29
Nov, 2010

Wikileaks-Enthüllung: Papst ist katholisch!

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Dass an Angela “Teflon” Merkel alles abgleitet, dass Außenminister Westerwelle inkompetent ist und Verteidigungsminsiter Guttenberg sich in Washington ausheult, er würde ja gern mehr Soldaten nach Afghanistan senden wenn man ihn nur ließe – wer hätte das gedacht ? Wenn das, was am Wochenende vorab aus der von Wikileaks publizierten Diplomatenpost bekannt wurde, schon die Highlights waren, dann können wir demnächst wohl auf 5 Millionen Geheimdokumente des Vatikans hoffen, die defintiv nachweisen: der Papst ist katholisch! Read more

27
Nov, 2010

Neun Thesen über Verschwörungstheorien

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Dass der Begriff  “Verschwörungstheorie” seit den Anschlägen  des 11. September als Diffamierung und eliminatorische Diskurskeule mißbraucht wird, hindert reale Verschwörungen natürlich nicht an ihrer Existenz. Deshalb ist es nach wie vor unabdingbar via Verdacht, also verschwörungstheoretisch, zu denken. Die Ableitung eines unbekannten Gesamtzusammenhangs anhand bekannter Einzelteile, die Bildung von Hypothesen anhand von Indizien und Hinweisen – wo immer noch  Fakten, die defintiven Beweise, die passenden Puzzlesteine des Gesamtbilds fehlen, sind wir auf  plausible Vermutungen, auf  begründete Spekulationen und damit auf  “Verschwörungstheorien” angewiesen.  Sie zum Tabu zu erklären und  als “gefährlich” zu deklarieren ist in hohem Maß absurd und irrational, denn sie sind nichts anderes als ein analytisches Werkzeug. Read more

25
Nov, 2010

Betr.: John S. Cooper

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OK, der “Spiegel” hat uns enttarnt – aber was soll man machen ? Wenn zwei Autoren wegen einer Dokumentation über 9/11 zusammenstoßen, nach Durchsicht der Fakten feststellen, dass man darüber eigentlich nur noch einen Thriller schreiben kann, und zwar am besten einen amerikanischen -   fast, dark, hard-boiled - ; und dass man angesichts der haarsträubenden Fakten nicht viel Phantasie braucht um einen überzeugenden Plot finden. Wenn sich  dann beim Pingpong des ersten Brainstormings  gleich eine spannende Storyline abzeichnet – fiktiv, aber weitaus realistischer als das als  Realität verkaufte Osama-Märchen – und  sich beim Erstellen eines Exposés und der ersten Probekapitel heraustellt, dass das Pingpong nicht nur bei den Ideen, sondern auch in Stil und Schreibe prima funktioniert und die Lektüre bei einigen Verlagen auf großes Interesse stößt, dann muß man dieses Buch eigentlich schreiben.

Blieb nur noch das Problem, dass die Typen, die amerikanische Thriller schreiben, James Ellroy heißen oder John Grisham oder Stephen King, aber nicht Sven Böttcher & Mathias Bröckers, aber das beschlossen wir  zu vertagen Read more

24
Nov, 2010

Der Taliban-Hauptmann von Köpenick

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Dass Frieden in Afghanistan und ein Abzug der NATO-Truppen nur möglich sei, wenn man mit den aufständischen Taliban verhandelt – diese “moderate” Position war in der Vergangenheit häufig zu hören. Dass der Talibanführer Mullah Omar derlei Gespräche stets abgelehnt hat und weiter auf Zermürbungskrieg setzt, hat die afghanische Regierung und ihre Unterhändler nicht davon abgehalten solche Gespräche zu suchen – und  Verhandlungen mit der angeblichen Nr 2 der Taliban, Akthar Mohammad Mansour, zu führen. Doch wie sich jetzt herausstellt, war dieser Vize-Taliban eine ebensolche Fiktion wie “Nr. 2 von Al Qaida”, die alle Nase lang unter anderem Namen durch die westlichen Medien rauschen bzw. von einer Drohne zielgenau eliminiert werden: Read more

22
Nov, 2010

Church Of Fear

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Markus Klöckner zeigt in einem analytischen Artikel sehr schön auf, wie die Prediger der Church of Fear auf die Pappkartonbombe in Namibia reagierten – nicht die Angst,- und Scharfmacher von BILD & Co., sondern Blätter wie Süddeutsche, Handelsblatt oder Stern. Sogenannte seriöse Zeitungen, doch auch hier wird mittlerweile mit  alarmistischer Hysterie  der Horror des Terrors beschworen. Dabei ist seit langem bekannt, dass  es für die Innere Sicherheit weit Gefährlicheres gibt als Terror: der Horror der Haushaltsleiter. Read more

