24
Apr, 2013

Bayernschlau

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Muß der Steuerbetrüger Uli Hoeneß, gegen 5 Mio. Kaution derzeit auf freiem Fuß, ins Gefängnis ? Ich tippe mal : “Nein”. Denn der Wurst-Uli ist nicht nur finanziell, sondern auch politisch bestens aufgestellt und das wird ihn – wie bei Oligarchen rund um die Welt nun mal üblich – irgendwie davonkommen lassen. Mit “blauem Auge”, als “reuiger Sünder” usw. usf. Dass ein anderer erfolgreicher Sportmanager (Peter Graf) für ein vergleichbares Delikt in den Knast wanderte, dass andere regionale Wohltäter und Gutmenschen, die immer ein offenenes Ohr für Witwen und  Waisen hatten und großzügig spendeten – wie Al Capone in Chicago oder Pepe Pablo Escobar in Medellin – für ihre Sünden mit dem Leben bezahlten, dass er sich das Geld zum Zocken vom Adidas-Chef gepumpt hat, der kurz darauf mit 10% beim FC Bayern einsteigen kann (obwohl die Konkurrrenz mehr geboten haben soll) – all das wird den “Vater Theresa vom Tegernsee” (K.H.Rumenigge) wohl nicht anfechten. Denn er und seine Amigos sind bayerschlau und werden ein Schlupfloch finden, die Bajuwaren lieben einfach ihre  Doppelmoral-Apostel und würde der Lügenbaron Guttenberg morgen zurückkehren und kandidieren, er käme locker über 50% der Stimmen. “Mia san mia” über alles! Und hat der FCB nicht gerade Barcelona grandios an die Wand gespielt und die Champions League schon quasi im Sack ? Und haben sie nicht der Konkurrenz gerade mal wieder den besten Mann weggekauft und dominieren mit ihrem Festgeldkonto die Bundesliga ? Na also – und wem verdanken sie das wenn nicht dem Herrn Hoeneß ? So einen sperrt man nicht ein. Insofern werden wir den Wurst-Uli demnächst in ein paar Talkshows, “Bild”- und “Focus”Interviews abhängen sehn … und dann gehts weiter. Mia san mia…

Kommentare

20 Kommentare zu “Bayernschlau”

  1. OBI am 24.04.2013 um 15:22 Uhr 

    Dass er Bayern-Präsi bleiben will hat der Würtchen-Oligarch ja schon gesagt und außer einem kleinen “Fehler” nichts weiter zugegeben. Kriminell ? – aber nicht doch! Es wird imho schon so laufen wie Bröcki sagt: irgendein passender Richter wird sich im Amigoland schnell finden, es gibt einen Strafbefehl, den Hoeness aus der Portokasse bezahlt und gut ist’s. Hartz-4-Leute die sich 50 EURO erschwindeln müssen natürlich weiter mit der vollen Härte des Gesetzes diszipliniert werden…wo kämen wir sonst hin ???

     
  2. Abu Aardvark am 24.04.2013 um 16:38 Uhr 

    “Die aktuelle Hoeneß-Kampagne ist, wie schon die Hetze gegen angeblich schädliche „Steueroasen“, von der impliziten Vorstellung getragen, jeder vom Bürger verdiente Cent gehöre im Grunde dem Staat. Der allerdings – so die krause Logik – ist in seiner grenzenlosen Huld immerhin geneigt, einen kleinen Teil des vom Bürger Erwirtschafteten diesem als Taschengeld zum Eigengebrauch zu überlassen. Jene seltsamen Spaßvögel, die gelegentlich mit der Behauptung „ich zahle gerne Steuern“ auffallen, finden sich so gut wie ausschließlich in den Reihen der Nettosteuerempfänger. Natürlich geht derartiger Unfug leicht über die Lippen, wenn man in Wahrheit nicht nur keinen Cent an Steuern und Sozialversicherungsabgaben löhnt, sondern lebenslänglich von jenen Steuern lebt, die in der Privatwirtschaft fronende Lastesel gezwungenermaßen abzuliefern haben.

