Bye Bye Big Bang

12.02.14 20:31-BildschirmkopieWas die Geschichte des Universums betrifft, habe ich es seit je eher mit Kosmologen wie Fred Hoyle oder Halton Arp gehalten, als mit dem Standardmodell der Urknall-Theorie, das von diesen beiden Top-Wissenschaftlern zeitlebens kritisiert wurde. Ihre Einwände und die Belege für diese Ablehnung wurden jedoch vom Mainstream der Astrophysik stets als “Spinnerei” oder gar als “Verschwörungstheorie” abgetan und marginalisiert. Doch wie das gut belegte “Verschwörungstheorien” so an sich haben – sie werden zuerst lächerlich gemacht, dann bekämpft und am Ende heißt es, sie seien doch selbstverständlich und gar nichts Neues. Dieses letzte Stadium scheint jetzt die Kritik am Urknall  langsam zu erreichen – wie man  an dieser aktuellen BBC-Dokumentation zu der Frage “Was war vor dem Urknall?” gut sehen kann.

In einigen Artikeln und den Büchern “Das sogenannte Übernatürliche” (1998) und  “Cogito Ergo Bumm” (2007) habe ich über den notwendigen Abschied von der durchgeknallten Urknalltheorie schon öfter geschrieben, im Folgenden  – aus letzterem – “Bye Bye Big Bang”:

“Wenn sich schon herausgestellt hat, dass die Schwarzen Löcher weder schwarz noch Löcher sind, dann sollte es uns eigentlich nicht überraschen, dass auch der Urknall, mit dem das Universum begann, ein Fehlschlag war. Alles deutet vielmehr darauf hin, dass der Big Bang weder »big« noch ein »bang« war. Weil aber die Idee eines Big Bang für unsere wissenschaftlichen Institutionen ebenso fundamental ist wie zu Zeiten Galileis die Vorstellung von der Erde als Mittelpunkt des Universums, sträuben sich die astrophysikalischen Gralshüter gegen die Aufgabe liebgewordener Glaubenssätze und verweigern – ihres Weltbilds und der Forschungs- und Fördermittel willen – den Blick durch das Fernglas. Vor allem den durch das Teleskop des Astronomen Halton Arp, dessen Beobachtungen das Urknall-Modell des Universums widerlegen. In den USA, wo er seit den sechziger Jahren forschte, wollte man von seinen ketzerischen Erkenntnissen nichts wissen und reduzierte die Teleskopzeiten des Professors so massiv, dass er nach Deutschland auswanderte und im Max-Planck-Institut heimisch wurde.

Als schlagender Beweis für die Richtigkeit der Urknallhypothese galt bisher die so genannte »Rotlichtverschiebung«, nach der sich observierte Lichtstrahlen um so stärker ins Rötliche verschieben, je weiter sich die Strahlungsquelle entfernt. Da seit dem Big Bang vor 15 Milliarden Jahren alles auseinander stiebt und die Astronomen deshalb von einem expandierenden Universum ausgehen, gelten die Himmelskörper mit der stärksten Rotlichtverschiebung als die ältesten. Mit  Halton Arp nun istdiese Verwendung des Rotlichts als Geschwindigkeits- und Entfernungsmesser erschüttert worden: Er entdeckte »uralte« Quasare mit einer hohen Rotverschiebung, die sich eigentlich schon jenseits des sichtbaren Universums befinden müssten, in nächster Nähe zu sehr jungen, schwach rötlichen Galaxien. Ein Ding der Unmöglichkeit.

