Früher gab es für Filme mal das Prädikat “Besonders wertvoll” – und eben dieses würde ich auch dem 3-stündigen Gespräch mit Oskar Lafontaine vergeben. Wer die Geschichte Deutschlands seit dem 2. Weltkrieg kennenlernen und eines der seltenen Exemplare eines aufrechten, klugen und ehrlichen Politikers erleben möchte, sollte sich das anhören. Wir vergeben hiermit jedenfalls schon Mal einen Oscar für Oskar…
Warum ich einen absoluten Hass auf Politiker (nicht so Leute wie Lafontaine) habe:
“och… da ist halt der Vater tot. Ich hab einen großen Reibach gemacht. Ich hab Rheinmetallaktien”.
Für was für ein Leid Politiker verantwortlich sind. Ich kenne N I E M A N D E N, der so abartig ist, wie Politiker.
An der Stelle möchte ich Lafontaine auch ein bißchen widersprechen. Warum ein bißchen? Im Großen und Ganzen stimme ich ihm zu, sind wir völlig auf einer Linie. Es geht mir lediglich um ein paar Details… Ich halte die Kritik am Kapitalismus nicht für falsch und trotzdem nicht für zielführend.
Einerseits kann man vielleicht die Frage stellen: trägt der Kapitalismus wirklich den Krieg in sich, wie die Wolke den Regen? Das ist eigentlich eine sehr philosophische Frage. Dazu müsste man den Kapitalismus erst einmal genau definieren. Ich denke der Krieg ist eine logische Folge kapitalistischer Denkweisen aber ich denke nicht, dass er ihn automatisch insich trägt. Um es mal so zu formulieren: es gibt viele Länder, die sich sicher als kapitalistisch berzeichnen, aber nicht kriegerisch aktiv ist. Auch China sehe ich im Großen und Ganzen als kapitalistisch an, auch wenn sie das selber nicht so sehen mögen und es auch von außen anders bezeichnet wird.
Ich verstehe unter Kapitalismus vor allem ein hierarchisches Klassensystem: vereinfacht gesagt gibt es den Ausbeutenden und den Ausgebeuteten, der nicht frei über sein Leben entscheiden kann. An der Stelle ich man heute ein Stück weiter aber auch nur dem Anschein nach. Unser heutiger Kapitalismus funktioniert im Wesentlichen so, dass man den Menschen einredet, dass sie ein Schuld hätten, die sie abzuarbeiten hätten. Also man versucht es so aussehen zu lassen als würde der Mensch aus freien Stücken agieren. Zum Teil macht er das sicher auch, z.B. indem er sich seinen Beruf selber auswählt. Egal… man müsste hier sehr tief einsteigen. Fakt ist: es ist einerseits nicht alles schwarz-weiiß, also nicht alles negativ für die arbeitende Bevölkerung… man kann sich durchaus darin einrichten zu sagen “ich biete meine Arbeitskraft an und bekomme dafür eine gewisse Entlohnung, das ist der Deal”. Wie immer kommt es auf die Ausgestaltung an, um zu erfahren wie gerecht oder ungerecht das ist.
EINE Ungerechtigkeit ist aber IMMER, dass dem Besitzenden das Recht eingeräumt wird darüber zu bestimmen, was der Besitzlose machen soll.
So können Erben, die in ihrem Leben nie richtig gearbeitet haben sich darüber beschweren wie faul angeblich die Anderen sind, die nicht soviel haben wie sie. Und das wird gesellschaftlich akzeptiert. Genauso wird akzeptiert, dass Erben niemals arbeiten müssen und z.B. ihr Einkommen aus Immobilien oder anderweitig defacto leistungslos beziehen, während es nicht akzeptiert wird, wenn offiziell als arbeitslos bezeichneite Menschen das Gleiche für sich beanspruchen.
Evolutionsbedingt musste man IMMER arbeiten. Der Urmensch musste z.B. jagen gehen oder sonstwie Nahrung sammeln . Dann kam irgendwann irgendwer auf die Idee: “warum soll ich selber jagen gehen, wenn ich andere dazu bringen kann, diesen gefährlichen Job für mich zu erledigen?” Ich finde nicht ungerecht, dass man arbeiten muss, sondern ich finde ungerecht, dass es einige nicht müssen und das auch gesellschaftlich anerkannt ist, sowie dass die Masse soviel arbeiten muss, damit dieser kleine Kreis in Saus und Braus und noch darüber hinaus leben kann und dass dieses System so funktioniert: die einen dürfen Anderen auftragen, dass sie (für sie) arbeiten MÜSSEN, die anderen dürfen aber nicht sagen “ich will das nicht”. Die Frage ist also nicht ob man arbeiten will / soll oder nicht, sondern ob es gerecht ist, dies für den Reichtum Anderer zu machen.
Nun nutzt man die Evolution geschickt. Die Menschen haben im Großen und Ganzen verstanden, DASS sie arbeiten müssen (wobei auch schon in der Steinzeit galt, dass man die Schwächeren mit durchgefüttert hat). Die einzige Frage ist: für wen… Ging die Arbeitskraft damals beim Urmenschen im Wesentlichen für einen Selber und das der Liebsten (Kinder, ,Alte, Kranke, die Frau) drauf, geht sie heute überwiegend (?) für Andere drauf (den Kapitaleigner, den Arbeitgeber, dessen Aktionäre, den Vermieter, den Staat, der damit vielfach den Kapitaleigner bevorteilt (allg. gesellschaftliche Aufgaben, wie Finanzierung von Infrastruktur und zur Unterstützung Schwächerer meine ich damit nicht bzw. will ich diesbezüglich ausklammern). Also die Frage ist die, ob man Besitzender ist oder besitzlos (bzw. so wenig besitzend, dass ein ständiger Zufluss an Geld erforderlich ist).
