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Dec, 2016

Zur Ausweispflicht für Terroristen

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Bei einer Explosion auf dem Weihnachtsmarkt in Aleppo hatte die Bevölkerung der umkämpften Stadt gestern keine Opfer zu beklagen, in Berlin indessen ringen die Ärzte immer noch um das Leben zahlreicher Verletzter und die Angehörigen trauern um die bisher 12 Menschen, die auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz ums Leben kamen. Auch wenn das Bekenntnis des “IS”, dass es sich bei demTäter um einen “Bruder” gehandelt habe, keinerlei Beweiskraft hat, würde es in das Muster der dem “Islamischen Staat” und seinen Sympathisanten zugeschriebenen Attacken passen. Dass diese Terroristen jetzt nicht mehr nur in Syrien aktiv werden, sondern auch zunehmend in Europa, enstpricht der Gefechtslage “vor Ort”, wo es dank der Erfolge der syrischen und irakischen Armeen für das “Kalifat” immer enger wird. Und so erreicht der “Heilige Krieg” nicht nur die Weihnachtsmärkte in Aleppo, sondern auch die in Berlin.

Als heute Nachmittag die Nachricht kam, dass in dem Tatfahrzeug Papiere eines Tunesiers gefunden wurde, der Kontakte zur salafistischen Szene und auch zu einem dort tätigen V-Mann des Verfassungsschutzes gehabt haben soll, kam mir natürlich sofort die “Ausweispflicht für Terroristen” in den Sinn, die seit 9/11 dafür sorgt, dass Identitätspapiere der Täter regelmäßig an den Tatorten gefunden werden. Diesesmal soll es sich um eine in Fussraum des Lkws entdeckte “Duldungsbescheinigung” handeln.

Dass dieser Fund und die öffentliche Fahndung nach dem Verdächtigen namens Anis Amri erst 36 Stunden nach der Tat erfolgte, nachdem die Medien zuvor 1,5 Tage  in Endlosschleife Nachrichten ohne Nachrichten über das Ereignis sendeten, ist sehr merkwürdig, denn Tatfahrzeuge werden wie jeder Tatort-Zuschauer weiß, nicht erst am nächsten Tag im “Labor”, sondern schon vor Ort untersucht. Ein zerknülltes Dokument im Fußraum des Wagens hätte also spätestens nach einer Stunde auffallen und der Verdächtige sofort zur Fahndung ausgeschrieben werden müssen. Warum also so spät ? Ein Experte in Polizei,- und Ermittlungssachen, den ich dazu befragte, sagte: “Ich kann mir ja gut vorstellen, dass du – Stichwort “Gladio”, staatlich organisierter Terror – gleich wieder eine Großverschwörung witterst. Es könnte aber auch eine kleinere sein: über den  als “Gefährder” schon polizeibekannten Verdächtigen lagen Erkenntisse von Geheimdiensten vor, gegenüber V-Leuten hat er über sein Vorhaben möglicherweise schon gesprochen, für den Richter reichen solche Geheimdiensthinweise aber als Gründe für einen Haftbefehl oft nicht aus. Die Dienste erzählen bekanntnlich viel und längst nicht alle Richter folgen diesen Geschichten. Wenn  die Erkenntnisse aus illegalen Telefonüberwachungen von NSA oder BND stammen sind sie gerichtlich ohnehin nicht verwertbar. Die Polizei hat also durchaus Erkenntnisse über den Verdächtigen, kriegt ihn aber damit nicht zu fassen. Also läßt man das Fahrzeug nochmal vom BKA untersuchen – und “findet” dann das Dokument, das man vorher schnell kopiert hat.” – Und das Muster der immer wieder bei Terroranschlägen gefundenen Ausweise ? – “Das allein sagt eigentlich noch nichts. Der IS und auch die Hamas und andere islamistische Organisationen unterstützen die Familien der Selbstmordattentäter, die deshalb ein Interesse an Identifizierung haben.”

