Weckruf MH-17

Während die hiesigen Medien weiter wild Spuren in Richtung Osama Bin Putin  und  “pro-russische Separatisten” legen um über die Ursachen des Absturzes der Boeing 777  irgendetwas Passendes zu verlautbaren, sind belastbare Beweise nach wie vor Mangelware. Auch US-Präsident Obama hatte in seinem jüngsten Statement nur indirekte Beschuldigungen aber nichts Konkretes zu bieten. Da liest sich der vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlichte Lagebericht, den das Blog “Hinter der Fichte” dankenswerter Weise übersetzt hat, vergleichsweise sachlich und nüchtern:

“Angesichts der objektiven Untersuchung des Absturzes der Boeing 777, die auf dem Territorium der Ukraine abgestürzt ist, ist es notwendig, eine gründliche Untersuchung mit der Beteiligung aller interessierten internationalen Organisationen durchführen.

Im Katastrophengebiet sind Streitkräfte der Ukraine, mit Anti-Flugzeug-Raketensystemen “Buk-M1.”

Am nordwestlichen Rand von Donezk befindet das 156. Flugabwehrraketenregiment der Ukraine, mit siebenundzwanzig Raketen-Komplexen Buk M1. Sie sind in der Lage, Luftziele bis zu 160 km entfernt zu erkennen und in allen Höhen und bei einer Reichweite von über 30 km zu bekämpfen.

Über der Region Donezk fliegt die ukrainische Luftwaffe Jets, die mit verschiedenen Arten von Raketen ausgestattet sind

Die Behauptung des offiziellen Kiew, dass diese Komplexe oder Flugzeuge nicht geschossen hätten, wecken ernsthaften Zweifel. In so kurzer Zeit so eindeutige Schlussfolgerung in Bezug auf heftige Kämpfe in diesem Bereich! Solche Aussagen, die verantwortlich ernsthafte rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, erfordern umfassende Untersuchung.”

Bezüglich der Unterstellungen über Aktionen der Streitkräfte der Russischen Föderation in den Grenzregionen der Ukraine wird von russischer Seite erklärt:

“Am 17. Juli waren Jets der Luftverteidigung der Streitkräfte der Russischen Föderation in der Gegend nicht im Einsatz.

Flugzeuge der Luftwaffe Russlands haben auch im Bereich der Grenze zur Region Donezk, am 17. Juli dieses Jahres, keine Flüge durchgeführt. Diese Information wird vollständig durch objektive Kontrolle bestätigt.

Bitte beachten Sie, dass der Flug der Boeing 777 außerhalb der Luftverteidigungssysteme der Russischen Föderation durchgeführt wurde und sich im ukrainischen Luftraums unter der Kontrolle der dortigen Flugverkehrsüberwachung befand.

Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf, eine gründliche Untersuchung des Absturzes mit maximaler Transparenz durchzuführen.”

(…) Unterdessen hat Putin  Obama am Telefon mitgeteilt, daß er weiß wer geschossen hat. (Die Russen hatten letztes Jahr bereits israelische seegestützte Raketen – aus dem Mittelmeer in Richtung Syrien abgeschossen – identifiziert, meint die Agentur AIS.) Darauf deuten die diplomatischen Formulierungen hin:

Putin sagte bereits, dass die Ursache für den Flugzeugabsturz ein “Verbrechen” sei, was er nicht sagen würde, wenn er sich dessen nicht sicher wäre und ein technisches Versagen in Frage käme.

Er sagte, “der Staat über dessen Gebiet es passiert ist, ist für diese schreckliche Tragödie verantwortlich.”.

Putin hat versprochen, Beweise für seine Aussage zu liefern. (“Ich habe schon Anweisungen an die militärischen Abteilungen erteilt, dass sie die notwendige Unterstützung bei der Untersuchung dieses Verbrechens haben. Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um ein objektives Bild von dem, was passiert ist, zu zeigen, der Öffentlichkeit, der Ukraine und der ganzen Welt “).

Putin hat sich also durchaus aus dem Fenster gehängt und wir können wohl davon ausgehen, dass er auch liefert – im fog of war der Propagandaschlachten sind die Russen längst nicht so ungeniert wie das US-Imperium. Für das ehemalige Nachrichtenmagazin freilich sind das alles nur “Verschwörungstheorien”. Obama hingegen, der ohne irgendein Untersuchungsergebnis behauptet , die Rakete sei von Separatisten abgefeuert worden, spricht natürlich nur die reine faktengesättigte Wahrheit.  Die er als  “Weckruf für Europa” bezeichnet, auf dass die kriegsmüden Deutschen nach 1914 und 1942 endlich wieder Lebensraum im Osten erobern helfen. Und auch der Franzose, dem scheinbar die Niederlage von 1812 noch im Nacken sitzt ( als Napoleon gen Russland zog,weil er die Lieferungen des damals wichtigsten russischen Export-Artikels – Hanf – an den Erzfeind England unterbinden wollte), muss motiviert werden. Es geht um das “wehrwirtschaftlich wichtige Donezbecken” (A.Hitler), das auch der IWF ins Auge gefasst hat, denn ohne die Wiedereingemeindung der Region will er der finanziell maroden Regierung keine Kredite geben.