Noch ein Gedanke: sehr viel läuft heute – wie gesagt – über Manipulation. Man redet den Menschen ein eine Schuld abtragen zu müssen, quasi von Geburt an bis zum Tod (“die Renten sind zu teuer, das können wir uns nicht leisten”). Darauf wird man bereits in der Schule konditioniert, um bloß nicht auf andere, gar “falsche” Gedanken zu kommen. Die Schule dient in meinen Augen in erster Linie dem Einpflanzen von Gehorsam. Es geht nicht darum die Kinder in ihren Fähigkeiten zu fördern oder sie wirklich auf das Leben vorzubereiten.
Das sehe ich als Kapitalismus an. Dass die Skrupellosigkeit andere Menschen wie auch immer für die eigenen Profite auszubeuten keinen so großen Schritt mehr braucht, um Menschen in Kriegen zu verheizen… ja… das ist im System veranlagt. Es ist aber kein Automatismus. Es gibt auch Menschen, die (mal mehr mal weniger) verantwortungsbewusst mit ihren – sagen wir mal – Privilegien umgehen. Einen Herr Trigema würde ich auch als Kapitalisten bezeichnen. Aber nicht automatisch würde er Krieg unterstützen, jedenfalls nicht aktiv. Es mag sein, dass es Situationen gibt, wo man auf Aufträge angewiesen ist, um das Überleben der eigenen Firma und damit auch der Belegschaft zu sichern, die man in Friedenszeiten niemals annehmen würde. Nimm Oskar Schindler. Der hat auch kapitalistische Züge gehabt, aber den Krieg und die Gewalt (zumindest gegen seine Schützlinge) abgelehnt. Er musste dafür mit dem System arbeiten. Das ist zumindest die (einzige) Option, die er gesehen hat und diese ist auch nachvollziehbar.
Was ist das Problem bei dieser Kapitalismuskritik? Dieses ist mMn vielfältig. Die Einen können damit nichts anfangen, weil sie sich im Kapitalismus eingerichtet haben. Für sie ist der Deal ok “ich geben meine Arbeitskraft (einem Besitzenden) und erhalte dafür etwas, womit ich meinen Lebensunterhalt bestreiten kann, vll. noch ein bißchen darüber hinaus, sodass man sich ein Häuschen, einen Urlaub, ein Auto etc. leisten kann”. Dann gibt es viele Kapitalisten, die man vielleicht als große Schweine bezeichnen kann (viele sind vll. auch gar nicht ganz so böse und legen noch ein gewisses Verantwortungsbewusstsein an den Tag), aber am Ende des Tages dann doch nicht für SOO große Schweine, dass sie Kriege befürworten würden.
Das heißt: das Argument, welches man vorträgt, muss auch auf fruchtbaren Boden stoßen. Das wäre das Erste.
Zum Zweiten bietet das, das nicht klare Benennen der Probleme, nämlich kriminelles Verhalten (egel, ob jemand Sozialist, Kommunist, Kapitalist oder was auch immer ist), wunderbare Ausweichmöglichkeiten für die “Kapitalisten”…. Sie wissen sehr wohl, dass viele Menschen die “Freiheiten”, die Popkultur etc., die ihnen der Kapitalismus (dem Anschein nach) bietet, zu schätzen wissen. Sie brauchen also nur die Geschichte erzählen, dass jene, die das kritisieren ihnen ihr schönes Leben, in dem sie sich so schön eingerichtet haben, wegnehmen wollen. Die Angst vorm Kommunismus war geboren. So hat es damals funktioniert, so funktioniert es wieder.
Drittens: diese Kritik kann zu Resignation führen. So sehr man den Kapitalismus verachten mag… viele Menschen werden sich sagen “wenn das so ist, wenn der Kapitalismus an allem schuld ist, das werden wir nicht ändern können”.
Ich finde von daher: man muss sich auf einen Nenner einigen, dem alle folgen können und dem sich auch niemand entziehen kann: das Strafrecht. Krieg muss als Verbrechen verstanden werden, egal welches ideologische Fundament dafür herhalten soll. Es muss den Eliten die Möglichkeit genommen werden Erzählungen zu verbreiten, die am Ende doch wieder Krieg möglich machen und sei es “sie wollen Dir Deinen Kapitalismus, Deine Art zu leben etc. nehmen, lasst uns Krieg gegen sie führen”. Krieg muss ganz GRUNDSÄTZLICH als Straftat gewertet werden, egal welche Erzählung. Die einzigst zulässige Erzählung, ist die der Verteidigung. Klar nutzen die Kapitalisten auch das für sich in manipulativer Art und Weise. Aber auch da kann man ihnen den Stecker ziehen, z.B. indem sie Nachweise liefern müssen, indem über Zusammenhänge und Machenschaften aufgeklärt wird. Und es muss so sein, dass wenn einem falsche Tatsachen erzählt werden (“Russland hat die Ukraine angegriffen”, obwohl das nicht stimmt; der Angriff erfolgte vorher, 2014 vom Westen mittels Putsch, wodurch die Ukraine dann in einen Krieg gezwungen wurde), dies das Strafmaß vergrößern muss. Beispiel “weapons of mass destruction”, Brutkastenlüge, “Faßbomben”, Golf von Tonkin, die über Jugoslawien verbreitete KZ-Lüge durch Scharping uvm.
Einer anderen Aussage von Lafontaine möchte ich ebenfalls widersprechen: auch hier… am Ende hat er natürlich recht… die Menschen wollen keinen Krieg… ABER: sie werden vielfach dazu gebracht Krieg zu wollen, durch Hass, Rassismus, Lügen, Vorurteile etc. Das ist auch ein Problem, welches man nicht aus den Augen verlieren darf, auch wenn auch dort die größere Schuld bei jenen liegt, die diese Mechanismen sehr genau verstehen, also wissen wie sie das Volk aufwiegeln und aufhetzen müssen, damit es nach Krieg schreit. Ja… auch die Dummheit vieler Menschen, die das durchsichtige Spiel nicht durchschauen, ist ein Problem. Es sind nicht NUR “die da oben” an allem schuld. Sie mögen die Hauptschuld tragen, aber es ist auch die Eigenverantwortlichkeit der Menschen diesen Verrückten eben NICHT zu folgen.
