JFK – Pressestimmen und Rezensionen


 

“Kennedy-Mord – ein Staatsstreich?” war der Titel des Gesprächs, das Wolfgang Heim vom SWR für “Leute Night” am 22. November mit mir führte – hier die Videoaufzeichnung.
26.11.13 08:52-Bildschirmkopie

Einige der Beiträge die in der Rezensions-Übersicht unten gelistet sind, sind jetzt auch auf youtube anzuschauen – hier der Bericht des Wissensmagazins Lexi-TV im MDR:

… sowie die Talkshow auf Servus TV

 

Die weiteren Teile folgen hier(2), hier(3), hier(4) und hier(5)
Auch im RBB-Kulturradio wurde das Buch besprochen, sowie im Deutschlandradio, in der Kölnischen Rundschau, derFrankfurter Rundschau, und im Blog von Stefan Schaer. Mein Lieblings-Finanzjournalist Max Keiser hat dankenswerter Weise das Gespräch mit Peter Dale Scott über JFK verlinkt.

19.08.2013

In den nächsten Tagen wird  “JFK- Staatsstreich in Amerika”  im Buchladen Ihres Vertrauens und im Versand erhältlich sein. Hier im Blog habe ich dazu eine Ankündigung “In eigener Sache” verfasst. Ein erste Rezension (von Markus Kompa) ist auf Telepolis erschienen – Das Blumenkind und der Präsident – darin heißt es:

Bröckers gelingt es, den komplexen Stoff anschaulich zu verdichten. In einem einführenden Teil über die damalige Schattengeschichte der USA zeichnet er in gedrängter Form jeweils die wesentliche Geschichte der amerikanischen Mafia, der CIA, des Kennedy-Clans, der kubanischen Revolution, der fehlgeschlagenen Invasion in der Schweinebucht und der Kubakrise nach – unerlässlich, um Interessenlage und Mentalität derjenigen zu verstehen, die Kennedy sogar offen den Tod wünschten. Auch bei der Schilderung des eigentlichen Attentats und der eigenartig verlaufenden Ermittlungen erwähnt Bröckers praktisch alle relevanten Details, ohne sich jedoch in Einzelheiten zu verlieren. Ein dritter Teil analysiert die umfangreiche Vertuschung des Königsmords, mit der sich die Täter mehr oder weniger selbst verrieten. In einem letzten Teil zieht Bröckers Parallelen zu den weiteren Attentaten auf Robert Kennedy und Martin Luther King, die im Ergebnis ebenfalls dem Erhalt des damaligen weißen Establishments und der Fortführung militanter US-Außenpolitik dienten.

Als e-Book ist das Buch ja schon seit zwei Wochen lieferbar, ein Leser der Kindle-Ausgabe hat es bereits bewertet (mit 5 Sternen) und unter der Überschrift “Fakten Fakten, Fakten!” geschrieben:

“Ein gut und flüssig geschriebenes Werk, was weitgehend ohne Spekulationen oder Vermutungen auskommt und allein durch belegbare Tatsachenbehauptungen ein klares Bild der tatsächlichen Vorgänge zeichnet. Der Autor weiß, daß er nichts beweisen kann, weil er keine Zeugen vorladen und zu Aussagen zwingen kann. Aber er kann die vielfätigen Widersprüche und Merkwürdigkeiten der offiziellen Version eindrücklich belegen und ein Bild der Vorgänge zeichnen, das weit über “Das CIA wars!” hinaus reicht!”

20.08.2013

Telepolis hat heute als Vorabdruck einen Auszug aus dem Kapitel “Staatsverbrechen gegen die Demokratie” gebracht.

Lars Schall hat vor einigen Tagen ein Interview mit mir geführt (auf englisch), das in “Asian Times” erscheinen soll. Heute hat er es schon auf seiner Webseite veröffentlicht: JFK’s Death Marked the End of the American Republic

 21.08.2013

“JFK’s Death Marked the End of the American Republic”  – das Interview ist auf Globalresearch erschienen.

Podcast mit Lars Schall: Staatsverbrechen gegen John F. Kennedy :

27.08.2013

Bei Amazon ist eine weitere, sehr ausführliche Kundenrezension erschienen. Dr. R Manthey vergibt 5 Sterne und schreibt:

“Dem Mann war es ernst. Der wollte die Welt verändern. Das war zu viel.”

Wenn man den Täter in einem Mordfall bereits kennt, dann fällt es meistens nicht besonders schwer, auch das Motiv zu ergründen. Doch kann man diese Schlussweise auch umkehren, wie der Autor behauptet? Natürlich nicht. Wer ein Motiv hat, muss noch lange nicht der Mörder sein. Und in Wirklichkeit schließt der Autor dieses unerwartet lehrreichen Buches auch nicht so, obwohl man bereits beim Lesen der Einleitung in diese Richtung gelenkt wird.

Natürlich fragt man sich, warum man jetzt noch ein Buch über den Mord an J.F. Kennedy lesen sollte. Ist nicht alles schon gesagt, geschrieben und verfilmt worden? Was soll es denn noch Neues geben nach all der Zeit? Nun, inzwischen kann man auf die Herausgabe von Dokumenten klagen. Und dann bekommt man sie oder eben nicht. Und wenn nicht, dann muss wohl die nationale Sicherheit plötzlich in Gefahr sein, was dann auch ohne die gewünschten Dokumente aufschlussreich ist.

