
Auf einer 9/11-Konferenz an der Universität Toronto 2004 hatte ich nicht nur mit dem Menschen gesprochen, der den Nordturm des World Trade Center als Letzter lebend verlassen hatte – und überzeugt war, dass er nicht durch den Einschlag eines Flugzeugs zusammengebrochen war – sondern auch einen kleinen Vortrag über die Gefangenen in Platons Höhle gehalten. Deren Problem bestand bekanntlich darin, dass sie die “Schattenbilder”, die von “Gauklern” mit Fackeln an die Wand geworfen werden, für die einzige und wahre Wirklichkeit halten. Einem gelingt die Flucht aus der Höhle, draußen geblendet vom Tageslicht kann er zuerst gar nichts wahrnehmen, dann aber die “wahre Wirklichkeit” erkennen und verstehen, dass die Kollegen in der Höhle Trugbildern aufgesessen sind. Und er will wieder hinunter um sie aufzuklären.
An dieser Stelle spricht Platon eine Warnung aus: Wenn er hinabsteigen würde, würde er in der Dunkelheit geblendet und zum Gegenstand von Spott und Hohn werden. Die Menschen in der Höhle würden sagen, dass er blind von seinem Aufstieg zurückgekehrt sei und es sich nicht gelohnt habe, die Höhle zu verlassen. Dann fragt Sokrates, den Platon die Höhlengeschichte erzählt lässt: „Wenn er sie jetzt befreit und nach oben führt, würden sie ihn dann nicht, wenn sie ihn zu fassen bekämen, tatsächlich töten?“
Zwar waren die versammelten 9/11-Researcher alle noch lebendig, aber sämtlich auch nach ihrer Rückkehr in die Medienhöhle zum Gegenstand der Diffamierung und Repression geworden, ganz so wie in Platons 2.500 Jahre altem Gleichnis. Die Gefangenen auf den Lug und Trug von Osama und den 19 Teppichmessern hinzuweisen, die mit zwei Flugzeugen drei Wolkenkratzer pulverisiert haben sollen – derlei Zweifel an den multimedial an die Wand geworfenen Schattenbildern waren verboten. Nur so konnte das 9/11-Märchen als “wahre Wirklichkeit” in den Köpfen der Höhleninsassen verankert werden. Wer widersprechende Fakten von “draußen” publizierte, wurde nach 9/11 vor allem mit dem Argument diskreditiert, diese stammten ja “nur aus dem Internet”. Als das erste Buch im Frühjahr 2002 druckfertig war, rief Zweitausendeins-Verleger Lutz Kroth an: “Mathias, du musst noch ein Vorwort schreiben”- “Es gibt doch schon eins.” – “Ja, ein Vor-Vorwort, das erklärt, was eine Suchmaschine ist und wie man sie benutzt. Das wissen die Leute nicht.” Woraufhin ich dem Buch mit “Zweimal täglich Googeln” ein kurzes Rezept zur Internet-Recherche voranstellte.
Fast forward 2026 ist die Lage für die Gaukler in Platons Höhle ebenso wie für die Gefangenen fatal geworden: “Wir befinden uns auf einer Ebene, auf der wir die Person in der Höhle neben uns anstupsen und fragen: „Wie sehen die Schatten an der Wand aus, die wir sehen?“ Sie sehen nicht wie die an meiner Wand aus. Das ist das Problem.“ (Bret Weinstein).
Willkommen in der Welt von Social Media, auf dem “Schlachtfeld der Zukunft” (B.Netanjahu) im Informationskrieg, in dem der israelische Präsident nicht nur TikTok unter Kontrolle gebracht hat, sondern gerade Verkehrskameras abhängen lässt, damit keine Bilder von den Zerstörungen sichtbar werden, die sein Krieg gegen Iran anrichtet; besorgten Bürgern, die Raketeneinschläge oder Zerstörungen ablichten und die Bilder verschicken, drohen fünf Jahre Gefängnis. Ohne totale Kontrolle jedes einzelnen Tweets verlieren die Gaukler die Deutungshoheit über die Bilder an der Wand, die Herstellung von Konsens über die “Wirklichkeit” wird unmöglich. Die aktuell meist gestellte Frage @grok: Ist das Video über Raketeneinschläge in Tel Aviv echt oder KI ? Bei den Bildern aus Teheran war die Entscheidung etwas leichter: der Iran hat den CNN-Korrespondenten Frederik Pleitgen (Sohn des ARD-Urgesteins Fritz) eine Woche lang filmen und Gespräche führen lassen.
Dass draußen die Weltökonomie zusammenbricht und Iran für Ende des Monats einen Ölpreis von 200 Dollar (aktuell ca. 100 $) prophezeit, lässt sich unterdessen kaum länger verheimlichen, ebenso wie die Zerstörungen in insgesamt 11 US-Militäranlagen und Radareinrichtungen. Die Straße von Hormus ist nur für Öltanker “freundlicher Nationen” (China, Russland u.a.) passierbar, Donald Trumps Ankündigung mit der US-Navy Begleitschutz zu gewähren blieb ebenso folgenlos wie seine diversen Verkündungen der bevorstehenden Niederlage des Irans. Wie diese aussieht, scheinen die Führer des Epstein-Regimes indes selbst nicht so genau zu wissen, ihre genannten Kriegsziele – mal Regime Change, mal Atomwaffen, mal weitreichende Raketen, mal Terrorregime mal alles zusammen – bleiben ebenso unklar wie die Strategien, sie zu erreichen. Bei der zum Beispiel bei dem “Enthauptungsschlag” zum Auftakt gleich zwei Mal eine Mädchenschule mit 170 Kindern bombardiert wird. Um ein Versehen, von einem überarbeiteten Offizier falsch eingegebene Koordinaten, kann es sich bei dem lange und präzise geplanten Angriff kaum gehandelt haben – zumal bei einem zweiten Raketenschlag auch die herbeigeeilten Hilfskräfte und Eltern der Schulmädchen eliminiert wurden. Wenn es aber Absicht war, welcher Plan steckt dann dahinter, welches Zeichen sollte mit dem verabscheuungswürdigen Kindermord gesetzt werden ?