Dass jetzt alle auf dem Terror ihr Süppchen kochen, von Seehofer über das Innenministerium bis zu den rechtsextremen Geiern, macht das Terror-Bingo komplett.   . Als ob irgendeine “Obergrenze” für Flüchtende verhindern könnte, dass Terroristen mit Sattelschleppern in Menschenmengen rasen, als ob sich “Sicherheit” herstellen liese, indem man nur noch blonde und blauägige Asylbewerber zuläßt, als ob man in einer globalisierten Welt mit Bomben und Drohnen fröhlich Kriege führen kann ohne dass zu Hause irgendetwas zurückschlägt. Innenpolitisch läßt sich gegen solchen Terror nur sehr wenig machen; nur eine außenpolitische Wende, ein Stop des “war on terrors”, der die Welt mit Terror überzieht, kann ihn eindämmen. Bis dahin bleibt die Autobombe  die Airforce des kleinen Mannes.

UPDATE: Zu der oben zitierten These, dass mit Beweisen “nachgebessert” wurde, spricht die heutige Meldung, dass der Pegida- Gründer Lutz Bachmann schon zwei Stunden nach der Tat von einem tunesischen Verdächtigen twitterte und sich auf Ermittlungen der Berliner Polizei berief.

Kommentare

26 Kommentare zu “Zur Ausweispflicht für Terroristen”

  1. Woody Box am 21.12.2016 um 20:35 Uhr 

    Es gab ja einen anderen Tatverdächtigen namens Naved B, der nicht über einen vergessenen Ausweis ermittelt wurde, sondern weil ein Zeuge ihm hinterherlief, vom Tatort durch den Tiergarten bis zum Grossen Stern, wo er verhaftet wurde. Der Zeuge koordinierte sich bei der Verfolgung kontinuierlich mit der Polizei, über Handy. Das sagte der Polizeisprecher Winfrid Wenzel, der den Zeugen dafür ausdrücklich lobte.

    Naved B sollte schon nach Karlsruhe überstellt werden, da kamen auf einmal Zweifel auf – er bestritt die Tat, sein Hemd war nicht blutig, und ähnliches. Und es wird gesagt, der Zeuge habe ihn aus dem Auge verloren und die Polizei habe Naved B nur aufgrund von äusseren Merkmalen verhaftet. Nicht der flüchtende LKW-Fahrer also. Das ist in frappantem Widerspruch zur ersten Version.

    Dass Naved B dann so schnell freigelassen wurde, hat er der Bundesanwaltschaft zu verdanken. Die führte ihn nicht dem Haftrichter vor und liess ihn laufen.

    Die Sache stinkt zum Himmel und passt zu gut in das Muster einer false flag, als dass man sie links liegen lassen könnte: man braucht einen Mann fürs Grobe, der abgebrüht genug ist, den Terrorakt durchzuführen (aber überleben will und gut bezahlt werden möchte), und einen Sündenbock, der vielleicht Kontakt zu islamistischen Kreisen hat und dem man’s in die Schuhe schiebt. In Nizza und Boston lief’s ganz genau so.

    Näheres folgt demnächst auf meinem blog.

     
  2. Markus Weber am 21.12.2016 um 23:32 Uhr 

    “Und wissen Sie was? Wir haben einen Ausweis.”
    “Einen Ausweis, einen richtigen Ausweis?”
    “Ja.”
    “Hhoorrng!”
    “Und zwar den Ausweis eines Tunesiers.”
    “Eines Tunesiers?”
    “Eines Tunesiers.”
    “Nein!”
    “Doch!”
    “HHHOOORRRRNNNGG!!!!”

    In den kommenden Tagen werden wir wahrscheinlich davon hören, dass der Gesuchte in einem “…Feuergefecht mit den Ordnungskräften umgekommen…” ist.

    Fäden, die abreissen und dann wieder aufgenommen werden, sind immer verdächtig. Wenn einer da etwas geplant hat, kann er auch den Austausch der Personen unterwegs planen. War es nicht bei Lee Harvey Oswald genau so?

    Die Öffentlichkeit fragt nacher nicht mehr nach. Dabei müsste sie. Oder die Journalisten müssten es. Ein polnischer Fuhrunternehmer sagt: “Ja, schnüff, die Leiche ist mein Cousin.” Traurig, falls wahr. Aber ist ein Cousin ein Leichenbeschauer? Was sagt der Gerichtsmediziner am Ende seiner Untersuchungen? Davon werden wir nichts hören.

    Und dann hat die Story über die Todesursachen des Beifahrers auch mehrmals geändert. Erst war er erschossen, dann einfach seinen Verletzungen aus dem Unfall erlegen, dann wieder übersät von Einstichwunden, klare Kampfspuren und zuletzt doch irgendwie wieder erschossen.