Unterdessen sind  Beweise aufgetaucht, dass die angeblich mitgeschittenen Funkgespräche der “Rebellen”, in denen vom Abschuß eines Flugzeugs die Rede ist, schon einen Tag vor dem Absturz auf youtube hochgeladen wurden; des weiteren gibt es die brisante Aussage eines Fluglotsen der Luftüberwachung in Kiew, dass sich drei Jets der ukrainischen Armee in der Nähe der Maschine befanden. Es scheinen also durchaus auch Indizien  in Richtung Regierung zu deuten – und keineswegs nur, wie die NATO-Medien durchweg behaupten, auf die “Separatisten”.

6 Comments

  1. Ist nicht die Ukraine, und insbesondere ihre östlichen Gestade, frappant deckungsgleich mit Halford Mackinder’s “HEARTLAND” (of the Leisure Class’ Global Empire)?
    Wann wird Leisure Class’s Nutti-Mutti von der Attitüde einer Schein-Besonnenen zur offenen Angriffslager-Schäuble-Rampensau mutieren, frage ich mich?
    Jetzt aufgepasst zum “Weckruf MH-17”!

     
  2. @pecas am Your comment waits to be moderated. 18.07.2014 um 23:00 Uhr
    -Rhetorische Frage, kompliziert versteckt. Ich beantworte sie selbst: Niemals, selbstverständlich; denn genau dazu ist die Figur Angela Merkel da als deutsche Kanzlerin: dass die mittelalterlich gebliebene, ihrer jeweiligen Top-Institution (d. i. die Exekutive des Kanzleramts, in persona die Führerfigur des Kanzlers bzw. der Kanzlerin) gegenüber garantiert treudoof – um nicht zu sagen religiös – ergebene Bevölkerung Deutschlands so lange nicht mitbekommt, was wirklich läuft, bis es zu spät ist.
    Bis die Maschine der dann nicht mehr zu stoppenden Kriegsbeteiligung Deutschlands auf der Seite des aggressiven, ins Barbarische zurückgefallenen Imperiums angelaufen ist.
    Kostet ja schließlich auch was, so eine Maschine; und wenn man das den Deutschen sagte…

     
  3. Stand der Dinge (vor allem – wer hätte den Nutzen und die Möglichkeit) auch in der heutigen Ausgabe der jungen Welt – eine Eimschätzung von Rainer Rupp.

     
  4. bröcki, was ist mit der Geschichte, dass das Alu der Flugzeuge von 9/11 geschmolzen ist, dann mit Wasser in berührung kam und deswegen explodierte?

    ist dir klar, dass man das mittlerweile als den Grund für den Zusammenbruch der Türme erkannt hat?

    warum schreibst du immer Blöddsin zu aktuellen Themen, wenn man jetzt doch viel mehr über vergangegen Dinge erfährt?

    laber nicht wieder irgendeinen Blödsinn, den du in der Bild Kommentaren gefunden hast.

    erkläre lieber was du zu der Flüssig-Alu Theorie denkst.

    und klar. Es war die NSA. Die haben was gegen die Fluglinie… ist eine sogenannte Cross-Over-Verschwörung. Ganz was feines 😉

     
  5. bröckers, sie irren sich gewaltig.

    Der aus Moskau stammende Rebellenführer Igor Strelkow meldete wenige Minuten nach dem Unglück auf seiner Seite im sozialen Netzwerk „VKontakte“ (russisches Facebook-Pendant), dass seine Leute eine ukrainische Militärmaschine abgeschossen hätten. Als Uhrzeit gab er an: „5.16 p.m“. Der Eintrag wurde inzwischen gelöscht.

    „Oberst Igor Strelkow“ ist kein Unbekannter: Sein echter Name lautet Oberst Igor Girkin (43, Passnummer: 4506460961), er stammt aus Moskau, war Oberst der russischen Armee, Mitarbeiter des russischen Militärgeheimdiensts und einer der ersten Kämpfer auf der Halbinsel Krim, als deren Besatzung begann – und befehligte bis vor wenigen Tagen die Rebellenhochburg Slawjansk.

    Auch russische Staatsmedien berichteten über den erfolgreichen Abschuss einer ukrainischen Militär-Transportmaschine vom Typ Antonow AN-26. Die Nachrichtenagentur RIA Novosti meldete unter Verweis auf die Rebellen zunächst den Abschuss einer ukrainischen Transportmaschine auf ihrer Internetseite. Ort und Zeit: 18 Uhr Moskauer Zeit (17 Uhr ukrainische Zeit, 16 Uhr MEZ) im ost-ukrainischen Tores.

    Dazu wurden Bilder und Videos von der angeblichen Absturzstelle der Antonow publiziert: Sie zeigen genau die Stelle und genau die Rauchsäule, die später als Absturzstelle von MH-17 um die Welt ging – die Zeit- und Ortsangaben stimmen mit dem Absturz der Malaysian Air-Maschine überein.

     
  6. Gernot, der vK-Account Strelkov_info wird von Unterstützern betrieben, die Informationen von Strelkov aber auch anderen sowie eigene Beobachtungen dort posten. Strelkov selber veröffentlicht nur in einem obskuren nicht öffentlichen Forum. Der Eintrag in Frage kam nicht von ihm sondern beruhte auf Berichten von Augenzeugen in ebendiesem Forum, die auch die Photos geschossen haben, und dazugehörigen Vermutungen/Annahmen. Kann man jetzt auch dort nachlesen.

     

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