Die Indizien verdichten sich mit den freigegebenen Dokumenten, den Begründungen, warum man andere nicht erhalten kann und mit neuen Beweisen für Fälschungen und Verdrehungen immer mehr und immer eindeutiger. Wenigstens kann die Verstrickung der CIA in das Attentat wohl kaum noch von der Hand gewiesen werden. Hinzu kommt noch, dass es im ehemaligen Umfeld von JFK nach dessen Ermordung zu zahlreichen mysteriösen Todesfällen gekommen ist und dass alle Versuche, Kennedys Mördern auf die Spur zu kommen, mit Sabotage und Denunziation endeten, wenn jemand offenbar zu dicht an die Wahrheit gelangt war.

Mathias Bröckers geht deshalb von der begründeten Hypothese aus, dass die CIA in Zusammenarbeit mit Exilkubanern und der organisierten Kriminalität J.F. Kennedy ermorden ließ und listet dazu zahlreiche Fakten auf, die diese Annahme stützen. Dazu kommen einige Spekulationen über das unmittelbare Umfeld von J.F. Kennedy, die seine Wandlung von einem kalten Krieger zu einem Mann erklären sollen, der die Welt verändern wollte. Darüber hinaus beleuchtet der Autor die tatsächliche Rolle des angeblichen Todesschützen Lee Harvey Oswald, der in Diensten der CIA seine Rolle als aufgebauter Sündenbock erst begriff, als es für ihn zu spät war.

Der Text besteht aus vier Teilen. Zunächst erzählt Bröckers kurz die Geschichte der CIA, der Mafia und der kubanischen Revolution unter Castro, um dann auf den Aufstieg der Kennedy-Familie einzugehen, die ihren enormen Reichtum durch zahlreiche illegale Geschäfte erzielte. Joe Kennedy hatte klare Vorstellungen, was seine Söhne zu erreichen hatten. Insbesondere war John. F. Kennedy nach seinem Willen für die Präsidentschaft bestimmt. Und dieses Ziel wurde schließlich auch mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln erreicht.

Doch mit der Kuba-Krise nahm die Entwicklung von John und Robert Kennedy wohl einen anderen Verlauf als gedacht. Man mag darüber spekulieren, warum dies geschah. Bröckers bringt dazu die “Göttin hinter dem Thron” ins Spiel. Damit meint er Mary Pinchot Meyer, die keine der üblichen Gespielinnen Kennedys war, sondern eine enge Vertraute, von der Bröckers annimmt, dass sie Kennedy bei intimen LSD-Partys eine “Bewusstseinserweiterung” zuteil werden ließ und er so zu einer Art Vorreiter von “Make love, not war” wurde.

Das mag aus heutiger Sicht verrückt klingen, aber in den 1960-er Jahren sah die Welt auch anders aus als heute. LSD stand noch nicht auf dem Index, und als Schutz vor dem atomaren Erstschlag hatte man unter seinen Schreibtisch zu kriechen. Meyer wurde übrigens kurz nach Kennedys Tod ebenfalls ermordet.

Am 10. Juni 1963 hielt Kennedy in der American University in Washington eine für die damalige Hochzeit des kalten Krieges äußerst bemerkenswerte Rede über den Weltfrieden und eine neue Welt des gegenseitigen Respekts, aus der in großen Auszügen im Buch zitiert wird. Mit dieser Rede, die übrigens auch vollständig in der “Prawda” abgedruckt wurde, hatte Kennedy nach Bröckers Ansicht das Maß endgültig voll gemacht. Wenn man die abgedruckten Auszüge heute liest, dann wird sofort klar, dass Kennedy seiner Zeit weit vorausgeeilt war.

Der zweite Teil des Buches beginnt mit dieser Rede und schildert dann das Attentat und geht schließlich auf den vorgezeigten Sündenbock Oswald ein. Inzwischen steht eindeutig fest, dass Kennedy nicht (wie immer noch offiziell behauptet wird) von hinten, sondern mit Sicherheit von vorne erschossen wurde. Die Autopsieberichte wurden gefälscht. Jedenfalls schreibt Bröckers das glaubhaft und gibt dafür zahlreiche direkte und indirekte Beweise an, zu denen auch ein Geständnis der Fälscher gehört.

Der dritte Teil widmet sich dann ausführlicher der gesamten Verschleierungsaktion, die bis heute andauert. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Memo der Abteilung für psychologische Kriegsführung der CIA vom Januar 1967, in dem der Umgang mit Zweiflern an der offiziellen Einzeltätertheorie empfohlen wird. Liest man diese Empfehlungen, dann merkt man, dass seither jede “Verschwörungstheorie”, die offizielle Versionen von Ereignissen anzweifelt, exakt nach diesen Anweisungen gekontert wird.

Der vierte Teil schließt dann den Kreis und befasst sich mit den nachfolgenden Morden an Robert F. Kennedy und Martin Luther King, die nach Bröckers demselben Ziel dienten und einen Politikwechsel in den USA verhindern sollten.

Der Text ist gut lesbar, wenngleich er gelegentlich gewisse Kenntnisse voraussetzt und eine enorme Fülle an Details beinhaltet. Insgesamt ist dies eines der besten Bücher, die ich über das Kennedy-Attentat bisher gelesen habe. Es erklärt sehr plausibel die Zusammenhänge zwischen der CIA und der organisierten Kriminalität und beleuchtet die Rolle und die Person des der Öffentlichkeit präsentierten angeblichen Attentäters sehr intensiv und nachvollziehbar. Auch wenn das letzte Puzzleteil zunächst nicht gelegt werden kann, so sieht man das Gesamtbild mit diesem Buch doch nun schon sehr viel deutlicher.