    Sie haben schon recht, Herr Bröckers, bzw. Ihr Spezi von der Kripo: Man sollte nicht maximale Verschwörung und Unwahrhaftigkeit voraussetzen. Aber man sollte nicht aufhören, Kriminalfälle mit klassischen forensischen Methoden aufzuklären.

    Man hat uns daran gewöhnt, dass ein Regierungsmitglied sagen kann: “Eine Untersuchung? Wovon? Die Dinge liegen doch klar auf der Hand? Was soll in einer solchen kostspieligen Aktion gefunden werden – ich meine, über das schon leidlich Bekannte hinaus?” Und dann knicken wir ein, weil wir gelernt haben: Der Staat ist klamm. Es wäre pure Prinzipienreiterei, jetzt unbedingt dieses Geld in dieser unsinnigen Aktion auszugeben. Dabei ist es genau umgekehrt: Nichts ist klar, bevor die verlangten Prozedere abgearbeitet sind. Dass es verschwendetes Geld war, kann man frühestens nach den Untersuchungen mit einiger Sicherheit sagen. Selbst wenn die Hatz auf den Tunesier durch Ermittlungsmethoden losgetreten wurde, die vor Gericht nicht anerkannt werden, so müssten sich doch, wenn er’s wirklich war am ende auch genügend klassisch gerichtsfeste Beweise finden lassen – also bei einem, der so gewieft vorgeht und jedesmal den Ausweis mitnimmt.

    Die “Tonalität” eines Grossteils der Presse ist die der Propaganda. Wahrheit ist eben noch immer der schlimmste Staatsfeind (<– Reichspropagandaminister).

     
  3. Woody Box am 22.12.2016 um 00:57 Uhr 
  4. Stefan Miller am 22.12.2016 um 08:56 Uhr 

    ach diese dämlichen Terroristen…sie vergessen immer ihre Papier am Tatort, sorry Scenario. Die Medien schreiben auch deutlich von einem Scenario und nicht Tatort. das ist wenigstens ehrlich. Denn das ist nur eine Show. Niemand ist dabei umgekommen oder gar verletzt. Es ist eine verarsche. Der Narrativ in den Medien ist der Beweis.

    Ein paar Schlagzeilen vom Focus gefällig?

    Kanzlerin nach Anschlag: “Tat wird so hart bestraft, wie es Gesetze verlangen”

    “Es sind Merkels Tote!“ AfD-Mann Pretzell schockiert mit geschmacklosen Tweets

    Held von Berlin: Nur dank mutigem Zeugen konnte Polizei den Lkw-Fahrer schnappen

    Verdächtiger soll in Berliner Flüchtlingsunterkunft gelebt haben

    Hier wird der mutmaßliche Todes-Fahrer von Berlin abgeführt

    SEK stürmt Hangar am Flughafen Tempelhof

    Terror-Verdächtiger streitet Tat ab

    Wo ist der Fahrer des Lkw? Jetzt spricht der Generalbundesanwalt

    Läuft der Todesfahrer noch frei herum? Polizei glaubt, dass sie den Falschen hat

    Polizeipräsident: “Sind unsicher, ob das wirklich der Fahrer war”

    usw. Das kann man doch unmöglich ernst nehmen. Und ja, noch einer, es gab wieder mal jemanden dabei, der schon bei einem anderen Terroranschlag dabei war:

    https://www.yahoo.com/news/berlin-carnage-witnesses-recount-horror-lucky-escapes-130221800.html

    “Belgian woman Carima Douch, who was working at the Zaventem airport in Brussels when the suicide bombings happened in March, told of yet another lucky escape.”

    ach, ihr “Friend” heißt auch Carima:
    “Her friend, Carima Akel-Freie,…”

    Die Polen feiern ihren Helden von Berlin und wollen ihm ein Denkmal setzen, Straßen und Plätze nach ihm bennenen. Was war nochmal seine Heldentat? Ach ja, er hat sich seinen LKW klauen lassen und die Schlägerei hat er auch verloren. Das gibt ‘nen tollen Tatort Film nächstes Jahr, wetten?

    Wer schreibt diesen Blödsinn?