    Der amerikanische Ökonom Thomas Sowell bringt den hinter der aktuellen Neiddebatte um Hoeneß steckenden Sachverhalt präzise auf den Punkt, wenn er feststellt: „Ich habe noch nie verstanden, warum es Gier genannt wird, das eigene, verdiente Geld behalten zu wollen, es aber keine Gier ist, sich das Geld anderer Leute aneignen zu wollen.“

    http://ef-magazin.de/2013/04/22/4169-steuern-alle-gegen-hoeness

    “Steuern sind Diebstahl”

    http://www.misesde.org/?p=1501

     
  3. Berndchen am 24.04.2013 um 17:55 Uhr 

    @Abu Aardvark:
    Nicht die Erhebung von Steuern ist abzuschaffen, sondern die Gerechtigkeit bei selbiger herzustellen. Finde ich.

     
  4. OBI am 24.04.2013 um 19:08 Uhr 

    @Abu: Was hast du den da für einen Gaga-Ökonomen ausgegraben ? Dass “jeder vom Bürger verdiente Cent dem Staat” gehört hat niemand behauptetund gefordert. Und dass Schmarotzer wie Hoeness – hier von steuerfinanzierter Infrastruktur profitieren, die eigene Kohle aber dann in Steueroasen verstecken – die “froneneden Lastesel” sind ist einfach verlogener Schwachsinn. Denn es sind nicht Großverdiener wie Hoeness, sondern die Masse der Kleinverdiener und Konsumenten, die den Großteil der Steuern aufbringen.
    Eine Wolkenkuckucksheim, in dem eine Gesellschaft ohne gemeinsame Abgaben (d.h. Steuern) organisiert werden kann, existiert leider nicht. Wie diese Abgaben gerecht und vernünftig erhoben werden können kann man diskutierten – Parolen wie “Steuern sind Diebstahl! hören sich zwar prima an, sind aber sind schlicht naiv.

     
  5. Abu Aardvark am 24.04.2013 um 19:27 Uhr 

    @ Berndchen

    “Steuern, gleich welcher Hoehe, sind niemals mit individueller Freiheit und Eigentumsrechten vereinbar. Steuern sind Diebstahl. Die Diebe – der Staat und seine Agenten und Alliierten – versuchen natuerlich ihr Bestes, diese Tatsache zu vertuschen, doch es gibt einfach keinen Weg um diese Einsicht herum. Ganz offensichtlich sind Steuern keine normale, freiwillige Zahlung fuer Gueter und Dienstleistungen, da es nicht gestattet ist, diese Zahlungen einzustellen, falls man mit dem Produkt unzufrieden ist. Man wird nicht bestraft, wenn man aufhoert, Renault Autos oder Chanel Parfuem zu kaufen, aber man wird ins Gefaengnis geworfen, wenn man aufhoert, fuer staatliche Schulen oder Universitaeten (…) zu zahlen.

    Und es ist auch nicht moeglich, Steuern als normale Mietzahlungen hinzustellen, so wie sie ein Mieter an seinen Vermieter entrichtet. Denn der franzoesische Staat ist nicht der Eigentuemer ganz Frankreichs und der Hausherr aller Franzosen. Um das zu sein, muesste der franzoesische Staat zwei Dinge nachweisen koennen: erstens, dass der Staat, und niemand sonst, Eigentuemer jeden Quadratzentimeters franzoesischen Bodens ist, und zweitens, dass er mit jedem einzelnen Franzoesen einen Mietvertrag betreffend der Nutzung und des Preises dieses Eigentums unterhaelt. Kein Staat – weder der franzoesische, noch der deutsche, der US-amerikanische oder irgendein anderer – kann diesen Nachweis fuehren. Es gibt schlicht und einfach keine entsprechenden Dokumente und es gibt keine entsprechenden Mietvertraege. Darum gibt es nur einen Schluss: Steuern sind Diebstahl und Raeuberei. mittels deren sich ein Teil der Bevoelkerung, die herrschende Klasse

    (…)