20
Nov, 2010

Reichstagsbrand reloaded

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Uuuuhhh…schlotter…zitter, ich glaub ich geh jetzt nicht mehr aus dem Haus:

“Es wäre ein Sturmangriff auf das Herz der Demokratie: Islamisten planen nach SPIEGEL-Informationen angeblich einen Anschlag auf den Reichstag. Dabei sollen Geiseln genommen und möglichst viele Menschen getötet werden. Die ersten mutmaßlichen Terroristen sollen bereits in Berlin sein.”

Auch wenn man dem ehemaligen Nachrichtenmagazin in Sachen Verschwörungen nur soweit traut, wie man seine Waschmaschine werfen kann -  der  “Spiegel” vertritt ja nicht nur beim Kennedymord gegen jede (mittlerweile regierungsamtliche) Evidenz weiterhin die wirre Verschwörungstheorie des “kommunistischen” Einzeltäters Lee Harvey Oswald, auch in Sachen Reichtagsbrand hält das ehemalige Nachrichtenmagazin sturheil an der von Goebbels & Co. in die Welt gesetzten und lange widerlegten Verschwörungstheorie vom “anarchistischen” Einzeltäter van der Lubbe fest – aber jetzt scheint es ja wirklich ernst zu sein: die Islamisten planen einen “Sturmangriff”. Read more

18
Nov, 2010

Die Alarmismus-Skala

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Uuuuh, die Wickelmützen führen mal wieder Übles im Schilde. Zwar wissen wir mal wieder nichts Genaues, aber mal ein paar Polizisten mehr auf Bahnhöfen verteilen, bewaffnet versteht sich, steigert die gefühlte Unsicherheit – und schreckt Terroristen ab. Vielleicht hat das  damit zu tun, dass den Brüdern nach einer offiziellen Terrorwarnung des Bundesinnenministers derart der Turban schlackert, dass sie das Bombenlegen lieber sein lassen. Wie auch immer, auf der nach oben offenen Alarmismus-Skala – den in Schäuble-Grad gemessenen sinnlosen Terrorwarnungen – hat Thomas de Maiziere jetzt auf Platz zwei aufgeschlossen. Mehr dazu im Blog open-taz.
Update: Berlins Innensenator Körting schlägt hier dem Faß die Krone ins Gesicht:

„Wenn wir in der Nachbarschaft irgendetwas wahrnehmen, dass da plötzlich drei etwas seltsam aussehende Menschen eingezogen sind, die sich nie blicken lassen oder ähnlich, und die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen, dann sollte man glaube ich schon mal gucken, dass man die Behörden unterrichtet, was da los ist.“ Das gleiche gelte für stehen gelassene Koffer oder Aktentaschen.”

17
Nov, 2010

Neues von der Unschärfe.

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“Das Atom ist kein Ding!” -  Heisenbergs Entdeckung, dass die Bahn eines Elementarteilchens erst dadurch entsteht, dass man nach ihr Ausschau hält, war schockierend. Licht erschien als im Raum ausgebreitetes Wellenphänomen, wenn es als Frequenz beobachtet wurde – beobachtete man aber konkrete Teilchen, schien Licht aus einzelnen Photonen, und nicht aus Wellen zu bestehen.  Im unbeobachteten Zustand existieren sowohl Teilchen als auch Wellen  in einer Art “Wahrscheinlichkeitswolke”, einem virtuellen Set von Möglichkeiten “zwischen Idee und Faktum” (Heisenberg), das erst im Augenblick der Beobachtung aus seinem halb-realen Dämmerzustand in eine konkrete Form springt. Plötzlich fand sich so die “objektive”, harte   Wissenschaft Physik erkenntnistheoretisch auf einer Ebene mit dem idealistischen Bischof  und Wissenschaftler Berkeley, der 1710 sein “esse est percipii” -  Sein heißt Wahrgenommen werden – verkündet hatte. Die Heisenbergsche Unschärferelation, nach der ein Beobachter  die physikalische Realität niemals ganz erkennen kann, sondern das Meßinstrument (die Wahrnehmung, das Bewußtsein) des Beobachters darüber entscheidet, welcher Zustand der Realität sich manifestiert, hat einen  ganzen Berg erkenntnistheoretischer Probleme aufgeworfen, oder besser gesagt: ins Rutschen gebracht. Denn die Physiker haben darüber ihre Grundlage verloren, den Halt in der Wirklichkeit. Sie wurden aus einem jahrtausende alten, dualistischen Denkmuster gerissen, der Annahme einer außerhalb des Bewußtseins existierenden “objektiven Realität.” Read more