30.08.2013

Eine weiterer Amazon-Kunde hat das Buch gelesen und befindet:

Noch ein Buch über JFK? Ja, und das ist gut so!

Meine erste Reaktion war: Noch ein Buch über JFK?? Der einzige Grund für mich, das Buch doch zu lesen, war der Autor. Die drei Bücher von Mathias Bröckers über den 11. September (eines mit Andreas Hauss und eines mit Christian C. Walther) sind wichtige und wohlrecherchierte Bücher.
Kurz gesagt: Ich habe die Lektüre nicht bereut. Im Gegenteil. Bröckers gelingt es ausgesprochen gut, das extrem komplexe Dickicht der Schüsse von Dallas übersichtlich und klar verständlich darzustellen und dabei stets sehr deutlich, die Grenzlinie zwischen harten Fakten und Spekulationen zu zeigen. Leider wird ihn diese Genauigkeit mal wieder nicht vor dem Totschlagargument schützen, ein Verschwörungstheoretiker zu sein. Dass damit eben diese Kritiker genau einer Reaktionsweise entsprechen, wie sie es sich die CIA ausdrücklich gewünscht hat, als in den Jahren nach der Ermordung Kennedys die „assassination theories“ nicht enden wollten.
Sehr geschickt stellt Bröckers zu Beginn verschiedene Einleitungen über die CIA, die Mafia und natürlich über die Entwicklung von JFK. Dabei wird klar, dass JFK zu Beginn seiner Präsidentschaft ein knallharter Antikommunist reinsten Wassers war, der sich nach und nach zu einem Friedenspoltiker entwickel hat. Diese Kehrtwende ist u. a. einigen Frauenbekanntschaften Kennedys zu verdanken. Dabei ist gerade seine Beziehung zu Mary Pinchot Meyer bemerkenswert (für mich trotz einiger bereits gelesener Bücher über JFK neu) und tragisch. Wurde sie doch unter bis heute ungeklärten Umständen ermordet.
Bröckers gibt JFKs Entwicklung zu einer echten Bedrohung für den militärisch-industriellen Komplex viel Raum. Die Belege reichen aus, um deutlich zu machen, welche Gefahr eine weitere Amtszeit des Präsidenten gebildet hätte.
Auch die Analyse der Schüsse von Dallas ist insgesamt sehr gut. Es ist nicht einfach, bei den Hunderten von Büchern und den Abertausenden von Details nicht den Wald von lauter Bäumen zu übersehen. Bröckers stellt die zentralen Fakten verständlich dar. Spekulationen, die beispielsweise auf einen einzigen Zeugen beruhen, werden als solche deutlich gemacht.
Insgesamt ist dieses Buch eine überzeugende Zusammenfassung der aktuellen Forschung und gerade für den deutschsprachigen Raum dringend nötig, da hier sehr vieles für den Leser neu sein wird.
Wie man allen Ernstes an Oswald als einzigen Täter glauben kann, ist nach der Lektüre ein Rätsel. Wie man allen Ernstes, wenn man von einer Verschwörung am Tod eines US-Präsidenten überzeugt ist, der am Ende des Kalten Krieges und der Übermilitarisierung arbeitete, achselzuckend zur Tagesordnung übergehen kann, ist auch ein Rätsel. Die Zeitungen werden es sich wahrscheinlich mit dem Buch wieder sehr einfach machen: Verschwörungstheorie. Mal sehen, wie sehr sie auf Fakten eingehen werden, die Bröckers nennt.

31.08.2013

Eine weitere begeisterte Leserreaktion:

Wer die Bücher von Bröckers kennt, der erwartet ein atemberaubendes, schnelles und gut recherchiertes Sachbuch. JFK ist noch weit mehr: Klug, brisant, riskant und messerscharf. Wer den StoneFilm liebt, wird Bröckers Buch verschlingen. Nur nicht zu hastig lesen. Die Wahrheit über JFK könnte einem im Hals stecken bleiben!

02.09.2013

Grassyknoll schreibt:

Dieses Buch sollte Pflicht im Geschichtsunterricht werden. Und zwar überall

Herr Bröckers hat mit diesem Buch etwas bemerkenswertes geschaffen. Er hat auf (relativ) wenigen Seiten (im Vergleich zu anderen Werken über das Thema) das wichtigste über das Kennedy-Attentat herausgefiltert und seinem Buch zudem eine ähnliche Tragweite verpasst, wie das James Douglass mit “JFK and the Unspeakable” gelungen ist.

Er zeigt kurz auf, warum das Oswald-Täter-Märchen in das Reich der Fabeln gehört und noch wichtiger, WARUM Kennedy sterben musste und warum sein Tod heute so aktuell wie vor 50 Jahren ist. Im Falle des Kennedy-Attentats ist es nämlich ein leichtes, sich in abertausenden Details zu verlieren, die dann doch nur das eine zeigen: Nämlich das Oswald unmöglich der Täter gewesen sein kann. Wer sich in diese Details in ausführlicherer Weise eingraben will, dem seien u.a. die 3 Bände von “Impossible: The Case against Lee Harvey Oswald” von Barry Krusch empfohlen, der den Fall gegen Oswald anhand von Originaldokumenten bis ins kleinst-mögliche Detail zerlegt und widerlegt. Danach sollte es keine Fragen mehr geben.

