3.JT #125: ES GRÖNT SO GRÖN

Es grönt so grön wenn Donald ätzt und dröhnt: Ich will Grönland!
Man fragt sich: Was will Donald Trump eigentlich nicht? Venezuela will er ja auch, genau wie Kuba, Nicaragua, Kolumbien und Mexiko. Ganz zu schweigen vom Iran. Die gute Nachricht: Noch kann Kanada den USA gratis beitreten. Unterdessen durchkreuzt Deutschland diese imperialistischen Pläne mit 13 Soldaten. Viel Glück ist was wir brauchen werden – im 3. Jahrtausend. Hier alle Links zur Sendung 

25 Comments

  1. Der Live-Stream läuft ja noch… Egal. Mein Gedanke war: Trump sucht verzweifelt nach dem Krieg (um die USA vor dem Untergang zu retten). Aber wahrscheinlich haben sich die Zeiten dann doch mal geändert und das ist gar nicht mehr so leicht.

  2. Jetzt hat er ihn doch noch gekriegt, den Friedensnobelpreis:
    Venezuelas sogenannte Oppositionsführerin Machado überreicht Trump ihre Nobelpreis-Medaille, so die Tagesschau gestern. Trump bedankte sich artig beim devoten Groupie, das ihm offensichtlich nicht gram ist, dass er sie vor der Maduro-Entführung hofiert hatte, aber nach getaner Arbeit postwendend für amtsuntauglich erklärte.
    Die Möhre hatte ihre Schuldigkeit getan und Trump sieht lieber Maduros Stellvertreterin als dessen Nachfolgerin,
    https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/machado-trump-friedensnobelpreis-100.html

    Das Nobelkomitee in Oslo hatte jedoch schon vergangenen Freitag erklärt, dass der Preis weder übertragen noch geteilt werden könne. Aber wie bei allen Preisen von Narren-Komitees in der jetzt anbrechenden 5. Jahreszeit, nehmen das die ausgezeichneten Narren und ihre Kompane nicht so ernst, so wie auch die ganze Welt das Nobelkomitee und seinen Verleihungs-Humor längst nicht mehr ernst nimmt.

    Venezuelas Oppositonsführer zu sein, ist traditionell ein undankbarer Job, bei dem man zuerst vom Westen hochgejubelt wird – und anschließend sang- und klanglos in Vergessenheit versinkt. Juan Guaidó wurde 2019 vom Westen sogar als “Interimspräsident” anerkannt worden – man zog diese Anerkennung jedoch im Januar 2021 wieder zurück. Guaidó durfte Venezuela nicht verlassen, blieb aber in Freiheit.

    2023 floh er zu Fuß über die Grenze ins Nachbarland Kolumbien, worauf er des Landes verwiesen.wurde. Er beklagte sich, „die Verfolgung durch die Diktatur habe sich heute leider auf Kolumbien ausgebreitet“. Beamte Kolumbiens bestritten dies, da er „irregulär“ in das Land eingereist sei. Daher flog er als Tourist nach Miami in den USA und befindet sich seither dort mit einem Touristenvisum.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Juan_Guaidó

    Frisch gestärkt durch den Friedhofsnobelpreis, macht sich Trump ans nächste Friedensprojekt: Er droht im Streit um Grönland den Gegnern seiner Pläne mit neuen Zöllen.
    “Ich werde möglicherweise Zölle gegen Länder verhängen, wenn sie bei Grönland nicht mitziehen”, sagte er im Weißen Haus.

    Trump bekräftigte zudem seine Position, die USA bräuchten die zu Dänemark gehörende Arktisinsel für die nationale Sicherheit. Bisher war die Rede war von einem Kauf, aber auch militärische Gewalt schloss er nicht aus. Da sind Zölle ein guter Mittelweg, den der Dealmaker ja schon bestens kennt.

    Und wenn die Nato-Vasallen sich endlich den Notwendigkeiten beugen, kann auch Putin auf wachsende Einsicht bei ihnen hoffen: Er braucht die (noch gar nicht zur Nato gehörende) Ukraine schließlich auch “für die nationale Sicherheit”!

    https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/trump-groenland-zoelle-aktuelle-stunde-100.html

    1. Passend hierzu:

      Trump beschuldigt Selenskyj: Putin angeblich zu Friedensdeal bereit – „die Ukraine weniger“
      https://www.tagesspiegel.de/internationales/trump-macht-selenskyj-verantwortlich-putin-angeblich-zu-friedensdeal-bereit–die-ukraine-weniger-15140436.html
      https://anti-spiegel.ru/2026/trump-erklaerte-die-beilegung-des-ukraine-konflikts-verzoegere-sich-aufgrund-der-haltung-kiews/

      Was im Interview mit Reuters heute so klingt, kann bei Trump allerdings morgen schon wieder ganz anders klingen.

      Italien und Frankreich plädieren dafür, dass die Europäer Gespräche mit dem Kremlchef wieder aufnehmen und das Feld nicht nur den USA überlassen. Großbritannien ist dagegen. Albions Außenministerin: „Wir brauchen Beweise dafür, dass Putin tatsächlich Frieden will, und im Moment sehe ich das noch nicht.“
      (Sofern sie – wie gehabt – mit Frieden den Sieg-Frieden der Ukraine meint, könnte sie richtig liegen.)