Aber so Manches, was der Ben so vom Stapel lässt ist schon harter Tobak. Zunächst mal, dass er Lafontaine in Frage zu stellen versucht, was den Einfluss der Politik durch Lobbyisten angeht. Allein schon das Verhalten von Friedrich Merz, wie es auch Lafontaine darlegt, lässt keinen anderen Schluss zu und sollte zu strafrechtlichen Ermittlungen führen. Immerhin werden hier jede Menge (Millionen) Ukrainer geopfert für ganz andere Interessen, als das offizielle Narrativ darzustellen versucht. Zudem muss man wissen, dass Leute auch Dinge tun, von denen sie GLAUBEN, dass sie in gewissen Kreisen auf Anklang stoßen und sie sich dadurch einen Vorteil erhoffen.
Ein Beispiel: ein einstiger Freund von mir hat versucht Lohndumping zu betreiben, weil er sich so erhofft hat karrieretechnisch Fortschritte bei seinem Arbeitgeber zu machen. Das hat er mir so auch gesagt (“ja, das muss man so machen, sonst kommt man beruflich nicht weiter”). Das heißt: es gibt Menschen, die sehr schmutzige Dinge tun, nicht weil sie direkt damit so beauftragt werden, sondern weil sie davon ausgehen, dass ihre Gönner ihnen das positiv anzurechnen wissen.
Das, die Korruption und die Durchseuchung des gesamten Systems mit transatlantischen Thinktanks und Karriereschmieden (ohne dabei mitzumachen, ist eine Karriere fast nicht mehr möglich, vor allem in der Politik nicht), ist ein ganz wesentlicher Punkt, warum Deutschland und Europa den Bach runter geht.
Dann schaut man sich noch den 2. Wk an, wer da die Finanziers und Strippenzieher waren (siehe die Geschichte der Bank für internationalen Zahlungsausgleich), dann weiß man, was hier gespielt wird. Eigentlich müsste es genau für so etwas eine vll. auch geheimdienstliche Gefahrenabwehr geben, nämlich gegen transatlantische Einflussnahme.
Zu guter Letzt…da erzählt er doch glatt die MainstreamPropaganda, dass sich die Russen bewaffnet und maskiert die Krim geholt hätten. Lafontaine reagiert darauf leider nicht richtig. Erstens: die Erzählung ist eine Lüge, zweitens: die Russen waren schon da, die mussten überhaupt gar nicht anreisen. Drittens: wer nicht glaubt, dass das eine Lüge ist, der soll gefälligst ein neues, international beobachtetes Referendum einfordern (übrigens war das damals mW auch internationaler Beobachtung offen; der Westen hat das aber boykottiert, weil es ihm gar nicht um den freien Willen der Menschen dort geht, sondern einzig und allein um seine eigenen geostrategischen Interessen, weswegen er auch nie anstatt nur Vorwürfe zu erheben und eine Aussage gegen Aussage Situation zu erschaffen pragmatische Lösungsvorschläge, wie eben z.B. ein erneutes international beobachtetes Referendum durchzuführen, gemacht hat) oder meinetwegen auch eine unabhängige, also nichtwestliche Untersuchung.
Das ist echt unglaublich… da denkt man der Ben ist nicht der Dümmste von allen, aber da fällt er leider auf einen ganz dicken Brocken herein.
“Ich verstehe unter Kapitalismus vor allem ein hierarchisches Klassensystem: vereinfacht gesagt gibt es den Ausbeutenden und den Ausgebeuteten, der nicht frei über sein Leben entscheiden kann.”
Ja, aber das ist dann nicht mehr Kapitalismus, sondern Kapitalismus durch die vulgärmarxistische Brille gesehen. Man sollte nicht die Landkarte mit dem Gelände verwechseln.
Vulgär ist Vieles… am Ehesten Dein substanzloser Kommentar.
Ein langes, aber sehr interessantes Gespräch. Wie oben schon erwähnt konnte Lafontaine leider nicht korrekt auf die von Ben aufgestellten Mainstreamthesen der russischen grünen Männchen auf der Krim antworten. Obwohl er doch J. Bauds Bücher und Texte empfahl. Da könnte er es noch einmal genauer nachlesen. Ansonsten ein tolles Gespräch, v.a. von Seiten Lafontaines. Ben ließ doch oft durchscheinen wie libertär er doch in seinem Denken geprägt ist. Wenn ich schon von Mangos rede und immer wieder eine Wirtschaft eines Staates dabei anführe, der seit über 30 Jahren nicht mehr existiert, dann sollte ich das erstens dabei berücksichtigen, zweitens auch erwähnen, dass es auch im so tollen westlichen Kapitalismus vor 40 Jahren solche Früchte für den einfachen Arbeiter nicht gab, von der Ausbeutung im globalen Süden möchte ich gar nicht erst beginnen…
Trotzdem danke für dieses Gespräch.
Leider hat Lafontaine einen großen politischen Fehler in seiner Laufbahn gemacht und das war, auch auf Druck der öffentlichen Meinung, Schröder damals die Kanzlerkandidatur zu über lassen!
Wie sehr manche dem Krieg entgegen fiebern, zeigt sich in einem Artikel von t-online.
Der überraschende Besuch von CIA-Direktor John Ratcliff am 25. August in Moskau weckt allerlei Spekulationen, weil offiziell von Amis und Russen kein Klartext kommt.