“Seeing Red” lautet der doppeldeutige Titel eines Buchs, das er 1998 darüber veröffentlichte – nicht nur hatte er als einer der führenden Beobachtungsastronomen etwas Rotes da entdeckt, wo es nicht sein dürfte, auch das wissenschaftliche Establishment sah rot, denn mit diesen Bildern war ihrer liebgewordenen Urknalltheorie der Boden entzogen. Deshalb verweigert die Mehrheit der Wissenschaftler lieber den Blick durch Haltons Teleskop – oder sie übt sich, angesichts der Evidenz, im wortreichen Wegerklären. Und so gilt Halton Arp als »widerlegt« und der Big Bang samt expandierendem Universum weiterhin als unangefochtenes Standardmodell. In Wirklichkeit verlief aber alles ganz anders – und ohne hier jetzt in kosmogonische und kosmologische Details einzusteigen, können wir zumindest eines sicher feststellen: Am Anfang war Murphys Gesetz, und schon beim Big Bang ist deshalb alles schiefgegangen. Möglicherweise hat es nicht einmal geknallt oder es waren viele kleine Mini-Bangs statt einem großen Wumm, weshalb jetzt eben nicht alles schön gleichmäßig auseinander, sondern ziemlich durcheinander fliegt und sich uralte Quasare in Teenager-Galaxien tummeln.

Wie auch immer, die Kulturhistoriker der Zukunft werden uns einst in eine Reihe stellen mit den Naturvölkern, die ihre Kosmologien und Welterklärungen aus der sie umgebenden Umwelt schöpften – um im Zeitalter des Explosionsmotors, des Automobils und der Atombombe dann eine phantastische Ur-Explosion zu erfinden und haarklein zu »beweisen« … Zugegeben fällt es schwer, dem guten alten Big Bang »Bye-bye« zu sagen, ohne gleich in großes »Hallo« für ein neues, besseres Modell auszubrechen. Diskreditierte Weltbilder sterben langsam, selbst wenn sie, wie der Big Bang, der Logik eigentlich Hohn sprechen. Denn wenn alles in einem großen Knall entstanden sein soll, müssten ja zuvor schon die physikalischen Gesetze, nach denen es knallt, existiert haben. Ohne Knallgesetz keine Explosion. Wer also weiter an den Big Bang glaubt, muss auch an das Knallgesetz glauben – und bewegt sich damit, was die Kuriosität seines Glaubensmodells betrifft, durchaus auf dem Niveau der Kreationisten, die annehmen, der liebe Gott hätte die Erde am 18. Januar 4777 v.Chr. um 16 Uhr geschaffen. Wobei der Vorteil dieses Modells immerhin darin besteht, dass ein solcher Schöpfungsakt halbwegs geräuschlos vonstatten gegangen sein dürfte..”

Nachtrag: Auch die oben verlinkte, sehenswerte BBC-Doku hat sich vom Urknall-Paradigma noch nicht verabschiedet. Die Tatsache aber, dass überhaupt darüber nachgedacht wird, dass der Urknall eben nicht der Anfang von allem war, sondern “davor” irgendetwas gewesen sein muss, scheint schon mal ein Fortschritt. Insgesamt ist die Beschäftgigung mit dieser Frage ein dickes Brett und ich würde nie behaupten, es durchbohrt zu haben. “Gefühlt” scheint mir aber ein Universum, dass einfach schon immer da war (Fred Hoyles “Steady State”-Theorie) und sich ständig erneuert und dabei ausdehnt (die in der Doku angesprochene “ewige Inflation”) sehr viel naheliegender als ein Knall, mit dem alles anfängt. Als einer der ersten Kosmologen der Geschichte, Gautama Budhha, einmal von einem Schüler gefragt wurde, was das kürzeste Zeitereignis sei, anwortete er, dass dieses während eines Wimperschlags 26.884.578.303.147- mal stattfindet (ich finde die genaue, ellenlange Zahl, die von ihm genannt wird gerade nicht, diese hier nur als Platzhalter  und “Hausnummer”)… und jedesmal ( also in billionenfachen “Mini Bangs” jeden Augenblick) wird das Universum neu geschaffen.

