Comeback der Gasprinzessin

25.02.14 23:36-Bildschirmkopie-3Während die Gewalttäter des “rechten Blocks” in vielen Großmedien eher als antikommunistische “Patrioten” rüberkommen und nicht als das was sie sind: Faschisten –  wird mit Julia Timoschenko eine der erfolgreichsten Ganovinnen der Gegenwart gerade als Comeback einer “Demokratin” gefeiert. Dabei scheint die Tatsache, dass die korrupte Oligarchin im Knast saß, so ziemlich das einzige zu sein, was in der Ukraine noch stimmte. Hier zur Erinnerungserfrischung noch einmal der Blogeintrag aus dem April 2012 über “Die Gasprinzessin”:

Weil angeblich ein Bandscheibenvorfall von Julia Timoschenko im Gefängnis nicht korrekt behandelt wurde, veranstalten ihre Anhänger derzeit großen Menschenrechtsalarm. Die pünktlich zur kommenden Europameisterschaft einsetzende PR-Kampagne ist insofern bererechtigt, als natürlich auch Mafiabräute im Knast ein Recht auf menschenwürdige Behandlung haben. Ob die rechtmäßig verurteilte Dame deshalb nun wirklich in die Berliner Charité ausgeflogen werden muss, weil es in der Ukraine keine Orthopäden gibt, darf indessen bezweifelt werden. Zumal wenn man den Hintergrund von Julia Timoschenko kennt. Zur Erinnerung hier noch mal unser Blogeintrag vom 2.Dezember 2004 über die “Gasprinzessin”:

“Ikone des Widerstands“, „Heldin der Opposition“, „Prinzessin der Revolution“ – die Medien überschlagen sich gerade mal wieder im Hochjubeln einer politischen Figur, die als Heilsbringerin und Passinonara der Ukraine aufgeblasen wird. Die Töne erinnern fatal an den Sound, mit dem unlängst in den USA mit Achmed Chalabi ein verurteilter Finanzbetrüger zum Retter des Irak stilisiert werden sollte. Mit Julia Timoschenko wird nun erneut eine „demokratische“ Oppositions-Kandidatin auf den Schild gehoben, gegen deren kriminelle Aktivitäten sich Chalabis Bankschwindel vergleichsweise bescheiden ausnimmt. Ihr Patron, der einstige ukrainische Premier Pavlo Lazarenko, wurde in den USA verurteilt, 613 Millionen $ des Weltwährungsfonds (IMF) außer Landes geschafft und gewaschen zu haben; außerdem, so schrieb die „Financial Times“ erhielt Lazarenko „mindestens 72 Millionen an Bestechungsgeldern vom Gasimporteur UESU. Im Gegenzug half Lazarenko der UESU eines der führenden Unternehmen der Ukraine mit einem Jahresumsatz von 10 Milliarden $ zu werden.“ Geleitet wurde die UESU von niemand anderem als Julia Timoschenko, als Chef der ukrainischen Zentralbank firmierte zu dieser Zeit Viktor Juschtschenko, dem der IMF später in einem Gutachten bescheinigte, den Währungsfonds systematisch getäuscht zu haben. Einer Verurteilung entging er ebenso wie Julia Timoschenko, die nur kurz verhaftet wurde, sich aber – mittlerweile die reichste Frau der Ukraine – erfolgreich als „politische Gefangene“ positionieren konnte und straflos davon kam. Jetzt steht die kurzfristig erblondete Oligarchin – „Ihren geflochtenen Haarzopf hat sie wie einen Heiligenschein um das Haupt gewunden“ (Tagesspiegel) – gleichsam vor der Heiligsprechung. In seinem Buch „Casino Moscow“ (2001) schreibt der Autor Matthew Brzezinski über seinen Besuch bei der „11 Milliarden Dollar Frau“
“…she was guarded by an entire platoon of ex-Soviet special forces bodyguards. She once sent a plane to collect Brzezinski from Moscow, fly him to Dnipropetrovsk to meet her for lunch, and drop him off back at Moscow in the evening. When Brzezinski said he didn’t want to tie up the company plane, Tymoshenko said: “Don’t worry. I have four of them.” According to Brzezinski, as a result of Lazarenko’s patronage, “Tymoshenko gained control over nearly 20% of Ukraine’s gross national product, an enviable position that probably no other private company in the world could boast.”
Keine Frage, Prinzessin Julia ist eine der coolsten Ganovinnen der Gegenwart – und keine Frage auch, dass sie mit einem Milliardenkapital im Rücken Eindruck auf die „Kollegen“ im Westen macht, denen sie das Spielfeld in der Ukraine öffnen will. Und kein Wunder, dass die Konkurrenz im heimischen Groß-Gangstertum ihre Argus-Augen auf die coole Prinzessin wirft, die Revolutionärin spielt. Blonde Heldin, finstre Russen-Patriarchen, smarte Ami-Oligarchen… fehlt nur noch Schwarzenegger mittenmang und Hollywood könnte die Schmonzette übernehmen!