      Dagegen Meloni: Wenn Europa sich an den Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs beteiligen wolle, aber „nur mit einer der beteiligten Parteien spricht, ist der positive Beitrag, den es leisten kann, begrenzt.“

      Die derzeitige Situation sei „absurd“, sagt CDU-Mann Armin Laschet, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag weiter: „Europäische Regierungschefs erarbeiten gemeinsam mit Präsident Selenskyj Positionen, die anschließend von amerikanischen Unterhändlern nach Moskau getragen werden. Das ist eine Selbstentmündigung Europas.“
      Gut erkannt, aber hat er das seinen Parteikollegen, dem Taurus-Gröfaz und dem Lithium-Roderich, schon verklickert?
      https://www.tagesspiegel.de/internationales/london-stellt-sich-gegen-rom-und-paris-wichtige-verbundete-der-ukraine-uneins-uber-direkte-gesprache-europas-mit-putin-15146135.html

      Der erste der beiden scheint immerhin ins Grübeln geraten zu sein:
      „Warum bezeichnet Merz Russland plötzlich als „europäischen Nachbarn“ und redet von einer Normalisierung der Beziehungen?“
      https://anti-spiegel.ru/2026/warum-bezeichnet-merz-russland-ploetzlich-als-europaeischen-nachbarn-und-redet-von-einer-normalisierung-der-beziehungen/

      Uschis blonde Außenpraktikantin Kaja Kallas (vom Landratsamt Estland) sieht jedenfalls die Weltlage als Anlass, mit dem Trinken anzufangen.
      Die normalerweise nicht trinkfreudige Politikerin meinte dies beim Anstoßen aufs gar nicht so frohe Neue Jahr, als (laut Politico) taggleich der dänische Außenminister und seine grönländische Kollegin mit J.D. Vance und Marco Rubio über Trumps Annexionspläne sprachen.
      https://anti-spiegel.ru/2026/laut-medienberichten-sagte-kallas-es-sei-jetzt-an-der-zeit-mit-dem-trinken-anzufangen/

      Dmytro Kuleba (=von Selenski im September 2024 als Außenminister abserviert) bezeichnet die EU-Entscheidung, Kiew in den Jahren 2026 und 2027 90 Milliarden Euro zuzuweisen – laut Röper etwas rätselhaft – als „Schuss ins eigene Knie“. Die EU sei zwar ein verlässlicher Partner für die Ukraine, aber kein stabiler.
      Zur Verlässlichkeit des eigenen Landes meint er, die Ratifizierung eines möglichen Friedensabkommens durch die Werchowna Rada würde das Abkommen nicht vollständig legitimieren – die nach den Parlamentswahlen an die Macht kommende neue Regierung könnte es ablehnen.
      Die Bestätigung des Abkommens durch ein Referendum schütze das Land davor, von ukrainischen Politikern „zerrissen zu werden“.

      Die Ratifizierung im Parlament sei nur „eine Teillegitimierung bis zur nächsten Wahlperiode“. Die einzige „wirkliche Legitimierung ist ein Referendum“, fügte er hinzu.
      Kuleba ist offen für Gebietsabtretungen und geht davon aus, dass auch die Ukrainer das als Preis des Friedens akzeptieren würden.

      Allerdings, so Thomas Röper: Da Selenski und EU einerseits strikt gegen Gebietsabtretungen seien und andererseits vor einem Referendum eine längere Waffenpause verlangen, müsse Putin mit einer Neuauflage der Minsk-Tricksereien fürchten, wo bekanntlich Nato und Banderistas einen nachhaltigen Frieden gar nicht wollten, sondern dies nur vorheuchelten, um eine Atem- und Nachrüstungspause zu bekommen.
      https://anti-spiegel.ru/2026/die-merkwuerdigen-erklaerungen-des-dmitri-kuleba/

      Den „Schuss ins eigene Knie“, den Kuleba der EU zuschreibt, erläutert vielleicht ein anderer Röper-Artikel:
      “In der EU ist ein Streit über die Verwendung des im Dezember beschlossenen 90-Milliardenkredits für die Ukraine ausgebrochen. In dem Streit geht es um die Frage, die Rüstungskonzerne welcher Staaten davon profitieren sollen. Vor allem Berlin und Paris scheinen im Streit zu liegen.”
      https://anti-spiegel.ru/2026/die-verteilungskaempfe-um-den-90-milliardenkredit-fuer-kiew-haben-begonnen/

  3. Sehr, sehr schade, wie Bröckers und Pohlmann die Mullah Diktatur leugnen und schönreden. Genau so wird Glaubwürdigkeit verspielt.
    Da muss eine Diktatur nur das Internet ausknipsen und es gibt für Bröckers kein Unrecht, keine Morde mehr, alles ist legal und lupenreine Demokratie.

    Schuld sind natürlich die Demonstranten. Denn obwohl das Internet abgeschaltet wurde, weiß er eins sicher: Es sind nur “Montagsdemos” und die Demonstranten haben reihenweisn friedliche Polizisten gemetzelt.

    Das ist so gruselige, menschenverachtende Propaganda im Dienste eines islamistischen Regimes – das nicht nur Oppositionelle hinrichtet, sondern deren Häscher auch Frauen wegen eines verrutschten Kopftuch – dass jegliche Glaubwürdigkekt in Bezug auf Menschenrechte und auch Menschlichkeit verspielt wird.