    Wenn Steuern Diebstahl sind, dann folgt vom Standpunkt der Gerechtigkeit, dass es ueberhaupt keine Steuern und damit auch keine Steuerpolitik geben sollte. Alle Diskussionen ueber die Ziele der Steuerpolitik und ueber Steuerreformen sind Diskussionen unter Dieben und Befuerwortern des Diebstahls, die sich um Gerechtigkeit nicht scheren. Sie scheren sich um Diebstahl. Es geht bei diesen Debatten und Disputen darum, wer wie hoch besteuert werden soll und was mit den Steuern geschehen soll, d.h. wer wieviel des Diebesgutes erhalten soll. Aber alle Diebe und Empfaenger von Diebesgut sind sich in einer Sache einig: je groesser die Menge des Diebesgutes und je niedriger die Kosten, dieses Diebesgut einzukassieren, umso besser ist man selbst dran. Nur darum geht es heutzutage in allen westlichen Demokratien: Steuerraten und Steuerformen zu waehlen, die das Steueraufkommen maximieren. Alle gegenwaertigen Diskussionen ueber Steuern und Steuerreformen, ob in Frankreich, Deutschland, den USA oder sonstwo, – Eroerterungen z. B. darueber, ob Vermoegenssteuern oder Erbschaftssteuern eingefuehrt oder abgeschafft werden sollen, ob das Einkommen progressiv oder proportional besteuert werden soll, ob Kapitalzuwaechse als versteuerbares Einkommen gelten sollen oder nicht, ob indirekte Steuern wie die Mehrwertsteuer direkte Steuern ersetzen sollen, und ob die Raten dieser Steuern dann erhoeht oder gesenkt werden sollen – es sind niemals Diskussionen ueber Gerechtigkeit. Sie sind niemals von einer prinzipiellen Opposition gegenueber Steuern geleitet, sondern von der Absicht, die Besteuerung effizienter zu gestalten, und das heisst, das Steueraufkommen zu maximieren. Jede Steuerreform, die nicht zumindest “einkommensneutral” ist, wird als ein Fehler betrachtet. Und nur Reformen, die dazu fuehren, dass das Steueraufkommen steigt, gelten als ein Erfolg.”

    “Steuern sind Diebstahl”

    http://www.misesde.org/?p=1501

    Konditionierung ablegen. Lesen. Zu Ende denken …

     
  6. Berndchen am 24.04.2013 um 19:58 Uhr 

    @Abu Aardvark, heute 19:27-
    Den Text werde ich dem Oberbrandmeister von der Feuerwehr, wenn’s brennt, oder dem Notarzt, der ein Kammerflimmern defibrillieren will, erst schnell noch vorlesen.
    Da freun die sich, glauben Sie mir…

     
  7. gerd am 24.04.2013 um 22:00 Uhr 

    @ Abu Aardvark … bullshit

    Im übrigen distanzier ich mich von jedweder Beleidigung der Tiere durch den Vergleich mit so genannten ***

     
  8. gerd am 24.04.2013 um 22:06 Uhr 

    Und zu der “Hetze gegen angeblich schädliche „Steueroasen“,” … it is made by George Soros

    Das Netz der Offshore-Aufdecker – KURIER.at
    In Zusammenhang mit „Offshore-Leaks“ erscheint das Engagement von Soros eher pikant. Der wohl berüchtigtste Hedgefonds-Manager der …

     
  9. Real Knowing am 24.04.2013 um 22:07 Uhr 

    Tja, die vielbeschworene (neo-)liberale “individuelle Freiheit” – was bedeutet sie denn? Dass eine kleine Elite viel Geld und die grosse Mehrheit der Gesellschaft wenig Geld hat. Dass die kleine Gruppe sich an der grossen Gruppe bereichert. Eine Gesellschaft, die auf “individueller Freiheit” beruht, ist eine Ellenbogengesellschaft. Hauptsache, jeder hat die Freiheit. Dann kann man auch in Freiheit verhungern. Dieser Begriff ist nur ein Diskurs, hinter dem sich eine menschenfeindliche und gefaehrliche Ideologie versteckt.

     
  10. roc am 24.04.2013 um 23:30 Uhr 

    WAS intessiert eigentlich eine komplette Arschgeige wie ein Herr Uli Hoeness ?

    “Lights are All ON..but..”There is Nobody Home”
    Das gilt für das gesamte !!!! Blogger-
    Ensemble hier…genauso wie für den Blog-Chef himself. Einerlei was hier geschwalbakt wird
    “You cannot handle the Truth… you are not even close to it” Aufruf :
    Get down to what is good about America
    Tedeschi Trucks Band 6/3/12 Mt. Jam 2012
    http://www.youtube.com/watch?v=dyliJOKz0e0

     
  11. Martin Östreicher am 25.04.2013 um 03:46 Uhr 

    Lieber Mathias Bröckers,

    unter Ihrem Namen, auf Ihrer spannenden Seite, rasch zusammen geschustert sämtliche Hetzbegriffe einer aktuellen Desinformationskampagne – und dann auch noch ein Link zum ehemaligen Nachrichtenmagazin.