Statt Arnold ist jetzt Boxer Klitschko in Kiew am Start, der aber “Hollywood” – der “Fuck EU”-Produzentin Nuland – nicht so recht behagt und weil die Amis da jetzt “Cold War 2.0” durchspielen und sich nach in den letzten Jahren in den Regimechange investierten 5 Milliarden $ das Heft nicht mehr aus der Hand nehmen lassen wollen, hat Klitschko wohl schlechte Karten….

4 Comments

  1. wenn sie mal nach Deutschland kommt, dann wird sie hier bleiben bzw. in die Schweiz verschwinden, wie einst Chodorkosky. Sie wird nicht mehr in die Ukraine zurückgehen. Sie hat auch keine politischen Ambitionen mehr, sondern will nur noch ihre Flucht etwas anders beleuchten. Sie wird in der Ukraine mehrheitlich gehasst. Ihre Tochter wurde urlaubsmässig in Rom in einem Luxushotel gesichtet, als die Ukrainer auf dem Maidan gestorben sind. Klitchko dagegen könnte tatsächlich zu einem ernsten Gegenkandidat in den kommenten Wahlen gepuscht werden, der aber am Ende doch den kürzeren ziehen wird, wie uns das “FuckTheEU” Telefonat verraten hat. Auch er hat keinen guten Ruf in der Ukraine. Das sind keine Hinterwäldler wie in Syrien oder Afganistan. Ukrainer sind gut gebildet und auch gut informiert. Ich weiß allerdings jetzt nicht, wer die Wahlen gewinnen sollte. Die Rechten wohl kaum. Das läßt weder Putin noch die Weltregierung zu. Die werden noch einen derzeit noch Unbekannten aus dem Hut zaubern, vermute ich. Oder aber wird tatsächlich der Kalte Krieg 2 gestartet, denn die islamischen Terroristen als globale Bedrohung scheinen ausgedient zu haben. Wir erinnern uns, nach dem Zusammenbruch der Mauer war erstmal nichts da, kein neuer Feind und dann wie aus dem Nichts wurde der Islam als neue Bedrohung kreiert. Russland hat sich inzwischen wieder etwas erholt und könnte wieder als neues Feindbild gute Dienste leisten. Auf ein neues. Priviet tovarischtchi.

     
  2. German Foreign Policy

    http://www.german-foreign-policy.com/

    EIR Nachrichten abseits der Mainstream Medien

    http://www.bueso.de Bürgerbewegung Solidarität für ein Europa der Republiken

    Aus der Schweiz http://www.zeit-fragen.ch siehe auch Archiv zu der Ukraine und Russland und direkter dezentraler Demokratie nach Schweizer Vorbild mit Plebisziten und Volksabstimmungen und der EU

    Michael C. Rupperts täglicher Peak Oil Blog

    http://www.fromthewilderness.com Peak Oil und 9.11.

    American Free Press

    http://www.americanfreepress.net

     
  3. Julia Timoschenko
    “Die “ARME”, eine Profi Kriminelle mit extrem korrupter Vergangenheit, inzeniert eine Show, das man im Rollstuhl nur noch sitzen kann, hat aber Plateauschuhe an.”

    http://geopolitiker.wordpress.com/2014/03/14/das-versagen-der-deutschen-fuhrung-als-partner-krimineller-nazis-in-der-ukraine/

    http://s3.postimg.org/kx7ecqb6b/1780916_578257408938013_196547102_n.jpg

    Wegen der starken Schmerzen ist Julia Timoschenko auf den Rollstuhl angewiesen.(Foto: imago/ITAR-TASS)
    Montag, 24. Februar 2014
    Ärztliche Hilfe für ukrainische Politikerin
    Timoschenko kommt nach Deutschland

    Auf Hauptseite von N-TV sind die Plateauschuhe ausgeblendet … ein klick auf das Bild zeig aber auch diesen “Zensurversuch”

    http://www.n-tv.de/politik/Timoschenko-kommt-nach-Deutschland-article12341451.html

    http://bilder1.n-tv.de/img/incoming/origs12341576/5782735947-w1000-h960/imago-st-022312400017-61113790.jpg

    Prost Mahlzeit

     

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