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Dec, 2014

Das Scharfschützenmassaker

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“Der kanadisch-ukrainische Politikwissenschaftler Ivan Katchanovski von der Universität Ottawa hat das Kiewer Blutbad des 20. Februar in Eigenregie untersucht. Akribisch wertete er monatelang Zeugenaussagen, Filmmaterial und Funkübertragungen aus, um den Massenmord im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt zu rekonstruieren. Katchanovski belegt, dass auch Oppositionskräfte Scharfschützen einsetzten. Dabei nahmen die Maidan-Schützen nicht nur Polizisten, sondern auch die eigenen Leute und Journalisten unter Feuer. Die Spur führt zum Rechten Sektor.” – In einem unbedingt lesenswerten Artikel har Stefan Korinth auf Telepolis die Arbeit von Prof. Katchanovski vorgestellt,  mit der erstmals Licht in das Dunkel des  bis heute unaufgeklärten Massenmord auf dem Maidan kommt, der den entscheidenden “Kick” für den Machtwechsel in Kiew besorgte:

“Für Katchanovski legen die Beweise nahe, dass “rechtsradikale Maidanelemente” das Massaker organisiert haben: Gefeuert wurde während des Tages konstant aus dem alten und neuen Hauptquartier des Rechten Sektors (Gewerkschaftshaus und Hauptpost) sowie aus dem Quartier einer Spezialkampftruppe mit Kriegserfahrung (Musik-Konservatorium), die kurz zuvor unter Beteiligung des Rechten Sektors aufgestellt wurde. Besonders auffällig sei, dass der Rechte Sektor beim Scharfschützenmassaker nicht zu sehen war, betont Katchanovski. Die Truppe die sonst bei jeder Auseinandersetzung mit der Polizei an vorderster Front stand, war nun stundenlang untergetaucht. Dies sein ein starker indirekter Beweis – frei nach Sherlock Holmes “der Hund, der nicht bellte”, schreibt der Politikwissenschaftler.”

Dies untersützt die These, die wird auch schon in unserem Buch aufgestellt hatten: dass schon die Logik dagegen spricht,  die Auftraggeber dieser Tat  im Lager des noch amtierenden Präsidenten Janukowitsch zu suchen – der einen Tag zuvor nach langen Verhandlungen mit Steinmeier und weiteren EU-Ministern den Vertrag über seinen Rücktritt und Neuwahlen gemacht hatte – sondern eher bei denen, die kein Interesse an einem solchen friedlichen Übergang hatten. Und auch nicht an dem Verhandlungsweg, den Steinmeier und die Europäer eingeschlagen hatten oder, wie sich die US-Chediplomatin Nuhland ausgesrückt hatte: “Fuck EU!” Das Massaker war das blutige Ausrufezeichen hinter dieser Aussage.

Auch wenn die Indizien, die Katchanovski zusammengetragen hat, klar in die Richtung des “Rechten Sektors” deuten – und damit auch in Richtung der CIA, die rechte Maidansöldner u.a. in Polen trainiert hatte – sind die konkreten Auftraggeber und die Schützen bis heute unbekannt. Und werden es woll auch bleiben, den eine ordentliche staatsanwaltliche Ermittlung ist von dem amtierenden Regime in der Ukraine nicht zu erwarten – der Generalstaatsanwalt Oleg Machnizki stammt aus der rechtsradikalen “Swoboda”-Partei und der neue Polizeichef von Kiew war Vizekommandant des faschistischen Azov-Batallions. Solange aber dieses Massaker ungeklärt bleibt, solange bleiben die Vorgänge in der Ukraine unverständlich, denn dies war der Auslöser all dessen was folgte – des gewaltsamen und verfassungswidrigen Regierungssturzes in Kiew, der gewaltlosen (aber ebenfalls verfassungswidrigen) Sezession der Krim und des Bürgerkriegs in der Ostukraine.

Kommentare

5 Kommentare zu “Das Scharfschützenmassaker”

  1. Berndchen am 15.12.2014 um 03:52 Uhr 

    Der Wissenschaftler bestätigt, dass die schon immer gehegte Verschwörungstheorie betreffs Maidan eine Verschwörungspraxis ist. Aber die Aussage “Katchanowski belegt, dass auch Oppositionskräfte Scharfschützen einsetzten” irritiert. Wieso “auch”?
    Fragt sich: Wer noch?