     
  5. blufunk am 22.12.2016 um 10:47 Uhr 

    Ein Beleg für obige Theorie steht heute in der FAZ: “Was wusste Lutz Bachmann?
    Schon zwei Stunden nach dem Anschlag in Berlin twitterte Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann, interne Polizeiermittlungen deuteten auf einen tunesischen Verdächtigen hin. Woher wusste er das?”

    https://goo.gl/PkExr5

     
  6. TT am 22.12.2016 um 13:54 Uhr 

    Lieber Bröckers,
    wenn Sie nicht immer nur sich Ihre Hirngespinste nach Lust und Laune zurechtlegen und stattdessen mal seriösen Qualitätsmedien Ihre Aufmerksamkeit schenken würden, wüßten Sie genauso gut Bescheid wie ich.

    Dirk Müller und der hauseigene Sicherheitsexperte des DLF, Rolf Clement, haben in einem, okay, zugegeben minimal insinuativen Kollegengespräch endlich bei mir für Klarheit und vollen Durchblick gesorgt.

    Es gibt keine Ausweispflicht für Terroristen! Das Portemonnaie ist bestimmt bei einem Gerangel heruntergefallen. Die Jungs können’s halt.

    Ein wenig vermisse ich dieser Tage jedoch die immer sehr geschätzte Expertise von Rainer Wendt. Er geht leider lieber in österreichische Talkshows.

     
  7. Traumschau am 22.12.2016 um 14:16 Uhr 

    Nun, warten wir einfach ab, wer demnächst “auf der Flucht” erschossen wird … 😉

     
  8. Andreas Müller am 22.12.2016 um 15:24 Uhr 

    Ich habe mich gestern Abend an den Fall Buback erinnert: die ersten Nachrichten sind die besseren, weil die Steuerung noch nicht eingegriffen hat. Die Freilassung des von einem “Helden” verfolgten Verdächtigen ist deshalb höchst zweifelhaft und spricht für eine Deckung durch den GBA:
    https://hintermbusch.wordpress.com/2016/12/21/kleine-theorie-zum-taeter-von-berlin/
    Die Lutz-Bachmann-Geschichte spricht dafür, dass der Mann früh vorgeschickt wurde, um den tunesischen Sündenbock vorzubereiten. Ich hatte Bachmann schon lange im Verdacht, ein V-Mann der Dienste zu sein: passt!

     
  9. Traumschau am 22.12.2016 um 16:07 Uhr 

    Same procedure as …
    Nun, Amri darf vermutlich den Deppen spielen den man im Vorfeld “auserkoren” hat. Es wird vermutlich wie immer keine Gerichtsverhandlung geben; das Bundeskabinett hat schon mal die neuen “Sicherheitspakete” verabschiedet, der Ausnahmezustand ist nicht mehr weit! Naja, Frankreich macht ja seit einem Jahr “gute” Erfahrungen damit.
    Uuuund, ganz wichtig: Bitte alle möglichst viel Angst haben, gegen Muslime aggressiv vorgehen, viel viel härtere Strafen und Gesetze fordern und alles glauben was unsere “Staatsführung” und “Hochleistungspresse” uns erzählen – denn nur so werden wir endgültig gegeneinander aufgehetzt, gefügig gemacht, lethargisch und ohnmächtig!
    Und niemand, absolut niemand wird jemals wieder auf die Strasse gehen und gegen diesen ganzen absurden Wahnsinn aufbegehren!
    Es gibt einen Punkt, an dem jeglicher Widerstand unmöglich wird! Wir sind diesem Zeitpunkt m.E. schon bedrohlich nahe!

     
  10. Jörg am 22.12.2016 um 18:21 Uhr 

    Auch die Fundstelle des ‘Identitätspapiers’ wurde ständig “nachgebessert:
    Die postfaktische Gazette “Süddeutsche Zeitung” behauptet:
    Ein Aufenthaltsdokument auf den Namen des Mannes brachte die Ermittler auf seine Spur. Die Papiere wurden nach Medienberichten im Fußraum der Fahrerkabine gefunden” ( http://www.sueddeutsche.de/politik/anschlag-auf-berliner-weihnachtsmarkt-was-wir-ueber-den-moeglichen-taeter-wissen-1.3302499 ).

