Ein CIA-Clown namens Guaido

Die Regierung von Burkina Faso, so las ich im Internet, hat Didi Hallervorden als Kanzler der Bundesrepublik anerkannt. Auch weitere Staaten wollen den Zweiten Vorsitzenden der “Aktionsgemeinschaft Freunde der Diktatur” (AFD) als neuen Regierungschef anerkennen und unterstützen die Demonstrationen und Proteste (“Merkel muß weg!”) gegen die gewählte Regierung. Sollte diesen Rücktrittsgesuchen nicht nachgekommen werden, so verlautete aus den internationalen “Pro-Didi”- Kreisen, werde man alsbald mit wirtschaftlichen Sanktionen sowie, falls dies nicht ausreicht, mit der Unterstützung “moderater Rebellen” für den humantiären Wandel sorgen.

So wie das jetzt in Venezuela der Fall ist, wo die Massen angeblich zwar kein Klopapier haben aber trés chic mit manikürten Fingernägeln gegen den Präsidenten Maduro demonstrieren. Während einem “Didi”-Putsch auf dem diplomatischen Parkett relativ wenige Chancen eingeräumt werden – obwohl der Präsidentendarsteller im Lande sehr bekannt ist, während von einem CIA-Clown namens Juan Guaido 81% der Bevölkerung Venezueals noch nie gehört haben – stehen die Chancen für einen Putsch in Carracas besser. Der Grund ist aber nicht Guaido, sondern die fette Beute, die er seinen internationalen Unterstützern verspricht: das Land hat mehr Ölreserven als Saudi-Arabien, die im Erfolgsfall sofort “privatisiert” werden können. Um diesem Geschmäckle vorzubeugen, stellt er den angestreben Regierungssturz dann auch gleich mal auf eine Stufe mit der Befreiung von Auschwitz – und da muss ja jeder Freund der Menschenrechte im Allgemeinen und des Humanitären im Besonderen umgehend und notfalls militärisch eingreifen. Und wo es mit dem deutschen Pro-Didi-Putsch nicht so schnell was wird und Deutschland als Minister seines Äußersten einen Nato-Clown namens Heiko installiert hat, kann der bei diesem Stichwort erst recht nicht Nein sagen.

Da Donald Trump seinen “Vizeminister für dreckige Kriege” Elliot Abrams jetzt mit der Angelegenheit betraut hat, könnte es durchaus ernst werden, zumal auch Bernie Sanders und die Demokraten nichts einzuwenden haben, die zwar sonst jeden Trump-Furz kritisieren aber bekanntlich immer zu haben sind, wenn es um regime change und Krieg geht. Nur für ihre Anhänger wird die Lage jetzt etwas schizophren: unterstützen sie Trump, die “Putin-Marionette” (H.Clinton), bei einem gewaltsamen Umsturzversuch, oder verteidigen sie die Souveränität Venezuelas, dem Putin ebenfalls zur Seite steht?

13 Comments

  1. Leider ist zu erwarten, dass diese dreckige Angelegenheit bald erledigt wird, weil das Establishment des Satans dies so will und dies unbedingt der Menschheit so aufdrängt.
    Nebenbei werden gleichzeitig mehrere Fliegen auf einmal getroffen und erledigt, wie z.B. eben sich jene Ölreserven und weitere Rohstoffe einzuverleiben.Gleichzeitig wollen sie den Russen sämtliche Partner für Handel und militärische Zusammenarbeit entfernen, um daneben auch Russland zu treffen, das damit auch geschwächt werden soll.
    Sollten sie ganz Südamerika einverleiben, verhindern sie die Entstehung aller möglichen Partner für eine ebenbürtige Gegenkraft, die am entstehen unbedingt von diesem Establishment verhindert werden soll.

