9/11 ist der Lackmustest

Aufgrund eines Todesfalls in der Familie habe ich an der Veranstaltung im “Babylon” nicht teilgenommen und – aufgrund des ganzen Hickhacks darum und der schlußendlichen Nichteilnahme des Preisträgers – wohl auch nichts versäumt. An meiner Laudatio auf Ken Jebsen und KenFM hat sich trotz der unrühmlichen Begleitumstände aber nichts geändert – sie ist heute auf Rubikon erschienen.

Update: Hier das Video der Lesung bei der Preisverleihung

 

11 Comments

  1. Da gibt es noch ein paar Lackmustests:
    – “3.Generation” der RAF,
    – Oktoberfest-Attentat,
    – Kennedy-Mord,
    -“NSU-Komplex.

    Jemand, der diese Fälle für ordnungsgemäß ausermittelt hält, ist für mich unwählbar.

  2. Mathias Broeckers, das ist der beste Text (also der auf Rubikon), den ich als Vielleser seit Monaten im Netz gefunden habe. Vielleicht sogar der beste in diesem Jahr. Und nicht einfach deswegen, weil ich mit dem Inhalt übereinstimme. Das ist mehr als gutes Schreib-Handwerk …

  3. Lieber Herr Bröckers,
    Einspruch Euer Ehren!
    Hier haben Sie unrecht und tun den Organisatoren der Preisverleihung unrecht. Mir sind nicht alle Einzelheiten der Vorkommnisse hinter den Kulissen bekannt, aber ich war dort auf der
    Kundgebung, sowohl draußen (nur bis Viertel nach 5, um noch einen Platz drinnen zu bekommen, und habe deswegen Ken Jebsen leider gar nicht erlebt), als auch im Kinosaal, der sich langsam aber sicher ganz ordentlich füllte. Trotz der vorausgegangenen, mir in diesem Augenblick völlig unbekannten Querelen behielten die Moderatoren Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann die Nerven und den Überblick , und die Veranstaltung nahm ihren eigenermaßen geordneten Verlauf. Selbst die Einlassung des Kino-Leiters Grossmann am Anfang , bei der er Gilad Atzmon Hausverbot erteilte, führte zu keiner nennenswerten Störung.
    Gabriele Ganser sandte per Internet und auf Großleinwand projiziert, ein Grußwort auf seine wohlbekannte sympatische Art. Ulrich Mies war toll in seiner Kabarettrolle und als Co-Moderator, Evelyn Hecht-Galinski hielt eine erwartungsgemäß lange Rede, kam aber glücklicherweise hin und wieder auf das eigentliche Thema des Abends , nämlich die Preisverleihung, zurück. Der Vorsitzende des Freidenker-Bundes Klaus Hartmann stellte klar, welche die fake news in Wirklichkeit sind, wobei der feine Humor nicht zu kurz kam, und Gilad Atzmon tauchte plötzlich und offenbar verbotenerweise auf und hielt eine kurze, aber unbedingt eindrückliche Rede zum Vorwurf des Antisemitismus und der Notwendigkeit eines kritischen Journalismus auf englisch. Danach gab er noch ein phantastisches Solo auf seiner Klarinette zum besten.
    Aber der Höhepunkt des Abends war, und da bin ich mir mit anderen Anwesenden einig, war Ihre Laudatio, lieber Herr Bröckers. Das war (ist) ein ganz großer Text! (Er wurde zum Glück sehr gut vorgetragen) Meine ganz herzliche Gratulation! Insofern, schade, dass Ken Jepsen nicht dabei war. Ich habe nicht alle Auftritte dieser dreistündigen Veranstaltung aufgeführt, aber wichtig ist mir, noch die solidarische und optimistische Stimmung unter den Teilnehmern aller Altersstufen zu erwähnen.
    Auch Ihnen hätte die Veranstaltung gefallen.
    (Aber Ihre Entscheidung ist auf jeden Fall zu respektieren. Unser tiefempfundenes Beileid möchten wir, meine Familie und ich, Ihnen ausdrücken)
    Wir wünschen Ihnen weiterhin Mut und Zuversicht für die Zukunft.
    Constanza

  4. was mich stört: es gibt zu viele querfrontler unter den jebsen-apologeten, vulgo: leute, die sowohl ihn, als auch compact lesen. gewiss, broeckers ist keiner davon. dennoch ist mir die herzlichkeit noch in guter erinnerung, mit der sich jebsen und elässer auf einem halben dutzend compact(!)-veranstaltungen auf der bühne gegenseitig die bälle zuspielten. zu dem zeitpunkt war bereits klar, dass elsässer die ideologische nachfolge mahlers und mechtersheimers antreten wollte. es gab damals bereits den elsässer-satz “beate zschäpe, ich finde Sie sympathisch”. ich hatte jebsen damals damit konfrontiert, doch er reagierte nicht.

    1. “jebsen-apologeten”

      Auch ich stimme – bei weitem – nicht immer mit den Herren Jebsen und Bröckers überein, aber das sind mal zwei Kollegen, die eine ganz klare Linie bezüglich Krieg & Frieden haben.

      Ein provozierender Deutschtum-Demagoge wie Elsässer mit seiner schwarz-rot-weißen Publikation ist da ganz klar eine andere Schiene. Wer da Verbindungen sieht, hat vermutlich einen Grund, zum Augenarzt zu gehen.

  5. Ich habe lange nicht mehr so ein fabelhaftes Stück Journalismus gelesen, allergrößten Respekt!

  6. Was war da los? Worum ging es? Hat da ein Druiden-Orden getagt und etwas ging schief? Reichsbürger auch?

    Viele Grüße aus Washington,
    M.N.

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