Florian Harms grüßt uns zum heutigen Tagesanbruch auf t-online (erwartungsfroh?) mit den Worten: “Der Ernstfall ist da”
Recherchen des “Wall Street Journal” zufolge habe Ratcliffe die russische Staatsspitze davor gewarnt, Nato-Staaten anzugreifen. Dies sei eine unübersehbare historische Parallele: “Der letzte Moskau-Besuch eines CIA-Direktors vor Ratcliffe war jener von William Burns im November 2021. Damals warnte Washington den Kreml vor einem Angriff auf die Ukraine. Drei Monate später befahl Putin die Vollinvasion.”
Dass Putin Ende 2021 dringend verhandeln wollte, der Westen ihn aber schon mit diesem Wunsch aber abblitzen ließ (nicht erst inhaltlich) und Victoria Nuland fieberte, dass man Putin in die Rolle des Aggressors drängen müsse, ist Harms vermutlich entgangen. Ebenso, dass die Kollegen von n-tv letzte Nacht berichteten, was Trump anstelle eines abgelehnten Kommentars zur Ratcliffe-Reise lediglich sagte: “Sie werden nicht angreifen”.
Laut n-tv hatte Trump bereits vorgestern “erklärt, dass Ratcliffes Reise nichts mit russischen Drohungen gegen Nato-Staaten zu tun gehabt habe. Er deutete stattdessen an, dass der Besuch im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine stand.”
Harms macht auch einen Ukraine-Bezug – nach Bellizisten-Art:
“Der Angriff auf die Ukraine war kein Ausrutscher, sondern entsprach Putins zynischer Methode: Gewalt als Außenpolitik, Terror gegen Zivilisten als Verhandlungsstrategie, Erschöpfung des Gegners als Kriegsziel.”
Und verbindet dies mit einem Lamento über fehlende westliche Entschlossenheit.
n-tv berichtet auch über Spekulationen in US-Medien – aber über verschiedene und ohne sich wie Harms gleich eine Lieblings-Variante zu eigen zu machen.
Der “New York Times” zufolge sollte Ratcliffe “die Russen dazu zu drängen, eine Einigung zu erzielen, bevor sich ihre militärische und wirtschaftliche Lage weiter verschlechtert”.
– Die USA gehen demnach davon aus, dass Kremlchef Wladimir Putin nur geschönte Lageberichte von der Front erreichen und er über kein realistisches Bild der Lage verfüge, schlussfolgert n-tv. (Ohne zu ergänzen, dass das wohl arg viel Fürsorge des Egomanen Trump für den – vermeintlich angeschlagenen? – Kollegen Putin wäre.)
In diesem letzten Punkt ist sogar Harms etwas hellsichtiger:
“Aus der Sicht westlicher Regierungschefs könnte der Zeitpunkt dieser Eskalation kaum heikler sein: Nach Waffenlieferungen an die Ukraine und dem Kriegszug gegen den Iran sind die amerikanischen Munitionsbestände geschrumpft. Auch das könnte in Putins Kalkül einfließen.”
… obwohl kompromisslose westliche Härte nach Harms-Art das Munitions-Problem auf die Schnelle bestimmt nicht lösen wird, im Gegenteil.
n-tv erwähnt eine weite (NYT-?)Spekulation, die auf den ersten Blick nicht bellizistisch aussieht, aber auch nicht gerade realistisch mit der Frontlage und der Stimmung in Russland umgeht: “Der Besuch sei ein Versuch gewesen, die festgefahrenen Verhandlungen wiederzubeleben. Mittlerweile sei es klar, dass die Ukraine den Donbass nicht ohne Weiteres aufgeben werde.”
Selenskis Sturheit in der Donbass-Frage ist gewiss nicht neu und sieht unüberwindbar aus – sein Verbleib im Amt hängt aber an einem dünnen seidenen Faden, den nicht nur Putin jederzeit abschneiden kann, sondern auch seine Mitstreiter in der Ukraine und im Westen.
Trump hatte ja schon letztes Jahr mit Putin in Alaska einen Deal zur gemeinsamen wirtschaftlichen Ausbeutung des Donbass angedacht – von irgendeiner Rücksichtnahme auf Selenski oder gar seiner Einbindung war da nicht die Rede gewesen.
https://www.t-online.de/nachrichten/tagesanbruch/id_101408882/putin-die-cia-deutschland-der-ernstfall-ist-da.html
https://www.n-tv.de/politik/CIA-Chef-uebermittelte-Kreml-offenbar-duestere-Einschaetzung-zur-Ukraine-id31240681.html
Sozen-Lafo ist bestimmt ein anständiger Kerl, nur die haben in der Politik nichts verloren.
Surfer-Ami & China-Professor sorgen da für entsprechende Klarheit
Missing Link
! KEINE SPENDEN AN CAMPACT !
CAMPACT outet sich als Organ der Staatspropaganda und denunziert nun auch die Nachdenkseiten. Unter “Bitte teile diese Seite und kläre über Empörungsmedien auf” ruft CAMPACT schamlos zu Online-Spenden für sich auf: https://www.nachdenkseiten.de/?p=155611
Zu LaFontaine heisst es im typischen Demagogen-Rundschlag: “Die politischen Aktivitäten von Lafontaine und BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht begleiteten die Nachdenkseiten jahrelang wohlwollend. Auch Pseudoexperten aus dem Querdenken-Umfeld bekommen regelmäßig eine Bühne, unter ihnen Daniele Ganser und Ulrike Guérot – beiden werfen Kritiker die Verbreitung von Verschwörungserzählungen … vor”
https://www.campact.de/empoerungsmedien/nachdenkseiten/
Die anonymen nebulösen Kritiker werden auf die Faktenseite gesetzt und gegen Pseudoexperten der NDS ausgespielt. Unterstützung holen sich die Denunzianten vom “Zentrum Liberale Moderne” und der “Amadeu Antonio Stiftung”.
Na also, daher weht der Wind.