    Und wieso hat man das “Aufenthaltsdokument” nicht sofort(!) gefunden? Offenbar damit man sich diese Frage gar nicht rst stellt, ändert das Verschwörungsmagazin “DER SPEIGEL” die Geschichte dahin ab, daß nun behauptet wird, die Papiere seien “unter dem Fahrersitz” gefunden worden.
    SPEIGEL behauptet: “Unter dem Fahrersitz im Tatfahrzeug fanden die Ermittler ein Ausweisdokument, offenbar eine Duldungsbescheinigung. Das Dokument ist auf einen tunesischen Staatsbürger namens Anis A. ausgestellt …” (
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/anschlag-in-berlin-polizei-sucht-tunesier-a-1126931.html ).
    Der Versuch des SPEIGEL, (unausgesprochen) glaubhaft zu machen, man habe erst jetzt diese Papiere gefunden, weil die doch unter dem “Fahrersitz” waren – und wie soll die liebe Polizei die da denn auch sofort finden, scheitert aber auch! Dies schon deswegen, weil bei einem solchen dramatischen Verbrechen alles von oben nach unten gekehrt und der Lkw praktisch schon fast auseinandergenommen wird. Auch DNA-Spuren such man überall. – und selbstverständlich gleich am ersten Tag auch unter dem Fahrersitz! Anzunehmen, daß die gerichtsmedizinisch geschulten Spezialkräfte der Polizei, auf der Suche nach Spuren, nicht auch unter dem Fahrersitz nachgesehen hätten, ist völlig abwegig (dort hätte z. B. ein weggeworfenes, benutztes Tempotaschentuch mit tollen DNA-Spuren liegen können)! Noch in der Nacht des Attentats wäre das “Aufenthaltsdokument” entdeckt worden – und nicht erst Tage später!
    Auch schon dieses ‘Nachbessern’, wie es der SPEIGEL-Artikel im Verhältnis zum Artikel der SÜDDEUTSCHEN tut, ist typisch für die vielen gefakten Terroranschläge, die wir in den letzten Jahren erlebt haben. Immer wird (sogar mehrfach!) ‘nachgebessert’ (bei “Sandy Hook” z. B. war es fortlaufend eine völlig andere Waffe).

    MIT DEM ‘NACHGEBESSERN’ GEHT’S ABER WEITER!
    Auf https://br24.de/nachrichten/Das%20Wichtigste/neue-spur-zu-gefaehrder-nach-nrw lesen wir:
    Am Tatort in Berlin haben Polizisten nach Recherchen des ARD-Politmagazins report München unter dem Sattelschlepper ein Aufenthaltsdokument gefunden, das offensichtlich zu einem Gefährder aus NRW gehört.“. Das wäre dann (bis jetzt) die Dritte Version! Und genauso absurd ist es anzunehmen, niemand hätte bereits in der Nacht des Attentats auch mal unter den Lkw gesehen (dort hätte ja z. B. auch ein Verletzter liegen können)!

     
  11. Jörg am 22.12.2016 um 18:45 Uhr 

    Die Sache wird immer komischer!
    Anders als die Öffentlichkeit, wußte Lutz Bachmann bereits 2 Std. nach dem Attentat, daß ein “Tunesier” – und kein Afghane! – gesucht werde!
    Siehe: http://www.faz.net/aktuell/politik/anschlag-in-berlin/terror-in-berlin-was-wusste-lutz-bachmann-14587347.html

     
  12. Jörg am 23.12.2016 um 12:19 Uhr 

    Hier zunächst eine schicke Karikatur: http://pi-news.net/wp/uploads/2016/12/image-345×440.jpeg

    Wie schamlos die Fake News Media lügen, sieht man an diesem Artikel der “WELT”: https://www.welt.de/politik/deutschland/live160453735/Darum-wurden-Anis-Amris-Papiere-erst-so-spaet-gefunden.html .

    Die WELT erfindet einfach eine ‘Spürhund-Story’! Zitat WELT:
    Darum wurden Anis Amris Papiere erst so spät gefunden
    Warum wurde der Lkw nicht sofort am Tatort untersucht? Am Dienstag wurde dieser zunächst in eine Halle der Polizei abtransportiert. Nach Informationen von “Süddeutscher Zeitung” und “Spiegel” wollten Kriminaltechniker dort zunächst Personenspürhunde, sogenannte Mantrailer, an die Fahrerkabine führen und so auf den Geruch des Verdächtigen ansetzen.
    Personensuchhunde, sogenannte Mantrailer, werden jahrelang darauf trainiert, selbst kleine Geruchsspuren von Vermissten noch nach vielen Tagen zu erschnuppern – und diesen zu folgen. Die Geruchsspur wäre verfälscht worden, wenn Ermittler vorher die Kabine vorher betreten hätten, so die Zeitung. Erst danach wurde das Führerhaus näher untersucht und das Ausweisdokument von Anis Amri gefunden
    .