    Ist das ironisch gemeint?

    Ein Unschuldslamm oder Gutmensch war Hoeneß sicher nie. Wie naiv sind die Leute? Wie soll das gehen als Manager/Präsident im Haifischbecken Profi-Sport?

    Oligarch, Escobar, Capone? Meinten Sie Sepp Blatter, Silvio Berlusconi oder Roman Abramowitsch? Ja, zB. gegen diese Herrn hat sich Herr Hoeneß ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt.

    Das hat er jetzt davon. Das ist jetzt fürs erste unterbunden. Auch dank Spiegel, Bild und Konsorten. Sogar Taz und Titanic fallen drauf rein. Bitter. Ein Freudentaumel der Neidkultur.
    Und in Berlin hat man den perfekten Pharmakos. Ein “Geschenk der Götter” für die Damen und Herren von der Brandbeschleunigerfraktion in Sachen Eurokrise. Ein gefundenes Fressen für ausnahmlos sämtliche Parteien im Wahkampf.

    Sauberer Sport, saubere Politik, mein Gott, wir sind ja alle soooo sauber.

    Kein Interesse an den Hintergründen im Profi-Fußball? Hertha-Fan? Oder einfach auch mal schnell abgeschrieben was die andern schreiben, weils gegen den vermeintlich politischen Gegner geht? Da ist dann Lynchmobmentalität und Schadenfreude für Sie schon soweit okay?

    Verblüfft mich. Kannte ich so noch nicht von von Ihnen. Und ich kenne und schätze sehr viele Ihrer Arbeiten. Mir gehts nicht darum, Hoeneß’ zu verteidigen oder zu rechtfertigen. Man muß ihn nicht mögen, um genau hinzugucken und in dieser Angelegenheit zu differenzieren. Eine Frage des Stils und eine Frage der Dosierung.

    Müsste Ihnen doch bekannt vorkommen,seltsame Anhäufung von Zufällen und Synchronizitäten, und wenn man daraufhin zB. die Tabufrage “Cui bono?” stellt, ist man entweder verrückt oder bösartig oder fordert angeblich einen Promi-Bonus. Man muß noch nicht mal eine Theorie haben. Nachfragen genügt. Und ratzfatz wird man abgestempelt, schon ist man angeblich, wie Sie aus eigener Erfahrung wissen, ein “Verschwörungstheoretiker” der übelsten Sorte …

