Petraeus-Abgang: Eher Agententhriller als Seifenoper

Nachdem wir im letzten Posting  zum Fall Petraeus das Ganze eher als Seifenoper aufgefasst und entsprechend lustig behandelt haben, spricht mittlerweile einiges dafür, dass es sich dabei nicht um ein Eifersuchtsdrama mit einem alten Generalshengst zwischen zwei  bissigen Jungstuten handelt, sondern eher um einen Agententhriller, in dem eine Hauptrolle weniger der Petraeus-Biografin Paula Broadwell als der “Freundin” der Petraeus-Familie Jill Kelley zufällt. Justin Raimundo hat auf antiwar.com  dazu ein ausführliches Stück veröffentlicht, das sowohl die Hintergründe des Benghazi-Falls (und der dort für die Sicherheit zuständigen Privatfirmen unter Leitung von Hardline-Neocons) beleuchtet, als auch die von Mrs. Kelley und ihrem hemdlosen FBI-Bekannten Fred Humphries (ein islamophober Hardline-Neocon), der den Fall ins Rollen brachte. Danach suchte  Jill Kelley sich vor einigen Jahren gezielt eine stattliche Villa in der Nähe des US-Zentralkommandos CENTCOM auf der MacDill Airforce Base in Tampa/Florida und begann mit ihrer Zwillingsschwester Natalie, dort großzügige Parties für Mitglieder des Offizierkorps zu veranstalten. Die beiden “heißen Feger” stiegen schnell zu Gesellschaftsdamen der Militär-und Geschäftselite auf,  betrieben ihre aufwändigen  “social liaisons” nahezu fulltime und führten ohne größeres  Einkommen einen sehr luxuriösen Lebensstil.  Jill Kelley erwarb sich den Titel eines “Honorarkonsuls”, was bekanntlich eher mit Ausgaben als mit Einnahmen verbunden ist; Natalie liess sich mit Krediten eines Militär-Lobbyisten sponsorn.  Die anonymen Mails, in denen Paula Broadwell Jill Kelley aufforderte, die Finger von Petraeus zu lassen und seinen Nachfolger als Centcom-Chef in Tampa, General Allen, vor der “Verführerin” Jill Kelley warnte, scheinen von daher weniger irgendeiner Eifersucht geschuldet, sondern dem Versuch, die Generäle davor zu schützen, in eine Agenten-Falle zu tappen. Für wen genau Jill Kelley tätig war, ist unklar, die Washington Post beschreibt sie als “selbsternannte” Mittlerin ” for Central Command officers with Lebanese and other Middle Eastern government officials.”

2 Comments

  1. @ Abu Aardvark am 20.11.2012 um 12:32 Uhr

    der nano-staub der türme
    weht immer noch und deckt
    das land, die welt,
    mit seinem lügenschleier

    die wölfe in den schafspelzen
    mit ihrer schildkröt-strategie
    lassen die zeit verstreichen
    und gras über die sache wachsen

    die schafe in den plastikpelzen
    werden gekillt gegrillt
    und aufgefressen
    dank mangelnder intelligenz

    die intelligenteren jedoch
    treibt etwas in den wahnsinn
    wie eh und je
    – es heisst

    /das katechon
    /die ausbremser
    /die stärkeren
    /der geldmoloch

    ____________________
    PS
    Mein oben verlinkter Web-Auftritt ist, wie schon letzte Woche in etwa kommen gesehen, seit ein paar Tagen “aufgrund technischer Schwierigkeiten”, die den Server plattgemacht haben, nicht mehr erreichbar.

     

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