  2. Wie peinlich diese Angelegenheit ist, verdeutlichen die Zahlen oben am besten. Wenn es nicht die bittere Wahrheit wäre, müsste man über diese Geschmacklosigkeit nur Kopfschüttelnd hinweg gehen. Ich hoffe das die Zeit kommt, wo die Veranwortlichen und deren Klakeure für ihr Handeln zur Verantwortung gezogen werden.

  3. Noch vor ein paar Jahren, habe ich (das werfe ich mir heute sehr vor) nicht im Ansatz geahnt, wie sehr der fleißige, ehrliche Normalbürger von den Machteliten hinter die Fichte geführt wird. Nie habe ich mir das Ausmaß der Lügen vorstellen können, mit denen wir zugeschüttet werden. Naiv: Ja bestimmt, grenzt an Dummheit. Aber erst mit dem Zugang zu alternativen Medien ist bei mir der sprichwörtliche “Groschen” gefallen. Das es gerade in Venezuela um riesige Ölvorkommen und die damit verbundenen Begehrlichkeiten einer weltweit seit Jahrzehnten vernetzten Öl-, Waffen- und Geldmafia geht, ist nie wirklich Thema in den “Qualitätsmedien”, die unsere Ohren und Hirne mit plumpen Halb- und Unwahrheiten zukleistern. Da wird ein gewählter Präsident – ob es einem nun passt oder nicht – so dämonisiert, dass sein gewaltsamer Sturz einem als erste christliche Bürgerpflicht verkauft wird und dann vielen ahnungslosen Medienkonsumenten auch so erscheint. Genau wie im Fall von Frankreich taucht dann ein vermeintlicher Retter, eine vermeintliche Lichtgestalt wie Kai aus der Kiste auf. Wer sich dann die Bodenschätze unter den Nagel reißen wird wenn diese “Lichtgestalt” an die Macht kommen sollte, ist klar. Wer nicht davon profitieren wird ist auch klar. Danke auch Ihnen, lieber Herr Broeckers, dass sie dazu beitragen, dass man über viele Themen differenziert nachdenken kann und eine andere Perspektive und Sicht zu unterschiedlichen politischen Themen für sich selbst prüfen kann. Mit dieser Sicht muss man ja nicht immer 100% übereinstimmen aber das ist ja Aufklärung und Demokratie und sicher auch nicht beabsichtigt. Wenn man den Fernseher anmacht und Nachrichten und Mainstreammedien guckt, braucht man ja mittlerweile Beruhigungsmittel und Antidepressiva. Sonst wird man verrückt. Ich lass ihn lieber aus. Hoffentlich ändert sich doch endlich mal etwas zum Positiven und diese globalen Raubritter müssen sich verantworten.

  4. Würde mich nicht wundern, wenn die wirtschaftlichen Probleme Venezuelas durch Sanktionen etc. bewusst von Washington provoziert wurden. Ein erster Putschversuch gegen Chavez (2002) war ja gescheitert, über die Ökonomie klappt es langfristig meist besser. So versuchen sie es mit dem Iran, so gewannen sie den Kalten Krieg.

    In Syrien hat es für den Wertewesten nicht mehr gereicht, aber Venezuela steht auf einem anderen Blatt: Die US-Elite sieht gemäß Monroe-Doktrin -Stichwort Westliche Hemisphäre – Mittel- und Südamerika noch immer als ihren Hinterhof an, in dem kein nichtamerikanischer Akteur Einfluss gewinnen darf.

    Wie die USA in Lateinamerika die Fäden zogen, hat der frühe Whistleblower Agee schon in den 70er Jahren in einem lesenswerten Buch (Inside the company: CIA Diary, auch auf deutsch) beschrieben: https://de.wikipedia.org/wiki/Philip_Agee

    Im Kern geht es heute jedoch darum, wie lange die erstarkenden Mächte Russland und vor allem China es erdulden, von der auf allen Ebenen im Niedergang befindlichen USA herumgeschubst zu werden. Trotz rekordverdächtiger Indoktrinations- und Manipulationsbemühungen kann jeder Unvoreingenommene sehen, dass das abgewirtschaftete, vertragsbrüchige, sozial tief gespaltene Imperium sich nur noch mit unfairen Methoden, grotesken Lügen, Gewalt und Willkür behauptet.