Der Paul-Joseph aus Rheydt hat doch ihm würdige Nachfolger gefunden: https://www.swr.de/swrkultur/wissen/archivradio/goebbels-keift-gegen-hindenburg-1932-reichstag-vor-hitler-102.html
Dazu passt auch die russophobe Kriegspropaganda des Roderich in Bayern2 heute am Antikriegstag:
https://cdn-storage.br.de/d9/b2/d9b24536-4fd4-4644-a8c7-fff5b99b866b/d9b24536-4fd4-4644-a8c7-fff5b99b866b_2.mp3
Wann ist der Broeckers-Blog dran?
Warum das Alles im Grunde nicht neu ist bzw letztlich einem roten Faden folgt, was wir heute erleben dürfen….
Anfang 2000 wurde in Deutschland massivst brauner Hass gegen den Islam geschürt, Rechtsextremisten und Nazis kamen aus ihren Löchern gekrochen. Vor allem die Medien haben sich hier negativ hervorgetan. Politiker waren natürlich auch mit von der Partie. Und der Verfassungschutz. Er hat den NSU gegründet und die sog. “Dönermorde” begangen. Er wollte mutmaßlich eine Welle der Gewalt entfachen, hoffte wohl darauf, dass sich die Bevölkerung entsprechend radikalisiert. Die Motive, die dahinter stecken könnten, WARUM der schon immer braune Verfassungsschutz hinter dem NSU stecken könnte, wurden erstaunlicherweise noch nie angesprochen.
Die Eskalation im Islamhass , also das Aufwiegeln der Bevölkerung zum Rassenhass durch die Eliten, konnte nicht gänzlich, aber in seiner schärfsten Form abgewendet werden, wobei die AfD daraus erheblichen Nutzen zog, von einer Anti-Europartei….egal. Ich behaupte von mir, dass ich daran, die absolute Eskalation in dem Thema abzuwenden, nicht ganz unbeteiligt war. Bedeutender waren aber natürlich so Köpfe wie Pispers und Co, die damals versucht haben ein differenzierteres Bild zu zeichnen, den Blick auch auf die eigenen Taten (bzw die des Westens) zu richten. Leider gibt es solch mahnende Stimmen heute defacto nicht mehr, schon gar nicht im Mainstream.
Die Eliten haben es aber immer wieder versucht und auch ganz offen betrieben zB auch gegen die angeblich so “arbeitsfaulen” Griechen im Zuge der Finanzkrise ab Ende 2007.
Heute tönt das Nazipack noch schriller. Vor allem unterlegen sie ihre nationalsozialistische Einstellung viel mehr mit Taten, echten Aggressionen gegen Russen und massiver Aufrüstung zB, sowie offener Repression gegen Kritiker ihrer Nazihaften Gewaltgelüste Sie versuchen mit ihrer widerlichen Art die Bevölkerung aufzuhetzen und den gesamten Staatsapparat auf ihren braunen Kurs zu trimmen. Der Genozid von Gaza, den die Bundesregierung offen unterstützt mit Waffenlieferungen, Geld, propagandistischer Beihilfe, gehört da auch dazu. Sie versuchen offen NS-Ideologie, also die Vorstellung von minderwertigen Rassen inklusive deren Vernichtung (die sie zur Staatsräson erhoben haben) in die Gesellschaft zu pflanzen. Wer ihre Rassenhass-Ideologie mit Genozidgelüsten ablehnt, wird zB als Antisemit oder Anhänger des Kreml versucht zu verunglimpfen. Eine ganz abstoßende Rolle nimmt dabei die sog. “Justiz” ein, die Ideologie, nicht Recht zu ihrer Leitschnur machen zu wollen scheint.
“WEHRET DEN ANFÄNGEN” ist vorbei. Verpasst.
Am Antikriegstag hat Alexander Dobrindt Russland den Krieg erklärt!
Zu seinem eindringlichen Statement “Wir sind nicht im Krieg …” fiel mir schlagartig ein Satz von Walter Ulbricht ein (15. Juni 1961):
“Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!”
Die endgültige Zertrümmerung der deutsch-russischen Beziehungen hat begonnen. Jetzt fehlt nur noch ein Event wie den “Überfall auf den Reichsrundfunksender Gleiwitz”.
Sieht das jemand anders?
https://www.berlin-mauer.de/videos/walter-ulbricht-zum-mauerbau-530/
https://www.defa-stiftung.de/filme/filme-suchen/der-fall-gleiwitz/
Es gibt mehrere Kandidaten für das “Modell Gleiwitz”:
– unklare Drohnenfunde von Rumänien über Baltikum bis Polen und Deutschland, die von den Nato-Schranzen intuitiv als “russisch” identifiziert werden (“ukrainisch” und / oder “false flag” kann ja nicht sein; die Ukrainer hatten mit der Nord-Stream-Sprengung schon genug zu tun)
– Kaliningrad und Suwalki-Korridor
– in St. Petersburg abstürzende Drohnen, angeblich aus der Ukraine, die von Größe / Ladung etc. aber aus einem Nato-Land (oder Ostsee) gekommen sein müssen (Ukraine ist zu weit weg)
– Piraterie gegen russische Schiffe bzw. Schiffe, die als “russische Schattenflotte” betrachtet werden; wird es bei den bereits angekündigten Gegenmaßnahmen dann westlicherseits heißten “Seit 5:45 Uhr wird zurrrückgeschosssen”?
Die Russen sehen sich (nicht politisch-völkerrechtlich, aber faktisch) im Krieg des Westens gegen sie – mit den Ukrainern als gekauften und gelenkten Stellvertretern des Westens.
Die ukrainischen Langestreckenwaffen, die in Russland einschlagen, sind im Westen gebaut, bezahlt und mit Zielinfos programmiert.
