In eigener Sache

41a4zGHKsEL._In den nächsten Tagen wird  “JFK- Staatsstreich in Amerika”  im Buchladen Ihres Vertrauens und im Versand erhältlich sein. Der Mord an JFK und die zahlreichen verschiedenen und sich widersprechenden Theorien über den Mord sind so etwas wie ein Rorschach-Test, ein komplexes Klecksbild, in dem jeder das sehen kann, was er sehen möchte. Das macht die Wahrhheitsfindung schwierig, aber das hat mich auch gereizt, dieses Buch zu schreiben. Zu der Standradfrage: “Na, wer war’s denn nu?” heißt es in der Einleitung:

“Auch wenn sich die Frage nach dem »Wer?« der Todesschüsse noch immer nicht definitiv beantworten lässt, können das »Wie?« und das »Warum?« mit hoher Genauigkeit geklärt werden. Es lässt sich beweisen, dass die Warren-Kommission von Beginn an eine Nicht-Untersuchung veranstaltete; es lässt sich beweisen, dass der offizielle Autopsiebericht des ermordeten Präsidenten ein Betrug und die im Nationalarchiv deponierten Bilder gefälscht waren; es lässt sich zeigen, wie der »Täter« Oswald zu dem gemacht wurde, was er wirklich war und was er von sich selbst behauptete, bevor er von Jack Ruby vor laufenden Kameras erschossen wurde – ein »patsy«, ein Sündenbock; es lässt sich zeigen, dass die Schüsse in Dallas, der letzten Station von Kennedys Wahlkampfreise, nur der erfolgreiche von mehreren geplanten Anschlägen waren, mit ähnlich präparierten Sündenböcken. Und es lässt sich in der historischen Rückschau vor allem zeigen, was mit diesem Mord – und den fünf Jahre späteren an Martin Luther King und Robert F. Kennedy – mit Amerika geschah. Und wie die Abkehr von dem, was John F. Kennedy begonnen hatte – der Deeskalation des Kalten Kriegs im Allgemeinen und der Raketenkrise in Kuba und des Konflikts in Vietnam im Besonderen –, zum schlimmsten außenpolitischen Desaster der Vereinigten Staaten führte. Sowie zu einer imperialen Politik rein militärischer Machtausübung, die das Gesicht der USA in der Welt bis heute prägt – und die den Mord an dem Präsidenten, der eine solche Zukunft verhindern wollte, noch immer relevant macht.”

Was die Relevanz und Bedeutung dieses ungeklärten Attentats betrifft hoffe ich natürlich, das viele Leute das ähnlich sehen und das Buch lesen, zumal die aktuelle Massenbespitzelung der NSA und die permanenten Lügen darüber, das dies doch alles rechtsmäßig und mit einer demokratischen Verfassung vereinbar sei, einmal mehr zeigen, wie wenig man den offiziellen Verlautbarungen von Geheimdiensten und Politik trauen kann. Mit der großen Lüge des Einzeltäters Lee Harvey Oswald und ihrer – dank der Komplizenschaft der Medien – erfolgreichen Etablierung fing vor 50 Jahren an, was wir seitdem und bis heute erleben: die  Manipulation und Gehirnwäsche durch die Massenmedien zum Zwecke der Kriegsführung und der militärischen Durchsetzung von Geschäftsinteressen.

Weil John F. Kennedy sich von einer solchen Politik verabschieden wollte, wurde er ermordet – und dass er sich davon defintiv verabschieden wollte, wird zum Beispiel an der Direktive deutlich, die er seinem neu eingestellten außenpolitischen Berater für Lateinamerika mit auf den Weg gab:

»Wir können nicht jeden großmäuligen Diktator umarmen, der uns erzählt, er sei antikommunistisch, und der seiner eigenen Bevölkerung im Nacken sitzt. Und die Regierung der Vereinigten Staaten ist auch nicht der Repräsentant von Privatunternehmen. Wissen Sie, dass in Chile die amerikanischen Kupferunternehmen 80 Prozent des Außenhandels kontrollieren? Dafür stehen wir nicht. Und es gibt keinen Grund, warum wir dafür stehen müssen. Alles, was die Bevölkerung dort will, ist eine Chance für ein anständiges Leben – und wir haben sie denken lassen, dass wir auf der Seite von denen stehen, die sie unterdrücken. Dort unten ist eine Revolution im Gange, und ich will auf der richtigen Seite stehen. Verdammt, wir stehen auf der richtigen Seite. Aber wir müssen sie wissen lassen, dass die Dinge sich verändert haben.«

Eine erste Rezension des Buchs ist heute auf Telepolis erschienen.

3 Comments

  1. Meinen Glückwunsch, Herr Bröckers! Ich hab das Buch (auf dem Kindle) gerade durch und kann nur sagen: es ist das Beste, was ich zu JFK je gelesen habe (und das ist schon einiges). Sie haben es nicht nur geschafft, den kaum überschaubaren Stand der Forschung komprimiert zusammen zu fassen, sondern diese ganze Geschichte auch noch so zu schreiben, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann, weil es einfach spannend ist. Vielen Dank!

     

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