17 Comments

  1. Guten Abend Herr Broeckers.
    Hach,dass war ja ein Genuss!
    Hm, ja – aber wussten Sie, dass diese Entdeckung schon sehr viel älter ist? Der Physiker Burkhard Heim hatte bereits 1960/61 nachgewiesen, das die Rotverschiebung zu ihrer Erklärung gar keine Fluchtbewegung brauchte. In einem Briefwechsel Anfang 1960 erklärte der Astronom Fritz Zwicky gegenüber Heim: “Es gibt da so Anomalien der Rotverschiebung, die darauf hinweisen, dass das garkeine Expansion sein kann. Aber das widerspricht den Theorien von prominenten Leuten. Und das gibt Ärger.” Zwicky sollte sogar Fotos besessen haben, die er nicht publizieren konnte/durfte.
    Halton Arp und Van Flandern hatten das gleiche Problem, als sie Bilder veröffentlichen wollten, die einer kosmologischen Rotverschiebung zu widersprechen schienen. Dazu Halton Arp in Star Observer 2 Spezial – Urknall S.80-87: “Die Urknalltheorie hat sich in den Köpfen derart festgesetzt, dass jeder davon abweichende Gedanke entweder lächerlich oder gefährlich erscheint…” und “Die Haltung der konventionellen Kosmologen in den Hochburgen der Forschung, wie Stanford, Princeton und Cambridge, erinner sehr an religiösen Fundamentalismus.”
    Nun – das war mithin vor nunmehr über 50 Jahren.
    Tja …

     
  2. die konventionelle “Wissenschaft” betreibt seit etwa 100 Jahren dine Verschwörung und das ist keine Theorie mehr. Abstruse Ideen, wie die Relativitätstheorie, oder gar die ganze Quantenphysik werden mit Hilfe der Medien und über die Politik der staatlich kontrollierten Schulen in die Köpfe der Menschen dermassen eingetrichtert, was schon eine Gehirnwäsche ähnelt. Wir bekommen erzählt, daß Mathematik eine Ilusion ist, bloß eine Erfindung des Menschen. In den Schulen wurde Geometrie durch Mengenlehre ersetzt mit dem Folgen, daß Gymnasiasten den Dreisatz nicht mehr begreifen. Je verwirrender eine Idee ist, desto mehr Verbreitung findet sie. Der Nobelpreis wird für Schwachsinn wie Higgs-Teilchen vergeben, Milliarden werden für gigantische Teilchenbeschleuniger ausgegeben, die mehr Energie verschlingen als die Städte in denen sie gebaut werden und sie liefern keinerlei verwertbaren Erkenntnisse aus denen sich irgendwelche Handlungsanweisungen ableiten ließen. Das war aber nicht immer so. Die letzten großen Denker, wie Gauß oder Pauli, die haben sich noch getraut die richtigen Fragen zu stellen. Ich verweise hiermit auf die Bücher von Peter Plichta, oder auch auf die Texte von Peter Augustin, dem größten Biologen der Welt, der aber von der offiziellen Gemeinschaft völlig ignoriert wird. Seine Entdeckung des dichten Oberflächenwassers und die Implikationen, die sich daraus ergeben haben mehrere Nobelpreise verdient. Alles gut nachvollziehbar und leicht überprüfbar. Und keine Sau interessierts. Wer neugierig ist, und nach der Wahrheit sucht, der muß sich auch trauen, die ihm aus der Schule so vertrauten Dinge in frage zu stellen. Sonst kommen wir da nicht weiter.

     
  3. Im Posting von Herrn Bröckers steht nichts von dem EIGENTLICHEN Indiz für einen Urknall – der Hintergrundstrahlung, die man mit immer besserer Präzision vermißt, inklusive ihrer Fluktuationen. Warum nicht? Und ich hätte schon in einem Aufsatz, in dem ein Publizist und Journalist jubelnd die Urknalltheorie zu Grabe trägt (“In Wirklichkeit verlief aber alles ganz anders”), etwas mehr Details erfahren, also mehr “kosmogonische und kosmologische Details” bekommen.
    Und letztendlich – es ist ganz menschlich, daß man erst einmal an dem festhält, was man für richtig hält, und sich nur ungern von Gewohntem trennt. WENN es aber schlagende Beweise gibt, dann ist es gerade das Wesen der Naturwissenschaft, daß sie dann aus diesen Beweisen eine neue Theorie schafft, mal schneller, mal langsamer. Offensichtlich ist das “wortreiche Wegerklären” bislang für den Großteil der Astronomen und Physiker überzeugend genug gewesen. Dann warten wir mal ab, was die moderne Wissenschaft so in Zukunft zu bieten hat. Jede Theorie hatte und hat zu ihrer Zeit ihre Berechtigung wegen der jeweils zur Verfügung stehenden Daten und Auswertetechniken, und mal sehen, was in Zukunft so kommt.