Bröckers belässt es hier bei wenigen Seiten, die aber auch vollkommen ausreichen um die offizielle Version in teils amüsanter Weise zu zerpflücken. Als Beispiel sei hier der Erklärungsnotstand durch die “magische” Kugel genannt, die Leute wie Posner oder Bugliosi zu wahrhaft amüsant-absurden Verrenkungen veranlasst haben, auf die man nun tatsächlich nur noch mit hysterischem Gelächter reagieren kann. Hier ist sein Buch auch teilweise “leicht” zu lesen, im Gegensatz zu einem mega-komplexen Brummer wie z.B. “Deep Politics and the Death of JFK” von Peter Dale Scott.

Das wichtigste bleibt aber tatsächlich das WARUM und hier wird es alles andere als leicht. Denn das, was das Kennedy-Attentat im “Big Picture” impliziert, ist nichts anderes als die tragische Tatsache, dass es anscheinend für einen US-Präsidenten unmöglich ist jenseits von “Yes we can”-Floskeln eine WIRKLICHE Friedens- und Entspannungspolitik zu forcieren, ohne sich selbst zum Abschuss frei zu geben. Aus aktuellem Anlass: Was würde wohl mit Obama passieren, wenn er sich rigoros GEGEN jeglichen Krieg einsetzen würde? Ob in Syrien oder anderswo?

Denn Kennedy hat genau das getan: Er hat Schluss gemacht mit den Sonntagsreden und hohlen Phrasen. Sehr schön herausgearbeitet in diesem Buch anhand seiner Rede vor der American University, die man nur als revolutionär bezeichnen kann und die seinen auf “totalen Krieg” gebürsteten Militärs nur wie purer “Verrat” vorkommen konnte. Die vor und nach dieser Rede unternommenen Schritte Kennedys zur Beendigung des kalten Krieges haben ihm dann endgültig zum Abschuss freigegeben. Seine Militärs, Kreise der CIA und Leute aus dem Pentagon und Regierungsapparat mussten seine Handlungen geradezu als tödliche Bedrohung für ihren “way of life” bzw. “way of war” aufassen, in dem es keinen Platz für Entspannung, Annäherung oder Frieden gab. Nur für Kriegsprofit und Expansion. Die angebliche “Schwäche” Kennedys war in Wahrheit ein unerhörtes Rückrat, dass die Welt im Oktober 1962 vor einem Atomkrieg mit unabsehbaren Folgen bewahrt hat. Hier wird auch der Wahnsinn eines Systems und seiner Protagonisten am deutlichsten, dass lieber den Planeten die Toilette herunterspült, als eine Annäherung mit vermeintlichen “Todfeinden” zu suchen.

Unterm Strich war Kennedy der einzige US-Präsident, der jemals wirklich am Status Quo einer auf Krieg basierenden Gesellschaft gerüttelt hat. Denn was tut die USA anderes, als endlosen Krieg zu führen? Verdeckt oder offen, der Krieg hat seit dem 2. Weltkrieg nie aufgehört, und wird unter dubiosen Vorzeichen (Northwoods lässt grüßen) gesucht und gefunden. Wie sagte schon einer, der es wissen muss: “Gibs kein Krieg, gibs kein Geld”. Kennedy hat sich getraut, die Vision einer friedvollen Welt nicht nur zu träumen, sondern diesen Traum auch langsam in die Tat umzusetzen. Er hat sich getraut, diesen Traum nicht als unmöglich und Krieg als unvermeidliches Schicksal zu betrachten. Er hat sich getraut keine Marionette zu sein. Und deswegen wurde an ihm ein Exempel statuiert, das danach kein Präsident vergessen hat: “You don’t f*** with the military-industrial complex”.

Die Tragödie John F. Kennedy’s ist unser aller Tragödie. Und deshalb sind Bücher wie dieses so wichtig. Und deshalb ist es auch wichtig, weiterhin für die Wahrheit in diesem Fall zu kämpfen und die Desinformationspropaganda (in welcher Form sie auch immer zum 50.Jahrestag auftreten wird) wissen zu lassen, dass wir uns nicht länger hinters Licht führen lassen.
Eine wirkliche Aufklärung dieser Tragödie wäre ein Schritt zur Heilung. Ich will die Hoffnung nicht verlieren, dass dies eines Tages vielleicht doch noch passieren wird. Das dies gegen alle Widerstände möglich ist, zeigen Leute wie David Atlee Phillips, der spät in seinem Leben sein Gewissen erleichtert hat und aus dem CIA-Nähkästchen plauderte. Ich hoffe, es folgen noch mehr diesem Beispiel.

Das sind wir uns und dem Andenken JFK’s schuldig.