    Schon am Tatort wäre der Einsatz von Spürhunde sinnlos gewesen. Der Täter war längst auf und davon. Und durch das Menschengewimmel in Charlottenburg die Spur des flüchtigen Täters vom Lkw aus aufzunehmen, war schon unmöglich. Ohnehin endet die Spur entweder an einem U-Bahn-Eingang oder an einer Stelle, an welcher der Täter in ein Fahrzeug stieg.
    Erst recht war ein Spürhundeinsatz völlig sinnlos, wenn der Lkw doch sofort längst von Tatort entfernt worden war. Denn das war laut WELT: “Am Dienstag wurde dieser zunächst in eine Halle der Polizei abtransportiert“!

    Auch berichtet niemand anders über diese “Personenspürhunde, sogenannte Mantrailer“! Auch wird von der WELT keine Quelle für die Information genannt (z.B.: ‘Wie aus Polizeikreisen verlautetet …’).

    Wenn die MSM veranlaßt wird, solchen Schwachsinn zu erfinden, um Widersprüche auszubügeln, ist etwas oberfaul!

     
  13. Jared am 23.12.2016 um 13:32 Uhr 

    “Halali” – diesmal waren’s die Italiener; die Lebenserwartung von Terrorverdächtigen – gleich ob salafistisch oder faschistisch – hat in den letzten paar Jahren stark abgenommen.

     
  14. Traumschau am 23.12.2016 um 14:15 Uhr 

    Nun, jetzt haben sie den Gesuchten in Mailand erschossen … – welch “Überraschung”!
    Also wieder kein Gerichtsverfahren!
    Was kommt jetzt? In Essen patroulliert die Polizei mit MP im Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt. Ich empfinde das als sehr bedrohlich.
    Ich vermute, es wird weitere Anschläge geben, die dann (endlich?) den Ausnahmezustand auslösen.

     
  15. Jörg am 23.12.2016 um 15:55 Uhr 

    Der STERN möchte nicht abseits stehen, wenn es darum geht, der offiziellen Story aus der Patsche zu helfen, was den merkwürdig späten Fund der Identitätspapiere angeht:
    Auf http://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/so-soll-der-tod-von-anis-amri-abgelaufen-sein-7253624.html lesen wir:

    Lkw-Fahrerkabine war zunächst versiegelt
    Auf Amris Spur waren die Ermittler gekommen, als sie im Lastwagen seine Duldungspapiere fanden. Das geschah aber erst am Dienstag, weil die Fahrerkabine zunächst versiegelt worden war.
    “.

    Ach so war das. Also nicht erst mal schnell Spuren sichern, sondern erst mal versiegeln.
    Auch den toten polnischen Fahrer gar nicht erst rausholen (seien Identität feststellen usw.) – sondern erst mal “versiegeln”??!!
    Auch dies: Es gibt forensische Spuren, die sehr schnell zerfallen. Und da soll die berliner Polizei diese nicht erst mal gesichert haben??!! Auch um keine Zeit für die Fahndung zu verlieren – und dem Täter keinen unnötigen Vorsprung zuzubilligen??!!

    Und wenn wir der WELT (s. schon o.: https://www.welt.de/politik/deutschland/live160453735/Darum-wurden-Anis-Amris-Papiere-erst-so-spaet-gefunden.html ) glauben sollen, sei der Lkw doch “in eine Halle der Polizei abtransportiert” worden. – wg. “Personenspürhunde, sogenannte Mantrailer” und so. Durch die Erschütterungen beim Abtransport des LKW werden aber doch schon wieder unbekannt viele Spuren in der Fahrerkabine zerstört!

    Übrigens: Der STERN erwähnt die Polizei-Halle und die dort eingesetzten “mantrailer” (“Hunde” werde ich zukünftig nur noch “dogpopotrailer” nennen. Denn das sind doch die meisten – is jetzt aber nicht übel gemeint, ihr lieben “Trailers”) überhaupt nicht (ach, ja: “Hunde” werde ich zukünftig nur noch “dogpopotrailer” nennen. Denn das sind doch die meisten – is jetzt aber nicht übel gemeint, ihr lieben “Trailers”)!

