Von lümmelnden Senatoren und anderen Schlampigkeiten

WSDG-Cover2Die Rezensentin Elisabeth Binder widmet unserem Buch aktuell einen flott geschriebenen Verriss. “Wir sind die Guten” sei “ein journalistisches Projekt, das an seinem Ehrgeiz scheitert”. Zwar lese es sich “sehr flüssig und kurzweilig”, doch das wiege die Fehler nicht auf. So wird bemängelt, das Buch enthalte “relativ wenig Hintergrundmaterial” und insbesondere zu wenige Fußnoten, mit deren Hilfe der Leser sich tiefer mit der komplexen Materie vertraut machen könne. Nun haben die Autoren diesbezüglich noch einmal den Anhang ihres Werkes studiert und finden dort auf 10 Seiten ausgebreitet insgesamt 127 Verweise auf weiterführende Literatur und verwendete Quellen – für die Rezensentin offenbar bei weitem nicht genug Lesestoff.

Zum Inhalt heißt es, dass zwar unsere Medienkritik berechtigt sei, aber, großer Minuspunkt an die Autoren: “Allerdings verlassen sie sich auch hier hauptsächlich auf die Forschungsergebnisse anderer als auf eigene Recherchen.” Das ist natürlich ein großer Makel. Wo kämen wir denn da hin, wenn Journalisten bei Ihrer Medienkritik vor allem die Forschungsergebnisse von anderen Medienwissenschaftlern zitieren – und nicht erst einmal selbst Jahre lang forschen? Wahrlich skandalös.

Kollege Paul Schreyer nimmt diesen “Skandal” auf unserer Webseite zum Buch genauer unter die Lupe.

3 Comments

  1. Klingt fast auch nach einer falsch genutzten Argumentationsvorlage, stell ich mir so vor:

    [x] war wann vor Ort?
    [x] Quelle?
    [x] Stärke = Schwäche
    [x] Rechtschreibung?
    [x] …

    😉

    Ist halt das Problem mit Leuten die auf Argumentationsvorlagen angewiesen sind, da das in der Regel eine Denkschwäche vorraussetzt, erwischen Sie dann die falsche und können das oder sich daraus ergebende Widersprüche nicht erkennen, bzw schämen sich nicht dafür, weil sie denken daß die Beschämung nicht auffällt.

    Das gilt in solchen Fällen natürlich auch für Selbstausgedachtes oder aus der Luft aufgegriffenes.

    Es gibt ja auch Leute die glauben eine Rezension ist nur fundiert wenn sie auch mindestens zur Hälfte Kritikpunkte enthält, insofern -kenn die Autorin nicht- kann auch sowas die schliche Ursache sein – “es muss nicht immer Absicht dahinter stecken wo Mittelmaß draufsteht”, sagt man ja.

    Aber weder Buch noch Kritik habe ich gelesen.. vielleicht geht mein Kommentar genauso ins Leere.

     

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