    Völlig einseitig, simplifizert, in sich widersprüchlich und verlogen. Das ist ganz besonders schade, weil Ihr ja mal angetreten seid eben nicht so zu sein.
    Pohlmanns Grobheit ist kein guter Einfluss, Bröckers war eigentlich mal viel differenzierter.

    Sehr, sehr traurig.
    Wie Trump gebt Ihr euch nicht mal mehr den Anschein von Ausgewogenheit, journalistischem Ethos und Überblick.
    Das ist aber nichts Gutes, sondern eine menschliche Tragödie. Die Masken fallen und enthüllen Erschreckendes. Wenn ihr Islamismus so toll und unterstützenswert findet, wieso lebt ihr dann nicht dort?
    Keinerlei Sinn mehr für Verhältnismäßigkeiten.
    Internet komplett abschalten, Frauen, Oppositionelle, Ungläubige metzeln super, aber wenn Jaques Baud sanktioniert wird, Aufregung ohne Ende.
    Audiatur et altera pars? Das gilt für euch nur in ganz speziellen Fällen.
    Eure Zuschauer sind nicht ganz so doof wie ihr in euer Arroganz vielleicht glaubt.

    Um so tragischer, weil die EU tatsächlich unsere Grundrechte so massiv angreift wie nie zuvor. Deshalb ist die verantwortungslose, Reflex- und Trieb-hafte, kleinkindhafte Islamismusverherrlichung noch fataler.
    Selbstreflexion ist dringend notwendig.

    1. Ich verstehe Deine Kritik an Pohlmann und Bröckers ein Stück weit, denn auch ich finde die Standpunkte manchmal etwas einseitig bzw. hatte manchmal den Eindruck, dass eine gewisse Sympathie für Gestalten wie Trump oder in diesem Fall fürs Mulllahregime durchscheint, denke aber, dass das b eide das abstreiten würden, was ich ihnen auch abnehme. Natürlich kann man im Fall von Iran nicht einfach von einer weiteren “Farbrevolution” sprechen, aber die ausgewiesene Nahost-Kennerin Karin Leukefeld verweist auf Berichte, dass “bewaffnete Aufständische, die aus dem kurdischen Nordirak über Kermanshah im westlichen Iran vordrangen, aus den hinteren Reihen oder von seitwärts der Demonstrationen auf die iranischen Sicherheits- und Polizeikräfte geschossen haben.”. (https://publikumskonferenz.de/blog/was-geschieht-im-iran-ein-blick-hinter-die-schlagzeilen/)

      1. Danke für die Antwort. Frau Leukefeld macht das Gleiche: Sie prangert fehlende Standards an und macht dann aber genau dasselbe: Völlig einseitig und unbelegt die Narrative des Regimes übernehmen, ohne jegliche Beweise.
        Das ist so, als ob man alle offiziellen Narrativen der CIA blind glauben würde.

        Selbst wenn man nur dem Mullah Regime glaubt: Die geben auch zu, dass es 5000 Tote gibt, Menschenrechtsorganisationen sprechen von einem Vielfachen, bis zu 18000 Toten.

        Und selbst wenn man davon gar nichts glauben will, ist es unbestreitbar, dass wegen der Scharia Menschen massenhaft inhaftiert und auch hingerichtet werden. Hinrichtungen wegen Blasphemie, Schariaverstößen usw.
        Das schönzureden oder leugnen zu wollen und sich gleichzeitig hyperventilierend wegen Jaques Baud aufzuregen ist so absurd unverhältnismäßig und gegen den gesunden Menschenverstand, dass es schmerzt.
        Die Menschenrechte der Iraner werden mit Füßen getreten und Bröckers suggeriert, dass sie selbst schuld seien, weil ja angeblich Aufrührer dabei waren.

        Diese Narrative der Kontaktschuld wird auch in Deutschland versucht, aber da ist es laut Bröckers falsch. Und natürlich ist es falsch und menschenverachtend, aber dann muss es auch für die kritische Bevölkerung im Iran gelten.
        Entweder man ist für Aufklärung und Menschenrechte oder nicht.

        Bröckers hat mit dem Schönreden der Ermordung von Demonstranten sein Karma beschädigt, hat schwere Schuld auf sich geladen.
        Aber was viel schlimmer ist: Er hat nicht nur seine eigenen Prinzipien verraten, sondern hat sich unglaubwürdig gemacht. Und das ist ein schwerer Schaden für uns alle, denn Bröckers war immer eine wichtige Stimme der Vernunft und Gerechtigkeit. Man kann hoffen, dass er sein Differenzierungsvermögen nicht vollständig über Bord geworfen hat.

        1. Wenn Sie nicht verstehen, warum der dicke Kim, die lustigen Mulahs, Maduro der Fuchs und natürlich der geniale Trumputin immer alles richtig machen, dann haben Sie einfach nur die falsche Matrix Version geladen.

          das kann an den Chemtrails liegen, die wir zur Zeit nicht flächendeckend aufbringen können, weil die Aliens streiken.

          ich schätze in ein paar Tagen ist es durch. Dann werden auch Sie verstehen, warum man im Iran ein paar LGBTQs und Sytemfeinde wegsperren muss.

          die lustigen Guren in China oder die Nord-Koksleraner werden ja auch öfter dezimiert. Zum wohle aller. auch zu deinem Besten.