    MannMannMann!

     
  16. Jens am 23.12.2016 um 17:16 Uhr 

    Zitat:
    Der IS und auch die Hamas und andere islamistische Organisationen unterstützen die Familien der Selbstmordattentäter, die deshalb ein Interesse an Identifizierung haben.

    =======

    Diese “Argumentation” ist keine. Denn zum Zeitpunkt des Auffindens der Papiere war der “Attentäter” noch putzmunter und hatte offensichtlich kein Interesse daran, zu sterben. Warum sollte dann eine “islamistische” Organisation für dessen Angehörige sorgen?

    Und noch eine Anmerkung: Was hat denn die Hamas damit zu tun?

     
  17. TT am 23.12.2016 um 19:26 Uhr 

    So wie ich das wahrnehme, sprich, ich hab’ das irgendwo gelesen beim “informierenden Qualitätsjournalismus”: Das Führerhaus des LKWs sei schnellstens “versiegelt” worden und deswegen habe man erst viel später ausgiebig ermitteln können.

    Entspricht das den normalen Abläufen bei einer Ermittlung? Hätten deswegen Forensiker etc., erst wesentlich später Zugang gehabt. Ich habe keine Ahnung von solchen Abläufen. Weiß da jemand mehr, oder kennt sich aus?

    Mir geht es jetzt gar nicht um einem Aufhänger, ich will das nur verstehen. Vielleicht gibt es hier ja Fachleute, die das angebrachte/vorgeschriebene Prozedere kennen.

     
  18. Andreas Müller am 23.12.2016 um 19:30 Uhr 

    Ich habe fest damit gerechnet, dass der 2. Verdächtige nicht überlebt. Das bestätigt meine Theorie.
    Interessant ist die Tatsache, dass er in Mailand mit einer Waffe des Kleinkalibers .22 geschossen hat, nicht gerade geeignet, um auf die Polizei zu schießen. Eine Waffe dieses Kalibers war in Berlin vorbereitet. Erst seit Dienstag früh um ca. 10 Uhr war bekannt gegeben, dass der polnische LKW-Fahrer auch noch erschossen worden sein soll. Das war eine Stunde nachdem BAW und BKA die Ermittlungen übernommen hatten, die dann auch den 1. Tatverdächtigen freigelassen haben:
    https://hintermbusch.wordpress.com/2016/12/21/kleine-theorie-zum-taeter-von-berlin/
    Die scheinen (wie immer) gut vorbereitet gewesen zu sein auf das, was zu tun war.

     
  19. Gast am 23.12.2016 um 20:32 Uhr 

    Mediales Aufatmen, der mutmaßliche (noch sagen sie es) Täter wurde erschossen. Das mutmaßlich gibt mir aber auch ein Problem zu knacken. Denn nach offizieller Version wird er erstmalig durch die zwei Tage später gefundenen Ausweispapiere identifiziert. (Woher wusste es Bachmann?) Bis dahin habe man die im Wagen nicht gefunden. Gleichzeitig wird aber heute behauptet, man habe auch zusätzlich genetisches Material/Fingerabdrücke im Fahrerhaus gefunden. Hat man auch diese Tests erst zwei Tage später gemacht? Nicht am Ort des Geschehens, sondern erst nach “Entsiegelung des Fahrerhauses” (der Stern behauptet ja, dies sei die Ursache für das späte “Entdecken” der Papiere). Wodurch wurde er also identifiziert und wann?
    Wie lange wird es dauern, bis in den Medien aus dem mutmaßlichen der sichere Täter wird. Schreyers Anmerkungen zufolge wäre es denkbar, dass damit von der BEkanntgabe westlicher Agenten unter den IS-Rebellen abgelenkt werden sollte. Die zeitliche Koinzidenz so vieler Ereignisse ist jedenfalls nicht alltäglich.

     
  20. erpel schneider am 23.12.2016 um 22:57 Uhr 

    was ich nicht fasse ist, dass jemand wie wisnewski nicht müde wird, gegen merkels open-door-policy zu hetzen (im verein mit elsässer und ulfkotte) und gleichzeitig – im nachklapp des lkw-attentats – so tut, als sei das attentat eine große verschwörung. ja was denn nun? wie kann denn “der tiefe staat” dahinter stecken, wenn laut wisnewski die “umvolkung” das ziel der strippenzieher ist? mir scheint, der gute ist etwas verwirrt. ich bin mathias dankbar, dass er in sachen flüchtlinge die position der parteien “die linke” und “die grünen” teilt.