    Lange wird das nicht mehr funktionieren: die Öffentlichkeit kann man vielleicht täuschen und belügen, die zum schließlichen Durchbruch drängende Realität jedoch nicht. Werden die turmhoch angehäuften Konflikte in der Weltarena sich dann im Showdown entladen – wäre in der Geschichte ja nicht das erste Mal? Der enorme globale Rüstungswahn lässt nichts Gutes ahnen…

    Über die erbärmliche Rolle der meisten EU-Staaten in diesem globalen Spiel braucht man kein Wort zu verlieren.

  5. ZUERST!-Hintergrund: Eskalation im Venezuela-Konflikt: Wird Kolumbien wieder zum willigen Vollstrecker Washingtons?
    31. Januar 2019
    ZUERST!-Hintergrund: Eskalation im Venezuela-Konflikt: Wird Kolumbien wieder zum willigen Vollstrecker Washingtons? INTERNATIONAL0
    Washington/Bogotá. Mit der wachsenden Eskalation im Venezuela-Konflikt kommt dem Nachbarland Kolumbien wieder steigende Bedeutung zu – als verlängerter Arm Washingtons im nördlichen Lateinamerika. Nicht umsonst machte US-Sicherheitsberater John Bolton mit einer kryptischen Notiz eine unverhohlene Andeutung, als er kürzlich während einer Pressekonferenz den anwesenden Fotografen die Worte vor die Linse hielt: „5000 Soldaten nach Kolumbien“. Offiziell heißt es dazu aus Washington nur: „Alle Optionen sind auf dem Tisch“ – einschließlich der militärischen.

    http://zuerst.de/2019/01/31/zuerst-hintergrund-eskalation-im-venezuela-konflikt-wird-kolumbien-wieder-zum-willigen-vollstrecker-washingtons/#comment-57794

    Geolitico Magazin

    http://www.geolitico.de

    Sputniknews

    https://de.sputniknews.com/

    Aus der Schweiz http://www.zeit-fragen.ch Zeit-Fragen Magazin

    Bürgerrechtsbewegung Solidarität

    http://www.bueso.de

    Der unabhängige und investigative Journalist F. William Engdahl

    http://www.williamengdahl.com

    http://www.globalresearch.ca

    Bilderber

    http://www.bilderberg.org

  6. Nichts gegen den ehrenwerten Beruf des Clowns. Die besten dieser Profession haben – aufgrund eigener Leistungen – einen Bekanntheitsgrad von 81 % plus X, sind also das genaue Gegenteil zum Nobody Guaido.
    So hat Beppo Grillo in Italien eine Protest-Partei gegründet, die inzwischen in der Regierung sitzt und auch dem im Artikel genannten Didi Hallervorden hat das ZDF zum 80. Geburtstag ein allzu kultur- und gesellschaftskritisches Stück aus dem Programm rauszensiert: „Ihr macht mir Mut (in dieser Zeit)“.

    Guaido ist mit dem Begriff „Marionette“ viel treffender gezeichnet: eine austauschbare Puppe ohne Eigenleben, geführt an Fäden und von Händen, die unsichtbar (aber nicht unerkannt) bleiben. Eine Kasper-Puppe allenfalls, aber kein namhafter Clown.

    Und wenn unsere Bundesregierung vorschnell einen selbsternannten Kasper-Präsidenten anerkennen will – anstelle des gewählten – dann sollte sie mal kurz überlegen, was für ein Signal sie mit diesem Schildbürgerstreich eigentlich setzt.
    Wir haben schon genug „Reichsbürger“ im eigenen Lande, die die Bundesrepublik als bloße „GmbH“ und die Regierung als „Geschäftsführung“ abtun. Wenn diese Durchgeknallten irgendeinen Reichskasper als neuen deutschen „Kaiser“, „König“ oder „Präsidenten“ auf den Schild heben – was genau unterscheidet sie dann noch von einem Heiko Maas?