    2. Braunste NATO-Agitation. Dass immer ausgerechnet jene uns einen von gut (immer man selbst) und böse (immer die Anderen) erzählen wollen, die so gar keine Ahnung davon haben, die permanent dadurch auffallen, dass sie ganze Völker ermorden und das nicht nur einmal sondern in Permanenz. Gaza und Ukraine (erst 2014 der Krieg gegen das eigene Volk, dann der Zwang zum Krieg ab 2022 / Verheizen der Bevölkerung an der Front) sind nur relativ junge Beispiele. Die Liste ist zu lang, um hier komplett aufgelistet zu werden.

      1. die Liste ist in der aktuellen Matrix Version, falls Sie die brauchen.

        können Sie gerne weitreichen, wenn nötig

      2. Soso, ALLE die Kritik am Metzeln von Oppositionellen und Andersgläubigen üben, ermorden ganze Völker. Also jeder, der auch nur an irgendwas Kritik übt (auch an Netanjahu) ist ein “braunster” Völkermörder.

        Also sind alle außer kadavergehorsamste Wiederkäuer “Braunste”?

        Aber genau solche grotesken schwarz-weiß Simplifizierungen werden erzeugt, wenn alle Andersdenkende schlachtenden Islamisten ausnahmslos als die “Guten” heroisiert werden.
        Totale Verrohung des Geistes.

        Dass man Kritik sowohl an NATO als auch an Islamismus üben kann, ist anscheinend undenkbar geworden. Traurig.

  4. Der Fuchs und die Hühner – Eine Gutenachtgeschichte

    Es war einmal ein beschaulicher Hühnerhof namens Europia, dessen gefiederte Bewohner ihre Zeit vor allem mit sich selbst verbrachten: Sie widmeten sich ausgiebig der Federschau, stritten immerfort um Würmer, den Platz ganz oben auf der Stange, oder wie herum die Eier zu legen seien, setzten auch sonst viele, viele wichtige Beschlüsse und Sanktionen um und plusterten sich mindestens einmal am Tag ganz gewaltig auf, dass die Daunen nur so umherflogen. Das machte Eindruck, zumindest unter den Hühnern.

    Heute allerdings herrscht große Panik und aufgeregtes Gegacker auf dem Hof: Der Fuchs steht mal wieder vor der Tür und fordert ultimativ die Herausgabe einer fetten Legehenne, die er dringend “braucht” (gegen ein paar Groschen Bezahlung natürlich). Andernfalls will der Fuchs dafür sorgen, dass die Eier vom Hof so teuer werden, dass sie niemand mehr kauft. Und das würde den Hof ruinieren!

    Aufgeschreckt rennen die Hühner hin und her, um “angemessene Reaktionen” auf die fuchsige Forderung zu suchen. Sie wollen “Geschlossenheit” demonstrieren und gleichzeitig aber einen großen Krach mit dem Fuchs vermeiden, bei dem sie viele Federn lassen würden. Letzteres mahnt vor allem die dicke deutsche Autohenne an, die besonders viele Eier ins Fuchsland verkaufen muss, um ihre Position ziemlich weit oben in der Hackordnung zu bewahren. Die dicke deutsche Autohenne hat großes Gewicht auf dem Hühnerhof.

    Und so zerbricht man sich gackernd die kleinen Köpfe, was nun zu tun sei: von Gegenzoll über die Kündigung des jüngst geschlossenen Eierfriedens bis hin zur Anwendung eines geheimnisvollen ACI (hennisch für: Erpressungsschutz-Instrument), das eigentlich genau dafür geschaffen wurde. Besonders das rauflustige kleine gallische ‘ünschen, das gestern einen Frosch verspeist hatte (alle haben es gesehen!), ist Feuer und Flamme für die Idee. Doch noch traut sich keine der Hennen diesbezüglich von der Stange, um dem Fuchs Aug’ in Auge gegenüberzutreten.

    Seltsamerweise kam bislang auch niemand auf die Idee, die Urheber und Hinterfüchse der hinterfuchsigen Erpressung mal mit Hühnerhof-Sanktionen zu belegen. Diese hoch wirksamen Maßnahmen “zum Schutz unserer Hackordnung” werden doch sonst so regelmäßig wie erfolgreich gegen jedes Küken verhängt, das ungefragt den Schnabel aufmacht oder einen falschen Pieps sagt. Aber viele wissen davon gar nicht, und so gibt es nur wenige, die sich darüber wundern.

    Plötzlich, als der Tag schon zur Neige geht und die Hühner erschöpft und ratlos in die untergehende Sonne blicken, plustert sich eine weitere Henne auf – und wiederum ist es eine deutsche! Sie vermeldet feierlich, sie habe die ultimative Waffe gefunden, die alles richten und den Fuchs besänftigen wird, wenn nichts anderes mehr wirkt:

    “Der CDU-Abgeordnete Jürgen Hardt brachte gegenüber der ‘Bild’-Zeitung als letztes Mittel einen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft ins Gespräch, die die USA in diesem Jahr ausrichten. Dies könne ‘Präsident Trump in der Grönland-Frage zur Vernunft bringen’.” (Reuters, 18.01.26)

    Da erhob sich wildes, freudiges Gackern und Glucksen auf dem beschaulichen Hühnerhof namens Europia. Die deutsche Henne hatte – wieder einmal – des Rätsels Lösung gefunden und den Fuchs so gut wie besiegt! Ganz bestimmt, sagten die Hühner und gingen müde auf ihre Stangen, um endlich zu schlafen…

    1. da haben sie total Recht!