     
  21. marian77 am 23.12.2016 um 23:06 Uhr 

    so wie ich das hier herauslese, war es ein lihop-szenario. die behörden haben de tunesier machen lassen. stimmt diese einschätzung? nur WARUM ließen sie ihn machen? wollen rogue elements im bnd, verfassungschutz und bka merkel zu fall bringen? dann hat sie meine stimme bei der nächsten bundestagswahl auf jeden fall. es gilt den wutbürgern im freistaat eins auszuwischen imo. habt ihr gestern dieter nuhrs jahres rückblich im ersten gesehen? grandiose 53 minuten:

     
  22. Josef Gabriel Twickel am 23.12.2016 um 23:18 Uhr 

    Ken Jebsen fasst es so zusammen: https://kenfm.de/ausweise-als-beweise/

     
  23. marian77 am 24.12.2016 um 19:03 Uhr 

    @Josef Gabriel Twickel

    > Ken Jebsen fasst es so
    > zusammen: https://kenfm.de/
    > ausweise-als-beweise/

    naja… ken verlinkt zu rt, die sich gerade ein loch in den bauch freuen, weil der anschlag merkels umfragewerte vermutlich erodieren lassen. russia today als kronzeugen für die fragwürdigkeit des anschlags zu bemühen, geht voll nach hinten los. immer cui bono fragen. das habe ich von bröcki gelernt.

     
  24. Gunnar am 25.12.2016 um 12:19 Uhr 

    Die Aussage

    “Der IS und auch die Hamas und andere islamistische Organisationen unterstützen die Familien der Selbstmordattentäter, die deshalb ein Interesse an Identifizierung haben.”

    soll eine Erklärung dafür sein, warum Terroristen häufig Papiere zu ihrer Identifizierung an Tatorten hinterlassen?! – Wer das glauben will, soll es meinetwegen gern tun. Ich denke jedoch, es ist eine Geschichte, die man kleinen Kindern erzählen kann. Wenn ein Attentäter gern identifiziert werden möchte, würde er seine Papiere an offensichtlicher Stelle exponiert hinterlassen, so dass man sie gleich beim ersten Hinschauen sieht. Er würde sie z. B. direkt auf den Fahrersitz legen oder auf das Lenkrad kleben. Er würde sie aber nicht so hinterlassen, dass sie erst später oder vielleicht sogar gar nicht gefunden werden. Im Falle des Attentats auf Charlie Hebdo hatten die Attentäter sogar Skimasken auf, was ein eher unsinniger Schachzug ist, wenn man gern identifiziert werden möchte.

     
  25. Timothy O'Leary am 29.12.2016 um 19:28 Uhr 

    @erpel schneider
    ich sehe bei Wisnewski keinen Widerspruch.
    Jemand will in Europa den großen Clash der Zivilisationen anrühren (vermutlich Soros et al.) und darum braucht es unkontrollierte Zuwanderung aus islamischen Ländern und Attentate auf die, die schon länger hier leben.
    Das Kriegsrecht muss auch in D in Kraft sein, wenn das Finanzsystem kollabiert und die Menschen total enteignet werden müssen.

     
  26. Informant am 02.01.2017 um 22:10 Uhr 

    Dieser falsche Verdächtige Naveed B. könnte ein falscher falscher Verdächtiger gewesen sein. Er macht ein bisschen viel Medien-Wirbel für einen echten falschen Verdächtigen, verwirrt das Publikum mit Vorwürfen gegen die Polizei.
    Der richtige falsche Verdächtige war wohl Tschetschene, bevor die Geschichte u.a. über die WELT gedreht worden ist:
    Nach bislang unbestätigten Informationen der „Welt“ soll es sich bei dem festgenommenen Täter um einen Pakistani handeln und nicht wie zuvor berichtet um einen Tschetschenen.
    Wenn Anis Amri der erste Schutzring um den wirklichen Täter ist, dann wäre Naveed B. der zweite Schutzring. Und der wirkliche Täter wäre sicher aus dem Blick der Öffentlichkeit entfernt.

     

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