     
  4. durch den Bau “bessere” Messgeräte wird keine höhere Messgenauigkeit erreicht. Mit einer Laborwaage mit Gewichten kann ein erfahrene Laborant bis nach drei Stellen nach dem Komma, den Gramm abwiegen. Eine digitale Waage kann beliebig viele Stellen anzeigen, aber sie wird auch nicht genauer, im Gegenteil. Die Indirektheit der Messung, die da in der Technik drinsteckt reduziert sogar die Genauigkeit unter der einer konventionellen Laborwaage, die mit kleinen Gewichten arbeitet. Deswegen werden im professionellen Umfeld immer noch solche Waagen benutzt. Die Genauigkeit wurd durch den Kontext der Messung und die Größenordnung vorgegeben. Am Anfang der Big Bang Theorie war ein Rauschen im Radiowellenbereich, das mit Hilfe eines ausrangierten blechernen Ohres empfangen wurde. Das wurde dann als Hintergrundrauschen des BigBangs interpretiert, ohne es jemans zu beweisen, was vermutlich auch gar nicht möglich ist. Es ist bequem etwas zu verwenden, was man nicht beweisen und somit auch nicht widerlegen kann, aber wissenschaftlich ist es nicht.

     
  5. An Blaubeere:

    “Jede Theorie hatte und hat zu ihrer Zeit ihre Berechtigung wegen der jeweils zur Verfügung stehenden Daten und Auswertetechniken …”

    Nur gab es diese Daten damals noch nicht. Als sich der Priester Lemaitre 1927 die Urknalltheorie zurechtspann, war die Hintergrundstrahlung noch nicht einmal erdacht worden. Das kam erst in den 1940ern; entdeckt wurde sie in den 1960ern. Lemaitre ging es darum, Gott noch schnell in einem solider werdenden wissenschaftlichen Weltmodell unterzubringen, bevor der ganz seine Daseinsberechtigung verliert.

     
  6. Habe mir gerade die sehr schöne BBC-Dokumentation über den Urknall reingezogen (nur die Werbepausen störten!). Da wurden einige zur Zeit gängige und wohlbekannte Hypothesen rund um den Urknall vorgestellt, vor allem zu dem Aspekt, was “davor” war. Deutlich wurde, wie lebendig die Wissenschaft ist, und gesagt wurde auch, daß letztendlich jede Hypothese experimentell (d.h. in diesem Fall durch Beobachtungen) bewiesen werden muß.
    Nicht nachvollziehen kann ich, wieso sich Herr Bröckers auf diese Dokumentation bezieht, wenn er den Urknall und die Expansion des Weltalls leugnet, denn an keiner Stelle dieser Dokumentation wird dies getan – die Expansion war für alle Wissenschaftler eine allgemein anerkannte Tatsache, und daß es einen Ausgangspunkt für diese Expansion gegeben haben muß, ob nun mit oder ohne “Bum!” und mit welcher Vorgeschichte auch immer, wurde ebenfalls nicht in Frage gestellt.

     
  7. @Blaubeere
    Die tiefgründige Auseinandersetzung mit diesem Problem erfordert eine gewisse masochistische Veranlagung, denn es sind in der Regel echte semantische Knochen, die man da ab- und zernagen muss. Das gilt i.d.R. bei allen thematisch vergleicbaren Veröffentlichungen. Manchmal gibt es aber für das eine oder andere Schlaglicht geeignete Sekundärliteratur, die für einen Überblick ausreicht. Z. B. “Das neue Weltbild des Physikers Burkhard Heim” ISBN 978-3-8312-0345-1 ca. 25 €
    Burkhard Heim hat gemeinsam mit Walter Dröscher u. a. die Strukturen der physikalischen Welt und ihre nichtmateriellen Seite untersucht. Unter anderem lassen sich aus der Entdeckung der Heimschen Eigenwertgleichungen sowohl die Aussagen der Quantentheorie, die der Relativitätstheorie und das Standardmodell der Teilchenphysik ableiten. Das hat Folgen. Denn seine Feldgleichnugen passen nunmehr im Mikrokosmos UND im Makrokosmos. Nach seinem Modell schließlich kann er auch die Trinität der drei kosmologischen Ursphären und daraus den Ursprung der Welt ableiten und kriegt dabei Bemessungen heraus, die für den Menschen gut vorstellbar sind.
    Dies zu ist lesen in o. a. Buch, Es stellt sich ein Gefühl der “Passfähikeit” stellt sich ein, auch wegen fehlender Faktoren X, in denen Störendes üblicher Weise versteckt wird.
    Ob dies die letzte Wahrheit ist…???
    Keine Ahnung.