13
Nov, 2010

Das sogenannte Übernatürliche

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Was das sogennannte Übernatürliche betrifft halte ich es nicht erst seit meinem gleichnamigen Buch mit der These, dass es  eigentlich nichts “Übernatürliches” gibt, sondern wir Menschen schlicht  “unternatürlich” sind. Unser Gehirn ist als Wahrnehmungs,-und Projektionsapparat nicht in der Lage, den Gesamtzusammenhang der Natur und des Kosmos zu checken. Wir wurden  auf dem Raumschiff Erde ausgesetzt und mit Gehirnen ausgestattet – ob von “Aliens” oder der “Evolution” spielt keine Rolle -  doch eine Betriebsanleitung wurde nicht mitgeliefert, weder für das Raumschiff noch für die Gehirne. Deshalb  sind wir als domestizierte Primaten munter dabei, den Planeten in Schutt und Asche zu legen und uns  gegenseitig abzuschlachten. Read more

10
Nov, 2010

Die Enzyklopädie des Desasters

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Sie schicken keine Bekennerschreiben. Sie streiten alles ab. Ihre Namen werden uns nichts sagen. Während Bürger in Stuttgart und Bauern im Wendland vor den Fernsehkameras rebellieren, pflegen die Strategen linker Militanz eine neue Unsichtbarkeit. Umso konstanter ist ihre subversive Aktion: Autos brennen, Züge werden gestoppt, Strommasten gefällt, ohne dass die Täter gefasst werden oder dass dafür auch nur eine realistische Chance bestünde.

Doch das ist erst der Anfang: „Nie war das Gefühl eines unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruchs so lebhaft!“ So steht es in „Der kommende Aufstand“, einem französischen Buch, das dieser Tage abseits der Buchhandlungen und Bestsellerlisten stetig an Lesern und Relevanz gewinnt. Glenn Beck, der einflussreiche rechtsanarchistische amerikanische Fernsehprediger, hat schon vor Monaten eine ganze Sendung lang gegen das Werk monologisiert. An britischen und französischen Universitäten wird es als kanonischer Text studiert und besprochen.

In der Frankfuter Allgemeinen am Sonntag  war die ausführliche Rezension von Nils Minkmar schon erschienen, jetzt kann man sie auch online nachlesen: “Seid faul und militant!” Das Buch “L´insurrection qui vient” erschien 2007 in Frankreich und 2009 in englischer Übersetzung, eine deutsche Version  gibt es hier, die deutsche Fassung erschien als Buch im August 2010, Unsichtbares Kommitee: Der kommende Auftstand. :

“Nach Sabotage an einer Eisenbahnstrecke, auf der im November 2008 ein Castortransport mit radioaktivem Material geplant war, wurde es von der französischen Regierung als einziges Beweisstück eines mittlerweile international bekannten »Terrorismusfalls« gehandelt, als ein »Handbuch des Terrorismus« und Vorwand für die skandalöse, z.T. monatelange Inhaftierung von neun Menschen aus dem Dorf Tarnac. Tatsächlich enthält des Buch eine pointierte, situationistisch geprägte Analyse der Reaktionen von Regierungen auf die verschiedenen Unruhen und Volksaufstände in den letzten Jahren. Read more