06.09.2103

Alexandra schreibt auf Goodread:

Bröckers Buch zäumt die Untersuchung zur Ermordung des amerikanischen Präsidenten aus der Sicht von “Cui bono” auf und die Nutzniesser in diesem Fall sind dieselben Akteure, die uns Vietnamkrieg, Irakkrieg, Abhörskandal… eingebrockt haben. So eine Sichtweise ist mir neu und ich finde sie sehr innovativ.
Extrem strukturiert, logisch, umfassend und spannend legt der Autor die Hintergründe, Motive, Auswirkungen, Verbindungen, Vertuschungen und Akteure der Morde an JFK, seinem Bruder Robert und Martin Luther King dar. Vermutungen werden als solche gekennzeichnet, Belege angeführt. Lange unterdrückte, kürzlich erst herausgegebene neue Beweise gibt es ja seit einigen Jahren haufenweise. Also das hat der Autor grandios gemacht, wahrscheinlich vor allem auch um nicht gemeinsam mit vielen “Verschwörungstheorien” sofort in eine Ecke gedrängt zu werden. Für mich, die sich mit diesem Mord noch nicht wirlklich ausfürlich beschäftigt hat – bis auf ein paar Dokus zum Thema, waren extrem viele neue Sachen dabei. Wirklich ein sehr lesenswertes politisches Buch!

07.09. 2013

In der Schweizer Zeitschrift Zeitpunkt hat der Herausgeber Christoph Pfluger eine sehr ausführliche Besprechung des Buchs unter dem Titel “50 Jahre Machtergreifung” geschrieben. Die Rezension ist nicht online erschienen, hier ein Auszug:

Pikanterweise wurde der Kampfbegriff «Verschwörungstheorie» im Zusammenhang mit dem Kennedy-Mord in die Welt gesetzt. 1967 wies die Abteilung für Psychological Warfare der CIA ihre Dienststellen und Mitarbeiter in den Medien an, wie «Verschwörungstheorien» (die die Einzeltäterschaft Oswalds in Frage stellten) zu kontern seien.Der Begriff hat sich seither als wichtigste Verteidigungslinie dieses dunklen Netzwerks gegen alle Vermutungen und Hinweise erwiesen, an den amerikanischen Schaltstellen könnten undemokratische Kräfte ihr Unwesen treiben und Operationen unter falscher Flagge durchführen.

Erst langam beginnen sich Wissenschaftler der neueren Geschichte aus dieser begrifflichen Umklammerung zu lösen und sprechen von «Staatsverbrechen gegen die Demokratie», wie etwa der Politikwissenschaftler Lance De- Haven-Smith. Aber das ist erst ein zaghafter Anfang in der veröffentlichten Meinung. Zum Jahrestag der Schüsse von Dallas im November wird zweifellos ein Sperrfeuer von Zauberkugeln, Einzeltätertheorien und anderen Verdrehungen auf uns niederprasseln. Aber: «Reality is stranger than fiction». Und um dieser Komplexität zu entkommen, greift der Mensch nur allzu gern nach der dargebotenen Hand der manipulierten Vereinfachung. Um die kognitive Dissonanz zwischen dem Staat als Garanten der Sicherheit und einzelner seiner Organe als ihre Zerstörer aufzulösen, blenden wir unpassende Fakten einfach aus.

Um sich ein wahres Bild zu machen, genügen die Häppchen der Massenmedien nicht und auch nicht ein Text wie dieser. Dazu muss man mindestens ein Buch lesen wie das von Mathias Bröckers, das die Fakten in ihrer Fülle ausbreitet, sie zu einem plausiblen Bild verbindet und die unvermeidlichen Unschärfen benennt. Diese unangenehme Arbeit steht den USA und der westlichen Welt noch bevor. Aber der Lohn ist gross, wie Bröckers schreibt: « Länder wie Südafrika, Chile oder Argentinien haben in teilweise schmerzhaften Prozessen vorgemacht, wie eine Nation mit schrecklichen ‹Staatsverbrechen gegen die Demokratie› umgehen kann – und umgehen muss, um sie in Zukunft zu vermeiden.»

08.09.2013

S. Reifschneider findet Viele neue Aspekte des Kennedy-Mordes – sehr lesenswert! :

Ein höchst aufschlussreiches Buch zur jüngeren Geschichte – die möglicherweise ganz anders verlaufen wäre, wenn, ja, wenn John und auch Robert Kennedy (und Martin Luther King, dem darin ebenfalls ein längerer Abschnitt gewidmet ist) lange genug gelebt hätten, um ihre Visionen einer gerechteren Welt umsetzen zu können. Es ist spannender geschrieben als die allermeisten Kriminalromane, die ich kenne – jedenfalls konnte ich es nicht weglegen, bis ich es durchgelesen hatte. Obwohl mich dieses Thema schon lange interessiert und ich auch etliche der im Literaturverzeichnis angeführten Bücher kenne, habe ich doch noch eine Menge hinzugelernt, wovon ich bislang keine Ahnung gehabt hatte.
Und wenn das auch, wohlgemerkt, in diesem Buch gar nicht zur Sprache kommt, frage ich mich nun unwillkürlich, ob die so auffallend zahlreichen weiteren Unfälle innerhalb der Kennedyfamilie (prominentes Beispiel: der Flugzeugabsturz des Kennedy-Sohns John F. jr. im Jahre 1999) überhaupt welche sind…
Gerade weil der Verfasser sich davor hütet, Theorien zu entwickeln (und gegebenenfalls plausible, aber unbewiesene Ansichten anderer Autoren ausdrücklich als solche kennzeichnet), reicht das, was übrig bleibt, durchaus noch, um einen das Gruseln zu lehren.
Ungemein interessant fand ich in diesem Zusammenhang übrigens auch den Exkurs zum Thema „Verschwörungstheorien“, mit dem getreu der CIA-„Operation Mockingbird“ seit 1967 die kritische Berichterstattung mutiger Journalisten von den Mainstream-Medien gezielt desavouiert und lächerlich gemacht wird, so, als gäbe es Verschwörungen und/oder verdeckte Operationen diverser Geheimdienste nur in ihrer krankhaften Phantasie, aber nie in der Realität. Das erklärt so manches, was den gutgläubigen Zeitungsleser verblüfft und irritiert.
Was mich als Perfektionistin an diesem Buch allerdings ein klitzekleines bisschen stört, sind gelegentliche Druck- bzw. Grammatikfehler, wie sie halt vorkommen, wenn die letzte Überarbeitung überstürzt fertig werden muss. Sie behindern jedoch den Lesefluss wirklich nur ganz geringfügig.
Und… ja, wenn ich einen Wunsch äußern dürfte: Mit ein paar Fotos wäre das Ganze noch erheblich anschaulicher geworden. Gern gesehen hätte ich beispielsweise eines von Mary Pinchot Meyer (ich habe inzwischen Fotografien von ihr bei den Google-Bildern gefunden), aber auch welche von den diversen Politikern, Wirtschaftsführern, CIA-Größen und Mafia-Bossen, die in dem Buch ausführlich erwähnt werden, und natürlich von Lee und Marina Oswald und Jack Ruby (jaja, ich weiß, man kann auch deren Bilder googlen… habe ich schließlich auch getan).
Vielleicht kann man das bei der nächsten Auflage ergänzen? Die kommt bestimmt, da bin ich ganz sicher. Denn wenn letzthin ein Buch verdient hat, zum Bestseller zu werden, dann dieses!