     
  8. die Expansion war nicht “für alle” Wissenschaftler eine Anerkannte Tatsache, es war nicht mal eine Tatsache sondern eine Hypothese, die an sich ziemlich frei aus der Luft gezogen wurde. Es gab, wie bei der Relativitätstheorie, vom Anfang an eine starke Gegenbewegung, die aber medial ignoriert wurde. Andromeda-Galaxie steuert z.B. auf unsere Galaxie zu und das dürfte sie nach dem Big Bang nicht tun.

     
  9. Herrje, Herr Miller, ich weiß nicht, welche Reportage Sie gesehen haben, aber in der BBC-Sendung, die ich gesehen habe, hat niemand die Expansion des Weltalls in Frage gestellt. Und was die “starke Gegenbewegung” betrifft, so waren die von ihr vorgebrachten Evidenzen wohl noch nicht gut genug, um allgemein akzeptiert zu werden. “Medial ignoriert” zu werden mag zwar den Betroffenen einen gewissen Märtyrerstatus verleihen, ist aber noch kein Beweis dafür, daß sie recht haben.
    Tja, und warum darf denn die Andromeda-Galaxie sich nicht uns nähern? Sie und unsere Galaxis gehören zu einer lokalen Gruppe von Galaxien, die einigermaßen von der gegenseitigen Schwerkraft zusammengehalten wird (ob auch von der “dunklen Materie”, wartet noch auf eine Klärung, falls sie denn überhaupt existiert), und offensichtlich ist die Anziehung zwischen Milchstraße und Andromeda stark genug, daß beide in ca. zwei Milliarden Jahren verschmelzen werden. Wir hier auf der Erde fliegen ja auch schön brav um die Sonne herum…

    @Don Carlos: “Trinität der drei kosmologischen Ursphären”? Huch? Klingt wie die Heilige Dreifaltigkeit… 😉

     
  10. Oh wir armen Menschen! Unsere Vorstellungskraft – sie reicht kaum hin, das Bad des Dharma, in dem wir uns befinden, mehr als nur zu ahnen. Es zu erforschen, wo es handfest ist, scheint gut zu gelingen, aber beschreiben, wo es herkommt und wie der unsichtbare Rest aussieht…?
    Der oben mehrfach erwähnte Burkhard Heim – ich will ihm kein Unrecht tun, ich kenne ihn nicht und bin auch kein Physiker – arbeitete lt. Wikipedia an einer “einheitlichen Feldtheorie”.
    Wie wär’s denn aber mit der von Nassim Haramein gefundenen – und zur Verblüffung seiner Physikerkollegen auch top beschriebenen – Einheitsfeldtheorie? (Mir scheint sie sehr sympathisch, weil ich darin die Vorstellung von einem “anfangslosen Anfang” unterbringen kann, der ich, glaub’ ich, im allgemeinen anhänge.)
    http://resonance.is/

     
  11. nach dem Big Bang müßten sich alle Atome statistisch voneinander entfernen. Big Bang erklärt nicht, wie sich dann atome clustern konnten. Größere Objekte müßten sich jedoch stets voneinander entfernen, denn sonst wären sie gar nicht entstanden sondern wären gleich miteinander verklumpt. wie gesagt, ich glaube nicht an diese Theorie, daher ist das für mich sowieso alles meschugge. Aber das sind die Konsequenzen. Im Übrigen wird auch kaum hinterfragt, warum Galaxien und genauso Planetensysteme wie Wirbel aussehen. Nach Peter Augustin werden Atome ebenfalls wie Wirbel und nicht wie Kugeln aufgebaut. Ich weiß nicht ob Sie’s wußten, aber sämtliche Planeten unseres Sonnensystems kreisen auf der selben Ebene. Schon mal was von der Titius-Bode-Reihe gehört? Da gibt es einen Haufen Trümmer, wo ein fehlender Planet offenbar seinerzeit hätte entstehen müssen, aber nicht konnte, weil vermutlich nicht genug Materie zum Verklumpen da war.