9
Nov, 2010

Die Legende vom sicheren Atommüll

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Heute morgen ist der längste und teuerste Atommülltransport aller Zeiten in Gorleben angekommen. Fast 20.000 Polizisten waren seit Freitag im Einsatz, um die Blockaden und Demonstrationen entlang der Strecke aufzulösen, während der Protestaktionen nahm die Polizei nach eigenen Angaben 1.316 Atomkraftgegner in Gewahrsam und erteilte 306 Platzverweise. Außerdem stellte sie 117 Traktoren von protestierenden Bauern sicher. Ein Sprecher der Gewerkschaft der Polizei betonte heute morgen im Radio, dass die auf 20 Millionen Euro bezifferten Kosten für diesen Einsatz nicht den Steuerzahlern, sondern den Betreibern der Atomkraftwerke in Rechnung gestellt werden müßten. Tatsächlich könnten RWE & Co  bei ihren Milliardengewinnen derlei aus der Portokasse bezahlen. Sie via Justiz den Demonstrierenden aufzuhalsen, wie das u.a. die Springer(-stiefel)-Presse fordert, ist dagegen  reine Demagogie. Die “Zeit” unterdessen hält den Protest für irrelevant und dumm, weil CO-2-Anstieg und Klimawandel viel schlimmer seien als für Millionen Jahre strahlender Müll (  Die Atom-Lüge ) – ein Vergleich von Äpfel und Birnen bzw. Teufel und Beelzebub. Denn was die Bauern und Bürger im Wendland seit 30 Jahren antreibt, gegen Atomkraft zu demonstrieren, ist die Legende vom sicheren Zwischen,- und Endlager für den Atommüll. Ein Mythos, dessen Haltlosigkeit auch bei der umfangreichen Berichterstattung über den aktuellen Castor-Transport nicht entzaubert wurde.

Kleines Quiz für ökologisch aufgeklärte LeserInnen:  Wo werden die seit Jahrzehnten nach Gorleben gekarrten Castor-Behälter mit radiokaktivem Müll aufbewahrt ? A) In einem unterirdischen Salzstock B) In Kühlhallen neben der Straße ? Ok, ich hätte nicht gefragt, wenn A) richtig wäre. Aber hätten Sie’s gewußt ?

“Es ist kein Castor im Salzstock. Es gibt zurzeit nicht einmal ein Verfahren, wie die Castoren in 30 Jahren geöffnet werden sollen, damit der Müll in die Pollux-Behälter wandert. Dieses Verfahren wird nun in den nächsten Jahrzehnten erst entwickelt werden müssen”

Das ist kein Witz, sondern die Legende vom Salzstock

8
Nov, 2010

Drogenbekämpfung ist gefährlicher als Drogen.

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Ich weiß nicht, ob Tom Koenigs “Die Drogenlüge” schon gelesen hat, sein lesenswerter Beitrag in der heutigen “Frankfurter Rundschau” jedenfalls kommt genau zum selben Schluß:

“Die Konsequenzen der Drogenbekämpfung sind gefährlicher als die Drogen selbst. Keine andere politische Strategie bringt Kriminellen, Terroristen und korrupten Beamten so viel Ertrag ein wie die Drogenprohibition. Kein anderes politisches Konzept erzeugt so viel Gewalt, Korruption und die Ausbreitung von HIV/Aids, Hepatitis und anderen Krankheiten.Nach Jahrzehnten erfolgloser Drogenpolitik ist radikales Umdenken nötig. Als die Alkohol-Prohibition in den USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer mehr Opfer forderte, Kriminalität und Banden hervorbrachte, die den Rechtsstaat bedrohten, setzten sich einige mutige Politiker für die damals höchst umstrittene Entkriminalisierung von Produktion, Handel und Konsum von Alkohol ein. Die weltweit steigende Zahl der Opfer, die Unregierbarkeit der Narco-Staaten, die Verbindungen zum Terrorismus und die hohen Infektionsraten bei HIV/Aids sollten uns überzeugen, zu Beginn des 21. Jahrhundert mit anderen Drogen ebenso mutig zu sein.”

7
Nov, 2010

Chomsky vermisst Beweise zu 9/11

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Dass er erst nach über 9 Jahren den Mut hat auszusprechen, was jeder Mensch mit einem IQ über Schuhgröße auch nach 9 Wochen oder spätestens 9 Monaten sehen konnte – dass 9/11 nicht von Afganistan ausging und keine Beweise gegen “Al Qaida” vorliegen – dieses lange Zögern ist mehr als bedauerlich. Doch immerhin hat sich jetzt der “leading liberal intellectual” der Vereinigten Staaten, Noam Chomsky,  in einem TV-Interview einigermaßen deutlich zur Sache geäußert:

“The explicit and declared motive of the [Afghanistan] war was to compel the Taliban to turn over to the United States, the people who they accused of having been involved in World Trade Center and Pentagon terrorist acts. The Taliban…they requested evidence…and the Bush administration refused to provide any,” the 81-year-old senior academic made the remarks on Press TV’s program a Simple Question.
“We later discovered one of the reasons why they did not bring evidence: they did not have any.” The political analyst also said that nonexistence of such evidence was confirmed by FBI eight months later.
“The head of FBI, after the most intense international investigation in history, informed the press that the FBI believed that the plot may have been hatched in Afghanistan, but was probably implemented in the United Arab Emirates and Germany.” Chomsky added that three weeks into the war, “a British officer announced that the US and Britain would continue bombing, until the people of Afghanistan overthrew the Taliban… That was later turned into the official justification for the war.” – “All of this was totally illegal. It was more, criminal,” Chomsky said.

