnommen hat und die Regeln verschärft wurden.

    Über Clinton war sie teilweise nicht gut informiert. Ich weiß nicht wie sehr sie aufpassen muss, wenn sie für Zeitungen oder große Verlage arbeitet, aber Clinton kann man ruhig auch “Massenmörderin” nennen.

    Würde Trump Präsident, gibt es gar keinen Zweifel, dass er ein Massenmörder auch würde. Trump hat nie auch nur angedeutet, dass für ihn Menschenrechte bei seinen tollen Deals irgendwie wertvoll wären. Im Gegenteil.

    Trump ist ein skrupelloser Hochstapler und Clinton eine elitäre Massenmörderin. Trump versucht dahinzukommen, wo Clinton schon ist.

    Für die Amerikaner gilt, dass sie eigentlich nicht wählen brauchen. Sie müssen erst einmal eigene unabhängige NGOs machen. Am Besten die Green Party wählen und weiter aufbauen.

     
  3. KEN-FM ist als Schnell-Sprech-Interviewer eigentlich nicht wirklich GUT….Er zwingt durch seine Fragen sein Gegenüber in die eigene Anschauungsart hinein…ohne den Kontinent USA geschichtlich zu kennen oder tagesaktuell evaluieren zu können….Letztlich bleibt unterm Strich alles beim alten Käse: Links = Gut…Rechts = Schlecht…CDU/SPD/Grüne/Linke = Gut…Alle anderen sind Nazis …it is hopeless

     
  4. > Der weiße Wahn

    “American hands will rebuild” the country, “not the hands of people from other countries,” Trump says. He also says limiting admission of refugees to the US is “not just a matter of terrorism but a matter of quality of life.”

    Ausländerfeindlichkeit, Rassismus, das volle Programm.

    Und dann noch das, ganz im Sinne des Bruders im Geiste im Kreml…

    Trump campaign ignored a meeting request w/Poroshenko +++ Trump gives Ukraine the ‘cold shoulder’ at the UN — no meeting

     
  5. Für Trump spricht nur, dass er nicht von der allgegenwärtigen Elite gekauft ist und das Establishment (sogar das nominell eigene) – vielleicht sogar aus genau diesem Grund – sich gegen ihn stellt. Insoweit ist Trump – anders als Clinton – eine Chance, nach dem alten Motto: Es ist nicht sicher, dass es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

     
  6. Hier ein interessanter Artikel eines ehemaligen Redenschreibers von Robert F.Kennedy und lebenslangen Demokraten Wählers, warum er Trump wählt – trotz seiner vulgären Sprüche und in vielerlei Hinsicht fragwürdigen Politikvorstellungen. Weil Trump der einzige sei, der sich mit China und Russland verständigen und das weltweite milit. Engagement zurückfahren will, während das Clinton-Lager auf dauerhaften Krieg setzt. http://www.politico.com/magazine/story/2016/09/rfk-trump-2016-democratic-party-speechwriter-214270

     

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