09.09.2013: Eine weitere “Fünf Sterne”-Rezension bei Amazon:

M. Bröckers Buch ist zugleich ein Lehrbuch zur Bewertung heutiger Fragen. Es macht deutlich, dass der US-Präsident keineswegs der mächtigste Mann der Welt ist, sondern eher eine Marionette, was sich aktuell bei Barack Obama zeigt, der sich trotz seines Friedensnobelpreises fest im Würgegriff von Kriegstreibern befindet.
Die in dem Buch verwendetet Kapitelüberschrift “Regimechange in Amerika” ist m.E. von besonderer Prägnanz. Ist es doch quasi die offizielle Aufgabe der CIA, im Ausland verdeckte Operationen zum Regime change vorzunehmen, was für zahlreiche Länder gut dokumentiert ist und aktuell seit 2011 in Syrien betrieben wird. Mit den drei genannten Morden in den USA wurde auch im Inland ein solcher regime change vollzogen.
Das Thema 9/11 wird von dem Autor nur am Rande erwähnt. Mit der schlüssigen Darstellung zum JFK-Mord drängen sich aber die Parallelen von selbst auf. Bei 9/11 standen die Täter noch schneller fest als bei dem JFK-Mord mit der Person von L.H. Oswald. Und das Niveau des Warren-Reports ist wohl ähnlich der offiziellen Untersuchungskomission zu 9/11.

13.09.2013: “Wall Street golpista: ancora al potere i killer di Kennedy” – Rezension auf “Libre (Italien)

20.09.2013 Dirk Gerhardt schreibt auf 9/11-Archiv.net:

Ich habe “JFK” in zwei Tagen ausgelesen. OK. Ein Buch über JFK. Eigentlich eher nicht mein Thema. Und dann wurde zu JFK ja auch schon so viel publiziert. Warum man das dennoch Buch lesen sollte? Weil es ein Bröckers ist. Mittlerweile für mich ein eindeutiges Qualitätsmerkmal. Ein Buch von jemandem, der auf Grund seines Erfahrungsschatzes weit über jeden Tellerand hinausblicken kann. Ein Intellektueller in Fragen des Deep State. Und der dabei immer wieder neue, brisante Fakten aufdeckt, die zu Bestätigungen von bisher nur wage vermuteten Schlußfolgerungen führen. (…)

Meine Einschätzung. Ein “Must Read”, für jeden, der beim bald kommenden 50. Jahrestag der Ermordung Kennedys mitreden will und all den Einzeltäter-Alle-Verschwörungstheorien-sind-Unsinn-Apologeten Futter entgegensetzen möchte. Zwar klärt auch Bröckers des Fall nicht, dennoch legt er den Finger in die Wunde der US-Demokratie, und zeigt, wo man schauen muss, um die wahren Täter zu finden. (…)

Die gesamte Rezension hier

Außerdem hat Dirk Gerhard mir einige Fragen zum Buch gestellt, das Interview findet sich hier.

24.09.2913

Bericht von der Buchvorstellung und Diskussion in der  Bayerischen Amerika Akademie in München

28.09. 2013

Rezension in der Jungen Welt:

“Die Morde an John F. Kennedy, Martin Luther King und Robert Kennedy waren für Bröckers Teile eines Staatsstreichs gegen das progressive Amerika.Wir geben ihm intuitiv recht, denken aber u.a. auch, daß JFK nicht nur ein reiner Friedensengel war und Bröckers in seinem Enthüllungs-Enthusiasmus die Sache etwas übertrieben hat, wenn er für die Kennedy-Verschwörung u.a. Edgar J. Hoover, das FBI, die CIA, Lynton Johnson, die Mafia und korsische Killer verantwortlich macht.”