Was wäre, wenn die Kubaner nach dem Vorbild der Ukraine mit analogen Waffen (und Waffen-Helfern) gegen den Aggressor vorgingen, der sie gerade in einem halb erklärten, halb unerklärten Krieg aushungert bzw. von allen Warenströmen abschneidet)?
Flinten-Uschi und ihr blondes estnisches Pinup-Girl hätten bestimmt größtes Verständnis dafür, denn nichts ist diesen friedliebenden Damen wichtiger als die Zurückschlagung unverschämter Aggressoren …
NDS-Autorin Nel Bonilla analysiert in einem Vierteiler die neue “NATO 3.0”
mit “Deutschland im transatlantischen Käfig”,
https://www.nachdenkseiten.de/?p=155599
und beschreibt im Video als Gast bei Pascal Lottaz
die “NATO-Pläne für totale globale Dominanz & der Bunker-Staat”
https://www.nachdenkseiten.de/?p=155689#h05
Ein erschreckende Vision des (nicht von Trump, sondern vom “Deep State”, MIK etc. langfristig eingefädelten) zielstrebigen Umbaus der EU zu einer militarisierten zweiten Ukraine – mit dem (US-)Ziel, uns als (US-)Stellvertreter in die Schützengräben zu schicken wie die jetzt dort ausblutenden Ukrainer.im Endloskrieg gegen Russland.
Selber könne die US-Elite aber ihrem eigenen Volk kaum zumuten, eigene Soldaten im Kampf zu verlieren – was im aktuellen Krieg gegen den Iran zur Achillesferse der vermeintlichen Supermacht wird, aber deren Willen nur noch stärken wird, wenigstens bei der Ukraine das Sterben komplett auf die doch so fügsamen Euro-Bellizisten zu delegieren.
Bonilla weiß nicht, ob die Pläne bis zum bitteren Ende durchgezogen werden können – aber die Umsetzung (auch durch unsere Eskalationsregierung) ist bekanntlich bereits im vollen Gange.
Aufklärung tut daher not, denn nur sie kann das bittere Ende vielleicht noch verhindern.
Trump ist da wie gesagt nicht die treibende Kraft, aber auch kein Hindernis.
Für uns könnte er aber eine Mahnung sein, wie heruntergekommen und morsch der Hegemon inzwischen ist, von dem wir uns so widerstandslos manipulieren lassen.
“Trump will Geld von Europa für Ukraine-Hilfen zurück” – für die Waffenlieferungen unter Biden. Das meldet sogar die halbstaatliche Tagesschau.
Es gehe dabei um “Hunderte Milliarden Dollar”, die sein Vorgänger Biden der Ukraine und der NATO geschenkt habe.
Geld, das nach Trumps Meinung jedoch Europa bezahlt hätte, wenn man die Europäer nur darum gebeten hätte. “Wir werden dieses Geld einfordern, wenn auch etwas verspätet”, fügt er hinzu.
https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/trump-ukraine-hilfen-forderung-europa-100.html
Ganz zahm meint die transatlantisch-devote Tagesschau:
“Die von Trump genannte Summe ist jedoch umstritten.”
Dass noch einiges mehr umstritten ist, verkneift sich das staatstragende Medium.
Wurde Brzezinskis “Großes Schachbrett” mit dem Traum von der verewigten einzigen Weltmacht 1997 von europäischen Strategen geschrieben – oder doch von genau dem US-Präsidentenberater, dessen Eroberungspläne in den USA fast die gesamte Polit-Elite übernommen hat und zwar parteiübergreifend?
Haben denn Frankreich und Deutschland 2008 auf dem NATO-Gipfel in Bukarest die hochproblematische Aufnahme der Ukraine gegen den weisen Widerstand der USA angestrebt oder war es vielleicht gerade umgekehrt?
War für die heimliche Nato-Unterwanderung der Ukraine 2008 – 2014 vielleicht der mit dem dt.-frz. Bukarest-Veto unzufriedene Hegemon treibende Kraft?
Hat etwa die “Fucking EU” eine zögerliche Victoria Nuland gedrängt, fünf Milliarden in die Einfädelung des so verhängnisvollen Maidan-Putsches zu stecken (vor dem sogar ein alter Haudegen wie der altersweise gewordene Henry Kissinger mehrfach eindringlich gewarnt hatte)?
Ja, der geizig-gierige Trump hat die Nato nicht mehr lieb. Aber abgesehen davon, dass seine Zeit begrenzt ist, hat er den MIK weder im Griff noch will er sich mit ihm anlegen.
Über den ersten Satz erregen sich die Mainstream-Medien ständig ausführlich, um uns anzuspornen, “mehr für unsere eigene Sicherheit zu tun” (… alias: die Taschen des MIK noch emsiger mit unserem Geld zu füllen).
Den zweiten Satz behandeln sie als Aussprech-Tabu: Der MIK hat das Heft nach wie vor voll in der Hand, soweit es um seine Interessen geht. Präsidenten ändern nichts an der langfristigen Umsetzung der MIK-Strategie, auch nicht autokratische Egomanen wie der Kasper Trump.
Dennoch können verrückte Präsidenten in einem verrückter werdenden Land mit Kurzschluss-Reaktionen und ganz allgemein mit einer Kamikaze-Bereitschaft Katastrophen auslösen.
Doch seine Fans – die fanatisch-evangelikalen Christen – lassen der Trump-Regierung nicht alles durchgehen, so der aktuelle Trost vom Stroer-Medium t-online.
Sie nehmen Big Donald übel, dass er ein KI-Bild von sich selber gepostet hat, das ihn als Jesus zeigt, wie einen Kranken heilt.
Mit dieser Anekdote schwächt t-online aber selber den eigentlichen Artikel-Inhalt ab:
“Trump-Vize lässt aufhorchen – Vance findet Weltuntergang ‘okay'”
https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_101419342/usa-trump-vize-jd-vance-findet-weltuntergang-okay-.html
Denn mit dieser Einstellung hat Vance die evangelikalen Spinner aus der MAGA-Volksbewegung eindeutig auf seiner Seite.