      Das ist wie mit den Schweinen und dem Wolf, der die Häuser wegpustet.

      ich kriege die Story nicht mehr ganz zusammen. aber es war ganz ähnlich

  5. Trump hat zwecks Schürung der Kriegsstimmung vor Venezuela mehrfach Fischerboote versenken lassen – ein Verbrechen mit rund hundert Toten, über das schon keiner mehr spricht.
    In Sachen Iran schlägt er sich auf die Seite der Demonstranten – aber nur, um einen Vorwand zu haben, ihr Land zu bombardieren. Nicht wegen Freiheit, Demokratie, Selbstbestimmung (siehe Grönland, dort braucht er nicht mal Bomben, um an seine Ego-Ziele zu kommen und anderen seinen Willen aufzuzwingen).

    Hätte der Westen 1953 nicht die aufkeimende (sehr westlich-europäisch geprägte!) Demokratie im Iran erstickt, um das dortige Öl zu stehlen, dann hätte es 25 Jahre später keine islamische Revolution gebraucht und kein Mullah-Regime gegeben. 1953 putschten britische und US-Geheimdienste den Shah an die Macht, wo er als westliche Marionette mit einem äußerst brutalen Geheimdienst eine Diktatur errichtete.

    Der Sohn des blutrünstigen Diktators wird in unseren West-Medien “Thronfolger” genannt und sehr verlogen als Freiheitskämper, neuer Shah, Hoffnung der Demonstranten hofiert, obwohl der Typ dort ähnlich verhasst ist wie sein Vater und man nichts Gutes von ihm erwartet.

    Was “Anderer Micha” beschreibt, haben die USA schon auf dem Maidan-Platz aufgeführt.
    Und warum wird die hohe Zahl von Toten von den Mullahs plötzlich “zugegeben”?
    Weil sie (wie Leukefeld) darauf verweisen, das ursprünlich friedliche Demonstrationen von Gewalttätern unterwandert werden, wie eben auf dem Maidan. Die Mullahs machen also geltend, dass das nicht “ihre” Toten sind, sondern diese aufs Konto äußerer Feinde gehen.

    Das “Schönreden der Ermordung von Demonstranten” betraf auf dem Maidan 2014 “nur” rund hundert Tote. Die starben aber nicht zufällig, sondern wurden nach Absprache zwischen banderistischen Ukro-Nazis und ihren westlichen Mentoren von Snipern ermordet – die Absprache betraf Mindestzahl von Toten, die man für einen erfolgreichen Regime Change für erforderlich erachtete und der “Erfolg” stellte sich bekanntlich ein.

    Von dieser auf uns geladenen “Karma-Schuld” zehren wir noch heute, lieber Michael!
    Und durch Wegschauen und Verdrängen wird das noch lange nachwirken.

    1. 1979 siegten im Iran nicht west-orientierte Kräfte, weil die West-Marionette Shah Pahlevi den doppelzüngigen Wertewesen gründlich diskreditiert hatte.
      Es gab aber die marxistisch-antiklerikal angehauchten Volksmudschahedin, die seit 1965 eine bedeutende Rolle in der Oppositionsbewegung gegen den Schah spielten.

      Nachdem sie den Machtkampf gegen die Mullahs verloren hatten, siedelten sie sich in Saddams Irak an und kämpften auf dessen Seite im ersten Golfkrieg (1980-1988) gegen ihr Heimatland, das in diesem Krieg eine Million Menschen verlor.
      Was blieb den Iranern übrig, als auf Seiten der “islamischen Revolutionsgarden” ihre Heimat zu verteidigen? Bei uns würde man diese Motivation Patriotismus nennen, aber die islamistische Elite leitete das Wasser auf ihre Mühlen um.

      … mit freundlicher Unterstützung der USA, die nichts toller fanden als einen blutigen und langen Zermürbungskrieg zwischen Saddam und Khomeini. Diesen Krieg schürten sie daher – und verkauften Waffen an beide Seiten (s. Iran-Contra-Affäre).
      Dem auf Öl-Diebstahl erpichten Westen haben die Iraner es also zu ganz wesentlich zu verdanken, dass sie seit über 70 Jahren unter der Knute erst des Shahs und jetzt der Mullahs leben müssen.

      Mathias Bröckers hat viel Aufklärung auf diesem Blog zu diesem Thema geleistet.
      Mehr als in den Horizont manches Forums-Teilnehmers passt, der entrüstet beklagt (ohne Jahrzehnte folgenschwerer westlicher Niedertracht zu erwähnen), dass Bröckers nicht ritualhaft in die verlogen-heuchlerische Trump-Kritik an den Mullahs einstimme.

  6. @Michael:
    “Kontaktschuld” und “Unterwanderung” sind übrigens zwei ganz verschiedene Baustellen, die muss man klar auseinander halten, auch wenn beides zu Themen wie “Vereinnahmung” und “Pauschalierung” enge Bezüge hat.