    1. Die Anerkennung der “Marionette” Guaido durch Berlin ist doch nur konsequent.

      Die Bundesregierung erwägt, den chinesischen Telkom-Hersteller Huawei vom deutschen Markt auszuschließen, weil “befreundete Dienste” darauf hinweisen, dass die Chinesen ihre Technik zur Spionage nutzen könnten. Beweise? Fehlanzeige!

      https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/washington-will-dass-deutschland-huawei-meidet-15905157.html

      Diese “befreundeten Dienste” stammen zufällig aus Staaten mit einer eigenen großen Telkom-Industrie auf der Suche nach Absatz und ihnen wurde (nicht erst) durch den whistleblower Snowden der bislang umfangreichste weltweite elektronische Spionageskandal minutiös nachgewiesen – vom Normalbürger bis hinauf zum Handy der Kanzlerin. Zudem führen diese Staaten spätestens seit deren letzter Wahl einen Wirtschaftskrieg gegen ihre “Verbündeten” und den Rest der Welt.

      Wenn man nun kein “Reichsbürger” sein möchte (und den Begriff “Marionettenregime” für das Berliner Herrschaftskartell daher vermeidet), wie soll man das absehbare Verhalten der Bundesregierung in dieser Angelegenheit, nämlich ausgerechnet den überführten Schnüfflern, Lügnern und Betrügern das Vertrauen zu schenken (und anschließend statt der günstigeren chinesischen deren mutmaßlich immer noch verwanzte Technik ins Land zu lassen) dann nennen? Kadavergehorsam?

  7. George Galloway lernte Fidel Castro persönlich und Hugo Chavez als Freund kennen. Er traf sich sogar mal mit beiden gleichzeitig.
    Galloway erklärte kürzlich : Venezuela ist überhaupt nicht sozialistisch sondern zaghaft sozialdemokratisch.
    Die Steuern (Unternehmen, Privatpersonen, Umsatz) liegen meist unterhalb der europäischen und für Südamerika eher im Mittelfeld.
    80 Prozent der Venezuelaner arbeiten im privaten Sektor, 70 % der Wertschöpfung findet im Privatsektor statt, ebenfalls ca. 67 Prozent der Industrieproduktion und 55 % des Gesundheitswesen ist privat.
    Fidel gab Hugo den Rat : Nicht von Sozialismus reden, sondern machen. Und dann davon reden.
    Quelle : https://www.youtube.com/watch?v=r05IcTGYL_I
    Auch aktuell interessant, da 1,5 Jahre alt und gut analysiert : https://www.youtube.com/watch?v=le86H7Xfjrc

  8. @Stefan:
    Scharfe Kritik muss natürlich erlaubt sein und warum soll man US-Vasallen nicht Marionetten nennen, wenn sie sich so verhalten?
    Der Vergleich von Maas mit Reichsbürgern bezieht sich auf die lächerliche Arroganz bei beiden, die sich selber maßlos überschätzen und Befugnisse anmaßen. Echte, sachbezogene Kritik würde ich dagegen jedem zugestehen, ohne ihn zuvor in eine Schublade zu stecken.

    @Gernot:
    Russland und China sind auch nicht mehr sozialistisch, aber halt weiterhin nicht bereit, sich US-Herrschaftsansprüchen zu unterwerfen. Verbindungen wie zu Kuba und Venezuela beruhen daher nicht auf Ideologie, sondern auf gemeinsamen Interessen, auf Tradition / alten Freundschaften oder auf neuen Zusammenschlüssen gegen den altbekannten gemeinsamen Feind.

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