    Herzliche Grüße aus München
    Martin Östreicher

     
  12. Iltraviata am 25.04.2013 um 08:14 Uhr 

    Abu hat Recht: die gegenwärtigen Diskussionen über Steuersünder lenken ab von der Tatsache, dass schon im Kern das Steuersystem inakzeptabel und illegitim ist – eine Erkenntnis, der sich obrigkeitshörige Deutsche besonders nachhaltig entziehen möchten, wie die negative Bewertung seines offensichtlich zutreffenden Beitrages zeigt.
    Ich gebe als Jurist folgendes zu bedenken: die Strafverfolgung gg Hoeneß ist nur möglich MIT Zustimmung bzw. auf Veranlassung der Politik aufgrund der massenmedial hartnäckig beschwiegenen direkten Weisungsabhängigkeit der Staatsanwaltschaft von der Politik (Landes-Staatsanw. = sog. Generalstaatsanwaltschaft, weisungsabhängig vom Landesinnenminister als Vorgesetztem und Bundes-Staatsanwaltschaft = sog. Bundesanwaltschaft mit vorgesetztem Bundesinnenminister). Diese Abhängigkeit wird immer schon von allen Teilen der Justiz beklagt, von Massen- und alternativen (weil überwiegend ebenfalls staatlich gelenkte Scheinalternative) Medien verschwiegen, jedoch in allen politisch relevanten Verfahren praktiziert (natürlich interessiert sich das Innenministerium nicht für Lieschen Müllers Schwarzfahrten oder Sohnemanns Kneipenschlägerei, sondern alle Fälle von Korruptionsverdacht, Vorteilsnahme und Delikten politisch Willfähriger – dann Verfahrenseinstellungen – oder Unbequemer – dann mit aller Härte-), s. http://www.gewaltenteilung.de/rautenberg_2.htm und https://www.youtube.com/watch?v=06YQWeqVi-E .
    Aktuell fällt auf, dass der Hoeneß-Skandal sich zeitlich prima in den offshore-Steuerskandal einfügt. Letzterer müßte eigentlich dazu führen, dass es den wahren Milliardären an den Kragen geht und nicht dem Mittelstand, der seine Altersvorsorge vor den Steuertentakeln des nimmer satten Staatskrakens in Sicherheit bringen will. Hoeneß erfüllt nun für die Massen die Rolle des Vorzeigesteuerstraftäters, dem der Staat mit aller Härte entgegen tritt, also scheinbar niemanden schützt – sogar die vermeintlich netten und für den Staat wichtigen Glieder (wie weiland Bumbumboris) und lenkt damit ab von dem Skandal, über den Bild, Jauch und Co nicht berichten: die Milliarden zT schon illegal durch Netzwerkeln und Korruption (mit)verdienten Gelder von Globalisten aller Nationalitäten, die an dem System verdient haben und auch mit den “Rettungspaketen” teilweise weiter verdienen. Oder wer hat je darüber berichtet, wem eigentlich die allzeit mit inzwischen Billionen schwer “geretteten” Banken gehören – nicht die juristischen Personeneigentümer, sondern die innerhalb der matruschkahaft verschachtelten Konzerne am Ende zum Vorschein kommenden (wenn man denn medial je schauen und berichten würde) menschlichen Aktionäre??
    So bleibt das Hoeneßbashing ein bloßes Instrument, seine wohlüberlegte Rolle in der Partitur des global governance zu spielen, unsere Freiheitsrechte weiter einzuengen (insbesondere Straftaten wie auch Boston im Vorfeld durch nur stasihaft und vermeintlich ermittelbares Gesinnungsstrafrecht einzuführen, also Menschen künftig zu Straftätern zu machen, die nur missliebige Gedanken haben , s. http://www.heise.de/tp/artikel/36/36630/1.html , http://www.heise.de/newsticker/meldung/Opposition-warnt-vor-Gesinnungsstrafrecht-bei-neuen-Anti-Terrorparagraphen-203646.html , http://www.jura.uni-tuebingen.de/professoren_und_dozenten/kuehl/materialien/forschung/gstrafr.pdf , Verständnis für radikale bald nicht mehr nur in Zypern angeblich “notwendige” und längst geplante Raubüberfälle auf Bargeld, http://www.goldreporter.de/banken-testen-ersten-schritt-zur-totalen-geldkontrolle/news/17682/ , http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/christine-ruetlisberger/deutschland-ab-august-2-12-wird-bargeld-schrittweise-abgeschafft.html , http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/09/bargeld-verbot-in-schweden-die-rentner-laufen-sturm/ , Immobilien , http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/euro-krise-eu-lobt-neue-griechische-immobiliensteuer-a-785647.html , http://www.gevestor.de/news/achtung-immobiliensteuer-512016.html , und Gold (die City of London , http://www.wiwo.de/finanzen/goldfixing-wer-taeglich-den-goldpreis-festlegt/5145422.html , hat die Goldenteignung marshallplanartig gleichzeitig ebenfalls durchgezogen , http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/krisenwaehrung-goldpreis-faellt-so-stark-wie-seit-30-jahren-nicht-mehr-a-788500.html , ) zu orchestrieren und wir als Nachrichtenkonsumenten spielen auch noch freiwillig und unbezahlt deren Claqueure ….