Da hat der enthusiatsische Rezensent Reinhard Jellen intuitiv ein bißchen was mißverstanden, denn ich mache die am Ende genannte Gruppe keineswegs so konkret verantwortlich, sondern äußere die begründete Vermutung, dass Scharfschützen der korsischen Mafia für das Kreuzfeuer an der Dealey Plaza engagiert waren – und das ohne das Zutun von Hoovers FBI, der CIA und Johnson die Vertuschung des Mords absolut unmöglich gewesen wäre.

28.10.2013 ” Kurz vor dem 50. Jahrestag der Ermordung legt Mathias Bröckers nun mit »JFK. Staatsstreich in Amerika« ein spannendes Buch vor, in dem er das Attentat in einen breiten politischen Kontext stellt und viele Widersprüche in der bis heute von den Massenmedien verbreiteten Einzeltäterversion auflistet. Er hat sich durch neue Publikationen gegraben, die aufgrund der Freigabe von bis dato verschlossenen Dokumenten eine Neubewertung zulassen. Er plädiert für den Terminus »Staatsverbrechen gegen die Demokratie« anstelle des Terminus »Verschwörung«. – Matthias Reichelt in der Jungen Welt

10.11.2013 “Dem Staatsstreich auf der Spur” –  Rezension von  Paul Schreyer im “Ossietzky”

15.11.2013: Das “Neue Deutschland” kürt das dümmste und das klügste Buch zum JFK-Attentat:

“Das klügste Buch verfasste Mathias Bröckers. In »JFK. Staatsstreich in Amerika« begründet er seine These, dass Kennedy sterben musste – weil »die von ihm begonnene Politik der Deeskalation des Kalten Krieges mit allen Mitteln verhindert werden sollte”.

Die ganze Rezension hier.

16.11.2013

Aus einer Rezension der  “Voralberger Nachrichten” (kostenlose Registrierung erforderlich):

“Bröckers beschreibt, wie die CIA das Wort „Verschwörungstheorie“ in seiner Bedeutung abwertete, indem sie Tätertheorien in die Welt setzte, um jeden, der Zweifel an der offiziellen Version äußerte, lächerlich machen zu können – eine bis heute funktionierende Technik. Noch immer werden erhobene Fakten nicht herausgerückt – waren doch dieselben Täter bei der Ermordung Robert Kennedys und Martin Luther Kings am Werk. Trotzdem forschte Bröckers eine Fülle von Fakten und Protokollen aus, die selbst bei vorsichtigster Interpretation den Schluss zulassen, dass es sich bei dieser Mordserie um „Staatsverbrechen gegen die Demokratie“ handelt.

Die Welt befinde sich seitdem im permanenten Zustand des Kalten Krieges, befindet der Autor. Die jüngsten Enthüllungen über die NSA-Aktivitäten bestärken diesen Eindruck. Deprimierend und spannend bis zur letzten Seite! Anmerkungen, ein umfassendes Glossar, komplette Literaturangabe und ein präzises Register unterscheiden dieses Buch von reißerischen Werken ähnlichen Inhalts.”

 

17.11.2013:  “Machte LSD Kennedy zur Friedentaube ?” fragte sich Gerhard Wisniewski – und hatte sich schnell festgelesen:

Eigentlich hätte man nicht erwartet, über John F. Kennedy und das Attentat auf ihn noch etwas Neues zu lesen. In den 50 Jahren seit dem 22. November 1963, als Kennedy im Kreuzfeuer von Verschwörern starb, scheint alles gesagt worden zu sein. Daher habe ich Mathias Bröckers Buch JFK – Staatsstreich in Amerika mit einer gewissen Skepsis in die Hand genommen. Aber schonnach ein paar Seiten hatte ich mich festgelesen, und es wurde ein kurzweiliger Abend – falls man das bei einem Buch mit einem so schrecklichen Thema überhaupt sagen darf. (..)
Denn mal ehrlich: Bei Kennedy und vor allem dem Attentat auf ihn blickt doch keiner mehr durch. Wer hat ihn denn nun umgebracht: Die Mafia, die CIA, das Militär, der Secret Service, die politischen Konkurrenten oder doch die Sowjets oder Fidel Castro? Eben. So was kann man gar nicht aufdröseln, und eine Entscheidung kann man schon gar nicht treffen. Das zweite große Verdienst dieses Buches lautet jedoch, dass es eine äußerst naheliegende Antwort gibt, nämlich: alle zusammen (außer dem Ausland versteht sich, denn das hätte damit einen totalen Krieg riskiert). Das Besondere an dieser trivial erscheinenden Antwort besteht darin, dass das Buch damit zwischen den Zeilen den Begriff des »Tiefen Staates« in die Diskussion einführt. Denn genau so nennt man jenes Dickicht aus Geheimdiensten, Kriminellen und Politikern, das sich schon zahlreiche Staaten der Welt unter den Nagel gerissen hat. Mit anderen Worten muss man sich nicht für dieses oder jenes Netzwerk entscheiden, sondern man muss begreifen, dass alle zusammen ein viel größeres Netzwerk bilden, und zwar ein vertikales (zwischen verschiedenen Etagen) und horizontales Netzwerk (zwischen verschiedenen Branchen oder Gruppen).

