18
Jan, 2016

Wahnsinn mit Methode

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nato_logo_nord_atlantische_terror_organisation_qpressDas “Council On Foreign Relations” (CFR), eine Denkfabrik, der man wahrlich keinen Anti-Amerikanismus nachsagen kann, hat neue Zahlen zum “Great War On Terror”(GWOT) veröffentlicht. Danach haben die USA im Jahr 2015 mehr als  23.000 Bomben über sechs muslimischen Ländern abgeworfen, davon allein 22.100 über Syrien und Irak. Während das Pentagon behauptet, dabei seien 25.000 IS-Kämpfer  getötet worden, gehen CIA und CFR, die ihre Zahl 2014 auf 30.000 schätzten, dass sie nach wie vor etwa 30.000 beträgt: “To summarize the anti-Islamic State bombing calculus: 30,000 – 25,000 = 30,000.”

Womit wir die in diesem Blog seit je und bis zum Gähnen wiederholte Feststellung (“Verschwörungstheorie!”) , dass Krieg gegen den Terror diesen nicht verhindert, sondern produziert und eben deshalb geführt wird, einmal mehr und live in action erleben. Er ist für den “militärisch-industriellen Komplex”, vor dem Präsident Eisenhower in seiner Abschiedsrede 1961 so eindringlich warnte, eine geradezu perfektes Perpetuum Mobile:  ein ungewinnbarer Krieg ohne definiertes Ziel und ohne Exit-Strategie, der seine Ursache immer wieder selbst erzeugt und sich so die nötige Energie – ein nie versiegendes Budget – verschafft. Als Generator dieser Energie fungieren Furcht und Schrecken der Bevölkerung, weshalb dem  Geheimdienst,- und Kriegsapparat noch eine “Kirche der Angst” zugeordnet ist, ein Medienapparat, der den Schrecken des Terrors multimedial inszeniert und die Alternativlosigkeit des “Kriegs gegen Terror” predigt.

Und so kommt es, dass der Wahnsinn von 23.000 Bomben auf sechs Länder, von denen keines die Vereinigten Staaten oder die Nato in irgendeiner Weise angegriffen hat, diesem Medienapparat allenfalls eine Kurzmeldung wert ist – und nicht, wie es sich für einen derart mörderischen Wahnsinn gehörte, wochenlang Schlagzeilen. Zumal die Folgen dieses Wahns nicht nur irgendwo weit weit weg zu spüren sind, sondern ihre Opfer bis nach Deutschland flüchten. Was zu Problemen führt, die landauf landab heiß debattiert werden – wohingegen die Ursachen und Auslöser dieser Probleme kein Thema sind. Sonst müßte dieser Bombenterror, an dem sich jetzt auch noch die Bundeswehr beteiligt, in die Hauptnachrichten, “Brennpunkte”, “Bild”-Titelseiten. Tut er aber nicht. Womit wir noch ein anderes Phänomen einmal mehr live und in action erleben: unsere Lückenpresse.

Kommentare

3 Kommentare zu “Wahnsinn mit Methode”

  1. Stefan Miller am 19.01.2016 um 08:33 Uhr 

    da diese Zahlen aus “offiziellen” Quellen kommen, halte ich sie für frei erfunden. Würde die “Elite” tatsächlich andere Länder dermaßen bombardieren, dann würde sie damit nicht prahlen. Alles aus den Medien wird über uns absichtlich ergossen und es ist alles gelogen. Sämtliche Nachrichten werden für uns inszeniert mit der Absicht uns mit Ängsten zu füllen und uns von der Wirklichkeit abzulenken. Ich glaube, daß Länder wie Syrien oder Lebanon längst schon menschenleer sind. Die Menschen aus diesen Ländern wurden in den letzten Jahrzehnten über die ganze westliche Welt verteilt. Selbst der Begriff “dritte Welt” wurde nur zu diesem Zweck erfunden, um die ganze Menscheit in der “ersten” Welt zu sammeln. Das scheint jetzt erfolgt zu sein. Ich halte alle Nachrichten, alle Informationen aus den Medien, sowohl aus dem Mainstream als auch aus der kontrollierten Opposition, die in Form von pseudokritischen Blogs letzten Endes nur bestätigt, was der Mainstream uns vorspielt, für inszeniert und frei erfunden. Nachrichten sind für mich eine Art Monty Python Flying Circus.

     
  2. Stefan am 19.01.2016 um 13:02 Uhr 

    Der Zulauf zu den Islamistenorganisationen kommt auch daher, weil sie in den angegriffenen Ländern, die durch die USA ins totale Chaos gestürzt werden, eine Art grundlegender Ordnung wiederherstellen. Während die örtlichen Spießgesellen der USA meist Warlords und kriminell-korrupte Verbrecherbanden sind, kümmern sich die “Terrororganisationen” um eine Art sozialer Grundversorgung und ein gewisses “Rechtssystem”. Wer sich an deren (freilich extremistische) Regeln hält, kann also wenigstens eine gewisse Existenzsicherung erhalten.

    Aus der Perspektive der betroffenen Bevölkerungen auch in Ländern wie Jemen und Somalia sind die Terroristen das US-Militär und deren gekaufte einheimische Marodeure. Sehr aufschlussreich ist in dieser Hinsicht das Buch “dirty wars” von Jeremy Scahill https://de.wikipedia.org/wiki/Jeremy_Scahill

    In unserer Blödpresse wird man diese Zusammenhänge nicht lesen, da fallen die Terroristen vom Himmel oder werden in Höhlen erschaffen wie die Orks.

    Die USA sind ein Imperium des Chaos’. Weil ihr System an der eigenen Gier zerbricht, müssen sie auf der ganzen Welt (nicht nur in Nahost) Unfrieden und Zerrüttung herbeiführen, dann wirken sie relativ zu allen anderen stabil.

     
  3. michael snoek am 21.01.2016 um 17:01 Uhr 

    ….na das ist doch mal ein vorgang, wo eine ‘obergrenze'[z.b. 23.100] sinnvoll festgesetzt werden sollte und die ganze diskussion ueber fluechtlingsobergrenzen einen neuen antrieb und ein erreichbares ziel vor augen haette. obergrenze bomben erreicht = fluechtlingsstrom nimmt ab und kommt zum erliegen.
    die us/uk waffenindustrie koennte dann in ruhe ein neues land aussuchen und den ganzen zyklus von neuem beginnen……..

     

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