     
  13. Stefan Miller am 25.04.2013 um 11:25 Uhr 

    Der Unterschied zwischen dem Steuer erhebenden Staat und einem Räuber an der Straßenecke, der mit vorgehaltener Waffe von mir “Geld oder Leben” verlangt ist der, daß der Räuber nicht erwartet, daß ich Gewissensbisse bekomme, wenn es mir gelingt, ein Teil meines Eigentums vor ihm zu verstecken. Hoenes hat eine Zeit lang Steuern vermieden und sich dabei Methoden bedient, die den meisten Menschen nicht zur Verfügung stehen. Was dabei legal oder illegal ist, entscheidet der Staat. Es gibt immer sog. Steuerlücken, die der Staat uns quasi zur Verfügung stellt und uns sogar noch vorwirft, daß wir selbst schuld sind, wenn wir diese nicht optimal nutzen. Tun wir das in Massen und dem Staat zu viel Steuer entgeht, dann werden diese Lücken geschlossen und wer sich nicht rechtzeitig angepasst hat, der wird zum Steuerhinterzieher. Es wird manchmal auch rückwirkend geändert und dann muß man nachzahlen. Selbständige wie ich können ein Lied davon singen, wie man da ständig mit einem Bein im Knast steckt. Im Übrigen ist bei Hoenes viel interessanter die Frage, wie ein Fußballmanager so viel Geld zurücklegen konnte, wo doch sein Gehalt das gar nicht zulassen würde. Und Fußball ist defakto ein Staatsgeschäft und Fußballer sind praktisch wie Beamten. Wer da einmal in die Nationalliga reinkommt, der hat ausgesorgt.

     
  14. Blaubeere am 25.04.2013 um 18:15 Uhr 

    @Stefan Miller: “Im Übrigen ist bei Hoenes viel interessanter die Frage, wie ein Fußballmanager so viel Geld zurücklegen konnte, wo doch sein Gehalt das gar nicht zulassen würde.”

    Hm, vielleicht deshalb, da Herr Hoeneß “nebenbei” Wurstfabrikant ist?

     
  15. Abu Aardvark am 25.04.2013 um 18:24 Uhr 

    @ Stefan Miller

    Es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen Straßenräuber und Staat:

    “Nun ist es nicht so, dass die Regierung einem Mann an einem einsamen Ort auflauert, plötzlich auf die Straße springt und ihm eine Pistole an den Kopf hält, um ihm seine Taschen zu leeren. Aber der Raub bleibt nichtsdestotrotz immer noch ein Raub; und er ist wesentlich niederträchtiger und schändlicher.

    Der Wegelager nimmt die Verantwortung, die Gefahr und das Verbrechen seiner eigenen Handlung allein auf sich. Er gibt nicht vor, dass er irgendeinen rechtmäßigen Anspruch auf Ihr Geld hat oder beabsichtigt, es zu Ihrem Wohl einzusetzen. Er gibt nicht vor, irgendetwas anderes zu sein als ein Räuber. Er verfügt nicht über genügend Unverschämtheit zu behaupten, dass er lediglich ein ´Beschützer` sei und das Geld der Menschen nur deshalb gegen ihren Willen an sich nehmen würde, damit er in der Lage ist, die geblendeten Reisenden ´zu schützen`, die selbst vollkommen fähig sind, sich zu schützen, oder sein seltsames System des Schutzes nicht begrüßen. Er ist zu vernünftig, als dass er solche Behauptungen von sich gäbe.

    Darüber hinaus verlässt er Sie wieder, nachdem er Ihr Geld gestohlen hat, so wie Sie es von ihm erwarten. Er besteht nicht darauf, Sie weiter gegen Ihren Willen auf der Straße zu begleiten; sich aufgrund des ´Schutzes`, den er Ihnen zukommen lässt, anzumaßen, Ihr rechtmäßiger ´Souverän` zu sein. Er ´schützt` Sie nicht mehr länger, indem er Ihnen befiehlt, auf die Knie zu fallen und ihm zu dienen, indem er dieses von Ihnen verlangt und jenes verbietet; indem er Ihnen noch mehr Geld raubt, so oft es in seinem Interesse liegt oder er Lust danach verspürt; und indem er Sie als Rebell, Verräter und Landesfeind abstempelt und Sie ohne Gnade erschießt, wenn Sie seine Autorität bestreiten oder seinen Forderungen widersprechen.