Und nicht nur sie: Oligarchen wie Peter Thiel mit ihrer frömmlerisch-apokalytischen Sympathie für die Ausrottung der Gaza-Bevölkerung wollen die triumphale “Wiederkunft Christi” nicht mehr abwarten, sondern dessen Kampf gegen den Antichrist schon mal führen, um so quasi vom säumigen Gottesreich im Himmel oben die ersehnte “Wiederkunft Christi” in God’s Own Land zu erzwingen.
Er wisse zwar nicht, ob die “Endzeit” bereits begonnen habe, führte der Vizepräsident aus. Es sei aber sicher, dass sie komme. Die Frage sei nur, ob in ein paar Tausend Jahren oder schon in wenigen Monaten, so Vance. Es würde ihn auch nicht überraschen, wenn der Antichrist bereits unter den Menschen weile.
Vance ist intellektuell begabter und vor allem beständiger als Trump – und vielleicht schon in den nächsten Monaten Nachfolger eines altersbedingt ausfallenden Trump.
Umso schlimmer somit als bei Trump, was Vance von sich gibt!
„Der Weltfrieden verlangt die Eindämmung der USA – Es bleibt nicht mehr viel Zeit“
Oskar Lafontaine fasst sein Anliegen in einem NDS-Aufsatz zusammen.
Und erinnert daran, dass selbst einflussreiche Amis das Kind beim Namen nennen:
Eisenhower warnte vorm MIK, Jimmy Carter nannte die USA die kriegerischste Nation der Weltgeschichte, und selbst der Neokonservative Robert Kagan (=Ehemann von Victoria Nuland!) sagte kürzlich, die USA seien eine „Schurkensupermacht“.
(Während die zwei Verstorbenen nachdenklich-kritisch waren und ist bei Kagan zu befürchten, dass er noch stolz darauf ist, ein “böser Onkel” zu sein – so wie Hitlery Clinton Gaddafis bestialische Ermordung offen bejubelte und Joschkas Busenfreundin Madeleine Albright zu 500.000 toten irakischen Kindern trocken höhnte, das sei es wert gewesen.)
Leider versage die EU (mit zwei Marionetten der US-Oligarchie an der Spitze: v.d. Leyen und Kallas) bei der notwendigen Einhegung der aggressiven US-Außenpolitik vollständig. Trump ist es sogar gelungen, die Europäer, allen voran die Deutschen, dazu zu bringen, den amerikanischen Krieg in der Ukraine zu finanzieren.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=155770
Jedenfalls unsere fügsame transatlantische Elite wurde dazu gebracht – das Volk wird nicht gefragt, sondern mit allerlei Mittelchen zum Schweigen (d.h. zum unfreiwilligen Verzicht auf ein grundgesetzliches Grundrecht) gebracht:
„Mehr als die Hälfte aller Deutschen wagt es nicht mehr, frei ihre Meinung zu äußern.“
https://www.nachdenkseiten.de/?p=155851
In Kürze erscheint das neue Buch von Prof. Dr. Dietrich Murswiek mit dem Titel „Sanktionen gegen Meinungsäußerungen.
Wie die EU Rechtsstaat und Meinungsfreiheit untergräbt“.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=155791
Dublin Review of Books: Yes We Can! Or Can We?
(Ja, wir können es! Oder etwa nicht?)
Wolfgang Streeck rezensiert das Buch „Can Europe survive?“ des langjährigen Financial Times-Journalisten David Marsh – Auszug (übersetzt):
„Realistisch betrachtet ist Marshs Szenario eines europäischen Überlebens unter deutscher Führung in Wahrheit eines deutscher Führung unter US-amerikanischer Führung: mit dem Weißen Haus als Oberbefehlshaber, Großbritannien als erstem Leutnant und Deutschland als dem Feldwebel vor Ort, der das Blut vergießen muss.“
https://drb.ie/article/yes-we-can-or-can-we/
Das wäre dann der dritte Aufguss – nach Mackinders WK1-Vorbereitung 1904 und Churchills WK2-Nachbereitung 1945 („Wir haben das falsche Schwein geschlachtet.“)
»Fest entschlossen, uns zu verteidigen« – Merz sendet Botschaft an Putin
… titelt der SPIEGEL über einen Wahlkampfauftritt des Bundeskanzlers.
Eine »Botschaft« ohne Beweise, dafür mit schroffen, drohenden Schlussfolgerungen aus den fehlenden Beweisen zum Leipziger Vorfall?
Die zweite Merz-Botschaft – ans eigene Volk – wäre einen eigenen Titel bzw. Artikel wert, denn der Bundeskanzler hat was viel Besseres als langweilige Beweise:
Er spricht »über ein neues Narrativ für Deutschland«.
»Was macht uns eigentlich aus? Was ist eigentlich das Ziel jenseits pragmatischer Politik am Tag? Wo wollen wir hin?«
Ja, das würde mich auch interessieren: Wo stehen wir eigentlich zwischen Blackrock und Brzezinski, zwischen MIK und Mackinder? Und wo wollen wir hin, in welche Schützengräben? Macht es uns eigentlich was aus, dass die Angelsachsen uns dorthin drängen, wohin sie selber (zwecks Schonung der eigenen Gesundheit) nicht wollen?
Aber nicht doch, Klein-Fritzchen bäckt kleinere Brötchen:
Aus den sinkenden Umfragewerte der CDU müsse nach den Landtagswahlen innerhalb der Partei eine Grundsatzdebatte folgen – über ein neues Narrativ für Deutschland.
Heißt das also: Welchen Bären soll die CDU dem Volk künftig aufbinden, damit es nicht zur AfD überläuft?
Merz gab sich dabei auch »selbstkritisch«, meint jedenfalls der SPIEGEL.