     
  12. Sorry, aber an dem Artikel mag das ein oder andere enthalten, was zum Nachdenken anregt, aber der Artikel ist billige Polemik. Wer glaubt, dass der Big Bang mit einem lauten Knall vonstatten ging, der glaubt auch, das Zitronenfalter Zitronen falten. Wenn es tatsächlich einen Big Bang gegeben haben sollte, so fand dieser mangels Platz lautlos statt, da sich Schall im umgebenden Vakuum garnicht ausbreiten kann. Zudem war es da auch noch finster für lockere 300.000 Jahre, sodass man diese “Explosion” noch nicht mal hätte sehen können.

     
  13. @Stefan Miller: Rhetorisch mögen Sie zwar durchaus etwas auf dem Kasten haben, aber inhaltlich??? Die Tatsache, daß alle Planeten und viele sonstige Objekte (Asteroiden etc.) die Erde auf einer Ebene umkreisen, ist ein uralter Hut, das wußte ich schon seit der 6. Klasse, als ich in der Schulsternwarte meiner Heimatstadt einer mehrjährigen Astronomie-Arbeitsgemeinschaft angehörte. Natürlich beschäftigen sich die Astronomen auch mit dem “wirbel”förmigen Aussehen der Galaxien, genauer gesagt der Spiralgalaxien. Es gibt übrigens auch noch andere Formen, wie Balkengalaxien und irreguläre Galaxien sowie alle möglichen Übergangsformen… Na ja, und die Titius-Bode-Reihe paßt nur dann, wenn man ein paar Rundungen, Korrekturen und Ausnahmen zuläßt; dasselbe trifft für das Einpassen der Planetenbahnen in die fünf platonischen Körper zu. Deshalb befaßt sich heute kein Forscher mehr mit diesen Dingen. Also, lieber Herr Miller, einfach mal ein gutes und aktuelles Astronomie-Buch zu Hand nehmen und lesen. 🙂

     
  14. Korrektur: Ich meinte natürlich, daß alle Planeten und die Asteroiden die SONNE umkreisen, nicht die Erde!!!!!!

     
  15. Bei aller Wertschätzung, aber was Sie in diesem Artikel von sich geben, Herr Broeckers, ist schlichter Unsinn. Die Urknalltheorie ist wie jede erfahrungswissenschaftliche Theorie eine systematisch angeordnete Menge von Hypothesen, die im strikten Sinne nicht zu beweisen, sondern ‘nur’ zu bestätigen oder zu widerlegen sind. Nach neuestem Stande der erkenntnislogischen Forschung kann sogar mit Fug und Recht in Zweifel gezogen werden, ob eine empirische Hypothese letztinstanzlich zu falsifizieren ist oder nicht. Jedenfalls ist der Falsifikationismus in der primitiven Form, wie Popper ihn dachte, längst erledigt. Zwar gibt es Anomalien, mit welchen die derzeit prominente kosmologische Theorie belastet ist, sie jedoch einfach als Humbug, Täuschung und Betrug ins Reich der Fabeln zu verweisen, ist grober Unfug. Offen gestanden habe ich den Eindruck, dass Sie hier nicht wirklich wissen, wovon Sie reden.

     
  16. Zu Stefan Miller vom 14.2.a.c. um 8.09 Uhr.
    Er schreibt:
    >>nach dem Big Bang müßten sich alle Atome statistisch voneinander entfernen. Big Bang erklärt nicht, wie sich dann atome clustern konnten.<<
    In Abwandlung nur die von Chester James Carville Jr. geprägte Formulierung:It's the GRAVITY, stupid."

     

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