    Er ist viel zu sehr Ehrenmann, um sich derartiger Hochstapelei, Ehrenkränkungen und Schurkereien schuldig zu machen. Kurzum: Nachdem er Sie ausgeraubt hat, versucht er nicht auch noch, Sie in sein Werkzeug oder seinen Sklaven zu verwandeln.“

    (Lysander Spooner, 1808-1887)

    „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?“

    Augustinus von Hippo (354-430)

     
  16. Stefan Miller am 26.04.2013 um 11:38 Uhr 

    @Abu
    der Ursprung des Staates liegt im Brigandentum, selbstverständlich wird der Staat den Räuber, der ihm sein Monopol auf Erpressung streitig macht stets im schlechten Licht darstellen, aber für den Beraubten spielt es keine Rolle, ob er ein Teil seines Eigentums dem Räuber oder dem Staat abgeben muß. Mafia in Italien ist auch nur entstanden, weil der Staat dort seinen Aufgaben nicht nachgekommen ist. Analoges passiert auch dort, wo wir zusätzlich private Sicherheitsunternehmen bezahlen müssen, dort wo der Staat nicht adäquat handelt.

     
  17. Stefan Miller am 26.04.2013 um 11:49 Uhr 

    @Blaubeere
    aus seiner Wurstfabrik wird er kaum Gewinn rausholen können, geschweige denn zig Millionen beiseite legen. Das Geschäft ist nicht so lukrativ. Das ist eher ein kleines Alibi oder Altersicherung, so wie bei Günther Jauch sein Weinberg. Außerdem sind die selbstangezeigten Schwarzgelder sicherlich nicht alles, was er noch verbirgt.

     
  18. Kay Macke am 27.04.2013 um 00:21 Uhr 

    Äh, gemeint ist natürlich von Dir “Pablo” Escobar, nicht der Pepe. Letzterer ist ein Kollege von Dir, wie Du weißt, der ausgezeichnete Artikel u.a. auf asiatimes-online und auf RT schreibt. Einer der “Guten”, wenn ich so sagen darf. Absolut empfehlenswert!

     
  19. Benedikt Huber am 27.04.2013 um 10:49 Uhr 

    Pepe Escobar: Journalist
    Pablo Escobar: Gangster

     
  20. Rheinbogen am 03.05.2013 um 18:34 Uhr 

    Hoeneß war immer schon einer, den man mit einem Begriff umschreibt, welcher mit “A” beginnt und mit “loch” endet. Dass es auch hier ein den ein oder anderen Bayernfan gibt, der das alles nicht wahrhaben will – geschenkt. Hoeneß ist einer, der an einem Tag vor “spanischen Verhältnissen” warnt und am darauffolgenden die Verpflichtung des besten Spielers des einzig verbliebenen Ligakonkurrenten just zu einem Zeitpunkt “durchsickern” lässt, zu dem es diesem Konkurrenrten besonders weh tut. Genau so einer ist der saubere Herr, und er weiß ganz genau, was er da tut.

    Er hat offenbar nicht nur ein paar Millionen auf der hohen Kante – es geht womöglich eher in Richtung Milliarde, aber genaue Zahlen sind hier irrelevant. Tatsache ist, dass so einer sich leicht tut, in der Öffentlichkeit ab und an den Samariter zu geben – das bezahlt er aus der Portokasse.

    Alles bei ihm hat System und Strategie. Das hat weder mit, wie viele Medien ihm beispringen wollen, “Spielsucht” zu tun, noch mit dem angeblich verständlichem Willen, das angeblich sauber und selbst Verdiente vor dem angeblich bösen und ungerechtfertigten Zugriff des Staates zu schützen. Er hätte uns alle bis zu seinem Lebensende weiter betrogen, ohne mit der Wimper zu zucken, wären nicht die “Steuer-CDs” dazwischen gekommen. Erst, als er keinen anderen Ausweg mehr sah, versuchte er es feige über die anonyme Selbstanzeige. Er, der angeblich immer “Klartext” redet.

    In meinen Augen ist der Typ, bildlich gesprochen, ein Borstentier mit Ringelschwanz. Wer auf den hereinfällt, ist selber schuld. Und dass der ganze FC Bayern auch nicht koscher ist, diesen Verdacht kann mir keiner so schnell nehmen. Und nur, falls da die typischen Bayernfan-Fragen kommen sollten: Nein, ich bin kein BVB-Fan und auch keiner irgendeiner anderen Mannschaft. Mir ist auch durchaus klar, dass im Profisport viele Dreck am Stecken haben. Uli Hoeneß dürfte in dieser traurigen Kategorie aber – mir san mir – eine Spitzenstellung einnehmen.

     

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