Er sei zwar fest davon überzeugt, dass die CDU in den wesentlichen Fragen ihrer Politik richtig liege, bei der inneren und äußeren Sicherheit, in der Wirtschaftspolitik, in der Sozialpolitik. Aber es fehle die »Erzählung obendrüber«.
Das ist vermutlich das Maximum an Selbstkritik, zu dem ein Lobbyist der Oligarchen fähig und willens ist. Und die Krönung journalistischer Wahrheitssuche à la SPIEGEL:
Die alte Misere braucht einfach ein neues Märchen, keine langweiligen Dinge wie Fakten-Recherche oder gar Manöverkritik!
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/friedrich-merz-fest-entschlossen-uns-zu-verteidigen-bundeskanzler-sendet-botschaft-an-putin-a-19da0f9d-a99a-4e43-bec3-5f55b2d971cc
Ausgerechnet ein Ukrainer lüftet des Kanzlers Intrigenstory:
https://www.berliner-zeitung.de/article/leipzig-drohnenfall-ukrainischer-blogger-zweifel-version-10369091
Und hier seht ihr die “mächtig gefährliche Drohne” am Boden stehen:
https://pbs.twimg.com/media/HRhXPs_asAAnW8S.jpg
Das “Sender Gleiwitz”-Event als Anti-AfD-Wahlhilfe ist ja satt daneben gegangen. Dafür erklärt sein Innenminister Russland den Krieg? Hat der überhaupt kapiert was er tat? Sieht nicht so aus.
Jetzt wäre ein Kanzlersturz fällig! Oder gibt’s etwas Treffenderes?
Das möchte ich euch nicht vorenthalten >
“Drohnenangriff Leipzig”, Die Beweise:
https://x.com/TiloJung/status/2095161273713582395
vorgetragen von einem Vertreter der vom Volk gewählten Bundesregierung, BPA Steffen Meyer, in einem Zusammenschnitt des Wesentlichen auf 2 Minuten.**
Kann man noch deutlicher zeigen was die “Volksvertreter” vom Volk halten?
Besonderen Unterhaltungswert haben die Kommentare darunter auf Xtwitter. 🙂
Ob wohl mehr von derartigem Dilettantismus das Volk zum Nachdenken bringen kann?
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**Aus der BPK vom 2. Sept. 2026 zu den “Beweisen zum Drohnenangriff Leipzig”:
Während Friedrich Merz frohgemut “Slawa Ukrajini!” ruft und sich wundert, warum seinen eigenen bockigen Untertanen Politik und amtliches “Narrativ” dazu nicht mehr gefallen, laufen seine Lieblinge in Kiew etwas aus dem Ruder:
Am Freitag wurde in der Ukraine ein neuer Korruptionsskandal bekannt, dessen Spuren direkt zu Selenskys engstem Umfeld führen. Offenbar erhöht der Westen den Druck auf Selenski,
https://anti-spiegel.ru/2026/schon-wieder-ein-neuer-korruptionsskandal-in-selensky-umfeld/
Manche werden da schon klarer:
Das Council von Foreign Relation fordert de facto, Selenski zu entmachten,
https://anti-spiegel.ru/2026/das-council-von-foreign-relation-fordert-de-facto-selensky-zu-entmachten/
Auch im eigenen Land wird der kleine Clown und Kokskönig von Loyalitätsproblemen geplagt – wie Merz, nur blutiger:
Letzte Woche haben in Kiew die Mitarbeiter zweier Geheimdienste aufeinander geschossen und eine Drohne ist im Büro des Chefs eines Geheimdienstes explodiert,
https://anti-spiegel.ru/2026/in-kiew-ist-ein-krieg-zwischen-ukrainischen-geheimdiensten-ausgebrochen/
https://anti-spiegel.ru/2026/die-chronologie-der-eskalation-der-innenpolitischen-krise-in-der-ukraine/
In der von @Richard des öfteren hart kritisieren deutschen Justiz gibt es dagegen zur Abwechslung mal einen Lichtblick mit einem wichtigen Urteil:
Sparkasse darf Konto nicht wegen ungeprüften Anfangsverdachts kündigen
Sie hatte einem regierungskritischen Blogger das Konto gekündigt, weil er Kleinspenden empfangen und 200 Euro an den Fernsehsender AUF1 überwiesen hatte. Das Landgericht Karlsruhe hat die Begründung für abseitig erklärt. Das Urteil ist wichtig für alle, die wegen eines algorithmisch ermittelten Verdachts auf illegale Kontonutzung übergriffige Ausforschungen oder Kontokündigungen erdulden müssen.
https://norberthaering.de/news/sparkasse-geldwaesche/
Darüber dürfte sich auch Lafontaine-Interviewer Ben Berndt vom Kölner Interviewpodcast “ungeskriptet” freuen. Denn seit seinem Höcke-Interview und den Bedrohungen u.a. durch die Ex-Vorsitzende der immer noch an der Regierungsbank klebenden Noch-gerade-so-über-5-Prozent-SPD ziehen sich dunkle Wolken über ihm zusammen, die ihn zu Auswanderungs- und anderen Vorsorgegedanken führen.
Aber er gibt nicht klein bei: Bei Ben steht die Tür offen für alle Parteien, da er noch dem alten Ideal der Demokratie als Beschützerin (und zugleich Nutznießerin) der Meinungsfreiheit anhängt – Mainstream-Cancel-Gurus von “Unsere Demokratie 2.0 TM” werden einen wie ihn natürlich nicht besuchen.
Neuester “Streich”: Sergey J. Nechayev, russischer Botschafter in Deutschland, war im Studio und das Video seit gestern online. Saskia Espenlaub zittert bestimmt schon vor freudiger (oder wütender?) Erregung (je nachdem, wie eng die Schlinge um Bens Hals schon ist oder vielleicht ihr gar nicht schnell genug werden kann).