Die Prognosen, die der kanadisch-chinesische Historiker und Spieltheoretiker Professor Jiang daraus ableitet, sind so furchterregend wie gut begründet. Seit er 2024 den Wahlsieg Trumps und die Folgen inklusive Krieg gegen Iran vorhersagte, gilt er zwar als “Nostradamus Chinas”, stützt sich als solcher aber nicht auf Astrologie und Mystik, sondern auf historische und geopolitische Daten und Fakten, hier ein sehr empfehlenswertes ausführliches Gespräch mit Jiang. Er betreibt auch einen youtube-Kanal – Predictive History – mit seinen Vorlesungen, aktuell (am 12.3.) zu dem spieltheoretischen “Gesetz der
eschatologischen Konvergenz”. Da er keine rationalen, ökonomischen, militärischen Gründe für den unprovozierten Angriffskrieg auf den Iran entdecken konnte, geht Prof. Jiang bei seiner Prognose davon aus, dass wir es mit einem eschatologischen (heilsgeschichtlichen) Konflikt messianischer Endzeit-Sekten zu tun haben, die sich allesamt Erlösung nach einer vorhergegangen großen Zerstörung versprechen. Darin sind sich christliche Zionisten, zionistische Nationalisten und schiitische Extremisten allesamt einig, ebenso wie über Jerusalem und die Al-Aqcsa-Moschee als Kulminationspunkt ihres Endzeitkriegs. Zu seinen aktuellen Vorhersagen für den Krieg – 1.) Die Al-Aqcsa-Moschee wird zerstört 2.) Es werden Bodentruppen kommen. 3.) Es werden keine Nuklearwaffen eingesetzt – sagt der geo,- religions,- und realpolitisch beschlagene Prophet Jiang: “Wenn einer von den drei Punkten nicht eintrifft, in den den nächsten 2-4 Jahren, könnt ihr mich und meine Analysen vergessen.”
Okay. Pünktlich zu Jiang`s Vorlesung hat der Pate “King Bibi” im TV tatsächlich angekündigt, für die “Wiederkehr des Messias” zu sorgen, nicht bis nächsten Donnerstag, aber bald! Schon haben radikale Endzeit-Rabbis den Plan in`s Spiel gebracht, man könne die nach Mekka und Medina drittheiligste Stätte des Islam auf dem Tempelberg in Jerusalem doch auch selbst zerstören, dann iranische Raketen beschuldigen und so die gesamte islamische Welt gegen Teheran aufbringen. Mit False Flag Attacken wird also zu rechnen sein, wenn die Endzeit-Kultisten der Epstein-Achse weiter an der Weltkriegsschraube drehen um die Wiederkunft ihres eingebildeten Messias zu beschleunigen.
Für`s Erste ist Trump unterdessen, wie Professor Jiang schon im Juni 2024 erläutert hat, in die Iran-Falle gelaufen, in die ihn die Israels Endzeit-Kultisten gelockt haben und aus der er nicht herauskommt, ohne Bodentruppen und ohne internationale Unterstützung. Der Glückspilz Larry Silverstein – einst gut versicherter Kurzzeit-Besitzer der Word Trade Center Türme – hat gerade den “US Bank Tower” in Los Angeles gekauft, das höchste Gebäude an der Westküste, 73 Stockwerke und ein 1a Ziel für Drohnen, Raketen, Schläferzellen was auch immer, aber mit Sicherheit aus dem Iran! Für den Fall, das es Probleme mit der Kriegsbegeisterung, verbrannten Einberufungsbescheiden, Aufständen im Lande geben sollte…
Die neue iranische Führung hat dem Epstein-Regime unterdessen eine Räumungsklage zukommen lassen, der täglich nachgeholfen wird: real mit Raketen und Drohnen auf US-Militärstützpunkte, Banken und Geschäftsniederlassungen in der gesamten Golf-Region und viral mit dem Mädchenchor “Boom Boom Tel Aviv“, wo der “Iron Dome” mittlerweile als “Ironic Dome” verspottet wird weil 24/7 Raketen und Drohnen einschlagen. Dass auch Präsident Netanjahu getötet wurde, kursiert seit zwei Tagen als Gerücht, da es außer einer KI-verdächtigen Videoansprache von ihm seit Tagen kein Lebenszeichen gibt. Den extremen Endzeit-Kultisten, für die “Bibi” ohnehin als letzter König Israels vor dem Armageddon galt, wäre seine Höllenfahrt vermutlich Anlass, den großen Weltenbrand jetzt erst recht zu beschleunigen. Für Trump hingegen eine mögliche Exit-Rampe, aus einem drohenden Desaster noch rechtzeitig auszusteigen. Man kann nur beten, dass er sie nimmt….
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