    “Die Ukraine ist gegen Russland”
    … ist so eine vereinnahmende Pauschalierung, die den Willen von Donbass, Odessa etc. mutwillig ignoriert.

    1. das stimmt. Seit dem Fall von Bachmüllt ist das Thema ja eh durch.

      es ist schön, dass du dich immernoch damit befasst. aber eigentlich kannst du dich auch um andere Themen kümmern, mein lieber Bekiff.

      Zur Zeit ist eigentlich das Chemtrail-Thema wieder groß im Kommen. Hast du nicht das Tracktor Kacksohn Interview zum Thema gesehen?

      die Aliens streiken und sprühen nicht mehr. Schuld sind wahrscheinlich die Franzosen, die den Aliens Flausen in den Kopf gesetzt haben.

    2. Naja, wenn absichtlich Leute eingeschleust werden, die Ärger machen sollen und gleichzeitig von Staatsseite aus als “böse” dargestellt werden, dann ist es eher die gleiche “Baustelle”.

      Der Trick wird ja nicht erst seit gestern angewandt. Bröckers kennt das vielleicht noch aus den Achtzigern, als bei den Demos hinterher als Polizeispitzel enttarnte Randalierer Steine geworfen haben, um den gesamten Protest zu diskreditieren.
      Ältester Trick der Welt.

      Seitdem die “Rechten” offiziell die Bösen sind, müssen die V-Leute sich nicht mal umfrisieren oder umziehen und der gesamte Protest gilt als rechts und “böse” – wegen Kontaktschuld und Unterwanderung.
      Egal wie viel Hippies und Linke Friedensfahnen schwenken.

      Dass alle Demonstranten im Iran von Israel bezahlte Kurden sind, ist völlig lächerlich.

      Aber der Benebelte glaubt vor der Wahl zu stehen: Weniger kiffen und die Welt differenzierter wahrnehmen oder weiter Volldampf und krude, aburde Simplifizierungen.
      Dabei geht beides: Auch bekifft kann muss man nicht auf jedes Regime reinfallen, selten ist alles nur schwarz oder nur weiß.

      Und das “Gegengewicht” zur offiziellen Propaganda ist nicht AUCH simplifizieren, nur in die andere Richtung, sondern stattdessen differenzieren. Macht auch Spaß und formt den Charakter.

      1. Wenn es die Staatsmacht selber ist, die Provokateure in die Demos einschleust, dann treffen Kontaktschuldkeule und Unterwanderung zusammen, stimmt.

        Im Iran sind es aber nicht die Mullahs / die Staatsgewalt, die dieses Spiel betreiben, sondern die ausländischen Feinde der Mullahs. Und diese wollen den Mullahs damit keinen Vorwand zum (gründlichen, erfolgreichen) Eingreifen verschaffen, sondern sie in Gewalt verwickeln, die ihnen den Garaus macht.

        1. Woher wissen Sie das, gibt es dafür Belege?
          Wofür es hingegen Belege gibt, auch weil es das Regime selbst bestätigt: Das Mullah Regime richtet Oppositionelle und Menschen, die gegen die Scharia verstoßen hin. Menschenrechte werden im Iran tagtäglich missachtet.
          Tausende Demonstranten werden ermordet, weil sie dagegen demonstrieren.

  7. 1) Woher kommt Öl?
    Dirk Pohlmann, den ich sehr schätze, behauptete, dass Öl aus Urwälder besteht.
    Hierzu sollte er auch mal recherchieren, ob Öl nicht doch aus dem Erdinneren kommt und immer neu entsteht::

    https://www.youtube.com/watch?v=rdKhaXs3Sh8

    2) die USA brauchen das Venezuela Öl gar nicht (Mathias Bröckers)
    die Raffinerien Texas sind technisch auf das venezuelanische “TeerÖl” ausgerichtet.
    Warum? das US fracking Öl ist Leichtöl, gut für Benzin, aber sonst für nicht viel.
    Das Orinoco TeerÖl dagegen ist wie ein Öl-Konzentrat, aus dem sich ALLE Mineralölprodukte herstellen lassen, Diesel, Kerosin, Butumen usw. Darum ist es extrem wertvoll, wenn auch schwer zu fördern und zu verarbeiten

    https://youtu.be/fqSrvoEBNbI?t=699
    (mit Zeitmarke, aber gerne auch die ganze Sendung anhören)

    Viele Grüße

  8. “Wenn die Elephanten tanzen ( Großmächte ) sollten die Mäuse besser in Deckung gehen” Zitat Egon Bahr 80ziger Jahre
    Die Lage anno 2026
    Ukraine = Looser
    EU = Keine Großmacht
    USA + China = Yes = Großmächte
    Russland No…but BRICS = Yes
    Holt sich Trump das “Stück Eis” in Grönland hätten deren Ur-Einwohner ( Inuit ) bessere Einkunfts-Chancen ( GI-Supplier wie Kaiserslautern früher bei uns ) als unter den Dänen ( Die Inuit arbeiten für Billig-Löhne in deren Fischfabriken ) Dann noch für jeden Inuit 500.000 USD vom Trump aufs Konto ( What is not to like about that ? ) Kalifornien ( Mexiko )–Louisiana( Franzosen ) Hawaii ( Königreich ) hatten die Amis doch auch einkassiert..und Alaska billig vom Russen gekauft…das alles juckt heute keinen mehr

  9. @Michael (22/01/2026 at 21:43) :
    “Dass alle Demonstranten im Iran von Israel bezahlte Kurden sind, ist völlig lächerlich.”