     
  2. Berndchen am 15.12.2014 um 08:14 Uhr 

    OT – und das auf nüchternen Magen:
    Geiselnahme in Sydney! Mann mit Bart, schwarzem Rucksack, Allahu-Snackbar-Fahne. Polizei im Großeinsatz. Regierungssprecher beruhigt: Alles im Griff, keine Panik, Leute!
    Ich warte auf die Meldung: Bartmann ist polizeibekannter Verdächtiger…
    (:-) Meine Indizienkette lautet derweil: Tatort Cafe “Lindt”–>”Lindt”? Schokolade!–>Poroschenko!–>Ukraine–>Prorussen–>Putin!!! :-))

     
  3. gabor am 15.12.2014 um 20:27 Uhr 

    “Solange aber dieses Massaker ungeklärt bleibt, solange bleiben die Vorgänge in der Ukraine unverständlich”…dann haben wir also Dein Buch
    “Wir sind die Guten” für UMSONST gekauft ???..LoL

    OK…Maidan-Massaker ungeklärt…dafür sind an anderen Fronten die Tatbestände eindeutig:

    1.
    NPD, AfD und Linke bestehen nur aus V-Leuten
    http://www.welt.de/debatte/kolumnen/zippert_zappt/article134919756/NPD-AfD-und-Linke-bestehen-nur-aus-V-Leuten.html

    2.
    Islam-Extremisten bestehen nur aus bezahlten
    Söldnern und “Voice 2 Skull”-Armleuchtern
    Methods and Systems of Altering Consciousness
    http://www.surveillanceissues.com

    3.
    British Royal Family “House of Lords”
    Brüssel EU-Top-Leute bestehen nur aus Pädophilen und Satanisten
    http://www.welt.de/vermischtes/article134755777/Sex-Luegen-MI5-und-200-vermisste-Kinder.html
    http://www.youtube.com/watch?v=l9XzsKLnrAI

    4.
    Unser Finanzsystem besteht nur aus “Währungen”
    nicht aus Geld und somit wäre der US-Dollar als Raubzugsvehikel in Bälde am Ende
    http://www.youtube.com/watch?v=OgNb83Y0CoY

    1.-4. hängt natürlich alles INTIM zusammen.
    Schon erstaunlich wie weit der Arm vom
    KGB-Putin reicht 🙂

     
  4. roc am 15.12.2014 um 22:00 Uhr 

    @Berndchen am 15.12.2014 um 08:14 Uhr

    Sowas kann doch nur der Putin in die Welt setzen, oder ? 🙂

    Der Finanzier der Snowden-Plattform Intercept
    https://firstlook.org/theintercept
    war Mitfinanzier des Ukraine Umsturzes
    http://pando.com/2014/02/28/pierre-omidyar-co-funded-ukraine-revolution-groups-with-us-government-documents-show/

    Im Klartext :
    Dieselbe Person die einen Exklusiv-Zugang zu Snowdens NSA-Material vorgibt, war mit der US-Regierung und den regierungsnahen NGOs am Sturz des gewählten Ukraine Präsidenten beteiligt.

    Frage:
    In welcher Scheißwelt leben wie eigentlich ?

     
  5. Berndchen am 16.12.2014 um 11:20 Uhr 

    Berndchen@Berndchen am 15.12.2014 um 08:14 Uhr:

    Bingo! Sag ich’s doch.
    Bereits am Mittag desselben Tages wurde getrötet: Geiselnehmer ist Einzeltäter mit langer Gewaltkarriere und als geistig verwirrt polizeibekannt.
    Islamist sowieso, diesmal aus dem Iran, damit der nicht ganz in Vergessenheit gerät.
    Tatort rein zufällig gegenüber Kamerastandort.
    Ganz Sydney im Ausnahmezustand…Täter erschossen.
    Übung beendet. Maßnahmen werden ergriffen/verschärft.
    Weiterschlafen!

     

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