Ok – auch damit ist Chomsky noch ein Stück davon entfernt, die offizielle Version der Ereignisse zu hinterfragen und auf die Beteiligung der Bush-Regierung zu verweisen. Was J.F.Kennedy und M.L. King betrifft hält Chomsky ja auch noch Jahrzehnten an der Mär vom “lone gunman” fest. Aber ein Stück scheint sich der Gatekeeper des liberalen Mainstreams immerhin  zu bewegen, auch wenn er  die Begriffe “9/11″ und “inside job” umschifft.

5
Nov, 2010

Pharmalobby für Heilpflanzenverbot

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Wir kennen es sei Ur-Ur-Ur-Großmutters Zeiten: Lindenblütentee und ins Bett, wenn die Grippe plagt und ausgeschwitzt werden muß; Kümmeltee, wenn das Baby Blähungen hat; Kompresse aus Kamillenblüten auf das Gerstenkorn am Auge, Huflattich gegen Husten, Salbei gegen Heiserkeit usw. – doch wenn es nach den von der Pharmalobby infizierten Eurokraten geht, ist ab dem 1. April 2011 Schluß mit derlei Kräutermedizin, denn die EU-Richtlinie THMPD (Traditional Herbal Medical Product Directive) verlangt, dass für jedes Heilkraut dieselben Zulassungsbedingungen wie für Arzneimittel gelten. Das bedeutet  für viele seit Jahrtausenden bewährte Heilpflanzen und Therapien das Aus, denn die aufwendigen und teuren Zulassungsverfahren können sich kleine und mittelständische Betriebe, die Tees und Kräutermischungen produzieren, nicht leisten; ebensowenig wie die Hersteller traditioneller indischer oder chinesischer Heilkräuter.
Heilpflanzen sind für Pharmakonzerne zwar kein großes Geschäft, denn das Patent liegt bei Mutter Natur, aber eine große Konkurrenz. Wenn der Durchmarsch der THMPD gelingt wird diese Konkurrenz beseitigt. Deshalb ist jetzt dringende Aktion geboten: unterschreiben Sie die e-petition an den Bundestag , damit sich unserer “Volksvertreter” zumindest noch ein Mal mit diesem Vernichtungsfeldzug gegen die Volksmedizin beschäftigen.

Update: Es gibt viel Kritik an der Petition, hier ein Artikel zum Thema aus der taz, weitere Links:

Das EU-Heilpflanzenverbot, das es gar nicht gibt:

Distanzierung der Apothekenkammer Baden-Württemberg

Distanzierung des Heilpraktikerverbandes (pdf)

Update 2: Petition zum Arzneimittelwesen – wirklich eine dubiose Aktion?

4
Nov, 2010

Die CIA-Islamisten

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Ooops – der für die Paketbomben aus dem Jemen verantwortlich gemachte US-Bürger, Prediger  und  “Al Qaida”-Führer  Anwar al-Awlaki wurde  nach dem 11.9.2001 zum Essen ins Pentagon eingeladen – obwohl (bzw. weil) die angeblichen Hijacker sich die Haßpredigten al-Awakis angehört haben sollen. Laut einem  FBI-Protokoll (PDF) wurde er als Vertreter eines “moderaten Islam” eingestuft – bevor er dann zum Mastermind verschiedener Terrorplots und “Bin Laden des Internet” wurde. In dieser Eigenschaft kam er zwar auf die “Most Wanted”-Liste  der CIA, gleichzeitg aber auch in die Kritik, ein agent provocateur zu sein und “CIA-Islam” zu predigen. Die Terroristen-Karriere des Herrn al-Awaki erinnert in gewisser Weise doch sehr an jene, die einst  gewisser  Tim Osman einschlug, der nach seiner Einladung ins Pentagon und auf diverse US-Militärbasen noch einige Waffen einkaufte… und dann als  Osama Bin Laden Furore machte.

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