    Das behauptet auch niemand und eine wirksame Unterwanderung musste noch nie vollständig sein – oft nicht mal mehrheitlich. Wie z.B. die 1980 gegründete, basisdemokratische und öko-grüne Partei sich fast unmerklich verwandelte und 20 Jahre später mit Eintritt in die Bundesregierung als oliv-grüne Partei für Angriffskriege vors Volk trat – ohne größere Zerreißprobe, Spaltung der Partei etc.:
    Das könnte mal zum ergiebigen Gegenstand einer wissenschaftlichen Untersuchung werden.

    Langzeit-US-Stratege Zbigniew Brzezinski veröffentlichte 1997 jedenfalls nicht nur sein Langzeit-“Schachbrett”, sondern sagte ganz konkret:
    Kohl und CDU waren den US-Interessen höchst förderlich im Kalten Krieg, quasi zur Bewachung des Eisernen Vorhangs.

    Doch in den neuen Zeiten nach dem Mauerfall 1990 gehe es nun um die Ausdehnung des US-Machtbereichs nach Osten und da seien die Grünen in Deutschland williger und damit brauchbarer als die Schwarzen.

    Sprach’s und tat’s? – Ein Jahr später löste Rot-Grün nach den Bundestagswahlen Schwarz-Geld ab und noch ein Jahr später führte der grüne Außenminister Joschka Fischer Deutschland an der Hand der Nato in den ersten deutschen Angriffskrieg seit 1945: gegen (“Rest”-)Jugoslawien.

    Und dass auf dem Maidan 2014 bezahlte Sniper mit ihren Morden (die der Regierung in die Schuhe geschoben wurden) die Stimmung für den Putsch erfolgreich vorbereiteten, hatte ich schon erwähnt. Sniper und Hintermänner waren eine winzige Minderheit.

    Was sie so mächtig machte, war nicht die Masse an Menschen, sondern die Moneten aus dem Westen, das propagangistische Begleitfeuer von dort und letztlich die Angst der Mehrheit vor der rücksichtslosen Gewaltbereitschaft der Banderista-Minderheit, die ihrerseits keine Angst haben mussten angesichts mächtiger und skrupelloser Paten.

    Dass die “großzügigen Spender” aus dem Westen nur das eigene Macht- und Profit-Interesse im Auge hatten (anstelle des Wohls der Ukrainer), muss man kritischen Geistern nicht ausdrücklich erklären (den Roderichen, Hofreiters und Masalas der Nation auch nicht, aber aus anderen Gründen – sie sind eisern taub und blind gegenüber diesen Fakten).

    Dass die Mehrheit im Iran das Mullah-Regime satt hat, ist längst bekannt.
    Die ersten Demonstrationen waren dennoch ausdrücklich nicht auf die Herausforderung der Staatsgewalt gerichtet – sondern nur auf die Behebung wirtschaftlicher Not und Missstände.
    Friedliche Demos sind nämlich schmerzfreier und kleine Forderungen meist schneller und gründlicher umsetzbar als ein Kampf um Alles oder Nichts:
    Mahatma Ghandi, Nelson Mandela, Martin Luther King und die DDR-Montags-Demos lassen grüßen.

    Aber nicht immer lassen sich Eskalationen vermeiden:
    Die Montags-Demos hatten vielleicht einfach Glück, dass Moskau seinen Vasallen Honecker und Mielke keine Schussfreiheit mehr gewährte wie in früheren Zeiten.

    Bei Maidan, Arabellion und anderen lustigen “Farb”-Revolutionen war die Eskalation allerdings kein Zufall, sondern angestrebtes Ziel der ausländischen Einmischung.
    Und manchmal bleibt es nicht bei einer vorübergehenden Eskalation: Libyen war unter Diktator Gaddafi ein sicheres, wohlhabendes Land – seither ein failed state bzw. ein Flickenteppich sich bekriegender Warlord-Stammesgebiete.

    Und das idealistische Getue der ausländischen Einmischer entlarvte seine Falschheit z.B. in Ägypten: Die Arabellion erzwang Wahlen – aber das Volk hatte sich zum Bedauern der USA “verwählt” und für den Islamisen Mursi entschieden.
    Zwei Jahre später putschte das Militär wieder einen der ihren an die Macht, zum Wohlgefallen des Wertewestens bis auf den heutigen Tag!

    1. @bekir: “… da seien die Grünen in Deutschland williger und damit brauchbarer als die Schwarzen …”
      Das kommt ja dann auch in der mutmasslichen RAND-Studie 2022 wieder zum Ausdruck: “Weakening Germany …”
      “The prerequisite for Germany to fall into this trap is the leading role of green parties and ideology in Europe. The German Greens are a strongly dogmatic, ….”

  10. @Michael 24/01/2026 at 13:45
    (Woher wissen Sie das, gibt es dafür Belege?):

    Lesetipp:
    https://anti-spiegel.ru/2026/die-ach-so-friedlichen-proteste-im-iran/

    Thomas Röper bezweifelt oder kritisiert keineswegs die berechtigten Proteste gegen das unbeliebte und abgewirtschaftete Mullah-Regime.