18.11.2013

Der  “Deutschlandfunk” befindet  in “Andruck – Das Magazin für Politische Literatur”:

“Bröckers sieht den Staat höchst selbst am Werk – die Geheimdienste, das Militär, die Regierung, tatkräftig unterstützt vom organisierten Verbrechen. Denn nur sie gemeinsam hätten die Macht zur Vertuschung gehabt.Damit ist er ganz nah bei Jim Garrison, dem Bezirksstaatsanwalt von New Orleans. Der strengte 1969 den bislang einzigen Prozess in der Mordsache JFK an. Regisseur Oliver Stone setzte ihm 1991 ein filmisches Denkmal. Man muss Bröckers‘ Schlussfolgerungen nicht teilen, um sein Buch mit Spannung zu lesen. Auch kann man dem Autor weder mangelnde Sorgfalt noch paranoide Polemik unterstellen. Er belegt seine Aussagen mit zahllosen Quellen; seine Argumentation ist schlüssig, klar und ohne Eifer.” MP3  hier

 

21.11.2013

Die “Kölnische Rundschau” schreibt:

“Während das Gros der Historiker den Fall für geschlossen und Oswald zum Einzeltäter erklärt hat, blüht der Markt der Verschwörungstheorien – angefeuert von Oliver Stones Kino-Thriller “JFK” (1991). “Wäre der Mord tatsächlich nur das Werk des verwirrten Einzeltäters Oswald gewesen, wäre er längst und bis ins letzte Detail geklärt”, schreibt der ehemalige Redakteur der taz und Kolumnist der Zeit, Mathias Bröckers. “Zumindest so weit, dass jeder mit einem IQ über Zimmertemperatur diese Klärung als wahrheitsgemäß und nachvollziehbar akzeptieren müsste. Doch davon kann keine Rede sein.” Bröckers hat mit “JFK Staatsstreich in Amerika” den unüberblickbaren Berg der Verschwörungsbücher zum Thema um ein Werk bereichert, das keine wirklich neuen Aspekte bietet, sich jedoch sehr spannend liest. Seine These: “Der Mord war ein konzentriertes Staatsverbrechen unter Beteiligung der politischen, militärischen und ökonomischen Eliten.”

Für das Deutschlandradio hat Arno Ozzesek das Buch besprochen:

(…) Die of­fi­zielle Alleintäter-Theorie jedoch, die besagt, dass der verwirrte Lee Harvey Oswald den Präsidenten oh­ne Zu­tun von Hintermän­nern erschoss, lässt sich in zahllosen Punkten erschüt­tern. Die Anhänger al­ter­na­ti­ver Theorien – unter denen auch die Sowjetunion, Ku­ba, die Mafia, selbst Kennedys Nachfolger Lyndon B. Johnson als Kandidaten gehan­delt wer­den – haben seit 50 Jahren ein Gebirge von Material zusam­men­getragen. Bröc­kers, bes­tens ein­ge­lesen, greift sich zielsicher her­aus, was zur Staats­streich-These passt. Indessen ist Bröckers ein gewiefter Autor. Er porträtiert zunächst die CIA als “Staat im Staate”, erzählt eine kurze Geschichte der Mafia, der kubanischen Revo­lu­tion und der Kuba-Krise, berichtet vom Aufstieg des dauerkranken, dauerkoitierenden Millionärssöhnchens JFK – und kommt dann auf den Punkt: den Wan­del Kennedys vom kalten Krieger zum “Visionär der Menschlichkeit und des globalen Frie­dens”. Laut Bröckers machte ihn dieser Wandel in den Augen der Kriegstreiber todeswürdig. Die in Deutsch­land kaum bekannte Kennedy-Geliebte Mary Pinochet Meyer – “‘Die Götting hinter dem Thron'” -, habe den Präsidenten nicht zuletzt mittels LSD-Expe­rimenten auf den Friedenstrip gebracht.

Für Bröckers war Oswald ein FBI-Agent, der gezielt zum Sün­denbock aufgebaut wurde. Tatsächlich hat Oswald nach den Schüssen von Dallas gesagt: “I am a pat­sy.” Dann wurde er selbst erschossen. Wie erstaunlich viele Zeugen, deren Aus­sagen von der Alleintäterthese abwichen. Bröckers untersucht das erregend komplizierte “Cover-up” (die Vertuschung) des unterstellten Staats­streichs; auch Hunderte wichtiger Journalisten sollen der CIA hörig gewesen sein. Die Detailfülle ist be­merkenswert, Bröckers´ Stil stets angriffslustig. Gleichzeitig wird klar: Ob man Bröckers´ spek­ta­ku­läre Staatsstreich-These teilt oder die suspekte Ein­zel­täterthese – beides bedarf eines starken Glau­bens. Man liest “JFK” gern, weil man während der Lektüre für möglich hält: Der Autor hat recht. Klappt man das span­nen­de Buch am Ende zu, wird jedoch die aufregende Schwarz-Weiß-Welt wieder grau, und das lasche Resü­mee lau­tet: Letztlich wissen wir immer noch nicht, warum Kennedy sterben musste.

 

 22.11.2013

Filmbeitrag über das Buch aus der heutigen Sendung von “Lexi TV” – in der Mediathek des MDR.

Der heutige 30-Minuten-Talk bei SWR “Leute” ( läuft heute Nacht um 2.00 im SWR Fernsehen, Videolink folgt morgen) steht schon als Audio-Podcast zum Download zur Verfügung (MP3 , 26 MB)

Schon am gestrigen Donnerstag lief auf Servus TV die Talkshow über JFK, die am Dienstag in Salzburg aufgezeichnet wurde,  und kann in der Mediathek angeschaut werden.

“Mord an JFK – Wackelende Täterthesen” – Besprechung im Wiener “Standard”