Zwei Veranstaltungen

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Mittlerweile müßten alle Vorbesteller das neue Buch im Buchladen oder über den Versand erhalten haben – und da das e-Book schon seit ca. 14 Tagen zu lesen ist sind bei Amazon auch schon die ersten Leser-Rezensionen erschienen. Ich habe auf dem Blog eine Seite eingerichtet, auf der die Rezensionen und Pressestimmen gesammelt werden.
Am Dienstag, 10.9. 2013, 19 .00 Uhr,  werde ich das Buch im taz-Café vorstellen – alle Interessierten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

 

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Ebenfalls im taz-Café – und schon am kommenden Dienstag, 3.9.2013, 19.00 Uhr – freue ich mich auf eine aktuelle Veranstaltung, die auf den ersten Blick rein gar nichts mit JFK zu tun hat – doch wäre Kennedy im November 1963 nicht ermordet worden, wäre die amerikanische Politik und damit die Weltgeschichte mit Sicherheit anders verlaufen – und wir müßten heute vermutlich nicht über die unfassbaren Bespitzelungs,-und Überwachungsprogramme diskutieren, die die USA weltweit durchziehen.  So aber werden am Dienstag drei kompetente Gesprächspartner aus dem Umfeld der Piraten referieren – und uns ein wenig Aufklärung darüber verschaffen, wie wir mit den allenthalben lauernden Spionen am Besten umgehen.

Wie und warum spähen BND, NSA und GCHQ die Bevölkerung aus? Was dürfen Geheimdienste eigentlich? Haben Geheimdienste im Jahr 2013 noch eine Existenzberechtigung? Was könnte ein Untersuchungsausschuss zu Prism, XKeyscore usw. leisten? Zu diesen Themen referieren und diskutieren die Piraten

– Udo Vetter, Strafverteidiger und Experte für Internetrecht (Lawblog)

– Markus Kompa, Rechtsanwalt für Medienrecht und Geheimdienstpublizist

– Daniel Domscheit-Berg, IT-Sicherheitsexperte und Internetaktivist

Moderation: Mathias Bröckers

4 Comments

  1. Daniel Domscheid-Berg wird von Julian Assange als Polizei-Spitzel bezeichnet. “Berühmt” wurde dieser ja durch die Vernichtung von wikileaks-Dateien mit windigster Begründung.
    Seiner Frau, Spitzenkandidatin in Brandenburg für die Piraten, wird übrigens CIA-Nähe unterstellt.

     
  2. wollte grad etwas ähnliches wie Roland anmerken.
    Das dolle und eben gerade nicht “open” sondern auf closed source beruhende nie realisierte openleaks.org fällt einem auch noch ein. Inzwischen gibt es ja nicht mal mehr die Domain. Man erinnere sich an die FUD Kampagne mit viel Gedöns in dem Zusammenhang.

    Kompa und taz sollten endlich mal die Bande zu diesem Windei lösen.
    Schenkt ihm zum Trost einen Packung Leberkäse.
    Bio-Leberkäse.

     
  3. nochmal zu DDB: es fallen einem da auch noch
    die veröffentlichten privat-Chatprotokolle ein
    – mit denen er belegen wollte wie das Assange gelaufen war u was für ein Typ das so ist
    – damit fing sein Run ja an

    Mehr muss man eigentlich gar nicht sagen,
    aber es fällt einem mehr und mehr ein …

    Ein “Dienstler” durchschaut den als Typ in 3 Minuten, insbesondere auch die offensichtliche emotionale Labilität, u allein das ist schon nicht
    die beste Qualifikation wenn es um solche Dinge geht.

    Frage: nach allem was bekannt ist, Privatkommunikation veröffentlichen, anvertraute Daten zerstören,
    Täuschung über “Open”leaks, zuletzt und aktuell:
    Täuschung über den Impakt der NSA Geschichte
    usw, usw..

    ..würden Sie diesem Mann ihre Schlüssel geben?

     
  4. Zu Wikileaks:
    Eine Enthüllungs-Organisation, die meint, dass man am Besten mit den führenden Desinformations-Medien der jeweiligen Ländern zusammenarbeitet (z.B. Spiegel, New York Times), weil es sonst in der Welt angeblich keine richtigen kritischen Medien gibt, kann man wohl nicht wirklich ernst nehmen.
    Dazu die Ansicht von Julian Assange, dass Kritiker der offiziellen 911-Version Spinner seien.
    Auch der Whistleblower Snowden ist nach meinem Geschmack viel zu schnell zu einem “Medienstar” geworden – wohin gegen eine Frau wie z.B. Susanne Osthoff gegen die deutschen Medien regelrecht ums Überleben kämpfen musste, obwohl sie quasi auch unter Einsatz ihres Lebens den Irakern geholfen hat – gegen die Interessen von westlichen Geheimdiensten.
    Was ist mit der italienischen Journalistin Giuliana Sgrena, die beinahe von amerikanischen Soldaten im Irak bei der Mitfahrt in einem von den USA genehmigten Konvoi im März 2005 getötet worden wäre, so wie der italienische Geheimdienstmann, der neben ihr saß und sich schützend vor sie warf? Hört man von ihr noch etwas?

    Und jetzt noch dies:

    “Einmischen, jetzt!
    Kristin Helberg
    30. 08. 2013
    ….
    Da zerstört ein Regime seit zweieinhalb Jahren mit grenzenloser Gewalt das eigene Land, massakriert die eigene Bevölkerung, und alles, was uns in Deutschland dazu einfällt, ist, reflexhaft vor einem Flächenbrand zu warnen, die Angst vor al-Qaida zu schüren und eine politische Lösung zu fordern. ”
    http://www.taz.de/!122768/

    Vergleichbar mit den Kriegsforderungen eines Stefan Kornelius in der Süddeutschen Zeitung:

    “Russlands Veto im Sicherheitsrat ist wertlos angesichts der humanitären Verpflichtung, diesen Krieg nun von außen zu beeinflussen – zur Not auch mit gezielten militärischen Schlägen gegen Abschussvorrichtungen, Flughäfen, militärische Depots. Entscheidend ist, dass nun schnell gehandelt wird. ”
    http://www.sueddeutsche.de/politik/giftgaseinsatz-in-syrien-die-rote-linie-fuer-obamas-glaubwuerdigkeit-1.1754546

    Die Rolle der Großmächte, aber auch deren Alliierten wird komplett ausgeblendet:

    “Syrian rebels battling the regime of President Bashar al-Assad have begun receiving significantly more and better weapons in recent weeks, an effort paid for by Persian Gulf nations and coordinated in part by the United States, according to opposition activists and U.S. and foreign officials.”
    http://www.washingtonpost.com/world/national-security/syrian-rebels-get-influx-of-arms-with-gulf-neighbors-money-us-coordination/2012/05/15/gIQAds2TSU_story.html

    Man könnte wirklich meinen, dass einige Journalisten in Deutschland nicht mehr alle Latten am Zaun haben, aber ihren Arbeitgebern das völlig egal ist.

    Die Süddeutsche, die Taz, aber auch andere Zeitungen in Deutschland werden von mir nicht mehr gekauft – höchstens noch in Bibliotheken gelesen.

     

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