    “Aber es gibt ein dickes „Aber“: Wenn es etwas gibt, was die meisten Iraner noch weniger mögen als die eigene Regierung, dann sind das die USA und Israel, wobei man hier muss trennen, denn gegen Juden hat im Iran niemand etwas, die sind eine besonders geschützte Minderheit, es geht um den Staat Israel und dessen Politik.(…)

    Im Iran hat man auch nicht vergessen, dass die USA seinerzeit die gewählte Regierung weggeputscht und den Schah eingesetzt haben, der im Iran nicht eben für Wohlstand gesorgt, sondern sein Öl den Briten und Amerikanern überlassen hat.

    In diesem ersten Artikel über die Unruhen im Iran zeige ich, dass die Proteste im Iran bei weitem nicht so friedlich waren, wie uns die deutschen Medien erzählen, und im zweiten Artikel berichte ich, wie es der iranischen Führung gelungen ist, die Proteste schnell zu beenden. Und nein, dazu war keine Gewalt nötig, nur das Abschneiden der Kommunikation mit den Organisatoren der Unruhen im Ausland.”

    In Tacheles #189 vertieft er in den letzten 10 Minuten das Thema mit Robert Stein sehr faktenreich, u.a. mit Parallelen zum Maidan 2014, wo eine Minderheit von gekauften Gewalttätern und Manipulatoren einen berechtigten Volksprotest quasi usurpierten.
    Die Mehrheit hatte z.B. ein Ende der Oligarchen-Herrschaft gefordert – der “hilfreiche” Westen installierte nach erfolgreichem Regime-Wechsel aber den eigenen Wunschkadidaten: Poroschenko – einen der Oligarchen!
    https://www.youtube.com/watch?v=aauWxzsMrtM&t=5700s

    Stein “überbringt” Röper im Video auch Rückmeldungen aus dem Iran (wie sozusagen hier die “Offene-Türen-einrennende” Position von @Michael), man möge doch die Echtheit der dortigen Proteste ernster nehmen.

    Röper tut das, aber er strotzt nicht (wie manchmal Robert Stein oder hier @Michael) vor Idealismus, sondern bewahrt sich einen realistischen Blick (wie hier Bröckers):
    Massen sind sehr leicht manipulierbar und wenn sie (zu ihrem Nachteil) manipuliert werden, merken sie das meist nicht einmal. Oder erst dann, wenn es längst zu spät ist.

    Sniper (Schüsse aus Häusern) wie auf dem Maidan gab es wohl auch im Iran.
    Zudem zahlreiche Messerverletzungen – was weder auf die Bewaffnung der Sicherheitskräfte zurückzuführen sein dürfte, noch auf die Ausstattung “normaler” Demonstranten.

    Zum Thema ausländische Steuerung sollte man wissen:

    “Derzeit sind im Iran zwischen 40.000 und 50.000 illegale Starlink-Geräte in Betrieb. Sie wurden eingeschmuggelt, vor den Behörden versteckt und zur Übermittlung von Informationen und zur Koordination von Aktionen genutzt. Nachdem die Behörden sie blockieren konnten, ging die Gewalt auf den Straßen zurück, weil das den Organisatoren der Unruhen erschwerte, ihre Aktionen zu koordinieren. (…)

    Der Besitz eines Starlink-Terminals wird im Iran heute wie die Beteiligung an der Organisation von Unruhen behandelt. Der Generalstaatsanwalt kündigte an, dass die Nutzung verbotener Kommunikationsmittel zur Koordinierung von Pogromen mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft wird.

    Die iranischen Behörden haben ein System mit einer „Whitelist“ eingeführt. Staatliche Telegram-Kanäle, staatliche Medien und einige Universitätsnetzwerke kehren schrittweise ins Internet zurück. Bankensysteme, Taxi-Apps und Online-Shops nehmen die Arbeit wieder auf. Das Leben normalisiert sich, aber unter Kontrolle.”

    Auch den Mullahs muss viel an einem funktionierenden Internet liegen:
    “Irans Wirtschaft verliert 1,5 Millionen US-Dollar pro Stunde, wenn das Internet ausfällt. Im vergangenen Jahr kosteten solche Blockaden das Land 12,5 Milliarden US-Dollar an entgangenen Einnahmen. Mehr als zehn Millionen Iraner verdienen ihren Lebensunterhalt im digitalen Bereich.

    Doch wenn es darum geht, die Ordnung wiederherzustellen und Unruhen zu beenden, ist die Regierung bereit, diesen Preis zu zahlen. Die schrittweise Wiederherstellung des Internets mithilfe eines Whitelist-Systems ermöglicht die Kontrolle der Lage und verhindert, dass die Organisatoren der Unruhen die Koordination wieder aufnehmen.”

    Die Hilfe der Amis wurde nicht gebraucht, was selbige wohl etwas irritierte:

    „Wir werden versuchen, das [iranische] Internet wiederherzustellen, wenn möglich“, sagte Trump in seiner bekannt selbstlosen Hilfsbereitschaft, Unruhen zu ermöglichen, um die Iraner an der Pax Americana teilhaben zu lassen. „Wenn möglich“ – das technische Spielzeug hierfür hat ihm dieses Mal halt jemand lahmgelegt.
    https://anti-spiegel.ru/2026/wie-der-iran-elon-musks-spielzeug-lahmgelegt-hat/

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